Leserstimmen zu
Herrin des Nordens

Martha Sophie Marcus

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Im weiten Feld der oft nicht lesenswerten, weil doch allzu trivial geschriebenen historischen Romane durchaus ein Lichtblick. Kleine Anmerkung: Korrekt wäre "die Langmut" und "die Sanftmut" (nicht "der Langmut" und "der Sanftmut"); "der Abscheu" (nicht "die Abscheu"). Leider habe ich es verabsäumt, mir die entsprechenden Seitenzahlen zu notieren.

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Wieder ist mir ein Roman von einer mir unbekannten Autorin in die Hände gefallen. Martha Sophie Marcus erzählt die Geschichte einer jungen Frau in der Mitte des 11. Jahrhunderts in Haithabu. Neben ihrem Schicksal wird vom Untergang der Herrin des Nordens und der Entstehung Schleswigs berichtet. Wir können rund 20 Jahre die bewegte Geschichte der südlichen Dänemark miterleben. Liebe, Krieg, Handel und Tod – Themen die sich in jeden Mittelalterroman wiederfinden. In die „Herrin des Nordens“ lese ich alle Bestandteile in einer neuen Welt. Das Gebiet um die Schlei war für mich romantechnisch bisher unbekanntes Gebiet. Die Autorin lässt Land und Leute lebhaft erwachen. Viele interessante Informationen und Charaktere fordern allerdings ihre Zeit. Leser, die schnell zu lesende Lektüre bevorzugen, werden mit diesem Buch nicht glücklich werden. Zumal die Autorin einen Satzbau benutzt, der mich immer wieder zwingt, ganze Sätze zu lesen. Glossar und Karten sowie ein aufklärendes Wort zu Entstehung des Romans runden das über 700 Seiten starke Buch. Ich spürte mit jeder Zeile mit wie viel Liebe der Roman geschrieben wurde und man kann es ahnen wie viel Recherchearbeit dahintersteckt. Für mich ist Martha Sophie Marcus eine gelungene Neuentdeckung. Ihr Buch erfüllt alles was ich mir wünsche bei einem Mittelalteroman: spannende, komplexe Geschichte in einem gut recherchiertem Setting. Anfang 2017 kommt ihr neuer Roman heraus und ich werde sicher einer der ersten Leser sein.

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Martha Sophie Marcus gelingt es immer wieder aufs Neue mich gleich auf den ersten Seiten abzuholen. Geschickt gelingt es ihr die Stimmung uns Atmosphäre wie sie damals geherrscht haben könnte einzufangen. Und so steckt man schon gleich zu Beginn mitten in der Geschichte, oder besser gesagt man lebt ihre Geschichten. Schauplätze und die Figuren sind so bildhaft beschrieben, dass man wirklich dabei ist, denn es kommt mir jedes Mal so vor, man wäre vor Ort und würde mit den Figuren am Ort des Geschehens leben. Man spürt mit jeder Zeile wie viel Liebe im Buch steckt und man kann es ahnen wie viel Recherchearbeit dahintersteckt. Ihr Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen und es ist so ein leichtes auch die mehr als 700 Seiten in einem Rutsch herunterzulesen. Ich war nach zweieinhalb Tagen durch das Buch durchgerauscht, davon die letzten knapp 400 an einem Tag. Es fällt also extrem schwer das Buch beiseite zu legen, denn wie man es sich denken kann schreibt die Autorin so, dass man auf die nächste Seite gespannt ist. Der Spannungsaufbau ist fein gezeichnet und erst mit der letzten Seite hat man angekommen zu sein. Für mich war das wieder große Klasse und ich vergebe hoch verdiente 5 Sterne.

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Martha Sophie Marcus ist mit ihrem Buch "Herrin des Nordens" ein hervorragend recherchierter historischer Roman gelungen, der das Leben im 11. Jahrhundert vielseitig, detailliert und authentisch darstellt. Es geht darin um die unruhige Umbruchszeit, in der Kriege um Königreiche und um den Glauben an der Tagesordnung waren, der Christentum auf brutale Art und Weise über die Wikinger hereinbrach und ihren heidnischen Glauben immer weiter verdrängte. Einen näheren Blick lässt uns die Autorin auch auf die Rolle der Frau zu jener Zeit werfen. Die vielen wirklich interessanten Informationen und Charaktere fordern allerdings ihre Zeit. Leser, die schnell zu lesende Lektüre bevorzugen, werden mit diesem Buch also eher nicht glücklich werden. Die Autorin verwendet altertümliche Sprache, erzählt einnehmend, wahnsinnig bildhaft und zunehmend spannend. Ingunn Sigmundsdottirund ist eine beeindruckende Protagonistin, die mich mit ihrer Stärke begeistert hat. Auch die anderen Charaktere sind faszinierend und realistisch ausgearbeitet.

