Leserstimmen zu
Der Libellenflüsterer

Monika Feth

Die Erdbeerpflücker-Reihe (7)

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Wieder besser als der Bilderwächter :D

Von: Daniela

15.07.2016

Der siebte Band der SPIEGEL-Bestsellerserie Jettes Freundin Merle ist Tierschützerin mit Leib und Seele. Als sie für einen Artikel zum Thema Tierquälerei recherchiert, wird sie mit einem Fall aus ihrer Vergangenheit konfrontiert: Ein Hund, den sie einst vermittelt hatte, starb wenige Wochen später auf grausame Weise. Der neue Besitzer wurde angeklagt und aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Nun kreuzen sich ihre Wege erneut und Merle kommt einem weit gefährlicheren Geheimnis auf die Spur? In diesem Buch erkenne ich Monika Feth wieder. Ein megaspannender Jugendthriller. Dieses Mal sind natürlich Merle und Jette wieder voll dabei nur das Merle eher die Hauptperson ist. Es wird wieder von mehreren Personen erzählt. Die Sichtweise der 5-jährigen Lo fand ich besonders entzückend. Die Autorin hat die kindliche Sicht verständlich den Leser nähergebracht. Vor Lo's Vater hätte ich auch Angst so wie er mit seiner Familie umgeht. Ein sehr trauriges Thema das Monika Feth uns hier erzählt. Missbrauch in der Familie. Leider kommt dies heutzutage schon relativ oft vor. Aber für ein 5-jähriges Mädchen muss das doch sehr schlimm sein, wenn sie mit der täglichen Gewalt aufwächst. Mir taten Lo und Dinah immer total leid und ich wäre gerne in das Buch gesprungen und hätte Abel eine drübergezogen. Auch das sie Mutismus (psychogenes Schweigen) in diesem Buch behandelt finde ich echt toll und bewundernswert. Sie schafft es immer uns so etwas verständlich zu erzählen. Was mich jedoch am meisten gestört hat waren die Fragen die am Ende offen geblieben sind. Finden die Kommissare Helges Leiche? Was ist mit Dinah passiert? Wird Lo wieder sprechen? Trägt Merle einen bleibenden Schaden zurück? Ich hoffe es gibt noch einen weiteren Teil und dort werden meine Fragen beantwortet. Fazit: Wieder ein megaspanndender Thriller von Monika Feth, der jedoch einige unbeantwortete Fragen zurücklässt. Würde mich über weitere Teile freuen. : D Serie: 1. Der Erdbeerpflücker 2. Der Mädchenmaler 3. Der Scherbensammler 4. Der Schattengänger 5. Der Sommerfänger 6. Der Bilderwächter 7. Der Libellenflüsterer

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Spannendes Buch

Von: Leseratte96

17.05.2016

Mir hat der siebte Band der Erdbeerpflücker-Reihe unglaublich gut gefallen. Meiner Meinung nach war "Libellenflüsterer" eins der besten Bücher der Serie. Es wurden viele interessante Themen wie zum Beispiel häusliche Gewalt beschrieben. Auch fand ich es sehr interessant, das Geschehen aus der Perspektive der 5-jährigen Lo zu beobachten. "Libellenflüsterer" war meiner Meinung nach auch eins der spannendsten Bücher der Buchreihe. Auch der Tatort, an dem sich ein großer Teil des Geschehens abspielte, hat mir unglaublich gut gefallen. Insgesamt war es ein super Buch, was ich jedem Jette-Fan empfehlen kann.

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Obwohl "Der Libellenflüsterer" schon der 7. Band der Jette Thriller ist werden die Bücher einfach nie langweilig. In Gegensatz zu den anderen Büchern fand ich diesen Band wirklich sehr spannend. Der Aufbau der Thriller ist immer ähnlich, es gibt meistens einen Mord, der am Ende natürlich aufgedackt wird. Die Autorin schafft es gekonnt durch eine gewisse Tiefe spannung aufzubauen, sodass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte. Besonders in diesem Band fand ich auch den Einblick in die Polizeiarbeit sehr interessant. Auf der anderen Seite fand ich es erschreckend, dass man eine gewisse Bindung zu dem Täter aufbaut. Die Thriller von Monika Feth thematisieren immer verschiedene Aspekte, in diesem Band ist es die Natur und Tierschutzvereine, aber auch das schlimme Thema häusliche Gewalt wurde gekonnt eingebunden Die Charaktere Jette und Merle kennt man schon aus den vorherigen Teilen der Reihe und die beiden sind mir schon sehr ans Herz gewachsen. Neben den anderen üblichen Charakteren wie Imke Thalheim oder auch dem Kommissar Bert Merlzig lernt man die fünfjährige Lo kennen, die aufgrund einer thraumatischen Erfahrung nicht mehr spricht. Das Ende fand ich etwas komisch, weil es offen gehalten wurde, aber dadurch freue ich mich umso mehr auf den nächsten Band. Fzait: "Der Libellenflüsterer" ist ein sehr spannender Band der Jette-Thriller Reihe. Ich habe sehr mitgefiebert und wollte unbedingt wissen wie es ausgeht. Ich habe mich auch gefreut den alten Charakteren wieder begegnen.

