Leserstimmen zu
Die Magie der kleinen Dinge

Jessie Burton

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Klappentext Wenn der Schein trügt, muss man zweimal hinsehen Die junge Nella wird mit dem Amsterdamer Handelsmann Johannes Brandt verheiratet. Als sie sein herrschaftliches Haus an der Herengracht zum ersten Mal betritt, schlägt ihr kalte Abneigung von Seiten ihrer neuen Familie entgegen. Nur ihr Hochzeitsgeschenk spendet ihr Trost: ein Puppenhaus, das eine exakte Nachbildung ihres neuen Zuhauses ist. Doch bald werden Nella mysteriöse kleine Nachbildungen ihrer neuen Familienmitglieder geschickt – und Hinweise auf das, was diese verbergen. Nella beginnt zu ahnen, dass sich hinter der perfekten Fassade der Brandts tiefe Abgründe verbergen – sowie dunkle Geheimnisse, die sie alle in ihren Sog ziehen werden … Die Autorin Jessie Burton, geboren 1982, studierte an der Oxford University sowie an der Central School of Speech and Drama. Sie arbeitet unter anderem als Schauspielerin und lebt in London. Mit ihrem Debütroman "Die Magie der kleinen Dinge" begeisterte sie Verlage in aller Welt – die Rechte wurden in 32 Länder verkauft. In ihrer Heimat England eroberte sie sofort die Bestsellerliste und wurde von der Presse hochgelobt. Meine Meinung Story Mich hat das neue Cover des Buches sofort angesprochen, als dann noch der Klappentext stimmig war, stand für mich feste, das Buch muss ich lesen. Lange Rede kurzer Sinn, nach dem ich einmal in die Geschichte eingestiegen bin, konnte ich mich kaum, oder nur ungern von ihr lösen. Wir begleiten die 17, jährige Nella, aus einfachen Verhältnissen, die im 17. Jahrhundert mit einem holländischen Kaufmann zwangsverheiratet wird. Nella wird von Seiten der einzigen Verwandten ihres Mannes, seiner Schwester, nicht gerade freundlich angenommen. Auch Johannes ihr Mann entspricht nicht den romantischen Vorstellungen eines jungen Mädchens. Bis dahin war die Story für mich nicht neu, sondern schon hundertfach dagewesen. Doch dann kommt eine völlig neue Wende für mich. Nella bekommt zu Hochzeit, von ihrem Mann Johannes, eine riesige Puppenstube, das Abbild des Hauses. Und plötzlich schlägt die Handlung eine neue Richtung ein. Es werden ihr von einer Mineaturistin Puppen und Möbel geschickt, die entweder etwas vorhersagen oder etwas geschehenes darstellen. Das Puppenhaus scheint ein Eigenleben zu entwickeln. Die Autorin hat hier eine für mich neue Idee entwickelt, die mich richtig fesseln konnte. Einmal in der Story angekommen, möchte man nicht mehr aufhören zu lesen, denn das Buch ist wirklich spannend und kann den Leser mit seinem besonderen Charme überzeugen. Schreibstil Das Buch ist in einer leichten Schreibweise gehalten. Die Schauplätze und Charaktere schön bildhaft beschrieben, so das man sich als Leser ein gutes Bild von ihnen machen kann. Charaktere Ich mochte Nella als Protagonistin sehr. Man verfolgt als Leser ihre positive Veränderung, von der grauen Maus zur selbstbewussten jungen Frau, die ihren Weg geht. Auch wenn ihr Ehemann Johannes nicht ihren Vorstellungen entspricht, beginnt sich zwischen den beiden eine besondere Freundschaft zu entwickeln. Auch die anderen Charaktere waren gut beschrieben und passten wunderbar in ihre Rollen hinein. Mein Fazit Ein wirklich gelungenes Debüt, mit vielen unerwarteten Wendungen. Ein gelungener Mix aus altbekannten historischen Elementen (Zwangsheirat, Ablehnung durch Familie) mit etwas schaurig und übersinnlichem. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen. Sicherlich sind auch ein paar langatmige Passagen vorhanden, gerade am Anfang, aber dieses besondere Etwas lässt das schnell in Vergessenheit geraten. Ich vergebe gute fünf von fünf Leseratten/Sternen und eine Leseempfehlung.

