Leserstimmen zu
Schwarze Federn

Nina Malik

Franka Janhsen (1)

(1)
(7)
(2)
(0)
(0)
€ 8,99 [D] inkl. MwSt. | € 8,99 [A] | CHF 11,00* (* empf. VK-Preis)

Ein Krimi, der unter die Haut geht mit vielen genialen Wendungen, absolut spannend gestalteten Charakteren und vielen Kniffen, die ein Krimi eben so braucht. Nina Malik braucht sich am deutschen „Krimi-Himmel“ nicht verstecken! Klappentext: Auf Federn gebettet. Zum Tode verurteilt. Als Marlis Seelers aus einem Albtraum erwacht, muss sie feststellen, dass die Realität tausendmal schrecklicher ist. Ihr Haus wurde verwüstet und mit Teer beschmiert. Als sie den Wintergarten betritt, stockt ihr endgültig der Atem: In einem Nest aus Federn liegt dort ein totes Liebespaar. Während Chefermittler Simon Ackermann der Spur des plötzlich verschwundenen Ehemanns folgt, durchleuchtet seine junge Kollegin Franka Janhsen die scheinbar heile Welt der Familie Seelers. Dort stößt sie auf einen Strudel dunkler Geheimnisse, der sie unausweichlich anzieht. Denn Franka hat mit ihren eigenen Abgründen zu kämpfen … Der Klappentext hat mich auf diesen Krimi aufmerksam gemacht. Ich habe mir gedacht, etwas Spannendes zwischendurch kann ja nicht schaden und war dann zum Ende tatsächlich überrascht, denn dieser Kriminalroman verbirgt sehr viel mehr, als der Klappentext verrät. Die Identität der beiden Toten ist lange ungeklärt, dennoch wird aus dem Umfeld dieser geschrieben, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Der Leser wird dadurch anfangs etwas verwirrt, kann aber später alles super verknüpfen. Dennoch bleibt die Spannung bis zum Ende erhalten, denn wer der Täter ist, davon hat lange niemand einen blassen Schimmer… Die Kommissare tappen lange im Dunkeln, ehe sie über die Identifizierung des ‚Liebespaares‘ endlich eine Spur finden. Und dann geht alles ziemlich schnell. Dabei sind Simon Ackermann und Franka Jahnsen authentische Figuren. Frankas Vergangenheit lässt mich auch nach dem Buch noch nicht so wirklich los, ich hoffe sehr, dass diese im nächsten Buch, welches im September erscheint, geklärt wird. Nina Malik ist das Pseudonym einer erfolgreichen Romanautorin, mich würde durchaus interessieren, welche Autorin sich dahinter versteckt. Denn auch wenn sie mit ihrem Krimidebüt noch nicht an Sebastian Fitzek, Max Bentow oder Charlotte Link heranreicht, braucht sie sich am deutschen „Krimi-Himmel“ nicht verstecken! 4 von 5 Mäxchen!

Lesen Sie weiter

Zufällig darauf gestoßen und gleich vom Cover und vom Klappentext gebannt, fing ich nach Erhalt an zu Lesen. Eigentlich hatte ich schon gleich von Anfang ein gutes Gefühl. Denn gleich von Anfang an, zeichnet sich eine düstere Spannung aus, die einen fesselt und man kann gar nicht anders, als weiter zu lesen und mitzufiebern. Die Autorin bildet nach und nach eine Geschichte mit einer gut durchdachten Storyline und einer gehörigen Portion Spannung. Die Charaktere, allen voran Franka Jahnsen, sind interessant. Manche wirken zwar etwas blass im Gegenzug zu andern, aber von den wichtigsten Charakteren bekommt man einen guten Eindruck. Ich blieb zwar hier mit ein paar Fragen zu den Hauptcharakteren zurück, aber immerhin bildet das Buch den Auftakt zu einer Reihe, so dass man sich denken kann, dass man noch mehr erfahren wird. Und ich sage gleich schon - ich hoffe, dass das bald sein wird. Ich gebe zu, dass ich bis fast zum Schluss im Dunkeln getappt bin, was den Mörder anging. Das fand ich sehr gut. Frau Malik legt es darauf an, dass man falsche Schlüsse zieht, ohne dabei zu sehr zu verwirren. Im Gegenteil, dass macht es noch spannender. Die Lösung war ausgebufft und spektakulär, aber nicht zu übertrieben. Es gab zwei-drei Stellen, die ich etwas zäh und zu lang gezogen fand. Ich finde, da hätte ruhig weniger um den heißen Brei herumgeredet werden können, dass hätte der Geschichte nicht geschadet. Und ein bisschen mehr auf die Vergangenheit der Hauptcharaktere hätte schon eingegangen werden können, dass hätte der Spannung keinen Abbruch getan. Das Buch hat mich sehr gut unterhalten und bildet einen soliden, spannenden Auftakt. Ich bin auf jeden Fall schon sehr auf Neues der Autorin gespannt!

