Leserstimmen zu
Die Königin der Schatten - Verbannt

Erika Johansen

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Ich muss gestehen: nach den ersten Seiten habe ich mich gefragt warum alle so begeistert von "Die Königin der Schatten" sind? Die Schreibe ist direkt, liest sich schnell, ist aber eher einfach, fast banal. Mir fehlt es an Komplexität, meiner Meinung nach gibt es einige Widersprüche in der Beschreibung der Protagonisten, besonders was die Hauptfigur betrifft bin ich unsicher, ob ich sie eher mutig oder eher unbeholfen dargestellt werden soll. Zum Glück werde ich überredet weiterzulesen. Im Buch gibt es einen optischen Wechsel. Das "Zweites Buch" beginnt. Die Handlung nimmt rasant an Spannung zu und birgt Geheimnisse, die mich überraschen und mit Wucht treffen. Johansen ist nicht zimperlich. Es fließt Blut, die Stimmung wird düsterer, fast bedrückend. Das Königreich Tearling wird beherrscht von Gewalt. Vor allem von Gewalt, die sich gegen Frauen und Kinder richtet. Hier findet die direkte Sprache ihre Heimat und verhilft zu schockierenden Momenten und bringt die Fantasie übel in Gang. Obwohl Johansen eher nicht komplex schreibt, stößt sie viele Gedanken und Ideen an. Beginnend beim Setting, das eher ungewöhnlich ist, eigentlich historisch anmutet, aber in einer Zukunft spielt, in der alle Technik aus der Welt verbannt wurde. In der Erfindungen verschleppt und zerstört wurden. Das löst bei mir so ein "Was wäre wenn..."-Gefühl aus und ich frage mich, ob die Historie des Landes Tearling wohl noch eine tragende Rolle spielen wird. Die Rollen der Frauen im Buch sind auf verschiedene gesellschaftliche Ebenen verteilt. Es gibt besonders starke, aber auch solche, die ganz klar aufzeigen, dass auch unter einer weiblichen Führungskraft ein Patriarchat herrschen kann. Mit Kelsea startet die Autorin in ein eher feministisches Gedankengut, das sie auch gut vermitteln kann, ohne den Zeigefinger zu erheben. Die Autorin wurde von einer Rede Obamas über Freiheit zu ihrem Buch inspiriert und das dies eins ihrer zentralen Themen ist, wird ganz klar deutlich. Verschiedene Stufen von Freiheit, verschiedene Arten von Freiheit finden hier Raum. Einige werden sehr direkt dargestellt, andere sind schon eher versteckt und können von Leserinnen und Lesern als Gedankenanstoss aufgenommen werden. Mit der Sprache der Autorin hadere ich leider bis zum Ende. Trotzdem konnte sie mich mit dem Auftakt ihrer Trilogie fesseln. Da sie einige Ideen angestoßen hat, sind meine Erwartungen an Band 2 und 3 allerdings sehr hoch. Mal schauen, ob diese erfüllt werden können.

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Wie in den vorherigen Bänden, fand ich auch im dritten und Finalen Band den Schreibstil flüssig und packend. Die Charaktere waren alle gut beschrieben, jeder hatte seine macken und stärken, es wird mir fehlen von den Charakteren zu lesen. Die Handlung war packend und mitreißend. Ich konnte das Buch oft nicht mehr weglegen und wollte unbedingt wissen wie es weitergeht und endet. Erfrischend waren die vielen überraschenden Wendungen mit denen man absolut nicht gerechnet hat. Dadurch hat das Lesen noch mehr Spaß gemacht, weil man so nicht wusste was noch alles auf einen zukommt. Einzig das Ende hat mich ein wenig enttäuscht. Es ist ein passendes Ende, dennoch habe ich mir mehr erhofft bzw. vorgestellt. Alles in allem kann ich das Buch bzw. die ganze Reihe nur empfehlen. Man wird in eine einzigartige, wunderbare Welt wntführt wo es um Macht, Kampf, gerechtigkeit, Mut, Freundschaft und vielem mehr geht.

