Leserstimmen zu
Sprechen wir über Eulen - und Diabetes

David Sedaris

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"Sprechen wir über Eulen - und Diabetes" war mein erstes Buch von Sedaris. Darauf aufmerksam geworden bin ich durch den ungewöhnlichen Titel und das sehr schöne Cover, vor allem durch den Bezug zu Eulen. Die Inhaltsangabe klang ebenfalls interessant und so habe ich zugeschlagen, als das Buch bei Weltbild reduziert zu haben war. Sedaris präsentiert 26 Essays beziehungsweise Kurzgeschichten, die sich zu großen Teilen mit Ereignissen aus seinem Leben befassen. Dabei deckt er eine große Bandbreite an Themen ab, zum Beispiel Schwimmwettkämpfe in seiner Kindheit, die komplizierte Beziehung mit seiner Familie, ein Valentinstag für seinen Partner und Reisen in andere Länder. Die Erzählungen scheinen dabei sehr ehrlich zu sein - so sind auch Kapitel enthalten, in denen der Autor selbst nicht wirklich sympathisch rüberkommt und er über sein Verhalten und seine Gedanken reflektiert. Das hat mir gut gefallen, ebenso wie die Gesellschaftskritik, die mal mehr, mal weniger unterschwellig vorkommt. Man erfährt einiges über Sedaris' Ansichten und sein Leben beziehungsweise man bekommt diesen Eindruck. Besonders interessant fand ich die Kapitel, in denen der Autor in eine andere Rolle schlüpfte und Ansichten präsentierte, die nicht den seinen zu entsprechen schienen. Diese alternativen Sichten waren teils sehr überspitzt (wobei ich das Verhalten der fiktiven Personen leider nicht einmal unrealistisch fand) und satirisch präsentiert, was sie mit zu den besten Erzählungen gemacht hat, gerade weil sie durchaus provokativ formuliert waren. Insgesamt muss ich aber sagen, dass das Buch meine Vorstellungen nicht ganz erfüllt hat. . Ich habe schnell einen Zugang zu dem Werk gefunden und die einzelnen Geschichten waren unterhaltsam und es gab definitiv einige humorvolle, sarkastische und zynische Momente, aber davon abgesehen, aber im Ganzen betrachtet war "Sprechen wir über Eulen - und Diabetes" nicht so lustig, wie ich es aufgrund der Inhaltsangabe und der sehr positiven Rezensionen erwartet hatte; laut lachen musste ich kein einziges Mal. Einige Erzählungen sind dabei unbestritten besser als andere und es waren vor allem die kleineren Szenen, die mich gut unterhalten haben. So schildert der Autor beispielsweise einen Diebstahl seines Geldbeutels und betont, dass die Polizei nicht gerade kooperativ war, die Schauspieler der Crime-Serie Hawaii Five-0 aber umso mehr. Solche unterwarteten kleinen Bemerkungen sind auf jeden Fall ein starker Punkt der Essays, die sie belebt haben, ebenso wie die Erlebnisse, in denen man sich als Leser selbst wiedererkennen kann. FAZIT: Wie gesagt ist das Buch nicht schlecht und ich habe es sehr gerne gelesen; der Autor hat definitiv eine ganz eigene Art, seine Gedanken und Beobachtungen in Geschichten zu verpacken und dabei sehr viel unterzubringen, ohne etwas zu beschönigen, aber der Funke ist einfach nicht übergesprungen. Deshalb "nur" 3,5/5 Sternen. Ein weiteres Buch des Autors werde ich bei Gelegenheit bestimmt noch lesen.

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David Sedaris’ “Sprechen wir über Eulen – und Diabetes” ist das neunte Werk des amerikanischen Autors, der nicht nur schreibt sondern auch für das Radio und als Comedian und Humorist tätig ist, und erschien bereits im September 2013 in gebundener Form bei Blessing bevor sich der Heyne Verlag im Dezember 2014 der Taschenbuchausgabe annahm. Auf dem amerikanischen Buchmarkt stieg das Werk sofort nach seinem Erscheinen auf Platz Eins der New York Times Bestsellerliste ein. “Sprechen wir über Eulen – und Diabetes” ist eine Sammlung von insgesamt 25 Essays und einem Gedicht, in denen sich David Sedaris – der neben Essays auch Kurzgeschichten und kleine Fabeln schreibt – vor einem zumindest teilweise autobiographischen Hintergrund über all die kleinen und großen Dinge des Alltags und des Lebens auslässt. Natürlich gehört hier ganz klar eine große Portion Humor und Übertreibung dazu, zieht er doch einige Begebenheiten doch sehr ins Extreme. Aber genau das macht seine Bücher aus, die kleinen überspitzten Momente, die den Leser oft nicht nur zum Schmunzeln sondern auch zum Lachen bringen. Doch gerade in der überspitzten Darstellung liegt auch der Hase im Pfeffer, denn nicht jeder Leser kann mit solchen Dingen etwas anfangen, findet es zu übertrieben. Sedaris ist ganz klar Geschmackssache, zum einen in Sachen Erzählweise und Schreibstil, zum anderen allein schon aufgrund der Tatsache, dass er sich größtenteils auf des Schreiben von Essays oder Kurzgeschichten beschränkt. Ich persönlich bin sowohl Übertreibungen als auch den Essays keineswegs abgeneigt und bei mir hat Sedaris mit seinem Buch ganz klar einen Nerv getroffen. Sedaris nimmt den Leser mit zu seinem Zahnarzt, beleuchtet Kinder und deren Erziehung im Allgemeinen, und seine eigene Kindheit im Besonderen, erwähnt Klassenunterschiede (zu denen seine Mutter ihre ganz eigene Meinung hat) und seine Vorliebe für die deutsche Sprache (“Sie ist wie Englisch, nur seitwärts.” S.86), und spricht neben Meeresschildkröten und Dekowahnsinn auch sein eigenes Privatleben an. Gerade in diesen Geschichten werden ernstere Töne angeschlagen, Thematiken erwähnt die heutzutage von vielen Menschen diskutiert werden. Aber dies alles sollte der geneigte Leser für sich selbst entdecken und sich eine Meinung bilden. “Sprechen wir über Eulen – und Diabetes” ist perfekt für jeden Leser, der etwas ironische aber dennoch autenthische Essays und Kurzgeschichten mag. Aber auch alle die Sedaris noch nicht kennen sollten definitiv einen Blick riskieren.

