Leserstimmen zu
Die Zerrissenen

Stephanie Fey

Die Carina-Kyreleis-Thriller (3)

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Die Zerrissenen

Von: mamenu

09.04.2018

Klapptext Der dritte Thriller rund um die Münchner Rechtsmedizinerin und Gesichtsrekonstrukteurin Carina Kyreleis Bevor die Münchner Rechtsmedizinerin und Gesichtsrekonstrukteurin Carina Kyreleis auf einen Unbekannten stößt, der Frauenleichen ausgräbt, obduziert sie den Ex-Kollegen ihres Vaters, der erhängt in seiner Zelle aufgefunden wurde. Kriminalhauptkommissar Matte Kyreleis glaubt fest daran, dass Kurt Krallinger ermordet worden ist, und sieht Parallelen zu RAF-Terroristen, deren angebliche Selbstmorde ähnliche Ungereimtheiten aufweisen. Unter dessen kämpft Carina gegen Panikattacken und fühlt sich verfolgt. Zu recht, denn jemand will unbedingt verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Meine Meinung Da dies eine Reihe ist, würde ich wirklich empfehlen Teil 1 und 2 zu lesen, da man sonst Gefahr läuft, etwas zu verpassen oder nicht in die Geschichte rein zu kommen. Da mir die ersten beiden Teile schon gut gefallen haben, musste ich meine Neugier zufrieden stellen und jetzt auch diesen Teil lesen. Auch hier war von Anfang bis Ende wieder eine hohe Spannung angesagt, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Der Schreibstil war wieder flüssig und leicht. Ich habe auch nichts anderes erwartet von dieser Autorin. Was mir auch wieder gut gefallen hat, war, das ich wieder einiges über Carina und ihrem Privatleben lesen durfte. Es wurde von der Autorin aber auch nie vergessen, das die Ermittlungen dabei immer weiter gehen, sodass die Spannung nie abflachte oder es beim lesen langweilig wurde. Leider war das der letzte Teil mit Carina, da es sich hier um eine Trilogie handelt. Ich persönlich finde es sehr schade, denn ich hätte gerne noch mehr gelesen. Vielleicht gibt es bei dieser Autorin mal eine weitere Trilogie mit Carina. Diese Trilogie kann ich nur zum Lesen weiterempfehlen.

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Da ich die beiden Vorgänger gelesen habe, wollte ich nun wissen, wie alles weitergeht. Nach einigen Seiten habe ich jedoch festgestellt, dass der vorliegende Band 3 nahtlos an den Vorgänger anknüpft. Ob das wirklich ratsam ist? Doch beginnen wir von vorn. [Achtung Spoiler] Nachdem Carina im letzten Band fast getötet wurde, möchte sie in Mexiko Urlaub machen. Koffer sind gepackt, alle Papiere geordnet. Da kommt der Anruf, dass Krallinger tot in seiner Zelle aufgefunden wurde. Sie zögert nicht lange, und fährt zurück zur Rechtsmedizin. Auch ihr Vater wartet schon ungeduldig auf die ersten Untersuchungsergebnisse. Schließlich war Krallinger sein Exkollege und Fastmörder. Bei der Untersuchung stellt Carina einen leichten Zitronengeruch an Krallingers Händen fest. Hat ihm jemand nach seinem Tod noch die Hände gereinigt? Carina ahnt, dass irgendwas vertuscht werden soll und ermittelt auf eigene Faust. Dabei erfährt sie auch einiges aus ihrer Vergangenheit. Die Protagonistin ist ja bereits aus den vorliegenden Bände bekannt und hat sich meiner Meinung nach, nicht wirklich weiter entwickelt. Im Allgemeinen fand ich, dass die Autorin ihrem Schreibstil sehr treu geblieben ist. Hin und wieder wurde versucht ein bisschen humorig zu wirken. z.B. Trotha, mit A hinten, nicht mir EL. Hier musste ich schon etwas länger über den Witz nachdenken. Humorig fand ich auch St. Adelheim. als Nichtbayer habe ich nicht sofort die Verknüpfung zum Gefängnis verstanden. Ich möchte damit ausdrücken, dass mir die Witze etwas zu platt waren und mir nur ein ganz müdes Lächeln anbringen konnte. Anfangs fand ich auch die Rückblenden etwas verwirrend, da mir dort Personen begegnet sind, mit denen ich auf Anhieb nichts anfangen konnte. Interessant fand ich jedoch die Kapitelbezeichnung in Sekunden, sowie die Zitate. Lehrreich war wiederum, dass auch die Friedhöfe "ums Überleben" kämpfen müssen. Die Hinterbliebenen möchten sparen und die Kosten der Friedhöfe sind scheinbar kaum mehr zu decken. Durchaus ein interessantes Thema. - Fazit - Ich kann jedem Leser raten, vorher Band 1 und 2 zu lesen, da man sonst kaum eine Chance hat, die Geschichte zu verstehen. Ständige Rückblenden und Verknüpfungen zur Vergangenheit. Bei Beendigung des vorliegenden Buches, erscheint die Trilogie jedoch schlüssig. Die Autor wagt sich nämlich an ein ganz heikles Thema der deutschen Terrorgeschichte ran. Die RAF und die Nachfolger. Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat, bis auf den "erzwungenen" Humor. Ich bin froh, dass ich Band 1 und 2 vorab gelesen habe.

