Leserstimmen zu
Tomorrow & Tomorrow

Thomas Carl Sweterlitsch

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Ein Thriller der einen mit in eine entfernte Zukunft nimmt. Das ist eine Zukunft in der jeder über jeden alles erfahren kann. Das meiste Leben läuft über eine Adware, die mit dem Gehirn verbunden ist und wie eine weit entwickelte Suchmaschine funktioniert. Durch diese Adware hat man zudem die Möglichkeit in das Archiv zu gelangen. Das macht der Protagonist Dominic sehr häufig, sowohl wegen der Arbeit, als auch aus privaten Gründen. Dabei erfährt er Dinge die er eigentlich gar nicht wissen sollte und bringt sich damit in große Gefahr. Der Schreibstil des Autors ist an einigen Stellen ziemlich abgehakt und lässt sich dadurch nicht gerade leicht lesen. Zudem geht es die ersten 100 Seiten fast nur um die privaten Probleme von Dominic, wodurch keine richtige Spannung aufgebaut werden konnte. Danach hat sich das allerdings sehr stark gesteigert und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Handlung ist sehr gut durchdacht und könnte durchaus auch in der Realität so ablaufen. Der Protagonist Dominic hat mit einigen Problemen zu kämpfen und hat sich ich manche Dinge sehr stark hinein gesteigert, was ich teilweise nicht nachvollziehen konnte. Allerdings ist er sehr authentisch und wenn er leidet, leidet man mit ihm. Fazit: Ein toller Zukunfts-Thriller in dem mehr Intrigen und Geheimnisse versteckt sind als man vermutet.

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Inhalt: Die Zeit ist fortgeschritten und wir leben in einer Welt, in der unser Gehirn mit einer Adware verbunden ist. Dazu gibt es eine ergänzende Linse, durch die wir ständig mit allem möglichen zugebommt werden, sodass wir manchmal nicht mehr den Weg vor den Augen sehen können. Sprachen brauchen wir somit nicht mehr zu lernen, dafür gibt es eine Übersetzungs-app. Wir werden von Informationen überflutet und wir stehen drauf. So fortgeschritten sind wir, sodass wir auch eine komplett zerstörte Stadt, virtuell wiederbeleben können. Nach dem Anschlag auf Pittsburgh, wo alle Menschen dort gestorben sind, wurde das Archiv programmiert. Dank früheren Überwachungskameras, kann man seine verstorben Verwandten/Freunde wieder besuchen und somit zurück in die Zeit, als es Pittsburgh noch gab. John Dominic Blaxton ist Privatdetektiv und einer der Überlebenen, die zu dem Zeitpunkt nicht in Pittsburgh waren. Er beschäftigt sich mit Fällen, die vor dem Anschlag passiert sind. John ist deprimiert, weil er seine Frau und sein ungeborenes Kind verloren hat. Öfters als alle anderen, die das Geschehene zu vergessen versuchen, besucht er das Archiv. Durch Drogen versucht er die virtuell Welt, realer wirken zu lassen. Als er Heroin einnahm, verlor er seinen Job. Sein letzter Fall beschäftigt ihn immer noch und er lässt nicht locker. Nach und nach findet er heraus, dass einige Menschen, die umgekommen sind, im Archiv gelöscht oder ersetzt wurden. Als würden sie nie gelebt haben. Aber wieso sollte man Tote noch einmal töten? Meine Meinung: Empfehlenswert (3,5/5) Sweterlitsch schreibt nicht zu kompliziert. Bei einigen SciFi Büchern wird man nur so mit technischen Wörtern beschossen, doch bei ihm war das nicht der Fall. Das meiste war verständlich und auch interessant geschrieben. Leider hat sich das Buch ab der Mitte ziemlich in die Länge gezogen und auch hätte ich erwartet, dass es vielleicht noch mehr ,,Dinge'' gibt, die in der Zukunft neu sind. Das Buch beschränkt sich eher auf Pittsburgh und auf die Adware, die jeder mit sich herumträgt.

