Leserstimmen zu
Nebelmacher

Bernhard Trecksel

Totenkaiser (1)

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Inhalt Es heißt, dass der Totenkaiser einer der besten Assassinen der Welt ist. Jeden Auftrag erfüllt er gewissenhaft, ohne Spuren zu hinterlassen. Er zerstört nicht nur den Körper, sondern auch die Seele seines Opfers. Im Auftrag der Göttin des Mordens erledigt er alles, was nötig ist. Clach ist stolz auf seine Arbeit, auf seinen Titel und darauf unsichtbar zu sein. Nach einem Auftrag bemerkt er aber etwas Seltsames und erfährt, dass seine letzten Tötungen nicht von der Göttin vorgesehen wurden. Jemand oder etwas hat die Todesbotin in seinem Bann und lässt durch sie gewisse Vorgänge in Kraft treten. Während Clach versucht zu ergründen, wer ihn für seine Zwecke benutzt hat, wird er selbst zum Gejagten. Mehrere Mächte sind darauf aus ihn und sein Leben für sich zu beanspruchen. Dabei ahnt keiner von ihnen, dass sie längst zu Spielfiguren einer unbekannten und dunklen Partei geworden sind. Meine Meinung Einst kämpften Götter und Titanen auf der Welt. Die Schlacht war furchtbar, das Land überzogen von Blut. Kaum jemand überlebte. Seit diesen Tagen ist die Welt von Nebel verhangen. Dieser Nebel, genährt von Angst und Blut, giert nach Opfern und verschlingt so manchen Toten im Geheimen. Er gibt nur wenige Menschen, die ihre Dörfer in diesen Nebeln erbauen. Die es wagen in dieser Wildnis zu leben und allen Widerständen zu trotzen, sie werden dafür als Barbaren bezeichnet. Zumeist suchen die Menschen Schutz in Städten, die von magischen Schutzschilden umgeben sind. Unter dieser Kuppel glauben sie vor dem Nebel sicher zu sein. In dieser Welt folgt der Leser vier verschiedenen Charakteren. Sie alle kommen aus den unterschiedlichsten Gesellschaften, doch es ergibt sich, dass sie alle einander begegnen. Zwar sind dieser Begegnungen nicht gerade freundschaftlicher Natur, doch alle schicksalhaft. Clach ist ein Assassine, der auch als Totenkaiser bekannt ist oder auch nicht. Es gehört zu seinem Job unsichtbar zu sein, in andere Rollen zu schlüpfen und gefühlskalt zu sein. Clach bildet sich viel auf seinen Ruf ein, doch sein Stolz hindert ihn nicht daran ein perfekter Killer zu sein. Er ist allerdings auch jemand, der Verrat nicht ausstehen kann und Verräter hart bestraft. Morven ist eine Tempelritterin im Dienst des Lichtfürsten. Sie hat hart daran gearbeitet ihre Position zu erreichen, auch wenn ihr Vater wohl seine Finger im Spiel hatte. Sie möchte ihm beweisen, dass sie auch als Frau ihren Nutzen hat. Doch Morven lässt sich leicht von ihren Gefühlen leiten, was sie doch in so manche Schwierigkeiten bringt. Allerdings beweist sie auch immense Stärke und zerbricht nicht an dem Schmerz, den sie erfahren muss. Fennek Greskegart ist ein Inquisitor, der seit Jahren auf der Jagd nach Clach ist. Zusammen mit seinem Partner Sanftleben, ist er dem Totenkaiser auf den Fersen. Fennek wirkt schmuddelig und unfähig, doch genau das will er. Er zeigt es nicht offen, doch auch er verfolgt ganz eigene Ziele, sucht nach Rache und scheut nicht vor Gewalt zurück. Ormagair Steinviper ist ein Barbar, der bei seinem Volk im Nebel lebt. Er ist einer der besten Nebeljäger, wenn auch schon ein ziemlich alter. Mit seinen 50 kämpft er sich durch, auch wenn seine Knochen inzwischen bei jedem Schritt schmerzen. Er ist nicht so stark gebaut wie andere Barbaren, weshalb er seine Position anders und mit viel Köpfchen bestreitet. Bei einem Kampf mit einem verfeindetem Clan, stößt er auf ein ganz besonderes Schwert. Doch es gibt auch ein Versagen in seinem Leben und er hofft, dass er durch den Mord an Clach seinen Platz in der Halle der Ahnen einnehmen kann. Bernhard Trecksel spinnt hier all diese Perspektiven. In jeder davon gibt es unheimlich viele Geschehnisse. Sie sind erstmal unabhängig voneinander, doch mit dem Fortschritt der Handlung erkennt man einzelne Verbindungen, Dinge, die früher oder später eine Rolle spielen. Seinen Protagonisten bereitet der Autor kein leichtes Schicksal. Insbesondere Clach, der dann doch irgendwie im Mittelpunkt stand, scheint einiges ertragen zu müssen, nicht, dass die anderen leicht davon kommen. Es ist aber auch so, dass er sich davon nicht unbedingt abgeneigt zeigt, schließlich gehört der Tod zu seinem Leben. Zukünftig scheint auf ihn aber noch so manches zu warten, was doch irgendwie verstörend und grausam klingt. Überhaupt ist die Handlung mit reichlich Tod und Gewalt ausgeschmückt. Es werden immer wieder Kämpfe ausgefochten, Menschen getötet und Dinge ins Rollen gebrachte, die schließlich einem höheren Ziel dienen sollen. All die Hetzjagden und Verschwörungen kurbeln die Spannung so richtig an. Dem Autor gelingt es an vielen Kapitelenden Cliffhanger einzubauen, weshalb man einfach weiter lesen muss. Der Anriss des Dunkeln im Hintergrund ist wunderbar eingebracht. Er wird das Gefühl vermittelt, dass diese Welt noch viel Grausames erleben wird, denn so manches regt sich inzwischen und die Menschen sind zu blind es zu erkennen. Fazit Spannend, grausam und voller Gewalt wird ein großartiger Einstieg in die Welt des Nebels gewährt. Aus vier Perspektiven erzählt, bietet dieser Roman viele Wendungen, viel Hinterlist und so einige Verschwörungen. Ein erster Band, der unheimlich neugierig macht auf das Kommende.