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Die Zerrissenen

Von: Jäi

24.11.2015

Cover Das Cover hat mich persönlich sehr angesprochen. Es vermittelt den Eindruck dass ein blutiges Geheimnis hinter dem Stecken könnte was die Dame gesehn hat und Sie innerlich zerreist. Inhalt: Leider neige ich fast dazu dem Titel alle Ehre zu machen und das Buch zu zerreissen. Es ist vorneweg zu erwähnen, dass ich die ersten beiden Titel nicht gelesen habe und mir vielleicht dadurch ein paar Informationen fehlen und ich daher ein wenig streng urteile, aber ich finde das war ein sehr schlechtes Buch. Ich will nicht unfair sein, denn es beginnt wirklich spannend. Was mich aber von Anfang an enorm genervt hat, waren die schnellen und mal langsamen Sprünge zwischen verschiedenen Abhandlungen. Manche enden sogar mitten im Wort. Dies klärt sich aber zum Glück im Laufe des letzten Drittels auf, aber nervig ist es dennoch. Das Buch handelt von Carina, die eine Explosion überlebt und nun auf der Suche nach einem mutmaßlichen Agenten ist, der im Zusammenhang mit Ihrer verschwundenen Mutter steht, die sie nach der Geburt verlassen hat. Generell ist diese Geschichte recht interessant, aber leider viel zu oberflächlich ausgearbeitet. Die schmalen Ansätze die Hauptgeschichte interessant werden zu lassen, wirken ein wenig wie eine Kettensäge die kurz vor dem Anspringen doch versagt. Dann wird in einem der Kapitel eine Geschichte eines Nekrophilen aufgegriffen. In diesem Teil wird viel in die Einzelheiten und Unappetitlichkeiten gegriffen, was meiner Meinung nach nicht hätte sein müssen. Leider fragt man sich bis zum Schluss vergeblich, was dieser Typ mit der Geschichte zu tun hat - und auf wenn ich jetzt spoilern muss - man fragt es sich auch wenn man das Buch zu ende gelesen hat. Für mich hat es den Eindruck hinterlassen, als würde man Seiten schinden wollen. Als hätte das fertige Buch nicht genügend Seitenzahlen hinterlassen und man hat versucht Lücken zu füllen. Fazit: Meiner Meinung war die vermeintliche Hauptgeschichte leider nicht im Ansatz das Wort Thriller wert, höchstens den "seichten" Begriff Krimi. Ich bin leider sehr enttäuscht und hätte mir gewünscht die Zeit für ein besseres Buch genutzt. Ich wurde von dem Cover geblendet. Was mir allerdings sehr gut gefallen hat, ist, dass das Buch in München spielt. Ich bin Münchnerin und konnte mich daher mit den örtlichen Begebenheiten wie den Waldfriedhof ein wenig besser in die Geschichte einfinden. Diesen Titel kann ich leider gar nicht empfehlen.

