Leserstimmen zu
Ich lass dich nicht los

Madeleine Reiss

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Meinung: Erst war ich mächtig neugierig auf das Buch und die Geschichte, dann hat es mich beim lesen gelangweilt, weshalb ich es beiseite gelegt hatte. Nachdem ich jetzt aber irgendwie total Lust darauf hatte, hab ich dem Buch noch eine zweite Chance gegeben. Auch beim zweiten Versuch kam ich zu Beginn sehr schlecht hinein. Doch anders als beim ersten Versuch habe ich mich durch den Anfang gekämpf, denn ich wollte wissen, was mit Charlie geschah. Und siehe da, es wurde besser. Die Autorin Madeleine Reiss hat einen sehr detaillierten Schreibstil, der unter anderem die Gefühle der Protagonisten wunderbar zur Geltung bringt. Dank des detaillierten Schreibstils hatte ich das Gefühl ein Teil des Buches zu sein. Das Buch hatte neben dem Thema auch noch etwas anderes neues für mich zu bieten. Im Buch wird ab einem gewissen Zeitpunkt regelmäßig ein Medium kontaktiert. Diese Möglichkeit, mit dem Tod eines Menschen zurecht zu kommen, war für mich neu, trotzdem war ich von den Umsetzung positiv überrascht. Die Möglichkeit des Mediums kam mir zu Beginn äußerst suspekt vor, doch für Carrie und deren Umgang mit dem Tod des eigenen Sohnes war es ein wichtiger Schritt. Die beiden Hauptcharaktere Carrie und Molly haben beide eine Schreckliche Vergangenheit hinter sich. Jede versucht mit ihrer Vergangenheit anders abzuschließen. Zu Beginn konnte ich den Zusammenhang der beiden Schicksale nicht begreifen. Doch je weiter die Handlung voranschritt desto klarer wurde alles. Anfangs verwirrte mich die Erzählperspektive. Denn das Buch wird sowohl von Carrie als auch Molly erzählt. Jedoch nicht immer abwechselnd, was zu Beginn eine große Verwirrung bei mir auslöste. Ab einem gewissen Zeitpunkt war das Lesen der unterschiedlichen Perspektiven kein Problem mehr für mich. Das später auch aus der Sicht von Max erzählt wurde, fand ich toll. Alles in allem war "Ich lass dich nciht los" ein äußerst emotionales Buch. Jedoch passten für mich die hin und wieder vorkommenden Sexszenen absolut nicht ins Bild. Klar das Leben muss ja doch auch irgendwie weiter gehen, doch für mich waren diese Szenen doch etwas unnötig. Fazit: "Ich lass dich nicht los" war ein sehr emotionales Buch, welches leider durch die immer wieder aufkommenden Sexszenen einiges an Symphatie einbüßen musste, denn diese waren in meinen Augen, bei diesem schweren und emotionalen Thema, vollkommen unnötig.

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Meine Meinung Durch das Cover und auch durch den Titel hat das Buch mich sehr angesprochen, als ich dann noch den Klappentext gelesen habe, wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Und ich muss sagen, ich habe es von Anfang an nicht bereut. Ich war von Anfang an sehr begeistert von dem Buch. Auch wenn ich es am Anfang als verwirrend empfunden habe, dass die Autorin aus der Sicht von beiden Frauen abwechselnd scheibt, aber auch das war nach den ersten paar Seiten kein Problem mehr. Generell ist der Schreibstil sehr flüssig und das hat es mir leicht gemacht, das Buch innerhalb eines Abends zu verschlingen. Ich fand es außerdem sehr positiv, dass am Ende des Buches nochmal der Sohn von Molly zu Wort kommt. Ich habe während des Lesens sehr mitgefiebert, habe geweint und gehofft. Unteranderem fand ich es aber erschreckend, dass die Fassade der Protagonisten so schön aussah und man dann als Leser den Einblick bekommen hat. Die Realität war erschreckend. Mein Fazit Dieses Buch ist es absolut wert gelesen zu werden und ich empfehle, dass man beim Lesen auf jeden Fall genug Taschentücher neben sich liegen hat.

