Leserstimmen zu
Die Magie der kleinen Dinge

Jessie Burton

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Eigentlich ist mir alles, was vor dem späten 18ten Jahrhundert spielt, zu lange her, aber die Niederlande und vor allem Amsterdam, wo das Buch spielt, finde ich schon spannend, also habe ich mal einen Blick riskiert. Tja, und was soll ich sagen? Ich fand das Buch schon spannend, es war interessant, hinter die Kulissen einer reichen Kaufmannsfamilie zu dieser Zeit zu sehen. Die Hauptfigur Nella ist interessant, genau wie ihre Schwägerin Marin oder auch ihr Ehemann Johannes. Man erfährt einiges über den Kolonialwarenhandel - mir ist z.B. beim Lesen bewusst geworden, seit wie kurzer Zeit es Zucker als Süßungsmittel billig und überall verfügbar gibt, oder auch Gewürze, die ja damals mühsam mit dem Schiff von weit her angekarrt werden mussten und dabei immer Gefahr liefen, zu verderben. Allerdings: Die Figur des Miniaturisten hat mich verwirrt - sollte das ein "magisches" Element sein? Mir hat sich nicht erschlossen, was genau das Puppenhaus und die Miniaturen in der Geschichte sollen - aus meiner Sicht hätte die Geschichte, die wirklich gut und auch spannend erzählt ist, auch gute ohne dieses Element funktioniert. Insgesamt hat mir das Buch aber recht gut gefallen und ich werde mal schauen, was die Autorin sonst noch so geschrieben hat - ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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Sie ist ein junges Mädchen und wurde mit einem angesehenen Mann verheiratet. Doch als sie in sein Haus zieht, begegnet ihr nur Kälte. Die Schwester ihreres Ehemannes ist sehr abweisend und er selbst ist irgendwie nie da. Dabei hat ihre Mutter sie doch auf ihre Pflichten als Ehefrau vorbereitet. Eines Tages bringt er ihr ein Puppenhaus als Geschenk. Ein genaues Abbild von ihrem Haus. Sie beauftragt einen Miniaturisten ihr Puppen und Inventar für dieses Haus herzustellen. Doch zum einen bekommt sie Dinge, die sie gar nicht bestellt hat, und zum anderen sind die Puppen genaue Abbilder der Menschen, die in diesem Haus wohnen. Und bald entdeckt sie eine neue Auffälligkeit: Die Puppen zeigen ihr, was alles mit den Menschen in ihrem Umfeld passieren wird. Immer mehr kommen Geheimnisse der einzelnen Leuten raus. Und obwohl sie keine Aufträge mehr vergibt, kommen trotzdem immer mehr Puppen bei ihr an. Eigentlich tu ich mich mit historischen Romanen eher schwer, jedoch hat mir dieses Buch recht gut gefallen. Es passiert so viel nebenher, es entwickelt sich so viel, dass finde ich richtig toll. Die Auflösung ist ein wenig abgefahren, wenn auch spannend und interessant.

