Leserstimmen zu
Der Ruf des Kuckucks

Robert Galbraith

Die Cormoran-Strike-Reihe (1)

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Das der Name Robert Galbraith das Pseudonym von J. K. Rowling ist weiß wohl inzwischen jedes Kind. Und genau aus diesem Grund wollte ich gerne mal in ihre Krimi-Reihe um den Detektiv Comoran Strike reinlesen. Allerdings ohne große Erwartungen. Das Taschenbuch erschien im Oktober 2014 im Blanvalet Verlag und hat 656 Seiten. Inhalt: Ganz London ist geschockt, als das berühmte Model Lula Landry in den Tod stürzt. Schnell steht fest es war Suizid. Nur einer möchte dies nicht glauben Lula´s Bruder. Er beauftragt den Privatdetektiv Comoran Strike. Dieser ist versehrt aus dem Afaghanistankrieg heimgekehrt. Auch finanziell ist es nicht allzu Gut um ihn bestellt. Dieser Fall könnte seine Rettung sein. Als er immer mehr in die Welt von Schein und Sein vordringt, fördert er auch immer mehr Dreck zutage. Comoran Strike gerät dabei selbst in Gefahr… Meine Meinung Nie hätte ich gedacht das dieses Buch für mich zu einem Highlight werden würde. Ich bin sehr skeptisch an die Lektüre gegangen. Dazu sollte ich erwähnen, dass ich die Geschichten von Harry Potter nicht unbedingt wegen dem Können von J. K. Rowling gerne lese oder höre, sondern wegen dem Einfallsreichtum. Erst mit der Reihe um Comoran Strike habe ich sie für mich als glaubwürdige, authentische und gute Autorin eingestuft. Ich schlug den Roman auf und konnte nicht wieder aufhören. Von der ersten Seite an war mir Comoran Strike und seine Assistentin Robin total sympathisch. Generell kann über dieses Buch gesagt werden es ist sehr einfühlsam geschrieben ist. Besonders Comoran wird sehr tief und vielseitig beschrieben. Als Leser erfahren wir sehr viel aus seinem Leben und wie er an diesen Punkt in seinem Leben gekommen ist wo er jetzt steht. Dabei wirkt nichts unglaubwürdig, übertrieben oder gar langweilig. Der Leser begleitet den Detektiv hauptsächlich bei der Ermittlungsarbeit und der Befragung von Zeugen. Dabei entpuppt sich der Detektiv als ausgeklügelter Beobachter und Menschenversteher. Jedes Interview ist eine kleine Charakterstudie in denen J. K. Rowling jeder Figur, sei sie auch noch so klein, eine eigene Sprache und einen eigenen Backround gibt. Ich hatte immer das Gefühl ich erlebe alles persönlich mit. Natürlich muss ich auch noch die liebe Robin erwähnen. Sie ist eine Frauenfigur wie man leider selten findet. Schlagfertig, offen, intelligent und immer für eine Überraschung oder auch mal ein Schmunzeln gut. Ab und zu lesen wir Passagen aus ihrer Sicht, die dann noch einmal einen anderen Blick auf das Geschehen werfen. Die dritte Protagonistin ist London, die Atmosphäre dieser Stadt wird perfekt eingefangen und trägt ihr ihriges zur Lösung des Falls bei. Der Schreibstil ist keinesfalls, wie der einer Kinderbuchautorin. Er ist immer noch total flüssig aber nicht flach. Für hartgesottene Krimifans, die es blutig und aktionreich mögen ist dieses Buch wohl ehr nicht das Richtige. Es baut sich nur sehr langsam auf und fordert auch seinen Leser zum Mitdenken auf. Für mich ist es genau das Richtige. Ich kann es kaum erwarten die nächsten Teile zu lesen.

