Leserstimmen zu
Clara und die Granny-Nannys

Tania Krätschmar

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Autorin: Tania Krätschmar wurde 1960 in Berlin geboren. Nach einer Ausbildung zur Buchhändlerin studierte sie Germanistik. Schon das Studium führte sie auch nach Florida und New York, wo sie dann später auch als Bookscout in Manhattan arbeitete, zudem lebte sie in den Niederlanden und kehrte kurz vor dem Mauerfall in ihre Heimat zurück, wo sie auch heute noch lebt und als Autorin, Texterin, Übersetzerin und Rezensentin tätig ist. Sie hat einen erwachsenen Sohn. Ihr 8. Frauen-Roman steht kurz vor der Veröffentlichung, zudem erschienen von ihr Erzählungen in Anthologien und sie betrat berufliches Neuland (Bio-Bauernhof, Second-Hand-Boutique). Handlung: Drei Frauen jenseits der 50 und auch 60 mit unterschiedlicher Vergangenheit, die nochmal was Spannendes erleben wollen, landen als erste Kundinnen bei Clara Behrens aus Hamburg, die ganz frisch eine Granny-Nanny-Agentur – quasi für Senior-AuPairs – gegründet hat. Clara vermittelt die drei Frauen in ganz spezielle Familien nach Berlin: Single Suse, 55, Köchin im Restaurant ihres Bruders, aus Norddeutschland landet bei einem Restaurant- und Pferdebesitzer in ihrem Alter mit junger Frau und kleiner Tochter; Karen, 63, geschieden und frisch pensionierte Lehrerin aus Hessen, soll in den drei Monaten die drei Kinder (15, 9 und 7 J. alt) einer amerikanischen Diplomatenfamilie betreuen, die bald zurück nach Washington zieht, sowie Hanni, 60, verwitwet, aus Bayern, die bei Anja, einer alleinerziehenden Mutter von 12jährigen Zwillingsjungs – einer Karrierefrau – auf deren schickem Hausboot einzieht. Der zeitlich befristete Umzug nach Berlin soll nicht die einzige Veränderung im Leben der drei Frauen bleiben: An ihrem freien Montag treffen sich die Drei immer im Café Maiwald in Schöneberg und tauschen sich über ihr altes und neues Leben aus und müssen mit ganz neuen Problemen und Abenteuern klarkommen – eine unverzichtbare Freundschaft entsteht … Fazit: Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass das jetzt tatsächlich, das erste Buch von Tania Krätschmar war (neben Kurzgeschichten in Anthologien), das ich gelesen habe – es war ganz sicher nicht das letzte, denn es hat mich wirklich sehr begeistert. Und zwei Bücher der Autorin sowie das vorbestellte neue, das im August erscheint, warten noch in meinem SuB auf mich. Ein Anreiz zum Kauf der Bücher von Tania Krätschmar war für mich auch immer, dass sie hier in Berlin und der Brandenburger Umgebung spielen, wo es auch wunderschöne Eckchen gibt, die in der Literatur leider viel zu selten zum Handlungsort erklärt werden. Auch diese Geschichte spielt im – weihnachtlichen – Berlin und die Autorin nimmt die Leser mit auf eine Entdeckungsreise mit den Granny-Nannys durch die zu jeder Jahreszeit faszinierende, wunderschöne Hauptstadt, wo die Fäden der drei Frauen aus Nord (Ostfriesland), Süd (Bayern) und West (Hessen) im Osten, also in Berlin, zusammenlaufen. Würde mich jetzt nicht wundern, wenn das Café Bilderbuch in Schöneberg Pate für das Café Maiwald im Buch gestanden hat, wo ich auch immer gern Mango-Joghurt-Torte esse 😉 Das Cover ist optisch ähnlich aufgebaut wie das seines Vorgängers bei Blanvalet „Eva und die Apfelfrauen“ – hübsch, ansprechend und die drei Teetassen haben ja irgendwie auch was mit dem Roman zu tun. Das Buch ist auf 384 Seiten mit 34 Kapiteln von perfekter Leselänge + Nachwort bei sehr angenehmen Schriftbild aufgeteilt. Zu Beginn der Story wird man als Leser mit Vergangenheit und Gegenwart im Leben der drei Protagonistinnen vertraut gemacht und erfährt, wer oder was jeweils ausschlaggebend war, eine neue Herausforderung im Leben als Granny-Nanny zu suchen. Unterschiedlicher wie diese drei Frauen könnten auch ihre Gastfamilien nicht sein. Tania Krätschmar hat sich hier wirklich einen wunderbaren Plot ausgedacht und man bekommt als Leserin gleich drei