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Leserstimmen (38)

George R.R. Martin: Wild Cards - Der Sieg der Verlierer (Wild Cards - 2. Generation) (2)

Wild Cards - Der Sieg der Verlierer Blick ins Buch

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-7645-3129-4

Erschienen: 22.06.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, eBook (epub)

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Kundenrezensionen

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Super wie der erste Band!!

Von: Bucheule1902 Datum : 15.09.2017

https://bucheule1902.wordpress.com/

Meine Rezension:

In dem Buch „Wild Cards – Der Sieg der Verlierer“ von George R. R. Martin und weiteren Autoren, geht es um den zweiten Band der Wild Cards Reihe, in welcher das Komitee versucht in Krisengebieten zu unterstützen und einen kleinen Jungen vor dem Tod zu retten.

Das Cover ist dunkel gehalten und im Mittelpunkt steht ein junger Mann, welcher seine „Wild Card“ hochhebt. Hierbei handelt es sich um Drummer Boy, welcher Schlagzeuger bei Joker Plague ist.

Das Buch ist aus Sicht verschiedener Personen geschrieben, und man erfährt sehr viel von den einzelnen Beziehungen zwischen den Komiteemitgliedern aber auch, mit welchen Gewissensbissen bzw. Ängsten sie zu kämpfen haben.



Nach ihrer letzten erfolgreichen Mission, gehen zu Beginn einzelne Mitglieder des Komitees eigene Wege. So auch Michelle (Bubbles) die in eine Einrichtung namens BICC geht. Hier wird getestet, was sie mit ihrer Ass Fähigkeit alles machen kann.

Im Laufe des Buches nimmt das Komitee an drei Missionen teil. So zum einen in Afrika, wo es um eine eigentliche Auskundschaftung der Situation geht, jedoch in einem Kampf für Öl und gegen Völkermord geht. Neben Erwachsenen Soldaten müssen sie auch gegen Kinder kämpfen. Man erlangt ein Bild über die Sicht der Einwohner, hier werden die Mitglieder des Komitees nicht herzlich empfangen, da sie (in dem ersten Band) den Dschinn getötet haben.

Neben der ersten Mission, müssen sie eine Stadt vor der Überflutung retten. Nach dem ersten Sturm drohen hier die Dämme zu brechen und die Stadt zu überfluten, außerdem haben die Mitglieder mit Zombies zu kämpfen.

Man hat wieder sehr viele Personen und jeder ist auf seine eigene Art einzigartig und ich wüsste nicht, welchen Charakter ich nicht mag.

Mein Fazit:

Wie auch schon bei dem ersten Buch, bin ich hier wieder sehr begeistert. Es ist eine sehr neue und noch nicht oft gelesene Geschichte, die somit frischen Wind bringt. Ich finde auch die verschiedenen Charakter super dargestellt und würde das Buch definitiv weiterempfehlen.

Rezension zu "Wild Cards - Der Sieg der Verlierer"

Von: Josi Datum : 27.03.2017

buechertraumweltbyjj.blogspot.de/2017/02/rezension-zu-bester-letzter-sommer.html?m=1

Scgon nach den ersten Seiteb wurde mir klar, dass der 2. Teil auf jeden Fall mehr pepp hat als der 1. Teil. Da es immer einen Sichtwechsel gibt, ist es eigentlich nie langweilig und immer was los.
Man weiß nie so wirklich, wer auf welcher Seite steht und wer mit wem [...] was alles nur noch spannender macht.

Obwohl ich besser mitgekommen bin was die Charaktere und die jeweiligen Handlungen anbelangt, gab es Momente, wo ich nicht so sicher war, um wen es sich gerade dreht, was passiert und wo genau. Es gibt soviel zu merken und man muss wirklich gut aufpassen.

Es wurde meist aus den Sichtweisen von Joel, Niobe, Drummer Boy und Bubbles erzählt, sodass man bei allen Geschehnissen gleichzeitig dabei war. Die Kapitel waren zwar lang, haben sich aber nicht hingezogen. An jeder Ecke gab es neue Verschwörungen und Geheimnisse {haha}...
Mir haben alle Charaktere gut gefallen mit ihren eigenen Fähigkeiten, Arten, Schicksalen und Geschichten.
Am besten hat mir die Geschichte rund um Joel gefallen ;)

Fazit: Obwohl es spannend war, hatte ich dich ganz schön mit dem Buch zu kämpfen, da es einfach zu Teilen ein wenig unübersichtlich war und ich nicht so mitgekommen bin.

4/5 ��

Sehr schöne Fortsetzung und wieder klasse geschrieben.

Von: Samy Datum : 25.02.2016

twoforbooks.blogspot.de/

Wie schon beim ersten Buch gibt es mehrere Handlungen, doch sich hier einzulesen finde ich viel einfacher als bei Game of Thrones. Die Handlungen hier sind verständliche und sie nähern sich viel schneller anderen Handlungen an und lösen sich so dann auf. Es macht Spaß dieses Buch zu Lesen und strengt einen nicht an. Die neuen Figuren in dem Buch finde ich auch wieder sehr gut beschrieben. Mal ein ekliger Typ und mal ein ganz netter tauchen auf und man denkt sich die waren schon die ganze Zeit da. Im Ganzen muss ich sagen das dieses Buch sehr schön geschrieben ist. Alle Handlungen gehen in einander irgendwann über und das sehr flüssig. Wenn neue Figuren eingebracht wurden dann kam es mir so vor als wären sie immer da gewesen. Während ich das Buch gelesen habe konnte ich in die Geschichte richtig eintauchen. Wer das erste Buch mochte sollte das zweite nicht verpassen. 5 kleine Füchse gibt es für das Buch.

Enttäuschend im Vergleich

Von: funne Datum : 27.10.2015

funneswelt.blogspot.de

Das Ass-Komitee der UNO, zusammengestellt aus den Assen der ersten Staffel von "American Hero", hat sich als durchschlagender Erfolg herausgestellt. Gemeinsam machen sich Curveball, Earth Witch und andere begabte Helden daran, das Unglück auf der Welt auszulöschen. Doch diesmal kommt eine Menge auf sie zu: Gleich drei Weltbewegende Ereignisse benötigen die Hilfe des Komitees. Ein nicht kleiner Teil davon ist der vierzehnjährige Drake, auch Little Fat Boy genannt, der innerhalb weniger Sekunden ganze Regionen dem Erdboden gleichmachen kann und somit zum Spielball mehrerer Organisationen wird, die den kleinen Jungen als tödliche Waffe missbrauchen wollen. Eine dieser Gruppierungen ist leider auch das Komitee selbst...

Meine Meinung:
Den ersten Band, "Das Spiel der Spiele", habe ich begeistert verschlungen. Weil es anders war; alles sehr weit hergeholt und von Grund auf etwas absurd, aber vielleicht gerade deswegen spannend und unterhaltsam. Ich glaube, ich hatte es fast an einem Tag durchgelesen.
Dieses hier dagegen habe ich vor fast einem Monat angefangen zu lesen... Ich konnte einfach nicht am Ball bleiben. Es ist so viel passiert, ohne dass wirklich was passiert ist, und viele der Stories waren ehrlich gesagt langweilig. Nur die letzten 150 Seiten habe ich heute am Stück gelesen weil es mir plötzlich doch etwas spannender vorkam. Vielleicht war es aber auch nur die Motivation, das Buch endlich abschließen zu können, um ein neues anzufangen.
Ich muss ehrlich zugeben dass ich mir jetzt auch nicht sicher bin über das was ich hier schreibe... wenn man ein Buch über einen so langen Zeitraum liest, vergisst man eigentlich schon, was am Anfang oder sogar auf den letzten Seiten passiert ist. Aber dass ich nie lange über den Seiten verweilen konnte spricht wohl schon für sich.
Auch was die "Botschaften und die Kritik", wie ich es genannt habe, angeht, fehlt es mir hier. Man merkt einfach, dass es nicht der Auftakt einer spannenden Reihe ist, sondern so ein bisschen ein Wischiwaschi von Mittendrin.
Deshalb (es ist nicht schlecht geschrieben, aber leider nicht so packend und spannend; einfach nicht interessant genug) muss man wohl schon von einer Enttäuschung sprechen, im Vergleich zu Band 1. Schade!

Nicht ganz so wie erwartet

Von: Lisa Targaryen Datum : 20.10.2015

https://www.youtube.com/user/xSommerkind13

Da ich im Video ausführlicher auf meine Meinung zu dem Buch eingehe, fasse ich das hier nur einmal kurz zusammen: Dieses Mal wurde ich leider nicht so sehr in den Bann der Geschichte gezogen wie beim Auftakt der Reihe.

Ich hatte unheimlich große Probleme damit überhaupt in der Story und bei den Charakteren anzukommen, was wohl auch daran liegt, dass es etwas länger her ist, dass ich den ersten Band gelesen habe, weshalb mir die Ausgangslage des vorherigen Bandes und die Charaktere nicht mehr so gut im Gedächtnis waren. Aus diesem Grund hätte ich mir gewünscht, dass vielleicht am Anfang des Buches noch einmal die vorangegangenen Ereginisse kurz zusammen gefasst werden.
Aufgrunddessen ist mir auch das Lesen relativ schwer gefallen, weil ich einfach nicht in der Geschichte angekommen bin, weshalb ich auch relativ lang gebraucht habe, um das Buch zu beenden.
Die Story an sich hat mich ebenfalls nicht so sehr gefesselt, wie das beim ersten Band der Fall war. Die Ereignisse um das Komitee fand ich ehrlich gesagt alles andere als spannend und teilweise sogar recht verwirrend, weil so viel auf einmal passiert ist, dass ich irgendwann den Überblick verloren habe. Dafür hat mir allerdings der zweite Handlungsstrang, der den Jungen Drake und seine Ass-Kraft erzählt, umso besser gefallen. Die Storyline fand ich sehr spannend und wesentlich interessanter als die andere.

Vom Schreibstil her finde ich das Buch wirklich gut, da jeder Autor eben seinen eigenen Stil mitbeingt und es dadurch sehr abwechslungsreich wird. Das Gleiche gilt auch für die Vielfalt an Charakteren.

Alles in allem war das Buch nicht so ganz das, was ich mir erhofft hatte, weshalb ich mir noch recht unsicher darüber bin, ob ich die Reihe in Zukunft weiterlese.

Eine sehr politische, aber auch passende Fortsetzung, die mich sehr zwiegespalten zurücklässt

Von: Nadja Bookworm Datum : 11.10.2015

bookwormdreamers.blogspot.de/

Klappentext
Wie weit darf ein Held im Namen der Gerechtigkeit gehen?
Eine Atomexplosion erschüttert Texas! Doch es handelt sich nicht um einen Akt des Terrors, sondern um einen schrecklichen Unfall. Ein kleiner Junge namens Drake kann sein mächtiges Wild-Cards-Talent nicht beherrschen und hat die Katastrophe ausgelöst. Die aus Assen und Jokern bestehende Eingreiftruppe der UNO – genannt Das Komitee – will den Jungen unter ihren Schutz stellen. Doch als seine Mitglieder in Texas eintreffen, ist Drake verschwunden …
Gleichzeitig versucht Drummer Boy, die Krise in der arabischen Welt zu beenden. Aber während des Einsatzes kommen ihm Zweifel. Kämpft er für die richtige Seite?


