Leserstimmen zu
Über uns der Himmel

Kristin Harmel

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Taschenbuch
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Kristin Harmel konnte mich schon mit ihrem Debüt "Solange Sterne am Himmel stehen" begeistern. Als nun im März diesen Jahres endlich ihr neuer Roman in Deutschland erschien, wollte ich es unbedingt lesen. 9/11 nimmt Kate Waithman den geliebten Ehemann Patrick. Sie fällt danach in ein tiefes Loch und kann sich nur schwer daraus hervor holen. Nach 13 Jahren glaubt sie es geschafft zu haben, denn sie hat eine neue Beziehung mit Dan und steht kurz davor erneut zu heiraten. Doch plötzlich hat sie Träume, welche unglaublich real sind. In diesen Träumen scheint sie ein Parallel-Leben mit Patrick und einer Tochter zu führen. Es zeigt ihr das Leben, dass Kate hätte haben können, wenn damals nicht die Flugzeuge ins World Trade Center geflogen wären. Sie möchte unbedingt an dieser Vergangenheit festhalten. Doch bald versteht sie, dass die Träume ihr einen Weg zeigen, ein neues Leben zu beginnen. Dieses Buch hat mich zutiefst berührt und mitgezogen in eine Welt voller Trauer, Hoffnung und Träumen, die das reale Leben beeinflussen können. Kate ist trotz des schrecklichen Verlusts, den sie erleiden musste, eine sympathische und auch starke Frau, die versucht, durch den Alltag zu kommen. Sie hat sich gerade frisch verlobt, als sie nachts von realistischen Träumen heimgesucht wird. Zunächst glaubt sie, dass sie einfach nur die Trauer über den Tod ihres Ehemanns verarbeitet. Jedoch versteht sie nach und nach, dass mehr hinter den Träumen steckt. Diese Träume sind ein Zeichen dafür, nach einen neuen Sinn fürs Leben zu suchen. Und Kate tut es. Sie sucht und findet diesen Sinn in vielen kleinen aber auch großen Dingen. So beginnt sie z. B. einen Kurs für Gebärdensprache, wo sie den Sozialarbeiter Andrew kennen lernt. Durch ihn arbeitet Kate ehrenamtlich in ihren Job als Musiktherapeuten mit schwerhörigen Kindern, die aus schwierigen Verhältnissen kommen. Es gibt also einige Veränderungen, die Kate positiv beeinflussen und in ihr immer mehr den Wunsch aufkommen lassen, eine Mutter zu sein. Doch werden ihr dabei auch Steine in den Weg gelegt, was zu einigen unbequemen Entscheidungen führt. Ich mochte Kristin Harmels Schreibstil sofort. Sie schafft in diesem Buch eine Atmosphäre, die mich einfach in ihren Bann gezogen hat. Besonders der Ausgangspunkt dieser Geschichte - nämlich 9/11 - ist sehr bedrückend, aber auch was besonderes für den deutschen Buchmarkt. Denn die englische Originalausgabe hat einen Autounfall als Ausgangspunkt, da in den USA immer noch ein schweres Trauma ob der Anschläge in New York herrschen. Die Nebencharaktere waren mir allesamt mehr oder weniger sympathisch. Am liebsten mochte ich Andrew, der mit seiner ruhigen, geduldigen aber auch witzigen Art, das Herz jeder Frau erobern könnte. Kates Verlobter Dan hingegen, zeigte irgendwann sein "wahres Gesicht". Im Grunde genommen hat er Kate nie richtig verstanden und es fallen bei der Trennung böse Worte wegen verletzter Eitelkeit. Man hat gemerkt, dass die Autorin viel Herzblut in diese Geschichte und in die Entwicklung von Kate gesteckt hat. Die Themen wie Musiktherapie und auch 9/11 wurden toll und verständlich umgesetzt. Aber auch die Gebärdensprache hat Kristin Harmel im Buch gelungen verarbeitet. Ich überlege sogar selbst, mich in diesen Bereich weiterzubilden. Genau wie Harmels Debüt ist dieses Buch mit einer Geschichte voller Wärme, Liebe und den Mut neue Wege zu gehen, gefüllt. Es ist ein Buch, dass verzaubert und berührt und doch auch ein großes Stück Realismus mit sich bringt. Es hat sich einfach gelohnt, dieses Buch zu lesen und Kate auf ihren langen und schwierigen Weg aus dem Loch der Trauer zu folgen. Kristin Harmel hat mit ihrem zweiten Roman "Über uns der Himmel" ein gelungenes und starkes Buch über Trauer und das Leben nach dem Verlust und die Kraft der Liebe geschrieben. Sie hat mich berührt und konnte mich auch mit dieser Geschichte restlos begeistern. Ein wunderschöner Schreibstil und eine wunderbar melancholische Atmosphäre, verzaubern nicht nur mich, sondern bestimmt auch viele andere Leser.