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Assassinen töten im Auftrag der Göttin des Mordens und vernichten die Seelen ihrer Opfer. Einer von ihnen ist Clach ein Nebelmacher und Totenkaiser genannt. Als er herausfindet dass die letzten Tötungen nicht von der Göttin in Auftrag gegeben worden sind, begibt er sich auf die Suche nach dem wahren Schuldigen. Nichts ahnend das er selbst bereits gejagt wird. Ich bin beim stöbern auf den dritten Teil dieser Reihe gestoßen und habe dieses Buch mit großem Interesse beäugt. Der Autor Bernhard Trecksel ist mir auch noch nicht bekannt gewesen. Somit ist hier der erste Teil nun gelesen worden. Mich konnte das Ganze leider nicht so überzeugen wie ich gehofft habe. Der Schreibstil ist zwar richtig gut und nach ein paar anfangs Schwierigkeiten in die Geschichte rein zu kommen, ist er auch wirklich gut zu lesen. Aber mir persönlich kam Clach etwas zu kurz. Wir haben hier ja vier Handlungsstränge von vier Charakteren, die alle im Laufe des Buches aufeinander treffen. Aber ich finde drei davon hätte man kürzer halten können und noch mehr Clach in Vordergrund rücken sollen. Denn dieser Charakter hat mich am meisten Interessiert. Die Handlung selbst war am Anfang recht verwirrend, da wir drei verschiedenen Wegen erst mal folgen und diese mit einer menge Fachbegriffen kombiniert wurden. Das ganze hat mir eben leider anfangs etwas Schwierigkeiten bereitet in die Geschichte rein zu kommen. Was mir allerdings sehr gut gefallen hat, war der Spannungsaufbau und die Action geladenen Kampfszenen. Fand diese sehr gut ausgearbeitet und wirklich detailreich. Kopfkino lässt grüßen. Auch bei den Charakteren wurde nicht gespart an Informationen über ihr Leben, ihre Stärken und Schwächen. Wir treffen hier auch auf einen geheimnisvollen Nebel, der mich sogar an manchen Stellen etwas gegruselt hat und ich wurde neugierig was es damit auf sich hat. Die Covergestalltung passt zum Thema und gefällt mir richtig gut, vor allem auch weil wir hier im Inneren der Klappbroschur eine Karte finden und somit immer wissen wo wir uns gerade befinden. So etwas liebe ich in Büchern eh. Fazit: Tolle Kampfszenen, spannend und gut ausgearbeitet. Leider mir zu viele präsente Charaktere und somit Handlungsstränge. Dem Leser wird hier dennoch eine interessante Geschichte geboten und wer gerne einen High Fantasy mit vielen Handlungssträngen liest und dem das nichts ausmacht, der ist hier genau richtig. Von mir gab es 3 von 5 Sternen.