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Liebe Lesefreunde, Merle, Jettes beste Freundin und WG-Mitbewohnerin, zur falschen Zeit am falschen Ort. Sie arbeitet im Tierheim und hatte vor einigen Jahren zwei Hunde an eine Familie vermittelt. Einer dieser Hunde war vor zwei Jahren an seinen Misshandlungen verendet. Der Besitzer wurde freigesprochen – ein Urteil, an dem Merle noch immer zweifelte.... Als sie den Auftrag bekam, einen umfangreichen Artikel für eine Tierschutzorganisation zu schreiben, beschloss sie, das alte Thema des ihrer Vermutung nach ungerechtfertigten Freispruchs genauer unter die Lupe zu nehmen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sorgte ich mich um Merle, denn in einigen vorherigen Kapiteln des Thrillers hatte ich bereits die Familie der vermittelten Hunde kennengelernt und es fröstelte mich immer mehr. Diese Familie war äußerst mysteriös und mir sehr suspekt. Noch schien mir alles nebelverhangen, aber dennoch waren meine Bedenken mehr als nur ein Gefühl. Ich zog nicht nur in Betracht, dass bei diesen Menschen etwas gar nicht so lief wie es sollte, ich wusste es einfach. Wusste nicht, warum, wusste nur, dass es so war – und war äußerst begierig, mehr zu erfahren. Über diese drei Menschen, die durch sehr merkwürdige Beziehungen miteinander verstrickt zu sein schienen, aber auch über Merles Pläne. Würde sie wirklich zu diesen Menschen gehen, sie unter die Lupe nehmen? Wegen eines läppischen Artikels? Und sich dabei möglicherweise in Gefahr bringen? Monika Feth gelingt es ganz fantastisch, den Leser von der ersten Seite an in ihren Bann zu ziehen. Sie beschreibt die beteiligten Menschen so intensiv ohne sich in langen Ausschweifungen zu verlieren, erzeugt eine starke unterschwellige Spannung, auch schon zu Beginn des Buches, ohne dass etwas Konkretes passiert war. Und schafft es, die Spannung aufrechtzuerhalten. Sei es durch Merles Plan, der sich wie ein roter Faden durch die Geschichte führt und zielsicher in ein Wespennest sticht, sei es durch einen ergänzenden Handlungsstrang, der in direkter Beziehung zu der Familie führt, die bei diesem Fall offenbar der Dreh-und Angelpunkt ist. Durch Einschübe in das Privatleben von Jette – dem Verhältnis zu ihrer Mutter, den anderen WGlern, ihren beruflichen Plänen – erhält der Leser kleine Verschnaufpausen, in denen er die Spannung etwas sacken lassen und das Gelesene verarbeiten kann. Zudem hat es mir Spaß gemacht, durch diese Abschweifungen vom eigentlichen Fall weiterhin am Leben der mir inzwischen lieb gewonnenen Charaktere teilnehmen zu können. Jette und ihre Freunde werden älter, entwickeln sich weiter und das Private bleibt in vielerlei Hinsicht offen – wie das Leben nunmal ist – was mich auf eine Fortsetzung dieser Reihe hoffen lässt. Aufbau und Umsetzung des Libellenflüsterers sind sehr überzeugend und spannend, und bleiben jederzeit abgestimmt auf die Zielgruppe. Der Jugendthriller zeigt nie zu viel Grusel und Grauen und obwohl er in jedem Punkt für das Jugendalter angemessen ist, hat er das Zeug, auch Erwachsene zu fesseln und zu begeistern! Inhalt Jettes Freundin Merle ist Tierschützerin mit Leib und Seele. Als sie für einen Artikel zum Thema Tierquälerei recherchiert, wird sie mit einem Fall aus ihrer Vergangenheit konfrontiert: Ein Hund, den sie einst vermittelt hatte, starb wenige Wochen später auf grausame Weise. Der neue Besitzer wurde angeklagt und aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Nun kreuzen sich ihre Wege erneut und Merle kommt einem weit gefährlicheren Geheimnis auf die Spur… Buch „Der Libellenflüsterer“ von Monika Feth ist im August 2015 unter der ISBN-Nr. 978-3-570-30957-5 im cbt Verlag (Randomhouse) erschienen. Der Jugendthriller umfasst 528 Seiten und ist auch als eBook erhältlich. Dieser siebte Teild er Jette-Reihe wird vom Verlag für Leser ab 14 Jahren empfohlen. Autorin Monika Feth wurde 1951 in Hagen geboren, arbeitete nach ihrem literaturwissenschaftlichen Studium zunächst als Journalistin und begann dann, Bücher zu verfassen. Heute lebt sie in der Nähe von Köln, wo sie vielfach ausgezeichnete Bücher für Leser aller Altersgruppen schreibt. Der sensationelle Erfolg der "Erdbeerpflücker"-Thriller machte sie weit über die Grenzen des Jugendbuchs hinaus bekannt. Ihre Bücher wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Quelle: Randomhouse