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Die junge Nella wird mit dem Amsterdamer Handelsmann Johannes Brandt verheiratet. Als sie sein herrschaftliches Haus an der Herengracht zum ersten Mal betritt, schlägt ihr kalte Abneigung von Seiten ihrer neuen Familie entgegen. Nur das Hochzeitsgeschenk spendet ihr Trost: ein Puppenhaus, das eine exakte Nachbildung ihres neuen Zuhauses ist. Doch bald werden Nella mysteriöse kleine Nachbildungen ihrer neuen Familienmitglieder geschickt – und Hinweise auf das, was diese verbergen. Nella beginnt zu ahnen, dass sich hinter der perfekten Fassade der Brandts tiefe Abgründe verbergen – und Geheimnisse, die sie alle in ihren Sog ziehen werden … Ein richtiges Überraschungsbuch und wie glücklich ich über diese Überraschung bin ^^ Eines Tages lag dieses Buch in meinem Briefkasten.. dann vergingen Wochen bis ich begonnen habe es zu lesen und dann vergingen Minuten, bis ich es zu Ende gelesen habe. Ja, ich bin hin und weg!! Hätte ich dieses Buch in einem Buchladen entdeckt, hätte ich es wahrscheinlich nicht aus dem Regal genommen. Ich hätte es nicht entdeckt, nicht angeschaut und nicht gekauft. Aber jetzt fasziniert mich das Cover (es ist perfekt!), der Titel hat mich schon immer angesprochen und die Geschichte - so schön! Aber beginnen wir von Anfang an... "Falls sie Miniaturistin eine sonderbare und beharrliche Lehrerin ist, fühlt Nella sich gerade wie eine störrische Schülerin. Sie begreift nicht, was die Lektionen zu bedeuten haben, und sehnt sich nach nur einem einzigen Stück, das erklärt, was die Miniaturistin von ihr will." (S. 251) Der Roman überzeugt nicht nur mit einer tollen Geschichte, sondern auch mit einem wunderbaren historischen Flair! Mit Nella konnte ich wirklich mitfühlen! Die Ablehnung der Familie, dass sie sich isoliert fühlt - alles hat Jessie Burton so treffend beschrieben, dass ich fast gedacht hatte, ich selbst müsste mich mit diesem Schicksal arrangieren. Auch die Beschreibung aller Charaktere ist der Autorin sehr gut gelungen. Im Mittelpunkt natürlich Nella, die sich während des Buches stark entwickelt. Am Anfang das eingeschüchterte Mädchen, bis sie am Ende die selbstbewusste Dame wird. Es treten zahlreiche Details in Erscheinung, wenn Jessie Burton schreibt! Ich war noch nie in Amsterdam, könnte jetzt aber so viel über das historische Amsterdam erzählen - ich habe einfach alles vor meinem inneren Auge gesehen - aber auch die Töpfe und Figuren, die der Miniaturist für Nella herstellt, sind so realitätsnah und bildlich beschrieben! Und dann auch noch alle Mysterien rund um das Puppenhaus, es wirkt so mystisch, so geheimnisvoll, versprüht aber trotzdem diesen unwiderstehlichen Charme! Kurzum: Jessie Burtons Schreibstil fesselt den Leser an die Geschichte, macht ihn süchtig und lässt vor dem Auge des Lesers eine historische Kulisse entstehen, führt eine Geschichte auf und verzaubert! Das schaffen nur wenige Autoren! Durch all das Historische, das in dem Roman steckt, habe ich ganz nebenbei sehr viel über die Geschichte gelernt! 1686, im "Goldenen Zeitalter", spielt die Geschichte, in der Blütezeit Amsterdams. Jetzt weiß ich also viel über den Alltag, die Mentalität, die Haltung der Menschen zu gewissen Dingen und auch den Handel - bestimmt sehr nützlich für den Geschichtsunterricht in der Schule ;) (und da sagt mal einer durch Romane lernt man nichts ;)!). Nella hat tatsächlich existiert, sie hieß Petronella Ortmann, und auch das Puppenhaus gab es wirklich. Leider endet die Geschichte so plötzlich, so abrupt und auch noch teilweise offen - nicht alle Geheimnisse sind aufgeklärt worden. Aber wir wissen schließlich auch nicht mehr als Nella ;) Ich weiß jetzt, warum in England so ein großer Hype rund um das Buch "Die Magie der kleinen Dinge" von Jessie Burton herrscht und kann euch das Buch nur ans Herz legen!! "Dieses Buch hat alles, um ein Erfolgsroman zu werden, der die Genresgrenzen sprengt." New York Magazine ***** Fünf Sterne für eines meiner neuen Lieblingsbücher! Beeindruckend, faszinierend und wunderschön!