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INHALT: Kate und Patrick genießen in Manhattan ihr junges Eheglück, doch leider verbleiben nur noch einige Momente, denn ein Flugzeug zerstört ihre gemeinsame Zukunft. 13 Jahre später versucht Kate immer noch ihr Leben neu aufzubauen und diesem einen Sinn zu geben. Doch dies scheint in der Realität schwerer als in ihren Träumen... FAZIT: Da ich bereits beim Buch "Solange am Himmel Sterne stehen" (Rezension HIER http://kleeblatts-buecherblog.blogspot.de/2013/05/kristin-harmel-solange-am-himmel-sterne.html) ordentlich Taschentücher verbraucht habe, war auch hier mit feuchten Augen zu rechnen. Obwohl die Einleitung humorvoll Szenen einer jungen Ehe widerspiegelten, ahnte der Leser durch die Datumsangaben vom drohenden Unheil. Wie ein Damoklesschwert schwebte die Vernichtung der Twin Towers über der Handlung. Man las vom morgendlichen Verabschiedungsritual und ZACK eine Welt bricht zusammen. Das Kate auch nach 13 Jahren schwer in ein normales Leben zurückfindet, ist mehr als verständlich. Dies kann die Autorin eindrucksvoll anhand der Gefühlswelt der Protagonistin schildern. Manchmal möchte man diese einfach in den Arm nehmen. Und dann...dann kamen die Träume, in denen die Zukunft ganz anders aussah....mit Patrick und...es gab Verstrickungen in die Realität. Ich war als Leser verwirrt. Bin ich in einem Fantasyroman gelandet? Das ganze war für mich irgendwie nicht greifbar - genauso wie für Kate. Denn die menschliche Psyche ist zu einer Vielzahl an Wundern fähig. Damit zeigt die Autorin eine Vielzahl an Möglichkeiten für Kate auf, ein Leben zu führen. Der Wunsch, einem verlorenen Menschen nahe zu sein und sich nicht aufzugeben, bekommt eine wundervolle Variante, die einen mit Kate mithoffen lässt. Ihre Tätigkeit als Musiktherapeutin und ihre Freunde und Bekannten geben der Geschichte die nötige Farbe, da das Buch allerdings nicht an das Vorgängerbuch heranreicht und mir die Traumwelt etwas zu suspekt waren 4 von 5 Punkten! Für Fans von Anna McPartlin ein MUSS. http://kleeblatts-buecherblog.blogspot.de/2015/08/kristin-harmel-uber-uns-der-himmel-von.html

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Achtung - mit Zitaten ☺ Es ist der 10. September 2001, der Abend vor dem Tag, der die Welt veränderte. Der Abend, als Patrick seiner großen Liebe Kate, mit der er gerade mal vier Monate verheiratet ist, etwas wichtiges Mitteilen wollte. Doch ein kleiner Streit verhindert dies und die Angelegenheit wird auf den nächsten Tag verschoben. Auf den 11. September 2001. Bei einem wunderbaren Abendessen wollte er mit ihr darüber sprechen. Grund ihres Streits war Patricks Verspätung an dem Abend, sein Treffen mit Candice, seiner Exfreundin. Patrick und Kate, zwei Seelenverwandte, füreinander bestimmt. Doch das Schicksal wollte es anders. Direkt von ihrer Wohnung aus konnte man die Twin-Towers in Manhattan sehen. Im Nordturm arbeitete Patrick. "Und in einem Moment, der niemals ungeschehen gemacht werden konnte, hatte meine ganze Welt aufgehört zu existieren." Zitat S. 26 Dreizehn Jahre später geht die Handlung weiter. Kate ist in einer neuen Beziehung mit Dan, arbeitet als Musiktherapeutin und steht kurz vor der Hochzeit. Eines Nachts aber erlebt sie einen