Leserstimmen zu
Ich finde dich

Harlan Coben

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Meine Meinung Das Buch hat mich sehr an „Ich vermisse dich“ von Harlan Coben erinnert. Beide Protagonisten wurden verlassen und haben dann versucht die Person die sie verlassen hat wieder zu finden. Haben dann aber nichts über die Person raus gefunden. Also es hat mich sehr stark an „Ich vermisse dich“ erinnert und ich fand es irgendwie schade das es ihm so ähnlich ist. Der Rest der Geschichte war gut und auch spannend und das schon nach den ersten 50 Seiten. Also in „Ich finde dich“ bin ich gut rein gekommen und es hat auch Spaß gemacht es zu lesen. Harlan Coben schreibt sehr gut und so das man es sich bildlich vorstellen kann. Außer das es mich so an „Ich vermisse dich“ erinnert hat war es ein wirklich gutes Buch. Fazit Ein sehr spannendes Buch, was ich wirklich empfehlen kann und es auch immer wieder lesen würde. Werde auf jeden Fall noch mehr Bücher von Harlan Coben lesen. 4/5 Punkte

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Aufmachung des Buches Das Cover zeigt ein Bild mit einer Düne hinter der Dächer von Holzhäuser herausschauen. Der Himmel ist wolkenbedeckt und es scheint windig zu sein. Der Titel „Ich finde dich“ kann man auf dem Buchdeckel fühlen. Das Cover wirkt etwas düster. Inhalt Sechs Jahre hat der Professor Jake Fisher sein Versprechen gehalten, seine Liebe Natalie in Ruhe zu lassen. Im Sommer vor sechs Jahren hat er sie kennen und lieben gelernt, doch plötzlich heiratete sie einen gewissen Todd und verbann Jake aus ihrem Leben. Doch jetzt wird alles anders. Jake entdeckt eine Todesanzeige von Todd und reist zur Beerdigung an. Dort muss er feststellen, dass Natalie nicht die trauernde Ehefrau ist, sondern eine andere Frau mit jugendlichen Kindern weint um ihren Ehegatten. Was hat das zu bedeuten? Wo ist Natalie? Und warum scheint niemand von ihrem Verbleib zu wissen? Plötzlich steckt Jake in höchster Gefahr. Wem kann er noch trauen? Meine Meinung Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht. Die Handlung klingt spannend. Warum soll Jake Natalie vergessen? Als Jake dann auf der Beerdigung von Todd sechs Jahre später nicht auf seine Liebe trifft, beginnt er zu recherchieren. Warum ist Todd mit jemand anderes verheiratet und hat Kinder, die älter als sechs Jahre sind? Hier verspricht es spannend zu werden. Teilweise war es auch eine sehr interessante und spannende Handlung, aber teilweise hat sich manches gezogen. Jake sucht und sucht und trifft fast nur auf Widerstand. Manche behaupten nie etwas von Natalie gehört zu haben, obwohl sie damals vor sechs Jahren als Jake seine Liebe in einem Refugium kennengelernt hat den beiden begegnet sind. Was ist hier los? Fragen über Fragen stellten sich in dem Roman für Jake, aber auch ich rätselte über das geheimnisvolle Verbleiben der Natalie mit. Die Suche nach Natalie wird immer kniffeliger und rätselhafter. Jake wird verfolgt und es kommt zu weiteren Todesfällen. Spannung garantiert das Buch schon. Doch ein bisschen mehr habe ich mir von dem Roman doch versprochen. Die Lösung des Rätsels finde ich aber schon irgendwie gut. Am besten finde ich den Schreibstil von Harlan Coben (auch wenn es die Übersetzung ist). Jakes Geschichte wird aus seiner Sicht erzählt und dieser wendet sich häufig direkt an den Leser. Mir hat die Schreibweise sehr gefallen und dies ist einer der Gründe, weshalb ich auch nochmal ein Buch des Autoren lesen würde. Die Geschichte selbst hat mich schon unterhalten, doch manches fand ich etwas verzwickt und ich konnte nicht so wirklich zu den Figuren eine Bindung aufbauen. Das hat mir dann doch etwas gefehlt. Trotzdem war es toll seit langem mal wieder ein Thriller zu lesen. Dies muss ich mal wieder öfters machen. Mein Fazit Ich gebe „Ich finde dich“ von Harlan Coben“ drei Sterne. Begeistert war ich vor allem von dem Schreibstil, der mich mitgezogen hat. Gefehlt hat mir irgendwie, dass ich keine Bindung zu den Figuren aufbauen konnte. Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Ich bin neugierig auf andere Bücher des Autoren geworden.