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Autorin: Madeleine Reiss Verlag: Goldmann Seiten: 350 ISBN: 978-3-442-48098-2 Preis: 9,99€ Inhalt: "Ich hab dich lieb, jeden und jeden Tag" Unzählige Male hat Carrie diesen Satz zu ihrem fünfjährigen Sohn Charlie gesagt, so auch an jenem Sommertag an der Küste von Norfolk, als ein langer Schatten auf ihr Leben fiel: Sie hatte nur für einen Moment die Augen geschlossen- und als sie sie wieder aufschlug, war Charlie fort. Auch drei Jahre später bestimmt dieses traumatische Ereignis noch Carries Leben, als sie zufällig die alleinerziehende Mutter Molly kennenlernt. Doch noch können die beiden Frauen nicht ahnen, dass am jenem Tag am Strand eine Verbindung entstanden ist, die ihrer beider Schicksal bestimmen wird. Handlung: Die Handlung spielt sich in zwei verschiedenen aber dennoch gleichen Welten ab. Nähmlich in der Welt von Carrie und in der Welt von Molly. In diesem Buch werden zwei Geschichten erzählt. Geschichten die miteinander zutun haben und die zusammen gehören. Beide Welten erleiden ein Schicksal. Und beide Welten müssen kämpfen... Meinung: Dieses Buch wurde mir vom Goldmann Verlag zur Verfügung gestellt. An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Auch wenn ich das Buch so bekommen habe, so ist das, was ich hier schreibe alles ernst gemeint und entspricht meiner Meinung. Der Klappentext von diesem Buch hatte mich schon sehr angesprochen. Ich fand ihn wirklich ziemlich spannend und habe sofort gedacht: "Das wäre doch was für dich." Dazu dann noch dieses wunderschöne Cover. Mir gefällt es wirklich ziemlich gut, und ich finde es sehr passend zum Inhalt. Ich war also voller Vorfreude dieses Buch zu beginnen. Und genau wie das Cover und der Klappentext hat mir auch der Inhalt sehr gut gefallen. Ich finde die liebe Madeleine Reiss hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Man konnte dem Buch wunderbar folgen und man war gleich in beiden Welten richtig gefangen. Ich konnte mir die Charaktere richtig gut vorstellen und hatte sie beim Lesen vor Augen. Dieses Buch hatte so manche spannenden Stellen. Jedes mal habe ich mit den betreffenden Charakteren mitgefiebert und habe mit ihnen gehofft. Viele Situationen wurden ziemlich gut beschrieben aber auch nicht zu intensiv. Dies war sehr angenehm man konnte sich in manche Situationen noch besser hinein versetzen ohne, dass es gestört hat. Mir hat es Spaß gemacht dieses Buch zu lesen. Ich hatte es innerhalb von 4 Tagen durch. Also ich bin von diesem Buch wirklich begeistert und kann es nur weiterempfehlen. Zitate: "Der Mann schüttete gerade Benzin über die Heuballen, der Geruch war unverkennbar. Dann holte er eine Schachtel Sreichhölzer aus seiner Jackentasche und zündete einen der Ballen an." "Der Mann drehte sich um, und da sah Carrie sein Gesicht, das blutüberströmt war und eine klaffende, halbkreisförmige vom Ohr bis zur Nase verlaufende Schnittwunde hatte." "Ich kann nicht dein Sohn sein so wie Charlie, aber ich wäre gerne dein Freund, wenn du das möchtest." "Das Meer hat ihn mitgenommen, stimmts, Carrie?" Fazit: Ich bin von dem Buch immernoch richtig begeistert. Deshalb muss ich 5/5 Sternen geben. Ich kann es wirklich nur weiter empfehlen!