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Danke an den Heyne Verlag für dieses Rezensionsexemplar. Inhalt „Die nahe Zukunft. Vor zehn Jahren wurde bei einem Anschlag die Stadt Pittsburgh vollständig ausgelöscht. Mithilfe eines gewaltigen Datenarchivs konnte die Stadt jedoch als virtuelle Simulation wiederhergestellt werden. Hier ermittelt John Dominic Blaxton unaufgeklärte Verbrechen, und insbesondere ein Fall lässt ihn nicht los: Das Bild einer wunderschönen Frau, die ermordet wurde, wird offenbar aus dem Archiv und damit aus der virtuellen Realität gelöscht. Auf der Suche nach Antworten stolpert Dominic über eine grauenvolle Entdeckung …“ Quelle: Heyne Verlag Cover Das Cover zeigt ein Hochhaus aus Glas, das Ganze wirkt sehr real – dabei aber auch sehr modern. Super passend zum Titel ist das Cover gewählt und hat durch die Farben noch einen extra Reiz erhalten. Charaktere Der Protagonist John Dominic Blaxton ist einer der Überlebenden des Pittsburghs Unglücks. Durch den Anschlag hat er seine Frau verloren und ist in ein tiefes Loch gestürzt. Auch zehn Jahre nach der Zerstörung versucht er seine Frau in der digitalen Welt wieder zu treffen und irgendwie sein altes Leben wieder aufleben zu lassen. Mittels Drogen versucht er das ganze noch realer zu fühlen und kommt somit in einen starken Strudel aus Drogenmissbrauch und Selbstaufgabe. John Blaxton ist ein nicht sofort sympathisches Protagonist, aber man möchte dass er aus diesem Morast kommt und das es ihm besser geht. Man fiebert also die ganze Geschichte mit ihm mit und schließt ihn dadurch auch irgendwie in sein Herz. Mein Fazit Tomorrow & Tomorrow ist ein Thriller für alle, die gerne wissen wollen was auf uns zu kommt. Eine unglaublich digitalisierte Welt wird sehr realistisch und leider auch sehr erschreckend beschrieben. Der Thriller setzt sich mit einem wirklich interessanten Thema auseinander und hat dabei noch die richtige Prise Spannung und Mysterium. Ein paar Wermutstropfen gibt es allerdings schon. So zieht sich gerade der Beginn des Buches sehr und es dauert wirklich bis man hinein kommt, das hängt allerdings auch damit zusammen, dass man eine starke Vorstellungskraft braucht um ganz in dem Buch zu versinken. Dazu kommt, dass manche Textstellen sich wirklich stark in die Länge ziehen und man am liebsten schneller lesen würde als man kann, denn die Spannung ist ja da, nur das Ganze ist ein bisschen zu detailliert beschrieben. Ich gebe dem Buch 3 von 5 Sternen und würde mich sehr über ein weiteres Buch von Thomas Carl Sweterlitsch freuen. Außerdem könnte ich mir das Buch wirklich sehr gut als Film vorstellen. Der Autor Tomorrow & Tomorrow ist der erste Thriller von Thomas Carl Sweterlitsch. Mit diesem Buch zeigt er wie kreativ er ist und welche unglaubliche Vorstellungskraft er hat.

