Leserstimmen zu
Über uns der Himmel

Kristin Harmel

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Darum geht es: Das junge Ehepaar Kate und Patrick leben ein glückliches Leben in Manhattan. Kate ist sich sicher, dass sie mit Patrick alt werden wird und das er der Mann ihres Lebens ist. Doch ihre heile Welt wird in seinen Grundfesten erschüttert, als am 11. September 2001 ein Passagierflugzeug in den Nordturm der Twintowers rast. In diesem Turm arbeitet Patrick. Doch er kommt nicht mehr lebendig hinaus. Der Schauplatz wechselt und wir befinden uns 13 Jahre nach dem Unglück. Mittlerweile hat Kate wieder einen Lebensgefährten und arbeitet als Musiktherapeutin. Doch plötzlich wird sie von seltsam intensiven Träumen heimgesucht in denen Patrick noch lebt und sie sogar eine gemeinsame Tochter haben. Kate ist verzweifelt. Was haben diese Träume zu bedeuten? Warum wird ihr gezeigt, was hätte sein können, wenn Patrick die Katastrophe überlebt hätte? Kate beginnt ihr Leben und ihr Glück zu hinterfragen. So fand ich es: Ich habe das erste Werk der Autorin 'Solange am Himmel Sterne stehen' verschlungen und geliebt. Es hatte damals 5 Sterne von mir bekommen. Da war für mich klar, dass ich unbedingt nochmal ein Buch von Kristin Harmel lesen muss und hatte mich sehr gefreut als dieses hier erschienen ist. Leider konnte sie mich mit ihrem neuen Buch nicht ganz überzeugen. Kate als Protagonistin hat mich hin und wieder schon ein wenig genervt. Mir ist klar, dass sie einen schrecklichen Verlust erlitten hat und das sie das oft sehr mitnimmt. Aber ich finde ihr Verhalten ihrem aktuellen Freund Dan gegenüber nicht sehr fair. Ich mochte es auch nicht, wie Dan von vornherein von der Autorin als 'minderwertig' im Vergleich zu Patrick abgestempelt wurde. Patrick war ein Mann mit Ecken und Kanten, während Dan als sowas von aalglatt und langweilig beschrieben wird, dass es halt schon von Anfang an sehr auffällt in welche Richtung sich das alles bewegt. Wenn Kate gerade mal nicht trauert und wirre Sachen träumt geht sie ihrem Beruf als Musiktherapeutin nach und hilft schwierigen Kindern. Das ist natürlich wieder etwas, was sie als 'Heldin' der Geschichte hervorhebt und ein sehr positives Bild von ihr zeichnet. Die Träume, die Kate dann von ihrem toten Mann hat, fand ich allerdings sehr interessant und ich habe mich die ganze Zeit gefragt wo das hinführt. Die 'Was-wäre-wenn...' Frage finde ich sehr spannend und da hätte man wirklich einiges draus machen können. Allerdings hat es sich für mich alles in die Länge gezogen und wenn ich es jetzt mit ihrem ersten Buch vergleiche, hat ein ziemlich großes Stück Spannung gefehlt und es passierte einfach zwischendrin gar nichts. Vieles war einfach nur belangloses Geplänkel, das mich nicht wirklich interessiert hat. Erst das letzte Viertel des Buches hatte für mich das gewohnte Tempo, was mich auch überraschen und berühren konnte. Den lockeren, flüssigen Schreibstil der Autorin mag ich aber auch nach wie vor sehr gerne. Die Kernaussage des Buches ist mal wieder eine sehr schöne. Es geht um die Suche nach dem Glück und darum seine Träume zu leben, wem geht da nicht das Herz auf? Schade, dass die Umsetzung diesmal so schwach war. Wobei es an sich immernoch ein gutes Buch ist und ich mir gut vorstellen kann, dass viele es sehr gut finden werden. Mir war es einfach eine Spur zu wenig Spannung und zu viel Kitsch an manchen Stellen. Mein Fazit: Leider hat mich das Buch ein wenig enttäuscht, es gab zu viele Längen, die ich einfach langweilig fand. Auch die Charaktere haben mir nicht so gut gefallen. Es ist eine nette Geschichte für zwischendurch, die sicherlich auch ans Herz geht, aber leider nichts herausragendes. Kann man lesen, muss man aber nicht.