Meine Meinung
Das Buch ist sowohl aus der Ich-Perspektive als auch aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben. Durch die vielen verschiedenen Autoren und Charaktere wurden unterschiedliche Perspektiven gewählt. Es tauchen alt bekannte Charaktere aus, die sich verändern und entwickeln, genauso wie neue Charaktere auftauchen, die erst eingeführt werden. Dabei sind es so viele verschiedene Charaktere, dass man manchmal den Überblick verliert und etwas braucht, um mit den Charakteren und ihren Geschichten wieder warm zu werden. Das Wild-Cars-Universum bietet so viele verschiedene Kräfte und Personen, die alle auf ihre eigene Art und Weise einzigartig sind. Sie sind gut durchdacht und wirken nicht platt. Doch durch die Masse an Charakteren und der ständige Wechsel konnte ich zu keinem der Personen eine richtige Verbindung aufbauen und mich daher nur ganz gut in diese hineinversetzen.

Die Geschichte an sich setzt kurz nach den Handlungen des Vorgängers an. Das Komitee muss im Auftrag der UNO verschiedene Missionen auf der gesamten Welt zu erledigen, um Menschen zu helfen. Daher ist das Buch sehr politisch geprägt, was aber nach dem Ende des letzten Buches nicht verwunderlich ist. Es geht um Macht, Intrigen, Korruption, Menschenrechte und die richtige Entscheidung zu treffen. An sich ist die Geschichte dramatisch, emotional, actionreich und spannend, hat aber auch seine Längen und ist definitiv kein Buch für Zwischendurch, aufgrund der vielen Charaktere und der komplexen Geschichte. Man wechselt öfters die Schauplätze aufgrund von Ereignissen, die parallel stattfinden. Insgesamt konnte mich das Buch nicht immer fesseln und mitreißen, aber es bietet definitiv überraschende Wendungen und Entwicklungen.


Bewertung
Diese Fortsetzung war absolut passend, sehr politisch und hat mich zwiegespalten zurückgelassen, denn die Komplexität der Handlung war großartig, aber die vielen verschiedenen Charaktere und Schauplätze haben mich ab und an durcheinander gebracht, daher gibt es von mir

3 von 5 Würmchen

Helden in der Krise und ich auch ...

Von: Sharon Baker Datum : 03.10.2015

sharonbakerliest.blogspot.de/

Die Katastrophen in Osten häufen sich immer mehr, aber auch im eigenen Land passieren unvorhersehbare Dinge. So gibt es eine Atomexplosion, die Texas erschüttert. Die ehemaligen Helden aus der ersten Staffel der American Hero Serie, haben sich zu einem Komitee zusammengeschlossen und helfen als Eingreiftruppe der UNO. So gibt es drei Gruppen und jede muss in einem Krisengebiet helfen, oder die Ursache finden. Im ersten Moment klingt das nach einer guten Sache, aber handeln sie immer richtig? Stellen sie manchmal nicht noch mehr Schaden an? Können sie überhaupt die Ausmaße verstehen, oder die Hintergründe? Ganz langsam bröckelt die Gemeinschaft und der Gedanke, überhaupt auf der richtigen Seite zu kämpfen wird laut. Aber kommt das noch rechtzeitig?

Das ist nun also, für uns deutschen Leser, der zweite Teil, und ich muss für mich sagen, wohl auch der Letzte. Ich bin ehrlich gesagt total enttäuscht und konnte mich bei diesem Buch nur quälen. Oft habe ich mich ermahnt weiter zu lesen, oder meine Gedanken zusammen zunehmen, aber es ist mir hier wirklich schwer gelungen und ich frage mich warum? Denn den ersten Band fand ich richtig gut.

Der erste Teil, zumindest hier bei uns, fing ja mit der amerikanischen Serie „American Hero“ an, das zu lesen hatte mir richtig Spaß gemacht und die verschiedenen Autoren mit ihren Figuren passten einfach perfekt zusammen und haben das wunderbar harmonisch abgerundet. Bis wir damals ins Krisengebiet gekommen sind und unsere Figuren sich fragten, ob sie nicht wirklich Helden sind und ihre Kräfte nicht für die gute Sache nutzen sollten. Dass dieses Handeln nicht immer ohne Folgen bleibt, war der erste Teil.

Nun geht es im zweiten Teil an der gleichen Stelle weiter, unsere schon bekannten Figuren stehen immer noch für die UNO bereit und fahren in Krisengebiete, um zu helfen. Eigentlich klingt das doch recht interessant und aufregend, aber mich konnte es nicht packen. Zum Einen fand ich die Handlung recht langatmig, sogar teilweise sehr abschweifend und zum Anderen liegt es diesmal an den verschiedenen Autoren. Die mich persönlich richtiggehend enttäuscht haben, weil man eine große Disharmonie gespürt hat.

Oft konnte ich den Kapiteln erst nicht folgen, aber nicht vom Inhalt her, sondern von ihrer Art, wie diese erzählt werden, man hatte einfach das Gefühl in einer Truppe von Wild Card Spezialisten gelandet zu sein, die mit ihren Fachbegriffen, Namen und spezial Abkürzungen nur so um sich warfen. Außerdem nervte mich, das einmal wird der Heldenname verwenden und in zwei Sätzen später der Richte, es sorgt für Verwirrung und ist einfach sehr anstrengend. Ich glaube, ein Glossar wäre hier langsam angebracht. Aber auch die Entwicklung von einigen Figuren fand ich nicht so erbaulich, wir haben mit Anfeindungen, Intrigen, Machtgebärden, Heldentum und noch einigen mehr negativen Faktoren zu kämpfen. So nimmt es dem Ganzen so ein bisschen an Ernsthaftigkeit und es bekommt leider einen oberflächlichen Touch.

Ich war sogar von einigen Figuren regelrecht enttäuscht, während ich im ersten Band noch dachte „Oh, über dem möchte ich mehr wissen, da ist noch potenzial drin“ bin ich ziemlich ernüchtert aufgewacht und war von der faden Darstellung gefrustet. Hier wollte kein Feuer, keine Leidenschaft für die Figuren und ihrer Kräfte aufkommen. Dabei war der Grundgedanke, ist es richtig mit allen Mitteln zu helfen, gar nicht schlecht. Verfällt man, mit dem Drang zu helfen, zu einem Mittel zum Zweck, wird man zum Spielball von Mächten, die nicht immer das Gute und Menschliche im Auge haben. Agiert man mit dieser Macht, nicht genauso, wie man es anderen immer vorgeworfen hat. Ich finde, das hätte man so gut ausarbeiten und besser darstellen können. So hatte ich leider nur das Gefühl, das jeder Autor seine Figur hervor heben möchte, ohne wirklich zum gesamten beizutragen.

Für mich war es leider kein Lesevergnügen und der einstige Clou, der mir an dem Konzept gefallen hat, war hier überhaupt nicht wieder zu finden. So werde ich diese Reihe nicht weiterverfolgen und meine Helden in anderen Büchern suchen.

Wieder beeindruckend

Von: Svenja Datum : 14.09.2015

the-bookthief.blogspot.de/

Während in Amerika gerade die zweite Staffel von Americas next Superhero zu gange ist, sind die Helden aus der ersten Staffel immer noch dabei in den Kriesengebieten dieser Welt für Ordnung zu sorgen.
Mit Drake, einem kleinen Jungen steht nun aber in America eine Katastrophe an, denn der Junge ist eine lebende Atombombe und wenn die Angst zu groß ist, geht er hoch. Beim der ersten Explosion hat es Texas erwischt und dann beginnt eine riesige Hetzjagd auf den Jungen von allen Seiten und auch die Helden mischen sich mit ins Spiel ein...

Gestaltung:
Ich finde das Cover irgendwie gruselig muss ich sagen, Drummer Boy ist einer von den Helden und ich hatte ihn mir immer ganz anders vorgestellt, aber irgendwie passt es, dass er so ruppig und gefährlich aussieht, die düsteren Farben drumherum verstärken das empfinden bei mir nur.


Meinung:
Der erste Teil von Wild Cards, den ich grandios fand, liegt schon ein bisschen zurück und so befürchtete ich gerade wegen der Vielzahl an Charakteren, dass ich mit dem Einstieg Probleme haben werde, aber das hat sich als eine unbegründete Sorge erwiesen.
Anscheinend haben sich die Charaktere sehr gut bei mir eingebrandt, so dass ich keine Schwierigkeiten hatte sie voneinander zu trennen und auch über die Beziehungen zu einander war ich noch voll im klaren.

Nachdem ich mich also kurz wieder reingelesen hatte, war ich einfach erfreut wieder von diesen einzigartigen Charakteren (und deren Fähigkeiten) lesen zu können und auch die neuen Charaktere konnten mich schnell von sich überzeugen.
Vor allem Niobe hab ich wirklich schnell ins Herz geschlossen, sie ist ein Ass mit der Fähigkeit Eier direkt nach dem Sex zu legen und sie schlüpfen auch direkt danach, doch die Lebensspanne von ihren Kindern ist kurz. Und doch muss sie diesen Prozess aus wissenschatlichen Gründen immer wieder über sich ergehen lassen.
Zu einem ist natürlich ihr Schicksal ziemlich hart, aber mich hat ihre ganze Persönlichkeit einfach unglaublich fasziniert, es ist diese Liebe zu ihren Kindern und dann diese Stärke die sie mit sich bringt wenn es um den Verlust geht. Im Laufe der Verhandlung wird sie auch eine große Entwicklung durchmachen und ich fand es einfach großartig sie auf diesem Weg zu begeleiten und auch mehr über sie zu erfahren, von den neuen Charakteren war sie die Person, die wirklich am besten ausgereift wurde und von allen hervorstach, nun hat sie in diesem Teil aber auch eine größere Präsenz eingenommen als andere.
Drake ist dann schon wesentlich unscheinbarer obwohl seine Kraft unglaublich gefährlich ist und für viel Tumult sorgt, aber seine Persönlichkeit bleibt ziemlich einfach gehalten, was mich persönlich nicht gestört hat.

Die alten Charaktere hängen meist sehr aufeinander, so dass es jedem einzelnen an Raum fehlt um sich auszubreiten, dadurch gingen einige liebgewonnen Charaktere wie Earthwitch und Curveball unter, aber ich denke es ist vollkommen verständlich, dass nicht jeder gleich präsent sein kann über die Dauer und irgendwo ist es ja auch positiv wenn es in der Hinsicht ein wenig Abwechslung gibt. Froh war ich, dass Bubbles hier eine ziemlich tragende Rolle spielt, sie gehört nämlich auch zu meinen Favoriten.

