Leserstimmen zu
Der Engelsbaum

Lucinda Riley

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Paperback
€ 12,00 [D] inkl. MwSt. | € 12,40 [A] | CHF 17,90* (* empf. VK-Preis)

Inhalt: Dreißig Jahre sind vergangen, seit Greta Marchmont das Herrenhaus verließ, in dem sie einst eine Heimat gefunden hatte. Nun kehrt sie zurück nach Marchmont Hall in den verschneiten Bergen von Wales – doch sie hat keinerlei Erinnerung an ihre Vergangenheit, denn seit einem tragischen Unfall leidet sie an Amnesie. Bei einem Spaziergang durch die winterliche Landschaft macht sie aber eine verstörende Entdeckung: Sie stößt auf ein Grab im Wald, und die verwitterte Inschrift auf dem Kreuz verrät ihr, dass hier ein kleiner Junge begraben ist – ihr eigener Sohn! Greta ist zutiefst erschüttert und beginnt sich auf die Suche zu machen nach der Frau, die sie einmal war. Dabei kommt jedoch eine Wahrheit ans Licht, die so schockierend ist, dass Greta den größten Mut ihres Lebens braucht, um ihr ins Gesicht zu blicken. Meine Meinung: Vorsicht, Spoiler! Optisch gefällt mir "Der Engelsbaum" sehr. Das Cover ist ein totaler Hingucker und passt, wie ich finde, perfekt zum Buch. Das ist nun mein Siebtes Buch von Lucinda Riley. Im Vergleich zu ihren anderen Romanen finde ich "Der Engelsbaum" eher so mittelmäßig und etwas zäh. Dennoch konnte mich der tolle Schreibstil und die liebevolle Gestaltung der Charaktere überzeugen. Dies ist aber meiner Meinung nach kein geeignetes Buch um Lucinda Riley als Autorin kennen zu lernen, sondern eher etwas für Fans. Der Einstieg in das Buch zieht sich etwas und es dauerte ca. 100 Seiten, bis ich richtig in der Geschichte drin war. Dann aber war ich von der Story gefangen und wollte stetig wissen wie es nun mit Greta und Cesca weiter geht. Im Allgemeinen fand ich Greta anfangs sympathisch, obwohl sie ziemlich egoistisch handelt. Ich konnte sie und ihre Entscheidungen verstehen. Gegen Ende jedoch wurde sie immer rücksichtsloser sogar Cesca gegenüber. Das fand ich nicht gut. Cesca hat mir leid getan, da sie nicht die notwendige Hilfe bekommen hat. Später hat man auch gesehen, dass das ein Fehler war. Ich habe selten einen Charakter erlebt den ich unsympathischer fand als Cesca. Sie ist absolut selbstsüchtig, egoistisch, hinterhältig und labil. Gegen Ende hat sie mich immer mehr aufgeregt. Ava und L.J fand ich sehr sympathisch, vernünftig und bodenständig. Die beiden haben für mich das Buch gerettet, zumindest in charakterlicher Hinsicht. David war mir zu naiv und schwach. Obwohl von der Handlung her erst gegen Ende mehr passiert, hat mich der Roman nie wirklich gelangweilt, ich wurde immer gut unterhalten. Einzig Ceskas Verhalten hat mich immer wieder auf die Palme gebracht. Das Ende war relativ absehbar und etwas zu kitschig für meinen Geschmack. Zum Hörbuch: Das Hörbuch wurde von Simone Kabst sehr angenehm vertont. Ihre Stimme hat gut zu der Geschichte und zur Hauptprotagonistin Greta gepasst. Sie hat viel Gefühl in Ihre Stimme gelegt und das Hörbuch meiner Meinung nach sehr passend vorgelesen. Die Kapitel wurden angesagt, das finde ich immer zur Orientierung ganz gut. Leider hatte meine CD wohl ein paar technische Fehler. Oft brach die Erzählung mitten im Satz ab oder machte einen plötzlichen, unzusammenhängenden Sprung in andere Sätze oder Kapitel. Dennoch konnte ich der Geschichte gut folgen, da die Sprünge keine größeren Abschnitte umfassten und auch nicht so oft vorkamen. (ca. 15 mal im ganzen Hörbuch) Fazit: Ein guter Roman, aber es gibt bessere Bücher von Lucinda Riley. Allzu viel Action darf man hier nicht erwarten, dafür viel Gefühl und Drama.