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Dieses Buch hat mich durch seinen Klappentext, Pressestimmen und vor allem durch sein tolles Cover angesprochen. In einer nahen Zukunft... So nah, das es noch Mc Donalds und Amazon gibt, aber wir ein Hirnimplantat statt einem Handy und Internet nutzen. Also Morgen.....?! Der abgehackte Schreibstil des Autors hat mir nicht gut gefallen. Viele abgehackte Sätze, verschachtelt, mit uninteressanten Informationen zugepflastert, die den Lesefluss immer stoppen. Zudem baute sich kein richtiger Spannungsbogen auf, obwohl die Geschichte es hergibt. Sehr viele Werbeeinblendungen die der Protagonist sieht werden bis ins kleinste Detail erklärt. Da Werbung und Pornografische Angebote zum Alltag der nahen Zukunft gehören, muss John Dominic Blaxton diese immer wieder ausklinken oder wegwischen. Das stört den Lesefluss, diese haben nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun. Teilweise war es sehr nervig. Hier hätte der Autor lieber etwas mehr in die Tiefe den Protagonisten gehen sollen um die Seiten zu füllen. Oder den Leser über die zur Verfügung stehende neue Technik aufklären. Hier werden wir mit neuen Begriffen wie Aggs konfrontiert, ohne zu wissen was dahinter steckt. Beim lesen ergibt sich dafür eine Lösung, aber ob das so stimmt was ich mir da zusammen reime? Erschreckend fand ich das es keinerlei Datenschutz oder Recht am eigenen Bild mehr gibt. Alles ist für alle Menschen einsehbar. Egal ob ich auf der Toilette sitze oder gerade eine Orgie feiere. Selbst Bilder vom Tod werden als Selbstverständlich erachtet. Stumpft die Gesellschaft so sehr ab? Wollen wir das? Der Autor Thomas Carl Sweterlitsch erzählt die Geschichte aus Sicht von Dominic. Er zeigt uns die Zukunft. Manchmal ist es schwer zu erkennen ob er sich in der Realität oder in einer Cyberwelt (im Archiv) befindet. John Dominic ist ein traumatisierter, drogenabhängiger, der den Verlust seiner Frau nicht verpacken kann. Obwohl man viel über ihn erfährt ist er doch sehr Oberflächlich ausgearbeitet. Ich konnte keine wirkliche Bindung mit den Figuren aufbauen. Zum Schluss gab es so etwas wie einen leichten Spannungsbogen. Dann ein abruptes Ende. Tomorrow & Tomorrow ist ein Zukunftsthriller mit einer Interessanten Hintergrundstory. Blaxton ist ein bemitleidenswerter Mann, mich hat gewundert das er die Energie und den Ehrgeiz aufgebracht hat, diesen Fall zu lösen. Die Grundidee zur Geschichte ist klasse! Es ist faszinierend einen Blick in unsere Zukunft zu werfen. Alles in allem bietet das Buch angenehme Lesestunden. Ein toller Debütroman mit potenzial nach oben.

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Daten: Autor: Thomas C. Sweterlitsch Verlag: Heyne Verlag Preis: 14.99€ (als broschierte Ausgabe), 11,99€ (als E-Book) Seitenanzahl: 480 Seiten Originaltitel: Tomorrow and Tomorrow ISBN: 9783453316485 Erscheinungsdatum: 14. April 2015 Vor Beginn möchte ich schon mal den Heyne Verlag ganz herzlich für dieses Rezensionsexemplar bedanken. Klappentext: Quelle: Heyne Verlag Die nahe Zukunft. Vor zehn Jahren wurde bei einem Anschlag die Stadt Pittsburgh vollständig ausgelöscht. Mithilfe eines gewaltigen Datenarchivs konnte die Stadt jedoch als virtuelle Simulation wiederhergestellt werden. Hier ermittelt John Dominic Blaxton unaufgeklärte Verbrechen, und insbesondere ein Fall lässt ihn nicht los: Das Bild einer wunderschönen Frau, die ermordet