Es dauert ein bisschen, bis alle Charaktere zusammengeführt werden und so springt das Buch immer von Ort zu Ort und man erhält immer wieder die verschiedensten Einblicke und durchlebt verschiedenste Abenteuer.
An und für sich mag ich diesen Punkt wirklich sehr, es ist schön einfach einen genauen Überblick über alle zu erhalten, aber gerade wenn man gewisse Charaktere bevorzugt und deren Weg gerade unglaublich spannend ist, kann es schon ein bisschen frustrierend sein davon weggerissen zu werden und der Teil danach kann dann zuweilen auch etwas langatmig erscheinen. So ist es mir zumindest manches Mal ergangen.

Die Geschichte ist rund herum wirklich gut, sie ist spannend und vielseitig und trotzdessen, dass sie von so vielen Autoren egschrieben wurde, fügt sie sich einfach wudnerbar zusammen und wird ein ganzes. Generell finde ich das Projekt einfach toll und wahnsinnig faszinierend. Auch wie politische Machenschaften mit einfließen, es ist schon eine starke Geschichte die auch ein gewisses Niveau hat und nicht 08/15 daherkommt.


Fazit:
Ich hoffe noch auf viele weitere Abenteuer und bin bei diesem Teil besonders froh um die neugewonnen Charaktere, denn die sind ein echter Gewinn. Die Geschichte ist vielseitig und wirklich toll konstruiert und es macht generell Spaß von Geschehen zu Geschehen zu hüpfen, nur manchmal führen diese Wechsel zu Langatmigkeit.

Noch besser, als der erste Band!

Von: Fantasie und Träumerei Datum : 09.09.2015

fantasie-und-traeumerei.blogspot.de/

Dies ist der zweite Teil der "Wild Cards"-Reihe und enthält Spoiler zu Teil eins "Das Spiel der Spiele".

Herausgegeben wird die Serie vom legendären Fantasyautor George R. R. Martin. Schriftstellerisch trägt er jedoch nichts dazu bei. Dies übernehmen viele andere sehr talentierte Autoren. In "Der Sieg der Verlierer" sind das S. L. Farrell, Victor Milán, John Jos. Miller, Kevin Andrew Murphy, Walton Simmons, Melinda M. Snodgrass, Caroline Spector, Ian Tregillis und Carrie Vaughn.

"Der Sieg der Verlierer" hat mir noch besser gefallen, als der Einstiegsband der Reihe. Ich war so sehr gefesselt von der Handlung, die nun deutlich an Tempo zugelegt hat, dass ich das über 500 Seiten starke Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen habe. Nicht nur Action und Spannung der Handlung nehmen zu, insgesamt wird das Buch intensiver. Geht tiefer in politische Machenschaften hinein, interessiert sich mehr für Zwischenmenschliches und stellt sich der - auf dem Klappentext dick gedruckten - Frage: "Wie weit darf ein Held im Namen der Gerechtigkeit gehen?"

" '[...] Da spiele ich nicht mehr mit. Ich kämpfe nicht für Öl, ich kämpfe nicht für Geld und auch nicht für politische Macht. Und ganz sicher töte ich für all das keine Kinder mehr. Ich steige aus."

Die Helden der ersten Americas Superhero Staffel können nun beweisen, dass sie nicht nur TV-, sondern auch alltagstauglich sind. Unter John Fortune, in dessen Kopf nach wie vor der Geist Sachmets in Form eines Skarabäus steckt, hat sich eine UNO Elite Truppe, genannt das Komitee, gebildet. Sie werden eingesetzt, um Menschen in Krisensituationen zu unterstützen. Das können Naturgewalten sein, aber auch Kriegsspielereien reicher Machtinhaber, unter denen letztendlich doch die Bevölkerung zu leiden hat. Plötzlich stehen die Helden nicht nur künstlich herbeigerufenen Gegnern und Gewalten gegenüber, sondern müssen entscheiden welcher Weg zum Ziel der Richtige ist. Bei der Frage, wer bereit ist dafür welche Opfer zu bringen, ist es DB, der mit seinen Ansichten zum Einsatz der Superhelden überrascht.

Sehr schnell konnte ich mich wieder im Gefüge der Superhelden zurecht finden. Auch, wenn ich mir anfangs gewünscht hätte andere Figuren näher zu verfolgen, als die von den Autoren gewählten, konnte ich mich dem fesselnden Inhalt einfach nicht entziehen. Im Laufe des Romans haben zwei Figuren ganz besonders meine Aufmerksamkeit geweckt. Zum einen Lillith / Noel / Bahir, ein Hermaphrodit, für den (oder die?) ich im ersten Teil vor allem Abneigung empfand. Dies war auch jetzt erstmal so, doch dann machte er (oder sie?) eine spannende Entwicklung durch, die stark herausarbeitete, wieviel Potential tatsächlich in dieser Figur steckt. Zum anderen ist es Nihobe, eine Neue, ein Wesen, das abschreckt und fasziniert zugleich und mit ihrer Güte und Herzenswärme immer wieder den Blick darauf lenkt, dass die Superhelden mit Verstand und vor allem Gewissen handeln sollten. Dass sie ihre Aufträge genau prüfen sollten, um tatsächlich zum Wohle der Menschen zu handeln und nicht nur im Sinne ihrer Auftraggeber. Dazu kommt ein Junge, der gefährlicher ist, als viele der erwachsenen Figuren im Roman und damit eine ausgesprochen spannende Maschinerie an politischen Handlungen, ethischen Denkweisen und Mitgefühl in Bewegung setzt.

Zum Ende des Romans geben die Autoren nochmal alles. Ich habe auf keiner der 576 Seiten Langeweile verspürt, aber im letzten Drittel haben sie noch mal gezeigt, welch starkes Team sie sind und mich so sehr in Bann gezogen, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. "Wild Cards" ist Spannung, ist grandiose Unterhaltung, sorgt für nachdenkliche Sequenzen und hält immer wieder den Finger in den Wind sehr realer politischer Handlungsstrukturen.

Wild Cards-Der Sieg der Verlierer

Von: Naddlpaddl Datum : 05.09.2015

schlunzenbuecher.blogspot.de

Klappentext:

Eine Atomexplosion erschüttert Texas! Doch es handelt sich nicht um einen Akt des Terrors, sondern um einen schrecklichen Unfall. Ein kleiner Junge namens Drake kann sein mächtiges Wild-Cards-Talent nicht beherrschen und hat die Katastrophe ausgelöst. Die aus Assen und Jokern bestehende Eingreiftruppe der UNO – genannt Das Komitee – will den Jungen unter ihren Schutz stellen. Doch als seine Mitglieder in Texas eintreffen, ist Drake verschwunden …


Gleichzeitig versucht Drummer Boy, die Krise in der arabischen Welt zu beenden. Aber während des Einsatzes kommen ihm Zweifel. Kämpft er für die richtige Seite?



Band eins hatte mich wirklich überzeugt und neugierig auf den weiteren Verlauf der Reihe gemacht. Die Idee mit der Casting Show für Asse fand ich klasse und es wurde auch gut umgesetzt. Leider hat mir die Umsetzung bei Band zwei ein wenig gefehlt.

Ich wurde als Leser mitten ins Geschehen geschmissen ohne einen wirklichen Übergang erkennen zu können. Man trifft auf alte Charaktere aber lernt auch mindestens genau so viele neue kennen und ich muss ehrlich sagen das mich die Flut der Charaktere überrollt hat. Ich wusste an manchen Stellen nicht, wer da nun mit wem was hatte. Ich war einfach überfordert. Das hat auch dazu geführt, dass ich mich kaum auf die Story einlassen konnte und alles irgendwie neben mir passiert ist und nicht mit mir. Ich weiß nicht ob ich es nur überlesen habe oder ob das große Ganze einfach wirklich fehlt. Für mich arbeitet die Reihe auf nichts hin. Es passiert zwar so einiges, aber es gibt nicht so wirklich den einen Bösen der bekämnpft werden soll. Generell fand ich die Story recht schwammig und blass.

Sie konnte mich einfach nicht so fesseln wie bei Band eins.

Insgesamt war mir da einfach zu viel los. Zu viele Handlungen wurden eröffnet ohne wirklich geschlossen zu werden. Das Wechseln zwischen den Ass Namen und den bürgerlichen Namen macht es nicht wirklich einfach zu folgen und ich finde auch bei Band zwei merkt man erheblich das an jedem Kapitel jemand anders am Werk war. Manche Autoren geben sich sehr viel Mühe damit einem die Charaktere sympathisch zu machen und nahe zu legen, anderen scheint dieser Punkt völlig egal zu sein. Vielleicht hätte ein Anhang mit allen Assen mir geholfen mich besser zurecht zu finden. Ein ganz besonders schlimmer Charakter war Lilith, die wohl die Gestalt wechseln kann, was aber keiner weiß. Diese Tatsache habe ich erst gegen Ende des Buches so richtig verstanden und fand sie aber eigentlich schon vorher wichtig, denn dann hätte ich einige Geschehnisse mit anderen Augen gesehen. Insbesondere sollte es in diesem Band ja auch um Drummer Boy gehen, der aber dafür für meinen Geschmack viel zu wenig anwesend war und auch keine tragende Rolle inne hatte. Was meine Meinung bestätigt, das hier eigentlich keiner so genau weiß was er tut und wo die Geschichte hin soll.

Alles was ich im ersten Teil noch so toll und neu fand stört mich nun massiv und ich weiß nicht ob ich weitere Teile noch lesen werde. Empfehlen würde ich die Reihe nun leider auch nicht mehr. Hier ist die Qualität wirklich drastisch abgefallen.

Für mich leider nur gut gemeinte zwei Sterne wert. Trotzdem danke ich Penhaligon dafür mir das Exemplar zur Verfügung gestellt zu haben!


Selbsterkenntnis bei Superhelden

Von: Hypokras Datum : 13.08.2015

blog.diebuecher.ch/

Der Autor

Was soll ich zu George R. R. Martin denn noch sagen, das nicht längst gesagt wurde … Das ich bisher z.B. kein einziges Buch von ihm gelesen habe? Jo, das könnte ich. Ich könnte auch erklären warum. Das war so: Im Jahre 2007 hörte ich das erste Mal von einer Romanreihe mit dem Namen „Das Lied von Eis und Feuer“, einigen vielleicht besser bekannt (ich hoffe ja nicht �� ) als TV-Serie „Game of Thrones“. Ich weiss noch genau wann ich beschloss, mir diese Bücher nicht anzutun, aber ich weiss nicht mehr, was diese Abneigung denn tatsächlich ausgelöst hat. Es war auf jeden Fall ein Kommentar einer Dame, die diese Bücher verschlang: „Mir hat das Cover so gut gefallen.“
Echt. Und das, obwohl ich auch schon Bücher nur deswegen ausgeliehen hatte. Aber kaufen? Wegen dem Cover? Nö. Aber jetzt dachte ich mir, ich will doch noch mal was von ihm lesen. Und war leider schon nach den ersten Kapiteln etwas irritiert: Das Buch ist gar nicht von Martin geschrieben, lediglich zusammengestellt und editiert. Er mag im ganzen Zykuls auch die eine oder andere Geschichte beigetragen haben und mir ist auch der Sinn dahinter, einen grossen Namen für sowas zu verwenden, durchaus klar. Heute. Aber damals war Martin so viel ich weiss noch nicht so bekannt.
Hier vielleicht noch die Namen der Autoren des Buches:

S.L. Farrell
Victor Milán
John Jos. Miller
Kevin Andrew Murphy
Walton Simons
Melinda M. Snodgrass
Caroline Spector
Ian Tregillis
Carrie Vaughn

Nun aber zum Buch.


