Leserstimmen zu
Affentheater

Carl Hiaasen

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Der Polizist Yancy, strafversetzt wegen einer mit einem tragbaren Staubsauger begangenen Ordnungswidrigkeit, hat einen menschlichen Arm im Kühlfach liegen. Wie der dahin kam, tut nichts zur Sache, aber fraglich ist, wem das gute Stück abgängig ist und wie es dieser Person gerade geht. Die Behörden vermuten einen Schiffsschraubenunfall in den Florida Keys in Kombination mit der Heißhungerattacke eines ortsansässigen Hais. Doch Yancy, in seinem neuen Job als Restaurantprüfer des Gesundheitsamtes täglich mit unsäglichen Horrorszenarien konfrontiert, stellt lieber eigene Ermittlungen an und hofft so, seinen alten, appetitlicheren Job zurückzubekommen. Der gefrorene Arm führt ihn schließlich bis auf die Bahamas – auf die Spur eines groß angelegten Verbrechens. Dieses Buch lebt von seinem Humor und dieser istr recht speziell. Entweder man kommt damit klar oder nicht! ;-) Die Story an sich ist recht lustig und auch gleichzeitig spannend und wird gut erzählt. Der Schreibstil ist irgendwie anders...besonders und paast somit zum Buch. Die ganze Geschichte ist so absurd wie die Cahraktere selbst. Die haben zwar nicht allzu viel Tiefe, aber genau so viel, dass man sie sich lebhaft vorstellen kann. Das Buch ist meiner Meinung nach lustig, spannend, total schräg und einfach unterhaltsam. Es ist keine "hohe" Lektüre, sondern einfach da, um seine Leser zu unterhalten. Nicht mehr, nicht weniger. Aber genau das schafft es im Wesentlichen auch! Fazit: Ein größtenteils unterhaltsamer, schräger Roman.

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Andrew Yancy ist ein cooler Cop in Florida. Deshalb macht es ihm auch wenig bis nichts aus, sich um den abgetrennten Arm (männlich, weiß), den ein Fischer aus den Florida Keys geangelt hat, zu kümmern. Von seinem Boss als Polizist kaltgestellt, muss sich Yancy als Gesundheitsinspektor (auf "Schabenpatrouille") durchschlagen, was es ihm schnell unmöglich macht, in einem Restaurant auch nur irgendetwas zu bestellen, geschweige denn zu essen. Wie gut, dass der Arm, aktuell in Yancys Gefrierfach zwischengelagert, bald eine Geschichte bekommt: Er soll Nicky Stripling gehört haben, der von seiner Frau Eve als vermisst gemeldet worden war. Doch Yancy kommt die Sache weiter komisch vor; auch nachdem er den Arm der Witwe übergeben hat. Da ist zunächst einmal deren Stieftochter Caitlin, die behauptet, ihre Mutter habe Stripling umgebracht, um an dessen Geld zu kommen. So kommt eins zum anderen und Yancy kommt bei seinen Ermittlungen ziemlich weit herum, aber auch nicht so richtig weiter – aber das ist eigentlich auch egal. Carl Hiaasen ist einer der schärfsten und auch scharfzüngigsten Kritiker der amerikanischen Gesellschaft – das spürt man bei jeder der vielen kleinen Geschichten, die er hier zum "Affentheater" zusammenwebt, in dem es nur am Anfang um den tiefgekühlten Arm geht. Das "Affentheater" ist voll ätzender Ironie und sarkastischen Witzen, aber auch gut angereichert mit wunderschönem Slapstick, der das Lesen zu einer reinen Freude macht. Wunderbare schräge Typen in einer brillanten Krimikomödie. Das Florida von Carl Hiaasen ist eine Ansammlung von Durchgeknallten, Hysterikern, Betrügern und Paranoikern – also von Menschen wie du und ich. Reinhard Jahn WDR 5 Mordsberatung

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