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Zum Inhalt: Die junge Nella wird mit dem Amsterdamer Handelsmann Johannes Brandt verheiratet. Als sie sein herrschaftliches Haus an der Herengracht zum ersten Mal betritt, schlägt ihr kalte Abneigung von Seiten ihrer neuen Familie entgegen. Nur das Hochzeitsgeschenk spendet ihr Trost: ein Puppenhaus, das eine exakte Nachbildung ihres neuen Zuhauses ist. Doch bald werden Nella mysteriöse kleine Nachbildungen ihrer neuen Familienmitglieder geschickt – und Hinweise auf das, was diese verbergen. Nella beginnt zu ahnen, dass sich hinter der perfekten Fassade der Brandts tiefe Abgründe verbergen – und Geheimnisse, die sie alle in ihren Sog ziehen werden … Meine Meinung: Amsterdam, 1686: Die junge, unbedarte und etwas naive Petronella "Nella" Oortmans kommt zu ihrem deutlich älteren Ehemann nach Amsterdam. Als sie das Haus betritt, ist sie irritiert, dass niemand sie empfängt und schnell wird klar, dass sie dort nicht erwünscht ist. Ihr Ehemann, Johannes Brandt, ist Händler und vermögend, doch auch er scheint kein Interesse an seiner Ehefrau zu haben - seine Geschäfte scheinen wichtiger. Mit in dem Haus wohnen ihre Schwägerin Marin, die Dienerschaft Otto und Cornelia sowie Johannes Hunde. Literarisch lese ich relativ wenig historische Romane. Um so überraschter war ich, als ich mich auf dieses "magische" Abenteuer eingelassen habe. Die Gedanken und Gebräuche zu der damaligen Zeit waren um ein vielfaches anders, als die heutigen "Regeln". Die Familie gibt vor gottgläubig zu sein, jedoch nur, weil dies zur damaligen Zeit notwendig war. Nach außen hin musste der Schein einer gut situierten und vorzeigbaren Familie stimmen. Und doch gab es einige Punkte, die Johannes förderte, Marin aber am Liebesten ungeschehen machen würde. Dazu zählt z.B. der farbige Hausangestellte Otto. Ich war begeistert von der detaillierten Beschreibung der Charaktere, die erst nach und nach ihr wahres Gesicht gezeigt haben. Die Miniaturistin gibt dem ganzen zusätzlich einen gänzlich Touch und schafft es, neben den tollen Charaktere auch einen mystischen Einfluss zu generieren. Wer ist die Frau, die hinter den verschiedenen Miniaturen steckt, die Nella erhält um das Puppenhaus einzurichten? Warum finden sich so viele Parallelen zwischen den Miniaturen und den Bewohnern des Hauses und was steckt hinter den geheimnisvollen Hinweisen? Nella findet es bald heraus und durchlebt dabei emotionale Höhen und Tiefen. Währenddessen reift sie unbewusst von der naiven kleinen Nella Oortman zur starken und selbstbewussten Petronella Brandt. Fazit: Ich kam etwas schwer in die Geschichte hinein, sobald ich aber diesen Plot hinter mir hatte, ging es steil bergauf. Eine tolle Geschichte über das Leben im 17. Jahrhundert und das der Frauen zu dieser Zeit. Von mir gibt es 4,5 von 5 möglichen Punkten.