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Jake Fisher gab Natalie, der Liebe seines Lebens, an deren Hochzeitstag ein Versprechen. Sie hatte von heute auf morgen einen anderen geheiratet. Er konnte es nicht glauben, musste es mit eigenen Augen sehen. Sie sieht ihn und nötigt ihm das Versprechen ab, nie nach ihr zu suchen. Eine Welt bricht für ihn zusammen, aber er hält sich an das Versprechen, ganze 6 Jahre. Inzwischen ist er Professor an einer Universität und noch immer ledig. Keine Frau kam an Natalie heran. Da liest er eines Tages zufällig die Todesanzeige von Natalies Mann. Er muss sie sehen und entschließt sich, zur Beerdigung zu gehen. Aber dort steht als dessen Witwe eine andere Frau, von Natalie keine Spur. Nun erst bricht er sein Versprechen. Er beginnt die Suche nach Natalie und muss bald feststellen, dass mehr hinter der Sache steckt, zumal er sich selbst in Gefahr bringt... Dass das Wort Thriller nicht gleichzusetzen ist mit Blutvergießen und Abschlachten zeigt sich einmal mehr in dem vorliegenden Buch von Harlan Coben. Für mich ist es die erste Begegnung mit dem Autoren und ich weiß, dass es auch nicht die letzte sein wird. Dem Autor gelingt es mühelos, den Leser sofort in die Handlung hineinzuziehen. Man ist dabei, wenn Jake sich auf die Suche nach seiner Natalie macht, die Frau, die er liebt, auch wenn sie ihn für einen anderen urplötzlich verlassen hatte. Er beginnt, sie zu suchen und stößt immer wieder auf Wände, an denen es nicht weitergeht. Aber Jake ist zäh und er gibt nicht auf. Es kommt der Punkt, an dem er nicht mehr weiß, wem er noch trauen kann. Er deckt eine Ungeheuerlichkeit auf, die man als Leser nicht einmal im Ansatz vorhergesehen hätte. Während des Lesens war ich selbst immer bemüht, dem Rätsel auf die Spur zu kommen, die Zusammenhänge zu begreifen. Aber der Autor hat sich mit der Auflösung Zeit gelassen, die mich unruhig werden ließ. Ich hatte Probleme damit, das Buch wegzulegen, denn es war spannend und die Frage, ob Jake seine Natalie je wiedersehen wird, schwebte über allem. Soviel Verwicklungen und Verirrungen musste man auf dem Weg der Erkenntnis über sich ergehen lassen, dass das Buch einen wahrlich nicht losließ. Jake ist ein Protagonist, den man mögen muss, denn was er anfasst, hat Hand und Fuß und er lässt nicht locker, bis sich ihm die ganze Wahrheit erschließt. Auf dem Weg zu Auflösung gelangt Jake an seine Grenzen. Er verliert das Vertrauen an Leute, die er seit Jahren kannte und die er vor allem dachte, wirklich zu kennen. Aber niemals kennt man einen Menschen wirklich. Der Thriller ist tiefgründig, gut durchdacht, der Plot wurde fantastisch umgesetzt. Die Spannung, die zu Beginn gesetzt wurde, steigerte sich stetig, ohne innezuhalten. Fesselnd, aufreibend und nicht mehr loslassend, so müssen Thriller sein. Der Autor legt ein Tempo vor, dass man gar nicht die Gelegenheit, sich auszuruhen und das Gelesene sacken zu lassen. Man wird vorwärts gerissen und kann nicht mehr anhalten, man will es wissen, jetzt, genauso dringend wie Jake selbst. Wo ist Natalie, wie sind die Zusammenhänge. Das volle Ausmaß ist wirklich erst auf der Zielgeraden erkennbar und erschreckt. Für mich ist Harlan Coben ein Name, den man im Hinterkopf behalten sollte. Für mich ein Autor, den ich im Auge behalte. Ich empfehle diesen Thriller sehr gern weiter.

