Leserstimmen zu
Mein Leben und andere Kleinigkeiten

Mindy Raf

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"Man liebt keine chemischen Reaktionen, Teilchen oder Neuronenrezeptoren. Man liebt den ganzen Menschen. Selbst die Teile, von denen man nicht wusste, dass sie da sind. Und die Teile, auf die man voller Ungeduld wartet. "(Seite 390) Das Leben der 15 jährigen Izzy ist nicht leicht. Sie wird wegen ihrer nicht gerade idealen Körperproportionen gemobbt und ihre Mutter ist sehr krank. Eigentlich will sie sich nur ihrem Hobby, dem Malen, widmen. Sie arbeitet zur Zeit an der Bewerbungsmappe für eine renommierte Kunsthochschule, um aus dem Hobby einen Beruf zu machen. Ihre Mutter tut nach außen hin so, als wäre alles okay. Diese hat allerdings Krebs. Sie ist in einem Forum angemeldet und berichtet dort über neue gesundheitliche Probleme. Da Izzy den Benutzernamen ihrer Mutter kennt, macht sie sich wahnsinnige Sorgen. Sie hat niemanden, mit dem sie über ihre Sorgen reden kann, denn ihre Schwester verschließt die Augen und zu allem Überfluss ist sie auch noch mit ihrer besten Freundin zerstritten. Da Izzy durch die Krankheit ihrer Mutter alle Symptome auf einer Internetseite nachschlägt, ist sie ziemlich hypochondrisch veranlagt, was ihr das Leben auch nicht einfacher macht. Als plötzlich einer der beliebtesten Jungen, der Schule, Blake, bei ihr aufkreuzt und Interesse an ihr zeigt, ist sie, zu Recht, erst misstrauisch, doch dann lässt sie sich trotzdem auf eine Beziehung mit ihm ein... Meine Meinung: Ich muss zugeben, dass ich am Anfang des Buches recht skeptisch war, was wahrscheinlich an der Übersetzung liegt. Doch als ich etwas mehr gelesen hatte und mich nach der ein bisschen zu lange geratenen Einleitung richtig in die Geschichte hineinversetzen konnte, wurde das Buch immer besser! Durch die Erzählung aus der Ich-Perspektive von Izzy befindet man sich mitten in der Handlung. Weil die Probleme von ihr selbst und die ihrer Familie, die sehr authentisch und glaubhaft dargestellt wurden, regt das Buch sehr zum Nachdenken an. Izzy ist eine sehr durchschnittliche Protagonistin, die aufgrund ihres Alters noch sehr naiv ist, trotzdem ist sie sehr sympathisch, wie fast alle Charaktere in diesem Buch. Der einzige Charakter, der mich genervt hat, war Izzys Kunstlehrerin, die aber richtig. Die restlichen Personen, wie zum Beispiel die Mutter und die Schwester der Protagonistin sind sehr gut beschrieben und ihrer jeweiligen Situation angepasst, was die Geschichte noch authentischer macht. Der tolle Humor der Autorin Mindy Raf zieht sich trotz der schwierigeren Thematik durch das ganze Buch. Das Ende ist sehr gelungen und rund! Ein einziger Kritikpunkt ist allerdings, dass sich die Handlung an manchen Stellen sehr in die Länge zieht und man relativ viel kürzen könnte, da es manchmal ziemlich langatmig und dadurch auch an manchen Stellen ein bisschen langweilig ist. Alles in allem ein sehr einfach geschriebenes, humorvolles Buch, das perfekt mit einer etwas schwierigeren Thematik, die zum Nachdenken anregt, kombiniert wird! Zuletzt möchte ich mich nochmal ganz herzlich beim Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken!

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Positiv Überrascht!

Von: Yvonne Reuther aus Köln

27.09.2014

Ich muss sagen, ich bin wirklich positiv überrascht von dem Buch, da ich dachte das wäre ein Buch, was man mal so zwischendurch lesen kann und an das man nicht gefesselt wird. Die Geschichte ist jedoch so glaubhaft und realitätsnah geschrieben, dass man sich absolut in sie rein versetzen kann, so das man fast ein Teil der Geschichte wird. Was mir dennoch nicht so gut gefallen hat, war die relativ lange Einleitung, bis man endlich in der Geschichte drin war. Insgesamt gesehen ein tolles Buch, was man ruhig mal lesen kann.