merkwürdigen Traum, indem sie meint, ihr jetziges Leben mit Patrick zu führen. So als wäre der 11. September nie gewesen. Dieser Traum war so realistisch für sie, dass es ihr derzeitiges Leben in Frage stellte. Denn es gab da diese eine kleine Begebenheit ... Eine Stimme, die ihr so vertraut war und aus ihrem Mund kam das Wort "Mom?" Es konnte einfach nicht sein, denn Kate war nicht schwanger gewesen. Diese rätselhaften Träume in der laufenden Handlung hat die Autorin exzellent eingebaut. Es ergeben sich Hinweise, die Kate im realen Leben hinterfragt. Und überraschende Antworten erhält. Was ist das für ein Gefühl, wenn man seine große Liebe, seinen Seelenpartner innerhalb von Sekunden verliert? Die Themen im Buch wie Musiktherapie, aber auch die Familie, die Hilfe in großer Seelennot, sein Herz zu öffnen für ein neues Leben, ich habe keine Sekunde bereut, ein weiteres Buch von dieser wirklich tollen Autorin Kristin Harmel zu lesen. "Über uns der Himmel" ist ein Buch, das verzaubert, aber gleichzeitig eine Geschichte, die einen noch nach Tagen festhält. Als die Welt zerbrach, blieb ihre Liebe … "Vielleicht ist Hannahs Erklärung für die Silberdollars gar nicht so weit hergeholt. Vielleicht sind sie tatsächlich vom Himmel gefallen, Wünsche eines längst verlorenen Vaters, der ihr helfen wollte, den Weg nach Hause zu finden. Eines Tages werde ich ihr die Geschichte der Silberdollars erzählen, von der langen Tradition ihrer Familie, sie ins Universum zurückzuwerfen. Aber vorläufig genügt es zu wissen, dass sie da sind." Zitat S. 421

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Als die Welt zerbrach, blieb ihre Liebe … Die junge Kate Waithman lebt mit ihrer großen Liebe Patrick in Manhattan. Eines Morgens geht sie am Hudson River joggen, als plötzlich ein Flugzeug den Himmel durchbricht. Momente später ist das World Trade Center in Rauch gehüllt. Es ist das Gebäude, in dem Patrick arbeitet ... Dreizehn Jahre später fühlt sich Kate endlich bereit, ihr Herz wieder zu öffnen. Doch dann hat sie einen Traum, der realer scheint als alles, was sie umgibt – von dem Leben, das sie mit Patrick gehabt haben könnte. Während sie versucht, an der Vergangenheit festzuhalten, beginnt Kate zu ahnen, dass es für sie einen zweiten Weg zum Glück geben könnte ... Meine Meinung: Auch das zweite Buch der Autorin Kristin Harmel konnte mich begeistern und berühren. Ihr Schreibstil ist angenehm flüssig und dennoch berührend und voller Tiefe. Das Thema - der Einsturz des World Trade Centers - beruht auf einer wahren Gegebenheit und die Geschichte um Patrick und Kate fügt sich wunderbar ein. Kate ist ein sympathischer Charakter. Ich habe mit ihr mitgelitten und an einigen Stellen mitgefiebert. Es war wunderbar sie auf ihrer Reise zu begleiten. Andrew und die schwerhörigen Mädchen sind ebenfalls tolle Charaktere, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Die Handlung bleibt durchgehend spannend. Man fragt sich die ganze Zeit, was es mit den Träumen auf sich hat. Dies wird auf wunderbare Weise aufgeklärt. Das Ende ist perfekt und hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert! Ich liebe dieses Buch! Fazit: Ein Buch über Verluste, den Sinn des Lebens und die Liebe. Emotional und berührend. Absolut lesenswert!