Das Buch

Das Cover wird von Drummer Boy geziert der eine Karte mit Drummer Boy hochhält. Ein Paperback mit Prägedruck, Es sieht ordentlich aus, ist aber für meinen Geschmack mit fast 600 Seiten zu dick für ein Buch.


Und so beginnt es:

„Ich lasse die Abschnitte über Asche und Würmer aus. Die Seiten sind dünn. Sie fühlen sich fast wie Federn an, wenn ich sie umblättere und nach Stellen suche, bei denen mir nicht die Galle hochkommt. Ich weiss, dass mein Vater stirbt. Ich muss nicht erst darüber lesen.“


Zusammenfassung

Kurz: Noel ist mal dies, mal das und findet am Schluss zu sich selbst.
Etwas länger: Es gibt nicht „den“ Protagonisten. Noel ist einer davon. Er ist ein Gestaltwandler und muss ein ziemlich gutes Gedächtnis haben, er ist nämlich zwangsläufig ein Lügner. Wie viele andere Charaktere in dem Buch wächst er aber über sich hinaus bzw. springt über seinen Schatten und verändert das Geschehen letztlich zum Besseren.


Stil:

Ich liebe viele Handlungsstränge, die sich einander nach und nach annähern und letztlich auflösen. Die unterschiedlichen Autoren geben ihren jeweiligen Figuren ganz eigene Stimmen. Beides Dinge, die ich mir von so einem Buch wünsche. Und es funktioniert sehr gut. Die Handlungsstränge, Figuren, Situationen, alles ist stimmig beschrieben, mit wenigen Worten kommen die Bilder auf, die einem die Geschichte lebendig werden lassen.


Figuren:

Ich habe noch selten glaubhaftere Beschreibungen von Nebendarstellern gesehen. In wenigen Sätzen schaffen es die Autoren, die widerlichsten und hassenswürdigsten Ekelpakete auf die Seiten zu zaubern. Und man glaubt es ihnen. Man würde am liebsten ins Buch steigen und diesen Widerlingen jeden geschriebenen Buchstaben einzeln wegradieren. Und anschliessend den Radiergummi verbrennen.
Aber natürlich gibt es auch positive Charaktere und solche, bei denen man sich zu Beginn nicht sicher ist, ob sie nun nett sind oder nicht. Bei manchen von denen wird es im weiteren Verlauf der Geschichte auch nicht unbedingt klarer. Auf jeden Fall sind die Figuren plastisch, echt, dreidimensional. Fast könnte man denken, sie auf dem Nachhauseweg von der Arbeit im Bus oder der Bahn anzutreffen. Wenn es halt keine Joker wären.


Sprache:

Jede Figur und jede Sitation hat ihren eigenen Stil der genau passt. Die Autoren haben allesam gute Arbeit geleistet. Obwohl sich die einzelnen Schreiber abwechseln, erkennt man alle paar Seiten die Figuren wieder. Fast so wie ein guter Sprecher eines Hörbuches.


Fazit:

Was zu Beginn etwas verwirrend daherkommt entpuppt sich als fantasievoller Lesespass. Für kurze Zeit ist man in einer parallelen Welt und will wissen wie es mit „Little Fat Boy“, Noel, Niobe, Bubbles und all den anderen weitergeht. Von mir 5 von 5 Sternen und eine klare Kaufempfehlung.

Superhelden und Verlierer - Wild Cards 2

Von: Nothing But N9erz Datum : 12.08.2015

nothingbutn9erz.blogspot.co.at/

Die Helden aus der Fernsehshow "American Hero" sind nicht die einzigen Asse auf der Erde. Doch nicht alle haben ihre Kräfte bereits so unter Kontrolle wie die bekannten Helden. Ein kleiner Junge in Texas erlebt seine Fähigkeiten erst ganz neu und erzeugt dabei eine riesige Atomexplosion. Dieser Unfall soll dem unerfahrene Jungen allerdings nicht schlecht angerechnet werden und so wird er unter die Fittiche des Komitees gestellt - eine Einsatztruppe aus Assen und Joker. Aber der Junge erscheint nicht bei seiner Abholung sondern ist verschwunden.

Inzwischen versucht der bereits bekannte Drummer Boy in der arabischen Welt Konflikte zu lösen. Doch Drummer Boy gerät ins Wanken und beginnt zu zweifeln. Kämpft er für die richtige Seite?
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Band 1 der Wild Cards war wirklich unterhaltsam und gerade der Aspekt der Fernsehshow mit Superheldne war wirklich neu und innovativ. Doch diese Innovation fällt in Band 2 mal weg und die Story kann auch mit der neuen Geschichte leider nicht wirklich überzeugen.

Die Geschichte beginnt verwirrend und eigentlich ohne Überblick. Auch wenn man die Perspektivenwechsel aus "Das Spiel der Spiele" bereits kennt, so ergaben sie dort Sinn, haben die Geschichte vorangetrieben und gepasst. In "Der Sieg der Verlierer" ist dem leider nicht so. Der große und grobe rote Faden fehlt irgendwie, die Perspektivenwechsel verwirren ohne weiterzuführen und so richtig kennt man sich lange nich aus. Erstmal sehr viel Kopfanstrengung.

Die Charaktere sind in diesem Band auch so eine Sache. Einen Part davon kennt man bereits aus dem ersten Teil. Diese bleiben recht flach und vorhersehbar, nicht sehr viel Entwicklung zum ersten Band. Dazu gesellen sich neue Charaktere, die teilweise frischen Wind bringen und teilweise leider auch nur noch mehr Verwirrung.

In Band 2 passiert leider genau das, was man bei einem Werk von vielen Autoren befürchten kann. Zu viele Denker verderben eben auch den Brei. Obwohl das bei Band 1 von Wild Cards noch so gut funktioniert hat, geht das bei Band 2 leider schief. Der Lesefluss bleibt zwar in Ordnung und die doch leicht unterschiedlichen Stile stören nicht. Aber die einzelnen Parts verbinden sich diesmal eben leider nicht ganz so gut zu einem Ganzen.

Leider eine Enttäuschung für mich, die geniale Idee der Superhelden Show ist vorbei und damit auch irgendwie die Luft raus.

ungewöhnlich und einzigartig

Von: Kendra Datum : 09.08.2015

traumfantasiewelten.blogspot.de/

„Der Sieg der Verlierer“ ist der 2. Teil der Wild Cards Reihe, dem Gemeinschaftsautoren Projekt von und mit George R.R. Martin.
Obwohl mich der Auftakt dieser Reihe nicht wirklich überzeugt hatte, war ich dennoch daran interessiert, wie sich die Geschichte im weiteren Verlauf entwickeln würde.....und was soll ich sagen? Zum Glück habe ich dieser Reihe eine weitere Chance gegeben, denn diese Fortsetzung knüpft genau an dem spannenden Handlungsbogen an , der mir bereits im ersten Teil mehr zugesagt hatte, als die anfängliche seichte und in meinen Augen leicht kuriose TV Show : American Hero, die meiner Meinung nach leicht schräg war und mich wirklich im ersten Teil sehr genervt hatte^^
Doch diesmal tritt zum Glück diese Castingshow sehr in den Hintergrund und wir befassen uns in diesem Band mehr mit den politischen Konflikten, die überall in der Welt verteilt auftauchen und somit nach der Hilfe des Komitees verlangen, das unter dem Kommando von John Fortune gegründet wurde. Zusammen mit den unzähligen Assen und Jokern, die ja besondere Fähigkeiten besitzen versuchen sie , verteilt auf der ganzen Welt, für Ordnung und Frieden zu sorgen.
So führt es sie nicht nur auf eine Mission nach Nigeria (Anschuldigungen des Völkermordes), sondern auch nach New Orleans ( drohender Hurrikan) und ins ferne Osten (Ölkrise) Außerdem sorgt noch eine mysteriöse Explosion in Texas für weitere Aufregung.

Während wir als Leser in die einzelnen Sichtweisen der verschiedenen Charaktere schlüpfen dürfen, bekommen wir Einblicke von den unterschiedlichsten Teammitgliedern und deren gefährlichen Einsätze und erhalten daher eine komplexe Fülle von Eindrücken und Erlebnisse, die einem manchmal zwar etwas durcheinanderbringen, aber durchaus für sehr viel Schwung sorgen und der Geschichte sehr viel Potential bieten!
Denn jeder der Charaktere ist einzigartig und wir lernen sie aufgrund dieser Erzählform besser und näher kennen und so werden die altbekannte Protagonisten aus dem ersten Band hier noch weiter geformt und persönlicher gestaltet. Besonders hatte ich mich auf ein Wiedersehen mit dem interessanten Drummer Boy, der sympathischen Amazing Bubbles und der zwischen den Liebesstühlen sitzende Curveball gefreut :) Doch auch ein Fiesling tritt hier besonders hervor und man möchte diesem Ass am liebsten selbst an die Gurgel gehen....
Doch nicht nur alte Bekannte bekommen hier einen festen Platz in der Besetzung dieser Reihe , sondern auch neue faszinierende Personen treten auf und sorgen für weiteren Input!So hat mich besonders Niobe gefesselt , die ein unglaubliches Herz besitzt und sich sehr für ihre Schützlinge einsetzt!

Doch abgesehen von den tollen fiktiven Charaktere , beinhaltet das Buch spannende Themen rund um das „wirkliche Leben und ihren Gefahren“ , die einfach unter die Haut gehen und damit legt das Buch auch eine Ernsthaftigkeit an den Tag, die man ja mit dem bloßen Augen aufgrund des manchmal etwas sehr fantasievollen Plots übersehen könnte.

