Leserstimmen zu
Wie der Rücken die Seele und die Seele den Rücken heilt

Kurt Mosetter, Reiner Mosetter

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Das Buch ist in einen Grundlagen- und einen Praxisteil gegliedert. Im Grundlagenteil erklärt Dr. Kurt Mosetter, wie komplex die physischen und psychischen Zusammenhänge in unserem Körper sind, welche wichtige Rolle die Muskeln spielen, wie Rückenschmerzen entstehen und wie die Myoreflextherapie helfen kann. Für ihn liefert die westliche Schulmedizin allein keine adäquaten Methoden zur Linderung von Rückenschmerzen, weil sie einzelne Schmerzen isoliert betrachtet. Aus diesem Grund hat er auch im asiatischen Raum gelebt und gelernt. „Die Myoreflextherapie hat ihre Wurzeln zwar in der europäischen Tradition – in Fächern wie der Anatomie, der Physik und Biomechanik, der Neurophysiologie sowie der Orthopädie -, sie basiert aber gleichzeitig auch auf der Lehre und der Erfahrungsmedizin der östlichen Welt, insbesondere der „Klassischen Chinesische Medizin“ (auch „Traditionelle Chinesische Medizin“ oder kurz „TCM“) mir ihrem komplexen Systemdenken.“ Außerdem beschreibt der Autor die schwierige und langjährige Krankheitsgeschichte seines Vaters und präsentiert gängige Schmerzbilder anhand von Patienten-Beispielen. Im Praxisteil kann der Leser durch einen Test seine persönlichen Problembereiche identifizieren. Anschließend folgen Übungen, die man selbst zu Hause durchführen kann. Zum Schluss beschreibt der Autor welche wichtige Rolle unsere Ernährung spielt, welche Lebensmittel gut für unsere Gesundheit und unseren Rücken sind und auf welche man besser verzichten sollte. Im Anhang findet der Leser eine Übersicht über die Meridiane und die fünf Elemente. Das Buch ist schön aufgebaut, interessant zu lesen, regt zum Nachdenken an und die Myoreflextherapie hat mich persönlich komplett überzeugt. Dr. Mosetter beschreibt die komplexen Zusammenhänge im Körper und Auslöser für Schmerzen sehr gut. Dank dieses Buches habe ich zum ersten Mal verstanden, wie genau Spannung und Entspannung der Muskeln zusammenspielen bzw. Schmerzen auslösen können. Ich hatte einige Aha-Momente, habe mich an vielen Stellen wiedergefunden und nehme mir die Ratschläge zu Herzen. Die Übungen führe ich regelmäßig aus und fühle mich dadurch wirklich besser. Auch im Internet habe ich interessante Informationen auf der Homepage der Myoreflextherapie bzw. dem Youtube Kanal gefunden.

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Unser Körper mit seinen Muskeln und Faszien, beherbergt das Körpergedächtnis. Der an einer Stelle des Körpers empfundene Schmerz ist oft nicht der tatsächliche Auslöser, sondern nur das Symptom. Die Muskeln verbinden unser Innenleben mit seinen Emotionen mit dem Außen unserer Umwelt. Sind die Emotionen belastend, überträgt sich das auf die Muskulatur. Erfahrungen und Konflikte ebenso wie Ängste und Stress drücken sich auf der körperlichen Ebene über Verspannungen aus. Mit speziellen, auf die Faszien wirkenden Übungen, können diese über die Wirkung auf der Körperebene gelöst werden. Die tiefen Akupunkturpunkte der Meridiane in der traditionellen chinesischen Medizin TCM entsprechen dabei den Muskelansätzen der westlichen Medizin. Aus der Verbindung beider Systeme entstand die Myoreflextherapie, die der Arzt und Heilpraktiker Kurt Mosetter entwickelte und jetzt leicht lesbar und anwendbar einem breiten Publikum zugänglich macht. Er beschäftigt sich auch mit der Energieversorgung der Muskeln durch die Ernährung. Die zugeführte Nahrung wird unter Ausschüttung von Insulin in Glucose (Zucker) umgewandelt. Bei einem Überangebot z.B. durch die Aufnahme einfacher Ketten von Kohlenhydraten steigt der Blutzuckerspiegel an und es kommt zu empfindlichen Störungen im Insulin-Stoffwechsel. Ist dieser gestört, springen die Stress-Systeme des Körpers an. Um die Zellen zu versorgen, geben sie das Signal, noch mehr Zucker in die Zellen zu bringen. Durch das ständig im Blut zirkulierende Insulin wird der Serotoninspiegel gestört. Nachts wird Serotonin in Melatonin umgebaut, das Einschlafhormon. Die Folge ist ein gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus. So entsteht aus dem Ernährungsstress des Körpers chronischer Stress, der zu weiteren Dysbalancen im System führt, die sich dann auf körperlicher Ebene als Symptom oder als psychischer Stress zeigen. Da wir als soziale Lebewesen konzipiert sind, ist die Gesundheit des Menschen aber auch abhängig von den ihn umgebenden Lebewesen bzw. von den Beziehungen. Mit unserem Körpersinn nehmen wir dies sofort und unbewußt wahr. Förderliche Beziehungen unterstützen eine stabile Gesundheit, beengende oder angespannte Beziehungen setzen Körper und Psyche unter Druck und erzeugen Stress. Gestörte Beziehungen machen also krank.

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