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Leider neige ich fast dazu dem Titel alle Ehre zu machen und das Buch zu zerreissen. Es ist vorneweg zu erwähnen, dass ich die ersten beiden Titel nicht gelesen habe und mir vielleicht dadurch ein paar Informationen fehlen und ich daher ein wenig streng urteile, aber ich finde das war ein sehr schlechtes Buch. Ich will nicht unfair sein, denn es beginnt wirklich spannend. Was mich aber von Anfang an enorm genervt hat, waren die schnellen und mal langsamen Sprünge zwischen verschiedenen Abhandlungen. Manche enden sogar mitten im Wort. Dies klärt sich aber zum Glück im Laufe des letzten Drittels auf, aber nervig ist es dennoch. Das Buch handelt von Carina, die eine Explosion überlebt und nun auf der Suche nach einem mutmaßlichen Agenten ist, der im Zusammenhang mit Ihrer verschwundenen Mutter steht, die sie nach der Geburt verlassen hat. Generell ist diese Geschichte recht interessant, aber leider viel zu oberflächlich ausgearbeitet. Die schmalen Ansätze die Hauptgeschichte interessant werden zu lassen, wirken ein wenig wie eine Kettensäge die kurz vor dem Anspringen doch versagt. Dann wird in einem der Kapitel eine Geschichte eines Nekrophilen aufgegriffen. In diesem Teil wird viel in die Einzelheiten und Unappetitlichkeiten gegriffen, was meiner Meinung nach nicht hätte sein müssen. Leider fragt man sich bis zum Schluss vergeblich, was dieser Typ mit der Geschichte zu tun hat - und auf wenn ich jetzt spoilern muss - man fragt es sich auch wenn man das Buch zu ende gelesen hat. Für mich hat es den Eindruck hinterlassen, als würde man Seiten schinden wollen. Als hätte das fertige Buch nicht genügend Seitenzahlen hinterlassen und man hat versucht Lücken zu füllen.