Diese Fortsetzung hat eine gehörige Schippe an Spannung und Genialität zu dem Auftakt: „Spiel der Spiele“ zugelegt. Außerdem war es kontinuierlich spannend, im Gegensatz zum ersten Band, da dieser erst mit der Ägypten Mission an Fahrt zugelegt hatte. Nun bin ich schon sehr auf den nächsten Teil gespannt und evtl kann dieser dann die komplette Punktezahl abräumen? Denn obwohl ich kein Ass oder Joker bin, und nicht die Fähigkeit besitze vorauszusehen, so kann ich doch erahnen, dass die Reihe einer Steigerungskurve folgt -))

Ich würde jedem dieses Buch empfehlen, der von dem Ägypten Teil des ersten Bandes begeistert war und dem der erste Hauptpunkt der damaligen Geschichte, also die Castingshow nicht zugesagt hatte. War es jedoch andersrum der Fall, dann würde ich demjenigen von der Fortsetzung abraten :-)
Aber auf Fälle würde ich jedem empfehlen den Vorgänger zu kennen, denn ansonsten kann es sehr schwierig werden diesem 2. Teil zu folgen und zu begreifen, da einiges an Vorwissen vorausgesetzt wird und aufgrund der Komplexität des Ganzen daher in meinen Augen schwierig wäre hier vollständig durchzublicken.

schwache Fortsetzung

Von: Bücherliebe Datum : 08.08.2015

sarabuecherliebe.blogspot.de/

Wildcards- Der Sieg derr Verlierer von George R. R. Martin




penhaligon Verlag
Broschiert 15,00€
576 Seiten

Inhalt:
Wie weit darf ein Held im Namen der Gerechtigkeit gehen?
Eine Atomexplosion erschüttert Texas! Doch es handelt sich nicht um einen Akt des Terrors, sondern um einen schrecklichen Unfall. Ein kleiner Junge namens Drake kann sein mächtiges Wild-Cards-Talent nicht beherrschen und hat die Katastrophe ausgelöst. Die aus Assen und Jokern bestehende Eingreiftruppe der UNO – genannt Das Komitee – will den Jungen unter ihren Schutz stellen. Doch als seine Mitglieder in Texas eintreffen, ist Drake verschwunden …
Gleichzeitig versucht Drummer Boy, die Krise in der arabischen Welt zu beenden. Aber während des Einsatzes kommen ihm Zweifel. Kämpft er für die richtige Seite?

Meine Meinung:

Im ersten Band der Reihe haben sich verschiedene Asse in einem Wettbewerb bzw. der Show American Super Hero unter Beweis gestellt.
Im zweiten Band schließen sich nun einige zu einer Organisation zusammen, die gegen das Böse auf der Welt kämpfen möchte.
Leider liegt zwischen beiden Bänden ein Zeitsprung, der es dem Leser schwer macht in das Buch zu kommen. Ich bin sowohl mit den Namen, als auch mit den Charakteren schnell durch einander gekommen, obwohl das Lesen des ersten Bandes keine 4 Wochen her war.
Hauptinhalt sind politische Kämpfe und der Niedergang der Demokratie, verwoben mit Fantasieelementen.
Durch den wechselnden Schreibstil von Kapitel zu Kapitel habe ich mich etwas schwer getan die Handlung wirklich schlüssig nachvollziehen zu können. Die Protagonisten wurden im ersten Band wirklich klasse dargestellt, das fehlte mir in diesem Folgeband leider komplett.

Fazit:
Für mich eine schwache und leider nicht durchdachte Fortsetzung, die nicht mit dem 1. Band mithalten kann, daher nur 3 von 5 Herzen

<3 <3 <3

Nicht vergleichbar mit Band 1!

Von: Samys Lesestübchen ( Sabrina Mayer ) Datum : 05.08.2015

samysbooks.blogspot.de/

Inhalt:

Texas wird von einer Atomexplosion erschüttert. Doch anders als erwartet steckt kein Terrorangriff hinter der Ursache, sondern ein schwerwiegender Unfall!
Ein kleiner Junge namens Drake steckt hinter der verehrenden Katastrophe, denn er ist eins der Wild-Cards-Talente und die Beherrschung seines Talents steckt noch weit in den Anfängen.
Als das Komitee " Uno " den Jungen unter seinen persönlichen Schutz stellen will, geschieht die nächste Katastrophe, denn Drake scheint unauffindbar!

Meine Meinung:

Eine Mischung aus Fantasie, Action und Sci Fi erwartet den Leser im zweiten Band der Wild Cards Reihe, doch anders als erwartet konnte die Forstsetzung leider nicht so ganz überzeugen.

Die Grundidee das Augenmerk in den Folgebänden auf die einzelne Mitglieder zu setzen, ist eigentlich hervorragend, aber es hapert an der Umsetzung. War es im ersten Band super spannend in Form einer Reality Show aufgebaut, so findet man hier einen verwirrenden Komplex aus politisch bewegten Hintergründen, die mehr als einmal für Verwirrung bei mir sorgten.

Der Einstieg gelang super, doch umso mehr ich in die Tiefen der Handlung eindrang, umso schwerer war es manchmal den Zusammenhänge folgen und eine Verbindung aufzubauen. Dies behinderte oft den Lesefluss und so kam ich leider sehr schleppend voran.

Was mich persönlich sehr enttäuschte war, dass ich hier keine Verbindung zu den Protagonisten aufbauen konnte. Waren sie mir im ersten Band alle durchweg sympathisch und auch tiefgründig geschildert, so empfand ich sie nun als eher unsympathisch und nur an der Oberfläche angekratzt. Mir fehlte das Tiefgründige an den vorhandenen Charakteren.
Klar kann man jetzt meinen, dass sie im ersten Band genug im Vordergrund standen, doch habe ich mir gehofft im weiteren Verlauf mehr vom einzelnen handelten Charakter noch mehr zu erfahren.

Doch nun kommen wir zu dem größten Widerspruch an sich in meiner Rezi, denn waren die Thematik des Handlungsverlauf und auch die Protagonisten nicht ganz mein Geschmack und Erwartungen gerecht, so konnte mich dennoch irgendwo das Gesamtpaket unterhalten und somit gebe ich dem Gesamtwerk dennoch 2 Tigger!

Fazit:

Ein gewagter Mix, der mich zum einen enttäuschte und dennoch auf einer gewissen Weise doch gut unterhalten hat!

Wild Cards - Der Sieg der Verlierer von George R.R. Martin

Von: Linda Datum : 02.08.2015

gandas-lutin.blogspot.de

Der erste Band war ja ziemlich gut und deswegen habe ich voll freudiger Erwartung auf dieses Buch gewartet. Aber um ehrlich zu sein ... ich hatte echte Probleme wieder rein zu finden. Denn es sind zu viele Charaktere und zu viele Namen. Es gibt mehrere Gruppen von Leuten, deren Geschichte wir verfolgen. Neue sowie alte Charaktere. Aber aus diesen Gruppen werden auch einzelne Charaktere beleuchtet und das ist verdammt viel. Leider leidet daran auch die Spannung sehr. Denn obwohl es wirklich gute Szenen gab und ich auch manche Charaktere sehr interessant fand, konnte mich dieses Buch nie so wirklich fesseln. Dafür wurde einfach zu viel zwischen den Charakteren gewechselt und oftmals waren es welche, zu denen ich einfach noch keine Bindung aufgebaut hatte und die mich einfach nicht wirklich interessierten. Natürlich führen die Handlungsstränge weitestgehend zusammen, aber der Weg dorthin ist wirklich holprig und durch die fehlende Spannung, teilweise auch sehr langatmig. Zudem bin ich sehr enttäuscht vom Cover und vom Klappentext. Denn dieser verspricht eigentlich meines Erachtens nach, dass es vor allem um Drummer Boy geht und er eventuell eine tragende Rolle in der ganzen Geschichte haben wird. Das war definitiv nicht der Fall. Drummer Boy kam viel zu kurz und hat meiner Meinung nach keinen großen Beitrag zur Geschichte geliefert. Er war meiner Meinung nach mehr ein Nebencharakter. Das er da war, hat man kaum gemerkt. Denn Drummer Boy ist ein sehr interessanter Charakter, den man irgendwie verstehen kann, teilweise dann aber auch wieder nicht. Stattdessen hätte ich lieber Niobe auf dem Cover gesehen. Sie ist ein neuer Charakter, auf den ich gleich weiter eingehen werde. Aber sie macht für mich mindestens die Hälfte des Buches aus und ihre Geschichte ist einfach unglaublich interessant. Sie und die Geschichte rund um Amazing Bubbles retten das Buch zumindest ein wenig. Trotzdem bin ich wirklich etwas enttäuscht, dass es mich leider so wenig überzeugen konnte. Ich hatte mit dem ersten Teil auch meine Startschwierigkeiten, aber immerhin hat sich das relativ schnell erledigt. Hier leider nicht. Niobe und Amazing Bubbles kommen zum Glück relativ häufig vor und die Geschichten sind sehr interessant. Das hat mich doch dazu bewogen, auch mal ein paar mehr Seiten am Stück zu lesen. Alles in allem hat die Reihe hier einen kleinen Hänger, jedoch gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass es wieder besser wird. Vor allem das Ende macht einem schon mal Hoffnung.

Charaktere:

Niobe: Ein Ass, dass die Fähigkeit hat quasi sofort Kinder zu gebären. Nur gibt es da leider ein paar Probleme. Niobe ist eine unglaublich gute Person, in die ich mich total hineinversetzen konnte und mit der ich eine enge Verbindung habe. Dafür kann ich ihre Ziele einfach zu gut verstehen und das, was sie eigentlich nur will. Sie ist wirklich eine klasse Person, deren Entscheidungen ich eigentlich immer nachvollziehen konnte. Sie ist mutig und dabei aber gleichzeitig sehr auf das Glück der anderen bedacht. Zudem ist sie einfach unglaublich freundlich und voller Lieben. Eine tolle Person, die ich wirklich in mein Herz geschlossen habe.

Drake: Ein ca. 13-jähriger pummeliger Junge, der seine Asskraft leider nicht unter Kontrolle hat. Er wird als Bedrohung eingestuft, aber Niobe tut alles um ihn zu beschützen. Ehrlich gesagt kam mir Drake mehr wie ein Randcharakter vor. Alles was groß zu bemerken wäre, ist die Tatsache, dass er halt eigentlich wie ein ganz normales Kind lebt. Und dementsprechend sind auch seine Ängste. Ich konnte ihn meistens sehr gut verstehen. Er hat Angst, denn das ist für ihn eine vollkommen neue Situation. Er ist eigentlich kein schlechter Kerl, nur kann er seine Kraft nicht kontrollieren. Als Charakter war er ganz okay, aber leider wurde er meiner Meinung nach nicht genug hervorgehoben, um zu ihm irgendeine Art von Beziehung aufzubauen.

Amazing Bubbles: Ich liebe Amazing Bubbles! Da man sie bereits aus dem ersten Band kennt, muss ich sie ja nicht weiter erläutern. In diesem Band spielt sie auch wieder eine teilweise tragende Rolle und kommt eigentlich recht gut zum Einsatz. Vom Charakter her gefällt sie mir immer noch so gut wie im ersten Band. Ich finde sie einfach großartig, da sie Mut beweist und vor allem versucht, immer für ihre Freunde da zu sein und für das Richtige einzustehen. Einfach eine tolle Person und trotz Fehlern immernoch eine Inspiration für viele.

Fazit:
Ein eher mittelmäßiges Buch, dass mich leider nicht so ganz fesseln konnte. Ich hätte mich gefreut, wenn man sich auf weniger Leute und dafür spannendere Handlungsstränge konzentriert hätte. Trotzdem hoffe ich, dass es im nächsten Band besser weitergeht und gebe die Reihe noch nicht auf.
Leider kann ich diesem Band aber nur 3/5 Schmetterlinge geben.