wurde, wird offenbar aus dem Archiv und damit aus der virtuellen Realität gelöscht. Auf der Suche nach Antworten stolpert Dominic über eine grauenvolle Entdeckung … Meinung: Der Protagonist, John Dominik Blaxton, wohnte selbst in Pittsburgh bis zu dem Bombenanschlag bei dem seine Frau gestorben ist. Er selbst hielt sich zu dem Zeitpunkt außerhalb der Stadt auf und konnte der Katastrophe so entgehen. Nun, 10 Jahre später, verbringt er die meiste Zeit bei seiner verstorbenen Frau im Archiv, einem gewaltigen Datenspeicher der Stadt in der man alles zu jedem Zeitpunkt nochmal abspielen und sogar mit den Menschen interagieren kann. Um alles noch realistischer zu erleben nimmt er Drogen, gerät dann aber auf die schiefe Bahn und wird erwischt, kommt in eine Selbsthilfe-gruppe und wird sogar gefeuert. So verliert er seinen Job als "Archiv-Detektiv", wo er die Aufgabe hatte Mordfälle in der ausgelöschten Stadt aufzuklären. Kurz darauf nimmt Dr. Reynolds Kontakt zu ihm auf mit der Bitte (oder wohl eher dem Auftrag) Albion im Archiv zu finden, da es Vermutungen gibt, dass sie überlebt hat. Doch aus irgendeinem Grund exerziert die Gesuchte im Archiv nicht mehr. Von vornherein hat mich der Klappentext sehr angesprochen. Es hat mich etwas an eine Art Atlantis in der Zukunft gemischt mit SciFi und Thriller erinnert. Doch irgendwie hätte ich aufgrund der Beschreibung als "Privatdetektiv" eher einen James-Bond ähnlichen Charakter erwartet und keinen drogenabhängigen, traumatisierten Mann mit mehr als 125 Kg. Auf der anderen Seite ist es durchaus ein positiver Punkt, dass man sich erstaunlich schnell einfinden kann. Auch wenn man keine längere Beschreibung und nur den oben genannten Klappentext ließt ist man innerhalb der ersten 50-100 Seiten voll im Bilde. Ebenfalls ein Punkt der mir gut gefallen ist die Vermischung von Realität und virtueller Realität, die die Menschen durch die im/am Gehirn installierten "Adware" betreten können. So wird das Internet mit Feed usw. mit der Realität förmlich verschmelzt. An manchen Stellen des Buches muss man dann wirklich überlegen, ob es im Buch gerade zur "Realität" oder zur einer Simulation gehört. Mit den technologischen Fortschritt hat sich auch das Marketing enorm entwickelt. Werbung ist ein Bestanteil in diesem Buch, der immer wieder aufgegriffen wird und natürlich auch extrem personalisiert ist. Demensprechend handelt es sich bei der Altersgruppe/Geschlecht der Hauptfigur um recht versexte Inhalte. Daher würde ich dieses Buch generell als Buch für Erwachsene oder ältere Jugendliche und keineswegs als Young-Adult-Roman empfehlen. Allerding wurde an Stellen, an den es sich anbot auch auf die Technik nur minimal eingegangen. Tomorrow&Tomorrow bietet neben den oben genannten Punkten auch ein sehr verstricktes System an Figuren und Handlungen, die sich aber erst auf späteren Seiten offenbaren. Es ist sehr spannend von den ganzen Verstrickungen und Hintergehen zu erfahren, doch für mich persönlich ist es auf jeden Fall nicht das Richtige. Es mag zwar durchaus realistische Zukunft geschildert werden, doch mich hat es nicht gereizt die letzten 150 Seiten zu lesen. Denn mir der Zeit wurden die Handlungen gingen für meinen Geschmack in die falsche Richtung. Fazit: Ein eigentlich tolles Buch, das ich aber leider nur wirklichen SciFi Fans empfehlen kann. Für mich persönlich ist das Buch nicht wirklich ansprechend. Daher bewerte ich es mit 3 von 5 Sternen.