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Jette möchte ein Praktikum bei der Polizeipsychologin Isa machen. Ihrer Mutter macht das große Sorgen, sie hat Angst, dass Jette wieder in einen Kriminalfall verwickelt wird. Als ihre Freundin, die Tierschützerin Merle, nach einem Streit nicht mehr übers Handy zu erreichen ist, denkt Jette zuerst, dass Merle nur sauer ist. Aber schnell glaubt sie, dass Merle etwas passiert ist. Wollte sie nicht für einen Artikel den Fall eines Mannes recherchieren, der vor Jahren vermutlich seinen Hund getötet hat, doch mangels Beweisen freigesprochen wurde? Doch die Polizei kann sie davon nicht überzeugen. Gleichzeitig wird ein junger Sozialarbeiter vermisst. Bert, der Kommissar, möchte in einem Kloster in der Eifel eigentlich endlich wieder zu sich finden. Aber alle rufen bei ihm an: Jette, ihre Mutter und sein Kollege Rick. Da eine Spur in seine Nähe führt, beschließt er, sich einmal umzusehen … Ich habe die bisherigen Bände der Krimis um Jette nicht gelesen, weshalb ich ein wenig brauchte, um mit den vielen WG-Bewohnern und den anderen Protagonisten klarzukommen. Doch sobald ich alles und alle sortiert hatte, hatte ich keine Probleme mehr, der Handlung zu folgen – es ist definitiv nicht nötig, alle Bücher der Reihe gelesen zu haben. Jette ist eine überzeugend dargestellte junge Frau, die ihren eigenen Kopf hat und sich nicht in ihre Entscheidungen reinreden lässt, was ihr ihre Mutter allerdings recht schwer macht. Ihre beste Freundin Merle ist ihr viel wichtiger. Obwohl die beiden Frauen so verschieden sind, kennt sie Merle so gut, dass sie ihre Handlungen nachvollziehen kann. Und weil sie nicht abwarten kann und will, bis die Polizei ihre Ermittlungen aufnimmt, macht sie sich selber auf die Suche. Das wird mehr als gefährlich, aber dennoch bleiben ihre Handlungen halbwegs glaubhaft, obwohl ich beide ein wenig naiv finde – Warnsignale werden einfach ignoriert. Ich finde die Charaktere gut gezeichnet und recht glaubwürdig, zumindest solange es nicht hart auf hart kommt: die Studentin, ihre nervige Mutter, die militante Tierschützerin, der Förster und seine Familie und auch die Mitarbeiter der Polizei. Die beiden jungen Frauen sind mir dann aber doch im entscheidenden Moment etwas zu draufgängerisch, um realistisch zu sein. Wenn man bedenkt, dass sie schon schlechte Erfahrungen gemacht haben, ist es nicht nachzuvollziehen, warum sie sich alleine auf den Weg machen, besonders im Fall von Jette. Andererseits werden Merles Gedanken und ihre aufrechte Haltung sehr gut dargestellt, sodass ich sie mir hervorragend vorstellen konnte. Der Erzählstil gefällt mir gut: Jette Kapitel werden aus ihrer Perspektive geschildert, alle anderen werden von einem Erzähler erzählt. Das macht den Stil sehr abwechslungsreich. Trotz der Länge des Buches kommt keine Langeweile auf. Man erfährt viel über den Täter und seine Familie, was meiner Meinung nach die Spannung steigert. Ich habe jedenfalls sehr um die Frau, vor allem aber das Mädchen Lo gebangt. Zahlreiche Themen werden hier zu einer spannenden Handlung verwoben: Tierschutz und die Misshandlung von Tieren, häusliche Gewalt, Mutismus und ein psychisch gestörter Täter in einem interessanten Milieu. Auch wenn der Leser von Anfang an weiß, wer der Täter ist, bleibt es dennoch spannend – vor allem, weil die jungen Frauen so naiv in die Falle hineintappen. Am Ende kommt es zu einem großen Showdown, bei dem aber einige Fragen offenbleiben. Eins ist mir nicht klar: Warum ist das eigentlich ein Jugendroman? Da das der siebte Band der Reihe ist, vermute ich, dass die Protagonisten im Laufe der Zeit einfach zu alt geworden sind. Wenn ich es nicht gewusst hätte, wäre ich jedenfalls nicht darauf gekommen. Egal, ich fühlte mich gut unterhalten und ich denke, Krimifans ab 14 wird es ebenso gehen.