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Kate Waitman führt ein schönes Leben. Ihr Mann Patrick und sie sind frisch verheiratet, beide haben viele Pläne und sind sehr verliebt. Doch im nächsten Moment ändert sich ihr ganzes Leben. Es ist der 11. September 2001 und Patrick befindet sich im Nordturm des World Trade Centers. Kate sieht ihn nie wieder. Dreizehn Jahre später steht Kate vor einer erneuten Hochzeit. Sie hat ihr Herz für Dan geöffnet, auch wenn sie immer noch Zweifel hegt und beide Beziehungen vergleicht. Und dann passiert es... Kate träumt von ihrem Leben mit Patrick und wie es heute sein könnte. Alles ist so real, sie fühlt sich wohl und möchte am Liebsten nie wieder aufwachen, Und doch ist es das richtige Leben, das sie leben muss und in dem Kate sich überlegen sollte, was sie eigentlich möchte... Kristin Harmel ist bereits mit ihrem ersten Roman „Solange am Himmel Sterne stehen“ in Deutschland bekannt geworden. Ich selber kenne dieses Buch noch nicht, war aber von Beginn an sehr gespannt auf ihren aktuellen Roman „Über uns der Himmel“. Natürlich war mit bewusst, dass dieses Buch ans Herz gehen wird. Schließlich hat der 11. September uns alle verändert und Kate, die an diesem Tag ihre große Liebe verliert, bringt uns dieses Unglück noch näher. Beim Lesen merkte ich sehr schnell, wie eng die Beziehung von Patrick und Kate ist. So haben beide Rituale, eine ganz eigene Art „Ich liebe dich“ zu sagen und sie sind sehr innig miteinander. Und doch weiß man sofort, dass ein Unglück geschehen wird, welches alles zerstört. Für mich war dieses Buch ein Wechselbad der Gefühle. So lachte ich herzhaft, musste aber fünf Seiten später wieder vor Traurigkeit weinen und dachte kurz darauf über das Leben an sich nach. Diese Mischung unterhält wunderbar und bringt dadurch ein Buch hervor, das ich so schnell nicht vergessen werde. Kate als Protagonistin ist uns Lesern so nahe, sie ist so verständlich mit ihren Gefühlen und wir wollen sie nur auf dem richtigen Weg sehen. Dabei sind ihre sehr real wirkenden Träume nicht nur für sie selbst wunderschön und verwirrend, sondern auch für uns. Ihr Leben, wenn es anders verlaufen wäre, ist so perfekt und so glücklich, dass es jedes Mal das Herz bricht, wenn es vorbei ist. Nur was wollen die Träume sagen? Und was hat das mit der richtigen Welt zu tun? Um dies zu erfahren, muss man natürlich „Über uns der Himmel“ lesen. Der Schreibstil von Kristin Harmel ist sehr berührend, gefühlvoll, aber auch lustig und unterhaltend. Sie konnte mich fesseln und macht dadurch sehr neugierig auf ihr anderes Buch. Wobei in beiden Fällen ganz sicher ein Taschentuchalarm ausgerufen werden muss. Ich brauchte hier so einige davon, habe am Ende aber das Buch glücklich und erfüllt zuschlagen können. Mein Fazit: Ein berührendes, aber auch lustiges Buch über das Leben wie es laufen könnte, wie es ist und was man daraus machen kann. Kristin Harmel werde ich mir als Autorin auf jeden Fall merken, denn ihr Schreibstil macht Lust auf mehr.

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Eine Geschichte über die erste Große Liebe, Sehnsucht, Vergessen, ein Blick nach vorn und die Frage, ob sich ein Neuanfang wirklich lohnt und die Bereitschaft dafür endlich wieder glücklich zu werden.

