Leserstimmen zu
Zum Sterben schön

Tessa Korber

Die Bestatterkrimis (2)

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Ich habe ja schon den ersten Fall rund um den Nachwuchsbestatter Viktor Anders gelesen: "Gemordet wird immer". Ich fand den ersten Teil ganz nett, vor allem weil mir der ungewöhnliche Ermittler gefallen hat. Trotzdem hatte mir das gewisse Etwas noch gefehlt, deswegen habe ich das Buch mit 3,5 Sternen bewertet. Als ich jetzt den zweiten Teil von Tessa Korber "Zum Sterben schön" entdeckt habe, wollte ich ihn auch unbedingt lesen. Denn wie gesagt - die Grundidee hat mir gut gefallen. Das Buch ist bereits im Frühjahr 2014 bei btb erschienen. Das Taschenbuch gibt es für 9,99 €, das ebook für 8,99 €, zum Beispiel direkt bei der Verlagsgruppe Random House. Worum geht's? "Tante Hedwig reicht es. Jahrelang hat sie sich um ihre Familie und das gemeinsame Bestattungsinstitut gekümmert. Nun will sie endlich Zeit für sich und flüchtet in eine Kur. Dabei bräuchte ihr Neffe Viktor dringend Unterstützung, denn Onkel Wolfgang jagt einem Urnendieb hinterher. Und auch Viktor selbst ist gerade mit einem brisanten Fall beschäftigt: In Nürnberg treibt ein Serienkiller sein Unwesen, der hübsche Floristinnen ermordet und ihre Leichen pietätvoll mit Blumen dekoriert. Zusammen mit seiner Freundin Miriam lässt Viktor es sich selbstverständlich nicht nehmen, auf eigene Faust zu ermitteln. Ahnungslos, dass der Mörder es bereits auf Miriam abgesehen hat …" (Quelle: btb) Die Jagd auf den Serienkiller beginnt... Auch wenn der zweite Fall in sich abgeschlossen ist und man die Bände auch einzeln lesen könnte, empfehle ich, vorher den ersten Teil zu lesen. Denn sofort zu Beginn trifft man nicht nur auf Viktor und seine Familie, sondern auch auf seine Freundin Miriam und die knallharte Kommissarin Karoline Schneid. Es geht nicht alleine um den Fall. Auch das Privatleben der einzelnen Personen mit allen Problemen rückt wieder in den Mittelpunkt. Um alles zu verstehen, sollte man den ersten Teil kennen. Ansonsten verpasst man einige tolle Entwicklungen, was wirklich schade wäre. Anders als im ersten Fall geht es diesmal um einen brutalen Serienkiller. Das wollte für mich auf den ersten Blick gar nicht in das beschauliche Nürnberg passen. Aber dennoch: Und Viktor ist bei der Ermittlung wieder ganz vorne mit dabei, wenn auch auf den ersten Blick etwas unfreiwillig. Schön ist, dass er diesmal nicht gegen, sondern mit Kommissarin Schneid zusammenarbeitet. Die Frau war mir schon im ersten Fall sehr sympathisch und ich hatte so gehofft, dass sich die beiden jetzt etwas besser verstehen. Juhu! Viele neue Personen tauchen nicht auf. Natürlich ein paar Verdächtige, diese bleiben aber wirklich nur Randfiguren. Im Mittelpunkt stehen ganz klar die bereits bekannten Personen. Das hat mich nicht gestört, denn sie machen diese Reihe aus. Gut gefallen hat mir auch, dass diesmal Tante Hedwig und Onkel Wolfgang ihre eigene kleine Geschichte in der Geschichte bekommen. Sie zeigen ihre menschliche Seite und vor allem Wolfgang, den ich im ersten Teil gar nicht gemocht habe, hat sich etwas in mein Herz geschlichen. Der Fall an sich ist gut aufgebaut. Es gibt mehrere Morde, von denen schon einige passiert sind. Wir steigen also direkt in die Ermittlungen mit ein. Während des Lesens habe ich natürlich mitgerätselt und hatte auch die ein oder andere Idee, wer der Mörder sein konnte. Ich lag aber leider total daneben. Die Auflösung ist sehr überraschend, aber in sich schlüssig. Fragen zum Fall bleiben am Ende nicht, aber natürlich würde ich gern wissen, wie es mit den Protagonisten weitergeht. Leider gibt es noch keinen dritten Teil, aber ich werde die Augen offen halten, denn jetzt habe ich Blut geleckt. Hoffentlich dauert es nicht so lange... Der Sprachstil war wieder gewohnt angenehm, man konnte das Buch schnell weglesen. Es gab keine großen Zeitsprünge oder Perspektivenwechsel, sodass man immer genau wusste, wo man ist. Der zweite Teil hat mir besser gefallen als der erste, ich werde zum Viktor-Anders-Fan und vergebe 4 Sterne.

