Leserstimmen zu
Schwert und Rose

Sara B. Larson

Die Schwertkämpfer-Reihe (1)

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Seitdem ich dieses Buch das erste Mal gesehen habe, wusste ich, dass ich es lesen muss – aufgrund des Covers. Oh mein Gott, ich liebe dieses Cover! Die Person auf dem Cover sieht so perfekt aus und der Hintergrund ist so schön! Außerdem hat mich ein Aspekt dieses Buches neugierig gemacht: Es geht um ein Mädchen von 17 Jahren, das als Junge getarnt in der Leibwache des Prinzens dient. Nachdem Alexas Eltern durch Zauberei ermordet wurden, ist der Eintritt in die Prinzengarde ihre Chance, nicht in eines der sogenannten „Bruthäuser“ gesteckt zu werden, in denen wehrlose Mädchen als Brutmaschinen für zukünftige Soldaten missbraucht werden. Also schließt sie sich zusammen mit ihrem Zwillingsbruder Marcel der Wache an und verschafft sich schon bald durch ihr außerordentliches Geschick im Umgang mit dem Schwert eine geachtete Position unter den Wächtern des Prinzen. Auch beim Prinzen selber scheint Alexa, die im Dienst aber stets Alex genannt wird, in hoher Achtung zu stehen. Denn als sie zu seiner persönlichen Leibwache aufsteigt, lässt dieser nach und nach die Maske des eingebildeten Widerlings fallen. Doch bevor Alexa hinter die wahren Machenschaften des Prinzen Damian kommt, werden die beiden zusammen mit einem anderen Mitglied der Wache, Rylan, von Kriegern des verfeindeten Nachbarlandes entführt… Ich muss sagen, dass ich aufgrund des Covers und der Thematik hohe Erwartungen an das Buch hatte, obwohl ich von einigen schon gehört habe, dass ihnen das Buch nicht besonders gut gefallen hat. Trotzdem war ich etwas enttäuscht, denn das Buch konnte meine Erwartungen nicht wirklich erfüllen. Das liegt zu einem großen Teil am Genre. Ich habe aufgrund von Cover und Beschreibung nicht mit so einem hohen Maß an Liebesgeschichte gerechnet, die sich dann auch noch zu einer Dreiecksgeschichte entwickelt. Diese war leider so typisch und schon in so vielen Romanen zuvor gesehen, dass ich über sie nur stöhnen konnte. Vor allem am Ende hat diese Liebesgeschichte meiner Meinung nach eine klischeehafte und dazu noch unglaubwürdige Wende hingelegt. Auch das Tempo der Entwicklung Alexas Liebe ging mir etwas zu schnell. Apropos Tempo. Das war auch so eine Sache, die mich an dem Buch gestört hat. Ca. das erste Drittel war ich sehr glücklich mit der Geschichte, doch spätestens nach der Entführung ist das Buch sehr lange sehr langatmig. Und am Ende passieren plötzlich so viele Dinge auf einmal. Generell habe ich nicht damit gerechnet, dass alles am Ende aufgeklärt ist, zumal es sich hier um den ersten Teil einer Reihe handelt. Für mich ist das Buch mit dem ersten Band ziemlich abgeschlossen, was meiner Meinung nach nicht hätte sein müssen. Man hätte die Geschichte ausschmücken und gut auf drei Teile ausweiten können. Zu den Charakteren. Alexa als Protagonistin hat mir am Anfang sehr gut gefallen. Als talentiertester Kämpfer in der Prinzengarde kann sie sich gut behaupten und ist ein sehr starker Charakter, das habe ich sehr an ihr bewundert. Leider weicht sie im Laufe der Story total auf und wird schwächer und schwächer. Besiegt sie anfangs noch jeden ihrer Gegner, muss sie später immer und immer wieder von Männern gerettet werden. Vor allem durch ihre spätere Liebe zu zwei Charakteren und ihr zunehmend wechselhaftes Gemüt hat sie sich dann leider viel bei mir verspielt. Den männlichen Protagonisten Damian empfand ich da als angenehmer, wenn er auch recht blass und austauschbar war. Dennoch hatte ich einige Sympathien für ihn und konnte seine Handlungen verstehen, was bei Alexa oft nicht der Fall war. Rylan, der typische beste Freund, hatte mal wieder den Mitleidsbonus, weil Alexa ihn kaum beachtet hat. Zu übrigen Charakteren konnte ich keine große Verbindung herstellen. Nach so viel Kritik doch etwas Gutes: Ich mochte den Prolog und auch den gesamten Anfang sehr gerne. Marcel, Alexas Zwillingsbruder, habe ich als einzigen Charakter sehr gemocht und die Geschichte hat einfach Lust auf mehr gemacht. Alexas Kampfszenen habe ich wirklich gerne gelesen. Sie waren gut beschrieben und wirklich spannend. Am Ende gibt es auch noch einen großen Kampf, den ich auch wirklich spannend fand und das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Das Ende hatte wirklich etwas Episches, was mich sehr, sehr gefreut hat. Davon hätte ich gerne mehr gehabt. Überhaupt war der Schreibstil sehr flüssig. Zwar nicht herausragend, aber sehr lesbar. Obwohl ich mir mehr von dem Buch erwartet habe, ist es kein schlechtes Buch. Gerade wer auf eine 50:50 Mischung aus Action und Romantik steht, wird hier auf seine Kosten kommen. Gerade für den Endkampf lohnt es sich, das Buch durchzulesen. Und obwohl die Geschichte recht abgeschlossen wirkt und mich nicht vollkommen begeistern konnte, kann ich mir vorstellen, dass ich die Reihe weiterverfolgen werde. Mich interessiert wirklich, was da noch kommen wird, wo doch am Ende eigentlich alles geklärt wurde. Eine Bemerkung noch zum Titel: In dem Buch kam nicht ein Mal das Wort „Rose“ vor… Ich ziehe den originalen Titel „Defy“ da wirklich vor.