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Ermittlungen von einem Privatdetektiv in einer Welt, die eigentlich gar nicht mehr existiert? Ein Thriller in einer hochtechnisierten, nahen Zukunftswelt? Diese Beschreibungen haben mein Interesse am Erstlingswerk des Autors Thomas Carl Sweterlitsch geweckt. Hier nun die Rezension zum 480 Seiten starken Thriller! Story Die komplette Stadt Pittsburgh wurde zerstört, es gab fast keine Überlebenden. Die Stadt und deren Einwohner leben aber in einer Simulation weiter, „Archiv“ genannt. John Dominic Blaxton ist Privatdetektiv und gleichzeitig der Hauptcharakter von Tomorrow & Tomorrow. Dominic, wie er meistens im Buch genannt wird, hat sich darauf spezialisiert, Mordfälle mit Hilfe des Archivs aufzuklären. Sein aktueller Fall bringt ihn an seine Grenzen, und nimmt schon bald viel größere Ausmaße an, als er und sein Chef Kucenic es sich vorstellen konnten. Vorab: Dieses Buch fällt in die Kategorie „Gewollt, gekonnt, aber nicht perfekt Umgesetzt“. Aus der Grundidee hätte der Autor deutlich mehr machen können. Aber beginnen wir doch erst mal mit den positiven Aspekten der Story: Die Geschichte war in keinem Moment vorhersehbar. Jeder der wirklich sehr zahlreichen Story-Twists kam für mich unerwartet, erscheint bei genauerem Nachdenken aber dennoch logisch und auch nicht an den Haaren herbei gezogen. Außerdem gefällt mir, wie bereits gesagt, die Grundidee sehr gut. Viele Menschen in beschriebenen Zeit haben eine so genannte Adware, die direkt mit dem Gehirn verbunden ist. Man kann sich das ganze wie eine Weiterentwicklung von Google Glass vorstellen, nur dass das technische Gerät eben Gedanken lesen kann. Dadurch wird der Mensch gläsern: Profile sind öffentlich, jeder weiß alles über jeden, kann Zeugnisse, Bilder, Pornos, Abschlüsse und das Vorstrafenregister einer jeden Person abrufen. Außerdem besteht durch die Adware eben die Möglichkeit, in das Archiv einzutauchen. Dort verbringt Dominic auch sehr viel Zeit, da er seine Frau und seine ungeborene Tochter in Pittsburgh verloren hat. Auf den ersten 100 oder 200 Seiten werden außerdem die privaten Probleme von John sehr genau beleuchtet, dazu gleich mehr. Schade finde ich aber, dass so im ersten Viertel des Buches praktisch gar keine Spannung herrscht, was für einen Thriller tödlich ist. Danach kommt Spannung auf, die aber bald wieder flöten geht. Dafür fand ich das Ende wirklich toll, sowohl Spannung, als auch Action, am Ende auch noch ein Schuss Romantik fanden sich hier. Schade finde ich bei der eigentlich sehr schönen Story und der wirklich tollen Grundidee, dass ich mich nicht besonders gut in die beiden Welten, sprich in die Realität und die Simulation, einfühlen konnte. Mich hat außerdem gestört, dass manchmal nicht eindeutig ersichtlich war, wo man sich gerade befindet. Sind wir jetzt grad im Archiv, oder passiert das alles wirklich? Diese Frage habe ich mir leider zu oft stellen müssen. Schade finde ich, ich mir die Welt nie, und zwar wirklich nie, bildlich vorstellen konnte, was an Sweterlitschs Schreibstil lag. Und dazu kommen wir nach meinem Story-Fazit: Tomorrow & Tomorrow ist ein