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Ich bin wirklich kein Fan von Kriminalromanen, aber wenn ein Buch aus der Feder von J.K. Rowling stammt, muss ich es einfach lesen. Am meisten bewundere ich an dieser großartigen Autorin zweierlei Dinge. Zum einen ihren Schreibstil, sie lässt die Szenerie vor meinem inneren Auge so plastisch entstehen wie nur selten ein anderer Autor. Zum anderen ihre Fähigkeit, Dinge unauffällig in einem Nebensatz als irrelevant zu tarnen, bis deren entscheidende Rolle viel später völlig überraschend aufgedeckt wird. Der Ruf des Kuckucks hat in beiderlei Hinsicht nicht enttäuscht! Darüber hinaus erscheint keine der Figuren als reines Rollen-Klischee, jede von ihnen ist ein Charakter mit Ecken und Kanten und kleinen Geheimnissen. Für mich blieb die Story bis kurz vor Ende völlig undurchschaubar und das hat mich zwar in meinem Stolz etwas gekränkt, aber auch total begeistert! Denn was ist langweiliger, als ein Krimi, dessen Ende man sowieso schon kennt? Meine Empfehlung: Egal, ob Krimifan oder nicht; egal, ob Harry Potter Fan oder nicht; diesen Roman sollte man sich nicht entgehen lassen! Oh und von den 638 Seiten bitte nicht abschrecken lassen.

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Handlung Cormoran Strike, Privatdetektiv, wird vom Anwalt John Bristow angeheuert, den Mord an seiner jüngeren Schwester und Model Lula Landry zu beweisen. Diese stürzte tötlich vom Balkon ihrer Wohnung, was für viele Familienmitglieder und Freunde Lulas’ nach Selbstmord aussah. Doch John Bristow ist fest davon überzeugt, dass es Mord war. Desto tiefer Cormoran in die Ermittlungen taucht, desto eher wird dem Privatdetektiv klar, dass die Polizei vielleicht doch nicht so eine glänzende Arbeit abgeliefert hat, wie es vielleicht die Presse überschwänglich berichtet hatte. Wem darf Cormoran schlussendlich noch vertrauen? Cover Das Cover verrät nicht viel von der Handlung, scheint aber eine gewisse düstere Atmosphäre erschaffen zu wollen. Ein typisches Krimi-Cover, von dessen Genre ich mir aber einfallsreichere Cover wünschen würde, um mehr optische Vielfalt zu haben. Die vermutete Düsternis und Ernsthaftigkeit spiegelt sich aber nicht so ganz in der Geschichte wieder. Mehr dazu aber später. Meine Meinung Wie schon oben erwähnt, habe ich mich sehr auf Der Ruf des Kuckucks gefreut, war aber etwas skeptisch der Tatsache gegenüber, da ich nicht der allergrößte Krimi-Fan bin. Liegt womöglich am Cover, denn gute und schlechte Krimis lassen sich nicht vom Cover unterscheiden und hinterlassen eine Ungewissheit, in was man sich nun zu stürzen wagt (The Stranger von Harlan Coban hat mich zum Beispiel umgestimmt, dass Krimis sehr spannend und alles andere als langweilig sein können). Krimis scheinen immer eine ähnliche Struktur zu haben, die entweder langwierig und langweilig geschrieben sein können oder so, dass man mitfiebert und miträtselt. Im folgenden Abschnitt werde ich Punkte aufzählen und Merkmale von Der Ruf des Kuckucks beschreiben, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind. Punkt Eins, die Charaktere. Cormoran Strike sowohl seine Sekretärin Robin waren mir sympathisch und sie hatten Witz. Jedoch hat es zu viel mehr Beschreibung auch nicht mehr gebracht, wie ich im späteren Nachdenkverfahren mit dem Buch festgestellt habe. Über Cormoran hat man einiges an Hintergrundinformation erfahren. Über Robin auch etwas, jedoch fühlte sie sich wie ein