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Nebelmacher

Von: Anna

11.11.2016

Inhalt Schon von Kindesbeinen hat verschreibt sich Clach der düsteren Göttin des Todes, um in ihrem Namen zu Töten. Sehr schnell kommt er zu einem guten Ruf und wird der beste Assassine weit und breit. Doch in letzter Zeit scheint der Totenkaiser ein System hinter seinen Aufträgen zu erkennen. Alles scheint sich zu einem großen Ganzen grausamen Kampf um Macht zusammenzufügen und Clach spielt darin einem unbekannten Feind in die Hände. Unter allen Umständen möchte er herausfinden, wer ihn betrogen hat und nimmt damit in Kauf, selbst der Gejagte zu werden. Den Totenkaiser hält man nicht zum Narren.. Ein Fantasy-Roman, der so viel mehr zu bieten hat, als einen Mörder auf der Jagd. Als ich das Buch beim Bloggerportal von Randomhouse vorgeschlagen bekommen habe, ist mir das Cover bekannt vorgekommen. Als ich den Klappentext gelesen habe meinte ich mich zu erinnern, von dieser Handlung schon einmal gehört zu haben. Wusste aber nicht mehr wo. Kurzerhand habe ich das Buch angefragt, die Geschichte hat mich gereizt und kaum hatte ich es zu Hause, ist mir eingefallen, wo ich das Buch schon einmal gesehen hatte. Bei Elli vom wortmagieblog. Sie hatte das Buch vor gut einem Jahr rezensiert und für gut befunden (hier findet ihr ihre Rezension). Ein absoluter Pluspunkt, weshalb ich mich noch mehr auf das Buch gefreut habe. Ich wurde auch nicht enttäuscht. „Nebelmacher„ hat sich als etwas ganz anderes entpuppt, als ich erwartet hatte. Ich hatte an eine spannende Geschichte rund um Clach, den Totenkaiser gedacht, der versucht denjenigen auf die Schliche zu kommen, die ihn unwissentlich benutzt haben. In Wirklichkeit ist diese Geschichte sehr viel verzwickter und verworrener. In den gut 500 Seiten hat Bernhard Trecksel wahrscheinlich nicht einmal die Hälfte seiner Geschichte gepackt, die für diese Fantasy-Reihe wohl geplant ist. Ich habe schon durch das Bloggerportal herausgefunden, dass der zweite Band bereits erschienen ist, habe auch nach den ersten Seiten mit nichts anderem gerechnet. Und auch jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe ist mehr als deutlich klar, dass noch einiges mehr kommen muss, um all die Fragen, die in meinem Kopf entstanden sind, zu beantworten. Nur sehr wenige sind letztlich aufgeklärt worden und lassen mich sehr Neugierig auf Teil zwei zurück. Trecksel hat sehr gute Arbeit geleistet, was die Welt und vor allem die Religionen angeht, welche in diesem Buch eine große Rolle spielen. Ich hätte sehr gerne viel mehr über die Religionen erfahren, die wir kennen lernen. Was hat es mit dem Lichtfürsten auf sich? Was geht mit den Anhängern der Sharis vor sich und wie ist es mit dem tiefen Glauben der Wildlinge? Es wird nur wenig offenbart, allerdings lernen wir alles ein bisschen kennen. Nicht zuletzt deshalb, weil wir aus der Sicht von vier sehr unterschiedlichen Charakteren lesen. Diese vier Charaktere könnten nicht unterschiedlicher sein und entgegen meiner Erwartungen arbeiten sie auch nicht zusammen. Sie kämpfen jeder für sich auf ein eigenes Ziel hin. Jeder von ihnen hat ein eigenes Bestreben und irgendwie kreuzen sich ihre Wege immer wieder, auch wenn sie selbst davon nur wenig wissen, wir als Leser können die Zusammenhänge erkennen. Gerade das hat mir besonders gut gefallen. Ich als Leser kann verstehen, wieso wer gerade was tut, zumindest wissen wir was getan wird, und manchmal hätte ich am liebsten ins Buch gegriffen, um ihnen zu sagen, was sie zu tun haben. Und dass ihre eigene Ziele, vielleicht nicht die Besten für sie selbst sind. Aber das ist wohl meistens so. Vor allem Ormgair und Morven haben mein Interesse geweckt. Eine junge Templerin, die versucht die Anerkennung ihres Vaters zu erringen und ein Barbar, der in die Stadt eindringt, um den berüchtigsten aller Mörder zu töten und somit Ruhm und Ehre zu erlangen. Gerade ihre Handlungsstränge haben mir am meisten Spaß gemacht auch wenn, jeder für sich, teilweise grauenvolle Szenen durchleben mussten. Ormgair ist für mich deshalb von Interesse, weil er auf ganz andere Dinge achtet, denn er kommt nicht aus der Welt der „Stadtlinge“. Ihm fallen andere Dinge auf, ihm sind andere Dinge wichtig und so wird noch deutlicher unterstrichen, wie verdorben, korrupt und hinterhältig die meisten Menschen in der Stadt doch sind. Dass kaum jemand mehr Ehrgefühl besitzt und jeder jeden für ein wenig Geld verraten würde. Es hat mir großen Spaß gemacht, diese Welt durch seine Augen zu sehen. Um uns Leser aber noch weitere Informationen über die Welt in der wir uns befinden zuzuspielen, ohne den Fluss der Geschichte zu unterbrechen, bringt Trecksel immer am Anfang eines Kapitels unterschiedliche Aufzeichnungen aus Chroniken an. So kann man recht schnell mitdenken und Zusammenhänge besser nachvollziehen. Diese Art der Informationsweitergabe finde ich in Büchern immer besser, als lange Erzählungen von Charakteren, die meist irgendwann langweilig werden. Es hat mir sehr geholfen mich zurecht zu finden und die Welt besser zu verstehen. Zuletzt muss ich noch zwei Dinge ansprechen, zum einen den Schreibstil, den ich als etwas eigenwillig beschreiben muss. Man braucht eine Gewisse Zeit, um sich daran zu gewöhnen, doch als ich diese Phase hinter mir gelassen habe, bin ich in der Art, wie Trecksel erzählt, vollkommen aufgegangen. Sein Schreibstil ist Besonders und gefällt mir sehr gut. Und gerade der Schreibstil bringt mich auf einen der größeren negativen Aspekte des Buches. Im Gegensatz zu diesem Besonderen Schreibstil steht die Gewaltätigkeit, die in diesem Buch zum Teil sehr vorherrscht. Es ist sehr blutig, brutal und zum Teil übertrieben. Das Buch wäre auch ohn dieses übermäßige Blutvergießen