Solide, aber manchmal zu komplexe Fortsetzung der Wild Cards Reihe

Von: Gabis Laberladen Datum : 29.07.2015

https://laberladen.wordpress.com/

Darum geht’s:

Der “Wild-Cards-Virus” teilt seine Karten aus. Viele sterben. Manche erwischen einen Joker und erleiden unschöne Veränderungen oder gar Missbildungen. Einige bekommen aber auch ein Ass zugeteilt und haben damit eine ganz besondere Superkraft.

Inzwischen haben sich einige Asse aus der “American Hero”-Fernsehshow zusammengeschlossen und versuchen, als “Das Komitee” unter UNO-Kommando gegen Kriege und Not in der Welt zu kämpfen. Doch auch unter den Assen gibt es Verrückte und Machtgierige und ihre edlen Motive und ihre Superkräfte garantieren nicht den Erfolg ihrer Aktionen. Eine radikale Erhöhung der Ölpreise führt zu weltweitem Chaos. Und dann explodiert auch noch eine Atombombe in Texas.

So fand ich’s:

Das ist nach “Das Spiel der Spiele” der zweite Band der “Wild Cards”-Reihe.

Obwohl auf dem Cover groß der Name George R. R. Martin prangt, hat er selbst nur einigen wenigen der Figuren Leben eingehaucht. Tatsächlich gibt es eine ganze Reihe von Autoren, die abwechselnd die Geschichte der Wild Card Asse erzählen. Wie im ersten Band auch schon, fand ich den Erzählerwechsel überhaupt nicht störend. Die Geschichte läuft nahtlos weiter und da ein anderer Autor auch immer die Perspektive eines anderen Asses bedeutet, grenzen die unterschiedlichen Erzählstile auch die einzelnen Protagonisten von einander ab.

Leider ist es schon fast ein Jahr her, dass ich “Das Spiel der Spiele” gelesen habe. Es wäre sicher von Vorteil gewesen, wenn zwischen dem ersten und diesem Band nicht so viel Zeit vergangen wäre. Man wird ohne große Erklärungen in die Handlung hineingeworfen und ist gezwungen, in der eigenen Erinnerung zu kramen, wer denn nun wie mit wem und warum und vor allen Dingen, wer wer ist. Denn neben einem bürgerlichen Namen haben alle auch noch Joker-Namen, die ihre Fähigkeiten wiederspiegeln. Und Lilith / Bahir / Noel hat sogar insgesamt drei davon. Dann gibt es noch ein paar Spitznamen und die Personen werden auch mal nach ihrer Spezial-Fähigkeit oder mit ihren Initialen bezeichnet. Das empfand ich sehr unübersichtlich und habe irgendwann gar nicht mehr versucht, die Vielzahl von Handelnden zu entwirren und zu sortieren, sondern habe mich einfach durch die Handlung tragen lassen, bis ich mich wieder orientiert hatte. Einige Handelnde haben einen größeren Part, sind individuell ausgearbeitete Charaktere, die man schon länger begleitet und mit ihnen hatte ich dann wieder gar keine Probleme.

Ich bin eigentlich kein Freund von Personenregistern, aber hier hätte ich mich doch über eine Liste der Asse mit ihren Fähigkeiten, bürgerlichen Namen und ein paar Stichworten mit den wichtigsten Informationen gefreut. Auch eine Übersicht der verschiedenen Organisationen, deren Ass-Mitglieder und einer Einordnung in die politische Szene hätte ich sicher regelmäßig konsultiert.

Auch wenn ich zeitweise etwas ratlos war, gefällt mir die Grundidee von Menschen mit Virus-Mutationen unterschiedlichster Art immer noch sehr gut. Es werden nicht alle zu Übermenschen, sondern bekommen willkürlich eine besondere Fähigkeit, die ihnen oft genug Vorteile einbringt, die ihnen aber manchmal auch gar nichts nutzt. Im Fall von Drake und Niobe sind diese Fähigkeiten sogar unerwünscht und eine Belastung für sie. Und vor menschlichen Schwächen, Streit, Rachsucht und Machtgier sind auch sie natürlich nicht gefeit.

Es gibt viel Action- und Kampfszenen, die für Spannung sorgen, aber auch die emotionale Seite kommt nicht zu kurz. Der Roman ist vielschichtig und hat auch eine politische Komponente.

Manchmal hätte ich mir gewünscht, dass man mit weniger handelnden Personen ausgekommen wäre, um die tolle Idee nicht mit zu vielen Varianten zu überfrachten. An den ersten Band “Das Spiel der Spiele” kommt die Fortsetzung für meinen Geschmack aus diesem Grund nicht heran. Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten und die Neugier wach gehalten darauf, wie es mit den Assen und ihrem Kampf für das Gute weitergeht.

Komplex, aber gelungen!

Von: Lenas Sofa Datum : 27.07.2015

www.lenas-sofa.blogspot.de

"Der Sieg der Verlierer" lautet der Untertitel des Bandes, der im Englischen "Busted flush" heißt - beides durchaus stimmige Titel. Ich war ja schon sehr gespannt, wie es nach der Superheldensuche im vorherigen Band nun weitergehen würde und habe mich begeistert in das Buch gestürzt (also im übertragenen Sinne). Und kam dann erst einmal ins Stolpern, denn der Einstieg war gar nicht so leicht. Während es bei "Das Spiel der Spiele" mit der Castingshow noch recht seicht losging, ist die Handlung ein Jahr später deutlich dramatischer, denn Hilfs- und Katastropheneinsätze und politische Geschehnisse bilden hier die zentrale Rahmenhandlung.

Ich habe ein bisschen gebraucht, bis ich die Handlungsstränge in meinem Kopf wieder sortiert hatte, denn in "Der Sieg der Verlierer" stehen durchaus andere und auch neue Asse im Vordergrund. Einer von ihnen ist ein alter Bekannter, Double Helix bzw. Noel bzw. Lillith bzw. Bahir, den ich im ersten Teil so gar nicht leiden konnte, der aber hier viel mehr Perspektiven zeigen kann, als wirklicher Charakter oder Person besser rauskommt und mir auf einmal sehr sympathisch wird. Natürlich ist das Leben als Doppelagent alles andere als einfach, aber während es bisher eher wie ein Spiel dargestellt wurde, bekommt Noels Assfertigkeit in diesem Band mehr Tiefe, Bedeutsamkeit und durchaus auch Tragik. Für mich hat seine Entwicklung das Buch getragen und ich habe immer auf die Kapitel gewartet, die Melinda Snodgrass geschrieben hat.

Noel hat hier so viel Aufmerksamkeit bekommen, da die Politik ein bisschen mehr in den Mittelpunkt gerückt ist und seine Verstrickungen in den unterschiedlichen Diensten besonders zur Geltung kommen. Auf amerikanischer Seite wird allerdings auch eine Forschungseinrichtung thematisiert, in der neben gefährlichen Assen und Jokern auch Niobe lebt. Die "Genetrix" ist dort aufgrund ihrer Jokerfähigkeit eher ein Forschungsobjekt - ihr Eiablageapparat (ja, das Bild in meinem Kopf dazu ist auch seltsam!) beschert ihr eine Vielzahl von Kindern mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten, aber auch einer sehr kurzen Lebensdauer... In der Forschungseinrichtung trifft sie auf Drake, auch "Little Fat Boy" (grandioser Hint!) genannt, der als ziemlich explosives Ass das besondere Interesse der Regierung auf sich gezogen hat - und trotz seines jungen Alters mehr als Gefahr denn als Bereicherung betrachtet wird...

Natürlich gibt es auch noch weitere (neue und bekannte) Asse, die ihren Auftritt haben, aber ich fand die Entwicklungen um Noel, Niobe und Drake (ja, die drei treffen zusammen!) eigentlich am spannendsten. Obwohl Drummerboy hier auf dem Cover zu sehen ist, fand ich die Handlung um ihn und die alten Asse nicht ganz so interessant - wobei auch diese Entwicklungen genug Spannung, Tragik und natürlich auch Lustiges zu bieten haben und ich es auch gut finde, dass die bekannten Asse nicht ganz aus dem Rampenlicht verschwunden sind (wobei das bei Lohengrin vielleicht besser gewesen wäre - was für eine Pfeife!) und man auch bei ihnen so einiges an Entwicklung mitbekommt. Das Assleben ist halt kein Zuckerschlecken und fordert so seinen Tribut...

Ich kann verstehen, warum die Meinungen zu dem Buch durchwachsen ausfallen - durch die verschiedenen Handlungsstränge kann einem wirklich mal der Kopf schwirren, aber trotzdem war ich überrascht, wie schnell ich wieder in der Story war und mit den Charakteren mitgefiebert, über sie lacht oder mich mit ihnen geärgert habe. An einigen Stellen hätte ich gerne einen stärkeren Fokus auf einzelne Charaktere gehabt, aber dann wäre die Gesamtkomposition ein bisschen auseinandergeflogen - ich hoffe einfach auf weitere Bände und muss sagen, dass "Wild Cards" bei mir voll ins Schwarze getroffen hat.

Gut, jedoch nicht überragend

Von: Leseengel Datum : 25.07.2015

leseengelsblog.blogspot.de/

Alles in allem hat mir auch Teil 2 der Wild Cards Reihe gefallen. Die Spannung ist zumeist vorhanden, nur an einigen Stellen schwächelt diese ein wenig - was ich ausgesprochen schade finde, denn an diesen Stellen zog sich das Buch dann leider sehr hin. Zum Glück sind das nicht zu viele Stellen.

Oftmals musste ich überlegen wo die Asse sich gerade befinden, wer überhaupt alles gerade da ist und wer mit wem in welcher Verbindung steht. Vielleicht war es auch ein bisschen zu lange her, dass ich Band 1 gelesen habe. Ich hätte mir eine Übersicht der Asse gewünscht, in der auch steht, wer mit wem in welcher Verbindung steht usw. Auch die Überschrift hätte dahin gehend noch deutlicher sein können, wo man sich gerade befindet. Das sehe ich so ein bisschen als Nachteil vom Buch an.

Der Autor weist an einigen Stellen unterschwellig auf momentane poltische Situationen auf - das finde ich ganz gut, auch wenn es dadurch manchmal ein wenig die Spannung nimmt. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass dies andere Leser eher abschreckt.

Die Charaktere sind in diesem Band auch wieder gut gestaltet, es kommen neue hinzu, alte bleiben -wobei ich bei den alten immer mal wieder überlegen musste, wer doch gleich wer ist und was dieser jenige kann.

Ich denke ich werde die Reihe weiterlesen, sobald sie weitergeht, auch wenn mich dieses Buch nicht komplett überzeugen konnte.

~ Politisch - Komplex - Langatmig ~

Von: Sasija Datum : 19.07.2015

sasija.blogspot.de

~ Schreibstil ~
Aufmerksames Lesen ist erfordert, da man wegen dem politischen Teil irgendwann nicht mehr versteht oder mitkommt.

Wild Cards wurde von vielen unterschiedlichen Autoren verfasst und hinterlässt 31 Handschriften, von denen 6 aktiv am erzählen sind.