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Leseerlebnis: Der Libellenflüsterer ist der siebte Band der Jette Weingärtner Serie, welche ich schon seit meiner frühesten Serie lese und liebe. Wie immer geht es um Jette, die gemeinsam mit ihren Freunden auf einem alten Bauernhof in einer WG lebt. Die Tochter der bekannten Kriminalroman Autorin Imke Thalheim gerät selbst dauernd in neue Kriminalfälle. Deswegen ist es auch kein Wunder, dass sie auch in diesem Band wieder mitten im Geschehen ist. Jettes beste Freundin Merle arbeitet in einem Tierheim und setzt sich generell sehr viel für den Tierschutz ein. Ihren Ehrgeiz und ihr großes Herz kennt man schon aus den vorherigen Bänden. In diesem Band hilft sie Jette allerdings nicht bei der Aufdeckung, sondern schwebt selbst in großer Gefahr. Und die große Frage ist ob Jette sie retten kann, oder ob dieses Mal vielleicht alles anders kommt. Statt den altbekannten Charakteren ( Der Kommissar, Imke Thalheim und ihr Freund, Jettes Freunde) stehen dieses mal wieder besonders der Täter im Mittelpunkt, der Förster, welchem Merle vor Jahren einen Hund vermittelt hatte und der von den Behörden in Augen behalten wird. Außerdem lernen wir schnell dessen Tochter Lo kennen. Die fünfjährige hat eine ganz eigene Sicht von der Welt, eine Puppe welche ihre beste Freundin ist und mit ihr stimmt etwas nicht, denn sie redet nicht. Ich habe Lo sehr schnell in mein Herz geschlossen, da sie so süß ist und obwohl sie Angst hat dennoch sehr stark wirkt und viel mehr kann und weiß, als andere von ihr erwarten. Das Thema dieses Bandes ist wieder mal ein ziemlich ernstes. Es geht nämlich um Häusliche Gewalt. Monika Feth schafft es wieder einmal durch ihren detaillierten Schreibstil das Thema einfühlsam zu vermitteln und die gesamten Geschehnisse spannend zu gestalten. Denn obwohl wie immer seit Anfang klar ist, wer der Täter ist und was passiert, möchte man trotzdem weiter lesen und zwar bis zum Ende, da es dennoch extrem spannend ist. Der Siebte Band hat auch wieder den gleichen sommerlichen Flair, welchen auch schon der erste Band der Erdbeerpflücker verströmt hat, so dass man gleich wieder voll in Jettes Welt drin ist. Trotz der vielen verschiedenen Sichten verliert man bei den Romanen von Monika Feth nie die Übersicht. Jettes Perspektive ist stets aus der 1 Person geschrieben. Die Restlichen aus der dritten, aber durch die Unterschiedliche Art zu denken und auch leichten Variationen des Schreibstils weiß man schnell um welchen Protagonist es sich handelt. Fazit: Alles in allem handelt es sich um eine würdige Fortsetzung welche schöne und aufregende Lese-Stunden verspricht. Für alle die nicht genug von Jette bekommen können, ist dieses Buch ein Muss, aber meiner Meinung nach kann man diesen Band auch gut lesen, wenn man nicht alle Bände davor gelesen hat, da die anderen Fälle nicht wirklich Bestandteil der Geschichte sind.