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Der mir sehr sympatische Protagonist Jake Fischer ist völlig am Boden zerstört als seine große Liebe Natalie ihm mitteilt, dass sie einen anderen heiratet. Um sich davon zu überzeugen besucht er die Hochzeit, er will Gewissheit. Dort nimmt Natalie ihm das Versprechen ab, sie in Ruhe zu lassen und nie nach ihr zu suchen. Sechs Jahre hält sich Jake daran, doch dann entdeckt er die Todesanzeige ihres Mannes. Da er Natalie immer noch liebt beschließt er sein Versprechen zu brechen und begibt sich auf die Suche nach ihr. Doch das gestaltet sich als sehr schwierig, denn niemand scheint sich an Natalie zu erinnern. Ist sie vielleicht tot? Hat sie nie existiert und Jake hat sich das alles nur eingebildet? Mit den Geheimnissen, die sich um Natalies Vergangenheit und Verschwinden ranken, war meine Neugier geweckt und so hatte ich das Buch schnell durchgelesen. Zeitweise empfand ich die Story aber als sehr langwierig. Das lag wahrscheinlich daran, dass ich unbedingt wissen wollte, was hier los ist. “Ich finde dich” hat mich schon länger gereizt. Jetzt habe ich es an einer Tankstelle entdeckt und gleich mitgenommen. Wenn ich aber ehrlich bin, habe ich etwas ganz anderes erwartet. Für mich war das kein Thriller. Eher ein sehr spannender Roman. Das soll aber nicht heißen, dass der Autor eine schlechte Story geschrieben hat. Das Buch war sehr mitreißend. Und die vielen kleinen Puzzleteile im Verlauf des Buches fügten sich am Ende zu einem schlüssigem Bild zusammen, ohne das Fragen offen blieben. Fazit: Die Geschichte ist spannend und fesselnd bis zum Schluss. Zwischendrin etwas langatmig, aber der einfache Schreibstil des Autors lässt mich darüber hinwegsehen. Mir hat das Buch gefallen, aber ich bin der Meinung, dass es sich hier nicht um einen Thriller handelt, sondern um einen sehr spannenden Roman.

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Kein Ende in Sicht

Von: Jen

12.10.2015

Inhalt: Jake Fisher kann die Liebe seines Lebens nicht vergessen. 6 Jahre ist es her das Natalie ihn verlassen hat und einen anderen geheiratet hat. Doch dann wird ihr Mann ermordet und niemand scheint Natalie zu kennen. Aber wo steckt Natalie? Und wer ist sie überhaupt? Jake macht sich auf die Suche nach ihr, aber ist er auch bereit für die Wahrheit? Meinung: Das Cover wirkt düster und bedrohlich was gut zu einem Thriller passt. Was ich jedoch nicht verstehe sind die Dünen und die Häuser die an Dänemark erinnern. Das passt in meine Augen einfach nicht zur Geschichte. Durch den stark hervorgehobenen Titel wirkt selbst dieser wie eine Drohung und gerade der Titel hat mich irgendwie angesprochen. So nun aber zur Geschichte. Puh! Ich muss sagen ich bin enttäuscht. Ich hatte mir wirklich mehr davon versprochen. Es fängt bei Jake an. Ich fand ihn einfach unsympathisch. Deshalb muss einem das Buch nicht gleich missfallen aber es macht es einem schon schwer. Ich meine seine korrekte und akurate Art, sein schwarz/weiß Denken und das zusammen mit seiner Besessenheit zu Natalie, macht ihn einfach sehr anstrengend. Es ist ja schön das Jake in seinem Mikrokosmos lebt aber so ist eben nicht das Leben. Natürlich gab es durchaus eine Entwicklung des Charakters zu sehen im Laufe der Geschichte aber das hat es nicht unbedingt besser gemacht. Und die Geschichte an sich, tja die war sehr verworren. Ich hatte den Eindruck es wären 4 Geschichten, die mit Gewalt in eine gepresst wurden. Das ist eine ziemliche Herausforderung, die manchem Autor gelingen mag aber ich bin dabei verloren gegangen. Ich empfand es sehr anstrengend der Geschichte zu folgen und als ich am Ende ankam waren zwar alle Rätsel gelöst aber ich fand sie absurd. Ich meine man kann doch nicht durch ein bisschen Recherchieren das ganze Mysterium lösen. Und wenn dann hätte man das durchaus mit weniger Seiten schaffen können. Es war einfach langatmig obwohl der Schreibstil sehr flüssig zu lesen war. Allein die wirklich amüsanten Dialoge mit der Sekräterin waren mein Lichtblick. Sie hat mir den Tag gerettet aber die Geschichte retten konnte sie auch nicht. Wirklich schade! Es klang vielversprechend aber ich bin froh das es zu Ende ist. Das Buch ist vielleicht einfach Geschmackssache...