ausgekommen, denn die komplexe Welt, die Trecksel aufgebaut hat, hat mir vollkommen ausgereicht, um mich darin fallen zu lassen und mitzudenken. Ich denke nicht, dass die Handlung etwas eingebüßt hätte, wären weniger blutige Szenen darin vorgekommen. Fazit „Nebelmacher“ ist für mich eine große Überraschung gewesen. Ich bin mit einer ganz anderen Vorstellung an die Geschichte herangegangen und war wirklich positiv überrascht von dieser komplexen Geschichte. Die Welt und ihr System sind sehr ausgeklügelt und stecken voller Geheimnisse, die erst noch gelüftet werden müssen. Die Charaktere haben die unterschiedlichsten Facetten und jeder von ihnen hat ein Geheimnis, welche alle nach und nach gelöst werden müssen. Ich freue mich schon jetzt darauf im zweiten Teil mehr zu erfahren und bin gespannt, wohin Bernhard Trecksel uns führen wird. Herzlichen Dank an das Bloggerportal von randomhouse und den blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Clach, oder auch der „Totenkaiser“ ist ein berühmter sowie berüchtigter Auftragsmörder, denn er beherrscht sein Handwerk perfekt. Jedoch ist Clach nicht nur ein begnadeter Assassinen, sondern auch ein Nebelmacher. Mit Hilfe eines uralten Rituals vernichtet er im Dienste seiner Göttin des Mordes auch die Seelen seiner Opfer. Doch Clach ist beunruhigt, denn hinter seinen Aufträgen scheint noch viel mehr zu stecken. Er fängt an Fragen zu stellen und so stößt er auf eine Verschwörung von erschreckender Größe. Clach macht sich auf die Jagd, doch auch er selbst wird zum Gejagten. „Nebelmacher“ ist der Debütroman eines deutschen Autors und daher war ich umso gespannter auf den Roman, da es meiner Meinung einfach viel zu wenige deutschsprachige Autoren in diesem Genre gibt. Relativ schnell bemerkt man, dass es sich um einen Auftaktband zu einer größer ausgelegten Reihe handelt, da der Autor sich Zeit lässt, die Figuren einzuführen und vorzustellen. Der Roman zählt definitiv eher zu den düsteren Werken des Genres, dennoch gelingt es dem Autor sich nicht in der Brutalität und in der Grausamkeit zu verlieren und der Geschichte, als auch den Charakteren, leben einzuhauchen. Grade zu Anfang hatte ich jedoch nur große Fragezeichen vor meinen Augen, da der Autor relativ sparsam mit seinen Informationen umgeht. Vieles ist ungewiss und man wird zum Nachdenken und Schlussfolgern angeregt, sodass „Nebelmacher“ definitiv keine Lektüre für zwischendurch ist. Selbst zum Ende hin hatte ich das Gefühl, das ich einfach kaum etwas über die Welt wirklich weiß und ich in den Nachfolgebänden noch viel zu entdecken hab. Der Autor weiß jedoch ganz genau, wann er, dem Leser und der Leserin, neue Informationen, und sei es eine noch so kleine Information, präsentieren muss, damit man den Roman nicht frustriert in die Ecke wirft. Die Welt, die Trecksel entworfen hat, ist voller Facetten und sie hat sich mir, wenn überhaupt, nur langsam erschlossen. Das ausgefeilte Religionssystem konnte mich wirklich begeistern und ich hoffe, dass man in den Folgebänden noch mehr Hintergrundinformationen erhält, um dieses besser zu verstehen. Die verschiedenen Religionen sind all gegenwärtig und beeinflussen das Handeln jeder wichtigen Figur im Roman, sodass man die verschiedenen Glaubensrichtungen durch die Figuren und deren Entscheidungen nach und nach kennen lernt. Auch der Schreibstil des Autors ist überraschen anspruchsvoll und der Stil besitzt eine gewisse Eigenheit, sodass sich der Autor von der Masse abhebt. Gekonnt fängt der Autor die düstere und dramatische Atmosphäre auf und schildert detailverliebt das Geschehen. Die teilweise blumigen und brutalen Wortspiele haben mich stellenweise zum Schmunzeln gebracht. So trägt beispielsweise ein hart gesottener und der Gewalt nicht abgeneigter Mann den Namen Sanftleben. Ich muss gestehen, dies irritierte mich Garde zu Anfang des Romans sehr. Der Klappentext lässt zunächst vermuten, dass sich die Geschichte nur um Clach dreht, doch auch andere Figuren sind zentral für die Geschichte. Zu jeder Figur besteht jedoch eine gewisse Distanz und mir ist es einfach nicht gelungen Zugang zu den Figuren zu finden, sodass ich einfach nicht so intensiv mit fiebern konnte. Clach wirkt grade zu Anfang sehr gefühllos und berechnend, was einfach perfekt zu einem eiskalten Auftragsmörder passt, jedoch hätte ich mir einfach gewünscht, dass die Figur zum Ende hin etwas mehr Facetten aufweist und ich mich nicht andauernd fragen muss, wer Clach eigentlich wirklich ist und was ihn bewegt. Auch der grimmige Barbar, der unbedingt Rache an Clach nehmen möchte, wirkt zunächst unnahbar. Er verfolgt konsequent sein Ziel und weicht nicht von seinem Weg ab, da er vor allem durch Rachegelüste und seinem Ehrgefühl angetrieben wird. Doch grade zum Ende hin macht er eine überraschende Charakterentwicklung durch, sodass er etwas von seiner Starrheit verliert. Clach wird auch von einem durch Rache zerfressen und zu allem bereiten Inquisitor verfolgt. Die Suche und der Hass nach Clach bestimmt schon über ein Jahrzehnt das Leben des Inquisitors. Auch Movern, eine Tempelritterin, spielt eine zentrale Rolle in dem Roman. Jedoch kann ich auch nach dem Beendigen des Romans immer noch nicht einschätzen welche Rolle genau. Vor allem am Anfang wirkt sie sehr naiv und blauäugig und begibt sich dadurch in schreckliche Gefahr. Insgesamt konnte mich der Roman durchaus begeistern und ich bin sehr gespannt, was mich im Folgeband erwarten wird. Aufgrund der mageren Informationen, bezüglich der Welt und den magischen Aspekten, bin ich auf weitere Informationen gespannt und ich hoff, dass der nächste Teil etwas Licht ins Dunkel bringen kann. Nur mit den Figuren bin ich leider nicht warm geworden, da sie mir stellenweise einfach zu kühl und unnahbar erschienen.