Geschichten in einer geboten. Und wie im echten Leben stoßen eine Vielzahl unterschiedlicher Charaktere aufeinander – fast alle sehr sympathisch, bis auf wenige Ausnahmen. Fernab ihrer Heimat und ihrer bis dahin eigenen Probleme, lernen sie nochmal ganz andere Familienkonstellationen, neuzeitliche Probleme innerhalb junger Familien und dem Drang, etwas zu verändern, nicht nur bei und für sich selbst, kennen. Sie stellen sich den Herausforderungen ihres neuen Lebens, lernen, dass es nie zu spät für Freundschaften ist – und auch nicht für amouröse Abenteuer 😉 – und starten nochmal so richtig durch auf allen Linien – vielleicht bis auf eine der drei. Auch die netten Zeilen von Clara Behrens an ihre allerersten Granny-Nannys lockern die Geschichte noch auf. Dieses Buch liest sich wunderbar leicht und es ist einfach eine wunderschöne Geschichte, warmherzig erzählt und trotz weihnachtlichem Background auch im Sommer toll zu lesen! Ich habe dieses Buch wahnsinnig gerne gelesen und hätte nach dem Finale, das nochmal so richtig was fürs Herz war, noch ewig an dieser Geschichte weiterlesen wollen. Dies ist ein Roman, der generationenübergreifend so ziemlich alle Liebhaber(innen) dieses Genres begeistern kann. Für diese wirklich schöne Story eine 5*****-Leseempfehlung meinerseits 🙂

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Clara: Fünf Frauen , die Ihr bisheriges Leben hinterfragen. Clara deren unternehmungslustige Mutter ,Sie auf die Idee der Granny-Nanny Agentur bringt. Suse: die mit Ihrem abhängigen Bruder, in Ostfriesland,die Robbe betreibt. Karen: Lehrerin im Ruhestand aus Fischbachtal Hanni: die Witwe, deren erfolgreicher Sohn ,sie auf den Weg bringt. ------------- Suse: trifft auf eine Kleinfamilie mit Reiterhof und dem Willen ein Restaurant zu eröffnen. Karen: eine amerikanisch Großfamilie mit Chauffeur & Komunikationsmangel. Hanni: eine Alleinerziehende mit Zwillingen. ----------- Aufregende Zwischenfälle, Typveränderungen und Begegnungen mit skurrilen Großstädtern warten auf die Drei. ------------- Die Granny-Nannys treffen sich regelmäßig im Café Maiwald.Von dort starten sie in das Erlebnis Berlin. ----------- Bei einer unerwarteten Silvesterparty werden,schließlich alle Lebenswege miteinander verknüpft. -------------- Von Anfang an war ich mitten im Geschehen. Erstaunt von den vielen Ereignissen. Ein sehr spritziges Buch , mit unerwarteten Pointen .

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Die Geschichte: Clara will etwas in ihrem Leben ändern und beschließt, den Schritt in die berufliche Selbständigkeit zu wagen. Sie gründet eine “Granny-Nanny”-Agentur, also quasi die ältere Variante einer Au-pair-Vermittlung, bei der statt Kindermädchen “Leih-Großmütter” in die Familien geschickt werden. Ihre ersten drei Kandidatinnen hat sie schnell gefunden: Hanni, Suse und Karen reisen nach Berlin zu ihren Gastfamilien. Was sie dabei so erleben und wie sie sich dadurch verändern, erzählt dieser Roman. Meine Meinung: Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die “Granny-Nannys” Hanni Wiesinger (59), Karen Parotat (63) und Suse Hartema (54), drei sehr unterschiedliche Frauen. Während die ehemalige Lehrerin Karen eine eher toughe, geradlinige Person ist und auch Suse recht entscheidungsfreudig wirkt, ist Hanni das absolute Gegenteil. Sie wird als sehr naives Hausfrauchen vom Lande dargestellt. Das fand ich manchmal etwas übertrieben, zumal sie auch noch genau in meiner Heimat lebt und ich die Beschreibungen der Gegend nicht bestätigen kann. Das war also auch ein bisschen persönlich, denn wer wird schon gerne als etwas zurückgebliebenes Landvolk dargestellt?! :) Suses Wurzeln liegen im schönen Ostfriesland und Karen lebt in Hessen im beschaulichen Fischbachtal, doch beide zögern nicht und stürzen sich in das Großstadtgewimmel von Berlin. Hanni ist die Einzige, die von ihrem Sohn zu diesem Schritt mehr oder weniger überredet werden muss. Die Gastfamilien sind sehr