Leserstimmen zu
Apokalypse Z

Manel Loureiro

Apokalypse Z (1)

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Die Welt verändert sich ganz plötzlich. In Russland ist etwas passiert und niemand weiß so richtig Bescheid. Die Medien sind mehr oder weniger nicht mehr vorhanden. Als letzte Stimme der Apokalypse bleibt ein Blogger - zu normalen Zeiten Anwalt - über, der über die Veränderungen auf der Welt berichtet. Diese sind grausam, denn die Toten kommen zurück und bevölkern als blutrünstige Monster die Welt. ----- "Apokalypse Z" ist wie eine Aufzeichnung von Ende der Welt. Ohne Beeinflussung, ohne Zensur - nur reine persönliche Gedanken und Emotionen zum Untergang. Denn dieser Zombie-Roman wird als Blog (in späterer Folge Tagebuch) geführt und spiegelt somit wirklich die Erfahrungen des Aufzeichners wieder (der die ganze Zeit über Namenlos bleibt). Mit dem Stil der Blogeinträge muss man sich erst mal anfreunden. Vor allem weil diese nicht "typisch" wie dieses Medium mit Einleitungen gestaltet sind, sondern im Prinzip wirklich nur der persönlichen Aufzeichnung des Überlebenden dienen. So bekommt man hier ungefilterte, bedrückende und ehrliche Überlegungen, die sehr schockierend, beklemmend und angsteinflösend sein können. Allerdings macht es dieser Schreibstil es auch nicht ganz so leicht sich wirklich in die Geschichte fallen zu lassen - gewöhnungsbedürftig aber für die Apokalypse wirklich passend. Die Geschichte dreht sich im Grunde nur um den Ausbruch des Virus (oder worum auch immer es sich handelt) und die Flucht des Bloggers auf dem Weg zu Überleben. Dabei durchforstet er mehrere Stadien der Verzweiflung und der Gefahr. Es geht ums pure Überleben und nicht sonst nicht viel. Allerdings kann einem beim Lesen schon mal der Atem wegbleiben, weil man sich durch die Tagebucheinträge selbst sehr nahe dem Geschehen fühlt. Gerade diese Nähe macht es auch, die den Leser am meisten fesseln kann. Denn man hat keinerlei Hintergrundinformationen, weiß genau wie der Betroffene eigentlich nicht was in der Welt vor sich geht. Man kann somit nicht verschnaufen weil man manche Dinge vorhersehen kann - hier gibt es keine ruhige Minute die man sich in Sicherheit wiegen darf. So wie man es sich bei einer Zomieapokalypse vorstellen kann, ist die Geschichte auch stellenweise sehr blutig, sogar blutrünstig und grausam. Aber von Zombies erwartet man sich ja auch nicht den Regenbogen und glitzernde Einhörner. Das Level der Grausamkeit ist schon relativ hoch und wer verteilte Zombies und Gedärme sowies Blut nicht abkann, der soll der sollte lieber die Finger davon lassen. Wer auf Zombies, Flucht und Überleben steht - der ist bei "Apokalypse Z" auf jeden Fall richtig - zumindest wenn er sich mit dem Schreibstil anfreunden kann. Denn der ist wahrscheinlich die größte, dafür aber auch die einzige Hürde. Ansonsten bekommt man Beklemmung, Überlebenswahnsinn und Gemetzel wie man es sich erwartet.