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Schreibstil: Der Schreibstil ist flüssig und hochspannend. Ich hab das Buch gehört und am Ende die halbe Nacht durchgemacht, weil es so spannend war. Die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen und ich muss sagen, in diesem Buch konnte mich die Zwei-Zeiten-Ebene wirklich begeistern. Story: Greta verbringt ihr erstes Weihnachtsfest seit einem schlimmen Unfalls auf demSitz ihrer Familie. Dort beginnt die Spurensuche nach ihren Wurzeln, ihren Erinnerungen, denn seit einem Unfall leidet Greta an einer Amnesie. Der Leser begibt sich mit Greta auf eine spannende Reise durch ihr Leben. Vor allem ihre Tochter hat den zweiten Teil des Buches sehr geprägt, denn sie ist eine sehr spezielle Person mit einigen psychischem Problemen. Sie bestimmt die Haupthandlungen des Geschehens und prägt das Leben aller Personen, wie es keine andere Person in dem Roman tut. Auch ein Mann spielte in Gretas Leben eine wichtige Rolle; David. Sie verliebte sich nach ihren Unfall in ihn, aber ihren fehlen die Erinnerungen und der Mut, um ihn auf ihre Gefühle anzusprechen. Ihre Erinnungen und diese Liebe komplettieren die Handlung, welche die letzten 40 Jaher ihres Lebens und das Lebens ihrer Familie darstellt. Fazit: Das war mein erster Roman der Autorin und ich bin absolut begeistert von ihrem Schreibstil, der Handlung und einfach dem Gesamtpacket. Weitere Romane werden defintiv folgen!

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€ 14,99 [D]* € 16,90 [A]* | CHF 21,90* (* empf. VK-Preis) Hörbuch MP3-CD ISBN: 978-3-8445-1588-6 Erschienen: 08.12.2014 Zum Hörbuch: http://www.randomhouse.de/Hoerbuch-MP3/Der-Engelsbaum/Lucinda-Riley/der-Hoerverlag/e465657.rhd Kann sie sich DER WAHRHEIT STELLEN? – Der GRANDIOSE ROMAN von Bestseller-Autorin LUCINDA RILEY Dreißig Jahre sind vergangen, seit Greta Marchmont das Herrenhaus verließ, in dem sie einst eine Heimat gefunden hatte. Nun kehrt sie zurück nach Marchmont Hall in die verschneiten Berge von Wales – ohne jegliche Erinnerung an ihre Vergangenheit, denn seit einem tragischen Unfall leidet Greta an Amnesie. Bei einem Spaziergang durch die winterliche Landschaft macht sie eine verstörende Entdeckung: Sie stößt auf ein Grab im Wald, und die verwitterte Inschrift verrät ihr, dass hier ein kleiner Junge begraben ist – ihr eigener Sohn! Greta ist zutiefst erschüttert und beginnt mit der Suche nach der Frau, die sie einmal war. Doch wird sie genug Mut aufbringen, um der schockierenden Wahrheit ins Gesicht zu blicken? Meine Meinung: Bei mir ist es ja so, dass ich bisher alle Bücher der Autorin abgesehen von der "Die sieben Schwestern-Reihe" gehört habe, da mir Simone Kabst auch sehr gut als Sprecherin gefällt. Mein absolutes Lieblingsbuch von Lucinda Riley ist Die Mitternachtsrose, jetzt kommt Der Engelsbaum auf jeden Fall dazu. Ich bin sofort gut in die Geschichte rein gekommen. Es hat ja eine lange Hördauer von über 17 Stunden, aber ich habe es innerhalb von drei Tagen durchgehört, weil ich einfach in jeder freien Minute wissen wollte, wie es weiter geht. Mir sind die Charaktere auch total ans Herz gewachsen, am liebsten mochte ich David, sowohl als jungen Mann als auch später, aber auch die anderen Charaktere sind sehr toll. Die Geschichte an sich hat mir total gut gefallen, sie wird mir lange im Gedächtnis bleiben. Man lernt in diesem Buch Greta als junge Frau kennen und begleitet sie in ihrer Lebensgeschichte bis hin zur Urgroßmutter. Es geht um Liebe, Verlust, Trauer, falsche Entscheidungen und verpasste Chancen und noch um so viel mehr. Für mich war schon sehr früh klar, dass dies ein 5 Sterne Buch werden könnte, obwohl die Messlatte mit Die Mitternachtsrose sehr hoch lag. Ich kann dieses Hörbuch absolut empfehlen für alle Lucinda Riley Fans, aber auch für alle, die es werden wollen. Für mich ist es ganz klar ein 5 Sterne Buch/Hörbuch.