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Wunderschön

Von: Beate Senft

29.05.2015

Nella ist ein junges und gut behütetes 18-jähriges Mädchen, als sie mit dem älteren Amsterdamer Kaufmann Johannes Brandt verheiratet wird. Ängstlich, fasziniert, neugierig und auch ein wenig glücklich tritt sie die Reise in ihr neues zu Hause an, voller Träume von ihrem neuen Leben. Endlich in dem großen Haus angekommen, wird sie nicht gerade liebevoll empfangen. Ihr Ehemann glänzt durch Abwesenheit, ihre Schwägerin ist kalt und abweisend und die Dienerschaft würdigt sie kaum eines Blickes. Sogar ihren geliebten Wellensittich Peebo nimmt man ihr weg um ihn in der Küche unterzubringen. Verängstigt bezieht sie ihr neues Zimmer. Das soll jetzt also ihre Heimat sein? Als Johannes dann endlich erscheint, bringt er ihr ein Hochzeitsgeschenk mit. Ein großes und edles Puppenhaus, das ihrem neuen zu Hause nachempfunden ist. Nella wäre ja ein herzliches Willkommen und eine liebevolle Umarmung lieber gewesen. Auch an den nächsten Tagen bleibt sie alleine in dem großen Bett. Sie entschließt sich das Puppenhaus zu möblieren, wenn es schon einmal da ist und bekommt Sachen geliefert, die sie gar nicht bestellt hat und die ihr Geheimnisse ihrer neuen Familie offenbaren. Was geht vor in diesem seltsamen Haus? Was haben die Menschen hier zu verbergen. Und als sie endlich zu verstehen beginnt, ist ihr Leben schon lange nicht mehr so, wie sie es geplant hatte..... Was für ein wunderschöner Roman der Autorin mit "Die Magie der kleinen Dinge" gelungen ist. Die Geschichte beginnt 1687 und geht dann ein Jahr in der Zeit zurück. Man lernt die naive und liebenswerte Nella kennen. Ihre Schwägerin Marin, den Diener ihres Mannes Otto und das Mädchen für alles Cornelia. Und ob man möchte oder nicht, gewinnt man alle mit der Zeit lieb. Auch die kalte und abweisende Marin. Geschickt versteht es die Autorin, dem Leser kleine Happen zuzuwerfen, die mich immer neugieriger machten, so, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Ich habe so mit Nella gelitten und am Ende einfach mit allen. Nella geht zu einem Miniaturisten, den sie niemals zu Gesicht bekommt, und hinterlässt ihm eine Bestellung und einen Scheck, für Möbel für ihr Puppenhaus. Was dann geliefert wird, entspricht aber nur zum Teil ihrer Bestellung und Nella ist verwirrt. Auch als sie gar keine Möbel mehr möchte, werden immer neue Teile geliefert. Der Schreibstil von Jessie Burton ist wunderschön und sehr bildhaft. Sie versteht es meisterhaft Bilder in meinem Kopf entstehen zu lassen und mir das 17. Jahrhundert in Amsterdam vor Augen zu führen. Eine Zeit der bigotten Heuchelei, der Lügen und des Verrats. Ich konnte die alten Lagerhäuser, die Krachten und die herrschaftlichen Häuser direkt vor mir sehen. Die Charaktere sind alle sehr facettenreich und liebevoll gestaltet. Die Autorin hat sehr viel Arbeit in die Entwicklung der Personen gesteckt, so dass sie alle authentisch und sehr lebendig wirken. Ich bin wirklich begeistert von diesem Buch, auch wenn ich mir vom Klappentext her etwas ganz anderes versprochen hatte. Das Buch war sogar noch viel besser, als ich angenommen hatte. Das Ende so ganz anders als gedacht. Ich vergebe 5 von 5 Punkten, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung an alle, die gute Geschichten mögen. © Beate Senft

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Wir schreiben das Jahr 1687. Als die junge Nella mit dem viel älteren Kaufmann Johannes Brandt verheiratet wird, ahnt sie nicht, was sie in Amsterdam in seinem herrschaftlichen Haus erwartet. Erhofft hat sie sich ein schönes Leben an der Seite des erfolgreichen Kaufmanns, doch Johannes beachtet sie kaum. Er behandelt sie mit Respekt, er macht ihr Geschenke, doch erhofft hat sich Nella ein richtiges Familienleben mit Kindern, mit Liebe. Über den Haushalt herrscht Johannes Schwester Marin. Sie wirkt kalt und unnahbar. Zur Hochzeit bekommt Nella von ihrem Mann ein Puppenhaus geschenkt. Es ist eine Nachbildung des Hauses, in dem sie jetzt lebt. Die junge Frau bestellt Miniaturen, doch sie erhält exakte Nachbildungen von Möbeln und Menschen, die in dem Haus leben und sich darin befinden. Das Puppenhaus und seine Bewohner scheinen ein Eigenleben zu entwickeln. Nella begreift, dass ihr jemand etwas damit sagen will. Sie ahnt, dass einiges nicht stimmt. Welche Geheimnisse verbirgt Nellas neue Familie vor ihr? "Die Magie der kleinen Dinge" - ein außergewöhnlicher Roman, der mich von der ersten Seite an gefesselt und begeistert hat. Spannend und authentisch. Es ist eine raffiniert gestrickte Story, vielschichtig und verführerisch. Nach und nach lernt der Leser die einzelnen Personen und ihre Geheimnisse kennen. Dabei ist es so spannend, dass man es kaum erwarten kann umzublättern. Das Amsterdam der damaligen Zeit, seine Menschen, seine Sitten und Gebräuche, ganz nebenbei versetzt die Autorin den Leser in diese Zeit. Als Leser ist man dabei. Man begleitet die Personen, man fühlt mit ihnen. "Die Magie der kleinen Dinge" - ein großartiges Lesevergnügen!