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Petronella kommt aus einer verarmten, adligen Familie und heiratet deshalb den Amsterdamer Kaufmann Johannes Brandt. Mit Hoffnungen und Ängsten zieht sie ein paar Wochen später bei ihm ein, allerdings schlägt ihr sofort Desinteresse und Abneigung von so ziemlich Jedem im Haus entgegen. Aber als sie dann Dinge für ihr neues Puppenhaus bei einem Miniaturisten bestellt, werden die Dinge seltsam. Dieser Miniaturist scheint mehr zu wissen als sie und versucht ihr Botschaften zu senden. Die Handlung ist nicht aktionreich, aber das muss sie auch gar nicht, denn die vielen Geheimnisse, die sich durch das Buch ziehen sind spannend genug. Manche Geheimnisse erfahren wir schon recht früh, andere erst später, aber wir bekommen immer wieder dezente Hinweise und das nicht nur von den Puppen. Ich lag mit meinen eigenen Vermutungen oft falsch, da das Buch viele überaschende Wendungen hat. Allerdings gibt es auch die ein oder andere langatmige Passage. Der Schreibstil der Autorin ist sehr schön. Sie beschreibt Dinge bildlich und ausführlich und man hat das Gefühl, dabei zu sein. Auch wenn es ein historischer Roman ist, ist er in der Gegenwartsform geschrieben, was mich erst stutzig gemacht aber dann total begeistert hat, denn es fühlte sich umso mehr so an als wäre man im Buch dabei. Was ich ebenfalls sehr gelungen finde, sind die holländischen Begriffe, die wie ganz selbstverständlich einfließen. Die Protagonistin Nella ist erst achtzehn Jahre alt, als sie heiratet und wir lernen sie als ziemlich naiv und eingeschüchtert kennen. Allerdings finde ich die Charakterentwicklung, die sie durchmacht sehr gut und glaubwürdig. Außerdem gab es diese Person wirklich und sie hatte auch wirklich ein Puppenhaus, auch wenn ich nicht weiß in wie weit sich das Buch an die Tatsachen hält. Auch die anderen Charaktere sind super entwickelt. Man lernt ihre guten und schlechten Seiten kennen und sie überzeugen mit dem was sie tun. Ich mochte zum Beispiel Johannes unbeschwerte und leicht überhebliche Einstellung total gern. Der Titel und das Cover gefallen mir beide total gut und waren auch letztendlich Kaufgrund des Buches. Und tatsächlich finde ich Cover und Titel im Deutschen schöner als im Original und das passiert nun wirklich nicht so oft. „Die Magie der kleinen Dinge“ ist ein ruhiger, aber trotzdem spannender Roman, der einen über das Leben nachdenken lässt. Ich habe mich trotz kurzer Langatmigkeit sehr gut unterhalten und deshalb gibt es 4 von 5 Bücherwelten.

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Zum Inhalt: Die 18jährige Petronella, genannt Nella wird mit dem viel älteren Amsterdamer Kauf- und Geschäftsmann Johannes Brandt verheiratet. Ängstlich, scheu und doch voller Vorfreude auf ihre neue Stellung als Ehefrau betritt die junge Nella ihr neue Heimat, das Haus in der Herengracht. Doch ihr wird kein warmer Empfang zuteil, vielmehr schlägt ihr von ihrer neuen Familie, vor allem von Johannes Schwester Marin kühle Abneigung entgegen. Auch ihr Ehemann würdigt Nella kaum eines Blickes und ist mehr auf Reisen denn zu Hause. Einziger Trost ist das Hochzeitsgeschenk, das Johannes seiner jungen Frau überlassen hat, ein Puppenhaus das die exakte Nachbildung ihres neuen Zuhauses darstellt. Nella beauftragt einen Spezialisten mit der Herstellung einiger Miniaturen. Doch bald lässt ihr der unbekannte Handwerker unaufgefordert Nachbildungen ihrer neuen Familienmitglieder zukommen, versehen mit mysteriösen Hinweisen. Nella muss schon bald feststellen, dass die Brandts hinter ihrer perfekt inszenierten Fassade dunkle Geheimnisse verbergen… Der Roman „Die Magie der kleinen Dinge“ von Jessie Burton hat mich zuerst durch sein schön gestaltetes Cover angesprochen. Außerdem wollte ich endlich mal wieder auch einen historischen Roman lesen und dieses Buch hat durchaus meine Neugier geweckt. Der Leser lernt die junge Nella kennen, die zum ersten Mal das Haus ihres viel älteren Ehemannes betritt. Die Story, die 1686 in der aufblühenden Stadt spielt, plätschert anfangs seicht dahin, man durchlebt zusammen mit der jungen Frau ihren einsamen Alltag in ihrem neuen Zuhause, ärgert sich über die Gefühlskälte die Marin, die Schwester von Johannes gegenüber Nella an den Tag legt und auch darüber, wie sie sich in das Leben ihres Bruders einmischt. Die Entwicklung die Nella durchlebt, hat mir gut gefallen, wie sie mit ihren jungen Jahren schon ihren Mann steht und mit den Widrigkeiten, die das Leben ihr vor die Füße wirft, umgeht. Leider habe ich mir vom Ende der Geschichte so viel mehr erhofft. Für mich persönlich bleiben zu viele Fragen offen, Fragen, die mich vor allem dazu gebracht haben, das Buch zu Ende zu lesen. Diese bleiben jedoch enttäuschender Weise unbeantwortet. „Die Magie der kleinen Dinge“ lebt von den leisen Tönen und von seiner gut inszenierten Atmosphäre, der Liebe zum Detail und einer tapferen Protagonistin. Auch wenn für mich das Ende und die offenen Fragen, die dieses bei mir hinterlassen hat enttäuschend war, so habe ich den Roman von Jessie Burton doch gerne gelesen und mich gut unterhalten gefühlt.