Lesen Sie weiter

Nina Malik Schwarze Federn blanvalet Kriminalroman 480 Seiten 14,99€ Zum Inhalt Als Marlis Seelers aus einem Albtraum erwacht, muss sie feststellen, dass die Realität tausendmal schrecklicher ist. Ihr Haus wurde verwüstet und mit Teer beschmiert. Als sie den Wintergarten betritt, stockt ihr endgültig der Atem: In einem Nest aus Federn liegt dort ein totes Liebespaar. Während Chefermittler Simon Ackermann der Spur des plötzlich verschwundenen Ehemanns folgt, durchleuchtet seine junge Kollegin Franka Janhsen die scheinbar heile Welt der Familie Seelers. Dort stößt sie auf einen Strudel dunkler Geheimnisse, der sie unausweichlich anzieht. Denn Franka hat mit ihren eigenen Abgründen zu kämpfen … Meine Meinung Die Story an sich war ganz nett und man konnte Nina Malik in ihrem Schreibstil gut folgen. Mir persönlich war es aber nicht heftig genug. Bin da eher der Thriller-Typ. Aber durch die angenehme Schreibweise war es ein recht kurzweiliges Vergnügen.

Lesen Sie weiter

3,5 Sterne

Von: Franzi

29.07.2016

Sterne: 3,5/5 Seiten: 475 Preis: 14,99€ Inhalt: Als Marlis Seelers aus einem Albtraum erwacht, muss sie feststellen, dass die Realität tausendmal schlimmer ist. Ihr Haus wurde verwüstet und mit Teer beschmiert. Als sie den Wintergarten betritt, stockt ihr endgültig der Atem: In einem Nest aus Federn liegt dort ein totes Liebespaar. Die Rerricker Mordkommission steht vor einem Rätsel. Während Chefermittler Simon Ackermann der Spur des plötzlich verschwundenen Ehemanns folgt, durchleuchtet seine junge Kollegin Franka Janhsen die scheinbar heile Welt der Familie Seelers. Sie stößt auf einen Strudel dunkler Geheimnisse, der sie unausweichlich anzieht. Denn Franka hat mit ihren eigenen Abgründen zu kämpfen... Meine Meinung: Ich konnte mich nicht zwischen drei und vier Sternen entscheiden. Verglichen mit anderen Büchern, denen ich 3 bzw 4 Sterne gegeben hatte, war dieses hier einfach besser bzw schlechter, daher die 3,5. Das Cover gefällt mir sehr gut. Die untere Hälfte ist dunkel gestaltet, währen es oben eher hell ist. Man erkennt ein schönes, älteres Haus mit Wintergarten, der sich im Buch als Tatort wiederfindet. Der Titel Schwarze Federn ist insofern passend, da Federn in diesem Buch sehr oft in Verbindung mit der Opferinszenierung angesprochen werden. Allerdings sind diese nicht schwarz, sondern weiß. Die Handlung ist leider nur zum Teil nachvollziehbar. Am meisten aufgefallen ist mir, wie Franka am Anfang noch sagte, dass sie sich auf keine Theorie festlegen dürfen, gegen Ende aber, ohne dass sie jegliche Beweise haben, die in diese Richtung zeigen, davon überzeugt ist, dass der Täter sich in einem bestimmten Umfeld finden lässt. Ich konnte außerdem nicht immer nachvollziehen, wie die Ermittler auf ihre neuen Ermittlungsrichtungen gekommen sind, zum Teil wurde das auch gar nicht erwähnt, sie standen nur auf einmal vor dieser Tür. Spannend war dieses Buch allerdings schon. Dadurch, dass immer wieder neue (potentielle) Opfer ins Spiel kommen, oder sich neue Wege auffinden lassen, wird die Geschichte nie langweilig. Trotz allem hat das Buch mich leider nie gefesselt, ich habe auch relativ lange gebraucht, es zu lesen. Ich denke, das lag daran, dass es mich einfach nie in einen Bann gezogen hat, und ich zwar immer wieder weiterlesen wollte, es aber nach zwei oder drei Kapiteln wieder weggelegt habe. Zudem war die letzten Woche von mir aus sehr stressig, das hat aber natürlich keinen Einfluss auf die Bewertung. Die Charaktere waren mir nur teilweise sympathisch. Franka Janhsen, die Ermittlerin, kämpft darum, in einem Beruf, der von Männern dominiert wird, sich als Frau nicht unterkriegen zu lassen, das fand ich gut. Dann gab es noch ihren Partner, Simon Ackermann, allerdings hat sich diese angedeutete Chemie zwischen ihnen nicht gefallen. Das fand ich überflüssig. Abel Messner, auch Teil der Ermittler, hat mich ziemlich genervt, er hat sich ständig aufgespielt, Die Auflösung des Buches hat mir dann doch sehr gut gefallen, sie war realistisch und hat Sinn gemacht. Allerdings wusste ich hier wieder nicht, wie Franka auf diese Spur gekommen ist: Sie stand einfach plötzlich vor dem Haus. Fazit: 100% konnte mich das Buch leider nicht überzeugen, auch wenn es viele positive Merkmale aufgewiesen hat. Und noch eine kleine Anmerkung: Hier dreht es sich sehr viel um Erotik und Sex und verschiedenste Fantasien, ist also wahrscheinlich nicht unbedingt als Geschenk für ein Kind geeignet (aber das sind Thriller ja eh eher weniger), und wer sowas nicht mag, sollte auch lieber die Finger davon lassen.