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Inhalt: Die junge Kate Waithman lebt mit ihrer großen Liebe Patrick in Manhattan. Eines Morgens geht sie am Hudson River joggen, als plötzlich ein Flugzeug den Himmel durchbricht. Momente später ist das World Trade Center in Rauch gehüllt. Es ist das Gebäude, in dem Patrick arbeitet. Dreizehn Jahre später fühlt sich Kate endlich bereit, ihr Herz wieder zu öffnen. Doch dann hat sie einen Traum, der realer scheint als alles, was sie umgibt – von dem Leben, das sie mit Patrick gehabt haben könnte. Während sie versucht, an der Vergangenheit festzuhalten, beginnt Kate zu ahnen, dass es für sie einen zweiten Weg zum Glück geben könnte ... Meine Meinung: Kristin Harmel ist die weibliche Version von Nicholas Sparks - zumindest, wenn man nach der Art der Bücher geht, die sie schreibt. Romane über Familie, Liebe, Freundschaft und Selbstfindung mit einer mittelgroßen Prise Kitsch und ein wenig Vorhersehbarkeit. Bei ihrem ersten Buch "Solange am Himmel Sterne stehen" hat diese Kombination phänomenal funktioniert und mich völlig in ihren Bann gezogen, während "Über uns der Himmel" mich eher zwiegespalten und ein wenig ernüchtert zurückgelassen hat. Das mag einerseits an der Tatsache liegen, dass der Geschichte einfach das gewisse Etwas gefehlt hat - irgendwie plätschert sie teilweise nur so dahin, ohne wirklich sinnvoll zu sein -, andererseits aber auch daran, dass man durch die Vorhersehbarkeit das allermeiste schon vorhersehen kann und somit zu keinem Zeitpunkt mehr überrascht werden kann. Es ist selten vorteilhaft, wenn der Leser die Geschichte vor dem Protagonisten durchschaut und darauf wartet, dass er endlich erleuchtet wird - bis zum Ende habe ich darauf gewartet. Das Buch ist nicht wirklich schlecht, es hat durchaus seine guten und warmherzigen Ansätze, aber es fehlte diese allumfassende Atmosphäre aus dem ersten Buch der Autorin, welches mich so eingelullt und fasziniert hat. Was mir besonders gut gefällt, ist die Art wie die Autorin Mahlzeiten und Rezepte in ihre Geschichte einbaut, die man dann am Ende des Buches finden kann. Das gibt der Geschichte einen besonderen Charme und macht einfach Spaß. Ebenso haben mir die Szenen zwischen Andrew und Protagonistin Kate sehr gut gefallen und vor allen Dingen auch die Szenen, in denen sie mit Kindern agieren und es um die Musiktherapie geht. Das meiste andere wirkte mir einfach zu aufgesetzt und nicht authentisch genug. Lücken gibt es gerade in der Handlung, die teils unnötig in die Länge gezogen wird und manchmal wiederum einfach zu schnell geht. Die Figuren sind größtenteils sympathisch, aber an niemandem habe ich so sehr gehangen, dass mich der Verlauf der Geschichte unbedingt gepackt hätte - im Gegenteil, ab einem bestimmten Punkt habe ich ziemlich unaufmerksam gelesen, weil Kates, wenn auch verständliche, Zweifel überhand genommen und das komplette Buch eingenommen haben. Es ist ein ewiges Hin und Her, das mich leider gar nicht berühren konnte, auch wenn der Anfang anderes vermuten ließ. Hier wäre eindeutig viel Potenzial gewesen, doch die Autorin schafft es nicht, dieses auszuschöpfen und kratzt eher an der Oberfläche, anstatt mich tief im Herzen mit einer einfühlsamen Liebesgeschichte zu berühren. Fazit: "Über uns der Himmel" ist eine nette Geschichte für Zwischendurch, die mit interessanten Ansätzen lockt, mich aber eher kalt gelassen hat. Wenn man als Leser die Handlung lange vor dem Protagonisten durchschaut, führt das in den meisten Fällen.einfach dazu, das die Geschichte sich zäh und langatmig liest und genau das war hier leider so. Spannende Ideen und eine schöne Atmosphäre hätten das Buch zu einer einfühlsamen und warmherzigen Geschichte machen können, doch Harmel hält sich an Dingen auf, die eher hindernd auf den Lesefluss wirken und so schafft es "Über uns der Himmel" leider nur selten, mich wirklich zu berühren.

