Leserstimmen zu
An einem Tag im November

Petra Hammesfahr

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Ein kleines Mädchen verschwindet. Was ist passiert, und was hat das Verschwinden mit den Machenschaften einer Mädchen-Gang zu tun? Die Geschichte wird aus der Sicht eines allwissenden Beobachters erzählt. Die Autorin Petra Hammesfahr wählte dazu einen nüchternen, beinahe protokollartigen Erzählstil, der lediglich Fakten und kaum Emotionen transportiert. Dies führte dazu, dass mir keine der Figuren emotional naheging, ihr Schicksal blieb mir die gesamte Handlung hinweg ziemlich egal. Die Handlung ist weit verzweigt, wird auf viele Personen aufgeteilt und ist mit Perspektivenwechsel und Zeitsprüngen gespickt. Obschon bei jedem Zeitsprung das genaue Datum angegeben wird, hatte ich schon bald keinen Überblick mehr, wer wer ist und was wann getan hat. Dies vor allem, da sich die Handlung über Monate hinweg zieht und lange unklar bleibt, worum es sich in diesem Buch überhaupt dreht; eine durchgehende Handlung ist nicht erkennbar. Auch die vielen Personen sind nicht detailliert herausgearbeitet, viele bleiben klischeehaft, über manche erfährt an kaum mehr als ihren Namen. In der Print-Version ist wie auch im Booklet der Hörbuchs ein Personenregister enthalten, damit die vielen teilweise nichtssagenden Figuren besser auseinandergehalten werden können. Da ich mich zum Hörbuchhören aber nie hinsetze sondern immer etwas erledige, konnte ich natürlich nicht dauernd ins Booklet starren und hatte bald den Überblick verloren. Weniger Figuren, weniger Themen, weniger Schauplätze hätten das Buch wohl eingänglicher und „lesbarer“ gemacht. Die Sprecherin Regina Lemnitz passt ihre Lesung dem Schreibstil des Buches an, genau so nüchtern wie der Text ist, trägt sie ihn auch vor. Sie erinnerte mich öfters an eine etwas gelangweilte Nachrichtensprecherin. Das klingt nun alles recht negativ, aber dennoch hat das Buch seine guten Seiten: die geschilderte Geschichte wirkte auf mich sehr realistisch und regte zum Nachdenken an. Auch eine gewisse Spannung kann ich dem Buch nicht abstreiten, auch wenn es mich nicht in seinen Bann ziehen konnte. Mein Fazit Für meinen Geschmack etwas zu komplex und verwirrend.

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An für sich hat mir das Buch gut gefallen. Die Thematik und der Schwerpunkt, der in diesem Roman aufgegriffen wird, ist leider heutzutage ein sehr alltägliches Problem. Was in dieser Geschichte passiert und dargestellt wird, hat mich, ganz besonders als Mutter, berührt und schockiert. Ich finde es ganz schlimm, dass alle diese Lügen, Intrigen und Täuschungsversuche in unserer heutigen Welt der Wahrheit entsprechen und dass sich all das direkt vor unserer Nase Abspielt. Ganz besonders grausam finde ich auch die Brutalität und Gewaltbereitschaft der Kinder und Jugendlichen. Es ist eigentlich unvorstellbar und traurig, dass es mittlerweile überall wirklich so passiert, wie es in diesem Buch dargestellt wird. Der Schreibstil von Petra Hammersfahr ist sehr ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig. Was mir direkt aufgefallen ist, ist dass sehr wenig die wörtliche Rede verwendet wird. Alles ist in der Vergangenheitsform geschrieben und es lässt sich eher wie ein Zeitungsbericht lesen. Dadurch konnte mich die Geschichte nicht wirklich fesseln und Spannung wurde meiner Meinung nach auch nicht aufgebaut. Es kam mir so vor, als ob sie einfach nur über grausame Fakten und Tatsachen berichtet hat. Trotzdem ließ sich das Buch schnell und flüssig lesen. Mich hat dieser Schreibstil aber leider nicht angesprochen. Ob das jetzt nur in diesem Buch der Fall war, oder ob ihre anderen Werke auch in diesem Stil geschrieben sind, kann ich leider nicht sagen, da dies mein erster Roman war, den ich von ihr gelesen habe. Auch auffällig sind die vielen verschiedenen Zeitsprünge. Sie haben das Buch teilweise für mich sehr in die Länge gezogen. Das Ende wiederum hat mir sehr gut gefallen, da es unvorhersehbar und ziemlich überraschen war. Damit hatte ich dann doch nicht gerechnet und für mich war der Schluss sehr unerwartet.

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