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Inhalt Nella wird mit einem Kaufmann verheiratet. Dort angekommen muss sie feststellen, dass ihre Ehe etwas anders verläuft als normal. Als Entschuldigung und Beschäftigung schenkt ihr Johannes ein Puppenhaus. Sie lässt es Stück für Stück von einer Miniaturistin bestücken, wobei ihr die detailgetreuen Nachbildungen so manches Geheimnis verraten. Eigene Meinung Normalerweise greife ich nicht zu historischen Romanen, aber die Leseprobe und der Klappentext haben mich neugierig gemacht auf mehr. Spannung durch Action bekommt man hier nicht, davon kann man sich direkt verabschieden. Allerdings schafft es Jessie Burton eine ständige, irgendwie unterschwellige Spannung aufrecht zu erhalten. Die Charaktere sind allesamt unglaublich liebevoll ausgearbeitet. Jeden einzelnen habe ich ins Herz geschlossen. Beim Lesen begleiten wir jedoch nur Nella und werden wir hautnah Zeuge von ihrer unglaublichen Entwicklung. Zuerst ein naives Kind, wächst sie gezwungener Maßen mit jeder neuen Aufgabe, die sie sich stellen muss. Obwohl die Geschichte sehr dramatisch ist, erzeugte sie trotzdem ein behagliches Gefühl beim Lesen. Das muss man erst mal schaffen. Einziges kleines Manko ist das Ende. Irgendwie wurde eine entscheidene Sache nicht ganz so hundertprozentig aufgelöst, zwar lässt es einem Raum für Spekulationen, doch hier hätte ich mir etwas mehr gewünscht. Fazit Zwar weiß man irgendwann, wie die Geschichte unweigerlich enden wird, dennoch hält Jessie Burton noch die ein oder andere Überraschung bereit. "Die Magie der kleinen Dinge" ist einfach ein unglaublich schönes Buch :)

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Inhalt: Der Roman spielt im 17. Jahrhundert in Amsterdam. Die junge Nella wird von ihrer Familie mit dem viel älteren, wohlhabenden Kaufmann Johannes Brandt verheiratet. Nella verlässt ihre Familie in der holländischen Provinz und erhofft sich ein neues, spannendes Leben im Hause ihres Gatten. Jedoch fällt schon bei ihrer Ankunft ein Schatten auf ihre Erwartungen: Der Ehemann ist nicht da, die Schwägerin lässt keinen Zweifel daran, wer die Herrin des Hauses ist und die zwei Dienstboten begegnen ihr mit unbekannter Aufmüpfigkeit. Sie muss sogar ihren geliebten Wellensittich abgeben und darf ihn nicht mit in das ihr zugeteilte Zimmer nehmen. Ihre Situation ändert sich erst, als Johannes ihr ein Hochzeitsgeschenk präsentiert, mit dem sie zunächst nichts anfangen kann: ein schrankgroßes Puppenhaus – eine naturgetreue Abbildung ihres neuen Heims. Um die Räume zu füllen wendet sich Nella an eine Miniaturistin und jetzt wird es mysteriös, denn die Künstlerin schickt nicht nur die gewünschten Einrichtungsgegenstände, sondern auch Abbildungen der darin wohnenden oder mit dem Haus verbundenen Lebewesen. Diese weisen auf Geheimnisse der Familie oder gar zukünftige Ereignisse hin. Ist die Miniaturistin eine Prophetin oder woher kennt sie Vergangenheit und Zukunft der Familie? Rezension: Mehr sei hier zum Inhalt nicht verraten, denn die Geschichte ist neben Familiendrama, Mysterienroman und Entwicklungsgeschichte auch ein kleiner Krimi. Flüssig, bildgewaltig und fesselnd erzählt die Autorin über einen Zeitraum von nur drei Monaten aus dem leben eines jungen Mädchens (Nella ist 18 als sie verheiratet wird), das durch die Ereignisse zu einer Frau reift, die weiß, was sie will und kann. Eingebettet ist die Geschichte in das historische Leben in Amsterdam, das geprägt war von Calvinistischer Strenge und wie die Menschen ein Leben führen „in einem unsichtbaren Käfig, dessen Gitterstäbe aus tödlicher Heuchelei bestehen“. Das Buch beginnt mit einem Prolog, der etwas mühsam ist, da es keinerlei Nehmen enthält und sich erst nach der Lektüre des Buches erschließt. Dann kommt der Roman langsam in Gang mit ganz leisen Tönen, die aber nach einem Drittel ganz laut vielschichtig und spannend ertönen. Ab da konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, mehr noch, ich tauchte durch die bildhafte Sprache total in die Welt der Protagonisten ein und meinte fast, selbst in der historischen Herrengracht in Amsterdam, in der Nella wohnt, zu weilen.