lästiger Sidekick von Strike an, die schlechter behandelt wurde als sie eigentlich wert war. Keine der vorkommenden Charaktere hatte so richtigen Tiefgang, es fühlte sich alles sehr oberflächig an, vor allem da es sich immer wieder um dieselben Probleme der Charaktere drehte und nicht viel gegen erwähnte Probleme gehandelt wurden. Vielleicht werden diese Charaktere noch in den folgenden Büchern ausgereift und besser beschrieben, aber selbst das konnte J.K.Rowling im ersten Harry Potter Buch schon besser. Ja, ich stelle Vergleiche von zwei verschiedenen Genres an, weil es Elemente sind, die übergreifend funktionieren sollten. Punkt 2, ich mag nach wie vor J.K.Rowlings Schreibstil. Bevor ich diese Rezension geschrieben habe, las ich ein paar andere Beurteilungen durch, um zu verstehen, wie es anderen Lesern so ergangen war und ob ich andere Sichtweisen hatte als sie. Wie immer gehen die Geschmäcker überall auseinander. Jedoch kann ich mit Sicherheit sagen, dass es bei den Leuten sehr darauf ankommt, wie ein Krimi geschrieben ist. Manche haben ernstere Krimis lieber, andere mögen es, wenn sie lockerer sind. Ich bin dann doch eher eine Person, dessen Krimis etwas aufgelockerter sein dürfen, aber deswegen nicht an Ernsthaftigkeit verlieren dürfen. Was mir aber nach und nach doch etwas negativ aufgefallen ist, waren die Dialoge. Punkt 3. Es gab einen Haufen Dialoge, es musste ja viel mit Verdächtigen und Zeugen gesprochen werden, klar. Aber der Raum, des zwischen diesen Dialogen gefüllt wurde, war fast unnütz. Das Wichtigste spielte sich meistens im Gesprochenen ab und dort nicht einmal alles, denn mir war es kaum nachvollziehbar, wie der Privatdetektiv nun auf bestimmte Schlüsse gegen Ende gekommen ist. Wenn ich etwas bei Krimis mag, dann ist es bei Fällen miträtseln zu können. Wenn aber beim Ermittelnden solche Gedankensprünge auftauchen und dieser plötzlich von irgendwoher seine Vermutungen schließt, dann wird es etwas nervig und man fühlt sich ein wenig betrogen. Denn anscheinend erhielt man nicht den gleichen Informationsgehalt, deswegen geblendet wurde und nicht wirklich eigene Schlüsse ziehen konnte. Oder ging es nur mir so? Punkt 4, war die Geschichte um Lula Landry doch etwas lasch. Spannend wurde sie eigentlich nur, weil man selbst erraten wollte, wer nun der Mörder sei und ob es überhaupt einen Mörder gab. Durch den lockeren Schreibstil fällt es einem nicht so wirklich auf, zumindest mir nicht, aber dennoch begann es dem Ende entgegen doch zu nerven. Die Befragungen wirkten etwas seicht, man blieb halb im Dunkeln fragte sich, wann es endlich konkrete Hinweise geben würde. Fazit Wieso habe ich also beschlossen, dem Buch Der Ruf des Kuckucks von Robert Galbraith 4 von 5 Sternen zu geben? Nun ich habe obwohl ich doch etwas hergezogen bin, doch sehr viel Spaß während dem lesen. Die negativen Sachen sind mir erst im Nachhinein eingefallen und haben nur einen etwas bitteren Nachgeschmack, was aber das Lesevergnügen nicht mindern sollte. xo Annina

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Cormoran Strike wächst dem Leser trotz teilweise weitschweifiger Exkurse und vielleicht nicht ganz nötigen Szenen, die das Buch etwas in die Länge ziehen, ans Herz und stellt mit Robin zusammen ein Ermittlerduo, bei dem man sich auf weitere Bände nur freuen kann. Ein spannender Krimi, der einen die Seiten nur so weiterblättern lässt und, zumindest mich, mit dem Ende überraschen konnte.