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Mit diesem Roman präsentiert die Münchner Autorin Stephanie Fey den dritten Band einer Trilogie um die Rote Armee Fraktion. Protagonistin ist Carina Kyreleis, Rechtsmedizinerin und Gesichtsrekonstrukteurin. Durch den Fund einer Leiche auf dem Waldfriedhof kommt die Rechtsmedizinerin einem Unbekannten auf die Spur, der Frauenleichen ausgräbt und misshandelt. Doch bevor sie diesen Unbekannten aufspürt, obduziert sie einen auf Abwege geratenen Ex-Kollegen ihres Vaters, Kriminalhauptkommissar Matte Kyreleis, der erhängt in seiner Gefängniszelle aufgefunden wurde. Ihr Vater glaubt fest daran, dass dieser Tote ermordet worden ist, und er sieht Parallelen zu den Terroristen der RAF, deren angebliche Selbstmorde ähnliche Ungereimtheiten aufweisen. Vom ersten Moment an wird in diesem Roman bei regnerischem Wetter ermittelt. Das lässt miese Stimmung aufkommen und manchmal wird die Protagonistin von Panikattacken überwältigt. Sie fühlt sich verfolgt, ohne den Grund zu wissen. Ihre Befürchtungen scheinen sich zu bestätigen, irgendjemand will verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Die Autorin hat diesen Thriller in zwei Handlungsstränge untergliedert, zum einen den des Leichenschänders, und zum anderen den um die Ermittlungen zur RAF und dem Toten im Gefängnis. Dabei ist der erste Handlungsstrang noch mit einer weiteren Ebene versehen, nämlich der Ebene aus der Perspektive des Leichenschänders. Hier erlebt der Leser mit, was diesen Menschen dazu geführt hat, dass er weibliche Leichen ausbuddelt und sie dann missbraucht. Es bleibt dem Leser nichts verborgen und er erfährt zumindest auch den Vornamen des Täters. Während jedoch die Ermittlungen laufen und sich Ermittler, Polizisten und Zeugen unterhalten, fällt in der gesamten Zeit nicht ein einziges Mal der Name dieses Schänders. Zwar ahnt man als Leser, dass der Täter nicht weit weg sein kann von den handelnden Figuren, aber einen definitiven Hinweis gibt es lange Zeit nicht. Der Täter führt ein Doppelleben, womit wiederum der Leser leben muss. Der Handlungsstrang mit dem in der Gefängniszelle Erhängten ist eng verzahnt mit dem Leben der Protagonistin und ihres Vaters. Wie die Rechtsmedizinerin erfährt, war ihre Mutter eine Killerin im Auftrag des Bundesnachrichtendienstes, und arbeitete gegen die RAF-Terroristen. Sie ist bereits ums Leben gekommen, als Carina Kyreleis noch ein kleines Mädchen war. Auch ihr Vater ist jahrelang davon ausgegangen. Erst die Ermittlungen um seinen Ex-Kollegen lassen andere Vermutungen zu. Die Autorin hat für diesen Roman sehr viel Rechercheaufwand betrieben, was die RAF-Szene angeht als auch die Vorgehensweisen von Leichenschändung. Stets bemüht, dem Leser umfassende Informationen zu den Vorgängen mit auf den Weg zu geben, versteht sie es, diese Informationen in eine packende Handlung einzubetten. Viele Details vom Ende der RAF 1993 in Bad Kleinen werden auf unterhaltsame Weise verarbeitet und damit wieder ins Gedächtnis der Leser geholt. Die psychologischen Abläufe über das Leben eines Leichenschänders und die detaillierte Arbeit einer Rechtsmedizinerin wird mit viel Akribie von Fey für den Leser aufbereitet. Ein spannender Thriller, der einem kaum Zeit zum Atmen lässt.

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Carina Kyreleis wird unmittelbar vor dem Abflug nach Mexiko zurück in die Gerichtsmedizin gerufen, um eine Obduktion vorzunehmen am Kollegen ihres Vater. Kurt kralliner wurde erhängt aufgefunden - und ihr Vater schwört, dass es Mord sein muss. Denn Kurti erinnert ihn viel zu sehr an die RAF-Selbstmorde, um willentlich erfolgt zu sein. Unterdessen findet man dank einiger überschwemmter Gräber auf dem Friedhof in mehreren Särgen doppelte belegung vor - ein Nekrophiler scheint umzugehen, auf dessen Spuren sich Carina heftet ... Ich hatte auch dieses Buch als Rezensionsexemplar aus dem Bloggerportal bekommen. Was mir nicht klar war, war, dass es sich hier um Band 3 handelt, das Ende einer Trilogie, so dass ich am Anfang ein wenig überfordert war mit der Geschichte. Andererseits, und das fand ich seh gut, wird auf die Vorgänger Bezug genommen, ohne deren Inhalte immer wieder total in den Mittelpunkt zu stellen. Insgesamt kreist das Buch um den Tehmenkomplex RAF und potentielle Verstrickungen der Bundesregierung in die dritte Generation der RAF. Ein extrem spannendes Thema, wenn auch mit vielen Verschwörungstheorien versehen, und in diesen Passagen auch total spannend geschrieben.. Vor allem die Erinnerungen von Carinas Mutter Iris, die als BND-Agentin an mehreren Aktionen beteiligt ist, waren wahnsinnig beeindruckend und auch spannend geschrieben. Parallel erzählt wird dann die Geschichte eines Unbekannten, dessen nekrophile Neigungen immer deutlicher werden und dem man als Leser in düstere Seelenabgründe folgt. Spannend, zum Teil makaber (die Gespräche mit den Toten Eltern, bei denen nie etwas geschildert wird, aber man als Leser die Szenerie trotzdem direkt im Kopf hat), alles in allem echt gute Lektüre. Und wieso bin ich dann nicht begeistert von dem Buch? Weil ich das Gefühl habe, hier wurden zwei Bücher einander geschoben, die gar nichts miteinander zu tun haben. Das wäre Stoff für zwei gute Thriller gewesen, in der jetzigen Machart lenken sie sich aber ab, weil ich als Leser immer versuche, einen Zusammenhang herzustellen zwischen den beiden Geschichten. Und das war für mich dann in der Mitte des Buches wirklich mühsam, da hatte ich dann einen Hänger, der mich fast am Weiterlesen gehindert hat. Ich hätte sehr geren viel mehr in den Elementen der Nekrophilen-Geschichte gewühlt und da merh erfahren, statt dann zufällig den Täter aus dem Hut gezaubert zu bekommen. Oder eben noch mehr die RAF-Linie verfolgt sehen wollen, da wirklich tief eintauchen und noch mehr Ermittlungen erleben, noch mehr Rätsel und Verschwörungen ... So ist das Buch zwar ein ganz netter Thriller, aber der Thrill fehlt mir hier und da einfach zu sehr, um dauerhaft bei der Stange zu bleiben.