Lesen Sie weiter

Als Marlis Seelers, Ehefrau des umstrittenen Strafverteidigers Albert Nehring und Mutter zweier Kinder, macht eine schreckliche Entdeckung in ihrem Haus: In ihrem Wintergarten liegen zwei Leichen, große Teile des Hauses wurden mit Teer beschmiert, die beiden ineinander verschlungenen Toten auf Federn gebettet. Alles muss geschehen sein, während sie und die Kinder fest geschlafen haben. Ihr Mann ist nicht zu finden. Chefermittler Simon Ackermann und seine junge Kollegin Franka Janhsen stehen vor einer schwierigen Aufgabe. Die Toten entpuppen sich als eine junge Frau und ein Junge, doch die Identität der beiden ist unklar. Schnell gerät Marlis Seelers' verschwundener Ehemann in Verdacht, da er flüchtig zu sein scheint. Denkbar ist allerdings auch, dass sich jemand an ihm wegen seiner umstrittenen Methoden vor Gericht rächen wollte. Marlis Seelers kommt vorübergehend in die Psychiatrie. Während Simon Ackermann nach dem Ehemann fahndet, befasst sich Franka näher mit der Ehefrau. Es stellt sich heraus, dass Marlis Seelers schon früher unter psychischen Problemen litt und dass es einige dunkle Seiten in der Ehe gibt. Wie viel weiß sie über die Geschehnisse im Haus? Und schließlich taucht der obdachlose Jugendliche Noah auf, der in den Fall verwickelt zu sein scheint ... Bewertung: Unter dem Pseudonym Nina Malik legt die Autorin mit "Schwarze Federn" den ersten Band einer neuen Reihe um die Ermittlerin Franka Janhsen vor - zweifellos ein recht unterhaltsamer, aber insgesamt nicht überdurchschnittlicher Kriminalroman. Auffallend ist vor allem die Zeit, die sich das Werk nimmt, um die Handlung zu entfalten. So gibt es nach hundert Seiten noch keine Spur von Albert Nehring und keinen Hinweis auf die Identität der beiden Leichen, im Grunde stehen lediglich Todesursachen und -zeitpunkte der Toten fest. Das Muss kein Nachteil sein, denn dafür nimmt der Leser ausgiebig teil an den Entwicklungen. Jeder Schritt der Ermittler wird begleitet, man erhält umfassende rechtsmedizinische und kriminalistische Einblicke, die gut recherchiert wirken. In der ersten Buchhälfte ist somit Geduld gefragt, dafür wird man mit reizvollen Informationen versorgt, die einen Schritt für Schritt die Ermittlererkenntnisse begleiten lassen. Der Fall ist mysteriös, da lange Zeit unklar ist, warum die beiden Leichen ausgerechnet im Haus des Anwalts liegen und warum sie so auffällig drapiert sind. Das Gesicht des weiblichen Opfers wurde grausam zugerichtet und mit einer Maske abgedeckt, der Junge dagegen geschminkt, um sein ohnehin hübsches Gesicht noch engelsgleicher wirken zu lassen. Beide hatten vor ihrem Tod Sex, nicht zwingend gegen ihren Willen. Sie sind zur Schau gestellt wie ein Liebespaar, dazu das Teer und die Federn - eine bizarre Inszenierung, deren Hintergrund rätselhaft ist. Rätsel gibt auch Marlis Seelers auf. Ihre Medikamente deuten auf Schizophrenie hin, und Franka tut sich schwer, Informationen von ihr zu erhalten, da die Psychiatrie sie sorgsam abschirmt und Marlis Seelers nur bedingt vernehmungsfähig ist. Unklar ist zunächst auch, welche Rolle der zweite Handlungsstrang um den obdachlosen Punker Noah spielt. Nach und nach werden diese beiden Handlungen jedoch zusammengeführt, und Noah erhält eine wichtige Rolle und ist insgesamt einer der interessantesten Charaktere. Bei Franka Janhsen wird schnell klar, dass sie ihre Vergangenheit ruhen lassen möchte und einige Geheimnisse hat. Man erfährt, dass Frankas Einstieg ins Morddezernat in Rerrick beruflich überaus erfolgreich war, von den Kollegen allerdings mit Neid und Misstrauen bedacht wurde. Nur ihr Partner Simon Ackermann begegnete ihr positiv, sodass sich Franka eine kühle Fassade zugelegt hat. Sie gibt sich bewusst unnahbar, um nicht verletzt zu werden, was wiederum für Spannungen sorgt, die die Ermittlungen nicht einfacher gestalten. Gewiss wird man in den folgenden Bänden noch einige weitere Details zu Frankas Vergangenheit erfahren, die bislang nur angerissen wurden. Dennoch fehlt es hier an einprägsamen Charakteren, deren weiteren Weg man unbedingt weiterverfolgen möchte. Weder Franka noch Simon sind so interessant, dass man zwangsläufig begierig auf weitere Fälle mit ihnen ist. Die Ermittlungen wiederum ziehen sich bisweilen ein bisschen zu sehr, und das große Finale löst sich ein wenig vorhersehbar und konstruiert auf. Fazit: Der erste Franka-Janhsen-Band "Schwarze Federn" von Nina Malik ist unterm Strich recht unterhaltsam, insbesondere für Krimifans, die sich für rechtsmedizinische Details interessieren. Spannung will allerdings nur bedingt aufkommen, auch die Charaktere sind nicht übermäßig interessant. Kann man lesen, ist aber kein Highlight des Genres.