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Klappentext „Ich hab dich lieb, jeden und jeden Tag.“ Unzählige Male hat Carrie diesen Satz zu ihrem fünfjährigen Sohn Charlie gesagt, so auch an jenem Sommertag an der Küste von Norfolk, als ein langer Schatten auf ihr Leben fiel: Sie hatte nur für einen Moment die Augen geschlossen, und als sie sie wieder aufschlug, war Charlie fort. Auch drei Jahre später bestimmt dieses traumatische Ereignis noch Carries Leben, als sie zufällig die alleinerziehende Mutter Molly kennenlernt. Doch noch können die beiden Frauen nicht ahnen, dass an jenem Tag am Strand eine Verbindung entstanden ist, die ihrer beider Schicksal bestimmen wird ... Autorin Das Schreiben wurde Madeleine Reiss gewissermaßen in die Wiege gelegt, denn sie ist die älteste Tochter des 2012 verstorbenen Schriftstellers und Booker-Preis-Gewinners Barry Unsworth. Madeleine Reiss arbeitete viele Jahre als Journalistin, bevor sie mit »Ich lass dich nicht los« ihren ersten Roman vorlegte, der aus über 1000 Einsendungen einen Buchwettbewerb des bekannten englischen TV-Talks »The Alan Titchmarsh Show« gewann. Derzeit arbeitet Madeleine Reiss an ihrem nächsten Roman, sie hat zwei Söhne und lebt mit ihrer Familie in Cambridge. (Quelle: Amazon.de) Charaktere Die beiden Hauptcharaktere sind Carrie und Molly. Beides Frauen in der heutigen Zeit. Sehr realitätsnah beschrieben und beide haben einen großen Schicksalsschlag erlitten. Die Autorin hat es geschafft, dass man das Gefühl hat, die beiden Charaktere gut zu kennen und wer Kinder hat, der empfindet mit den beiden. Die Nebencharakter in diesem Buch sind genauso beschrieben und realitätsnah. Manchmal fast zu gut erzählt, dass man sie schütteln möchte oder mit ihnen lacht, zittert und hofft. Schreibstil Der Schreibstil ist flüssig und man kommt sehr schnell in die Geschichte hinein und ich musste mich teilweise zwingen nicht abzuschweifen und zu denken was wäre wenn. Klar diese Frage kommt immer wieder auf, aber bitte doch erst nach dem Buch. Ihr seht also, die Autorin versteht es den Leser/in mit einzubeziehen. Das einzige Manko war der Sprung zu Molly. Als ich den Klappentext las, dachte ich es dreht sich hauptsächlich um Carrie. In gewisser Weise stimmt das auch, aber es gibt immer wieder extreme Sprünge zu Mollys Leben. Das verwirrte mich am Anfang ein bischen, aber für das große ganze im Buch, war es umungänglich. Meine Meinung Ich war mit nicht sicher, ob ich dieses Buch überhaupt lesen wollte, aber irgendwie dachte ich mir, versuch es. Das Thema ist sehr emotional und für jede Mutter eine Überwindung. Aber: Die Autorin hat das einfach super herüber gebracht. Dies ist ja ihr Debüt-Roman und der ist ihr gelungen. Der Anfang war genauso, wie ich es mir gedacht hatte und dann peng. Szenenwechsel. Erst war ich überrascht, dann enttäuscht, weil ich doch wissen wollte wie es mit Carrie, Daimon und Charlie weitergeht. Es verwirrte mich zunächst und ich dachte, was haben die beiden denn miteinander zu tun und mein Kopfkino ging los. Da ich euch ja nicht spoilern will, werde ich hier mal nichts weiter zu schreiben. Nur die Fäden fangen an sich zusammen zu weben wie bei einem tollen Teppich. Jeder Satz ergibt Sinn und innerlich hofft man, dass einen solch ein Schicksal nicht ereilt. Auch wie Carrie damit umgeht und auch Molly und Carrie zusammenfinden ist einfach toll geschrieben. Man fiebert mit beiden mit und hofft und bangt bis zum Ende des Buches. Für mich eins der besten Bücher, die ich gelesen habe, außerhalb der Genre, die ich sonst lese. Wer also so einen Roman gerne liest, kommt ihr voll auf seine Kosten und auch wer, so wie ich erst ein bischen skeptisch ist, ob es etwas für ihn ist, dem sei gesagt. Bestimmt. Allerdings ist es wirklich sehr emotional. Ein absolut gelungener Debütroman der Autorin. Auch hinterher fesselt einen das Buch noch und man überlegt was wäre wenn... auch jetzt beim Schreiben der Rezi läuft mir ein Schauer über den Rücken, wenn ich nur an das Schicksal von Carrie denke. Bei Molly bin ich ein bischen zwiespältig, was die Geschichte angeht, aber sie passt und rundet den Roman ab. Fazit Wer sich nicht scheut, ein solches Buch in die Hand zu nehmen, der kommt voll und ganz auf seine Kosten. Kurz und knapp gesagt ein gelungener Debüt-Roman und absolut lesenswert. Danksagung Mein Dank geht an die Verlagsgruppe Random House GmbH, die mir dieses Buch als Rezensions-Exemplar zur Verfügung gestellt hat.