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Joa… mhm… wo fang ich da am besten an? Bei den endloslangen Satzgebilden, die erahnen lassen dass das Schreiben des Romans wohl ähnlich zähflüssig verlief wie das Lesen desselben? Bei dem übermäßigen Gebrauch von Adjektiven, die nicht einmal dafür sorgen, dass sich der Leser besser in das Geschehen hineinversetzen kann? Bei der ekelig detaillierten Beschreibung von Kämpfen und Verletzungen, die nicht für Spannung sorgen sondern bloß für Übelkeit? Bei dem doch recht modern wirkenden Schreibstil der hin und wieder von angestrengt wirkenden mittelalterlichen Begriffen unterbrochen wird? Immerhin werden die Sätze mit der Zeit kürzer, die Adjektive weniger und man findet sich so langsam in die Handlung ein. Zwischenzeitlich wurde es dann auch tatsächlich spannend, obwohl die Perspektivwechsel für weitere Unterbrechungen sorgen – ja von wegen es geht nur um den Nebelmacher Clach, da gibt es noch eine Kriegerin des Lichtfürsten, einen „wilden“ Krieger sowie einen Inquisitor und seinen Bodyguard. Gut fand ich die Story-Idee an sich: Ein Auftragsmörder der die Seelen seiner Opfer ins Nichts verbannen kann, ein gefährlicher Nebel, vor dem Arkanisten die Stadtbewohner schützen müssen und Wilde Stämme, die unbehelligt in eben diesem Leben können verwoben mit Mythen über Titanen und Götter. Und das war‘s dann auch schon mit der Begeisterung. Die Hintergründe sind teilweise undurchsichtig und sorgten bei mir für allerlei Fragen statt Spannung. Leider wurde das Ganze auch zum Ende hin nur wenig klarer. Mag wohl daran liegen dass noch Stoff für einen zweiten Teil benötigt wurde. Alles in allem nicht mein Schreibstil aber eine gute Story-Idee. Wohl eher für Mittelalterfans (immerhin weiß ich jetzt was ein Gugel ist) und begeisterte Perspektivwechsler sowie Fans von graphisch detaillierten Beschreibungen.