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Gelungen!

Von: Marie Menke

28.08.2015

Wie gewohnt geht es um Jette und ihre Freunde und im Mittelpunkt stehen ebenso ein Thema, das wir bereits kennen: der Tierschutz. Merle ist nämlich einem Hundemörder auf der Spur - und begibt sich wie so oft selbst in Gefahr. WIE HAT'S DIR GEFALLEN? Viele Aspekte, die in diesem Roman auftauchen, kennen wir schon aus den Vorgängern: Die Gastarbeiter, wie sie auch schon im "Erdbeerpflücker" auftauchten, werden wieder beschrieben und auch das Kloster-Motiv taucht wieder auf. Erst war ich überrascht, dass die Autorin diese Motive wiederholt, schnell war ich damit aber zurückversetzt in diese Welt, in der auch die anderen Jette-Thriller spielen. Auch einige Nebenhandlungen, darunter Isa und Bert, natürlich auch Mike und Luke, hin und wieder auch noch Caro und Mina, tauchen wieder auf oder werden wieder genannt. Ebenso die Handlung, dieses Angezogen werden von der Gefahr, kennen wir bereits - und doch tut das dem Buch nur gut, denn niemand kann es so gut herüberbringen wie Monika Feth. Auch hat das Buch diese besondere Erzähltechnik, diesen einen Stil, den ich wirklich nur aus Monika Feths Romanen kenne: kurze, abgehackte Sätze, unheimlich genaue und sehr bildliche Beschreibungen, die es wagen, detailgetreu und echt zu sein. Sie schaut in die Köpfe von so vielen Menschen und gibt jedem von ihnen eine Stimme, weiß, wie sich ihre Charaktere ausdrücken würden. Der Roman ist spannend und das, obwohl wir von den ersten Seiten an den Mörder kennen. Es ist kein Roman, der zu 90% aus Ermittlungen und zu 10% aus einem einzigen Showdown besteht. Es gibt immer wieder Jagden, neue Morde, Rückblicke in die Vergangenheit, neue Spuren, aufgedeckte Geheimnisse. Über mehr als 500 Seiten schafft Monika Feth es damit, die Spannung zu halten. In diesem Roman der Jette-Reihe hat mir außerdem Jettes Eigenleben besonders gut gefallen: Diese junge Frau, die versucht, sich endlich von ihrer Mutter loszulösen, die nur hoffen kann, dass das Experiment "Erste große Liebe" gutgehen wird, die so sehr an ihrer besten Freundin hängt - nie zuvor war Jette für mich ein so klarer Charakter und gerade weil sie hier so lebendig und bodenständig dargestellt wird, habe ich sie erst hier richtig lieb gewonnen. WARUM VERLIERE ICH NICHT DEN ÜBERBLICK? Monika Feth benutzt nur für Jette als Perspektivträgerin die 1. Person, hat jedoch unzählige weitere Perspektivträger, für die sie jedoch die 3. Person nutzt - nur eine der vielen Besonderheiten ihres Erzählstils. Auch die Polizeimitarbeiter Bert und Isa, Jettes Mutter Imke, der Mörder, seine Frau, dessen Tochter, Jettes Freundin Merle - all das sind Charaktere, aus deren Sicht wir die Handlung ebenso erfahren. Und doch hatte ich an keinem Punkt das Gefühl, den Überblick zu verlieren. Stattdessen ist jeder Charakter - und sei er für die eigene Handlung noch so unwichtig - seine ganz eigene Erzählstimme und seine ganz eigene Sicht auf die Dinge. Jeder von ihnen ist so besonders, dass ich nie vergessen habe, um welchen Charakter es gerade geht. Viel mehr heizt dies die Spannung noch an: Handlungen können parallel zueinander an verschiedenen Orten geschehen und der Leser weiß mitunter mehr als Jette. ZURÜCK ZUM ROMAN... Eine starke Fortsetzung! Der Roman knüpft nahtlos an alles an, das wir aus Monika Feths Jette-Krimis bereits lieben: einen ganz besonderen Erzählstil, tolle Charaktere und viel Spannung. Anfangs war ich überrascht, dass ich nicht das Gefühl hatte, etwas "Neues" in der Hand zu halten, aber dennoch ist Jettes Welt eben ein Ort, an den man immer wieder gerne zurückkehrt. Gelungen!