Obwohl so viele verschiedene Autoren mitgewirkt haben, fällt es einem nicht schwer vom einen Schreibstil in den nächsten zu hüpfen. Wir Leser werden sowieso einfach in die Fakten hineingeworfen und merken es nicht einmal, wenn wir es in der Überschrift nicht gelesen hätten, dass der Autor gewechselt hat. Ich bin in jeden Text gut reingekommen auch wenn mich kein einziger Autor wirklich begeistern konnte.

In zweiten Band erzählt Lillith bzw. Bahir in der Ich-Perspektive. Alle anderen Figuren werden in der allwissenden Form wiedergegeben.

♣ ♥ ♦ ♠ ♣ ♥ ♦ ♠ ♣

~ Die Geschichte und meine Meinung ~
Total angetan bin ich nicht wirklich. Nicht so wie vom ersten Band. Ich kann sogar sagen, dass der zweite Teil sehr enttäuschend für mich war.

Ich wollten einen Science Fiction mit Show und vielen Assen und Jocker, die ihre Fähigkeit für Banales einsetzen, wie z.B. Rundenbasierte Wettkämpfe oder eine Talentshow mit viel Licht, Musik und Skandale und keinen Wirtschafts-Sci-Fi bzw. Wirtschaftsthriller.

Wir lesen viel über Politik. Von Beginn bis hin zum Ende. Es zieht sich die ganze Zeit durch. Es geht um Öl, Machtkämpfe, Ausbeute der armen Länder, Krieg. Also ein Echtzeit-Sci-Fi-Wirtschaftsthriller.

Neben dem großen politischen Teil, lesen wir einzelne Storys über die Verlierer der ersten American next Hero Staffel und ihrem jetzigen Werdegang. Die meisten der Asse und Jocker von #1 arbeiten für die Regierung, Komitee, MI7, FBI und werden Weltweit eingesetzt um ärmere Völker zu helfen oder gewaltige Naturkatastrophen dank ihrer Fähigkeiten zu bewältigen.

Wir beginnen mit einem neuen/alten Charakter. Einem Zwitter der sich telepotieren kann und fürs MI-7 Aufträge erfüllt. Sprich: mordet. Sie/Er erzählt uns ihre/seine Geschichte in der Ich-Perspektive. Lilith als Frau und Bahir als Mann. Erst ziemlich spät verstand ich, dass es die gleiche Figur ist, mit der auch im ersten Band begonnen wird.

Dazu kommt noch dieser Junge, Drake, mit den außergewöhnlichen Fähigkeiten, die er nicht unter Kontrolle hat und damit Schlimmes anrichtet. Das Komitee will ihn haben. Nicht nur seine Fähigkeiten sondern auch die der bekannten Asse werden getestet und in Extremsituationen trainiert. Das Komitee will dank der Asse den Krieg für den Westen bestimmen.

Nach kurzer politischer Einleitung kann dann ein Teil von der tollen Michelle alias Amazing Bubble.
Sie mochte ich neben Ana aka Earth Witch am liebsten. Ihre Denkweise ist wie immer urkomisch und hat mir am ersten Abend noch angenehme Leseminuten verschafft.

Gefühl findet man nicht viel im 2. Band.
Während man noch im Ersten mit den ganzen Assen und Jocker mitfiebert, fehlte mir im 2. Band die Raffinesse der Protagonisten. Der einzige Punkt, der mich etwas - und dazu betone ich "etwas" - berühren konnte, war die Sterbeszene von Liliths Kinder.

Neben dieser Szene gefiel mir ausnahmsweise auch Drummer Boy. Seine Gewissensbisse hätte ich ihm gar nicht zugetraut. Eigentlich kennen wir ihn arrogant und draufgängerisch. Am Ende ist er sehr ruhig und nachdenklich gestimmt. Seine Taten lassen ihn nicht so kalt wie sonst. Gerade auch, weil das Komitee viele Tode von Kindern, die er sich selbst gutzuschreiben hat, vertuschen will. So als hätten es sie nie gegeben.

Interessant war der Charakter "Cameo". Dieses Ass verkörpert Verstorbene. Mithilfe von Schmuck, alten Hüten oder Schuhe, kann er/sie die Seele der verstorbenen Person wieder aufleben lassen. Diese Idee war echt klasse. Bei interessant blieb es aber dann auch schon.

~ Randinfo ~
Was mich sehr ärgert, ist, dass nicht ein Text im zweiten Band aus der Feber von George R.R. Martin stammt. Ja ok, er ist nur der Herausgeber, aber es ist schon unverschämt es mit dem großen Schriftstellernamen zu verkaufen, wohingegen andere Autoren das Buch geschrieben haben. Im ersten Band hatte er wenigstens noch ein paar Figuren. Ich hab Lohengrin sehr gerne mit seinen Worten gelesen. Und nun? Nichts! Das hat mich schon enttäuscht.

~ Fazit ~
Berauschend? Interessant? Gleich null!

Ich hatte so einige Schwierigkeiten mit diesem Schinken.

Nicht das ich nicht gut reingekommen wäre oder ich die Charaktere und ihre Fähigkeiten total vergessen hätte, eher hatte ich keine große Lust auf Politik gehabt. Dann fällt einem das Leben besonders schwer. Außerdem hatte ich große Probleme den ganzen Zusammenhang und die Handlung überhaupt zu verstehen.

Man sollte den ersten Band schon gelesen haben um mit den vielen Assen und Jocker nicht durcheinander zu kommen, da im zweiten Band nicht mehr auf die Erklärung ihrer Fähigkeiten eingegangen wird.

An die vielen Charaktere, die wirklich gut ausgearbeitet wurden, bin ich nicht wirklich rangekommen. Manchmal verstand ich nicht, was diese Figur mit der ganzen Story zu schaffen hat. Wir tappen lange im Dunkeln, so das nicht die Spannung steigt sondern eher die Langeweile geschürt wird.

Ich finde den 2. Band sehr nüchtern und enttäuschend. Ich empfehle ihn nur dann, wenn man einen Wirtschaftsthriller mit Science Fiction lesen möchte.

Auf die Verfilmung bin ich dennoch gespannt und werde sie mir auf jeden Fall aufmerksam reinziehen :D

Ich bin leider sehr enttäuscht

Von: Suselpi Datum : 18.07.2015

buechertraeumerei.blogspot.de/

Im 1. Teil von Wild Cards stand die Show „American Hero“ im Mittelpunkt des Geschehens und einige der dortigen Helden haben es sich nun zur Aufgabe gemacht den Menschen auf der Welt mit ihren Fähigkeiten zu helfen. Doch es wird deutlich, dass die Aufträge sowohl an den Nerven als auch an den Kräften von allen zehren. Jeder reagiert auf eine andere Weise auf die verstörenden Bilder und körperlich anstrengenden Einsätze.

Als es in Texas zu einem Atombombenanschlag kommt, geht ein Aufruhr durch die Bevölkerung. Doch statt einer Atombombe hat der junge Drake die Explosion ausgelöst. Er kann seine neu gewonnenen Wild Card-Fähigkeiten noch nicht beherrschen. Als Das Komitee ausrückt um ihn unter ihren Schutz zu stellen, ist er verschwunden.

Der erste Teil konnte mich sowohl mit seiner Idee, als auch mit seiner Umsetzung überzeugen. Daher war ich wirklich gespannt auf den Nachfolger.

Die Idee ein Buch von mehreren Autoren schreiben zu lassen, die sich jeder für sich auf ihre Charaktere konzentrieren, ist wirklich klasse. Und im ersten Teil war das auch wirklich gut umgesetzt, aber dieser Teil hat mich enttäuscht. Die spannende Mischung aus Castingshow und Politik konnte mich damals begeistern, aber hier war es so politisch und verquer, dass ich teilweise Probleme hatte in dem ganzen hin und her mitzukommen. Dann kam noch dazu, dass die Charaktere mich enttäuscht haben. Natürlich ist es einige Zeit her, dass ich den Vorgänger gelesen habe, aber hier waren mir die Protagonisten inzwischen unsympathisch. Ich habe mir leider viel mehr von dem Buch versprochen.

Das Buch ist durchzogen von Intrigen, Verrat, Sex und Gewalt. Obwohl ich zu Beginn nicht mit diesem Ende gerechnet habe, war es doch stimmig mit dem Rest der Geschichte. Ich muss sagen, dass sie sich in der Geschichte treu geblieben sind, aber leider war dies eben nicht das was ich mir gewünscht hatte. Lohengrins Reaktion am Ende fand ich aber etwas schwach. Er spricht von Verrat, aber tut dann nichts mehr. Wobei Lilith vermutlich einfach nicht so leicht zu fassen ist.

Für mich steht fest, dass ich diese Reihe nicht weiter lesen werde. Den ersten Teil kann ich wirklich empfehlen, aber der 2. Band war enttäuschend.

Eine Reihe die ich nicht weiterverfolgen werde.

Von: Bücherwesen Datum : 17.07.2015

www.buecherwesen.de/2015/07/wild-cards-der-sieg-der-verlierer-von.html

Inhalt:

Ein schreckliches Ereignis erschüttert Texas. Eine Atomexplosion in einer Stadt löscht dort alles aus. Doch ist es kein Akt von Terroristen, sondern ein kleiner Jungen mit dem Namen Drake ist daran Schuld. Er ist auch vom Wild Cards Virus betroffen und kann seine neu entdeckte Kraft nicht beherrschen. Die Elitegruppe der UNO, auch das Komitee genannt, will den Jungen beschützen, doch als sie in Texas eintreffen ist Drake bereits weg. Währenddessen versucht Drummerboy die Krise in der arabischen Welt zu schlichten, doch dabei kommen ihm Zweifel ob er auf der richtigen Seite steht.

Meine Meinung:

Der erste Teil hat bei mir schon nicht die volle Punktzahl erhalten und leider muss ich sagen, dass ich diese Reihe definitiv nicht weiterverfolgen werde da mich dieser Teil sehr enttäuscht hat.
An sich fand ich das Thema des Wild Card Virus recht interessant, doch kam dieser Aspekt meiner Meinung nach schon im ersten Teil viel zu kurz.
Im zweiten Teil dominieren Sex, Intrigen und unnötige Gewalt. Nichts was mich im Entferntesten interessieren würde.
Sprachlich gibt es an diesem Werk nichts auszusetzen, aber ich musste mich regelrecht durch dieses Buch quälen. Beim Vorgänger war es wenigsten so, dass es zum Schluss noch interessant wurde.
Die einzigen Charaktere, die ich in diesem Teil einigermaßen interessant fand, waren Niobe und Drake. Drummerboy konnte ich im Vorgänger schon nicht ausstehen und der Rest der Truppe ist mir auch viel zu oberflächlich.
Von einem Fantasybuch erwarte ich Spannung und dass es mich in eine andere Welt zieht, aber dies war hier leider nicht gegeben.
Ich kann mit Worten gar nicht ausdrücken wie sehr mich dieses Buch enttäuscht hat. Vielleicht wäre es auch besser gewesen, wenn alles aus einer Feder stammen würde und nicht von vielen Autoren.
Wie sagt man so schön, viele Köche verderben den Brei.
Ich denke aber, dass dies mit Sicherheit auch Geschmackssache ist und meiner konnte nicht getroffen werden.
Im Großen und Ganzen finde ich zwar das Thema interessant, aber nicht besonders gut umgesetzt. Sehr interessant fand ich auch einige der Charakter, wobei aber sicher noch einige andere auch interessant gewesen wären, die aber einfach zu oberflächlich behandelt wurden.