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Eine mutige Frauenärztin, immerhin verstößt sie gegen die ärztliche Schweigepflicht, bringt den Stein ins Rollen, indem sie kurzentschlossen mit Miriam, einer Freundin von Viktor, in dessen Bestattungsinstitut aufkreuzt um sich das letzte Opfer des Serienkillers anzusehen. Nachdem Viktor vor einiger Zeit schon einmal sein Talent als Detektiv beweisen konnte, ist es nicht besonders schwer ihn dazu zu überreden jetzt nach dem Killer der Floristinnen zu suchen. Die Suche gestaltet sich spannend, nicht zuletzt deshalb weil Viktor jetzt endlich einen Grund hat die Kommissarin, die er während seines ersten Falls kennengelernt hat, wieder einmal anzurufen. So geht es dann auch nicht nur um die Suche nach dem Mörder, sondern auch um das Privatleben der Protagonisten mit den dazugehörigen Themen wie Abhängigkeit und Sucht oder Autismus. Als am Ende plötzlich alle Fäden zusammenlaufen, wird es immer schwieriger zu unterscheiden, wer sich nur verdächtig macht und wer der tatsächliche Mörder ist. So gestaltet sich die Aufklärung des Falles nicht nur sehr turbulent, sondern ist am Ende auch eine ziemliche Überraschung. Fazit Ein Krimi, der sich dank seines flüssigen und klaren Schreibstils schnell liest und spannende Unterhaltung bietet. Die Charaktere sind sehr lebendig beschrieben und wirken, bis auf wenige verständliche Ausnahmen, sympathisch und glaubhaft. Für einen unterhaltsamen Leseabend absolut empfehlenswert.

