Leserstimmen zu
Wer ruhig schlafen kann

Mechthild Lanfermann

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Der dritte Fall für die taffe Journalistin Emma Vonderwehr. Diesmal übernimmt sie die Urlaubsvertretung für einen Kollegen, als Gerichtsreporterin. In der Verhandlung wird gerade der Tod eines Straßenmädchens verhandelt, in der der Schuldiger schon so gut wie fest steht. Angeklagt ist der alkoholkranke, aber eigentlich herzensgute Paule. Für Emma scheint es nicht mehr all zu viel Neuigkeiten in diesem Fall zu geben. Doch dann trifft sie auf Maren, eine Freundin der Toten. Als Emma hörte was Maren zu erzählen hat, kommen ihr Zweifel, ob Paule wirklich der Täter ist und sie fängt an, auf eigene Faust in der Berliner Straßenszene zu ermitteln. Mein Fazit: Ein spitzen Krimi mit super Recherchen. Das Buch hält die gesamte Länge über die Spannung, so das es einem schwer fällt das Buch aus der Hand zu legen. Die sympathischen Charaktere kommen auch nicht zu kurz, so das man die Welt aus den Augen von Sozialarbeitern, Straßen-Kids und Obdachlosen sehen kann. Also alles in allem ein Buch das ich nur empfehlen kann.

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Emma Vonderwehr ist Radioreporterin und als diese momentan als Urlaubsvertretung bei Gerichtsverhandlungen unterwegs. Hilke, eine Obdachlose vom Alexanderplatz, wurde tot aufgefunden, der Mörder Paul, ebenfalls ein Obdachloser, recht schnell gefunden, zumal er geständig war. Bei der Verhandlung wird Emma auf Maren aufmerksam, ein Mädchen, das den Angeklagten kannte und die Verhandlung besuchte. Als sie kurz mit ihr ins Gespräch kam, meinte diese, Paul wäre zu dem Mord gar nicht fähig gewesen, auch weil er ständig betrunken war. Sein Geständnis hatte er zwischenzeitlich widerrufen. Emmas Spürsinn ist geweckt, sie recherchiert auf eigene Faust und versucht zu ermitteln, wer für den Mord verantwortlich ist. Dabei stößt sie auf die Tatsache, dass Edgar Blume, ihr Ex-Freund, der verantwortliche Ermittler seinerzeit für diesen Fall war. Sie spricht ihn darauf an, aber für ihn ist der Fall abgeschlossen... Emma Vonderwehr ist eine taffe Radioreporterin, der es nicht reicht, einfach nur über die Verhandlungen zu berichten, sondern sie sieht genau hin und hört genau zu. So wird sie auf Maren aufmerksam, die die Tote und auch Paul kannte und die die Meinung vertritt, dass mit der Überführung von Paul als Mörder irgendwas