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Kelsea hat es geschafft. Ihr Königreich ist von den Fängen der roten Königin befreit, jedoch zu einem hohen Preis. Sie haben Kelsea gefangen genommen und nehmen sie nach Mortmesne mit. Als wäre es nicht schlimm genug, wird Kelsea von weiteren Flashbacks heimgesucht. Doch sie merkt, dass ihr dieses Wissen von der Vergangenheit gegen ihre Gegner von Hilfe sein kann. Kann Kelsea ihr Reich ein für alle Mal retten? Die Königin der Schatten ist vorerst der letzte Teil der Tearling Saga. Die Autorin hat bereits bekannt gegeben, dass zwei weitere Bände folgen sollen und in Tearling spielen. Ich hoffe natürlich auf ein Wiedersehen mit Kelsea. Der letzte Band hat so einige Überraschungen zu bieten. Beginnen wir mit der roten Königin. Zum ersten Mal gibt sie zu, Hilfe zu benötigen. Sie wendet sich an Kelsea und gibt offen ihre Schwäche zu. Es zeigt sich, dass sie noch ein Stück Herz besitzt und es in dieser aussichtslosen Situation zum Vorschein kommt. Nachdem die Geschichte von Lily im zweiten Band behandelt wurde und man nähere Details zu der Zeit vor der Überfahrt erfahren hat, werden Kelseas Rückblicke in die Zeit nach der Überfahrt gelenkt. Die Ereignisse werden aus Katies Sichtweise erzählt. Zuerst erfährt man etwas über das Leben, das Charles aufgebaut hat. Nach einiger Zeit deckt Katie etwas auf, was sie und ganz Tearling in Gefahr bringt. Die Ereignisse aus Katies Sicht haben mir noch besser gefallen als Lilys Geschichte. Sie waren spannender und wichtiger für die gegenwärtigen Ereignisse in Tearling. Die wohl größte Überraschung bietet das Ende. In keiner meiner Theorien, wie diese Trilogie enden wird, ist dieses Szenario vorgekommen. Ich habe sehr gemischte Gefühle, was dieses Ende anbelangt. Es ist schrecklich und schön zugleich. Wen dieses Ende nicht schockt, schockt nichts mehr. Fazit In meinen Augen ist es ein sehr gelungener dritten Band. Das Ende ist meiner Meinung ein schwarzer Fleck dieser Geschichte, weil es viele historische Fakten in Frage stellt. Nichtsdestotrotz war es ein mutiger Schritt der Autorin. Tearlings Vergangenheit und Gegenwart wurden in diesem Band verwoben und präsentieren sich als Lösung für das zerstörte Reich. Nur durch Kelseas Stärke und unermüdlichen Einsatz konnte sie Tearling neu erschaffen.

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Freies Land

Von: wal.li

02.11.2018

Einstmals einfach Kelsea Glynn ist sie nun die mächtige Königin von Tearling. Doch ihr Reich ist von allen Seiten bedroht und auch im Inneren steht nicht jeder auf Seiten der Königin. In äußerster Not sieht Kelsea keine andere Chance, als sich in die Hände der roten Königin zu begeben, ihrer ärgsten Feindin. Den Oberst ihrer Leibgarde, Mace, erklärt sie zu ihrem Statthalter. Mace soll ihr bedrohtes Königreich beschützen und zusammenhalten. Obwohl es nicht seine Aufgabe ist, schickt er doch die Garde zur Rettung der Königin. Inzwischen vertieft sich Kelsea immer weiter in die Vergangenheit, die sich in ihren Träumen oder Visionen offenbart. Wieso sind die hehren Ziele, die ideale Welt, von der Will Tearling geträumt hat, zu der Wahrheit geworden, in der Kelsea lebt? Das möchte die junge Frau ergründen und gleichzeitig soll ihr Reich gerettet werden. Gab es einen Punkt in der Vergangenheit, an dem sich das Schicksal in diese Richtung gewandt hat? Hätte bei einer anderen Entscheidung alles anders laufen können? Hätte es eine Chance gegeben, das Ideal zu erreichen? Um diese Fragen kreisen die Gedanken der jungen Königin, die sich ihrer Verantwortung sehr bewusst ist. Doch auch sie ist nicht unfehlbar, kein idealer Mensch. Aber wenn sie eine Chance hat, die Welt zu heilen und zu befreien, will sie ihr Bestes geben. Das Schicksal des Tearling klärt sich in diesem abschließenden Band um Kelsea, die junge Königin. Gespannt beginnt man die Lektüre mit der Frage, ob es überhaupt eine Rettung aus dieser vertrackten Situation geben kann. Sehr gelungen erscheint wie der Bogen zwischen den unterschiedlichen Handlungsebenen gespannt wird und wie sich nach und nach erklärt, wo der Hund begraben liegt. Immer schwieriger wird die Lage und immer neugieriger wird man, wie man da zu einer Lösung kommen will. Auch die politischen Überlegungen spielen eine große Rolle und gerade sie sind sehr nachvollziehbar ausgeführt. Bei der Komplexität der gesamten Konstruktion müssen vielleicht einige Randfragen im Unklaren bleiben. Doch insgesamt findet man eine sehr stimmige Auflösung um das Schicksal des Tearling, eine Plädoyer über den Wert von Demokratie und Freiheit und die Mahnung, dass dieses keine bequemen Werte sind, die einfach da sind.

