Leserstimmen zu
Der Flügelschlag des Glücks

Lisa Jewell

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Warum dieses Buch ursprünglich auf meiner Wunschliste gelandet ist, kann ich gar nicht mehr sagen. Nachdem ich jedoch den Klappentext nochmals gelesen habe, beschloss ich, es davon zu befreien, da mich Familiengeschichten immer interessieren. Als ich begann, in die Geschichte einzutauchen, irritierte mich zu Anfang ein Detail: Es tauchten zwei Namen auf, die mir sehr bekannt vorkamen, da sie die Titelfiguren meiner Lieblingsserie meiner Jugend sind. Das hatte natürlich direkt einen fahlen Beigeschmack bei mir hinterlassen, denn ich befürchtete nun irgendeinen Abklatsch, obwohl der Klappentext nichts dergleichen suggeriert. Je weiter ich voranschritt, desto deutlicher wurde, das nichts mit dem anderen zu tun hat. Es war scheinbar absoluter Zufall - zumal die Geschlechter auch nicht die gleichen sind bei einem Namen. Irgendwie hatte ich mich auf eine sehr einfache Szenerie eingestellt. Ich hoffte zwar, dass es spannend werden würde, rechnete aber nicht mit großen Überraschungen. Mein Ziel war es, einfach mal wieder einen schönen Wohlfühlroman in der Hand zu halten. Was mich dann jedoch erwartete, damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Die Autorin greift ein Thema auf, welches viel zu wenig Beachtung in der Literatur findet. Ich persönlich habe darüber bereits sehr viel gesehen - im TV, nicht privat. Lisa Jewell schafft es, einem Bereich Raum zu geben, vor dem die meisten die Augen verschließen - vor allem die Betroffenen selbst. Ich hatte weder mit diesem Thema noch mit dieser Umsetzung gerechnet, sodass ich absolut überrascht war - und das positiv. Die Figuren werden toll charakterisiert. Jeder hat seine Eigenarten, es tauchen kaum Klischees auf und sie wirken sehr authentisch. Da das Geschehen aus mehreren Perspektiven erzählt wird, lernt man jeden mit jeder Seite ein Stück mehr kennen. Die Schriftstellerin versucht in ihrem Roman gleich mehrere Themen aufzugreifen und zu verarbeiten: Zusammenhalt, Familie, ... Was bei vielen total überladen wirkt, macht diese Erzählung erst aus. Ein wenig irreführend ist der Klappentext, denn Hauptthema ist in meinen Augen ein ganz anderes. Außerdem will der Titel nicht so ganz zum Inhalt passen. Dennoch gebe ich dem Buch eine absolute Leseempfehlung an all jene, die auch mal fernab vom Mainstream lesen möchten und dennoch eine leichte Lektüre für Zwischendurch suchen. ©2018

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Eine sehr spannende Familiengeschichte bekomme ich hier geboten. Die Schreibweise der Autorin begeistert mich sofort und obwohl ich zu Anfang durch die Handlungssprünge nicht sofort zurechtkam, las ich dank Lisa Jewells Art und Weise zu erzählen, weiter. Sehr einfühlsam wird die Geschichte der Familie Bird erzählt. Schon früh zu Beginn der Geschichte wird klar, dass Mutter Loreley eine schwierige Person ist und der Drang, Dinge aufzuheben und zu sammeln schon immer ihr Leben bestimmt hat. Schön wird aufgezeigt, wie die Familienmitglieder mit der Situation umgehen, wie es sie prägt und was für Konsequenzen sie ergreifen. Jeder Protagonist ist nachvollziehbar ausgearbeitet und handelt schlüssig in den jeweiligen Situationen. Sie bekommen Tiefe und man kann sich in die Charaktere hineinversetzen. Ungewöhnlich und deswegen für mich umso spannender war die Tatsache, dass Ostern der zentrale Zeitpunkt ist, nicht, wie man es in viele anderen Romanen liest, Weihnachten. Die Geschichte wird durch Rückblenden erzählt, immer mal wieder komme ich aber auch zurück in das aktuelle Jahr 2011 und so fügt sich Stück für Stück das Mosaik zusammen. Und irgendwie rücken auch Stück für Stück die Geschwister wieder zusammen. Denn es wird klar, egal was passiert, Zusammenhalt ist das wichtigste. Ich war rundum zufrieden nach dieser Lektüre und deswegen auch 5 Eselsöhrchen.