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Inhalt: Handelsstadt Haithabu 1044: Die junge Ingunn schwärmt leidenschaftlich für den wenig älteren Torge, der aus England nach Dänemark gekommen ist. Hier beansprucht Torge eine Erbschaft, und hier bereitet er sich auf eine Zukunft als Krieger in Diensten des englischen Königs vor. Torges älterer Bruder Jon hingegen schätzt Verhandlungsgeschick mehr als Kriegslust. Um Torge zu beschützen, und obwohl er sich mittlerweile selbst in Ingunn verliebt hat, kehrt Jon jedoch mit seinem Bruder nach England zurück. Ingunn bleibt in ihrer geliebten Heimat. Und dann überfallen die Norweger Haithabu ... Meine Meinung: Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen. Man wurde in die Welt der Wikinger und ihrer alten Götter entführt. Besonders die Einblicke in die alten Gebräuche und Sitten waren wirlich klasse. Ich habe viel Neues erfahren und war wirklich total begeistert. Der Schreibstil der Autorin war angenehm und flüssig zu lesen. Am Ende des Buches befindet sich ein Glossar mit den verwendeten ungewöhnlichen Begriffen und Ortsnamen sowie ein Personenverzeichnis und ein Nachwort. Das Personenverzeichnis und Glossar wird bereits vor dem Beginn der Geschichte erwähnt, was ich in diesem Fall eine gute Lösung fand. Man weiß, dass es eines gibt und kann bei Bedarf nachschlagen. Insgesamt konnte ich mir alles gut vorstellen und habe mit den Hauptprotagonisten mitgefiebert. Nur ab und zu gab es einige Längen, die man hätte spannender gestalten können. Auch das Cover dieses Taschenbuches gefällt mir sehr gut und passt zum Inhalt des Buches. Alles in allem gibt es von mir vier Sterne.

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Das Cover: passt gut zur Geschichte, der obere Teil mit den Schiffen und dem dunkeln Himmel spiegelt das Geschehen im Ganzen Buch sehr gut wieder, und die Teilung des Covers durch den Seemannskonten finde ich sehr gut gelungen. Die Handlung: Die Geschichte beginnt im Jahr 1044 und endet im Jahr 1006 in Haithabu, Dänemark. Im größten Teil des Buches begleitet man Ingunn. Aber ab und an erhalten wir auch einen Einblick in die Sicht von Jon. Das Leben zu dieser Zeit ist nicht einfach, denn verschiedene Könige kämpfen um Dänemark und Haithabu gerät oft ins Visier von Angriffen. Außerdem nimmt der Konflikt zwischen Christentum und den nordischen Göttern seinen lauf. Ingunn entwickelt sich zu einer starken Frau, die eine Rückschläge hinnehmen muss und alles versucht um sich, ihre Familie und ihr Stadt zu schützen. Der Schreibstil: Ein toller Schreibstil, der es einfach macht sich in der Geschichte zurecht zu finden, außerdem merkt die Autorin am Ende des Buches auch an, dass sie drauf achtet, den Lesefluss durch alte Wörter nicht zu behindern um so dem Leser den Spaß am Lesen zu erhalten und auch das ist ihr sehr gut gelungen. Fazit: Mit über 700 Seiten ist das Buch nicht gerade in ein paar Tagen gelesen. Trotzdem konnte es mich so packen, dass ich nich aufhören wollte zu lesen und ich habe es in wenigen Tagen verschlungen. Allerdings war es mir an manchen Stellen doch etwas zu langatmig. Frau Marcus gelingt es mit Ingunn eine starke Protagonistin zu entwickeln, die sich nicht in irgendein Frauenbild drängen lässt, die weis was sie will und macht was sie will. Die Protagonistin hat mir sehr gut gefallen, aber auch die anderen Nebencharaktere waren sehr gut ausgearbeitet, so das es leicht viel sich in diese hinein zu versetzen. Aber nicht nur die auftretenden Personen, sondern auch der Hintergrund, das allgemeine Leben (Bräuche und auch die Anbetung der Nordischen Götter) zu dieser Zeit wird von der Autorin gut und authentisch gelungen. Auch der geschichtliche Hintergrund, die Christianisierung, der Kampf der Könige und das Ende der Wikingerzeit haben mir im Zusammenhang mit dem Rest der Geschichte sehr gut gefallen. Martha Sophie Marcus hat es in meinen Augen geschafft eine authentische Story zu entwickeln. Für jemanden, der sein Wissen über die Wikinger und ihre Kultur erweitern möchte, oder allgemein gerne historische Romane liest, sollte sich dieses Buch mal genauer anschauen. Es lohnt sich wirklich. Ich vergebe 4 Sterne.