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Sprachlich hervorragende Texte, wie man sie von Sedaris gewöhnt ist. Am besten sind jedoch die Stories, in denen er von sich schreibt. Die anderen sechs Geschichten, die er aus der Perspektive anderer Menschen erzählt, sind etwas schwächer. Manche Schwachstellen führe ich aber auf die Übersetztung zurück, die sich bestimmt schwierig gestaltet hat, da in einigen Geschichten mit Wortspieleeien gearbeitet wird und der Witz in deutscher Sprache so nicht funktioniert... Alles in allem aber wieder gelungene Unterhaltung!

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Allein der Titel hat mich angezogen, Eulen und Diabetes fand ich genial! Ich habe zum Teil tränen gelacht aber es ist ganz klar ein Buch welches man mögen muss! Der Schreibstil ist nicht gewöhnlich und auch wie David Sedaris erzählt gefällt bestimmt nicht jeden, allerdings wenn man es mag wird man es lieben! Was ich besonders schön fand, dass alle Kapitel recht kurz waren und an sich eine eingene Geschichte waren. Herr Sedaris und wie er die Welt sieht, unverblümt und nicht geschönt, die reine Wahrheit und so wie ER es eben denkt!

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Wer behaupten wollte, David Sedaris schreibe und veröffentliche Tagebücher, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, müsste Michelangelo einen Anstreicher nennen. Niemand versteht es besser als Sedaris, Erlebtes in Lesbares zu verwandeln – seit seinem Debüt mit »Nackt« lässt er seine weltumspannende Fangemeinde daran teilhaben, wie er die schmerzlichste Erinnerung in subtile Komik und die banalste Begebenheit in zeitlose Weisheit kleidet. Er ist sein eigener Inquisitor und Hofnarr zugleich – „der herausragende Vertreter des Mein-Leben-als-David-Sedaris-Genres“ (BRIGITTE). In seinem neuesten Band mit absurden Alltagsgeschichten entführt uns Sedaris unter anderem in den australischen Busch, wo allerlei Getier verborgene Ängste und längst verdrängte Erfahrungen in ihm aufleben lässt; er erzählt von einer durchzechten Nacht mit wildfremden Alkoholikern im Zug von Chicago nach New York, weiht uns ein in die Geheimnisse der französischen Kieferchirurgie und in die Abgründe des britischen Handwerkertums, verrät uns und seinem präpotenten Patenkind, wie Tagebuchschreiben funktioniert und wozu es gut ist, und lehrt uns, Eulen zu verstehen. Es gibt kaum ein besseres Mittel gegen schlechte Laune als die Komik von David Sedaris – in 26 Geschichten und einem Gedicht macht er voller Scharfsinn aus den kleinen und großen Dramen des Lebens einen guten Witz. (Amazon) Man kann einfach keine kurze Zusammenfassung über die Bücher von David Sedaris schreiben, darum habe ich mir die Zusammenfassung von Amazon geliehen. Mittlerweile habe ich alle Bücher des Autors gelesen, außer "Das Leben ist kein Streichelzoo" und das wird sicherlich auch noch hier einziehen. Wie auch in fast allen seiner anderen Bücher, plaudert Sedaris wieder aus dem Nähkästchen. Über seinen Freund Hugh, seine Familie, seine Kindheit, seine Reisen, seine Schwächen und Peinlichkeiten und lässt wirklich nichts aus. Ich habe mich wieder köstlich amüsiert, wenn David in seiner gewohnt schnoddrigen Art von seiner Darmspieglung erzählt. Dass man über ein ernstes Thema so lachen kann, schaffen nicht viele und Sedaris ist der Meister. Es fällt ihm auch nicht schwer, seine Liebe zu einem eben erst kennengelernten Libanesen mit einem Instand-Haferbrei zu vergleichen. "Binnen Minuten fertig aber genauso nahrhaft wie das Original." (Seite 143) Außerdem gibt es in diesem Buch auch noch 6 Kurzgeschichten und ein Gedicht, die mir auch sehr gut gefallen haben. Der Knaller war die Geschichte eines Mannes, der komplett ausrastete, weil in seinem Bundesstaat die gleichgeschlechtliche Ehe erlaubt wurde. Das muss man einfach gelesen haben. Ich bin wieder total begeistert und vergebe für "Sprechen wir über Eulen und Diabetes" 5 von 5 Punkte, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung an alle Menschen mit schwarzem Humor. Hoffentlich lässt uns der Autor nicht so lange warten, bis er ein neues Buch veröffentlicht. © Beate Senft