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Cormoran Strike war bis vor Kurzem noch bei der Militärpolizei und in Afghanistan im Einsatz. Dort wurde er bei einem Anschlag schwer verletzt und verlor ein Bein. Nach seiner Genesung nahm er seinen Abschied und ging wieder zurück ins heimatliche England. London ist seine Wahl und hier will er sich eine neue Zukunft aufbauen. Strike macht sich als Privatdetektiv selbstständig und hat eine Zeitarbeitskraft als Aushilfe des Sekretariats eingestellt. Jedoch laufen die Geschäfte alles andere als gut, Kredite müssen bezahlt werden und seine Sekretärin kann er nicht leiden, sodass er sie entlässt. Auch privat kriselt es bei ihm, denn seine launische Lebensgefährtin macht ein Zusammenleben mit ihr sehr schwer, sodass er sich schlussendlich endgültig von ihr trennt. Genau zu diesem Zeitpunkt tritt Robin Ellacott überraschend in Strikes Leben. Die junge Frau ist er kürzlich nach London gezogen und arbeitet bei einer Zeitarbeitsagentur, bis sie was richtiges findet. Sie ist aufgeregt, wird sie die nächste Woche bei einem Privatdetektiv verbringen. Sie selbst wollte von Kindesbeinen an selbst einem ermittelnden Beruf nachgehen, doch es kam alles anders. Nun ja, Strike ist wenig begeistert, noch eine Zeitarbeitskraft zu völlig überzogenen Gebühren bei sich im Vorzimmer sitzen zu haben, sodass er sie nicht mit offenen Armen empfängt. Eigentlich hatte er gedacht, dass der Vertrag nunmehr hinfällig wäre, nachdem er die letzte Zeitarbeitsangestellte weggejagt hatte und ganz ehrlich, beruflich läuft es sehr schlecht, sodass das sowieso eine Ausgabe ist, die er sich eigentlich nicht leisten kann. Dann jedoch betritt John Bristow Strikes Detektei und beauftragt ihn mit den Untersuchungen zum Todesfall von Lula Landry. Das Model beging laut Ermittlungen der Polizei vor einigen Wochen Selbstmord, doch Bristow mag nicht so recht an die Theorie glauben, denn er war nicht irgendein Fan von Lula, sondern sie war seine Adoptivschwester und er weiß, dass sie niemals ihrem Leben ein Ende gesetzt hätte. Strike braucht dringend Geld und nimmt den Auftrag an, denn auch wenn er nicht so recht an die Mordtheorie glauben mag, so ist Bristow ein solventer Kunde und so einen kann er dringend gebrauchen. Auch Robin ist begeistert von dem Fall, denn so intensiv war sie noch nie an Ermittlungen dran und tatsächlich findet Strike Beweise, die gegen einen Selbstmord Lulas sprechen. Doch wer hätte das beliebte Model töten sollen? Der 1. Band der Cormoran-Strike-Reihe! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Überrascht war ich, dass die Figur des Cormoran Strike nicht erst sachte eingeführt und vorgestellt wird, sondern dass man als Leser unmittelbar mit dessen Leben konfrontiert wird. Hier ergibt sich erst nach und nach ein klareres Bild der Person des Cormoran Strike. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Gerade der Protagonist ist eine sehr eigene Persönlichkeit, denn dieser hat mehr Ecken und Kanten, als es ein "normaler" Ermittler hat und ehrlich, ich fand es faszinierend, diese Persönlichkeit näher kennen zu lernen, gerade im Hinblick darauf, dass dieser eigentlich zu den "guten" gehört, jedoch nicht immer so rüberkommt. Den Schreibstil empfand ich, bis auf kleinere Längen, die sich schnell überwinden ließen, sehr spannend zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir dieses Buch angenehme Lesestunden bereitet hat.