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Super Buch

Von: Nici

26.11.2016

Inhalt: Sie hatten die perfekte Kindheit bis ein tragisches Ereignis die ganze Familie zerriss. In einem großen Cottage in England lebt die Bird-Familie. Immer gut gelaunt und chaotisch, doch ihre Eltern gaben den Kinder alles was sie brauchen: Liebe, Harmonie und Wärme. Bis zu den Osterwochenende ist alles noch vollkommen normal, bis etwas ganz schreckliches passiert. Die Jahre vergehen dahin und die Familie lebt sich auseinander. Die Kinder wollen nicht mehr mit den Eltern reden, ein Kind ist vollkommen verschlossen, und andere ziehen sich zurück und leben friedlich weiter. Es scheint, als gebe es die Bird-Familie gar nicht mehr. Doch eines Tages bekommen alle Mitglieder eine Nachricht zugesendet, die alle in das Elternhaus zurückkehren lässt. Endlich erfährt die ganze Familie die Wahrheit, was an dem Osterfest passiert ist.. Meinung: Erstmal danke für das Rezensionsexemplar! Ich habe mich darüber sehr gefreut. Das Cover ist wunderschön aufgebaut und macht neugierig. Es sieht sehr toll aus und ich war gespannt, ein Buch von der Autorin zu lesen, da viele von ihr schwärmen. Der Schreibstil von der Autorin ist einfach und man kommt schnell in die Geschichte hinein. Neu für mich war es, dass die Geschichte so viele unterschiedliche Personen enthalten und ich brauchte einige Zeit um sie mir alle zu merken. Lisa Jewell schreibt sehr detailliert und schreibt Gefühle und Gedanken real, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Die vielen Personen sind mir jedoch nicht so ins Herz gewachsen, ein paar sind mir einfach unsympathisch gewesen andere einfach zu langweilig, sodass ich keine Lieblingsfigur habe. Das Buch hat zwei Perspektiven: Einmal von dem Jahr 2010, 2011 und aus dem Jahr 1981. Im Jahr 2010 werden Briefe oder E-Mails erzählt, die man gut versteht. In dem Jahr 2011 erzählt man von der Gegenwart, wo es schon Konflikte zwischen den einzelnen Familienmitgliedern gibt. Am Anfang ist man noch etwas verwirrt, dass löst sich aber, wenn man die Vergangenheit im Jahr 1981 kennt. Dort sind die Bird Kinder noch Kleinkinder und man erfährt immer mehr von der Familie. Den Mittelteil fand ich meiner Meinung nach ein bisschen langatmig und nicht mehr so interessant. So kann ich aber sagen, das man das Buch in mindestens 4 Tagen gelesen hat, da es einfach, bis zum Mittelteil, fesselnd und interessant war. Von der Autorin habe ich vorher noch nichts gelesen, möchte aber noch mehr von ihr hören. Ich finde, dass das Buch noch zu unbekannt ist und sollte mehr verbreitet werden. Die Handlungen passen alle super zusammen und die Autorin beschriebt eigentlich alle Situationen lebendig. Ich habe mich beim Lesen wohl gefühlt und hoffe das noch ein zweiter Band von der Bird-Familie kommt. Im Großen und Ganzen kann ich das Buch an alle Romane Liebhaber weiterempfehlen. Fazit: Ich vergebe gute 3 von 5 Sternen.

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