nicht stimmt. Auch hatte Hilke wohl in letzter Zeit vor ihrem Tod von viel Geld gesprochen. Und es ist nicht zu übersehen, dass sie selbst Angst hat, wovor oder vor wem, gibt sie nicht preis. Aber sie bringt Emma auf eine Spur, die sie emsig verfolgen wird. Parallel zu Emmas Recherchen macht sich Edgar Blume Gedanken über den Fall, für den er zwar die Verantwortung trug, die er selbst aber nur grob begleitet hat. Obwohl er Emma erzählt hat, dass er mit seiner Frau einen Neuanfang plant und mit ihr gemeinsam Urlaub in Italien machen will, lassen ihn die damaligen Ermittlungen nicht in Ruhe und trotz Urlaub beginnt er im nachhinein ebenfalls Unklarheiten zu erkennen und ihnen nachzugehen. Das ist nun schon der 3. Fall mit Emma Vonderwehr, einer Frau, die mir ausgesprochen sympathisch ist. Die Autorin entführt den Leser auf den Berliner Alexanderplatz, in das Milieu der Arbeits- und Obdachlosen. Sie zeichnet ein recht gut recherchiertes Bild vom Leben auf der Straße. Realitätsnah übermittelt sie ein Bild, das man als Unbeteiligter zwar am Rande sieht, über das man sich größtenteils keine Gedanken macht. Die Zustände, wie die Obdachlosen leben, machen betroffen und regen zum Nachdenken an. Ebenso übermittelt sie aber auch, dass es Hilfe für diese Menschen gibt, die Streetworker, die sich ihrer annehmen, ihnen Essen geben und auf deren Hilfe die Betroffenen zählen können. Ich bin selbst schon sehr oft über den Alexanderplatz gelaufen, aber beim nächsten Gang werde ich ihn wohl aus einer anderen Perspektive betrachten. Die Ermittlungen sowohl von Emma wie auch von Edgar laufen parallel und bringen unglaubliches zutage. Auch wenn man als Leser bald einen Verdacht hat und sich dieser auch letztendlich bestätigt, wird das Buch zu keiner Zeit langweilig oder langatmig. Man wird stetig vorwärts getrieben, ist neugierig, wie sich alles auflösen wird und wie es zusammenhängt. Dieser Krimi könnte auch als Einzelband gelesen werden, denn er ist in sich abgeschlossen. Wer jedoch auch gern auf das Insiderwissen der Beziehung zwischen Emma Vonderwehr und Edgar Blume zurückgreifen möchte, sollte die Reihe von Beginn an lesen, es lohnt sich. Für mich ist es Krimi, an dem man nicht vorbeikommt, wenn man selbst Berliner ist. Mir wurde ein Stück Berlin gezeigt, das ich so noch nie bewusst in mich aufgenommen habe. Ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle und nicht nur Berlinern.

