Leserstimmen zu
Anklage

John Grisham

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Mein Favorit

Von: Ronja aus Konstanz

18.09.2018

Ich habe bisher einige alte und inzwischen auch einige neue John Grisham Bücher gelesen. Während sich meiner Meinung nach einige Bücher etwas in die Länge ziehen und ich eines auch schon unbeendet weggelegt habe, ist dies mein Lieblingsbuch von Grisham. Tolles Thema, interessante Fakten, die zum Nachforschen anregen und spannende zwischenmenschliche Beziehungen und Charaktere.

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Zum Inhalt Samantha Kofer arbeitet als erfolgreiche Anwältin bei einer der größten Immobilienkanzleien der Welt als sie, als Folge der Lehmann Pleite, von heute auf morgen auf der Straße steht. Ihre Firma bezahlt weiter ihre Krankenversicherung und verspricht ihr eine Wiedereinstellung nach einem Jahr, wenn Sie in dieser ohne Gehalt bei einer Non-Profit-Organisation arbeitet. Es verschlägt Samantha von New York nach Brady, einem kleinen verschlafenem Ort in Virginia. Dort soll sie sich in der Mountain Law Clinic-einer Beratungsstelle für kostenlosen Rechtsbeistand-um die Anliegen mittelloser Bürger kümmern. Für die junge Anwältin, die bisher nur für finanzkräftige Klienten Akten gewälzt hat und noch nie in einem Gerichtssaal stand unvorstellbar. Doch schnell merkt sie, wie sehr ihre Arbeit hier gebraucht wird. Ihren neuen Klienten geht es nicht darum aus viel Geld noch mehr Geld zu machen, ihnen geht es um ihre Existenz. Die Menschen in Brady leben vom Kohleabbau und sind den einflussreichen Kohleunternehmen gnadenlos ausgeliefert. Viele von Ihnen erkranken an der sogenannten Staublunge. Doch es ist unmöglich für die "kleinen Arbeiter" ohne Lobby ihre Rechte auf Entschädigung gegenüber den Kohlegiganten durchzusetzen. Ausgebrannt von der jahrelangen Schufterei oder todkrank vom für die Firmen profitableren Tageabbau werden sie von den mächtigen Kohleunternehmen im Stich gelassen. Erschüttert und berührt von den dortigen Zuständen nimmt Samantha zusammen mit ihrem Freund und Kollegen Donovan den Kampf gegen die großen Firmen auf und setzt dafür sogar ihr eigenes Leben aufs Spiel. Persönliches Fazit Die Geschichte plätschert anfangs seicht vor sich hin. Die Landschaft der Appalachen wird sehr ausführlich beschrieben, Gespräche bis ins Detail wiedergegeben. So lernt der Hörer die einzelnen sehr sympathischen Figuren gut kennt und bekommt eine gute Vorstellung von der Bergwelt Virginias. Ein bisschen weniger von allem hätte der ohnehin langen Story aber sicher gut getan. Dazu kommt noch die monotone Stimme des Sprechers Charles Brauer, der durchgehend einen Hauch von Traurigkeit in der Stimme hat. Wer sich auf einen typischen Grisham Thriller gefreut hat, wird ohnehin an "Anklage" nicht viel Freude haben. Es fehlt die Spannung, das Tempo das Unerwartete. Dafür bekommt man allerdings einen sehr interessanten Einblick in die Kohleindustrie der USA und der Skrupellosigkeit der großen Kohlefirmen, die für Profit rücksichtslos mit der Umwelt und vor allem mit ihren Mitarbeitern umgehen. Typisch für Grisham zeigt er auch in diesem Roman wieder die Ohnmacht des "kleinen Mannes" gegenüber großen Konzernen und die Ungerechtigkeiten im amerikanischen Rechtssystem auf. Das hat mich schon sehr mitgenommen Wer bei einem Grisham auch mal auf Spannung verzichten kann, dem wird auch dieses Werk sicher gut gefallen. Echte Thrillerjunkies sollten jedoch die Finger davon lassen.

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Der Autor steht für einen spannenden und mitreißenden Schreibstil und so habe ich bereits vor langer Zeit einiger seiner Bestseller („Die Firma“, „Die Jury“ und „Die Akte" ) gelesen und mich auf diesen Thriller gefreut. Insgesamt liest sich das Buch auch sehr gut, der Autor bleibt seinem Schreibstil treu, allerdings mangelt es mir hier insgesamt an Spannung. Vieles wird nur kurz angerissen und nicht weiter in die Tiefe gegangen, manches wirkt so regelrecht oberflächlich. Die Handlung blieb leider nur flach und mit den Protagonisten ist man nicht wirklich warm geworden, ihre Charaktere waren mir einfach zu oberflächlich. Es war nichts was mich mitgerissen, mitgenommen oder sprichwörtlich vom Hocker gerissen hat. So wie die ganze Handlung war auch das Ende leider enttäuschend, es gab keinerlei Spannungsfaktoren oder überraschende Wendungen, die ich mir von einem Bestsellerautor gewünscht hätte. Insgesamt ist der Roman also leider nichts besonderes, man kann ihn lesen, muss aber nicht, ich habe mich beim Lesen zwar nicht gelangweilt, dennoch fehlt für einen Autoren solch eines Formates einfach zu viel. Schade.