Zukunftsthriller mit einem sehr schleppenden Start, der sich aber gut entwickelt und eine schöne und verständliche Story hervorbringen kann. Die meisten meiner Kritikpunkte sind dem Schreibstil Sweterlitschs geschuldet, und deshalb kommen wir da jetzt auch direkt zu! Schreibstil Der Thriller ist in der Gegenwart verfasst und erzählt aus der Sicht von Dominic. Wie schon beim Story-Teil möchte ich hier mit den positiven Punkten anfangen. Das eigentlich Beste am Schreibstil, vielleicht sogar das beste am ganzen Buch, war, dass der Autor ohne die Meinung eines Charakters einzubringen, über die Adware zu berichten. So hat der Leser selbst die Möglichkeit, sich eine Meinung zu bilden: „Ist doch schön, dann kann ich Nacktbilder/Pornos von vielen bekannten Frauen sehen“ oder „Die armen Menschen.. Datenschutz Ade“ Außerdem fand ich den Schreibstil sehr einfach zu verstehen. Leute, die allerdings keine Ahnung von Technik haben, und nicht wissen, was Google, Wikipedia, Facecrawler oder WordPress sind, werden mit dem Buch wenig Spaß haben, da all diese Begriffe (und noch einige weitere) nicht erklärt werden. Positiv ist außerdem, dass es in dem Buch viele lange und lebendige Dialoge gibt, was ich persönlich sehr mag. Doch auch hier habe ich wieder was zu meckern: Die Beschreibungen der Umgebung des Hauptcharakters werden in sehr sehr kurzen Sätzen, wie zum Beispiel „Braune Haare, Blaue Augen. Das Gebäude ist klein. Nur drei Räume.“ (fiktiv, soll nur den Stil wiederspiegeln). Das hat den Lesefluss gestört, und außerdem dazu geführt, dass ich mir wirklich gar nichts, nicht die Charaktere und auch nicht die Umgebung, bildlich vorstellen konnte. Alles in allem war der Thriller einfach zu lesen, und die vielen Fachbegriffe zeugten von gutem Fachwissen des Autors. Allerdings haben die abgehackten Sätze hier eine gute Wertung zerstört. Es ist mir übrigens im ganzen Buch nur ein einziger Rechtschreibfehler aufgefallen. Well done, Lektorat! :-) Charaktere Hier liegt eine der Stärken von Tomorrow & Tomorrow. Dominic ist ein sehr untypischer Protagonist, da er in keinster Weise der Held ist. Er hat mit privaten Problemen wie Drogensucht zu kämpfen, ist körperlich alles andere als fit und trauert seinen verlorenen Familienmitgliedern her, ist nahezu besessen von dem Archiv, und davon, Zeit mit seiner Frau Therese zu verbringen. Sein Bruder Gavril arbeitet als Fotograf. Wer nun letztendlich die Antagonisten sind ist nicht immer ganz klar, da sich scheinbar „böse“ Leute oft nur als Werkzeug eines noch Böseren herausstellen. Alles in allem gefielen mir die Charaktere, besonders der Hauptcharakter aus Tomorrow & Tomorrow sehr gut, weshalb es in dieser Rubrik auch eine sehr gute Wertung gibt. :-) Cover&Design Das Cover sieht eigentlich sehr schön aus, besonders von der Farbgebung her. Was es genau zeigen soll, weiß ich aber nicht. Die Schrift ist einfach zu lesen. Auf der Rückseite findet sich natürlich ein Klappentext, der meiner Meinung nach schon wieder fast zu viel verrät. Auch ansonsten konnte mich das Design überzeugen. Auch die Schrift im inneren des Thrillers ließ sich sehr gut lesen, am Ende folgt dann noch eine Danksagung.