unterschiedlich, aber sie haben gemeinsam, dass die Umstände allesamt etwas übertrieben wirken. Es ist keine einzige Konstellation dabei, die man als halbwegs “normal” bezeichnen könnte. Hanni landet bei einer erfolgreichen Frau, die ständig beruflich unterwegs ist und deren Zwillingssöhne nichts als Computer, Handy und Pizza im Kopf haben. Suse hat mit ihrem Gastkind kaum Kontakt und wird stattdessen als billige Köchin für ein Restaurant benutzt. Und Karen hat es auch nicht leicht mit ihrer reichen amerikanischen Familie, in der eigentlich so gar nichts richtig läuft. Der Schreibstil ist sehr flüssig, wunderbar lesbar und anschaulich, so dass man schnell ein konkretes Bild der Figuren und Schauplätze vor sich hat. Trotz der manchmal etwas überzogenen Situationen fand ich die Story gelungen und die Charaktere ganz sympathisch, vor allem auch einige Nebenfiguren. Am Ende hätte ich mir noch einen kurzen Epilog gewünscht, so dass man weiß, was aus den drei Frauen wird. Aber vielleicht dürfen wir uns ja sogar auf eine Fortsetzung freuen. Fazit: Ein unterhaltsames Buch über drei Frauen, die noch einmal ganz neu durchstarten im Leben. Manchmal etwas überzogen, aber insgesamt toll durchdacht und schön zu lesen.

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Clara Behrens eröffnet eine Granny-Nanny Agentur und vermittelt "reifere" Frauen als Au-Pair in Familien. Suse, Karen und Hanni wagen diesen Schritt. Zufällig werden alle drei in Berlin bei verschiedenen Familien eingestellt. Immer Montags treffen sich die zu Anfang völlig fremden Frauen und schon bald wird dieser Termin ein immer wichtigerer Bestandteil ihres Lebens. Es gibt ja auch viel zu erzählen, wenn man sich 6 Tage die Woche mit chaotischen Familienverhältnissen, unerzogenen Hunden, pupertierenden Kindern und falschen Erwartungen herumschlagen muss! Schnell wird es aber Montags auch persönlich und die mittlerweile zu Freundinnen gewachsene Truppe schüttet sich gegenseitig das Herz aus, sei es über Sorgen oder Freude. Das Buch hat mir gut gefallen. Der Blickwinkel ist einfach mal ein anderer. Kein junges Aupair Mädchen, dass natürlich am Anfang nur Schwierigkeiten hat und am Ende alles gut ist.. Ne, diese Geschichte ist ziemlich realistisch. Alle drei Frauen haben einen Grund, dieses Abenteuer zu wagen und alle drei haben ihre Schwierigkeiten, Sorgen und Nöte. Aber sie wachsen mit ihren Familie zusammen an der Aufgabe und haben auch viel Spaß. Manches konnte ich zwar nicht nachvollziehen, aber das muss ja auch nicht sein :-) Hanni, das graue Mäuschen, die sich an ihren Sohn klammert und mit dem Internet bzw. neuer Technik so gar nichts am Hut hat. Suse, die zuhause mit ihrem Bruder eine Dorfwirtschaft führt und damit sehr unglücklich ist und Karen, die sich ihren Ruhestand nicht als Dauer-Babysitter für ihre Enkelkinder vorgestellt hat. Drei patente Frauen eben! Das Buch hat wenige Längen, was ich bei 382 Seiten und diesem kompakten Thema schon wirklich toll und erstaunlich finde! Das Ende hat mich ebenso verwundert und auch gefreut, aber dazu sag ich natürlich jetzt nix! Wäre ja zuu doof! Nur noch eins: Die Suse hätt ich schon gerne des öfteren geschüttelt! *grins* Tststs Ich gebe hier 4,5 von 5 Sterne

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Clara Behrens eröffnet eine Granny-Nanny Agentur und vermittelt "reifere" Frauen als Au-Pair in Familien. Suse, Karen und Hanni wagen diesen Schritt. Zufällig werden alle drei in Berlin bei verschiedenen Familien eingestellt. Immer Montags treffen sich die zu Anfang völlig fremden Frauen und schon bald wird dieser Termin ein immer wichtigerer Bestandteil ihres Lebens. Es gibt ja auch viel zu erzählen, wenn man sich 6 Tage die Woche mit chaotischen Familienverhältnissen, unerzogenen Hunden, pupertierenden Kindern und falschen Erwartungen herumschlagen muss! Schnell wird es aber Montags auch persönlich und die mittlerweile zu Freundinnen gewachsene Truppe schüttet sich