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Meinung Ein neues Buch über die Zombieapokalypse. Kann das eigentlich gut gehen? Hab ich nicht schon langsam so ziemlich alles gelesen, was es über die Zombies und deren Apokalypse zu lesen gibt? Ja und nein. Irgendwas ist immer neu und mal ehrlich: Genug von den Zombies hab ich noch lange nicht! „Apokalypse Z“ schlägt erstmal mit einem neuen Handlungsort auf. Spanien geht vor die Hunde. Natürlich ist die Zombieapokalypse in jedem Ort gleich, aber dennoch war es interessant, dieses Szenario mal aus der spanischen Perspektive zu sehen. Es ist ein junger Anwalt und sein Kater, den wir auf der Reise zum Untergang der Welt begleiten und der uns über seine Erlebnisse berichtet. Erzählt wird dieses ganze Desaster in Tagebuchform (anfänglich noch auf einem Blog, aber nur bis das Internet zusammenbricht). Unser Protagonist erzählt den Untergang von Anfang an. Er weiß nicht was los ist, die Nachrichten spielen verrückt, die Regierung sagt rein gar nichts – bis letztendlich so ziemlich alle sterben und jeder Überlebende sich seinen Teil denken muss. Keine Warnungen, keine Ratschläge, der Mann muss gucken, wie er zurechtkommt. Ich weiß nicht, ob das Absicht war, aber durch dieses Unwissen und das Fehlen von Verständnis fühlte ich mich hin und wieder leicht „veräppelt“. Wenn auf der Straße „Menschen“ herumlaufen, denen die Gedärme aus dem Bauch hängen und die eindeutig tot sein müssten, was denke ich dann wohl, was das ist? Hier kommt dann auch gleich mein erstes Kritikpunkt: Zwar wird die ganze Geschichte in Tagebuch-Form und damit in der Ich-Form geschrieben, aber dennoch bekam ich keine richtige Verbindung zu unserem Protagonisten (von dem mir irgendwie der Name fehlt… O.o ? ). Er war immer ein bisschen verschwommen. Zwar wusste ich immer was er denkt, fühlt und macht, aber der letzte Funke ist nicht ganz übergesprungen. Schade eigentlich, denn die Geschichte als solche ist wirklich toll! Mein zweiter Kritikpunkt bezieht sich auf den Schreib-Stil. Mal abgesehen von einigen Wortwiederholungen, die mir „schlicht“ den Nerv raubten, schwang immer eine kleine Distanziertheit bei den Einträgen mit. Außerdem sind es wie gesagt Erzählungen von seinen Erlebnissen. Stellen, bei denen sicherlich die Spannung atemberaubend gewesen wäre, verlieren an Intensität, weil alles sehr nüchtern und fast immer rückblickend berichtet wird. Diese Art des Schreibens kann gut gehen, allerdings war das hier nicht der Fall. Es gibt sehr lange Abschnitte, die sich einfach in die Länge ziehen, weil alles genau berichtet werden muss. Die Reduzierung der Dialoge auf das nötigste (klar, bei der Tagebuch-Form) hat da leider auch nicht geholfen. Schieben wir den dritten Kritikpunkt gleich hinterher. Der Kater. Ich mag Tiere. Wirklich. Und ich kann es voll und ganz nachvollziehen, das unser Protagonist immer und immer wieder Kopf und Kragen für seinen Kater riskiert. Aber über Strecken fällt kein Wort über den Kater, dann wird er in ein Zombieverseuchtes Krankenhaus geschleppt, ohne irgendwelche Töne von sich zu geben? Der Kater ist wasserscheu und dennoch ist sich unser junger Anwalt sicher, dass er in den vollkommen überfluteten Keller gerannt ist? Hm, hm, hm. Naja. Wirkte manchmal etwas konstruiert, allerdings gefiel mir die Idee, dass auch mal ein Kater bei den Zombies mitspielen darf.^^ Die Geschichte als solche konnte mich im Großen und Ganzen überzeugen. Es gibt lange Strecken, an denen der Protagonist einfach nur alleine ist und viele schreckliche Dinge tut und sieht. Seine Entwicklung ist glaubhaft, wenn er auch immer wieder sehr naiv ist. Es dauert sehr lange, bis er realisiert, was da so herumläuft. Auch ist sein Verhalten gegenüber anderen Menschen sehr blauäugig und ich wunderte mich nicht, dass er von einem Schlamassel ins nächste rutscht. Natürlich ist er nicht die einzige Figur, aber alle anderen waren für eher blass und nur am Rande wichtig. Dennoch fand ich seine Reise interessant, denn auch wenn nicht immer viel passiert, was es interessant zu lesen, wie die Welt um ihn herum ausschaut. Eigentlich passiert gar nicht viel, obwohl das Buch recht dick ist. Der Protagonist (dessen Name noch immer unbekannt ist, oder ich hab ihn vergessen… O.o) lebt einige Zeit in seinem Haus, muss flüchten, ist einige Zeit unterwegs, findet andere Menschen, rutscht in ein Schlamassel, befreit sich, ist unterwegs, findet andere Menschen und bleibt mehrere Monate dort, bis sie wieder flüchten müssen. Das sind alles in allem neun Monate Handlungsspielraum, die mir viel, viel länger vorkamen. Die Story ist bekannt, läuft es bei Zombieapokalypsen doch immer auf das gleiche hinaus. Es kommt darauf an, was daraus gemacht wird und trotz einiger Schwächen, fesselte mich die Geschichte. Vielleicht liegt es auch nur am meinem Zombie-Wahn … ;-) Das Ende ist sehr offen, aber für einen ersten Teil abschließend. Ich fand es sehr gut, dass genau an dieser Stelle ein Cut gesetzt wurde und dass alles ohne fiesen Cliffhanger. Es fühlte sich eher an, als wäre ein Film zu Ende. Man weiß, dass es weiter geht, aber im zweiten Teil geht es um etwas anderes. Und der zweite Teil wartet schon auf mich. Fazit Für Zombiefans eine klare Leseempfehlung. Für Genre-Einsteiger würde ich es nicht empfehlen, da einige Längen im Buch wirklich zäh sind. Auch ist der Schreibstil gewöhnungsbedürftig. Ein Zombie-Road-Trip durch Spanien, mit Kater und ganz viel Naivität, der leider einige Schwächen aufweist. Bewertung Obwohl ich nichts gegen „lange Reisen“ in Büchern habe und diese Geschichte irgendwas hat, das mich letztendlich fesseln konnte, gebe ich nach all der Kritik 3 von 5 Marken. Mal sehen, was der zweite Band mit sich bringt.