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Haithabu, Handelsstadt der Wikinger, in der Mitte des 11. Jahrhunderts. Ingunn ist die Tochter der erfolgreichen und wohlhabenden Kaufmanns Sigmund und sein einziges Kind. Er bringt ihr alles bei, was er weiß, damit sie gemeinsam mit ihrem zukünftigen Ehemann die Geschäfte fortführen kann. Sigmund führt ein gastfreundliches Haus und beherbergt eines Tages zwei junge dänische Krieger. Ingunn verliebt sich in Torge, den jüngeren der beiden und sie geben sich ein Heiratsversprechen. Doch Torges Lebensweg führt ihn wieder nach England, wo er die nächsten Jahre verbringen wird. Jon, der ältere Bruder, kehrt zuerst nach Dänemark zurück und tritt in die Dienste des dänischen Königs Sven. Immer wieder kommt er auch nach Haithabu und begegnet dort Ingunn. Bei ihren Begegnungen sprühen meist die Funken, aber man merkt, dass sich zwischen den beiden etwas entwickelt. Das Buch umfasst mehr als 700 Seiten, doch beim Lesen kam es mir gar nicht so dick vor, denn die Seiten verfliegen nur so. Die Autorin gibt ihrer Handlung und den Figuren zu Beginn viel Raum, so entwickelt sich die Geschichte anfangs etwas langsam, aber gibt so auch Gelegenheit, die Personen kennenzulernen und sich mit einem Teil der Historie auseinanderzusetzen, von dem zumindest ich bisher nur sehr wenig wusste. Im weiteren Verlauf nimmt die Handlung dann immer mehr Tempo und Spannung auf. Wir erleben mit Ingunn und ihrer Familie die Geschichte der berühmten Wikingersiedlung Haithabu mit, die Schicksalsschläge, die Stadt und Bewohner einstecken müssen, sowie ihren langsamen und schließlich endgültigen Niedergang. Zwischendurch taucht immer wieder Munin auf, Odins Rabe, und berichtet aus seiner Vogelperspektive über die Ereignisse. Diese leicht mystischen Einschübe passten für mich wunderbar in die Geschichte Die Figuren sind gut ausgearbeitet und dementsprechend interessant sowie glaubwürdig. Insbesondere die Protagonistin Ingunn ist mir im Laufe der Geschichte wirklich ans Herz gewachsen, denn wir erleben ihre Entwicklung vom eher oberflächlichen jungen Mädchen bis hin zur starken erwachsenen Frau mit. Die Kombination von fiktiven Charakteren mit belegten historischen Persönlichkeiten ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Eine wichtige Rolle spielt die Ausbreitung des Christentums und die damit einhergehende Verdrängung der alten nordischen Götter und des Glaubens an sie sowie die Konflikte, die sich hieraus ergeben. Insgesamt für mich ein wunderbarer historischer Schmöker, der gute Unterhaltung mit Wissensvermittlung in perfekter Form kombiniert!

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Historischer Schmöker über die letzten Tage der heidnischen Wikinger in Haithabu und die Anfänge von Schleswig kurz bevor Wilhelm the conqueror Südengland eroberte. Die ersten christlichen Priester ziehen in den Norden, die Dänen führen Krieg in England während die alte Handelsstadt Haithabu des Öfteren von den Norwegern geplündert wird. In diesem Umfeld spielt sich die Geschichte einer Familie und vor allem die der Tochter des Hauses ab. Sehr gut erzählt und spannend - ein Abenteuerroman und ja, wohl eher ein Frauenroman :-) Denn er ist eher aus der weiblichen Sicht heraus verfasst. Wenig Liebesgedöns, dafür werden die Charaktere so beschrieben, dass man sie sich gut vorstellen und sich in sie hinein versetzen kann. Das gilt für die Bösewichte ebenso wie für die Guten. Wer sich ein wenig in der Geschichte um 1040 - 1065 im Norden auskennt, kann die Ereignisse einordnen. Ansonsten gibt es wenig Hinweise, wo und wann das Ganze spielt, das schadet dem Roman nicht im Geringsten. Das Ende hat Längen, ansonsten: feiner Abenteuerschmöker!

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