Leserstimmen zu
An einem Tag im November

Petra Hammesfahr

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Vorab muss gesagt werden: Das Buch ist wirklich nichts für junge Mütter oder Leute, die es nicht ertragen, wenn einem Kind in einer Geschichte etwas zustößt. Denn wie der Klappentext schon verrät, verschwindet ein kleines Mädchen spurlos. Ich musste an der ein oder anderen Stelle schwer schlucken, auch wenn es kleine brutalen Stellen gibt, wie man sie aus harten Thrillern kennt. Aber wenn einem Kind etwas zustößt, dann ist es immer irgendwie einen Tick schlimmer... Trotzdem oder gerade deswegen hat mich das Buch so gefesselt, dass ich die knapp 500 Seiten in zwei Tagen ausgelesen habe. Anfangs braucht man zwar etwas, bis man in die Geschichte hineinkommt, denn es wird oft die Perspektive gewechselt, man lernt viele verschiedene Personen kennen und manchmal hat man das Gefühl, dass auch Unwichtiges geschildert wird. Hat man das allerdings erstmal sortiert, dann legt man das Buch nicht mehr zur Seite. Hilfreich ist hier auch, dass es ein Personenverzeichnis am Anfang gibt - also blättert ruhig mal zurück! Sehr gut gefallen hat mir, dass das Buch nicht chronologisch aufgebaut ist. Man fängt zeitlich gesehen relativ am Ende an, es gibt Rückblenden und dann ist man wieder mitten in der Suche nach der kleinen Emilie. Ein Täter ist für den Leser schwer auszumachen, man bekommt viele Verdächtige präsentiert und rätselt permanent mit, wer es denn sein könnte. Oder ist das Mädchen doch einfach nur weggelaufen? Das verrate ich an dieser Stelle allerdings nicht :) Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, denn die Autorin versteht es nicht nur, Spannung aufzubauen, sondern schreibt auch sehr anschaulich und erzählend. So spricht sie Dinge manchmal direkt an, andere hingegen werden nur indirekt verraten. Das lässt dem Leser Freiraum und hat mich einfach begeistert. Toll war auch, wie sich am Ende der Kreis zum Prolog schließt, alles aufgeklärt wird und trotzdem ein offenes Ende bleibt. Auch wenn das Thema an sich schrecklich ist, hat mich das Buch begeistert, deswegen gibt es von mir 5 Sterne und ich kann es kaum erwarten, das nächste Buch von Petra Hammesfahr zu lesen!

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Emilie, ein fünfjähriges aufgewecktes Mädchen, verschwindet von jetzt auf gleich. Ihre schwangere Mutter Anne schläft übermüdet auf dem Sofa ein, ihr Vater Lukas ist auf der Arbeit – und Emilie schleicht sich einfach raus. Die Nachbarn sehen sie noch auf ihrem neuen Fahrrad – dann verliert sich die Spur. Emilie ist einfach weg. Kommissar Klinkhammer nimmt die Ermittlungen auf – doch niemand scheint etwas gesehen zu haben. Der Leser ist genauso ahnungslos wie der Ermittler. Der Aufbau des Romans ist von Rückblendungen dominiert, die zehn Monaten vor Emilies Verschwinden beginnen. Zum Teil greifen sie noch weiter zurück, um das Kennenlernen von Emilies Eltern zu erzählen. Dabei geht es nicht nur um die Geschichte von Emilies Familie, auch die Nachbarschaft nimmt erheblichen Anteil am Lauf der Geschichte – und an dem, was mit Emilie schließlich geschieht. Mobbing in der Schule, finanzielle Nöte, Stress, Überforderung und Unzufriedenheit – die Sorgen einzelner führen schließlich zum großen Knall. Wie Dominosteine, die umfallen, und alles mit sich ziehen. Fesselnd geschrieben mit einem rasanten Tempo, seziert Petra Hammesfahr, wie es zu Tragödien kommt. Wie eine Reihe von Zufällen zur Katastrophe führen. Empfehlenswert für: Krimi-Fans

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An einem Tag im November von Petra Hammesfahr Diana Verlag 9,99 € broschiert Inhalt: Wenn ein Kind verschwindet, zählt jede Minute: der neue Roman von Bestsellerautorin Petra Hammesfahr An einem Nachmittag im November verschwindet die fünfjährige Emilie Brenner spurlos. Die Nachbarn sahen sie noch mit ihrem neuen Fahrrad, wenig später scheint sie wie vom Erdboden verschluckt. Ein Albtraum für die Eltern, die eine Vermisstenanzeige allerdings viel zu spät aufgeben. Und für Kommissar Klinkhammer, der aus bitterer Erfahrung weiß: Jede Minute zählt. Noch ahnt er nicht, dass seit Monaten in der Nachbarschaft Dinge geschehen, die an jenem Tag im November unweigerlich zur Katastrophe führen. Meine Meinung: Die kleine Emilie kommt von einem Ausflug mit dem Fahrrad nicht mehr nach Hause. Der Vater Lukas war bei der Arbeit, die hochschwangere Mutter Anne eingeschlafen, sodass niemand mitbekam, wann Emilie sich aus dem Haus geschlichen hat. Was ist passiert????? Welches Geheimnis steckt hinter dem Verschwinden??? Von der ersten bis zur letzten Seite wird der Leser an dieses Buch gefesselt und legt es nicht mehr aus der Hand. Ich musste es an einem Nachmittag durchlesen, so packte es mich. In vielen Rückblicken erfahren wir einiges über das Leben, das Anne und Lukas und auch die anderen Mitwirkenden vor Emilies Verschwinden führten. Dadurch sind mir schon verschiedene Personen ans Herz gewachsen und Emilies Verschwinden berührte mich noch mehr. Zudem geht es im Buch um Mobbing und Erpressung in der Schule, um überforderte Lehrer, die lieber wegsehen, als einzugreifen. Um gestresste Eltern, für die der Job über alles geht und natürlich um eine Menge Probleme. Jeder ist mit sich selbst beschäftigt und niemand interessiert sich wirklich für den anderen. Dabei spielen sich hinter den Fassaden der gut bürgerlichen Wohnsiedlung erschreckende Szenen ab. Beklemmend, wenn man sich vorstellt, dass alles wirklich so passieren und eine Aneinanderreihung von Zufällen so schreckliche Folgen haben könnte. Spannend beschriebene Charaktere, ein fesselnder Schreibstil und ungeahnte Wendungen runden dieses Buch ab. 5 von 5 Herzen <3 <3 <3 <3 <3

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