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Robert Galbraith ist das Pseudonym der britischen Schriftstellerin J.K. Rowling. Es sind inzwischen drei Bücher in der Reihe um den Privatdetektiv Cormoran Strike und seine Assistentin Robin erschienen. Das schöne und erfolgreiche Model Lula Landry ist von ihrem Balkon gestürzt und gestorben. Die Polizei hat den Vorfall als Selbstmord zu den Akten gelegt, da Lula eine Vorgeschichte von Drogenabhängigkeit und psychischen Problemen hat. Doch ihr Bruder, der Anwalt John Bristow, will nicht an einen Selbstmord glauben und wendet sich an den Privatdetektiv Cormoran Strike, denn dieser war ein Kindheitsfreund seines (ebenfalls verstorbenen) Bruders Charlie. Cormoran Strike ist ein mittelloser Londoner Privatdetektiv. Nach seinem gesundheitsbedingten Ausscheiden aus der Special Investigative Branch des Militärs hat er beschlossen, eine Privatdetektei zu eröffnen. Diese ist allerdings nicht sehr erfolgreich und Cormoran ist hochverschuldet. Zu allem Überfluss hat er gerade seine langjährige Beziehung zu Charlotte beendet und hat nicht nur seine Verlobte, sondern auch seine Unterkunft verloren und nutzt sein Büro auch als Schlafstätte. Unter anderen Umständen hätte er Bristows Auftrag nicht angenommen, da ein Selbstmord offensichtlich scheint. Die einzige Zeugin, die behauptet, vorher eine Streit gehört zu haben, ist aus unterschiedlichen Gründen wenig glaubwürdig. Allerdings drücken Cormoran seine Schulden und er hat auch Mitleid mit dem trauernden Bruder und so beginnt er mit Unterstützung seiner neuen Sekretärin Robin zu ermitteln. Eigentlich kann er sich auch diese neue Sekretärin nicht leisten, doch er möchte sie nicht an ihrem ersten Tag enttäuschen. Robin ist eine junge Frau, die erst seit kurzem mit ihrem Verlobten vom Lande nach London gezogen ist und die Stelle bei Cormoran von einer Zeitarbeitsfirma vermittelt bekommen. Sie ist aber, trotz der Vorbehalte ihres Verlobten Matthews und ihrer eigenen Vorbehalte gegenüber ihrem etwas kauzigen neuen Chefs, mit vollem Eifer dabei, da sie schon immer heimlich davon geträumt hatte, ein Detektiv zu sein. Wer atemlose Spannung erwartet, die einen das Buch nicht aus der Hand legen lässt, wird „Der Ruf des Kuckucks“ frustriert beiseitelegen und sich über einen Fehlkauf ärgern. Es ist kein Thriller, sondern ein altmodischer Kriminalroman (der aber in dem heutigen London spielt), der auf zu brutale Schilderungen verzichtet und sich mehr auf die Hintergründe der (vermeintlichen) Tat konzentriert. Dabei ist die Handlung aber keineswegs altbacken, sondern hat mich sehr gut unterhalten. Hinter all der Oberflächlichkeit und Exzentrik stehen hinter der schillernden Fassade der Mode- und Filmwelt Menschen, die von ihren eigenen Dämonen verfolgt werden, seien es Drogen, Betrug oder psychischen Probleme. Interessant ist auch, dass manche Figuren auf real existierenden Personen basieren könnten, z. B. weist der Exfreund Lula Landry eine meiner Meinung nach frappierende Ähnlichkeit zu Pete Doherty auf. Das Buch hat mich sehr gefesselt, da ich nicht nur Cormoran Strike und Robin sehr sympathisch fand und sie einfach besser kennenlernen wollte, sondern auch die Auflösung des Suizids/Mordfalls hat mich neugierig gemacht (und zum Schluss wirklich überrascht). Manchmal plätschert die Handlung zwar nur vor sich hin, es werden schon bekannte Tatsachen während der Befragung unterschiedlicher Zeugen öfter wiederholt, aber dennoch hat mich das Buch gut unterhalten, was nicht zuletzt an der beschriebenen Atmosphäre und den authentisch wirkenden Charakteren lag, die J.K. Rowling wirklich fabelhaft kreieren kann. Es hat großen Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen und ich werde die Reihe sicher weiter verfolgen, da ich auch auf die Entwicklung der beiden Hauptcharaktere gespannt bin und diese noch viel Entwicklungspotential haben.

