Leserstimmen zu
Das Pestdorf

Deana Zinßmeister

Die Pesttrilogie (3)

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Taschenbuch
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Meine Meinung: Zu dem Zeitpunkt als ich mich für dieses Buch interessierte, war mir nicht bekannt, dass es der letzte Teil einer Trilogie ist. Was allerdings auch kein Problem werden sollte, denn ich fand einen sehr guten Einstieg in das Buch und die Geschichte. Ich hatte nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben, denn auf wichtige Begebenheiten hat die Autorin sehr gut Bezug genommen. Ich habe bereits viele historische Bücher gelesen und das Thema Pest kam in diesen Büchern sehr häufig vor. Man könnte meinen, dass es mir allmählich zu langweilig würde, aber dies ist nicht der Fall. Es passiert immer wieder etwas anderes und so war es auch mit diesem Buch. So lernte ich diesmal die Mär um ein Geldmännchen kennen. Zu Anfang konnte ich keinen rechten Zusammenhang zu dem Pestdorf feststellen, aber es sollte sich für mich herausstellen, dass das Geldmännchen und Urban, der auf der Suche danach war, noch eine wichtige Rolle spielen sollten. Ich finde es immer wieder interessant zu lesen, woran die Menschen damals glaubten, wie sie der Kirche hörig waren und wie sie mit Problemen wie zum Beispiel der Homosexualität umgingen. Auf jeden Fall lernte ich Susanna und Urs und deren Kinder kennen. Wobei Kinder jetzt nicht die richtige Bezeichnung ist, denn Gritli befindet sich mit 15 bereits in dem damals durchaus üblichem heiratsfähigen Alter. Sie sorgt mit ihren Erlebnissen genau wie ihr Bruder, der aus Italien zurück kehrt für reichlich Trubel und Sorgen in der Familie. Die Autorin hat sehr gut recherchiert und konnte wahre Begebenheiten, wie die Absperrung eines Dorfes sehr gut mit der Geschichte um die Familie von Urs und Susanna verknüpfen. Sehr gut finde ich, dass sie am Ende des Buches noch weitere Erklärungen abgibt. Fazit: Wer ganz besonders neugierig ist, sollte die beiden ersten Bücher lesen, bevor er mit diesem beginnt. Aber ich erwähnte ja bereits, dass die Autorin sehr gut Bezug auf sehr wichtige Ereignisse genommen hat und ich nicht das Gefühl hatte, Wissenslücken zu haben. Auf jeden Fall empfehle ich dieses Buch sehr gerne weiter.

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Beim vorliegenden Roman handelt es sich nach "Das Pestzeichen" und "Der Pestreiter" um den abschließenden Band der Pesttrilogie. Da mir die ersten beiden Bücher gut gefielen, wollte ich natürlich wissen wie es weiter geht. Für mein Empfinden kann man das Buch auch unabhängig von den Vorgängern lesen und es dennoch gut verstehen, allerdings verpasst man dann etwas. Dieses Mal schreiben wir das Jahr 1671 und es geht um die Kinder von Susanna und ihrem Gatten Urs. Sohn Michael muss feststellen, dass er anders ist als andere. Wird er sein Geheimnis für sich behalten können? Und seine Schwester Gritli begibt sich auf Botentour, nur um alsbald im Pestdorf Piesport zu landen. Wird man sie retten können? Ein beobachtender Erzähler führt uns durch die Ereignisse, so dass wir die Handlung aus den unterschiedlichsten Perspektiven und Handlungsorten mitbekommen. Die Autorin macht es dem Leser einfach wieder in das Geschehen zu finden, denn durch Susannas Erzählungen erinnert man sich schnell, was im vorherigen Band passiert ist. Die Rückblenden sind von der Dosis genau richtig gewählt, um sich zu erinnern, aber nicht das Gefühl zu haben, dass sich alles wiederholen würde. Der Schreibstil von Frau Zinßmeister lässt sich angenehm leicht lesen, so dass die Seiten nur dahinfliegen. Zudem gelingt es ihr die Schrecken der Pest dem Leser bildlich vor Augen zu führen. Die Charaktere sind sehr liebevoll gezeichnet. Das Verhalten von Susanna und Urs als Ehepaar und Eltern war sehr realistisch dargestellt und nachvollziehbar. Besonders intensiv empfand ich Sohn Michael mit seinem "Problem", denn das hat mich emotional wirklich sehr gefesselt. Das Buch wird abgerundet durch ein Personenregister und eine Übersichtskarte um Piesport, so dass man sich besser orientieren kann. Das Ende hat mich anfänglich etwas erstaunt und ich musste erst einmal grübeln, ob ich mit der gefundenen Lösung zufrieden bin. Letztendlich hätte es die Autorin aber wirklich nicht besser auflösen können. Fazit: Ein gelungener Abschluss der Trilogie, den ich gern empfehle. Lesenswert!

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Nach „Das Pestzeichen“ und „Der Pestreiter“ gibt es mit „Das Pestdorf“ ein Wiedersehen mit dem Arzt Urs und seiner Frau Susanna. Von der Thematik her ist jeder Roman in sich abgeschlossen und kann somit einzeln gelesen werden. Die Autorin Deana Zinßmeister führt den Leser nach Trier ins Jahr 1671. Inhalt: Susanna und Urs leben nach den Schrecken der vergangenen Jahre mit ihrer 15 jährigen Tochter Gritli glücklich zusammen. Ihr Sohn Michael ist gerade von einer Geschäftsreise aus Italien heimgekehrt und alles scheint perfekt. Da bricht in dem 40 km entferntem Dorf Piesport an der Mosel die Pest aus. Das Dorf wird zum Schutz der Nachbardörfer abgeriegelt und es darf keiner mehr hinaus und hinein. Auch Gritli und ihr Freund scheinen hier gefangen zu sein, sie waren gerade in Piesport angekommen um einen Auftrag von Susanna auszuführen. Ein weiterer Erzählstrang erzählt über den ehemaligen Soldaten Griesser, der auf der Suche nach einem Geldmännchen ist und auch vor Mord nicht zurückschreckt. Meinung: Der Roman liest sich von Anfang an gut und flüssig und auch die Handlung ist gut und hervorragend recherchiert. Dennoch fehlt mir das gewisse Etwas, etwas dass den Roman von anderen historischen Romanen abhebt, etwas mehr Würze die mich fesselt und in den Bann zieht. Die einzelnen Charaktere sind gut und wirken realistisch, aber auch hier fehlt mir etwas. Etwas das mich mehr bewegt hätte und mich mit den Protagonisten mitleiden und mitfiebern ließe. So wirken sie etwas unnahbar auf mich. Schreibstil: Klare und einfache Wortwahl, der Roman liest sich von der ersten Seite an gut und flüssig Charaktere: Gute Story und auch hervorragend recherchiert, allerdings fehlt ihr das gewisse Etwas Fazit: Historischer Roman der sich zwar gut liest, etwas mehr „Würze“ wäre aber schön gewesen

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