Leserstimmen zu
Ich finde dich

Harlan Coben

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Anfangs hatte ich schon Schwierigkeiten, bei der Geschichte zu bleiben, denn damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet: Ein "Thriller" aus der Ich-Perspektive. Ok, für mich stand ganz schnell fest, dass es für mich kein Thriller, sondern ein einfacher Roman ist. Und ich denke auch, dass ich das Werk wahrscheinlich nicht gelesen hätte, aber hören ging. Es war nicht so sonderlich spannend, auch wenn ich bis weit in das Geschehen hinein nicht wusste, was da nun vorgefallen ist. Außerdem wirkte einiges - gerade zum Schluss hin - viel zu konstruiert, viel zu unglaubwürdig. Natürlich ist es eine fiktive Geschichte, aber da sie in der heutigen Zeit zu spielen scheint, möchte ich auch, dass es sich realistisch und nicht so an den Haaren herbeigezogen anhört. Es gab schon den ein oder anderen Spannungsmoment, den ich bei einem angepriesenen Thriller auch einfach erwarte, aber da ich die Geschichte von Anfang an runtergestuft hatte, war es für mich ok, dass es auch mal Strecken gab, an denen nicht so viel geschah, sondern einfach ein bisschen erzählt wurde. Ich denke einfach, man muss den Stil des Autor mögen. (falls er all seine Bücher so schreiben sollte) Ich werde jetzt noch einem (Hör)Buch von Harlan Coben eine Chance geben. Wenn er mich damit wieder nicht überzeugt, müssen sich unsere Wege leider trennen.. Kurz zu dem Sprecher noch etwas: Ich fand ihn stellenweise schon recht nervig. Ich hatte das Gefühl, dass nur Jake eine eigene Stimme hatte und die anderen alle gleich klangen. Zumal er bei den Nebencharakteren eine Sprechweise verwendete, die es mir persönlich schwer machte, sie sympathisch zu finden, weil sie alle so eingebildet klangen. Nicht von dem, was sie sagten, sondern wirklich von dem, wie sie gesprochen wurden. Und da war für mich auch kein / kaum ein Unterschied zwischen den einzelnen Protagonisten zu erkennen. ©2016

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Aufmachung des Buches Das Cover zeigt ein Bild mit einer Düne hinter der Dächer von Holzhäuser herausschauen. Der Himmel ist wolkenbedeckt und es scheint windig zu sein. Der Titel „Ich finde dich“ kann man auf dem Buchdeckel fühlen. Das Cover wirkt etwas düster. Inhalt Sechs Jahre hat der Professor Jake Fisher sein Versprechen gehalten, seine Liebe Natalie in Ruhe zu lassen. Im Sommer vor sechs Jahren hat er sie kennen und lieben gelernt, doch plötzlich heiratete sie einen gewissen Todd und verbann Jake aus ihrem Leben. Doch jetzt wird alles anders. Jake entdeckt eine Todesanzeige von Todd und reist zur Beerdigung an. Dort muss er feststellen, dass Natalie nicht die trauernde Ehefrau ist, sondern eine andere Frau mit jugendlichen Kindern weint um ihren Ehegatten. Was hat das zu bedeuten? Wo ist Natalie? Und warum scheint niemand von ihrem Verbleib zu wissen? Plötzlich steckt Jake in höchster Gefahr. Wem kann er noch trauen? Meine Meinung Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht. Die Handlung klingt spannend. Warum soll Jake Natalie vergessen? Als Jake dann auf der Beerdigung von Todd sechs Jahre später nicht auf seine Liebe trifft, beginnt er zu recherchieren. Warum ist Todd mit jemand anderes verheiratet und hat Kinder, die älter als sechs Jahre sind? Hier verspricht es spannend zu werden. Teilweise war es auch eine sehr interessante und spannende Handlung, aber teilweise hat sich manches gezogen. Jake sucht und sucht und trifft fast nur auf Widerstand. Manche behaupten nie etwas von Natalie gehört zu haben, obwohl sie damals vor sechs Jahren als Jake seine Liebe in einem Refugium kennengelernt hat den beiden begegnet sind. Was ist hier los? Fragen über Fragen stellten sich in dem Roman für Jake, aber auch ich rätselte über das geheimnisvolle Verbleiben der Natalie mit. Die Suche nach Natalie wird immer kniffeliger und rätselhafter. Jake wird verfolgt und es kommt zu weiteren Todesfällen. Spannung garantiert das Buch schon. Doch ein bisschen mehr habe ich mir von dem Roman doch versprochen. Die Lösung des Rätsels finde ich aber schon irgendwie gut. Am besten finde ich den Schreibstil von Harlan Coben (auch wenn es die Übersetzung ist). Jakes Geschichte wird aus seiner Sicht erzählt und dieser wendet sich häufig direkt an den Leser. Mir hat die Schreibweise sehr gefallen und dies ist einer der Gründe, weshalb ich auch nochmal ein Buch des Autoren lesen würde. Die Geschichte selbst hat mich schon unterhalten, doch manches fand ich etwas verzwickt und ich konnte nicht so wirklich zu den Figuren eine Bindung aufbauen. Das hat mir dann doch etwas gefehlt. Trotzdem war es toll seit langem mal wieder ein Thriller zu lesen. Dies muss ich mal wieder öfters machen. Mein Fazit Ich gebe „Ich finde dich“ von Harlan Coben“ drei Sterne. Begeistert war ich vor allem von dem Schreibstil, der mich mitgezogen hat. Gefehlt hat mir irgendwie, dass ich keine Bindung zu den Figuren aufbauen konnte. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Ich bin neugierig auf andere Bücher des Autoren geworden.