Lesen Sie weiter

Schwarze Federn fiel mir damals schon bei den Vorschauen auf und zuerst war ich skeptisch gegenüber dem Buch, wurde dann aber eines Besseren belehrt. Franka Janhsen und ihr Partner Simon Ackerman werden zu einem Tatort gerufen. Die zwei Leichen wurden auf einem Bett aus Federn zurückgelassen. Nun liegt es am Ermittlerpaar den Mörder zu fassen. Tatverdächtige gibt es genügend. Der verschwundene Staatsanwalt Albert Nehring, seine Frau Marlis Seelers, Noah, oder doch ein bislang Unbekannter ? Der Einstieg war trotz der bedrückenden Atmosphäre und dem Fachjargon der Ermittler denkbar einfach. Direkt war ich gefangen von der Szene, die sich mir mit Marlis Seelers und Franka Janhsen bot. Auch im weiteren Verlauf verliert das Buch nicht an Spannung. Das Level bleibt konstant und steigert sich natürlich zum Ende hin. Zu keinem Punkt hatte ich Langeweile und kann das Buch auf jeden Fall als Pageturner bezeichnen. Die Autorin legt falsche Fährten, überrascht ihre Leser mit neuen Informationen und schockierenden Geständnissen. Auch der Handlungsstrang von Noah, der anfangs etwas unnötig erscheint, deckt wichtige Anhaltungspunkte auf und Noah selbst wird wohl auch in den weiteren Bänden eine Rolle spielen. Die Charaktere, allen voran Franka, bleiben sehr blass und haben ihre Geheimnisse. Natürlich war mir Franka symphatisch, aber der Fokus lag auf dem Fall und nicht bei den Charakteren. Das fand ich aber nicht weiter schlimm und auf Frankas Vergangenheit bin ich nur noch gespannter, die dann hoffentlich demnächst gelüftet wird. Abel Messner war ein sehr interessanter Charakter und ich bin gespannt, wie sich das angedeutete Dreieck zwischen ihm, Franka und Simon entwickeln wird. Mir ist Abel symphatischer, auch wenn er wohl eher der Badass-Typ ist. Fazit: Ein erschreckender Fall und Spannung pur.