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Pünktlich zu Halloween wagte ich mich an eines der gruseligsten Bücher das ich hier noch liegen hatte. Und ja, mit diesem Buch kann man die dunkle Jahrezeit sehr gut einleiten. Das Cover passt in das typische Schema F, hat dadurch leider keinen hohen Wiedererkennungswert, dennoch finde ich es passend gewählt da es die einsame Stimmung des Buches gut widergibt. Für mich war mal wieder die Ich-Perspektive zu Anfang ein kleines Manko. Wer schon länger meinen Blog verfolgt weiß dass ich die "ich-Schreibweise" nicht sonderlich mag. Jedoch war sie geschickt gewählt. Denn das Buch ist nicht einfach ein Bericht über das Leben während der Apokalypse, es ist ein Tagebuch eines Mannes gefangen in dieser untergehenden schrecklichen Welt. Dieser Mann ist sympathisch, einer von uns, kein ex-Militär, kein Polizist, einfach nur ein Anwalt überfordert mit der Situation und ängstlich. Er spielt nicht den Held sondern rennt und flieht, riskiert lieber andere Überlebende nicht zu finden als zu sterben. Er handelt wie jeder andere Mensch handeln würde, wodurch dieses Buch erschreckend realistisch wirkt. Ich mag den Protagonisten und ich mag wie die Geschichte in Form gebracht wurde. Mehr mag ich nicht erzählen da ich euch nichts von der Geschichte vorweg nehmen will. Jeder der Zombies mag und mal etwas richtig spannendes lesen möchte, dem lege ich dieses Buch ans Herz. Spannender Zombie-Horror mit realistischen Protagonisten. Auf jeden Fall lesenswert!