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Das Buch in drei Worten? Recherchiert, interessant, angenehm. Wie ist das Cover? Das Cover entspricht meinen Erwartungen eines Thriller-Covers. Es ist düster, in Grautönen gehalten und lässt Interesse aufkommen. Was der Titel jedoch mit dem Inhalt zu tun hat, kann ich mir nicht so genau vorstellen. Zerrissen im Sinne von hin und her gerissen? Oder weil Aufzeichnungen eine wichtige Rolle spielen? Darauf kann ich euch und mir leider keine Antwort geben. Wie war die Handlung? Das Buch beginnt sehr vielversprechend. Wir starten in medias res und lernen über drei Erzählstränge kennen, was in Gegenwart und Vergangenheit vorgefallen ist. Unsere Protagonistin Carina ist Gerichtsmedizinerin, ihr Vater ist Kriminalhauptkommissar und ihre leibliche Mutter ist Geheimagentin. Was eine Mischung. Ein verzwickter Mordfall, eine Reihe exhumierter Leichen und die RAF spielen eine Rolle. Die Haupthandlung rund um Carina, ihren Vater, ihre Mutter und die RAF hat mir sehr gut gefallen. Die Nebenhandlung um die exhumierten Leichen war gut gearbeitet, da eklig – für einen Thriller sehr passend! – aber passte nicht so gut ins Gesamtbild. Ich zumindest verstehe den Zusammenhang nicht ganz. Abgesehen davon, dass der Typ psychische Probleme hat. Ganz gewaltige. Wie waren die Figuren? Die Figuren haben mir gut gefallen. Wir haben keine typischen Figuren, die alles perfekt machen. Carina fühlt sich verfolgt, ihr Vater ist überambitioniert – wohl eher ein Kontrollfreak – und ein Bekannter von Carina, der Polizist ist, kann kein Blut sehen. Auch die Familiendynamik wirkt sehr real. Generell gefielen mir die Figuren unheimlich gut. Ich hatte das Gefühl, dass ich mich gut mit Carina verstehen würde. Auch mit ihrem Kollegen hätte ich mich sehr gut anfreunden können. Wie war der Schreibstil? Der Schreibstil war angenehm. Er war nicht überladen oder schwierig, aber auch nicht zu einfach. Er war einfach genau richtig. Fachbegriffe wurden gut eingebettet und erklärt, zumindest über ihren Kontext, und ich persönlich störte mich an nichts. Was war gut? Ich finde, dass man es spürt, dass die Autorin recherchiert hat. Man spürt auch, dass Herzblut in dieser Geschichte steckt. Die Hintergrundinformationen sind wunderbar ausgewählt und eingearbeitet, sodass man keinen Bruch im Schreibstil erkennt. Was war nicht so gut? Leider konnte ich Haupt- und Nebenhandlung überhaupt nicht zusammenbringen. Ich verstehe bis jetzt nicht, wozu es die Nebenhandlung gab. Klar, dadurch wird Ekel erzeugt und das Gefühl eines „typischen Thrillers“ kommt rüber. Mich persönlich hat aber eher die physische Störung des Protagonisten der Nebenhandlung zum Gruseln gebracht. Auch mit dem Ende konnte ich mich nicht anfreunden. Im Gegensatz zum Rest des Buches wirkt es übereilt, zu kurz und zu plötzlich. Ich finde das wirklich schade. Das Buch hat eine Menge guter Punkte, das Ende passte jedoch nicht ins Bild. Gibt es etwas Außergewöhnliches? „Die Zerrissenen“ war sowohl mein erster Thriller aus der Sicht einer Gerichtsmedizinerin als auch über die RAF. Die Szenen, in denen es nur um Carinas Arbeit – oder auch die Arbeit der Polizei – ging, haben mir sehr gut gefallen, da sie mir wohl recherchiert vorkamen. Ein gesamter Roman nur über die Nebenhandlung wäre auch möglich gewesen, da diese eindeutig Ekelpotential liefert. Kann ich das Buch empfehlen? Für Menschen, die Thriller mögen, die nicht so blutig sind und ihnen Verfolgungsangst einjagen, kann ich „Die Zerrissenen“ empfehlen. Ich finde, dass dieser Thriller einen guten Einstieg ins Genre bietet. Leser, die nur Thriller lesen, werden hier vermutlich nicht auf ihre Kosten kommen, da ihnen dieser Thriller „zu brav“ sein könnte. Trotz des für mich nicht passenden Endes sind mir die einen oder anderen Schauer über den Rücken gelaufen, ichkonnte mich ekeln und bereue es nicht, „Die Zerrissenen“ gelesen zu haben. Ein herzliches Dankeschön an den Heyne Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars von „Die Zerrissenen“.