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Die 1966 geborene Autorin Tessa Korber studierte Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaften und promovierte im Fachbereich Germanistik. Ihr zweiter Bestatterkrimi mit ihrem Protagonisten Viktor Anders erschien 2014 als Taschenbuch im btb Verlag. Ein Floristinnen-Mörder treibt sein Unwesen Viktor arbeitet jetzt im Bestattungsunternehmen seines Onkels Wolfgang. Dieser hat ein großes Problem, denn ein Urnendieb treibt sein Unwesen. Und zu allem Übel verschwindet Tante Hedwig zur Kur. Viele Jahre lebte sie nur für das Bestattungsunternehmen und ihre Familie, jetzt hat sie davon endgültig die Nase voll. Aber wer soll sich nun um ihren autistischen Sohn Tobias kümmern? Viktor hat alle Hände voll mit den Arbeiten im Bestattungsunternehmen zu tun, als ein Serienmörder junge Floristinnen brutal ermordet und ihre Leichen mit Blumen dekoriert. Die Polizei steht vor einem Rätsel und auch Viktors Neugier ist geweckt. Gemeinsam mit seiner Freundin Miriam ermittelt Viktor auf eigene Faust ohne zu ahnen, dass der Mörder bereits Miriam als nächstes Opfer auserwählt hat. Fazit Das Buchcover passt mit der Darstellung eines schwarzen Rabens, der auf einem Zaunpfahl sitzt, sehr gut zu einem Bestatter-Krimi. Die düstere Stimmung wird noch zusätzlich mit der dunklen Einfärbung des Himmels hervorgehoben. Auch in dem zweiten Teil der Bestatter-Krimi-Serie dreht sich die Handlung um Viktor und seine Familie. Der Plot ist rasant und punktet mit unterschwelligen schwarzen Humor, der das Ganze gekonnt auflockert. Die recht kurzen Kapitel lassen sich leicht lesen. Auch wenn man den Vorgängerroman nicht gelesen hat, kann man der Handlung sowie der Beziehung einzelner Protagonisten zueinander sehr gut folgen. Ein unterhaltsamer Krimi, der mir viele schöne Lesestunden beschert hat. “Zum Sterben schön” – Bestatterkrimi von Tessa Korber, erschienen 2014 im btb als Taschenbuch, 288 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3-442-74725-2 Herzlichen Dank an den btb Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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In Nürnberg werden junge Floristinnen ermordet und anschließend mit Blumen äußerst pietätvoll hergerichtet. Nachwuchs-Bestatter Viktor wird in den Fall verwickelt und von Neugier getrieben, ermittelt er zusammen mit Freundin Miriam auf eigene Faust. Was die Beiden allerdings nicht wissen ist, dass der Serienmörder bereits Miriam ins Visier genommen hat. Währenddessen schlägt sich Victors Onkel Wolfgang mit einem Urnendieb herum und Tante Hedwig hat endgültig die Nase voll und packt ihre Koffer. Nur wohin nun mit Neffen Tobi? Nachdem Victor nach zehn Jahren Vagabundenleben nach Nürnberg zurückgekehrt ist und das Erbe seiner Eltern angetreten hat, arbeitet er nun im Bestattungsunternehmen seines Onkels mit. Nebenbei gerät Victor aber immer wieder mehr oder weniger ungewollt in einen Mordfall. Und dieses Mal wird es ganz schön kompliziert. Während Victor und Miriam mit tatkräftiger Unterstützung der ruppigen Kommissarin Karoline Schneid nach dem Blumenmädchen-Mörder suchen und hierbei den unterschiedlichsten Spuren nachgehen, wird Onkel Wolfgang erpresst. Ein ehemaliger Freund seiner Nichte Hannah scheint irgendetwas zu wissen, was für sein Bestattungsunternehmen den Ruin bedeuten würde. In dem ganzen Chaos fühlt sich Tante Hedwig hoffnungslos überlastet und fährt kurzerhand zur Kur. Nun obliegt die Verantwortung für Tobis Betreuung, der Autist ist, alleine bei Miriam und Victor. Aber da scheint es Hilfe zu geben. Und während Victor auf Mördersuche ist, gerät er auch noch unfreiwillig in das Visier der Ermittler. Tessa Korber präsentiert im Verlauf ihres spannenden, humorvollen, unterhaltsamen und warmherzig erzählten Bestatter-Krimis einige Verdächtige, die durchaus ein Motiv hätten und so ist Rätselraten von Anfang an gegeben, zumal sich die Geschichte recht vielfältig entwickelt. Die Story präsentiert sich nachvollziehbar und wird durchweg kurzweilig und fesselnd von der Autorin erzählt, wobei sich der Kriminalfall mit dem Privatleben der Protagonisten gut die Waage hält. Wie schon im ersten Band lebt der vorliegende Krimi definitiv von seinen authentisch agierenden und stellenweise recht eigenwilligen Charakteren. Dreh- und Angelpunkt des Krimis sind wieder Victor und seine Familie, deren Leben dieses Mal ziemlich turbulent verläuft. Aber auch über Karoline erfährt man einiges und die nach außen hin so kühle, disziplinierte Kommissarin hat mit Problemen zu kämpfen, welche ihr den Job kosten könnten. Fazit: Ein sehr unterhaltsamer Krimi voller Humor, bei dem dieses Mal auch die Spannung nicht zu kurz kommt und kurzweilig erzählt wird.

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