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Toller Auftakt :)

Von: Mella

05.03.2015

Klappentext/Inhalt: Eine Reihe mysteriöser Krankheitsfälle in Russland ist den internationalen Nachrichtenagenturen nicht mehr als eine Randnotiz wert - bis sich herausstellt, dass der Erreger ein hochansteckendes Virus ist, das innerhalb kürzester Zeit jeden, der sich infiziert, in ein blutrünstiges Monster verwandelt. In der Folge kollabieren Regierungen, Chaos bricht aus, und bald kämpft jeder nur noch für sich selbst. Einer der Überlebenden ist ein junger Anwalt, der beginnt, das Ende der Welt zu dokumentieren. Dies sind seine Aufzeichnungen ... Meine Meinung: Dieses Buch wollte ich im Juni schon unbedingt lesen aber ich habe es einfach nicht geschafft. Jetzt endlich hat es geklappt. Ich bin sogar froh, dass ich es im Juni nicht geschafft habe, da dieses Buch wirklich anspruchsvoll ist und man dazu wirklich Zeit braucht. Mit einem spanischen Anwalt dürfen wir diese Geschichte verfolgen. Er ist ein Blogger. Er bloggt einfach über sein Leben. Als in Russland mysteriöse Krankheitsfälle auftauchen, berichtet er auch über diese. So lange er noch Internet hat, bloggt er weiter. Danach hält er alles in einem Tagebuch fest, da in der Welt vieles nicht mehr geht. Dies hat mir wirklich gut gefallen, die Geschichte mal etwas anders zu verfolgen. Der spanische Anwalt ist so ein toller Charakter. Er ist bereits 30 und musste schon ein sehr schreckliches Ereignis in seinem Leben verarbeiten. Außerdem hat er einen Kater. Der Kater ist so toll, er ist wirklich total verwöhnt. Die beiden müssen sich den Zombies stellen und dies ist natürlich nicht so einfach. Der Anwalt hat natürlich Angst, versucht aber das Beste aus dieser Sitation machen. Bei diesem Abenteuer müssen die beiden viel durchstehen und sie wachsen natürlich auch daran. Dies hat mir wirklich gut gefallen. Ich muss wirklich sagen, dass ich anfangs ein paar Probleme mit dem Schreibniveau hatte. Die Bedeutung mancher Wörter wusste ich gar nicht und musste wirklich nachschauen. Nach und nach habe ich mich aber daran gewöhnt und es kam nicht mehr oft vor, dass ich es nicht verstanden habe. Man muss für dieses Buch wirklich Zeit haben. Es ist eine sehr komplexe Geschichte. An manchen Stellen hatte das Buch leider ein paar Logikfehler. Dies kann ja mal passieren aber ich habe wirklich einige gefunden. Das fand ich wirklich etwas schade. An manchen Stellen hat mich das dann etwas verwirrt aber ich habe mir eben dann gedacht, dass es so und so sein muss. Dadurch hatte ich dann auch keinerlei Probleme weiter zu lesen. Fazit: Für dieses Buch muss man sich wirklich Zeit nehmen, da das Schreibniveau wirklich hoch ist. Anfangs hatte ich damit etwas Probleme aber nach und nach habe ich mich daran gewöhnt. Die Zombies, der Protagonist und sein Kater haben mir so gut gefallen. Es ist wirklich ein tolles Buch. Leider waren ein paar Logikfehler in dem Buch aber ich habe mir dann eben gedacht, dass es so und so ist und dann hatte ich auch keine Probleme weiter zu lesen. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung. Bewertung: Cover: 4/5 Klappentext: 4/5 Inhalt: 4/5 Schreibstil: 4/5 Gesamtpaket: 4/5 4 von 5 Sterne