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Der Engelsbaum

Von: Heidi

03.05.2016

Zum Inhalt : Es ist 1945 , Greta ist gerade mal 18 Jahre alt . Sie verdient sich ihr Geld in einem Londoner Theater als Tänzerin . Gerade als sie glaubt sie können diesen Beruf an den Nagel hängen und die Ehefrau eines Soldaten werden . Entdeckt selbiger das sie ihr Geld als Showgirl verdient . Was er auf gar keinen Fall akzeptieren kann Ohne ein Wort der Erklärung lässt er unwissend Greta schwanger zurück . Ihre Karriere ist zu Ende . Ihr Kollege David hilft ihr und schickt sie zu seiner Mutter nach Marchmont damit sie in Ruhe ihr Kind bekommen kann . Dort angekommen lernt sie den Onkel von David kennen und heiratet ihn damit ihr Kind versorgt ist und einen Ehelichen Namen bekommt . Das Drama beginnt , als ihre Zwillinge das Licht der Welt erblicken , und ihr Sohn mit gerade mal 3 Jahren stirbt . Ihre Ehe wird zur Hölle und so beschließt sie wieder zurück nach London zu gehen . Mit ihrer Tochter Cheska baut sie sich ein Leben auf . Da sie den Unterhalt für sich und ihre Tochter verdienen muss , arbeitet sie als Sekretärin und verliebt sich in ihren Chef . Deren Frau setzt sie darauf hin auf die Straße . Ihr ehemaliger Kollege David tritt wieder in ihr Leben und macht sie mit einem Agenten aus der Filmbranche bekannt . Dieser hilft ihr , ihre Tochter Cheska mit 4 Jahren in der Filmwelt berühmt zu werden . Sie mutiert zur Übermutter und behütet ihre Tochter über alle Maßen . Das Mädchen erkrankt psychisch . Und das Drama nimmt seinen Lauf als Cheska mit 16 Schwanger wird und Greta einen Unfall mit Gedächtnisverlust erleidet ....Jahre später entdeckt Greta bei einem Spaziergang im Wald das Grab . Und langsam kehren die Erinnerungen wieder zurück . Mein Fazit : Ich bin begeistert :) Durch die längere Laufzeit als üblich , bekommt der Hörer die Möglichkeit alle Charaktere besser kennen zu lernen . Teils ist die Geschichte vorhersehbar und an mancher Stelle unerwartet . Die einzelnen Kapitel wurden mit der Jahreszahl und dem Ort vorgestellt so das es dem Hörer ohne Probleme möglich ist , der Geschichte auch bei längeren Pausen zu folgen . Da dieses Hörbuch vor 20 Jahren schon geschrieben worden ist , und man einfach im Hinterkopf behalten muss das es zu einer Zeit spielt wo ledige Mütter einen sehr schlechten Ruf genossen haben . Kann man sich leicht vorstellen wie diese Zeit für selbige Frauen gewesen sein muss . Ebenfalls die vornehmere Ausdrucksweise ist hier auffällig , aber nicht unangenehm . Das Buch spielt in einer anderen Zeit Mir hat dieses Buch unglaublich gut gefallen . Es war einfach ihm zu folgen . Wenn es auch mittig ein wenig langatmig war . Macht das zuhören denn noch Spaß .Daher gibt es von mir 5 ***** und eine Kaufempfehlung