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Inhalt: Kate und Patrick sind seit wenigen Monaten verheiratet, leben in Manhatten und sind überglücklich. Kates heile Welt bricht jäh am 11. September 2001 zusammen, als sie sieht wie ein Flugzeug in den Nordturm des World Trade Centers fliegt, dem Gebäude, in dem ihr Mann Patrick arbeitet... 13 Jahre später scheint Kate die Tragödie irgendwie verarbeitet zu haben, denn sie hat mit Dan einen neuen Mann an ihrer Seite und ist in ihrem Beruf als Musiktherapeuthin ganz glücklich. Doch sie kann Patrick einfach nicht vergessen. Da helfen die realistisch wirkenden Träume auch nicht, die sie von Patrick, ihrer Tochter Hanna und dem Leben hat, das sie gehabt hätte, wenn Patrick damals nicht auf so tragische Weise gestorben wäre. Als sie Andrew kennenlernt, den charmanten Lehrer eines Gebärdensprachkurses und Betreuer von schwerhörigen Kinder in Pflegefamilien, wird Kate klar, dass etwas in ihrem Leben fehlt, das sie bis dahin gar nicht vermisst hat. Meinung: Aufmerksam geworden bin ich auf das Buch durch das wunderschöne Cover. Die hellen, leuchtenden Farben haben mich so an den Frühling erinnert, dass ich das Buch unbedingt haben musste, ohne überhaupt den Inhalt des Buches zu kennen. Allerdings steht das schöne Cover in einem großen Kontrast zum Inhalt des Buches. Verstörend detailliert beschreibt die Schriftstellerin Kristin Harmel die Katastrophe, die über Kate hereinbricht und den langen Weg den sie beschreiten musste um dich zurück ins Leben zu kämpfen. Das Buch beginnt im Jahr 2001 und es wird äußerst bedrückend beschrieben, wie Kate die Terroranschläge vom 11. September erlebt hat. Die letzten Gespräche zwischen Kate und Patrick werden rekapituliert, das letzten Mal als Kate ihren Mann gesehen hat, wird beschrieben. Danach gibt es einen Zeitsprung ins Jahr 2014, in dem auch der Rest des Romans spielt. Sofort stellte sich bei mir die Frage, was Kate wohl in den 13 Jahren erlebt haben muss, doch diese Frage wird immer wieder durch kleine Rückblenden zu Geschehnissen und Erfahrungen, die sie gemacht hat, im Roman aufgegriffen. Dadurch lernt man Kate ganz gut kennen und kann ihre Beweggründe und Handlungen im Jahr 2014 sehr gut nachvollziehen. Kate ist ein liebenswerte Persönlichkeit, auch wenn sie am Anfang noch teilnahmslos und schwerfällig wirkt - kein Wunder bei der Tragödie, die sie vor 13 Jahren zur jungen Witwe gemacht hat. Allerdings ändert sich dies zunehmend in der Geschichte, vorallem nachdem sie Andrew kennengelernt hat und sie ehrenamtlich für St. Anne's Services zu arbeiten beginnt, um schwerhörigen Pflegekinder mit ihrer Musik zu helfen. Spielen zu Beginn der Geschichte die "realistischen" Träume noch eine große Rolle, so nehmen diese im Laufe der Geschichte ab, bis klar wird, dass die Träume eine Art Wegweiser für Kate sind, die sie ermutigen sollen, ihre Lebenssituation, vor allem mit ihrem Verlobten Dan, zu überdenken. Die Tiefgründigkeit des Romans hat mich über aller Maßen beeindruckt. "Wir haben doch immer gesagt, man muss sich das Leben schaffen, das man haben will" (S.313) ist nur einer von vielen tollen Sätzen, die zum nachdenken anregen und dieses Buch zu einem einzigartigen Lesevergnügen machen. Fazit: Fans von Nicholas Sparks kommen bei diesem Buch voll auf ihre Kosten. Es ist eine Hommage an das eigene Leben und das Recht auf sein persönliches Glück. Unbedingt lesen!