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Muss man bei Zombiebüchern etwas zum Inhalt sagen? Eine Seuche breitet sich von Russland über die Welt aus und verwandelt harmlose Menschen in grausame, menschenfressende Untote. Beschrieben wird dieser Ablauf von einem spanischen Blogger, dem sein Therapeut zum virtuellen Tagebuchschreiben geraten hat, damit er den Verlust seiner Liebe endlich verarbeiten kann. Gleich vorweg: Dieser Vorwand zum Blogschreiben des Protagonisten ist wirklich nur selbiger und hat kaum bis keine Auswirkungen auf die Geschichte an sich. Wenn man wie ich bei Liebesgeschichten eher abgeschreckt reagiert, muss man hier keine Angst haben zugeschnulzt zu werden. Der namenlose Protagonist ist Anwalt und leidenschaftlicher Taucher. Etwas naiv geht er wie ein großer Teil der restlichen Welt mit den ersten seltsamen Berichten aus Russland um. Trotzdem sorgen schenkelklopfende Zufälle dafür, dass er sehr gut gerüstet ist gegen den Ansturm der Untoten, als diese auch Spanien überrennen. Dies erschien mir gerade zu Beginn oft äußerst komisch, ich bin mir nur nicht sicher, ob dies vom Autor gewollt war. Neben diesen für mich komischen Momenten gab es aber auch sehr atmosphärisch geschilderte, mich packende Szenerien, die ich äußerst gelungen fand und die mich sehr fesseln konnten. Die Geschichte lässt sich sehr flüssig und schnell lesen, die Story macht Spaß und unterhält, war für mich nun aber auch nicht das Gelbe vom Ei, was Zombiebücher betrifft. Der Protagonist und andere Menschen, denen er begegnet, waren mir oft einfach zu naiv und brauchten sehr lange, um das wirkliche Ausmaß dessen, was passiert, zu verstehen und situationsbedingt eben auch abzubrühen. Zudem schleppt er über das ganze Buch hinweg seine Katze im Körbchen mit sich herum, was ich bei aller Tierliebe in dieser Situation für etwas unglaubwürdig halte. Die Untoten haben mir ganz gut gefallen. Hier bleibt Loureiro Gott sei Dank realistisch und hat keine asexuellen Monster erschaffen, sondern ehemalige Menschen, die nun verwandelt nach Fleisch gieren. Hierzu gehören eben auch Frauen und Kinder. Nach meinem Geschmack ist dies immer sehr lobenswert wegen dem Realismus. Zudem wird die Geschichte dadurch extremer und grausamer. Wenn ein Autor es dann auch noch schafft, diesen Monstern Geschichte zu verleihen, was er hier tut, dann ist das für mich ein großes Plus. Innovativ für mich im Zombiegenre war die örtliche Platzierung. Das europäische Spanien, wo man einfach nicht so ohne Weiteres an Schusswaffen etc. herankommt, regt den Erfindungsreichtum der Überlebenden an. Als leidenschaftlicher Taucher weiß sich der Protagonist sehr besonders zu helfen, was mir sehr gut gefallen hat. “Apokalypse Z” ist definitiv für alle Zombiefans einen weiteren Blick wert. Für Einsteiger in dieses Buchgenre gewiss ein sehr unterhaltsamer, spannender Roman, für Kenner nett, aber eben nicht herausragend. Dennoch hat mich das Buch soweit fesseln können, dass ich auch den Folgeroman lesen werde.

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Der Autor war für mich bislang gänzlich unbekannt. Ich muss aber auch ehrlich zugeben, dass der Zombiehype irgendwie völlig an mir vorbei gegangen ist. Dieses Buch jedoch hat mich nach Lektüre der Leseprobe sofort angesprochen. Und ich wurde vom Buch nicht enttäuscht. Langsam wurde man an die Zombiestory herangeführt um dann die Spannung stetig zu steigern. Zuerst nur wenige erkrankte, dann immer mehr und ebenso wurde es immer spannender. Der Schreibstil von Manel Loureiro ist sehr angenehm und so liest sich das Buch recht schnell weg. Bis man an einem gewissen punkt ankommt und man kann dann das Buch nicht aus den Händen legen, eben weil die Spannung so groß ist. Das Buch erinnert in gewisser Weise an die Zombiestories der siebziger und Achtziger Jahre. Allerdings im Gegensatz der damaligen Zombiestories wurden die grausamen Bisse hier nur angedeutet, den Rest musste man sich in seiner Phantasie vorstellen, gut auch für Zartbesaitete Leser. Die Atmosphäre, die eine solche Lebensfeindliche Umwelt mit sich bringen würde , wurde phantastisch eingefangen, so dass man wirklich das Gefühl hatte, die Zombie warten in den dunklen Ecken auf einen. Mich konnte der Autor begeistern und ich freue mich schon jetzt auf den im Herbst neu erscheinenden 2. Teil dieses Buches. Hochverdiente 4 von 5 Sternen, einen Sterne Abzug für das offene Ende, eine Qual für den Leser, solange auf die Fortsetzung warten zu müssen.