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[Inhaltsangabe s.o. oder in meiner Videorezension.] Ich mochte die beschriebene Welt als Handlungsort sehr - sie ist das Gegenteil der sterilen HighTech-Zukünfte, sondern tendiert eher in die dreckige Noir-Richtung und wurde beim Lesen sofort lebendig. Wir befinden uns in einer stark sexualisierten und auf Extreme ausgerichteten Gesellschaft, die durch unter die Schädeldecke implantierte Adwares permanent mit Informationen, aber auch Werbung bombardiert wird. Die Funktionsweise der simulierten Stadt Pittsburgh wirkt stimmig und sorgt für eine angenehme SciFi-Stimmung hinter dem eigentlichen Krimi-Plot. Auch die Ich-Perspektive und das Erzählen im Präsens funktionieren sehr gut, da man sich so immer auf der gleichen Stufe wie der Protagonist befindet und nicht das Gefühl hat, ein auktorialer Erzähler oder der "zukünftige" Protagonist enthalte einem Wissen vor. Dass das Ganze wirklich eher ein Krimi und kein Thriller ist, sagte mir ebenfalls zu. D.h. es wird über lange Zeit auch beobachtet, überlegt, ermittelt und nicht geschlachtet, verfolgt oder gefoltert. Zudem lagen hinter allem immer noch genug SciFi-Aspekte, die mir das Buch interessant machten, da ich weniger im Krimibereich unterwegs bin. Die eigentliche Auflösung des Falls war demnach für mich weniger interessant als die Welt und verlief recht geradlinig. Auch die heftige Abwehrreaktion des Protagonisten auf gewisse Ereignisse und Erkenntnisse fand ich angemessen, da ich den abgebrühten Kommissaren, die z.B. auf Vergewaltigung mit "Na, ist halt so" reagieren, überhaupt nichts abgewinnen kann. Allgemein wussten mich die düstere Stimmung, ein nicht durchweg sympathischer, aber nachvollziehbarer Protagonist sowie ein hinter allem vorhandener Kommentar zu Tendenzen in der Gesellschaft [Vernetzung, Werbung, Überwachung, Erinnerungskultur, auch Trauerbewältigung] zu überzeugen. [Pluspunkte außerdem für einige literarische Querverweise und am Rande auch eine LGBTQ-Beziehung, die schön ruhig und nicht etwa als Fetisch des Beobachters beschrieben wurde.]

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Meinung: Dieses Buch hat mich durch den Klappentext und das Thema sehr angesprochen. Es geht um die nahe Zukunft, in der die Mehrzahl der Menschen die sogenannte Adware nutzen: Implantate im Gehirn, die einen immer und überall mit dem Internet verbinden. Man benötigt kein Tablet oder Smartphone mehr, denn jetzt hat das Gehirn direkt auf alles Zugriff. Das heißt, hinsetzen, Augen schließen und Videos, Sendungen, Nachrichten usw. gleich im Kopf abrufen. Klingt fast utopisch, aber könnte trotzdem eine mögliche Zukunft für uns Menschen darstellen. Diese Idee, und die Entwicklung einer Gesellschaft nach dem eine ganze Großstadt durch eine Bombe ausgelöscht wurde, klang für mich nach einer guten Story. Doch leider wurde ich sehr enttäuscht. Der Schreibstil des Autors war für mich ganz und gar nicht angenehm. Abgehackte Sätze, zu viele unnötige Informationen und Ausschmückungen. Wichtige, interessante Infos haben gefehlt. Realität und das implantierte Programm im Kopf ließen sich sehr schwer auseinander halten. Deswegen konnte ich mich auch nicht auf das Geschehen konzentrieren und bin immer wieder abgeschweift. Die Story kam mir eintönig vor, ohne Spannung. Außerdem ging es für mich in die falsche Richtung. Statt die Idee von einer hochtechnisierten Welt auszuschmücken und eine passende Thriller-Story einzubauen, hat der Autor einen blutigen Thriller geschaffen, der meiner Meinung nach, schlecht ausgearbeitet war. Auch die Charaktere waren lieblos und fad, sogar der Protagonist ging mir einfach nur auf die Nerven. Einzig das Ende konnte mich ein bisschen fesseln. Weswegen ich auch 2 Sterne geben kann. Insgesamt hat mich der Thriller leider enttäuscht. Ich hatte wirklich mehr von dem Buch erwartet. Empfehlen kann ich ihn nur an Fans von blutigen Science-Fiction Storys.

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