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Mich hat das Titelbild dieses Buches angesprochen, da mir dann der Klappentext recht vielversprechend klang, habe ich das Buch gelesen. Beschreibung des Buches: Das Buch „Über uns der Himmel“ von Kristin Harmel ist im BLANVALET-Verlag als Taschenbuch erschienen. Es hat 448 Seiten. Das Titelbild ist ziert eine Blüte in orange/weiß/gelb/rot, ähnlich gestaltet, wie der erste Roman von Kristin Hamel „Solange am Himmel Sterne stehen“, der ins Deutsche übersetzt wurde. Die Buchgestaltung ist sehr schön gewählt. Kurze Zusammenfassung: Kate Waithman ist seit zwei Jahren mit ihrem Mann Patrick zusammen, als im Jahr 2001 das unfassbare in Manhatten geschieht. Zwei Flugzeuge fliegen in die Twin Tower, Kates Mann, der dort arbeitet, kommt im Inferno um. Nach dreizehn Jahren der Trauer und der Neuorientierung, versucht Kate ein neues Leben zu beginnen. Sie hat einen neuen Partner, Dan, der sie heiraten möchte. Eigentlich könnte Kate glücklich sein, wenn da nicht die Träume wären, in denen Patrick und eine gemeinsame Tochter Hannah leibhaftig erscheinen. Alles ist so real. Kate ist verwirrt, macht sie das Richtige, wenn sie Dan heiratet? Mein Leseeindruck: Der Roman ist in der Ich-Form, aus Sicht von Kate, geschrieben, so erlebt man als Leser die Gedanken und Gefühle der Protagonistin hautnah mit. Kate macht sich viele Gedanken um das Leben, hat sie doch miterlebt, wie schnell es vorbei sein kann. Sie arbeitet als Musikpädagogin mit jungen Menschen und geht in ihrem Beruf auf. Gerne hätte sie eigene Kinder. Nachdem ihr Freund Dan ihr einen Heiratsantrag gemacht hat, fühlt sie, dass sie noch irgendetwas an ihrem verstorbenen Mann bindet. Das Buch ist fesselnd geschrieben, das Geheimnis um die Träume möchte man erfahren. Die beschriebene Arbeit mit den teilweise gehörlosen Kindern, für die Kate extra die Gebärdensprache lernt, ist spannend. Die Themen Trauer, Liebe und Familie sind wunderbar in diesem Buch zusammengeführt. Das Buch macht Hoffnung, dass nach Trauer wieder Liebe und Zuversicht ins Leben kommen können. Die Autorin vermittelt, dass dabei Familie ein wesentlicher Bestandteil des Lebens ist. Glück zu erleben und weiterzugeben ist eine Lebensaufgabe, die erfüllt. Fazit Ein Buch das berührt, besonders, wenn man die Ereignisse am 11. September 2001 mitbekommen hat. Viele traurige Schicksale, aber auch Menschen, die den Neuanfang gewagt haben und mit Zuversicht in die Zukunft blicken, auch wenn der Mensch, den sie verloren haben, nicht mehr am Leben ist, so beeinflusst er doch das Weiterleben der Zurückgebliebenen. Hier in diesem Buch als wunderbare Geschichte zu lesen.