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Anklage

Von: Mella Sophie

19.11.2015

In Anklage geht es um Samantha Kofer, die durch die Finanzkriese ihren Job als Anwältin verliert. Jedoch bekommt sie die Möglichkeit nach einer Beurlaubung weiterhin in der Firma angestellt zu sein, wenn sie sich ehrenamtlich engagiert. Samantha findet eine Stelle in dem 2000 Seelenort Brady. Anstelle reicher Menschen, vertritt sie nun arme und benachteiligte Menschen. In Brady lernt sie Donovan kennen, der durch einen Fehler der Kohleindustrie sein Zuhause und seine Mutter verloren hat. Zusammen mit Donovan sagt Samantha dem Konzern den Kampf an. Ganz gefesselt hat mich das Hörbuch leider nicht, da ich immer wieder das Gefühl hatte, dass ich mich in keine der Personen hineinversetzen konnte. Der Funke ist nicht wirklich übergesprungen. Mir persönlich hatte es mehr zugesagt, wenn sich der Autor auf einen Hauptstrang konzentriert hätte und diesen spannend gestaltet hätte, aber so gibt es zu viele Nebenhandlungen, die für keinerlei Spannung sorgen. Das Ende war so sehr vorhersehbar. Gerettet hat die Geschichte die Stimme von Charles Brauer. Er liest nicht zu langsam und hat für mich eine sehr angenehme Tonlage. Ohne das Hörbuch hätte ich das Buch irgendwann nicht mehr weiter gelesen.

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Die Geschichte ist ausführlich und im vollen Umfang schon im Klappentext beschrieben, mehr gibt es dazu nicht zu sagen, sodass ich nur auf die Umsetzung kurz eingehen möchte. Ich las früher die Romane von John Grisham mit Hochgenuss, wie z. B. die Jury, der Partner, die Bruderschaft oder gar die Verfilmung von ‘Die Firma’ mit Tom Cruise. Nach Jahren der Grisham-Abstinenz schnappte ich mir vor zwei Jahren Charles Brauers Stimme erneut mit ‘Der Komplott’ – sehr gut. Jedoch ‘Anklage’ ist trocken, spannungslos und zäh. Die Charaktere sind mir zu oberflächlich und unnahbar. Die Story nimmt leider keine Fahrt auf und das Ende war irgendwie auch vorhersehbar und nicht spektakulär. Die unverkennbare Stimme von Charles Brauer gehört für mich zu einem vorgelesenen John Grisham wie Spekulatius zu Weihnachten. Doch die Geschichte ist leider so langweilig wie eine vertrocknete Kirsche (im Mon Cheri).

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Eigentlich mag ich Hörbücher und Grisham ja sowieso. Allerdings war dies mein erstes Hörbuch von Grisham und ich wurde leider auch das erste Mal enttäuscht. Mir sagt schlichtweg der Sprecher überhaupt nicht zu, weshalb ich es nicht einmal schaffte das Werk bis zum Ende durchzubringen. Ich werde in Zukunft (jedenfalls bzgl. dieses Autors) dann doch lieber auf die klassische Methode des Selberlesens zurückgreifen.

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Anklage

Von: Tintenbloggerin

11.03.2015

Samantha ist eine wahre Karrierefrau und enorm ehrgeizig. Doch dann wird sie arbeitslos und bekommt immerhin noch das Angebot, auf die Warteliste zu kommen, wenn sie ehrenamtlich was macht. So kommt sie nach Virginia, genauer gesagt Brady. Dort leben enorm viele arme Leute, welche sich so gut wie alle mit dem Kohleabbau über Wasser halten und die großen Unternehmen scheffeln ordentlich Kohle. Kohle ist auch der Knackpunkt des Buches, die Ausbeutung der Arbeiter und auch die Armut. Doch anders als erwartet kam bei mir kein ernstzunehmendes Mitleid zustande. Viel interessanter fand ich kleinere Prozesse, welche meiner Meinung nach viel berührender sind. Ich habe mich beim Hören immer ziemlich aussenstehend gefühlt, Samantha und ich wurden nicht warm, die eigentlich bemitleidenswerten Zustände lösten in mir nichts aus – irgendwie ist der Funken nicht übergesprungen. Somit waren mir die eingebauten Schicksalsschläge auch ziemlich egal, leider. Samantha und ich wurden ja wie gesagt nicht warm miteinander, sie blieb immer irgendwie blass und farblos. Sie wirkte nicht einmal sonderlich sympathisch auf mich. Das ist schade, denn wenn einem die Hauptperson eines Buches nicht gefällt, wird’s schwierig. Immerhin macht sie eine enorme Entwicklung durch, so dass ich mich gegen Ende immer besser „mit ihr“ verstand. Aber auch die restlichen Charaktere waren eher mittelmäßig… Ich denke, dass es nicht geschadet hätte wenn Grisham weniger Handlungsstränge und kleinst-Prozesse eingebaut hätte und sich mehr auf einen konzentriert hätte, und denn dann eben richtig toll ausgebaut hätte. Die Spannung blieb so für mich eher auf der Strecke, auch wenn ich trotzdem gerne weitergehört hatte. Das liegt aber weniger an der Story als an den kleinen Informationen über Kohleabbaugebieten und den Problemen dort, die ich allgemein interessant finde. Wenn man genauer darüber nachdenkt bemerkt man, dass Grisham sehr auf die Probleme in solche Gebiete hinweist und mir machte es bewusst, dass die großen Konzerne im Grunde alles mit uns machen können – solange sie genug Geld haben und wir es mit uns machen lassen. Aber das ist eigentlich auch kein Geheimnis…. Die Sprecherstimme, in diesem Falle Charles Brauer, ist sehr unterhaltend und trifft so gut wie immer die richtige Sprechlage. Ich fand die Stimme wirklich angenehm und eine wahre Bereicherung für die Story!

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