gegenseitig das Herz aus, sei es über Sorgen oder Freude. Das Buch hat mir gut gefallen. Der Blickwinkel ist einfach mal ein anderer. Kein junges Aupair Mädchen, dass natürlich am Anfang nur Schwierigkeiten hat und am Ende alles gut ist.. Ne, diese Geschichte ist ziemlich realistisch. Alle drei Frauen haben einen Grund, dieses Abenteuer zu wagen und alle drei haben ihre Schwierigkeiten, Sorgen und Nöte. Aber sie wachsen mit ihren Familie zusammen an der Aufgabe und haben auch viel Spaß. Manches konnte ich zwar nicht nachvollziehen, aber das muss ja auch nicht sein :-) Hanni, das graue Mäuschen, die sich an ihren Sohn klammert und mit dem Internet bzw. neuer Technik so gar nichts am Hut hat. Suse, die zuhause mit ihrem Bruder eine Dorfwirtschaft führt und damit sehr unglücklich ist und Karen, die sich ihren Ruhestand nicht als Dauer-Babysitter für ihre Enkelkinder vorgestellt hat. Drei patente Frauen eben! Das Buch hat wenige Längen, was ich bei 382 Seiten und diesem kompakten Thema schon wirklich toll und erstaunlich finde! Das Ende hat mich ebenso verwundert und auch gefreut, aber dazu sag ich natürlich jetzt nix! Wäre ja zuu doof! Nur noch eins: Die Suse hätt ich schon gerne des öfteren geschüttelt! *grins* Tststs Ich gebe hier 4,5 von 5 Sterne

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Inhalt: Clara Behrens ist zu Besuch bei ihrer Mutter und merkt einmal mehr, dass Else mit dem Alter hadert. Während sie im Kopf noch hellwach ist, macht ihr Körper viele Dinge nicht mehr so einfach mit. Und Else wurmt es um so mehr, dass sie so gern noch etwas erleben wollen würde, es aber nicht mehr kann. Unbewusst redet sie ihrer Tochter damit ins Gewissen, die mit ihrem Leben als Lehrerin ebenfalls nicht sehr glücklich ist. Zu allem Überfluss fliegt ihr Sohn Leon nun bald für ein Jahr in die USA und sie wird ihn schrecklich vermissen. Auf dem Heimweg denkt Clara über ihre Mutter und deren Worte nach und plötzlich hat sie die Idee! Eine Agentur für Frauen im besten Alter, die noch etwas erleben wollen und eine Chance erhalten sollen auf ein neues Abenteuer. Zu ihrer Überraschung ist ihr Mann Tommi ebenfalls begeistert und verspricht sie zu unterstützen. Da er bei einer Zeitung arbeitet, sind die Grundsteine schnell gelegt. Claras Agentur wird in der Zeitung erwähnt und auch ein TV-Sender berichtet über sie. So erreicht sie auch ihre ersten Grannys. Suse Hartema arbeitet in der Küche im Restaurant 'Die Robbe'. Zusammen mit ihrem Bruder hat sie vor 20 Jahren die Wirtschaft von ihren Eltern übernommen. Eigentlich macht es ihr Spaß in der Küche zu stehen, aber während sie gern eine Gastronomie aufziehen will reicht es ihrem Bruder völlig aus einen Imbiss zu führen. Da prallen regelmäßig Welten aufeinander und so langsam reicht es Suse. Da sieht sie auf der Zeitung, in die der stinkende Fisch eingewickelt ist, Claras Anzeige. Suse muss nur kurz darüber nachdenken und denkt sich 'Das ist es!'. Als sie ihren Bruder damit konfrontiert ist der mehr als erheitert. Er gibt seiner Schwester keinen Monat, bis die wieder nach Hause zurück kehrt. Er ist davon überzeugt, dass er den Laden mit Links schmeißt. Dann soll er mal zusehen. Karen Parotat hat es geschafft! Der letzte Arbeitstag liegt hinter ihr und vor ihr ganz viel Ruhe und Entspannung. Ihre Tochter Anne sieht das ganz anders. Jetzt, wo ihre Mutter in den Ruhestand gegangen ist, kann sie sich ja um die zwei Enkelkinder kümmern und Anne karrieremäßig richtig durchstarten. So spannt sie ihre Mutter gleich am ersten Tag ein und erzählt ihr die Babysitterin sei krank. Na das fängt ja gut an. Eigentlich mag Karen ihre Enkelkinder, aber wenn sie eins nicht leiden kann, dann bevormundet zu werden. Weil sie aber nie Nein sagen kann, gibt sie nach und fährt zu ihrer Tochter. Karen soll sich wohl nicht nur einfach darum kümmern, dass ihre Enkelkinder den Tag überstehen, sie muss ebenfalls einkaufen gehen, denn der Kühlschrank ist leer. Also