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ACHTUNG REZENSION KÖNNTE SPOILERN! Auf Grund vieler positiven Rezensionen, dem ansprechenden Klappentext und dem tollen Cover habe ich bei dem Buch "ich lass dich nicht los" von Madeleine Reiss zugegriffen. Erwartet habe ich einen spannenden Thriller. Die Suche nach dem verlorenen Sohn. Bekommen habe ich etwas ganz anderes. In wechselnder Perspektive wird die Geschichte von Molly und von Carrie erzählt. Die beiden Frauen leben total unterschiedlich. Es ist dauert sehr lang bis die Handlungsstränge sich kreuzen. Carrie erlebt einen schweren Verlust. Ihr Sohn verschwindet spurlos bei einem Ausflug am Strand. Das Schicksal meint es nicht gut mit ihr. Viele Jahre lebt sie im ungewissen. Herzzerreissend dürfen wir miterleben wie die Suche und jeder Hinweis in den Sand verläuft. Soviel zur Vorgeschichte. Das Buch erzählt von ihrem Leben drei Jahre nach Charlies verschwinden. Ihr Weg kreuzt sich mit dem von Molly. Ohne den Klappentext währe die Verbindung der beiden Frauen lange ein Rätsel. Sie war zufällig am selben Tag an dem Charlie verschwand auch am Meer. Auch Molly und ihr Sohn Max haben schon einiges Mitgemacht. Wann und warum sich die Wege nochmal kreuzen müsst ihr aber selber lesen. Nun gibt es einen dritten Handlungsstrang. Der Erzählt wie die Frauen zusammen finden. In welcher Beziehung Max mit Charlie steht. Und wie alle versuchen Mollys Ehemann zu entkommen. In diesem Handlungsstrang erfahren wir auch einiges aus der Vergangenheit. Die Protagonisten sind interessant und von Beginn an sympathisch. Für mich war die gesamte Geschichte unterhaltsam. Manche Begebenheiten waren etwas zu überspitz, dennoch bereitete mir "Ich lass dich nicht los" angenehme Lesestunden. Ein dominantes Thema sind Mystische Begebenheiten. So trifft sich Carrie mit einem Medium der Kontakt mit ihrem Sohn aufnehmen kann. Dies habe ich in einem Roman so nicht erwartet. Absolut überflüssig fand ich die sehr detaillierten und obszönen Sexszenen. In dieser Gefühlvollen Geschichte fand ich es unpassend. An manchen stellen zog sich die Handlung in die Länge, aber an Weglegen war nicht zu denken. Der Schreibstil der Autorin hat mich absolut überzeugt. Dieser ist schön flüssig und es machte Spass über die Seiten zu fliegen. Sehr einfühlsam und überzeugend konnte sie die Gefühle von Carrie, der Verzweifelten Mutter die ihr Kind verloren hat, darstellen. Eine schöne Mischung aus Liebe, Drama und Mystik. Madeleine Reiss hat hier einen Roman geschrieben, der mein Herz bewegte. Carrie erlebte den Alptraum aller Eltern. Bis zum Schluss habe ich mit ihr auf ein Happy End gehofft. === Die Autorin === Das Schreiben wurde Madeleine Reiss gewissermaßen in die Wiege gelegt, denn sie ist die älteste Tochter des 2012 verstorbenen Schriftstellers und Booker-Preis-Gewinners Barry Unsworth. Madeleine Reiss arbeitete viele Jahre als Journalistin, bevor sie mit »Ich lass dich nicht los« ihren ersten Roman vorlegte, der aus über 1000 Einsendungen einen Buchwettbewerb des bekannten englischen TV-Talks »The Alan Titchmarsh Show« gewann. Derzeit arbeitet Madeleine Reiss an ihrem nächsten Roman, sie hat zwei Söhne und lebt mit ihrer Familie in Cambridge.