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Kein Ende in Sicht

Von: Jen

12.10.2015

Inhalt: Jake Fisher kann die Liebe seines Lebens nicht vergessen. 6 Jahre ist es her das Natalie ihn verlassen hat und einen anderen geheiratet hat. Doch dann wird ihr Mann ermordet und niemand scheint Natalie zu kennen. Aber wo steckt Natalie? Und wer ist sie überhaupt? Jake macht sich auf die Suche nach ihr, aber ist er auch bereit für die Wahrheit? Meinung: Das Cover wirkt düster und bedrohlich was gut zu einem Thriller passt. Was ich jedoch nicht verstehe sind die Dünen und die Häuser die an Dänemark erinnern. Das passt in meine Augen einfach nicht zur Geschichte. Durch den stark hervorgehobenen Titel wirkt selbst dieser wie eine Drohung und gerade der Titel hat mich irgendwie angesprochen. So nun aber zur Geschichte. Puh! Ich muss sagen ich bin enttäuscht. Ich hatte mir wirklich mehr davon versprochen. Es fängt bei Jake an. Ich fand ihn einfach unsympathisch. Deshalb muss einem das Buch nicht gleich missfallen aber es macht es einem schon schwer. Ich meine seine korrekte und akurate Art, sein schwarz/weiß Denken und das zusammen mit seiner Besessenheit zu Natalie, macht ihn einfach sehr anstrengend. Es ist ja schön das Jake in seinem Mikrokosmos lebt aber so ist eben nicht das Leben. Natürlich gab es durchaus eine Entwicklung des Charakters zu sehen im Laufe der Geschichte aber das hat es nicht unbedingt besser gemacht. Und die Geschichte an sich, tja die war sehr verworren. Ich hatte den Eindruck es wären 4 Geschichten, die mit Gewalt in eine gepresst wurden. Das ist eine ziemliche Herausforderung, die manchem Autor gelingen mag aber ich bin dabei verloren gegangen. Ich empfand es sehr anstrengend der Geschichte zu folgen und als ich am Ende ankam waren zwar alle Rätsel gelöst aber ich fand sie absurd. Ich meine man kann doch nicht durch ein bisschen Recherchieren das ganze Mysterium lösen. Und wenn dann hätte man das durchaus mit weniger Seiten schaffen können. Es war einfach langatmig obwohl der Schreibstil sehr flüssig zu lesen war. Allein die wirklich amüsanten Dialoge mit der Sekräterin waren mein Lichtblick. Sie hat mir den Tag gerettet aber die Geschichte retten konnte sie auch nicht. Wirklich schade! Es klang vielversprechend aber ich bin froh das es zu Ende ist. Das Buch ist vielleicht einfach Geschmackssache...

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