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Durch den sehr klaren und „aus dem Leben gegriffenen Ton“ befindet man sich sofort in der Geschichte und sympathisiert mit der Hauptfigur Jake. Dieser verliert auf unglaubliche Weise seine Freundin Natalie und bleibt mit vielen Fragen und Unverständnis zurück. Sechs Jahre kann er Natalies Wunsch, keinen Kontakt zu ihr aufzunehmen, respektieren. Dann stößt er zufällig auf eine Anzeige aus ihrer gemeinsamen Zeit. Er stellt Fragen und die Suche beginnt… Als Leser entwickelt man ständig neue Theorien über das Verschwinden von Natalie, aber spätestens bei neuen Erkenntnissen von Jake bricht diese entwickelte Theorie zusammen und alles scheint wieder offen. So bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten und wird durch immer neue, unerwartete Ereignisse unterstützt. Sicherlich haften dem Thriller auch Märchenhaftes und Naives an, aber diese Elemente sind im Buch gut verarbeitet und kommen beim Leser mit der „großen Liebe“ und dem teilweise doch sehr unbefangenen Verhalten der Hauptfigur sehr gut an. Ein Buch, welches sehr spannende Lesestunden garantiert.

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Der Thriller "Ich finde Dich" wurde von Harlan Cohen geschrieben. Es erschien in der Taschenbuchausgabe im Mai 2015, umfasst 415 Seiten und kostet neu 9,99 EUR. Zum Inhalt: Jake Fisher ist College Professor und hat bis heute seine große Liebe Natalie nicht vergessen können. Von jetzt auf gleich trennte sie sich von Jake und heiratete einen anderen Mann. Nicht schlimm genug, musste er ihr versprechen nie mehr den Kontakt zu ihr zu suchen. Das alles ist sechs Jahre her, als Jake auf der Homepage des Colleges an dem er arbeitet, die Todesanzeige von Natalies Ehemann entdeckt. Jake bricht somit sein Versprechen und entschließt sich den Kontakt zu Natalie zu suchen, um ihr sein Beleid zu bekunden. Diese Entscheidung bringt eine Reihe von Geschehnissen ins Rollen, auf die Jake nicht gefasst war und die seine eigene Existenz komplett in Frage stellt. Meine Meinung: Dieser Thriller gefiel mir wirklich gut. Die Storyline war interessant und schnell und einfach nachzuvollziehen, was definitiv dem guten Schreibstil des Autors geschuldet ist. Die Perspektive, aus der der Leser das Buch erlebt, wurde von Cohen gut gewählt, denn so blieb die Spannung wirklich bis zur letzten Seite erhalten. Hier und da gab es Wendungen bzw. Zusammenhänge wurde deutlich, die meiner Meinung nach ein wenig an den Haaren herbeigezogen schienen, worüber man jedoch getrost hinweg sehen kann. Ich fühlte mich einfach gut unterhalten und trotz den kleinen negativen Aspekts, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich endlich wissen wollte, wie es ausgeht. Ich denke mit 4 guten Sternen ist das Buch gerecht bewertet und ich werde mich mit einem anderen seiner Werke definitv bald beschäftigen. Zum Schluss gilt mein Dank dem Bloggerportal sowie dem Goldmann Verlag, die mir dieses Buch netterweise zur Rezension zur Verfügung gestellt haben!