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Mit "Der Ruf des Kuckucks" möchte ich euch heute einen außergewöhnlichen Krimi vorstellen, der ganz im Stil der traditionellen Detective Novel geschrieben ist und sich damit wohltuend von den vielen Thrillern unterscheidet, die aus einer Aneinanderreihung von grausamen Szenen bestehen. Tod eines Supermodels Das Supermodel Lula Landry stürzt vom Balkon ihres Penthouses im exklusiven Londoner Stadtteil Mayfair in den Tod. Da sie als psychisch instabil galt, geht die Polizei von Selbstmord aus und betrachtet den Fall als abgeschlossen. Berechtigte Zweifel Lulas Adoptivbruder John Bristow glaubt jedoch nicht an Selbstmord und bittet Cormoran Strike, Afghanistan-Veteran und Privatdetektiv, eigene Ermittlungen anzustellen. Obwohl Strike nicht davon ausgeht, dass es hier viel zu ermitteln gibt, nimmt er den Fall an, denn Bristow bietet ihm ein Honorar, das er nicht ablehnen kann – zumal er nach dem Scheitern seiner Beziehung mit der reichen und divenhaften Charlotte in seinem Büro wohnt und hochverschuldet ist. Gefährliche Ermittlungen Gemeinsam mit seiner Sekretärin Robin Ellacott ermittelt Strike in der Welt des schönen Scheins und entdeckt bald, dass hinter dem Fall viel mehr steckt, als es den Anschein hatte. Seine Nachforschungen bringen ihn in höchste Gefahr, denn jemand will unbedingt verhindern, dass er der Wahrheit zu nahe kommt… Cormoran Strike: Anti-Held auf dem Tiefpunkt Mit Cormoran Strike hat Robert Galbraith einen einzigartigen Anti-Helden erschaffen. Unterschenkelamputiert und immer noch traumatisiert von seiner Zeit in Afghanistan, befindet sich Strike auf dem Tiefpunkt seines Lebens. Sein heruntergekommenes Äußeres reflektiert seinen Seelenzustand. Doch sein neuer Fall – und auch seine neue Aushilfe Robin – reißen ihn aus seiner Lethargie. Er kämpft sich mühsam zurück, und am Ende muss man sich als Leser eingestehen, dass man ihn doch irgendwie mag, diesen Einzelgänger und Sonderling, den Galbraith nicht als Sympathieträger angelegt hat. Gelungenes "Erstlingswerk" Schon als ich die ersten Seiten des Romans gelesen hatte, wusste ich, dass mir die Geschichte gefallen würde. Sie ist zwar „altmodisch“ geschrieben, aber trotzdem sehr spannend. Die Figuren sind allesamt gut erdacht, vor allem Strike ist sehr gelungen. Die Auflösung am Ende verspricht eine wirkliche Überraschung.

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Den meisten Leseratten dürfte inzwischen bekannt sein, dass sich hinter "Robert Galbraith" tatsächlich JK Rowling verbirgt, die weltberühmte Autorin von Harry Potter. Und das ist meines Erachtens sowohl Fluch als auch Segen für den Roman: einerseits hat er sich ohne Zweifel weit besser verkauft, als es der Debütroman eines unbekannten Autors getan hätte, andererseits führte diese Verbindung aber auch zu übersteigerten oder fehlgeleiteten Erwartungen. Ich habe die erste Seite mit dem Vorsatz aufgeschlagen, möglichst schnell zu vergessen, wer Robert Galbraith in Wirklichkeit ist, oder mich zumindest nicht davon beeinflussen zu lassen. Und tatsächlich war das nicht annähernd so schwer, wie ich erwartet hätte! Denn "Der Ruf des Kuckucks" liest sich wirklich völlig anders, nicht nur vom Thema her, sondern auch vom Schreibstil. Dieser ist unerwartet förmlich und gehoben, wodurch ich den Eindruck gewann, einen klassischen englischen Krimi zu lesen - und dennoch beißt er sich auf interessante Art und Weise mit den modernen Themen und der oft nicht unbedingt höflichen Sprache der verschiedenen Charaktere. Für mich ergibt das eine durchaus ansprechende Mischung! (An dieser Stelle ein Hinweis: ich bin immer wieder hin und her gesprungen zwischen der deutschen Übersetzung und dem englischen Original, und ich würde letzteres nur geübten Lesern empfehlen, denn