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Der Roman ist realitätsnah und gleichzeitig warmherzig verfasst. Ich finde ihn spannend und die Geschichte der zwei Frauen Molly und Carrie zieht einen in den Bann. Es wird ein Spannungsverlauf innerhalb der Geschichte(n) deutlich. Das Buch fesselt einen und ich konnte garnicht mehr aufhören zu lesen, da die Geschichte von beiden Frauen herzzerreißend ist und man mit ihnen mitfühlen kann. Der Roman ist für mich persönlich außergewöhnlich, weil nichts noch so schlimmes verschönert wird, sondern realtätsnah geschildert wird. Es macht einen selbst traurig, wenn man die Gefühle der beiden Frauen erfährt. Die Erfahrungen der beiden Frauen sind unterschiedlich und dennoch weisen sie parallelen zueinander auf, was den Roman umso spannender macht. Auch ist es wunderbar erzählt, wie die Frauen wieder in ihr Leben zuruückfinden und auf welche Weisen ein Mensch Trauer verarbeitet. Ich kann diese Buch nur empfehlen! Realitiätsnaher und warmherzig geschriebener Roman mit Spannung und zwei miteinander verflochtenen Geschichten zweier Starker Frauen! Absolut empfehlenswert!

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Titel: Ich lass dich nicht los Originaltitel: Someone to watch over me Reihe: / Autor: Madeleine Reiss Verlag: Goldmann Genre: Roman, Belletristik Seitenanzahl: 352 Erscheinungsdatum: Juli 2015 Preis: 9,99 € [Broschiert] Meine Erwartungen: Meine Erwartungen zu diesem Buch hielten sich noch im Rahmen. Es handelt sich hierbei nun mal um ein sehr ernstes und tief trauriges Thema und ich selbst wollte meine Erwartungen nicht zu hoch setzen, da ich nicht wusste ob die Autorin es schafft mit diesem Thema einen herzzerreißenden Roman zu schaffen der dem Leser trotz des Themas eventuell einen Funken Hoffnung zu vermitteln. Das Cover: Das Cover verrät noch nicht wirklich viel über den Inhalt. Dort sieht man die Hände einer Frau, die ein Glas halten. Darin ist der Titel geschrieben. An sich ist es schön schlicht. Die Charaktere: Carrie ist eine sehr sympathische Frau. Ihr leiden ist mehr als gut nachvollziehbar. Sie hat ihren Sohn auf grausamste Art verloren und schafft es selbst nach drei Jahren nicht damit umzugehen. Sie vermisst ihn mit beinahe jedem ihrer Atemzüge und muss trotzdem irgendwie vorwärts sehen. Ohne ihren geliebten Sohn. Ohne zu wissen was aus ihm geschehen ist. Das Herz des Lesers fühlt und fiebert mit. Und das wichtigste: Auch ich habe die ganze Zeit gehofft! Molly tat mir die meiste Zeit leid. Sie hat ihren Sohn noch und doch hat sie sich mit ganz anderen Sachen durchs Leben zu plagen. Ihrem Ehemann. Sie ist eine Frau, die so vernarrt in die Beziehung mit einem Mann gewesen ist, dass sie im Prinzip bereit war sich von diesem schlagen zu lassen. Ihre Gefühle waren die meiste Zeit so gut nachvollziehbar das der Leser selbst teilweise ihre Gefühle hat nachvollziehen kann. Dass sie bei ihm blieb, auch wenn er ihr so schreckliche Sachen antat. Ich habe ihr einfach etwas anderes gewünscht. Dieser Frau die einst stark und selbstbewusst erschien und nun beinahe so wirkt als sei sie ein stücken Elend.. Zitate: „[...] und obwohl sie ihn halb für das hasste, was er getan hatte, konnte sie sich ein Leben ohne ihn nicht vorstellen. Es half ihr, ihn als krank zu betrachten, und so perfektionierte sie die Kunst des Leisesprechens weiter; die Kunst, einem Schatten so ähnlich zu werden, wie es nur ging, ohne ganz und gar zu verschwinden.