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In der Buchvorstellung hat mich hier die Inhaltsangabe neugierig gemacht dieses Buch unbedingt lesen zu wollen um hinter diese Geheimnisse zu kommen :) Worum geht es? die junge Nella wird mit dem Amsterdamer Handelsmann Johannes Brandt verheiratet. Als sie sein herrschaftliches Haus an der Herengracht ersten Mal betritt, schlägt ihr kalte Abneigung vonseiten ihrer neuen Familie entgegen. Nur das Hochzeitsgeschenk spendet ihr Trost: ein Puppenhaus, das eine exakte Nachbildung ihres neuen Zuhauses ist. Doch bald werden Nella mysteriöse kleine Nachbildungen ihrer neuen Familienmitglieder geschickt - und Hinweise auf das, was diese verbergen. Nella beginnt zu ahnen, dass sich hinter der perfekten Fassade der Brandts tiefe Abgründe verbergen - sowie dunkle Geheimnisse, die sie alle in ihren Sog ziehen werden... Ein Buch das man nicht mehr aus der Hand legen möchte - bis es fertig ist. Ich muss ehrlich sein - das Cover hat mir nicht zugesagt, ausschlaggebend war für mich die Inhaltsangabe und der Titel... Und ich wurde nicht enttäuscht... Die Hauptprotagonistin Nella alias Petronella Brandt sieht in der Heirat mit Johannes Brandt eine Möglichkeit Assendelft zu entkommen. Ihr Vater hat durch sein, wie soll ich es höflich ausdrücken: kostspieliges Leben. Seiner Familie nichts hinterlassen. Eine verarmte "gehobene Gesellschaft" Sie heiratet, schon vor der Hochzeitsnacht muss Johannes abreisen, sie reist dann zu ihrem neuen zu Hause - dort wird sie nicht gerade mit offenen Armen empfangen, dennoch fügt sich Nella! Ihren Ehemann sieht sie selten, eigentlich fast gar nicht - komische Ehe ..... Diese Püppchen die die Familie darstellt - jedes von ihnen birgt ein Geheimnis, auch scheinen sich manche zu verändern - da ist Magie im Spiel! Die Miniaturistin scheint genauestens Bescheid zu wissen - ist da Magie im Spiel? "Alles, was ein Mann sieht, hält er für ein Spielzeug" Aber ich finde auch Nella ist untypisch für die damalige Zeit - ein außergewöhnlicher starker Charakter den Jessie Burton erschaffen hat. Aber nicht nur Nella, sondern auch Johannes, Marin, Otto oder Toot, Cornelia und "Der" geheimnisvolle Miniaturist, sind Charakteren die man schätzen und lieben lernt - sowie so ist jeder einzelne davon Außergewöhnlich für die damalige Zeit, und trotz dem Standesunterschied wie eine Familie. Anfangs mag man nicht jeden Charakter, aber nach und nach bekommt man Verständnis für diejenigen und lernt sie lieben.... Was das Buch auch so spannend macht sind immer wieder die unerwarteten Wendungen - ganz ehrlich immer wenn ich als Leser gedacht hatte - "Ha ich weiß es!" Kam es doch ganz anders und unerwartet... Man fiebert mit - versucht die Geheimnisse zu lüften - es wurde mir einfach nie langweilig. Nella ist eine tolle Frau, auch Johannes - man wird ihn verstehen lernen im Laufe des Buches. Auch Historisch gesehen hat diese Buch einiges zu bieten, man lernt nie aus - und grausam war diese Zeit auch... Ja ich habe auch geheult..... Trotzdem fehlt mir noch etwas, das Ende kann doch nicht so stehen bleiben, gibt es vielleicht noch einen 2.Teil. Irgendwie wäre es interessant zu wissen wie es weitergehen würde. Ich möchte hinter die Geheimnisse der anderen kommen wollen. Auch ist mir unklar was nun wirklich mit der Miniaturistin ist? Die Frau aus dem Epilog - ist sie das? Ich will mehr... Jessie Burton hat einen wirklich tollen Schreibstil - es wird nie langweilig - es bleibt immer spannend und regt die Leser unter anderem auch zum nachdenken an - jedenfalls bei mir! "Die Magie der kleinen Dinge" ist wirklich sehr empfehlenswert!!! Historie Fans kommen hier voll auf ihren Geschmack! Jessie Burton Die Magie der kleinen Dinge Seiten: 480 Gebundenes Buch mit Schutzumschlag Verlag: Limes Preis: 19,99€ ISBN: 978-3-8090-2647-1