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Darum geht es: Das junge Ehepaar Kate und Patrick leben ein glückliches Leben in Manhattan. Kate ist sich sicher, dass sie mit Patrick alt werden wird und das er der Mann ihres Lebens ist. Doch ihre heile Welt wird in seinen Grundfesten erschüttert, als am 11. September 2001 ein Passagierflugzeug in den Nordturm der Twintowers rast. In diesem Turm arbeitet Patrick. Doch er kommt nicht mehr lebendig hinaus. Der Schauplatz wechselt und wir befinden uns 13 Jahre nach dem Unglück. Mittlerweile hat Kate wieder einen Lebensgefährten und arbeitet als Musiktherapeutin. Doch plötzlich wird sie von seltsam intensiven Träumen heimgesucht in denen Patrick noch lebt und sie sogar eine gemeinsame Tochter haben. Kate ist verzweifelt. Was haben diese Träume zu bedeuten? Warum wird ihr gezeigt, was hätte sein können, wenn Patrick die Katastrophe überlebt hätte? Kate beginnt ihr Leben und ihr Glück zu hinterfragen. So fand ich es: Ich habe das erste Werk der Autorin 'Solange am Himmel Sterne stehen' verschlungen und geliebt. Es hatte damals 5 Sterne von mir bekommen. Da war für mich klar, dass ich unbedingt nochmal ein Buch von Kristin Harmel lesen muss und hatte mich sehr gefreut als dieses hier erschienen ist. Leider konnte sie mich mit ihrem neuen Buch nicht ganz überzeugen. Kate als Protagonistin hat mich hin und wieder schon ein wenig genervt. Mir ist klar, dass sie einen schrecklichen Verlust erlitten hat und das sie das oft sehr mitnimmt. Aber ich finde ihr Verhalten ihrem aktuellen Freund Dan gegenüber nicht sehr fair. Ich mochte es auch nicht, wie Dan von vornherein von der Autorin als 'minderwertig' im Vergleich zu Patrick abgestempelt wurde. Patrick war ein Mann mit Ecken und Kanten, während Dan als sowas von aalglatt und langweilig beschrieben wird, dass es halt schon von Anfang an sehr auffällt in welche Richtung sich das alles bewegt. Wenn Kate gerade mal nicht trauert und wirre Sachen träumt geht sie ihrem Beruf als Musiktherapeutin nach und hilft schwierigen Kindern. Das ist natürlich wieder etwas, was sie als 'Heldin' der Geschichte hervorhebt und ein sehr positives Bild von ihr zeichnet. Die Träume, die Kate dann von ihrem toten Mann hat, fand ich allerdings sehr interessant und ich habe mich die ganze Zeit gefragt wo das hinführt. Die 'Was-wäre-wenn...' Frage finde ich sehr spannend und da hätte man wirklich einiges draus machen können. Allerdings hat es sich für mich alles in die Länge gezogen und wenn ich es jetzt mit ihrem ersten Buch vergleiche, hat ein ziemlich großes Stück Spannung gefehlt und es passierte einfach zwischendrin gar nichts. Vieles war einfach nur belangloses Geplänkel, das mich nicht wirklich interessiert hat. Erst das letzte Viertel des Buches hatte für mich das gewohnte Tempo, was mich auch überraschen und berühren konnte. Den lockeren, flüssigen Schreibstil der Autorin mag ich aber auch nach wie vor sehr gerne. Die Kernaussage des Buches ist mal wieder eine sehr schöne. Es geht um die Suche nach dem Glück und darum seine Träume zu leben, wem geht da nicht das Herz auf? Schade, dass die Umsetzung diesmal so schwach war. Wobei es an sich immernoch ein gutes Buch ist und ich mir gut vorstellen kann, dass viele es sehr gut finden werden. Mir war es einfach eine Spur zu wenig Spannung und zu viel Kitsch an manchen Stellen. Mein Fazit: Leider hat mich das Buch ein wenig enttäuscht, es gab zu viele Längen, die ich einfach langweilig fand. Auch die Charaktere haben mir nicht so gut gefallen. Es ist eine nette Geschichte für zwischendurch, die sicherlich auch ans Herz geht, aber leider nichts herausragendes. Kann man lesen, muss man aber nicht.