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David Sedaris.::: Ich kannte von ihm einiges, aber als ich anfing zu lesen fiel mir wieder ein, warum ich seine Bücher nicht mehr kaufen wollte: das selbstbezogene Daherlabern von David Sedaris über sich selbst (sein Zahnarzt), sich selbst (seine Europaliebe) und nochmal sich selbst (die Geschichte seiner Darmspiegelung?!), ist leider höchst uninteressant und spätestens ab der 5ten Geschichte langweilig und repetitiv. Ich werde in diesem Leben kein Fan mehr von David Sedaris. Außer er wird von Harry Rowohlt vorgelesen – dann reißt die Stimme den Inhalt raus.

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Ich hatte von David Sedaris bereits zwei Bücher gelesen: "Ich ein Tag sprechen hübsch" und "Besser wird's nicht". Allerdings habe ich ihn danach ein wenig aus den Augen verloren. Als mir nun dieses Buch ins Auge fiel (nicht nur wegen dem Namen des Autors, wenn ich ehrlich bin, sondern auch weil ich einen kleinen Eulen-Tick habe), war mir klar, dass ich es lesen muss! Und ich wurde nicht enttäuscht. Kaum jemand schafft es, seine Umwelt mit so offenen Augen (und auch einmal mehr als nur einem Augenzwinkern) zu beobachten und so humorvoll und klug zu beschreiben. Man bekommt keinen Roman, aber eine Sammlung von interessanten, lustigen und zum Nachdenken anregenden Geschichten. Und das sagt jemand, der ansonsten kaum Kurzgeschichten liest. Selbstverständlich wird seine Form von Humor nicht für Jedermann das Richtige sein. Versteht man seinen schwarzen Humor, geprägt von sehr viel Ironie, nicht, könnte man schnell davon ausgehen, dass dieser Mann ziemlich fremdenfeindlich und alles andere als politisch korrekt ist. Versteht man ihn jedoch, kann es passieren, dass man mehr als nur einmal laut auflacht und sich freut, dass seine eigenen Gedanken durch ihn in Form gebracht wurden. Ein für mich absolut empfehlenswertes 5-Sterne-Buch!

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Vorsicht, Spoiler! David Sedaris’ Buch ist mir vor einigen Monaten schon als englischsprachiges Taschenbuch in einem Buchladen aufgefallen, zum einen wegen des Designs und zum anderen wegen des zugegebenermaßen seltsamen Titels. Warum sollte man über Eulen im Zusammenhang mit Diabetes sprechen? Sobald man aber weiß, dass es sich um eine Sammlung von Kurzgeschichten handelt und die ersten Episoden gelesen hat, ist eines klar: Sedaris schreibt sehr, sehr unterhaltsam! Er entführt uns Leser in verschiedene Abschnitte seines Lebens. Auf seiner Kindheit in einem amerikanischen Vorort liegt dabei ein besonderer Fokus, er erinnert sich beispielsweise leider nur an die schlechten Dinge, die sein Vater zu ihm sagte, z.B. zehntausendmal “Alles, was du anpackst, geht schief.” Und auch 2008, als Sedaris’ Buch auf Platz eins der Times-Bestsellerliste steht, hat sein Vater nur folgenden Kommentar übrig: “Nun, auf der Liste des Wall Street Journal ist es nicht die Nummer eins.” Er beschreibt Geschichten aus seiner Jugend, mit den ersten Jobs als Modell für Kunststudenten und in einem Naturkost-Restaurant und ohne eine Ahnung, was er eigentlich mit seinem Leben anstellen will. Und auch seine zahlreichen Reisen als Autor kommen nicht zu kurz. Er berichtet, dass er im Flugzeug gerne ein paar Sätze der Landessprache des Ziellandes mit dem Programm Pimsleur einstudiert. Dabei lernt er beispielsweise “Wir sind nicht von hier. Wir wollen Mineralwasser” auf Deutsch. Wie hilfreich, oder? Er beobachtet auch gern seine Mitreisenden und deren Kleidungsstil und Verhalten. Natürlich sind auch Eulen und Diabetes Themen seiner Erzählungen. Alle Geschichten sind in einer Art Tagebuchform verfasst und sind selten länger als 15 Seiten. Glücklicherweise nimmt sich Sedaris dabei nicht allzu ernst und weiß, dass seine Leser wohl keine Lust auf einen langen Roman, sondern auf Unterhaltung in Kurzform haben.

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