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Kritik: Cover: Ein Fenster, davor ein Stuhl und ein Käfig. Durch das Fenster guckt eine Frau. Eindeutig viel größer als das Fenster selbst. Sie guckt also in ein Puppenhaus. Sehr passend. Gleichzeitig sieht man am Stil des Stuhls und der Tapete, dass das Buch in der Vergangenheit spielt. Sehr passendes und hübsches Cover. Ich mag es, wenn Cover auch den Inhalt wiederspiegeln. Eindrücke/Inhalt: Ein historischer Roman gepaart mit Mysteryelementen und natürlich ein Familiendrama. Der historische Aspekt des Buches war etwas schwierig für mich. Das liegt aber daran, dass mir Bücher aus “einer anderen Zeit” einfach nicht so liegen. Die Geschichte um Nella und ihre neue Familie entwickelt sich nur langsam. Richtig gefesselt hat sie mich erst mit der Hälfte des Buches. Dennoch war sie spannend. Das besondere ist, dass es Elemente der Zeit des 17. Jahrhunderts mit Mysteryelementen kombiniert. Wer ist diese Miniaturistin? Und gleichzeitig ist es auch ein kleiner Krimi/Thriller. Was hat es mit Johannes Brandt auf sich und was verschweigt Marin? In diesem Buch gab es im zweiten Teil so viele Offenbarungen und Wendungen, dass ich sie nicht vorhersehen konnte und einfach nur noch wissen wollte, wie es ausgeht. Ab da war es ein Pageturner. Auf der anderen Seite erzählt die Geschichte die Entwicklung einer jungen naiven Frau zur gestandenen Ehefrau, die sich in der Welt auch allein zurecht finden wird. Charaktere: Wir haben es hier mit mehreren Charakteren zu tun. Da ist natürlich zuerst einmal Patronella. Sie startet als naives junges Mädchen, das mit ihrer Heirat ein neues Leben starten will, ein aufregendes und glückliches Leben. Doch wie ernüchtert ist sie, als sie in Amsterdam bei ihrem Mann ankommt. Von da an erfährt sie eine Entwicklung zur gereiften Frau innerhalb von nur drei Monaten. Dies geschieht langsam und fast unmerklich. Immer wieder fällt sie auch in ihr naives Verhalten zurück, gerade wenn sie die Puppenstube als Vorhersager sieht und die Miniaturistin für ihre Zukunft verantwortlich macht. Insgesamt ist Nella aber ein sehr positiver, mutiger und selbstbewusster, aber vor allem auch starker Frauencharakter. Man weiß am Ende des Buches: trotz aller Widrigkeiten wird sie ihren Weg machen. Zum anderen gibt es dann natürlich ihren Ehemann Johannes Brandt. Der ist so überhaupt nicht fassbar. Distanziert, gleichzeitig herzlich. Irgendwie kalt und dennoch fürsorglich. Er war durch und durch widersprüchlich. Genauso seine Schwester Marin. Oberflächlich streng und gottesfürchtig, aber hinter der Fassade doch auch nur eine leidenschaftliche Frau. Auch die Nebenfiguren sind alle besonders und vielschichtig, wenngleich wir mitunter etwas wenig über sie erfahren, um richtig mit ihnen mitzufühlen. Stil/Gliederung: Den Prolog versteht man erst, wenn man das ganze Buch gelesen hat. Etwas schwierig, weil es für mich schon müßig war, durch den Prolog durchzukommen. Keine Namen wurden genannt. Alles war irgendwie seltsam. Wenn man den aber geschafft hat, kann man das restliche Buch genießen. Sprachlich ist es modern und doch nicht modern. Es hätte auch aus einer anderen Zeit stammen können. Dennoch las es sich angenehm. Die Kapitellänge war jedenfalls völlig in Ordnung. Fazit: Dies ist eher ein Roman der leisen Töne. Er kommt nur langsam in Gang, ist dann aber vielschichtig und spannend trotz des langsamen Erzähltempos. Für Fans dieses Genres sicher ein lohnenswertes Leseerlebnis.