Lesen Sie weiter

Zum Inhalt: Die psychisch angeschlagene Marlies Seelers erwacht mitten in der Nacht mit einem unguten Gefühl. Ein Albtraum hat sie geweckt. Entsetzt muss sie auf dem Weg nach unten feststellen, dass ihr Haus verwüstet und mit einer schwarzen Schmiere verunstaltet wurde. Doch nicht genug. Im Wintergarten muss Marlies noch eine viel bizarrere Entdeckung machen, denn dort liegen ein Mann und eine Frau, tot und als Liebespaar inszeniert, in einem Nest aus weißen Federn. Marlies Seelers steht unter Schock, dreht regelrecht durch, denn auch von ihrem Ehemann fehlt jede Spur. Das Ermittlerteam Simon Ackermann und Franka Jahnsen übernehmen den Fall. Auf der Suche nach dem verschwundenen Ehemann und vor allem nach dem Mörder stoßen die beiden nicht nur auf dunkle Geheimnisse, die die heile Welt der Familie Seelers in ein anderes Licht rückt, auch die Ermittler kommen an ihre Grenzen und vor allem bei Franke tun sich längst vergangene Abgründe auf… „Schwarze Federn“ ist das Debüt von Nina Malik, das Pseudonym einer erfolgreichen Romanautorin. Gleich von Anfang an hat mich das Buch in seinen Bann gezogen. Der Leser findet zusammen mit Marlies Seelers die als Liebespaar inszenierten Leichen. Man muss nicht psychisch labil vorbelastet sein, um von so einer Entdeckung aus der Bahn geworfen zu werden. Von da an will man einfach nur noch wissen, wie es weitergeht, welche Geheimnisse die Familie Seelers versucht unter einem Deckmantel aus heiler Welt zu verbergen und vor allem, wer ist der Mörder der beiden Toten aus dem Wintergarten? Was haben sie getan, um nach Ansicht des Täters geteert und gefedert zu werden, eine Strafe die früher gerne im Mittelalter angewendet wurde. Auf dem Weg zum schlüssigen und nachvollziehbaren Ende, welches für mich nicht völlig überraschend kam, legt die Autorin immer wieder gekonnt neue Fährten, die den Leser in die Irre führen sollen. Nina Malik greift in ihrem Kriminalroman Themen wie Hunger nach Macht, der auch in Form von ungewöhnlichen Sexpraktiken ausgelebt wird, oder aber Obdachlosigkeit und der Wunsch nach Liebe und Geborgenheit auf. Mit der Hauptprotagonistin Franka Jahnsen hat Malik einen eher unnahbaren Charakter geschaffen. Obwohl Franka sich ihrer Wirkung auf Männer durchaus bewusst zu sein scheint, lässt sie niemanden wirklich an sich heran. Auf mich wirkte sie wie eine Frau, die in ihrer Vergangenheit Schlimmes erlebt hat und nun ihr Innerstes durch einen harten und unnahbaren Kern schützen will. Zu dieser Erkenntnis komme ich auch, weil in dem Buch desöfteren schemenhaft die Vergangenheit