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Ein schönes Jugendbuch, das die richtigen Werte vermittelt

Von: Katharina aus Northeim

26.09.2014

Man liebt keine chemischen Reaktionen, Teilchen oder Neuronenrezeptoren. Man liebt den ganzen Menschen. Selbst die Teile, von denen man nicht wusste, dass sie da sind. Und die Teile, auf die man voller Ungeduld wartet. (Seite 390) Die junge Protagonistin Izzy malt leidenschaftlich gerne, arbeitet an Skulpturen oder besucht Ausstellungen ihrer Lieblingskünstlerin. Denn wenn sie eines ist, dann Künstlerin mit Leib und Seele. Genau deshalb möchte sie auch ein Stipendium für ein Studium an einer renommierten Kunst Hochschule in Italien bekommen und arbeitet schon lange an ihrer Bewerbungsmappe. Doch das Leben macht es Izzy nicht leicht, denn ihre Mutter ist krank, macht ihr Sorgen und braucht dringend ihre Hilfe. Als dann noch ihr Schwarm Blake plötzliches Interesse an ihr zeigt, steht Izzys Welt Kopf, auch wenn sie bereits ahnt, dass er es nicht nur gut mit ihr meint… Da ich an das Buch nicht unbedingt hohe Erwartungen und keine Vorstellung davon hatte, worum es hier eigentlich genau geht, muss ich sagen, dass ich schon positiv überrascht wurde. Man kann sich mit der jungen Izzy sehr gut identifizieren, denn der Autorin gelingt es ganz wunderbar die nicht unbedingt einfache Lebenswelt eines Teenagers darzustellen und durch ihren einfühlsamen Schreibstil verständlich zu gestalten. Man weiß zu jeder Sekunde, was in Izzy vorgeht, warum sie wie handelt und trotz der zum Teil recht dramatischen Geschehnisse bleibt das Buch glaubwürdig und authentisch. Besonders gut hat mir auch die Entwicklung gefallen, die unsere Protagonistin währenddessen durch macht. Man kann sie regelrecht dabei beobachten, wie sie erwachsener wird, wie sie lernt über den Dingen zu stehen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Izzy legt nach und nach ihr naives und passives Verhalten ab und verändert sich von einem verschreckten, ängstlichen Mädchen zu einer starken jungen Frau. Bemerkenswert ist auch, dass Mindy Raf es schafft, ernste Themen nicht nur an den richtigen Stellen subtil anzudeuten, sondern sich intensiv damit auseinanderzusetzen, wenn es sein muss und trotzdem nicht ihren Humor zu verlieren. Emotional ist ihr Stil auf jeden Fall eine wahre Achterbahn, denn manchmal fühlt man sich als Leser selbst total verzweifelt und möchte Izzy helfen, kann aber manchmal auch das Lachen einfach nicht zurückhalten. Soweit, so gut. Doch hat das Buch leider einige langatmige Stellen und von diesen gut 400 Seiten hätte man einige auch wirklich weglassen können. Natürlich ist es wichtig, dass man mir die Protagonistin, ihr Leben und ihre Probleme erst einmal vorstellt, damit ich mich mit ihr identifizieren kann, aber das sollte ganz bestimmt nicht 300 Seiten dauern bis dann endlich mal etwas passiert. Das fand ich ziemlich schade, da ich so das Buch oft gelangweilt weglegen musste. Alles in allem hat mir das Buch gefallen, es hat viel Potential und eine schöne Aussage, aber so ganz vom Hocker gehauen hat es mich nicht. Dennoch ist es ein schönes Jugendbuch, das Jugendlichen wichtige Werte vermittelt und sich nicht auf Oberflächlichkeiten beschränkt.

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Selbstfindung

Von: B. Lenzen aus Mönchengladbach

08.09.2014

Mein Leben und andere Kleinigkeiten Izzy hat es nicht leicht. Sie hat sich selbst noch nicht gefunden – na klar in dem Alter - und muss nun damit klar kommen, dass ihr Körper nicht so ganz ihrem Ideal entspricht. Dazu muss sie noch die Kunstmappe für das Stipendium zusammenstellen, denn sie möchte im Ausland studieren. Ihre Freundinnen benötigen Hilfe und ein toller Typ lädt sie ein. Als wenn das alles noch nicht genug wäre, hat ihre Mutter auch noch Krebs. Das Buch ist aus der Sicht von Izzy geschrieben. Sie hat an vielen Fronten zu kämpfen. Der Vater ist nicht mehr da und die Mutter sehr krank. Dazu hat Izzy noch ihre eigenen Probleme. Alles ein bisschen viel für ein einzelnen Mädchen. Es ist interessant zu lesen, wie Izzy sich so durch ihr Leben schlägt. Aufgrund ihres Alters ist sie noch ziemlich naiv. Außerdem hat sie nicht unbedingt die Einstellung „Jetzt pack ich’s an“. Man kann es nicht jedem recht machen, dass muss auch Izzy lernen und so entwickelt sie sich weiter. Sie ist genau wie alle anderen Figuren gut beschrieben, so dass die Geschichte realistisch erscheint. Jedoch wäre bei der Kunstlehrerin etwas weniger Exaltiertheit gut gewesen. Das Buch ist flüssig zu lesen und präsentiert uns einen guten Schuss Humor. Selbst die ersten Themen werden nicht unnötig dramatisiert. Ich bin davon überzeugt, dass man manche Stellen etwas straffer hätte fassen können. Das Ende hat mir gut gefallen, da man spürt, dass Izzy charakterlich gefestigt ist. Das Cover passt meiner Meinung nach sehr gut zu diesem Buch. Ein schönes und unterhaltsames Jugendbuch!

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