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Action: ●● Spannung: ●● Humor: ● Charaktere: ●●● Anspruch: ●● Erotik: Inhalt: Merle hat endlich die Chance bekommen, einen Artikel für ein überregionales Tierschutzmagazin zu schreiben. Bei den Recherchen stößt sie erneut auf einen Fall, für den sie sich bis heute Vorwürfe macht. Ein Hund, den sie selbst vermittelte, wurde vor einigen Jahren totgeschlagen aufgefunden. Der Besitzer wurde freigesprochen und auch Merle war sich damals nicht sicher, ob er schuldig oder unschuldig war. Sie beschließt, den Förster aufzusuchen und erneut mit den Vorfällen zu konfrontieren. Meinung: "Der Libellenflüsterer" reiht sich in Art der Erzählung und Schreibstil in die Vorgängerbände ein. Diesmal geht es um Merle, die ja seit dem ersten Band "Der Erdbeerpflücker" ein fester Bestandteil der Gruppe ist. Das hat mir sehr gefallen, nachdem die Clique um Jette und Merle ja von Buch zu Buch immer größer geworden war und nun mehr oder weniger "voll" ist (würde ich sagen). Die alten Thematiken, die in jedem Buch auftauchen, werden auch hier wieder aufgegriffen (beispielsweise die Konflikte zwischen Jette und ihrer Mutter oder die Gefühle des Kommissars). Das eigentliche Thema ist jedoch nicht, wie sich zunächst vermuten lässt, Tierschutz und Tierquälerei. Das spielt natürlich auch eine Reihe, steht jedoch nicht sosehr im Mittelpunkt. Eigentlich geht es um häusliche Gewalt. Und natürlich wird auch dieser Teil der Reihe aus den altbekannten Perspektiven erzählt: Jette, Merle, Imke Thalheim, das Opfer, der Täter, der Kommissar, etc. Ich weiß nicht, ob es mir nur so vorkam, aber ich hatte das Gefühl, dass die Täter- und Opferperspektive in diesem Band deutlich zugenommen hat und nun Großteile der Handlung eingenommen hat - was ich aber ganz und gar nicht negativ fand. Natürlich, dadurch erfährt man weniger von Jette und der WG, allerdings fand ich das WG-Leben in diesem Teil auch nicht besonders spannend. Jette hatte die alten Probleme mit ihrer Mutter und die anderen WG-Mitglieder (außer natürlich Merle) waren schlicht und einfach nicht da. Deshalb gab es auch in der Freundesgruppe wenig innovatives und das ist auch mein Hauptkritikpunkt. Für den nächsten Teil wünsche ich mir definitiv, dass das soziale Leben innerhalb des Freundeskreises, die Interaktion und das Zusammenwohnen mehr in den Mittelpunkt rücken. Nicht unbedingt indem noch ein weiteres Mitglied hinzukommt (wie bereits gesagt, ich halte die Gruppe für ausreichend groß). Die Freunde, die mittlerweile vorhanden sind, sollten erst einmal genug Aufmerksamkeit erhalten, bevor eine neue Figur eingeführt werden kann (auch wenn ich mich gefreut hatte, dass sich Jette und Romy aus der Romy-Reihe wiederbegegnen könnten). Was allerdings (wie immer) ein absolut positiver Punkt war, waren zum einen die bereits Erwähnten Täter- und Opferperspektiven, die einen großen Teil des Buches einnehmen und der unglaublich malerisch-bildhafte Schreibstil, der für ich das tragende Element der Reihe schlechthin ist. Ich finde es großartig, wenn die kleine Lo beschreibt, dass sie Regen mag, wenn "es aussieht, als würden lauter Glitzerschnüre in der Luft hängen" (Seite 400). Oder wenn jemand Wein beschreibt, "der im Glas funkelt, wie geschliffener Granat. Karfunkelstein hatte man früher zu Granat gesagt. Ein wunderschönes Wort. Karfinkelstein, dachte er. Karfunkelwein" (Seite 69). Besonders diese bildhafte Sprache macht die Bücher für mich so besonders und zu absoluten Sommerbüchern, auch wenn dieser Band im April spielt und es alles andere als sommerlich ist. Und ein letztes Wort noch zur Spannung, die ja immer von vielen Lesern der Reihe, die nicht so begeistert sind wie ich, bemängelt wird: Ich fand, dass dieser Band doch etwas mehr Action enthielt als die Vorgänger. Ein tolles Buch!

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