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Die Britin Jessie Burton hat mit "die Magie der kleinen Dinge" einen ungewöhnlichen Debütroman geschrieben. Als Theater-Schauspielerin hatte sie wenig Erfolg und besann sich auf ihre Liebe zum Schreiben, eine Leidenschaft aus früher Kindheit. Die Fan-Gemeinde kenntnisreich geschriebener Historien-Romane wird es freuen. Inspiration für ihren Roman war ein antikes Puppenhaus, welches als Exponat im Amsterdamer Rijksmuseum zu bewundern ist. Auch Nella Oortman hat es wirklich gegeben, das von Jessie Burton beschriebene Geschehen haben wir allerdings ihrer Phantasie zu verdanken. Die große Stärke der Autorin ist das atmosphärische Erzählen. Sie schreibt nicht nur über "die Magie der kleinen Dinge", sie erschafft sie auch. Die Handlung des Romans ist überschaubar, das Erzähltempo ist auch eher gemächlich. Man fragt sich unwillkürlich, woran es dann liegt, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Die Antwort liegt wohl vor allem im Flair dieses Buches, in der Welt, die Jessie Burton erschafft, bzw. wiederauferstehen lässt. Es ist, als ob all die Porträts, die man aus dieser Zeit kennt, diese ernst und humorlos dreinblickenden Menschen in dunkler Kleidung mit ihren gestärkten weißen Halskrausen und Hauben zum Leben erwachen. Die Autorin nimmt uns mit in eine Welt, so fern der heutigen - grausam und doch verlockend ob der klar aufgestellten Regeln, anziehend und abstoßend zugleich. Von der für sie ungewohnten Stadt ist Nella zunächst überfordert, noch schlimmer aber ist für sie der frostige Empfang in ihrem neuen Zuhause. Ihre Welt ändert sich, als Johannes ihr sein außergewöhnliches Hochzeitsgeschenk präsentiert: ein schrankgroßes Puppenhaus, eine exakte Replik ihres neuen Zuhause. Nella will wenigstens dieses mit Leben füllen und greift auf die Dienste einer Miniaturistin zurück. Die winzigen Kreationen der schwer fassbaren und rätselhaften Künstlerin spiegeln ihre echten Vorbilder in unheimlicher und unerwarteter Weise. Zunächst machen jagen die Geschöpfe der Miniaturistin ihr Angst ein, enthüllen ihre winzigen kleinen Dinge und Puppen doch die ungewöhnlichen Geheimnisse ihrer auf den ersten so frommen neuen Familie. Schon bald jedoch betrachtet sie die Miniaturistin geradezu als Prophetin und fiebert ihren versteckten Hinweisen und Ratschlägen entgegen. Die Frage, ob diese Frau eher der Schlüssel zu ihrer Rettung oder doch die Archtitektin ihrer Zerstörung ist, verdrängt sie zunächst. Es dauert nicht lange und das Unheil bricht über das Kaufmannshaus hinein. Nella jedoch wächst mit den Schwierigkeiten und letztlich ist sie es, die denen, die das Unheil überleben, mit ungewohnter Stärke neue Zuversicht gibt Spannend und sehr interessant ist daneben der Blick auf eine weitere Hauptdarstellerin: die Stadt Amsterdam. Der Roman zeigt Amsterdam auf dem Höhepunkt seiner frühen Blütezeit, die Stadt breitet sich immer weiter aus, "baut immer höher, obwohl durchaus die Möglichkeit besteht, dass alle im Morast versinken". Die Stadt wird beherrscht von einer Melange aus Geld und Scham, man lebt eine Kultur des Widerspruchs. Die Liebe zu glltzerndem Reichtum und das Streben nach Wohlstand kollidieren allüberall mit der Furcht vor Todsünden, gepredigt wird gottesfürchtige Enthaltsamkeit - Bigotterie in Reinkultur. Keiner in dieser Stadt kann sich jemals sicher fühlen, die Fassade der Stadt wird dank gegenseitiger Überwachung aufrechterhalten. Die "in Wasser geschriebenen Regeln" der Stadt und ihrer Bewohner ersticken die Seele der Menschen. Wer heute die großen, so stark multikulturell geprägten Städte Hollands kennt, kommt selten auf den Gedanken, dass die Geschichte der Niederlande sehr lange nicht so bunt und tolerant war wie heute. Und auch heute noch kann man die Strenge bedrückender Religion gerade hinter den Fassaden der ländlichen, sehr calvinistisch geprägten niederländlichen Provinzen finden. Die akribisch recherchierte "Magie der kleinen Dinge" sorgt da durchaus für ein besseres Verständnis des historischen Zusammenhangs. Auch Nellas Ehemann Johannes und seine Schwester Marin verbringen ihr Leben in einem "unsichtbaren Käfig, dessen Gitterstäbe aus tödlicher Heuchelei bestehen", Am Ende werden sie von der Stadt, die vor allem Johannes und seinem kaufmännischen Geschick so viel verdankt, verraten.. Wie es mit Nella und den ihr Anvertrauten weitergeht, bleibt offen. Gewagt für einen Debütroman, aber schlussendlich folgerichtig, Der Leser bleibt in dieser durchgehend im Präsens geschriebenen Geschichte immer auf dem Kenntnisstand von Nella, nie ist er ihr voraus. Und wer weiß - vielleicht gibt es ja ein Wiederlesen?