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Gute Recherche

Von: hessen liest

05.06.2015

Radioreporterin Emma Vonderwehr macht Urlaubsvertretung und springt als Gerichtsreporterin ein. Der alte Paule, ein obdachloser, soll das Straßenmädchen Hilke ermordet haben. Da er ein Geständnis abgelegt hat scheint der Fall klar zu sein, doch Emma hat Bedenken und beginnt selbst nachzuforschen. Bald hat sie einen Verdacht der schlimmer nicht sein könnte. Das Thema um die Obdachlosen ist aktuell und die Autorin hat viel recherchiert. So lernt der Leser einiges über Obdachlose und die Arbeit der Streetworker, man bekommt einen guten Einblick in die Szene. Die Personen sind gut charakterisiert und man nimmt Anteil an ihrem Schicksal. Leider fand ich dass das Buch nicht sonderlich spannend war, es lohnt sich aber dennoch es zu lesen denn die Geschichte ist interessant. 3,5 Sterne

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Klappentext: Berlin im Hochsommer: Radioreporterin Emma Vonderwehr springt als Gerichtsreporterin ein und wieder meldet sich ihr kriminalistischer Instinkt. Auf dem Alexanderplatz ist das Straßenmädchen Hilke tot aufgefunden worden. War es wirklich der alte Paule, der zwar notorisch zu viel trinkt, aber eigentlich ganz friedlich scheint? Als Emma nach der Verhandlung mit der Freundin der Toten spricht, bemerkt sie, dass diese vor etwas Angst hat. Emma beginnt in der Berliner Straßenszene zu recherchieren und wird mit Gewalt und Drogen konfrontiert. Hilke soll sich prostituiert haben, doch Emma zweifelt an der Geschichte. Sie hat einen schrecklichen Verdacht … Sommer in Berlin und die Journalistin Emma Vonderwehr muss als Gerichtsreporterin einspringen. Eigentlich ist von dem Prozess, von welchem Emma berichten soll nichts Spektakuläres zu erwarten, denn der Angeklagte, der alkoholkranke Obdachlose Paul Koslowski, hat den Mord an dem Straßenmädchen Hilke Elmer, bereits gestanden. Doch dann stört ein junges Mädchen die Verhandlung und behauptet, dass der Paule die Hilke niemals umgebracht hat. Emma folgt dem Mädchen und das, was Maren ihr erzählt, lässt die junge Reporterin tatsächlich an der Schuld des Obdachlosen zweifeln. Emma beginnt auf eigene Faust zu recherchieren und begibt sich in das Milieu von Drogensüchtigen, und Obdachlosen und gerät auf eine heiße Spur, die je heißer und klarer sie wird, auch umso gefährlicher für Emma wird… „Wer ruhig schlafen kann“ ist mein erstes Buch von Mechthild Lanfermann , so dass ich die Hintergründe und den einzelnen Charakteren und Protagonisten nicht kenne. Dies hat mich aber beim Lesen nicht beeinträchtigt, da die Autorin die privaten Abschnitte der Hauptprotagonisten eher kurz gehalten hat. Lanfermann erzählt ohne zu werten oder zu urteilen über das Leben auf der Straße und über die Menschen die sich freiwillig für dieses Leben entschieden haben, oder aber über die Obdachlosen, die durch einen Schicksalsschlag dieses Leben meistern müssen. Der Leser begleitet die Reporterin Emma Vonderwehr bei ihren Ermittlungen und bei ihrer Arbeit als Reporterin. Außerdem bekommt man Einblick in die Welt eines Topmanagers und man fragt sich, wie dieser Teil der Handlung zu der Ermordung des jungen Straßenmädchens passt. Am Schluss führen aber alle Handlungsstränge zusammen und man bekommt ein alles erklärendes Ende präsentiert. „Wer ruhig schlafen kann“ ist ein gut und flüssig geschriebener und leicht zu lesender deutscher Krimi, mal mehr mal weniger spannend aber leider ohne wirkliche Überraschungen. Von mir gibt’s 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Straßenkinder in Berlin, das ist doch ob der ganzen Regionalkrimis aus Bayern doch mal was anderes - keine Almidylle, sondern Großstadtrealität - und diese Atmosphäre bringt Mechthild Lanfermann in ihrem Roman absolut glaubhaft rüber - eine Mischung aus Mißtrauen und schlechten Erfahrungen bei ihren potentiellen Interviewpartnern und mit der Zeit gerät sie immer tiefer in die Situation hinein. Allerdings hat der Thriller bei mir kleine Abzüge, vor allem, weil die Handlung ähnlich zäh in Gang kommt, wie man sich bei ca. 40°C so fühlt, gelegentlich könnte das Tempo für mich etwas angezogen werden. Aber etwa nach 60 Seiten hat das Buch dann ausreichend Fahrt aufgenommen, dass es einen packt und nicht mehr loslässt - bis zum Showdown, der dann wieder gigantisch gut ist. Nun ist es schon Krimi Nummer 3, in dem es um Emma Vonderwehr geht - daher hat man vielleicht die eine oder andere Entwicklung verpasst - etwa was war mit Kommissar Blume - die Sachen sind allerdings zwar interessant zu wissen, aber nicht essentiell für die Story. Und weil mir die Schreibweise echt gefallen hat, warten nun noch mindestens 2 gute Bücher auf mich - Berichte folgen.