“ (S. 127 / Molly) Meine Meinung: Madeleine Reiss hat es geschafft die Tragik der Thematik so zu verpacken, dass der Leser sich nicht hat losreissen können. Ich musste wissen wie es weiter geht, wie nach und nach aufgedeckt wurde was den Frauen geschehen ist. Ich habe immer und immer wieder gehofft dass ihr Schmerz endlich gelindert wird. Dass sie den Fehler nicht an sich selbst suchen, sondern es sehen wie es nun mal ist. Ist Carrie Schuld dass ihr Sohn nicht mehr aufzufinden ist? Weil sie kurz ihre Augen geschlossen hat? An einem Strand mit vielen Menschen? Warum hat niemand bemerkt was geschehen ist? Wie kann es sein das ein kleiner Junge einfach verschwindet, ohne ein einziges Lebenszeichen – oder auch Hinweise auf seinen Tod? Spürt eine Mutter es nicht, wenn ihr eigen Fleisch und Blut stirbt? Wie soll man nach so einem Ereignis noch sein Leben leben? Hat Molly falsch gehandelt? Warum hat sie sich schlagen lassen? Hat sie sich unverantwortlich verhalten? Ihrem Sohn gegenüber und sich selbst? Wie konnte sie so leben? Und weiter hoffen, dass er sich ändert? Woher kommt es wenn eine Person sich auf diese Art und Weise verändert? Oder war ihr Mann schon immer so? Hat er es zuvor bloß geschafft es besser zu verstecken? Und grundlegend: Warum tut ein Mensch so etwas? All diese Fragen stellt sich der Leser immer wieder und doch kommt man zu keiner vernünftigen Lösung. Ich habe mich etwas länger vor diesem Buch gedrückt, denn sich mit solchen Themen auseinanderzusetzen bedarf viele Nerven und es ist einfach... hart. Das schlimmste daran ist – das ist für manche Alltäglich. Sich schlagen zu lassen und in ständiger Angst zu leben. Oder Tag für Tag zu trauern, nicht zu wissen was mit seinen Angehörigen geschehen ist und nicht zu wissen ob man Hoffen sollte oder doch lieber versuchen mit allem abzuschließen da es doch eigentlich keine Hoffnung mehr gibt. Ich habe das Lesen als etwas anstrengend empfunden da die Schrift doch sehr klein geschrieben war. Dafür hatten die Seiten jedoch auch mehr Inhalt. Das Ende kam mir leider etwas zu abrupt und ich finde es hätte noch etwas weiter ausgeschrieben werden können. Ich vergebe 4/5 Sterne für diesen herzzerreißenden Roman. Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares an den Golmann Verlag und die Verlagsgruppe Random House!

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*Ich lass dich nicht los von Madeleine Reiss ist ein Buch, das mir letzten Sommer wegen seines Covers bei den Neuerscheinungen aufgefallen ist. Über den Inhalt sagt es nichts aus, aber ich musste es trotzdem unbedingt lesen. >>Ich hab dich lieb, jeden und jeden Tag...<< Unzählige Male hat Carrie diesen Satz zu ihrem fünfjährigen Sohn Charlie gesagt, so auch an jenem Sommertag an der Küste von Norfolk, als ein langer Schatten auf ihr Leben fiel: Sie hatte nur für einen Moment die Augen geschlossen - und als sie sie wieder aufschlug, war Charlie fort. Auch drei Jahre später bestimmt dieses traumatische Ereignis noch Carries Leben, als sie zufällig die alleinerziehende Mutter Molly kennenlernt. Doch noch können die beiden Frauen nicht ahnen, dass an jenem Tag am Strand eine Verbindung entstanden ist, die ihrer beider Schicksal bestimmen wird. (Klappentext) Die Geschichte wird zu Beginn abwechselnd in zwei Handlungssträngen erzählt. Auf der einen Seite geht es um Carrie, die mit dem Verlust ihres Sohnes zu kämpfen hat und nach dem Scheitern ihrer Ehe wieder Fuß im normalen Leben zu fassen versucht und parallel dazu wird von der alleinerziehenden Mutter Molly und ihrem Sohn Max erzählt, deren Verbindung zu Carrie und Charlie sich erst im Laufe des Buches langsam zu verweben beginnt. Das Buch lässt sich schwer beschreiben, ohne zu viel vom Inhalt zu verraten. Es ist ein Mix aus Roman und Thriller mit einem Hauch Liebesgeschichte, den ich in einem Rutsch gelesen habe. Die Geschichte ist spannend, mit einem völlig anderen Verlauf als zunächst angenommen - der Schreibstil flüssig. Eine interessante, gefühlvolle Mischung, wenn man auch etwas Tragik verträgt.

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