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Nella ist gerade einmal 18 Jahre alt, als sie 1686 mit dem Amsterdamer Kaufmann Johannes Brandt verheiratet wird. Ihren Mann kennt sie kaum und es steht auch ein großer Altersunterschied im Raum. Johannes ist 39 Jahre alt. Als sie das Haus zum ersten Mal betritt schlägt ihr eine große Feindseligkeit entgegen. Gerade Johannes´ Schwester Marin scheint sich von Nella in ihrem Posten als Hausherrin bedroht zu fühlen. Dann schenkt Johannes seiner jungen Frau ein Puppenhaus, das ihr ein wenig Trost spendet. Sie sucht im Handelsbuch jemanden, der ihr Einrichtungsgegenstände für das Haus macht. Doch die Lieferungen beinhalten immer Dinge, die sie nicht bestellt hat und die auf mysteriöse Weise in die Zukunft zu deuten scheinen. Nella beginnt langsam hinter die perfekte Fassade der Brandts zu blicken. Welche Geheimnisse erwarten sie? Und was weiß der Miniaturist? Jessie Burton nimmt die Leser mit auf eine Reise ins historische Amsterdam des 17. Jahrhunderts. Man lernt zusammen mit Nella die neue Umgebung kennen und vor allem ihre neue Familie mit der es von Anfang an zu Problemen kommt. Auch die Bediensteten des Hauses haben ihre Geheimnisse und so steht Nella vor der Aufgabe diese zu entwirren und zu verstehen. Da Nella noch recht jung ist weiß sie noch nicht viel vom Leben und der Führung eines Haushaltes, doch sie versucht stets ihr bestes und versucht für Harmonie zu sorgen, was ihr gerade bei Marin nicht so recht gelingen will. Das Element der Miniaturen hat mir gut gefallen, weil ich so einige Andeutungen erhalten habe, die auch nach und nach aufgelöst worden sind. Ich fand es spannend den Hinweisen zu folgen und an einigen Stellen zog ich die richtigen Rückschlüsse und an anderen hat mich die Autorin auch mit einigen Wendungen überraschen können. Der Schreibstil ist dabei sehr eingängig und ich habe mir jedes Detail des Puppenhauses zum Beispiel gut vorstellen können. Die bildhafte Sprache der Autorin war hier aber nicht etwa zuviel des Guten, sondern hat zu den leisen Tönen des Romans gepasst. Etwas störend fand ich die vielen holländischen Ausdrücke, die am Ende zwar teilweise übersetzt worden sind, die jedoch auch immer dafür gesorgt haben, dass ich mitten im Lesefluss nach hinten blättern musste um zu schauen was das Wort nun wieder bedeutet. Der Roman besticht nicht durch die große Fülle an Ereignissen, sondern eher durch die leisen Töne und die sympathische Hauptprotagonistin mit der ich von Anfang an mitfiebern konnte. Die anderen Charaktere wuchsen mir erst im Laufe der Geschichte ans Herz und man lernt, dass auch jemand, der auf den ersten Blick unsympathisch erscheint doch auch seine guten Seiten haben kann und anders herum. Fazit: Ein berührender Roman, der sich langsam aber kontinuierlich weiter entwickelt und sich schnell und gut lesen ließ. Etwas mehr Action hätte dem Buch aber sicherlich gut getan, denn an einigen Stellen war es mir etwas zu ruhig.

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