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Inhalt: Die junge Kate Waithman lebt mit ihrer großen Liebe Patrick in Manhattan. Eines Morgens geht sie am Hudson River joggen, als plötzlich ein Flugzeug den Himmel durchbricht. Momente später ist das World Trade Center in Rauch gehüllt. Es ist das Gebäude, in dem Patrick arbeitet. Dreizehn Jahre später fühlt sich Kate endlich bereit, ihr Herz wieder zu öffnen. Doch dann hat sie einen Traum, der realer scheint als alles, was sie umgibt – von dem Leben, das sie mit Patrick gehabt haben könnte. Während sie versucht, an der Vergangenheit festzuhalten, beginnt Kate zu ahnen, dass es für sie einen zweiten Weg zum Glück geben könnte ... Meine Meinung: Kristin Harmel ist die weibliche Version von Nicholas Sparks - zumindest, wenn man nach der Art der Bücher geht, die sie schreibt. Romane über Familie, Liebe, Freundschaft und Selbstfindung mit einer mittelgroßen Prise Kitsch und ein wenig Vorhersehbarkeit. Bei ihrem ersten Buch "Solange am Himmel Sterne stehen" hat diese Kombination phänomenal funktioniert und mich völlig in ihren Bann gezogen, während "Über uns der Himmel" mich eher zwiegespalten und ein wenig ernüchtert zurückgelassen hat. Das mag einerseits an der Tatsache liegen, dass der Geschichte einfach das gewisse Etwas gefehlt hat - irgendwie plätschert sie teilweise nur so dahin, ohne wirklich sinnvoll zu sein -, andererseits aber auch daran, dass man durch die Vorhersehbarkeit das allermeiste schon vorhersehen kann und somit zu keinem Zeitpunkt mehr überrascht werden kann. Es ist selten vorteilhaft, wenn der Leser die Geschichte vor dem Protagonisten durchschaut und darauf wartet, dass er endlich erleuchtet wird - bis zum Ende habe ich darauf gewartet. Das Buch ist nicht wirklich schlecht, es hat durchaus seine guten und warmherzigen Ansätze, aber es fehlte diese allumfassende Atmosphäre aus dem ersten Buch der Autorin, welches mich so eingelullt und fasziniert hat. Was mir besonders gut gefällt, ist die Art wie die Autorin Mahlzeiten und Rezepte in ihre Geschichte einbaut, die man dann am Ende des Buches finden kann. Das gibt der Geschichte einen besonderen Charme und macht einfach Spaß. Ebenso haben mir die Szenen zwischen Andrew und Protagonistin Kate sehr gut gefallen und vor allen Dingen auch die Szenen, in denen sie mit Kindern agieren und es um die Musiktherapie geht. Das meiste andere wirkte mir einfach zu aufgesetzt und nicht authentisch genug. Lücken gibt es gerade in der Handlung, die teils unnötig in die Länge gezogen wird und manchmal wiederum einfach zu schnell geht. Die Figuren sind größtenteils sympathisch, aber an niemandem habe ich so sehr gehangen, dass mich der Verlauf der Geschichte unbedingt gepackt hätte - im Gegenteil, ab einem bestimmten Punkt habe ich ziemlich unaufmerksam gelesen, weil Kates, wenn auch verständliche, Zweifel überhand genommen und das komplette Buch eingenommen haben. Es ist ein ewiges Hin und Her, das mich leider gar nicht berühren konnte, auch wenn der Anfang anderes vermuten ließ. Hier wäre eindeutig viel Potenzial gewesen, doch die Autorin schafft es nicht, dieses auszuschöpfen und kratzt eher an der Oberfläche, anstatt mich tief im Herzen mit einer einfühlsamen Liebesgeschichte zu berühren. Fazit: "Über uns der Himmel" ist eine nette Geschichte für Zwischendurch, die mit interessanten Ansätzen lockt, mich aber eher kalt gelassen hat. Wenn man als Leser die Handlung lange vor dem Protagonisten durchschaut, führt das in den meisten Fällen.einfach dazu, das die Geschichte sich zäh und langatmig liest und genau das war hier leider so. Spannende Ideen und eine schöne Atmosphäre hätten das Buch zu einer einfühlsamen und warmherzigen Geschichte machen können, doch Harmel hält sich an Dingen auf, die eher hindernd auf den Lesefluss wirken und so schafft es "Über uns der Himmel" leider nur selten, mich wirklich zu berühren.

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