Leserstimmen zu
Die weiße Aborigine

Susan Peterson

(0)
(0)
(2)
(0)
(0)
€ 8,99 [D] inkl. MwSt. | € 8,99 [A] | CHF 11,00* (* empf. VK-Preis)

Die Beschreibung klingt nach mehr Liebesgeschichte, als letztendlich im Buch enthalten ist; was ich persönlich aber gut finde. Hauptsächlich geht es um eine kleine Familiensage, die wirklich sehr spannend ist. Die Geschichte wird zum einen aus Claras Sicht in der Neuzeit berichtet; wie sie durch einen Gentest (sie arbeitet als Laborantin) herausfindet, dass sie Aborigine-Wurzeln hat und dem nachgeht. Nach West-Australien reist und vor Ort nicht nur etwas über ihre Vorfahren herausfindet, sondern auch Abenteuer erlebt. Dadurch, dass sie mit Yagan einen Aborigine-Guide hat, erfährt sie viel über diese Ureinwohner und deren Geschichte sowie Kultur. Claras Erzählungen wechseln sich mit der Geschichte ihrer Ururgroßmutter Lores, die 1885 nach Australien reist und mit ihrem Mann nahe Derby lebt und zwischen die Fronten der Rinderbarone und Aborigine geraten. Wie es dazu kommt, dass Lore eine Affäre mit einem der dort meist gesuchten Aborigine anfängt müsst ihr beim Lesen selbst herausfinden…. Ihr war sehr positiv von dem Buch überrascht, da ich irgendwie eine schwülstige Liebesgeschichte befürchtet hatte. Und auch wenn zwei Liebesgeschichten vorkommen, sind sie nicht so dominierend. Viel interessanter und sehr spannend dargestellt ist die Geschichte drum herum. Um die Rinderbarone und Aborigine, allen voran Jandamarra, der gejagt wurde, wie es leider in der Zeit und viele Jahre lang der Fall war. Diesen Aborigine gab es übrigens wirklich und seine Geschichte ist so passiert. Die Autorin hat sich nur die Liebesgeschichte zu Lore dazu „gedichtet“. Man erfährt sehr viele Hintergründe zum Thema, die einen auch mehr als einmal schlucken lassen und aufwühlen. Dabei schafft es die Autorin, dass es nicht wie ein Sachbuch wirkt sondern man alles sehr gut und flüssig lesen kann. Da ich immer gerne erst ein Kapitel beende, bevor ich das Buch zur Seite lege kam ich recht schnell vorwärts, denn die Kapitel sind sehr lang. Insgesamt gibt es 6 Kapitel aus Claras Sicht und 5 aus Lores. Ein paar Abzüge muss ich bei all dem Lob allerdings machen, da ich das Ende etwas hanebüchen und konstruiert fand. Hier sollte noch einmal richtig Spannung aufkommen, was bei mir aber eher Stirnrunzeln verursachte. Trotzdem mochte ich das Buch insgesamt sehr gerne und freue mich dadurch mehr über die Kultur und Geschichte der Aborigine in Australien kennengelernt zu haben.

Lesen Sie weiter

Durch das Cover bin ich aufmerksam auf das Buch geworden. Ich finde, dass es etwas anziehendes an sich hat und zum lesen einlädt. Außerdem finde ich es sehr passend, dass eine Szene aus Australien dort abgebildet worden ist. Das Buch ist in zwei Handlungssträngen aufgebaut. Zum einen der von Clara, die auf der Suche nach ihren Wurzeln ist und zum anderen von Lore, die 1895 nach Australien reist und sich dort zusammen mit einem Missionar um die Aborigines kümmert. Die Idee des Buches gefällt mir gut und auch die Geschichte und die Personen. Allerdings wird die Geschichte nach einiger Zeit doch sehr langatmig und kommt einfach nicht richtig voran und bin daher geteilter Meinung. Auf der einen Seite finde ich es schon sehr spannend etwas über die damalige Zeit und der Stellung von Aborigines im Jahre 1895 zu erfahren. Und diese Vergangenheit sah eindeutig nicht rosig aus und ich finde es grauenhaft, wie die Menschen damals mit anderen Menschen umgegangen sind. Allerdings ist auch das für mich das einzige spannende gewesen. Es gibt viele Stellen, die sich einfach gezogen haben und ich das Gefühl hatte, dass ich das Buch doch weglegen könnte. Letztendlich gibt es allerdings 3,4 Sterne, da das Buch nicht durchweg schlecht ist, sondern ich anscheinend die falsche Ansprechpartnerin für das Buch war.

Lesen Sie weiter