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"Six years" lautet der Originaltitel - und den hätte ich mir gut auch im Deutschen vorstellen können, aber auch "Ich finde dich" passt gut zur Handlung. Die dreht sich dieses Mal um Jake Fisher, aus dessen Sicht der Thriller geschrieben ist und der als Professor für Politikwissenschaft an einem College lehrt und lebt - klingt erstmal wie einer der langweiligsten Protagonisten, den die Welt je gesehen hat. Unser Freund Jake hat es aber in sich und wird im Laufe der Geschichte vielleicht ein bisschen zu sehr zu einem Superhelden hochstilisiert - aber wenn Ende zwanzig ist, nunmal eher die Statur eines Footballers und früher als Türsteher gearbeitet hat, hat man wohl ein bisschen mehr drauf als der durchschnittliche Prof... Die Geschichte beginnt mit der Hochzeit der Frau, in die Jake sich unsterblich verliebt hat - nur heiratet sie einen anderen Mann und bittet unseren Protagonisten, sie in Frieden zu lassen und nicht zu kontaktieren. Obwohl Jake (und somit auch dem Leser) die ganze Sache ein bisschen Spanisch vorkommt, ringt er sich dieses Versprechen ab und hält es auch sechs Jahre lang. Bis die Todesanzeige des besagten Ehemanns über seinen Monitor flattert - der Zufall (oder eher der Autor) wollte es wohl, dass eben dieser Kerl ein ehemaliger des College ist, an dem Jake lehrt. Und wie der Titel des Buchs schon verrät, begibt sich Jake auf die Suche nach seiner ehemaligen (oder eher: noch immer aktuellen) Angebeteten und bringt sich damit in ganz schöne Schwierigkeiten... Zugegeben - an der einen oder anderen Stelle müssen die Fans von absolutem Realismus ein oder auch zwei Augen zudrücken (genauso wie bei Actionfilmen), denn unser gemächlicher kleiner Professor haut ein paar Dinger raus, die gestandene Stuntleute wohl staunen lassen würden (und analysiert diese übrigens innerhalb von Sekunden, sodass er seine Handlungen entsprechend abstimmen kann... erhm?). An einigen Stellen ist die Story einfach ein bisschen drüber, die handelnden Personen vielleicht ein bisschen zu beeinflussbar - das tut aber der Spannung der Geschichte nicht wirklich einen Abbruch. Ein bisschen gestalterische Freiheit sei Coben hier zugestanden, schließlich schreibt er keine Doku, sondern einen Thriller und der ist ihm - trotz kleinerer Schwächen - wirklich gut gelungen. Die Story nimmt schnell Fahrt auf und es ist mir nicht leicht gefallen, das Buch aus der Hand zu legen - ich wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Dass nämlich bei Jakes Angebeteter Natalie irgendwas im Busch ist, hat man als Leser schnell spitz - die große Frage ist natürlich, was... Und da kommt Coben die Ich-Perspektive sehr zu Hilfe, denn es ist schwer, nur mit dem Wissen des Protagonisten Schlüsse zu ziehen und die Lösung zu kennen, bevor auch Jake die richtigen Hinweise findet - so bleibt die Spannung auch lange erhalten. Natürlich ist noch eine Wendung drin, die man absolut nicht vorhergesehen hat (und auf die man eigentlich auch hätte verzichten können, aber ein bisschen Drama muss anscheinend auch sein) und die den armen Jake noch ein bisschen mehr beutelt - aber der Charakter bleibt insgesamt ein wenig flach. Hier und da blinzt mal ein bisschen was von seiner psychischen Konstitution durch, aber ein wirklich gutes Bild von der Persönlichkeit erhält man hier kaum. An der einen oder anderen Stelle fragt man sich doch, ob der gute Mann nicht einfach nur Wahnvorstellungen hat und sich Natalie nur eingebildet hat - aber recht schnell (und vor allem drastisch) wird klar, dass es gar so einfach dann doch nicht ist. Teilweise bleibt es zwar ein wenig schleierhaft, warum sich Jake jetzt gerade so verhält, wie er es tut (und warum er das überhaupt kann!) - aber der Storyline zuliebe kann ich da drüber hinwegsehen. Mich hat "Ich finde dich" definitiv gepackt und auch wenn das Ende ein bisschen von hinten durch die Brust ins Auge ist - es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen und definitiv auch Interesse an den weiteren Thrillern geweckt.

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