Leserstimmen zu
Zwischen Schicksal und Freiheit

Wunibald Müller

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Mut zur Entscheidung

Von: A. Buttero aus Martensrade

14.05.2014

In seinem Buch „Zwischen Schicksal und Freiheit: Mut zur Entscheidung“ schafft es der Autor Dr. Wunibald Müller erneut, eine Thematik unter den Aspekten der Spiritualität, der Lebenshilfe sowie der Psychologie zu beleuchten. Dem Theologen und Psychologen gelingt es somit, nicht nur fachbezogene Leser sondern darüberhinaus jeden Interessierten Laien zu erreichen. In Kern wird der Frage nachgegangen, ob wir selbst dem Schicksal ausgeliefert sind, es durch unsere Entscheidungen beeinflussen können und inwiefern uns ein Glaube dabei hilfreich sein kann. Ein Glaube, den der Autor nicht ausschließlich im christlichen Sinne an Gott bindet, sondern ein Glaube an eine „höhere Macht“, der wir vertrauen können und somit zu unseren Entscheidungen stehen können mit allen Konsequenzen, die Entscheidungen mit sich bringen. Zunächst wird in dem Buch ein Überblick gegeben über individuelle Definitionen von Schicksal oder Freiheit; dabei wird deutlich, dass die individuelle Herkunft, aber auch die Einstellung zum Leben entscheidend ist für die Entwicklung eines Lebensweges. Dieser ist durch eine Bandbreite von Erfahrungen und Erlebnissen im Alltag geprägt, die der Mensch unfreiwillig hinnehmen kann oder eben akzeptiert. Diese Akzeptanz ist dabei die selbst getroffene Entscheidung, zu der man steht, die es ermöglicht, eine Freiheit in der „schicksalhaften“ Situation zu entwickeln. Im Folgenden wird der psychologische Einfluss beleuchtet, den eben diese Freiheit zur Entscheidung auf das Individuum haben kann. Auch hier gibt es erneut eine große Palette von Auswirkungen. Hauptthema ist dabei, die Verantwortung dafür zu übernehmen, sich zu etwas entschieden zu haben. Der Autor betont, dass auch „sich nicht zu entscheiden“ eine Entscheidung ist, die getroffen wird, deren Konsequenzen jedoch wieder für den Einzelnen unterschiedlich auszuhalten sind. Anhand verschiedener Beispiele unterstreicht der Autor seine Aussagen. Im letzten Teil seiner Ausführungen zeigt Dr. Wunibald Müller den Einfluss einer „höheren Macht“ auf den Einzelnen, wobei die individuellen Glaubensüberzeugungen dabei Berücksichtigung finden. Er nennt nicht ausschließlich „Gott“ sondern überlässt die Entscheidung für oder gegen eine höhere Macht, wie auch immer man sich diese vorstellt, dem Leser. Die Argumentation des Autors ist vielmehr, sich vertrauensvoll einer höheren Macht zu versichern, die einen bei Entscheidungen stützt und auffängt. Auch hier bietet der Autor verschiedene Beispiele. Der Autor hat in diesem Buch unter verschiedenen Aspekten beleuchtet, wie hilfreich es gerade in heutiger Zeit sein kann, Entscheidungen zu treffen und nicht mit (s)einem Schicksal zu hadern. Das Buch regt dabei deutlich zum kritischen Nachdenken über eigene Verhaltensmuster an. Der Grundgedanke und die Intention des Autors sind anspruchsvoll, ebenso seine Ausführungen dazu. Der gut gegliederte Aufbau des Inhalts sowie die thematische Unterteilung geben gute Möglichkeiten des Innehaltens und des Vertiefens des Gelesenen.

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