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The Life intented

Von: Mella

18.05.2015

Inhaltsangabe (Quelle Blanvalet Verlag): Die junge Kate Waithman lebt mit ihrer großen Liebe Patrick in Manhattan. Eines Morgens geht sie am Hudson River joggen, als plötzlich ein Flugzeug den Himmel durchbricht. Momente später ist das World Trade Center in Rauch gehüllt. Es ist das Gebäude, in dem Patrick arbeitet ... Dreizehn Jahre später fühlt sich Kate endlich bereit, ihr Herz wieder zu öffnen. Doch dann hat sie einen Traum, der realer scheint als alles, was sie umgibt – von dem Leben, das sie mit Patrick gehabt haben könnte. Während sie versucht, an der Vergangenheit festzuhalten, beginnt Kate zu ahnen, dass es für sie einen zweiten Weg zum Glück geben könnte ... Meine Einschätzung: Als ich gesehen habe, dass Kristin Harmel einen neuen Roman veröffentlicht wusste ich sofort, dass ich es UNBEDINGT lesen musste. Und ich kann euch sagen, dass ich es nicht eine Minute bereut habe oder auch nur ansatzweise enttäuscht wurde. Mit "Über uns der Himmel" hat die Autorin wieder ein wundervolles Werk abgeliefert! Das sie ein Buch über das wohl sensibelste Thema der jüngsten amerikanischen Geschichte schreibt ist bewundernswert, denn noch heute mehr als 10 Jahre nach den Ereignissen des 11. Septembers ist es ein wunder Punkt und die Nachwirkungen sind selbst heute noch zu spüren. Während dem Lesen ertappte ich mich immer wieder dabei, wie ich mich daran erinnerte wo ich mich befand, als ich zum ersten Mal von den Ereignissen rund um das World Trade Center stattfanden. Kristin Harmel schafft es erstaunlich gut und gefühlvoll die Stimmung die der Katastrophe folgten auf erstaunliche Art und Weise darzustellen. Ihr Schreibstil ist wunderbar angenehm zu lesen, auch wenn ich zu Anfang wegen der Traumfrequenzen mit Patrick etwas irritiert war und mir nicht ganz klar war wo hin diese Abschnitte führen sollten. Doch irgendwann kommt man an den Punkt an dem man das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag und man es förmlich inhaliert. Mit geschickten Wendungen, Ereignissen oder Erkenntnissen führt die Autorin Kates Leben, wie es hätte sein sollen mit dem wahren Leben zusammen und dies auf wundervolle, fast magische Weise. Auch muss ich anmerken, dass der Originaltitel "The Life intented" sooooo viel passender als der deutsche Titel ist. Und am Ende denkt man: Liebe findet man meist dann, wenn man am wenigsten damit rechnet. Bei den Charakteren fand ich alle durchweg sympathisch und ich muss gestehen, dass ich Kates Entwicklung sehr glaubhaft und echt empfand. Man fühlt mit ihr und wünscht ihr einfach nur, dass sie möglichst bald wieder glücklich wird. Eine große Bandbreite an Gefühlen werden hier abgehandelt und man kommt sich vor wie auf einer Achterbahn - toll. Alles in Allem ein sehr gefühlvoller und schöner Roman über Verlust, Liebe und das Leben. Mein Fazit: 5 Sterne - absolut empfehlenswert und haltet Taschentücher bereit!