schnappt sie sich ihre zwei Enkel und fährt einkaufen. Dort trifft sie unverhofft auf die Babysitterin, die einen erstaunlich gesunden Eindruck macht. Durch sie erfährt sie auch von der Absicht ihrer Tochter sie als regelmäßige Babysitterin einzusetzen. Das kommt ja gar nicht in die Tüte. Sobald am frühen Abend ihr Schwiegersohn die Haustür aufschließt ist Karen weg. Daheim schmeißt sie sich in den Sessel und sieht beim Durchschalten im TV eine kleine Reportage. Diese Clara Behrens hat eine tolle Idee und Karen denkt sich, warum nicht? Soll Anne sehen wie sie allein klar kommt, Karen braucht dringend einen Tapetenwechsel. Die letzte im Bunde ist Hanni Wiesinger. Hanni wäre gern an Karens Stelle. Sie wünscht sich nichts sehnlicher als sich um Enkelkinder zu kümmern. Ihr Sohn Ben und seine Frau Gitta haben es damit aber überhaupt nicht eilig. Nachdem ihr Ehemann vor 3 Jahren verstorben ist, ist Hanni allein in dem Häuschen und weiß nicht so recht etwas mit sich anzufangen. Der einzige Lichtblick ist der Sonntag, denn da kommt Ben sie besuchen und dann kann sie ihn umsorgen. Ben ist allerdings nicht mehr in dem Alter von seiner Mutter betüttelt zu werden und will ihr vorsichtig einen Vorschlag machen. Er hat von einer Agentur gehört, die Frauen sucht die sich gern um Kinder kümmern und bereit sind mal etwas anderes zu machen. Das wäre doch etwas für seine Mutter. Sie kann schließlich nicht immer nur allein in ihrem Häuschen sitzen und darauf warten, dass er sie besuchen fährt. Hanni ist entsetzt. Will Ben sie etwa los werden? Wie soll sie sich denn in einer anderen Umgebung zurecht finden? Einige Tage denkt Hanni über die Anzeige nach. Hat Ben vielleicht doch Recht? Braucht sie mal etwas anderes in ihrem Leben? Nach langem zögern meldet sie sich schließlich bei Clara und meldet sich für die Agentur an. Ein paar Wochen später erhalten alle drei Damen Post. Für sie sind Gastfamilien gefunden worden - in Berlin! Am 01. Oktober geht es los. Während Hanni glaubt jetzt hat ihr letztes Stündlein geschlagen, freut sich ihr Sohn Ben sehr für sie. Suse ist schon ganz aufgeregt, aber Bodo belächelt sie und ist sich sicher, dass seine Schwester nicht lange bleiben wird. Auch Karen ist erfreut und kann es kaum erwarten. Ihre Tochter hingegen nimmt es ihr verdammt übel, dass sie einfach so abhaut um sich um fremde Kinder, statt um ihre eigene Familie zu kümmern. So landen am Ende alle drei in Berlin und haben keine Ahnung worauf sie sich da bloß eingelassen haben. Meinung: Nachdem ich vor einem Jahr 'Eva und die Apfelfrauen' von Tania Krätschmar gelesen hatte und es mir sehr zugesprochen hat, wollte ich 'Clara und die Granny-Nannys' natürlich auch unbedingt lesen. Ähnlich wie auch schon bei 'Eva und die Apfelfrauen' haben mich die Charaktere schnell für sich einnehmen können. Jede der drei Damen hat etwas Spezielles für sich und geht mit der ihr gesetzten Aufgabe anders um. Von allen drei Damen war ich am meisten von der Entwicklung von Hanni überrascht und auch erfreut. Aber alle drei entwickeln sich gut weiter und lernen mit den ihn gesetzten Aufgaben umzugehen. Das hätte nicht jeder geschafft und wahrlich auch nicht jeder gewollt. Sehr niedlich sind die kleinen Kartentexte über vielen Kapitelüberschriften. Ansonsten bekommt man von Clara nicht viel mit. Sie hat das erste Kapitel für sich und taucht danach nur noch durch diese Texte auf bis zum Ende. Dann gibt es auch noch einen Abstecher zu ihr und ihrer Familie. Das ist auf der einen Seite einfacher für den Leser, weil er sich so auf die drei Hauptpersonen konzentrieren kann, auf der anderen Seite fehlt so ein wenig der Bezug zum Titel. Ich hatte mir dadurch mehr von Clara erwartet. Man kann sich übrigens sehr gut in die Probleme der Granny-Nannys einfühlen, auch wenn man vielleicht erst die Hälfte der Lenze zählt ^^ Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht und ich habe die Zeit in Berlin mit Karen, Suse und Hanni sehr genossen.