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Meine Meinung: "Schwert und Rose" von Sara B. Larson ist ein toller Reihenauftakt, der definitiv Lust auf mehr macht! Bei Fantasy Romanen gibt es oft das Problem, dass der Klappentext verrät, ab wann genau es losgeht, die Ausgangslage dann in der Geschichte aber doch mehr Platz einnimmt als erwartet. Das war bei Schwert und Rose allerdings gar nicht der Fall, sodass man auch nicht lange braucht, um in die Geschichte hineinzufinden. Eine weitere positive Überraschung sind die kurzen Kapitel, von denen ich generell ein Fan bin. Diese suggerieren stets ein sehr hohes Lesetempo, was bei Larsons Schreibstil auch so nicht schwerfällt. Das liegt vor allem daran, dass ihr Stil mehr an ein Jugendbuch als an einen klassischen High Fantasy Roman erinnert. Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive. Die Charaktere haben mir gut gefallen, obwohl sie kritisch betrachtet doch sehr eindimensional sind. Alexa bildet da wohl noch die Ausnahme, obwohl es definitiv besser ausgearbeitete Protagonistinnen gibt. Ein großes Thema war natürlich der Konflikt zwischen ihrer Weiblichkeit und der Notwendigkeit, sich als Mann auszugeben. Es ist nicht zu übersehen, dass die Autorin versucht, das Richtige auszudrücken, aber in vielen Szenen geht das leider nach hinten los. Dass die Autorin den Schwerpunkt auf die romantische Ebene gesetzt hat, schimmert leider immer durch. So wurde nicht einmal thematisiert, was die Heldin macht, wenn sie ihre Periode kriegt, sondern immer wieder, dass sie die Männer anders ansieht als ein Mann das tun würde. Im schlimmsten Fall hätten ihre Kollegen gedacht, sie wäre homosexuell (wobei ich keine Ahnung habe, wie das in ihrem Weltentwurf aufgenommen werden würde), aber was passiert, wenn sie plötzlich blutet? Das wäre doch wohl eindeutig das bessere Thema gewesen! Wie bereits erwähnt, steht die Romantik im Vordergrund und von vornherein ist klar, dass das Mädchen, das sich als Junge ausgibt, nicht nur einen sondern gleich zwei Verehrer hat! Mal abgesehen davon, dass ich generell kein Fan von Dreiecksgeschichten bin, schreit diese Konstellation geradezu nach Kritik. Beide Herren wissen natürlich, dass Alexa ein Mädchen ist, aber wie es dazu kommt, verrate ich selbstverständlich nicht. Traurigerweise ist diese ganze verzwickte Konstellation nicht mal ganz so abwegig wie ich sie gerne darstellen möchte und trotzdem wirkt diese Dreiecksbeziehung absolut konstruiert. Das Schlimmste dabei ist, dass ein Love-Interest quasi von vornherein aus der Gleichung rausgenommen wird, weswegen man sich kontinuierlich fragen muss, warum er überhaupt da ist. Wenn ich also ein Liebesdreieck konstruiere, sorge ich doch auch dafür, dass alle Seiten eine Existenzberechtigung besitzen, oder? Lässt man die eben genannten Kritikpunkte außer Acht, ist die Liebesgeschichte immerhin eines: unterhaltsam. Außerdem hat auch diese ihre guten Seiten. Man mag emotional nicht ganz so involviert sein, wie bei manch anderen großen Lovestorys, aber ein gewisses Kribbeln kam bei einigen Szenen schon an. Zusätzlich trieb mich die Frage an, ob der Prinz es tatsächlich ernst mit ihr meinen könnte und ob die beiden überhaupt eine Zukunft hätten. Außerdem gibt es natürlich auch eine interessante Handlung, die zugegebenermaßen etwas hinter der Liebesgeschichte zurückstecken muss. Auch hier gibt es viel verschenktes Potenzial, aber da dieser Roman ein Reihenauftakt ist, kann sich das ja noch bessern. Gerade zu Anfang und auch wieder am Ende kriegen wir einige spannende Szenen geboten, die auf eine starke Fortsetzung hoffen lassen. Wobei es noch erwähnenswert ist, dass die Geschichte ein zufriedenstellendes Ende findet. Auch wenn es noch einige wenige offene Fragen gibt, könnte man diesen Roman auch als Standalone lesen. Trotz all meiner Kritikpunkte beendete ich Schwert und Rose mit einem guten Gefühl. Ich hatte stets Lust, weiterzulesen, und fühlte mich durchweg gut unterhalten. Manche Dinge haben mich sehr mitgenommen, während andere Szenen schon fast zum Lachen waren. Alles in allem ist es bestimmt kein perfektes Buch, aber trotzdem ein gutes Debüt. Wir fangen doch alle mal klein an, oder? Das Cover gefällt mir in seiner Schlichtheit sehr gut und auch der Titel hat einen schönen Klang. Dennoch habe ich lange gegrübelt, inwieweit "Schwert und Rose" oder "Defy" zur Geschichte passen. Ist die Rose ein Symbol für ihre Weiblichkeit oder die Romantik, die im Kontrast zur Kampfkunst steht? Oder bezieht sich das auf ein konkretes Detail im Buch, das ich vielleicht überlesen habe? Als Symbol gefällt es mir jedenfalls ganz gut und im Nachhinein bin ich mit dem deutschen Titel sehr zufrieden. "Defy" passt zwar zu ihrer Rolle als Leibwächterin, aber ist die Heldin nicht so viel mehr? Fazit: Sara B. Larsons "Schwert und Rose" ist ein unterhaltsamer Reihenauftakt mit einigen Schwächen. Auch wenn ich durchweg Lust hatte, weiterzulesen, ist das viele verschenkte Potenzial natürlich nicht unbemerkt an mir vorbeigezogen. Die Charaktere und der Weltentwurf sind ausbaufähig, die Dreiecksbeziehung wirkt arg konstruiert und manch wichtiges Thema geht in der Dominanz der Romanze unter. Trotzdem fühlte ich mich gut unterhalten und freue mich schon auf die Fortsetzung, die im Grunde ja nur besser werden kann - 3,5/5 Bücher!