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Ich wurde leider enttäuscht

Von: Jasi von 'Meine Lieblingsbücher'

27.04.2014

Ein Anwalt bekommt von seinem Arzt empfohlen einen Blog zu führen und sein Leben zu dokumentieren, das soll ihm etwas helfen über den Tod seiner Frau hinweg zu kommen. So startet der junge Mann nun einen Blog und schreibt über die aktuelle heikle Situation in Russland. Eine Seuche die sich rasch ausbreitet und bald auch sein Land überfällt. Sie lässt Menschen sterben und danach wieder auferstehen, nur das sie dann wie betäubt durch die Gegend wanken und darauf aus sind dich zu beißen um dich zu einen von ihnen zu machen. Eine Zombie-Apokalypse. Der Anwalt ist einer der wenigen der überlebt und teilt seine Erinnerungen zuerst auf seinem Blog und schließlich als das Internet abbricht in einem Tagebuch. Anfangs fiel es mir sehr schwer ins Buch zu finden, die ersten fünfzig Seiten waren voller politischer Informationen und sein Leben wobei mich besonders erstes nicht sehr ansprach. Danach kamen endlich die lang ersehnten Zombies. Diese sind ganz typisch, etwas verwundet, etwas faulig, langsamer schlurfender Gang und nicht sehr intelligent. Die erste Welle von Zombies machte das Buch um einiges spannender und ich begann gespannt seine Internetpost und Tagebucheinträge zu verfolgen. Bis zur 200sten Seite. Danach langweilte ich mich irgendwie. Der Funken des Buches sprang irgendwie nie so recht über, die Geschichte plätscherte so dahin und erreichte keinen richtigen Höhepunkt. Zombies hier, Zombies da. Ich musste mich durch das Buch zwingen und hab in der Zwischenzeit sogar ein anderes Buch angefangen und beendet da ich keinerlei Motivation aufbringen konnte das Buch weiterzulesen. Den Protagonisten deren Name man nie erfährt und den ich in Gedanken einfach ‚Blogger‘ genannt habe, fand ich sehr sympathisch. Er ist Anwalt und ziemlich schlau, nur mit Intelligenz schafft man es zu überleben und diese, gemischt mit etwas Wagemut, schafften es ihn am Leben zu halten. Obwohl ich ihn sehr sympathisch fand, sprang auch hier der Funke nie richtig über und ich kann mich an keine Stelle im Buch erinnern an der ich um ihn gebangt habe. Die Emotionen blieben bei diesem Buch leider völlig aus. Immer wieder gab es einige spannende Stellen, die aber immer weniger wurden und mich schließlich gar nicht mehr packen konnten aber nie hab ich mich gefürchtet und es fiel mir schwer mich in die Lage des Bloggers zu versetzen wenn er seine Gefühle beschrieb die meistens aus Angst, Wut und Verzweiflung bestanden. Der Schreibstil von Manel Loureiro war nicht das was ich mir gewünscht hätte. Angeblich wird er sogar ‚der spanische Stephen King‘ genannt, etwas das ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Vielleicht war die Geschichte auch nur zu lang aber mir fehlte es einfach an Spannung, nicht nur diese in den wenigen spannenden Momenten sondern generell. ~ Fazit ~ Es ist die klassische Zombie-Buch-Methode. Jemand schreibt ein Tagebuch, Zombies kommen und er muss um sein Leben kämpfen. Leider wurde ich mit dem Buch nicht so richtig warm, nach der zweihundertsten Seite langweilte ich mich und musste mich sogar zwingen um weiterzulesen. Die nächsten zweihundert Seiten konnte mich leider auch überhaupt nicht überzeugen, das Ende fand ich auch nicht sehr prickelnd und somit lässt mich das Buch leider enttäuscht zurück.

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