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Inhalt: Clara Behrens kommt durch ihre betagte Mutter auf die Idee zu einer ganz neuen Geschäftsidee: sie vermittelt ältere Damen für drei Monate an Familien, die statt einer jungen gerne eine ältere Nanny hätten. Ohne viel Hoffnung auf Erfolg startet Clara ihr Projekt mit den drei ersten Granny-Nannys und schickt Suse, Karen und Hanni zu Familien nach Berlin. Dort warten auf die drei Damen vielfältige Herausforderungen und es gibt einiges zu entdecken. Leseeindruck: Tania Krätschmar hat in ihrem Roman ‘Clara und die Granny-Nannys‘ drei absolut sympathische Protagonisten geschaffen, die mir auf Anhieb sehr gefallen haben, auch wenn die drei Damen sehr, sehr unterschiedlich sind. Flüssig und gut lesbar beschreibt die Autorin sowohl die Figuren des Romans als auch die verschiedenen Handlungsorte, was mir sehr gut gefallen hat. Jede der drei Granny-Nannys durchlebt ein gewisses Maß an Entwicklung und dabei hat mir der Handlungsstrang rund um Hanni am besten gefallen, die eher unfreiwillig zur Nanny wird, weil ihr erwachsener Sohn sie bei der Argentur anmeldet und die wirklich über ihren Schatten springen muss, um nach Berlin zu gehen. Karen, die pensionierte Lehrerin, die recht genau weiß was sie will und quasi nach Berlin flüchtet, fand ich auch spannend. Allerdings konnte mich die Geschichte rund um ihre Familie nicht ganz überzeugen. Und die Geschichte rund um Suse, der Köchin aus dem Norden, hatte ich dann wirklich Schwierigkeiten, weil ich das alles etwas konstruiert und auch nicht wirklich schlüssig aufgelöst fand. Ansonsten hat mir der Roman wirklich gut gefallen, weil er sowohl unterhält als auch nachdenklich macht, was das Thema Veränderungen im Alter angeht und (amüsante) Parallelen zwischen alten und jungen Nannys zieht, wobei gilt: Alter schützt vor Torheit nicht. Ich kann den Roman also guten Gewissens für nette Lesestunden weiterempfehlen!

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Der Inhalt - Achtung, Spoiler ;) Clara möchte einen Schritt in Richtung Selbständigkeit gehen und gründet daher eine Agentur, die ältere Damen an Familien vermittelt, die Hilfe bei der Kindererziehung und im Haushalt brauchen. Also ein Au-Pair auf “alt”. Die “Granny-Nannys”, die Clara für ihren Start anheuert, sind grundverschieden und kommen auch in die unterschiedlichsten Familien, die aber eins gemeinsam haben: Sie leben in Berlin. Für die drei Damen, die bisher alle auf dem Land gelebt haben, wird dieser Ausflug auf Zeit zur wahren Erlebnisreise. Suse, Karen und Hanni erleben die verzwicktesten und verrücktesten Situationen und am Ende werden die drei dickste Freundinnen. Eigene Meinung Ich finde diesen Roman echt toll, da er so leicht und flüssig zu lesen ist. Teilweise ist er sogar spannend und man lebt mit den Protagonistinnen mit, wie sie ihre neuen, teilweise sehr skurrilen, Erfahrungen machen. Empfehlen kann ich den Roman allen Frauen (für Männer wahrscheinlich eher nichts), die gerne mit in ein Buch versinken möchten und dennoch kurzweiligen Lesespaß suchen.

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