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Bernhard Trecksel ist ein neues Gesicht in der deutschen Fantasy. Laut den Angaben von Random House entdeckte er sein Talent zum Geschichtenerzählen durch all die Zeit, die er mit Fantasy-Rollenspielen verbrachte. Schade nur, dass seine Biografie diesbezüglich nicht genauer ist, denn ich wette, es würde so einige Leser_innen interessieren, über welche Art Rollenspiel wir hier sprechen. Ich tippe auf die Spielleitung bei Pen-&-Paper-Rollenspielen, schließlich sagt Trecksel über sich selbst, er sei ein absoluter Geek. „Nebelmacher“ ist sein erster Roman, den ich über das Bloggerportal von Random House als Rezensionsexemplar erhalten habe. Als kleiner Junge stellte Clach sein Leben in den Dienst der dunklen Göttin. Heute ist er ihr ergebenster Diener und tötet, wen immer man ihm aufträgt zu töten. Er ist der Totenkaiser, der Nebelmacher, der erfolgreichste Assassine aller Zeiten, der nicht nur die Körper, sondern auch die Seelen seiner Opfer auslöscht. In letzter Zeit glaubt Clach jedoch, ein Muster hinter seinen Aufträgen zu erkennen. Seine Ziele werden strategisch und systematisch ausgewählt, verbinden sich zu einem größeren Gesamtbild. Clach beginnt zu hinterfragen und stößt auf eine ungeheuerliche Verschwörung, der er unwissend in die Hände spielte. Es kümmert ihn nicht, dass er auf seiner Suche nach Antworten selbst zum Gejagten wird, verfolgt von einem alten Bekannten und einem neuen Feind. Im Nebel läuft man leicht Gefahr, die Orientierung zu verlieren. Wird Clach einen Weg aus dem Morast voller Geheimnissen und Intrigen finden, ohne sich in ihm zu verirren? „Nebelmacher“ ist definitiv der erste Band eines Mehrteilers, obwohl noch nichts über eine Fortsetzung bekannt ist. Damit habe ich vor dem Lesen nicht gerechnet, kann es aber nach der Lektüre voll und ganz nachvollziehen. Bernhard Trecksels Geschichte ist sehr fein verästelt und vereint zahlreiche Akteure und Komponenten. Es wundert mich nicht, dass er diese nicht innerhalb von 500 Seiten zu einem Abschluss bringen konnte oder wollte. Viele Fragen bleiben offen und ungeklärt, weit mehr, als ich erwartet hätte. Tatsächlich habe ich die meisten Antworten gar nicht aus der Geschichte selbst erhalten, sondern aus kurzen Abschnitten vor den Kapiteln, in die Trecksel wichtige Hintergrundinformationen verpackte und ohne die die Handlung nur sehr schwer zu verstehen ist. Selbst mit diesen Infos fand ich es kniffelig, in das Geschehen hineinzufinden. „Nebelmacher“ ist kein Buch, das sich einfach so weg liest, es ist fordernd. Auch an Trecksels Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen, weil dieser äußerst kunstvoll ist. Die sprachlichen Blüten des Buches sind ein starker Gegensatz zu einigen sehr gewalttätigen Szenen. Ich kann mich immer noch nicht entscheiden, ob ich diesen Kontrast mochte oder nicht. Einerseits gefiel mir die Diskrepanz zwischen Erzähltem und Erzählweise, doch andererseits irritierte mich die ungeheure Wucht dieser Szenen, weil ich nicht verstanden habe, wieso Trecksel diese exzessive Gewalt für nötig hielt. Vielleicht glaube er, seine Geschichte geriete ohne all das Blut zu trocken und verstandesbasiert – sollte das so sein, muss ich ihm vehement widersprechen. Mich beeindruckte die intelligente Konstruktion seiner Welt, vor allem das umfangreiche religiöse System, das sehr greifbar mit der Realität der Figuren verbunden ist. Allerdings ist mir noch nicht ganz klar, wie Clachs Assassinen-Orden da hineinpasst, denn anscheinend verfolgen sie mit der Verehrung der dunklen Göttin einen Glaubensweg, der abseits der Norm liegt. Insgesamt hätte ich gern mehr über die Assassinen erfahren, die Trecksel als sehr mächtig und einflussreich beschreibt. Ich bin jedoch optimistisch, dass ich in den Folgebänden weiterführende Einblicke erhalten werde. Clach selbst ist nur einer der vier Charaktere, die in der Geschichte eine tragende Rolle spielen und deren Perspektive die Leser_innen einnehmen. Ich fand die Mischung der Figuren unheimlich interessant. Ich denke, zumindest in diesem Punkt hat sich Trecksel eindeutig von seinen Erfahrungen beim Rollenspiel inspirieren lassen, weil sie alle sehr unterschiedlich sind. Erstaunlicherweise ließ er sie jedoch nicht an einem Strang ziehen, wie es sonst in Fantasy-Romanen üblich ist. Sie bilden nicht die altbekannte Heldengruppe, die sich auf eine Quest begibt, sondern stehen einzeln für individuelle Ziele. Daher ordne ich „Nebelmacher“ eher der Low Fantasy als der High Fantasy zu. Ich empfand „Nebelmacher“ als ein intelligentes Buch voller Überraschungen. Das Lesen war anders, als ich erwartet hatte, was aber auch daran lag, dass der Klappentext irreführend ist. Es gab keinerlei Hinweise darauf, dass Clachs Aufträge nicht von der Göttin sanktioniert gewesen wären. Dieses… nun ja, sagen wir mal Missverständnis verzeihe ich allerdings gern, denn nach dem Schreiben der Inhaltsangabe kann ich nachvollziehen, dass es nicht ganz einfach ist, die Handlung des Buches sinnvoll zusammenzufassen. Ich freue mich darauf, Bernhard Trecksels Schaffen weiterzuverfolgen. Ich wünsche ihm, dass er in Zukunft etwas Vertrauen in seine Erzählkunst entwickelt und nicht mehr auf allzu brutale Szenen zurückgreifen muss. Seine Geschichte ist auch ohne blutige Sturzbäche faszinierend. „Nebelmacher“ ist kein Einstiegsbuch in die Fantasy. Es ist eine Lektüre für Fans des Genres, die bereits Erfahrung mit struktureller Komplexität haben, sich mutig einem komplizierten, religiösen Konflikt stellen möchten und Freude an einem kunstvollen Schreibstil haben. Trifft diese Beschreibung auf euch zu, könnt ihr euch gemeinsam mit Clach, Morven, Ormgair und Greskegard auf eine Reise durch eine Welt voller Nebel begeben – wenn ihr euch traut. Vielen Dank an das Bloggerportal von Random House für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars! Anmerkung: Nach dem Schreiben der Rezension habe ich herausgefunden, dass eine Fortsetzung bereits geplant ist. Diese wird voraussichtlich „Nebelgänger“ heißen und am 19. September 2016 bei blanvalet erscheinen.