Frankas aufblitzt. Auch wird immer wieder von einem früheren Fall gesprochen, in dem Franka ermittelt hat, die Asche-Morde. Man kann als Leser hier durchaus vermuten, man lese den zweiten Teil einer Reihe, da dem nicht so ist, gehe ich davon aus, dass der Leser sich auf eine Fortsetzung freuen darf, in der man dann auch Näheres zu Frankas Vergangenheit erfährt. „Schwarze Federn“ von Nina Malik ist ein wirklich gelungenes Debüt, vielschichtig, flüssig zu lesen und wirklich spannend. Aufgrund einiger Schwachstellen in Form von immer mal wieder vorkommenden Längen und die Tatsache, dass für mich das Ende nicht wirklich überraschend war, bin ich nicht hundertprozentig überzeugt. Dennoch ein absolut lesenswerter Kriminalroman, auf dessen hoffentlich baldige Fortsetzung ich mich schon freue.

Lesen Sie weiter

Geteert und Gefedert

Von: Delena aus Hamburg

20.05.2016

"Schwarze Federn" ist der erste Band einer Reihe um die Ermittlerin Franka Janhsen. Sehr verwirrt hat mich allerdings, das im Buch wiederholt auf einen früheren Fall der Ermittlerin hingewiesen wird. Das Setting ist schon spannend und vielversprechend. Eine Mutter zweier kleiner Töchter wacht nachts auf und findet im Erdgeschoss der Villa ein geteertes und gefedertes Paar in einer ausgerichteten Pose auf dem Boden liegend. Merkwürdig ist, dass weder Marlies Seelers noch ihre Töchter nachts irgendetwas gehört haben. Und sie sind alle drei äußerst müde. Das Ermittlerteam um Franka Janhsen findet heraus, dass der verschwundene Ehemann alles andere als ein Ehrenmann ist und Marlies Seelers einige Probleme hat. Welche Rolle spielt die Schwester des verschwundenen Ehemannes und Schwägerin von Marlies Seelers, was hat die Besetzerszene eines abbruchreifen Hauses und eine freischaffende Künstlerin mit der ganzen Sache zu tun und warum heissen die Seelers eigentlich gar nicht so? Die Autorin legt geschickt falsche Fährten, so dass im Laufe des Buches man immer wieder von Person zu Person als Verdächtigem springt. Machthunger, spezielle sexuelle Praktiken, Personen auf der Suche nach Liebe und auch Eifersucht spielen in die Lösung des Falles hinein. Franka ist eine starke Persönlichkeit mit einer Anziehungskraft auf Männer, die sie allerdings durch ein dezentes strenges Outfit von sich fern halten möchte. Ob ihr das auf Dauer gelingt, wird man möglicherweise in einem der folgenden Fälle erfahren. Insgesamt hat mit das Buch gut gefallen. Es ist ein flott zu lesender Thriller mit einigen Schockmomenten, der allerdings keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen wird.

Lesen Sie weiter