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„Vorsicht Spoiler!“ Frisch vermählt betritt Nella ihr zukünftiges Zuhause in Amsterdam. Ihr Ehemann ist nicht anwesend, so wird sie von seiner Schwester, Diener und Dienstmädchen begrüßt, was allerdings nicht gerade optimistisch für sie abläuft. Voller Zuversicht stellt sie sich der Dinge, wird aber maßlos enttäuscht, denn ihr Ehemann will gar keine richtige Ehe eingehen. Er schenkt ihr ein Puppenhaus, welches genauso aussieht, wie das echte Haus. Als kleine Figuren eintreffen, nehmen diese das Schicksal in die Hand. Nella ist überzeugt davon und will die Miniaturistin gern treffen, was aber nicht von Erfolg gekrönt ist. Inzwischen muss Nella einsehen, dass ihre Ehe keine Chance hat. Ihr Ehemann wird verhaftet, angeklagt und getötet. Marin, seine Schwester, bekommt ein uneheliches Kind, und stirbt bei der Geburt. Nella zerstört das Puppenhaus, um ihm keine Macht mehr einzuräumen. Eine erstaunliche Geschichte, welche sich in Amsterdam im Jahre 1686 abspielt. Der Anfang ist etwas schleppend, dann nimmt die Geschichte langsam Fahrt auf und am Ende denkt man – ups – schon zu Ende. Da hätte ich gern noch ein paar Zeilen gelesen, was mit Nella geschieht, nachdem der Ehemann getötet wurde. Die Autorin hat ein Thema eingeflochten, welches zu der damaligen Zeit sehr unliebsam war. Aber auch in der heutigen Zeit ist das Thema in vielen Ländern ein großes Problem. Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben und kommen glaubhaft rüber. Aber auch die Atmosphäre, die Umwelt, der Lebensbereich sind effektiv darstellt und mit viel Einzelheiten bestückt. Das Cover und der Titel passen sehr gut zur Geschichte. Der Werdegang des Geschehens ist aufbauend und gelungen, denn es gibt Begebenheiten, mit denen man nicht gerechnet hat. Mir hat das Buch gut gefallen und kann es mit 5 Sternen positiv beurteilen. Fazit: Wortgewaltige und bildhafte Umsetzung einer Händlerfamilie im damaligen Amsterdam.

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