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Inhalt "Berlin im Hochsommer: Radioreporterin Emma Vonderwehr springt als Gerichtsreporterin ein und wieder meldet sich ihr kriminalistischer Instinkt. Auf dem Alexanderplatz ist das Straßenmädchen Hilke tot aufgefunden worden. War es wirklich der alte Paule, der zwar notorisch zu viel trinkt, aber eigentlich ganz friedlich scheint? Als Emma nach der Verhandlung mit der Freundin der Toten spricht, bemerkt sie, dass diese vor etwas Angst hat. Emma beginnt in der Berliner Straßenszene zu recherchieren und wird mit Gewalt und Drogen konfrontiert. Hilke soll sich prostituiert haben, doch Emma zweifelt an der Geschichte. Sie hat einen schrecklichen Verdacht …" Charaktere Hin und wieder lese ich sehr gerne einen guten Krimi, der mich mit auf eine spannende Reise nimmt. In "Wer ruhig schlafen kann" von Mechthild Lanfermann begleitet man eine junge Radioreporterin, die neben einem Polizisten die Ermittlungsarbeit übernimmt. Wer mich kennt, weiß, dass ich kein großer Fan von Ermittlern in Büchern bin, da alles nach dem gleichen Schema abläuft. Hier in diesem Krimi fand ich die Vorgehensweise einer Radioreporterin aber sehr interessant. Es gibt zwar auch hier einen Komissar, der ermittelt, aber Mechthild Lanfermann verzichtet auf langweilige Polizeiarbeit und kann so den Spannungsbogen auch in den Abschnitten mit dem Polizisten aufrecht erhalten. Emma, die Radioreporterin, ist sehr taff und lässt sich nicht von ihrem Weg abbringen. Zu Beginn nimmt sie an einer Gerichtsverhandlung teil, bei der sich eine junge Frau seltsam benimmt. Schnell wird klar, dass der angeblich Schuldige Mann gar nichts mit der Sache zu tun hat, sondern die Rolle des Sündenbocks übernehmen soll. Aber für wen? Emma lässt von Anfang an nicht locker und kommt der Wahrheit auf die Spur. Natürlich geht es in "Wer ruhig schlafen kann" auch um Privates. Da ich die vorherigen Krimis der Autorin nicht kenne, weiß ich nach diesem Buch nur grob was zwischen der Reporterin und dem Polizisten einst war. Ich muss sagen, dass mich so Hintergrundgeschichten der Charaktere in Krimis meistens auch nicht wirklich interessieren, da es immer wieder das Gleiche beinhaltet. Glücklicherweise fasst sich die Autorin hier kurz und knackig und die Spannung wird nur für kurze Momente unterbrochen. Meine Meinung Der Krimi "Wer ruhig schlafen kann" gibt einen groben, aber dennoch realistischen Einblick in das Leben auf der Straße. Das war der Grund, warum ich mich für das Buch entschieden habe, denn vor gut vier Jahren habe ich auch eine Weile auf der Straße gelebt. Eine Erfahrung, die mich geprägt hat. Mechthild Lanfermann schafft es, ein Bild dieser Menschen zu erschaffen, ohne groß zu urteilen. Bei den meisten Büchern, die ich zu dem Thema gelesen habe, rutschen die Autorin in eine wertende Ebene, nicht aber bei diesem Krimi, bei dem wir die Reporterin Emma sogar auf den Alex begleiten dürfen. Emma beginnt in diesen Kreisen zu ermitteln und zieht auch einen Freund von sich in die Geschichte mit ein. Er verliebt sich in das Straßenmädchen, das die Wahrheit zu kennen beziehungsweise zu erahnen scheint. Diese kleine, sanfte Liebesgeschichte fand ich sehr passend, vor allem da mir Khoy, der besagte Freund, charakterlich sehr gefallen hat. Wie es sich für einen guten Krimi gehört, geht es natürlich auch hier um die eigentliche Tätersuche und die Frage, was denn mit Hilke nun wirklich passiert ist, Puzzleteil für Puzzleteil setzt sich das Bild zusammen, für meinen Geschmack leider ein wenig zu schnell. Gleich zu Beginn erfährt man nämlich bereits einiges von Leuten, die im späteren Verlauf noch wichtig werden und bevor Emma das alles durchschaut hat, weiß der Leser leider schon, wie die ganze Sache zusammenpasst. Für mich hat hier am Ende der "Aha"-Effekt gefehlt, da es keinerlei Überraschung mehr beim "Täter" gab. Trotz dieser kleinen Kritik muss ich sagen, dass mich der Krimi von Anfang an überzeugen konnte. Er ist gut und einfach zu lesen. Die Autorin schreibt ohne große Umschweife sehr geradlinig. Vielleicht werden eingefleischte Krimifans ihren Stil als zu geradlinig einschätzen, aber ich fand ihn für diese Geschichte passend. Ich bin mir sicher, dass "Wer ruhig schlafen kann" nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein wird. Fazit Ein spannender Krimi, der einen von Anfang an nicht mehr loslässt und eine interessante Protagonistin hat.

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