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Zwei Dinge vorneweg: Erstens, ich habe die ersten Kapitel des Buches auf deutsch gelesen, bin danach aber auf das ungekürzte englische Hörbuch umgestiegen. Dennoch denke ich, dass ich anhand der auf deutsch gelesen Kapitel sagen kann, dass die Übersetzung sehr gut gelungen ist und sich sehr ansprechend liest. Zweitens, ich war der Meinung, bei "Der Engelsbaum" handle es sich um ein aktuelles Buch der Autorin, und ich war überrascht, als ich feststellte, dass das Buch eigentlich schon vor 20 Jahren unter einem anderen Titel und einem Künstlernamen erschienen ist! Ich habe erst vor kurzem eines der neueren Bücher von Lucinda Riley gelesen, und ich habe tatsächlich den Eindruck, dass man da einen Unterschied bemerkt: zwar ist auch "Der Engelsbaum" eine komplexe, verschachtelte Geschichte, die sich über mehrere Generationen erstreckt und sich dem Leser nur in kleinen Puzzleteilchen enthüllt, aber die Charaktere zeigen in meinen Augen weniger Tiefe. Auch der Schreibstil hat meiner Meinung nach nicht die gleiche detailverliebte Lebendigkeit, nicht ganz die mühelose Sogkraft. Besonders die Dialoge fand ich öfter ein wenig hölzern. Dazu muss ich aber sagen, dass das Jammern auf hohem Niveau ist: wäre es kein Buch von Lucinda Riley, hätte ich nicht solch hohe Erwartungen zur Lektüre mitgebracht! Die Geschichte hat durchaus ihre glanzvollen Momente, ihre originellen Einfälle... Ich fand sie auch überwiegend unterhaltsam und spannend zu lesen, mit nur gelegentlichen Längen. Der Schreibstil ist beileibe nicht schlecht, nur eben meines Erachtens nicht ganz auf dem Niveau, das Lucinda Riley in ihren neueren Werken vorlegt. Mein größtes Problem waren allerdings die Protagonistinnen: im Mittelpunkt stehen zwei Frauen, die es mir zunehmend schwer machten, sie zu verstehen - Greta und ihre Tochter Cesca. Greta trifft fatale Entscheidungen, verstrickt sich in Lügen oder benimmt sich einfach selbstsüchtig, und das wuchert nicht nur in ihrem Leben wie ein Krebsgeschwür, sondern setzt sich auch fort ihm Leben ihrer Tochter. Das fand ich durchaus interessant und auf traurige Art auch realistisch. Beide Frauen sind im Grunde Opfer unglücklicher Umstände, und dazu kommt noch die gravierende psychische Erkrankung einer der beiden. Dennoch fiel es mir wirklich schwer, sie zu mögen und mit ihnen mitzufühlen, und ich habe mir oft gewünscht, dass sie endlich die Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen. Das lag zum Teil auch an der Art und Weise, wie sie David behandeln, den Ruhepol in ihrem Leben - David, der über mehrere Jahrzehnte (!!) alles für Greta und Cesca tut, ohne dass er viel von ihnen zurückbekommt. Er ist immer da, wenn sie ihn brauchen, er lässt alles stehen und liegen, wenn sie mit den Fingern schnippen, während sein eigenes Leben in einer Art Limbo verharrt. Das wirkte auf mich eher krankhaft als romantisch! Überhaupt sind die meisten Liebesbeziehungen in diesem Buch in meinen Augen ungesund - zum Teil obsessiv, zum Teil reine Zweckgemeinschaften, und in einem Fall wird eigentlich nur aus Rache geheiratet. Die Ausnahme von all dem ist Ava, die dritte Generation: die Tochter von Cesca beziehungsweise Enkelin von Greta. Sie steht mit beiden Beinen auf dem Boden und hat auch als einzige der drei Frauen eine liebevolle, gesunde Beziehung. Aber wie schon gesagt: trotz allem fand ich die Geschichte unterhaltsam und spannend, auch wenn ich mich den Charakteren wenig verbunden fühlte. Fazit: 1995 erschien "Der Engelsbaum" in der englischen Erstausgabe - unter dem Titel "Not Quite an Angel" und dem Künstlernamen Lucinda Edmonds. Vergleicht man das Buch mit den neueren Werken der Autorin, sieht man in meinen Augen, dass sich ihr Stil in den letzten 20 Jahren deutlich verbessert hat! Ich hatte deutliche Schwierigkeiten mit den zwei Frauen, die im Mittelpunkt des Geschehens stehen, fand das Buch im Ganzen aber dennoch lohnend und unterhaltsam.