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Alexa ist eine exzellente Schwertkämpferin. Als sie mit vierzehn ihre Eltern verliert, tritt sie der königlichen Leibgarde bei – und aus Alexa wird Alex. Drei Jahre später hat sich Alexa an die Spitze von Prinz Damians Elitegarde gekämpft. Als sie zum Leibwächter des Prinzen avanciert, stellt sie fest, dass der hochmütige Prinz dunkle Geheimnisse verbirgt. Ihr eigenes Geheimnis droht ans Licht zu kommen, als Damian, Alexa und Rylan, ein weiterer Gardist, entführt werden. Plötzlich steht Alex am Abgrund einer tödlichen Intrige – und zwischen zwei Männern, die um ihr Herz kämpfen … "Schwert & Rose" ist der erste Band der "Defy"-Trilogie von Sara B. Larson. Mit einem gelungenen Einstieg in die Geschichte, welcher schon einmal ein paar der wichtigsten Fakten offenbart, startet man in den als "romantisches Fantasyabenteuer" untertitelten Roman. Dabei nimmt der phantastische Aspekt eine eher untergeordnete Rolle ein, da der Fokus auf den Liebeswirrungen der Hauptprotagonistin liegt. Zwar spielen Magie und die dazugehörige Welt einen wichtigen Part in der Umsetzung der Geschichte, doch hätte dieser für ein "Fantasyabenteuer" noch etwas stärker betont werden können. Dennoch weiß "Schwert & Rose" zu fesseln, da das drumherum gewobene Setting und die Ereignisse immer wieder spannende Sequenzen schaffen, die eine tolle Unterhaltung kreieren. Es macht viel Spaß der Geschichte zu folgen und ihren Geheimnissen auf den Grund zu gehen. Besonders die Kampfszenen lesen sich äußerst packend und auch die Offenbarungen, die im Laufe des Romanes erfolgen, wissen den Leser bei Laune zu halten und ihm einen soliden Auftakt zu bieten. Auch wenn der phantastische Aspekt noch ein wenig stärker hätte betont werden können, so zeigen sich doch starke und sehr kreative Ansätze, die darauf warten, ihr Potential in Band zwei und drei noch vollends zu entfalten und auszubauen. Der Grundstein ist definitiv gelegt. Für die beiden weiteren Romane würde ich mir ein wenig mehr Tiefe wünschen, damit das Potential dieser Geschichte besser genutzt wird und sich das herauskristallisiert, was in diesem Roman eigentlich steckt; ein romantisches Fantasyabenteuer, dessen Elemente ein ausgeglichenes Maß behalten. In sich ist "Schwert & Rose" abgeschlossen und weist dementsprechend keinen Cliffhanger auf. Doch bin ich sehr gespannt, wie sich die Autorin in Band zwei schlagen wird. Fazit: Solider Auftakt mit kleineren Schwächen, aber viel Potential.

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