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Der Schreibstil ************ Der Schreibstil ist locker und spannend gehalten. An einigen Stellen erinnert er stark an einen Mittelalter-Roman, weil einige Ausrufe und Begriffe an diese Zeit erinnern. Die Sätze lassen sich gut flüssig lesen und bauen genau dann Spannung auf, wenn die Spannung auch in der Handlung steigt. Ich habe jetzt schon ein paar Bücher gelesen, bei denen die Sätze nicht kürzer wurden, obwohl die Spannung zu nahm. Dementsprechend merkt der Leser bei diesem Buch sofort, wenn eine spannende oder gefährliche Szene kommt. Mir persönlich hat der Schreibstil mit dem Wechsel von langen und kurzen Sätzen gut gefallen, zudem die Sprechweise ebenfalls an den jeweiligen Ständen angepasst wurde. Einer aus der "Gosse" redet also nicht wie jemand, der der Inquisition angehört. Oder umgekehrt (es sei denn, man muss sich verstellen, um an Informationen heranzukommen, nicht wahr?) Die Handlung *********** Beschrieben wird die Handlung aus 4 Sichtweisen. 1) Clach der Nebelmacher und Totenkaiser 2) Fennek, Inquisitor, Sanftleben sein "Bewacher 3) Ormgair, Nebeljäger (man kann sich denken, wen oder was er jagt) 4) Morven, eine Kriegerin des Lichtfürsten (wenn man es so nennen kann) Clach, um den es eigentlich auf den ersten Blick zu gehen scheint, jedoch nicht das große Ganze erkennt. Fennek, der seit Jahren auf den Spuren des Tötens von Clach wandelt. Ormgair, ein alter Greis, der dem Tode geweiht scheint, ohne wirklich große Heldentaten verbracht zu haben und nun befürchtet, nicht in aller Munde zu sein. Und sich doch auf die Suche nach dem Totenkaiser begiebt (Warum nur? Das fragen wir lieber das Schwert) Morven, die anfangs so gar keinen Bezug zu den anderen Personen hat und doch das gesamte Bild ergänzt. Clach tötet. Aber nicht irgendwie, sondern er sperrt die Seele des Toten in einen Tierkörper und lässt diesen abermals töten. Zu Nebel machen (so glaubt er). Doch schnell merkt er, dass irgendwas nicht stimmen kann. Die Getöteten leben und erfreuen sich bester Gesundheit ("Ihm war kein Zustand bekannt, der toter war, als tot zu sein," S.441). Verfolgt von Fennek kommt dieser ihm beachtlich nahe, eigenes Verschulden oder bloßer Zufall? Clach macht sich also auf die Suche nach einem Schuldigen und merkt schnell, dass irgendetwas in ganze falsche Bahnen gelängt wird. Fragen über Fragen, die erst beim Lesen geklärt werden. Jeder, der etwas zu wissen scheint, hat es schlichtweg wieder vergessen. Jemand...oder etwas treibt sein Unwesen in der Stadt. Das Fazit ******* Anfangs habe ich mir unter dem Nebelmacher jemanden vorgestellt, nun, der Nebel macht. Schnell wurde allerdings klar, dass dies nicht gemeint war. Irren ist menschlich. Wer hier eine Liebesgeschichte mit Happy End erwartet, wird schnell enttäuscht sein. Gewalt, Missgunst und die nur zu gern bis ins Detail beschriebenen Tode sind gewiss nicht für jeden etwas. Auch ich musste ein paar Mal schlucken, denn immerhin habe ich doch eine sehr tiefgreifende Fantasie, die mir Bilder vor Augen beschafft. Was bei einem Abtrennen des Kopfes nicht dazu beträgt das Essen, das man eben gekocht hat, essen zu wollen. Hat man diesen ersten Schlag überwunden, geht die Geschichte genauso süffisant weiter.So unterschiedlich diese Personen sind, haben sie doch Eines gemeinsam: Den Kampfgeist. Egal wie alt oder jung die Figuren sind, egal aus welchem Milieu sie kommen. Wer ist der alte Greis, der fast am Ende seines Lebens steht und heimgesucht wird? Genau das hat dem Ganzen erst die richtige Würze verliehen. Eine Hauptperson, die nicht jung und dynamisch ist, sondern alt und mit Schmerzen in den Gliedern. Daran muss man sich vermutlich erst ein Mal gewöhnen. Ein alter Mann, der die besten Tage schon gesehen hat und nun quasi auf seinen Tod wartet. Eine junge Kriegerin, die eigentlich nur das Gunst des Vaters sucht. Ein Inquisitor, der trotz den jahrelangen Suche nicht aufgibt und der Gesuchte, der immer einen Schritt voraus zu sein scheint. Jeder von ihnen verfolgt eigene Ziele doch irgendwie läuft es auf ein großes Ganzes hin, dass dem Leser jedoch nicht direkt klar wird. Erst im Verlauf der Handlung werden diese feinen Fäden zwischen den Figuren sichtbar: Wer mit wem was zu tun hat und warum. Insgesamt ist das Buch sehr düster und dunkel beschrieben. Es gibt zwar amüsante Momente, ein Greis der auf ein Mal wieder in der Blüte seines Lebens steht, oder Sprüche bei denen man lächeln muss/nickend zustimmt, aber selten Lichtblicke. Da alles in einer einzigen grauen Masse zu verlaufen scheint. Düster, dunkel und trist, wie die Story zu vermitteln scheint. Massaker, Gewalt und Tod sind die Hauptbegleiter beim Lesen. Wer also nicht unbedingt nur etwas vom Tod lesen möchte, dem will ich dieses Buch nicht empfehlen. Es gibt kaum ein Kapitel, in dem nicht irgendjemand abgemetzelt oder vergiftet oder irgendetwas zertrümmert wird. Dennoch hat mir dieses Buch, besonders die Vorstellung, dass die Seele zu Nebel wird, sehr gut gefallen. Eine gelungene Abwechslung zu der sonst so "liebeslastigen" Fantasy. Und die Hauptpersonen sind endlich mal nicht unfehlbar und perfekt/ oder hat einfach alles, was Mann/Frau sich wünschen kann. Oh nein. Jede Hauptperson ist alles andere, aber nicht perfekt. Morde, die nicht im Auftrag der Vorgesetzten geschehen. Eine jahrelange Suche, die kein Ende zu haben scheint. Eine zerrüttete Familie und Streben nach Ansehen, als einziges Mädchen in der Familie, die die dunkelsten Geheimnisse vor ihr verborgen hält. Ein alter Mann, gezeichnet durch das Alter und die Schwermut. All dies trug dazu bei, dass ich dieses Buch verschlungen habe (hätte ich nicht nebenbei so viel tun müssen). Allerdings hätte ich auf den ein oder anderen Mord verzichten können (bis ins Detail muss ich jetzt nicht erfahren, wie jemand getötet wird...). Das Ende kam durchaus ein wenig abrupt. Man könnte schon meinen, es ist ein offenes Ende. Ich hätte nur zu gern gewusst, wie es weiter geht und warum die Toten zurückkomen. Fragen, die beim Lesen nur teilweise geklärt oder angedeutet werden. Schade eigentlich.