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Inhalt: New York, 11.09.2001, 8:46 Uhr. Das Leben der jungen Kate Waithman zerspringt in tausend Scherben. Die Liebe ihres Lebens befindet sich zu diesem Zeitpunkt im Nordturm des World Trade Centers, der zum ersten Ziel des Terroranschlages wird, das noch Jahre später die Menschen der Welt erschüttert. 13 Jahre später trauert sie noch immer um ihren Mann Patrick, versucht jedoch ihr Leben weiter zu leben. Inzwischen hat sie einen neuen Mann in ihrem Leben, Dan. Er ist aufmerksam, ein Gentleman und ganz anders als Patrick. An diesem Tag läd er sie in ein Restaurant ein und sie weiß, sie muss mit ihm dringend reden. Erst am Morgen hatte sie erfahren, da sie keine Kinder haben kann. Kate ist inzwischen 40 Jahre alt und weiß selbst, dass es langsam schwierig werden könnte. Aber sie ist nicht bereit sich das Mutterglück nehmen zu lassen. Nur Dan weiß es noch nicht. Ob er damit ein Problem hat? Am Abend überrascht er sie mit einem Heiratsantrag den sie beinahe mechanisch zustimmt. All ihre Freunde sind da und feiern mit den beiden. Aber Kate ist im Gedanken woanders. Ihre Schwester Susan und ihre beste Freundin Gina merken, dass etwas nicht stimmt. Doch Kate rückt nicht mit der Sprache raus. Als Dan und sie am Abend erschöpft und ziemlich angetrunken ins Bett fallen, ahnt Kate nicht, dass sie in dieser Nacht einen ganz besonderen Blick auf ihr Leben erhält - auf ihr Leben, wie es hätte sein können, wenn Patrick nicht gestorben wäre. Kate träumt von Patrick. Er ist älter geworden, reifer und doch noch genau der Mann, in den sie sich verliebt hat. Die Wohnung ist noch immer die gleiche, aus der sie bald nach seinem Tod ausgezogen ist weil sie die Stille nicht mehr ertrug. Und noch etwas ist anderes - sie hat eine Tochter, Hannah. Kate weiß, dass es nicht die Realität ist in der sie sich befindet und doch ist ihr alles bekannt, alles bewusst und so unheimlich vertraut. In den nächsten Wochen beschäftigt sich Kate mehr mit ihrer Traumwelt als mit ihrem wirklichen Leben und muss bald feststellen, dass sie etwas vergessen hat in den letzten Jahren - sie selbst zu sein. Kann es dennoch für sie ein glückliches und erfülltes Leben geben? Meinung: Der zweite Roman von Kristin Harmel befasst sich mit Verlust, Trauer und dem Wunsch nach innerem Frieden. Die Hauptperson Kate hat mit das Schlimmste erlebt, was einer jungen Liebe passieren kann und doch muss sie nach vorn sehen. Das gesamte Buch über ist sie auf dem Weg sich selbst zu finden, mal mit mehr und mal mit weniger Erfolg. Sie hat derart realistische Träume, dass es mir als Leser ab und an zu viel wurde. Natürlich kann man sehr intensive Träume haben, aber im ganzen nahmen sie mir einfach zu viel Raum ein. In diesem Buch ist die Gebärdensprache ein wichtiger Teil der Kate mit ihrem alten Leben verbindet. Das fand ich wiederum sehr spannend. Zudem beschäftigt sich Kristin Harmel mit der Thematik der Musiktherapie. Gehört hatte ich davon bereits, aber die Ausführungen im Buch fand ich sehr anschaulich. Ich hätte mir gewünscht, dass Kate weit früher im Buch angefangen hätte ihren Weg zu gehen. So war es am Ende etwas plötzlich. Kristin Harmels Schreibstil ist, wie auch schon bei 'Solange am Himmel Sterne stehen', sehr flüssig zu lesen. Alles in allem ein Buch für einen Tag auf dem Balkon um ein wenig nach dem eigenen Lebensglück zu suchen.