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Ein spannendes Familiendrama erwartet die Leser bei diesem Buch. Mit Greta, ihrer Tochter Cheska und Enkelin Ava wird diese Geschichte über mehrere Jahrzehnte hinweg erzählt. Alles beginnt mit Gretas Rückkehr nach Marchmont Hall im Dezember 1985. Sie hatte vor vielen Jahren ihr Gedächtnis verloren und verbringt nun Weihnachten mit ihrer Familie. Bei einem Spaziergang findet sie im Wald ein kleines Grab. Es ist ihr kleiner Sohn Jonny, der hier begraben wurde. 1949 war dieser im Alter von nur drei Jahren gestorben. Durch einige „Flashbacks“ kommen Greta Erinnerungen aus dieser Zeit und sie bittet ihren Freund David, der immer für sie da ist, ihr alles zu erzählen. So erfährt der Leser in diesem Buch mehr über eine junge Frau, die sich eigentlich nur nach einem guten Leben sehnt und es doch nicht haben kann. Als sie schwanger wird und sich ihr damaliger Freund wegen ihres Lebenswandels von ihr trennt und aus ihrem Leben verschwindet, weiß sie nicht mehr weiter. Abtreiben oder das Baby doch behalten. Ihr guter Freund David bietet ihr schließlich die Möglichkeit, nach Marchmont Hall – seinem Elternhaus – zu seiner Mutter LJ zu ziehen. Greta bekommt das Lark Cottage bereitgestellt, um dort während der Schwangerschaft zu bleiben. Der Herr von Marchmont Hall ist Owen, der Schwager von LJ. Durch ein zufälliges Treffen lernen sich Greta und Owen kennen und heiraten, so dass Greta ihre Zwillinge Jonny und Cheska nicht als ledige Mutter großziehen muss. Doch nach dem Tod von Jonny verändert sich alles. Greta verlässt mit Cheska Marchmont Hall. Wieder ist es David, der ihr in der Not hilft, doch diese Hilfe wird sich im Laufe des Buches als Fluch erweisen. Zuviel sei an dieser Stelle nicht verraten, doch auch Cheska wird früh Mutter einer Tochter, Ava, und auch deren leiblicher Vater ist nicht der, der er zu sein scheint. Der Leser begleitet so auch Cheska durch ihr Leben. Der Aufstieg zum gefeierten Kinderstar bis zu ihrem tiefen Fall, all dies hat Spuren in Cheskas Seele hinterlassen. Im Verlauf des Buches schildert die Autorin die verschiedensten Gefühlszustände von Cheska, ohne auf den „Mitleidsknopf“ zu drücken. Denn Cheska ist nicht nur der brave Engel, der alle Menschen um den Finger wickelt. Sie hat auch eine dunkle Seite, die zunehmend an Stärke gewinnt.

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Selten fiel mir ein Einstieg in ein Buch so leicht, lasen sich doch die ersten Seiten wie ein Hedwig-Courth-Maler-Roman – armes Mädchen heiratet reichen Mann. Über diesen Eindruck konnte auch der typische Riley-Aufbau (Wechsel von Gegenwart und Vergangenheit), der in diesem Buch übrigens sehr selten erfolgt, nicht hinweg täuschen. Ich vermute sogar, das diese Gegenwartspassagen erst nachträglich eingebaut sowie der Klappentext angepasst wurden, denn bei dem Buch „Der Engelsbaum“ handelt es sich um eines der früheren Werke der Autorin; veröffentlicht 1996 unter dem Titel „No Quite an Angel“. Damals z.B. verwies der Klappentext eindeutig auf eine Geschichte mit der Hauptprotagonistin Cheska und trifft damit den Inhalt eindeutig besser als die heutige Beschreibung. Womit ich bei den Hauptfiguren wäre. Diese sind – wie bei Riley gewohnt – exzellent und detailliert herausgearbeitet; die Charaktere so gut gezeichnet, das man sofort Sympathie oder eben auch Antipathie für den einen oder anderen empfindet. Die Handlung selbst ist logisch aufgebaut und nachvollziehbar. Gibt es anfangs noch ein paar Passagen, die sich etwas zähflüssig lesen lassen, werden diese zum Ende hin durch die mittlerweile erzeugte Spannung wieder wett gemacht. Der Schluss des Buches, auch wenn vorhersehbar, lässt keine Fragen offen und entläßt den Leser mit dem Gefühl, ein gutes Buch in den Händen und einige vergnügliche Lesestunden gehabt zu haben. Fazit: Auch wenn „Der Engelsbaum“ nicht ganz an den heutigen ausgefeilteren und perfektionierteren Schreibstil von Lucinda Riley herankommt, hat mich die Geschichte wieder in ihren Bann ziehen können. Aus diesem Grund und unter Berücksichtigung, das es sich hier wirklich um eines der ersten Werke der Autorin handelt, vergebe ich gerne 5/5 Sternen und empfehle dieses Buch an all die weiter, die einfach einmal dem Alltag entfliehen wollen.

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Auch wenn es sich hier um ein sehr frühes Werk der Autorin handelt, dass jetzt noch einmal neu aufgelegt wurde, so kann man doch den typischen Stil der Autorin entdecken. Man bekommt wieder eine Familiengeschichte, die ans Herz geht und eine starke Protagonistin. Dabei merkt man, dass Menschen manchmal eine große Veränderung innerhalb ihres Lebens durchmachen können und dass es viele nicht leicht haben. Außerdem wird wieder einmal deutlich, welche große Rolle die Familie im Leben von Menschen spielen kann und wie gefährlich Geheimnisse sein können.

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