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"Verbannt", der finale Teil der Trilogie "Die Königin der Schatten" steigt da ein, wo der Vorgänger aufgehört hat und so ist mir der Einstieg in die Geschichte leicht gefallen. Die Charaktere sind alle toll ausgearbeitet und können alle auf ihre Weise überzeugen. Erika Johansen zeichnet nicht nur schwarz-weiss. Alle haben ihre Stärken und ihre Schwächen, was mir super gefällt. Die Protagonistin Kelsea hat über die drei Bände eine enorme Entwicklung gemacht. Von einem unsicheren Mädchen ist sie in die Rolle einer Königin gewachsen und darüber hinaus. Immer wieder hat sie mich überrascht, welche Risiken und welche persönliche Verluste sie auf sich nimmt. Auch der letzte Band wird aus verschiedenen Perspektiven geschildert. Da wäre natürlich die Protagonistin Kelsea, die Königin von Tearling, sehr interessant sind aber auch immer die Kapitel der Gegenspielerin, der Roten Königin und die des Hauptmanns der Königinnengarde Mace. Es kommen aber noch einige andere Perspektiven dazu, so dass man einen spannenden Rundumblick bekommt. Die Autorin fordert einen nicht nur mit mehreren Handlungssträngen, sie spielt auch noch mit der Vergangenheit und der Gegenwart. Die unterschiedlichen Erzählperspektiven überschneiden sich und so wird in "Verbannt" Teil und Teil zusammengesetzt, bis man das grosse Ganze vor sich sieht. Erika Johansen hat eine gewaltige Welt erschaffen und bringt hier gekonnt alle Handlungsstränge und die verschiedenen Zeiten auf einen Punkt. Leider muss ich das Ende bei der Kritik anbringen. Es wurden zwar all meine Fragen beantwortet und nüchtern betrachtet ist es auch sehr stimmig. Trotzdem bin ich persönlich nicht ganz glücklich damit. Der Schreibstil von Erika Johansen ist wieder sehr angenehm und flüssig zu lesen und so entwickelt sich auch das Finale zu einem klasse Schmöker. Die Autorin kreiert einmal mehr eine dichte Atmosphäre und ein grandioses Setting. Fazit: Mit "Die Königin der Schatten. Verbannt" bringt Erika Johansen zu einem eindrucksvollen Ende. Alle Handlungsstränge werden gekonnt zusammengeführt, die Vergangenheit aufschlussreich aufgearbeitet und es gibt wieder jede Menge überraschende Wendungen. Die gesamte Trilogie bietet ein Genremix par excellence, facettenreiche Charaktere und ganz viel Spannung und Intrigen. 1A Schmökerstoff, den man nicht mehr so schnell aus der Hand legt.

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Als ich das Buch angefangen habe, war ich wirklich gespannt, wie die Autorin diese Zwickmühle weiterspinnen würde. In dieser Reihe würde man ja eine Liebesgeschichte erwarten, allerdings ist dem nicht so. Ausnahmsweise geht es einfach nur um die Königin der Schatten und die Probleme ihres Landes und ihrer Herrschaft. Das klingt eher langweilig, ist es aber ganz und gar nicht! Tearling hat viele Probleme und die sind nicht gerade einfach. Auch Kelsea verändert sich im Laufe der Bücher stark. Durch die vielen Perspektivwechsel zwischen den unterschiedlichen Protagonisten hat man wirklich die Welt um Tearling und seine umliegenden Königreiche gesehen. Aber das waren nicht nur normale Perspektivwechsel, sondern Kelsea hat noch eine Fähigkeit, durch die sie die ganze Geschichte von Tearling noch besser verstehen lernt und sie ihre eigene Macht noch weiter entwickeln kann. Das ganze spitzt sich innerhalb der Geschichte soweit zu, dass Kelsea ihren eigenen Weg gehen muss, um ihrem Volk zu helfen. Dabei führt Ihr Weg zurück zu William Tear. Eine wirklich spannende und verzwickte Geschichte. Aber darauf möchte ich hier nicht näher eingehen, sonst spoiler ich Euch da zu sehr. Kelsea hat sich unglaublich verändert im Laufe der Trilogie. Sie ist defintiv nicht mehr das unschuldige Mädchen, dass versteckt großgezogen worden ist. Sie ist defintiv eine starke Königin und tut alles, damit es ihrem Königreich besser geht. Und dabei nimmt sie so einige Opfer in Kauf. Mir hat ihre Veränderung besonders gut gefallen, weil es anders einfach nicht gepasst hätte. Sie musste einfach das Ganze durchmachen, um die Geschichte so verlaufen zu lassen, wie die Autorin es beschrieben hat. Es ist einfach wahnsinnig spannend und egal wo wir gerade sind – man möchte einfach immer mehr erfahren. Man wird Stückchenweise gelockt, mit bruchstückhaften Fetzen von Tearlings Geschichte, die mehr mit der Zukunft zu tun haben als man ahnen würde. Mein Fazit: Das Finale der Reihe hat mich überraschender Weise richtig überzeugt. Zusammenfassend hat das Buch von mir 4,5 Sterne bekommen.

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