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Unverbrauchte Idee

Von: Ruby

25.08.2015

Cover Noch ehe ich meine kleine Schwäche für Clach entwickelt habe, hab ich mich ja in dieses Cover verliebt. Die Pose, die Stimmung. Einfach wunderbar. Dann die Tatsache, dass das Gesicht nicht wirklich zusehen ist und so jeder das "fehlende Teil" selber ergänzen kann, gefällt mir. Es lässt eben auch der Fantasy ihren Spielraum. Dazu die ganzen Details an Kleidung, das Funkeln auf der Klinge. Ein Cover, das seinesgleichen sucht! Handlung Clach ist der Totenkaiser. Gefürchtet, gehasst und geachtet gleichermaßen. Denn er ist nicht nur ein Assassine, nein! Er ist der absolute Tod! Denn als Nebelmacher besitzt er die Gabe, nicht nur den Körper seiner Beute zu töten, sondern auch seine Seele. Und Clach liebt die Jagd. Als er nach einem Jahr zurück in den Tempel der Todesgötting kehrt, trifft ihn der Schlag. Alle seine letzten Tötungen waren nicht von der Botin der Göttin in Auftrag gegeben wurden und damit wieder des Gesetzes. Er ahnt Intrige doch noch, ehe er seinen nächsten Schritt planen kann, ist er plötzlich selbst die Beute . . . Morven ist Templerin des Lichtfürsten und wünscht sich nichts sehnlicher als Freiheit und die Anerkennung ihres Vaters. Als sie jedoch einen Auftrag in den Sand setzt, schlagen Scham und Wut über ihr zusammen. Die nächsten Tage werden zur Hölle auf Erden für sie. Kann es noch schlimmer komm? Ja, denn bald stellt sich ihr die Wahl zwischen Sterben oder Kämpfen. Denn jemand muss die Wahrheit erfahren . . . Ormgairs eigener Übermut hatte ihn dazu gebracht, seine Feinde zu tief in den Nebel zu verfolgen. Er hätte sie alle viel eher töten sollen. Doch der Wunsch nach Legende und Ruhm hatte ihn geblendet. Nun gab es kein zurück mehr. Ihm blieb nichts mehr. Nichts außer diesem Schwert in seiner Hand und einem Ziel. Er würde den Totenkaiser finden und töten. Nur so konnte er seine Ehre vor den anderen Clans wieder herstellen. Doch ist das wirklich sein eigener Wunsch? Greskegard ist dem Totenkaiser auf den Versen. Seit gut 10 Jahren Jagd er hinter dem Assassinen hinterher. Es schien wie ein spöttisches Spiel zwischen ihnen zu sein. Doch der Inquisitor weiß, er muss Clach in die Finger bekommen. Lebend! Denn nur so würde er seine Rache bekommen, auf die er schon so sehnsüchtig wartet. Doch Clach ist keine Ratte, die einfach so in die nächste Falle tippt. Schreibstil Der Nebelmacher ist wirklich High-Fantasy vom feinsten. Wir haben Aktion, Intrigen, Blut - so einiges an Gedärm und anderen unschönen Details-, und alles verwoben mit einer Story, die wohl keinen Wunsch offen lässt. Dabei schafft Bernhard Trecksel eine Stimmung, die nicht abreißt, wenn er zwischen den Charakteren hin und her wechselt. Ganz im Gegenteil. Man switcht einfach mit, hat aber immer die anderen noch im Kopf. Ist mittendrin erkennt Personen nur anhand von Beschreibungen wieder, selbst wenn des ein Nebenchara ist, der eben nur als Sandsack herhalten durfte. Und diese Lebendigkeit hat mit an dieses Buch regelrecht gefesselt. Hat mich mit grübeln lassen, hat mich auf Irrwege geführt und am Ende vollkommen überrascht zurück gelassen Charaktere Wie ihr bestimmt schon in meinem Handlungsteil gesehen habt, mangelt es uns wirklich nicht an Personen. Anfängliche Skepsis ob sich die Storys dann nicht zu sehr überschneiden oder einfach verlaufen kann ich verstehen, aber auch gleich aus der Welt räumen. Diese Personen laufen eigentlich die ganze Zeit "nebeneinander" und verfolgen fast alle das gleiche Ziel. Die meisten vollen meinem lieben Clach an den Kragen. ^-^ Und stolpern dabei in etwas viel viel größeres hinein ohne es auf Anhieb zu bemerken. Aber wo es so viele sind, sind sie auch vollkommen eigenständig in Charakter und Tun. Da haben wir Clach, der voll kontrollierter ruhe und Jagdeifer seiner Beute nachstellt. Dann den Wilden, der alles auf eine Karte setzt und wieder lernt zu vertrauen, nur um dann in ein noch tieferes Loch zu fallen. Der Inquisitor, der von Rache zerfressen jedes andere Opfer als gerechtfertigt ansieht und Morven, die im inneren wohl noch ein Kind ist, das sich nach der Beachtung ihres Vaters sehnt. Wirft man all diese Eigenschaften - und noch einige mehr - in einen Topf, gibt ihnen Vergangenheit und Hintergrund, kommen dabei solche wunderbaren Figuren heraus. Meinung Zu behaupten, dass Ich dieses Buch liebe, ist eigentlich untertrieben. Ich verehre es regelrecht. Clach ist mein absoluter Liebling, aber auch die anderen Parteien versteht man und - das passiert mir ja nun wirklich nicht häufig - Ich war wirklich nah am Wasser gebaut als dieser eine Nebenchara das zeitliche segnete und habe bis zum Ende gehofft, das Rettung kommt. Ich finde, das zeigt gut wie auch die Nebencharas ausgebaut wurden. Aber auch die Stimmung in diesem Buch. Eigentlich kann man sich nie sicher fühlen. Nie herrscht ruhe oder stille. Immer passiert etwas. Immer steht das eigene Leben auf der Kippe. Intrigen und Tod gehen Hand in Hand und ziehen ihre Fäden fester. Gerade zum Ende hin hätte Ich - und habe Ich - Fluchen können. Dieses Ende!!! Das ist doch reine Quälerei! Denn wo das Buch schon super war, so hielt das Ende ein Versprechen parat, dass es gerade erst anfängt. Wie kann man das seinen Lesern antun?

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