die englischen Sätze strotzen nur so vor Wörtern, die in der Alltagssprache eher selten benutzt werden!) Inhaltlich hat mich das Buch mühelos überzeugt, und dabei hat mich besonders beeindruckt, dass die Autorin eine Meisterin darin ist, den Teufel im Detail zu verstecken. Scheinbar unbedeutende Kleinigkeiten spielen 400 Seiten später auf einmal doch noch eine große Rolle, und was eben noch als gesichert galt, ist im nächsten Moment doch wieder ganz anders... Aber wenn man dann gedanklich zurückblickt auf das Buch, stellt man fest, dass es genau so und nicht anders Sinn ergibt. Es ist ein klassischer "Whodunit": das Buch beginnt mit dem Todesfall, und der Ermittler entschlüsselt nach und nach Tathergang, Motiv und Täter. Trotzdem liest sich das Buch meiner Meinung nach erfrischend originell, und das liegt vor allem an Cormoran Strike und Robin Ellacott. Strike gehörte bis vor Kurzem als Spezialermittler zu einer Sondereinheit des Militärs, aber dummerweise hat er bei seinem letzten Einsatz ein Bein verloren und schlägt sich deswegen jetzt mehr recht als schlecht als Privatdetektiv durch. Er ist ein interessanter, widersprüchlicher Charakter mit einer sowohl schillernden als auch schwierigen Familiengeschichte, und durch sein bewegtes Leben hat er eine ganze Reihe an nützlichen Kontakten, die sich nicht immer im Rahmen des Legalen bewegen. Einerseits ist er ein harter Hund, andererseits aber auch irgendwie ein netter Kerl mit einem soliden Wertesystem. Aber vor allem ist er hochintelligent und fähig, auch mal um die Ecke zu denken. (Nervig fand ich einzig und alleine, mit welcher sturen Ausdauer er seiner Ex-Verlobten nachweint, denn die klingt einfach nur nach einer berechnenden, egoistischen Zicke.) Robin ist eigentlich nur durch ein Missverständnis in Strikes Büro gelandet, irrtümlich vermittelt durch ein Zeitarbeitsbüro. Und man könnte sagen, dass die beiden dann auch noch einen katastrophal schlechten Start haben... Aber Robin hat ihr ganzes Leben schon davon geträumt, Privatdetektivin zu sein, und so stürzt sie sich mit Feuerarbeit in die Arbeit - und schon bald beantwortet sie nicht mehr nur Telefonanrufe und macht den Papierkram, sondern hilft aktiv bei den Ermittlungen mit. Manchmal hatte ich fast den Eindruck, dass sie sich mühelos genauso gut schlägt wie Strike, obwohl sie keinerlei Ausbildung auf dem Gebiet hat! Sie hat einfach großartige Einfälle, ergreift immer mal wieder die Initiative und beweist ein gewisses schauspielerisches Talent. Ich habe schon Kritiken gelesen, in denen bemängelt wurde, das Ende sei vorhersehbar. Auch wenn ich mich jetzt als begriffsstutzig oute: das kann ich überhaupt nicht unterschreiben. Bis zum Schluss hat mich das Buch immer wieder in die Irre geführt! Immer, wenn ich gerade dachte, ich hätte den Täter jetzt erkannt, passierte prompt etwas, was diese Theorie zerschlug. Der Fall wird von Seite zu Seite komplexer, es tauchen ständig neue Menschen auf, die irgendwie damit zu tun haben... Ich fand das sehr spannend und unterhaltsam. Fazit: Schon nach wenigen Kapiteln vergaß ich immer mal wieder, dass "Robert Galbraith" das Pseudonym von JK Rowling ist. Denn "Der Ruf des Kuckucks" ist alles andere als "Harry Potter und Das gefallene Model"! Es ist ein komplexer Krimi mit klassischer Struktur, aber einer Vielzahl von ungewöhnlichen Charakteren und spannenden Verwicklungen. Im englischen Original fand ich den Schreibstil seltsam förmlich, aber dennoch ungemein ansprechend. In der deutschen Übersetzung geht ein wenig dieser Förmlichkeit verloren, aber nichts von der dichten Atmosphäre! Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Buch mich auch dann überzeugt hätte, wäre es tatsächlich der Debütroman eines unbekannten Autors.

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