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Meine Meinung: Das Cover schafft es durch die grellen und auffälligen Farben schon von Weiten auf sich aufmerksam zu machen, aber obwohl es so auffällig ist, mag ich die Farben und das Bild irgendwie nicht so. Und nachdem ich nun den Inhalt kenne, finde ich, dass der Inhalt wenig mit der Covergestaltung zu tun. Eigentlich passt es überhaupt gar nicht zusammen. Als ich angefangen habe dieses Buch zu lesen, dachte ich, dass ich in einem dieser typischen Bücher gelandet bin, wo ein total glückliches Paar durch den Tod getrennt wird und einer von beiden das ganze Buch vor sich hin heult und trauert. Solche Bücher mag ich überhaupt nicht, da sie mich total runterziehen. Doch hier habe ich mich zum Glück geirrt. Kate verliert ihren geliebten Ehemann am 11.September bei dem World Trade Center Unglück. Sie sieht mit an, wie die Türme von Flugzeugen getroffen werden und nach kurzer Zeit auch zusammenfallen. Die Türme, wo ihr Mann arbeitet. 13 Jahre später hat sie die ganze Sache eigentlich noch immer nicht richtig verdaut, nimmt aber trotzdem den Heiratsantrag von ihrem Freund an. Kurz danach beginnt sie von ihrem verstorbenen Ehemann und ihrer gemeinsamen Tochter Hannah zu träumen. Zuerst ist sie völlig durch den Wind, merkt dann aber, dass sie die Möglichkeit bekommt eine Welt kennen zulernen, in der ihr Mann am Leben ist und sie gemeinsamen eine kleine Familie gegründet haben. Und dann wird ihr klar, was diese Träume zu bedeuten haben... Als erstes fand ich es wirklich sehr sehr interessant, dass dieses Buch mit dem Ereignis vom 11. September zu tun hat. Für mich ist es bis heute noch unfassbar, was damals geschehen ist, ich kann mich sogar noch heute ganz genau an diesen Tag erinnern. Wie ich von der Schule nach Hause kam und die Nachrichten bei uns liefen. Diese schrecklichen Bilder von den Türmen. Das war echt schon krass. Dann springt die Geschichte 13 Jahre weiter...die ganze Zeit, in der sich Kate heulend in ihrem Bett verkrochen hat, wurde also weggelassen, was ich persönlich wirklich als sehr positiv fand. Doch das ganze Buch hat mich total überrascht. Erstmal war der Schreibstil so toll, dass ich total Lust hatte immer weiter zu lesen und zweitens hat sich die Geschichte so unerwartet entwickelt, dass sie super spannend war und ich unbedingt wissen wolle was noch kommt. Ja es gab natürlich auch sehr traurige Stellen, bei denen ich geweint habe. Aber das aller erste Mal, als Kate in dieser anderen Welt neben Patrick aufgewacht ist und ihn anfassen konnte und überhaupt nicht realisieren konnte was passiert ist, ja da war ich echt sprachslo. Ich habe Tränen der Freude geweint und mir kommen schon jetzt wieder die Tränen wenn ich nur daran denke. Nachdem ich also schon total angetan war von diesem Buch, fand ich es am Ende noch viel besser. Von Musiktherapie, über Gebärdensprache bis hin zur Adoption ist alles dabei. Denn durch die Träume beginnt Kate endlich auf ihr Herz zu hören und damit auch zu leben. Denn sie hat schon viel zu lange ihre Ziele und Träume vernachlässigt. Meine Fazit: Ein emotionales und herzzerreißendes Meisterstück. Meine Bewertung: 4/5 Punkten

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Der 11. September 2001 ist glaub allen in irgend einer Weise in Erinnerung. Jeder kann wahrscheinlich nicht sagen, was er an dem Tag gemacht hat. Ich bin ein großer New York Fan und auch der 11. September ist mir immer noch im Kopf. Daher finde ich Bücher die zu der Zeit oder in New York spielen, immer toll. Das ist jetzt, wie man sich an Hand des Covers ja schon denken kann, eine Liebesgeschichte :-) Kate verliert am 11. September ihren Mann Patrick - ihre große Liebe. 13 Jahre später fragt ihr neuer Lebensgefährte Dan sie, ob sie ihn heiraten will. An diesem Tag erfährt Kate leider, dass sie keine Kinder bekommen kann. Das war nie ein Thema mit Dan, bis eben zu diesem Tag. Seit dem merkt sie, dass irgendwas nicht passt. Plötzlich träumt sie sehr realistische Träume mit Patrick und Hannah. Hannah ist in ihren Träumen ihre Tochter und ist schwerhörig. Daraufhin erlernt Kate die Gebärdensprache um in den Träumen mit Hannah zu kommunizieren. Dabei lernt sie Andrew kennen, er leitet den Kurs und arbeitet als Sozialarbeiter. Die beiden kommen ins Gespräch und fangen an, miteinander zu arbeiten. Kate ist Musiktherapeutin und möchte mit schwerhörigen Kindern arbeiten. Andrew vermittelt ihr Kinder und sie arbeiten regelmäßig miteinander. Die Träume hören nicht auf und während Kate ihre Hochzeit versucht zu planen, erscheint ihr immer wieder Patrick und Hannah. Dan hat auch wenig Verständnis dafür, dass Kate jetzt auch schwerhörigen Kinder zusätzlich betreuen will. Aber Kate hilft es unheimlich, vor allem weil ihr bewusst wird, dass sie gerne Kinder gehabt hätte. Als Kate sich von Dan trennt, hören auch die Träume auf. Aber ihr wird klar, dass die Träume sie in eine gewisse Richtung leiten wollten.... Ich finde es ein wunderschönes Buch und kann es nur jedem empfehlen :-)

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