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Die Zerrissenen ist der dritte Teil der Reihe um die Rechtsmedizinerin und Gesichtsrekonstrukteurin Carina Kyreleis. Im Leben von Carina geht es sehr turbulent zu. Sie wäre beinahe bei einer Explosion verletzt worden, steckt mitten in dem großen Geheimnis ihrer Herkunft und muss sich die Verschwörungstheorien ihres Vaters Matte Kyreleis in Bezug auf den Selbstmord eines Ex-Kollegen anhören. Nebenbei ist sie frisch verliebt, die Schmetterlinge bringen sie durcheinander und auf dem Friedhof werden zu viele Leichen in Gräbern gefunden. Carinas Kopf hat schwer zu tun- aber irgendwie fügen sich alle Fäden um ihre Mutter, der RAF Terroristen und Mattes Vermutungen am Ende zusammen...............Die Zerrissenen von Stephanie Fey war für mich das erste Buch von der Autorin. Das Cover mit dem halben Frauengesicht und der roten Schrift hat mich schon sehr angesprochen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr mitreißend, die Protagonisten sind äußerst interessant und liebevoll skizziert. Kleine Macken und Marotten bringen dem Leser auch den einen oder anderen Nebendarsteller nah, ohne dass zu viele Details beschrieben werden. Der Inhalt war spannend- da ich aber kein Polit-interessierter Leser bin, war dieser Teil nicht ganz so verständlich für mich. Aber da die Story eigentlich aus drei Handlungssträngen bestand, war das trotzdem eine interessante Geschichte. Ohne zu Spoilern sag ich nur: Tills Vorlieben haben mich oft staunend schmunzeln lassen. Das ist ein toller Strang gewesen. Da ich mitten in der Reihe angefangen habe, wurde mir sicherlich viel aus den anderen Teilen verraten. Meiner Meinung nach ist jeder Teil nicht ganz selbstständig, sondern schon sehr auf die vorangegangenen Teile gestützt. Das Ende des Buches war ein klassisches Finale- viel passiert, die Spannung zum Schneiden und dann...und DANN...ist Ende!! Und man muss schauen, wo man den nächsten Teil herbekommt. Für mich ein klares JA zum Lesen und bewertet mit 4 von 5 Sternen.

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