Mein Fazit:

Der erste Teil der Reihe konnte mich schon nicht voll überzeugen, aber der Nachfolger hat noch viel weniger geschafft! Eine Reihe die ich nicht weiterverfolgen werde.

für mich eine komplette Enttäuschung

Von: kleeblatts buecherblog Datum : 14.07.2015

Als eine schwere Explosion Texas erschüttert, machen sich einige Mitglieder des Komitee auf den Weg, um herauszufinden, was genau passiert ist. Es wird von einer Atomexpolsion ausgegangen, die als Akt des Terrors gewertet wird. Doch es kommt anders als gedacht, denn für die Explosion ist Drake verantwortlich, ein kleiner Junge, der sein Talent nicht beherrschen kann. Und er ist verschwunden, keiner weiß wohin.
Währenddessen kämpfen andere Asse in der arabischen Welt. Unter anderem Drummer Boy, der aber während seiner Einsätze immer größere Zweifel bekommt.

Ich habe mich gequält. Richtig gequält. Und nach Beendigung des Buches bin ich immer noch maßlos enttäuscht, dass ich damit meine Zeit verschwendet habe.
So sehr mich der erste Teil „Das Spiel der Spiel“ begeistert hat, hat mich der zweite Band mal so überhaupt nicht vom Hocker gerissen.

Es fing schon bei den ersten Kapitel an. Ich war verwirrt, sehr lange. Sehr oft. Bei jedem Wechsel der Charaktere hatte ich mehr Schwierigkeiten ins Buch zu kommen und ab Mitte des Buches muss ich sogar zugeben, dass ich teilweise Stellen nur noch überflogen habe. Manche Charaktere wie Lilith oder Drummer Boy kamen diesmal so gar nicht bei mir an. Sie waren langweilig, vorhersehbar. Während neue Charaktere wie Genetrix oder Drake dann schon eher mein Interesse wecken konnten. Dies aber auch nicht für lange.

So lange habe ich schon ewig nicht mehr für ein Buch gebraucht. Erst der Schluss konnte wieder etwas anziehen, konnte aber letztendlich das Gesamtbild auch nicht mehr retten.

Wie ist es möglich, dass ich den ersten Teil so sehr liebe, den zweiten aber komplett aus dem Gedächtnis streichen möchte? Ich habe sogar das Buch unterbrochen, mehrere andere gelesen und dann nochmals angefangen. Es sollte einfach nicht sein.

Der Schreibstil war wie im ersten. Interessant und flüssig. Nur inhaltlich war es einfach nicht mein Ding. Sehr schade, hatte ich mir doch großes von der Reihe versprochen.

Trotzdem werde ich mich auch dem dritten Teil widmen, wenn dieser erscheint. Es ist ja dann doch einiges offen bzw. manche Asse und Joker haben es verdient, eine eigene Geschichte oder nähere Beachtung zu bekomme und hoffe so, dass dann doch wieder zu dem Niveau des ersten Teils zurückgekehrt wird.

Fazit:
Für mich eine komplette Enttäuschung. Schade.

In meinen Augen eine leider nur mittelmäßige Fortsetzung, die dem ersten Band nicht gerecht wird.

Von: Büchersüchtiges Herz³ Datum : 13.07.2015

buechersuechtiges-herz.blogspot.de/

INHALT:
Atomexplosion über Texas und es ist kein Anschlag. Drake kann sein Wild-Cards-Talent nicht kontrollieren und sorgt dadurch für die Katastrophe. Als die Eingreiftruppen der UNO in Texas eintreffen, um den Jungen zu schützen, ist dieser verschwunden.
Parallel dazu versucht Drummer Boy die Krise in der arabischen Welt zu beenden und bekommt dabei Zweifel, ob er für die richtige Seite kämpft.

MEINUNG:
Ich war sehr auf die Fortsetzung von Band 1 gespannt, da ich Band 1 wirklich sehr mochte und regelrecht auf das Erscheinen von Band 2 hingefiebert habe.
Wie gewohnt waren wieder mehrere Autoren an dem Werk beteiligt.
Beim Einstieg in das Buch waren die Schreibstile allesamt verständlich und es sorgte für Abwechslung durch den permanenten Stilwechsel. Ich würde sagen, dass sich der allgemeine Stil im Vergleich zu Band 1 nicht geändert hat.
Jedoch gab es beim Inhalt gravierende Unterschiede.
Im Laufe des Buches war es schwierig für mich dem bzw. den roten Fäden zu folgen.
Der Wechsel zwischen den einzelnen Handlungssträngen war für mich teilweise so verwirrend, dass ich manchmal überhaupt gar nicht wusste, wo ich gerade bin oder was mir die beschriebene Szene sagen sollte. Dies schmälerte mein Lesevergnügen erheblich.
Außer den Charakteren, die aus Band 1 bekannt sind, kamen einige neue hinzu, die mal mehr und mal weniger ausführlich beschrieben worden.
Ich hatte so das Gefühl, dass die gute Idee aus Band 1 irgendwie verpufft ist. Bei Band 1 war alles so neu und aufregend. Band 2 wirkte auf mich wie aufgewärmter Kaffee.
Anfangs bin ich positiv auf die Vielzahl der Autoren im stilistischen Sinne eingegangen. Auf inhaltlicher Ebene ist dies nicht immer sinnvoll, denn gerade jetzt merkte man, dass unterschiedliche Köpfe am Werkeln waren.
Trotz allem ist es, gerade wenn man Band 1 schon intus hat, ein Buch, an dem man nicht vorbeikommt.

FAZIT:
In meinen Augen eine leider nur mittelmäßige Fortsetzung, die dem ersten Band nicht gerecht wird. Jedoch für alle Wild Cards Fans eine Pflichtlektüre.

Rockt mein Herz mit 3 von 5 Punkten!

Leider viel zu kompliziert

Von: bookish Datum : 13.07.2015

lesenliebentraeumen.blogspot.de/

Inhalt

Drummer Boy, Lohengrin, Bugsy und all die Asse, die man aus Teil 1 kennt, arbeiten für verschiedene (Regierungs)Organisationen und diverse wichtige Persönlichkeiten und versuchen, das politische Weltgeschehen in die richtigen Bahnen zu lenken. Zudem taucht ein sehr starker Junge auf, der eine atomare Reaktion auslöst, wenn er wütend oder ängstlich ist. Jede Organisation will ihn für sich und die Asse stehen dazwischen.

Cover

Das Cover finde ich, genau wie von Band eins, wieder fantastisch. Auf diesem hier ist Drummer Boy zu sehen. Ich mag das Zusammenspiel von Farbe und Motiv und finde, dass das eine perfekte Mischung ist.

Meinung

Das hier wird eine verdammt schwere Rezension und ich werde ganz sicher eins ständig wiederholen: Das war sehr verwirrend!
Es geht schon beim Inhalt los. Ich habe oben mal versucht das Geschehen grob selber zusammenzufassen, aber ich gebe keine Garantie darauf, dass das stimmt, denn ich bin mir nicht sicher, ob ich alles richtig verstanden habe.
Es war schwer für mich, wieder in die Story reinzufinden, nachdem Band eins ja schon eine Weile her ist. Normalerweise wird das nach einigen Seiten ja wieder besser und ich erinner mich dann häufig wieder an Vieles, aber hier wurde es eher immer schlimmer. Die Handlung ist für mich sehr wirr und schwer zu durchschauen gewesen.
Ich hatte das Gefühl, dass mir ein dicker Batzen Infos fehlt, um alles richtig zusammenzusetzen. Oder habe ich einfach nichts verstanden? Waren alle Informationen da und ich konnte sie nur nicht nutzen? Ich hab keine Ahnung. Auf alle Fälle bin ich ganz schnell schon nicht mehr durchgestiegen, was eigentlich überall los ist und vor allem wer daran beteiligt ist.

Die Personen sind nämlich noch so ein Problem. Es gibt so viele Personen, die eine Rolle spielen und alle haben mehrere Namen: ihren richtigen Namen, ihren Assnamen, Spitznamen etc. Wie soll ich da bitte den Überblick behalten, wer jetzt wer ist!? Ich bin damit überhaupt nicht klargekommen.
Und das ganze wird noch verkompliziert durch die verschiedenen Blickwinkel und Perspektiven, die es in den verschiedenen Kapiteln gibt. Jeder Autor "kümmert" sich ja um seine eigenen Charaktere und so wechselt eben auch einfach mal die Erzählform. Es gibt eben in manchen Kapiteln den auktorialen Erzähler und im nächsten wechselt es zum Ich-Erzähler. Aber wer verflucht ist dann das "Ich"? Das musste ich in jeden Kapitel neu rausfinden.

Ich weiß nicht, ob ich einfach zu unschlau für dieses Buch bin?? Vielleicht. Auf jeden Fall war es mir viel zu komplex und undurchsichtig, sodass ich eine ganze Woche gebraucht habe, bis ich es durch hatte. Und wer mich kennt weiß dass das echt lange ist. Ich musste es immer wieder weglegen, habe zwischendurch was Anderes gelesen, weil es mich so angestrengt hat.

So, ein bisschen was Positives möchte ich aber noch anmerken.
Die Story an sich ist eigentlich richtig gut. Ich mag die Idee, die hinter dieser Reihe steckt, immer noch total gerne und auch die Fähigkeiten der Helden finde ich fantastisch. Da haben sich die Autoren mal etwas richtig Ungewöhnliches ausgedacht und keine 0815 Superhelden erschaffen.
Und auch Sprache und Stil der einzelnen Autoren sind angenehm, sodass es da zumindest zu nicht noch mehr Schwierigkeiten kommt.

Fazit

"Der Sieg der Verlierer" ist mir leider viel zu verworren und kompliziert, als dass ich die Story hätte genießen können. Schade, Teil eins hatte mir so super gefallen und das Konzept gefällt mir auch immer noch gut. Aber ich kam mit der Geschichte einfach nicht klar.

Eine gelungene Fortsetzung

Von: Nini Datum : 10.07.2015

ninis-kleine-fluchten.blogspot.com

"Der Sieg der Verlierer" ist der zweite Teil der Wild Cards - Reihe. George R. R. Martin fungiert hier als Herausgeber und Mit-Autor, denn das Besondere an den "Wild Cards" ist, dass die unterschiedlichen Charaktere von unterschiedlichen Autoren erdacht, ausgestaltet und formuliert werden.

Einen Großteil dieses Bandes verdankt der Leser dann auch Melinda M. Snodgrass, der Schöpferin von "Double Helix", den wir bereits in seinen Alter Egos Bahir und Lilith kennengelernt haben. Hier erfährt man aber eine Menge mehr über den Menschen, der dahinter steckt und der im Laufe der Handlung eine eindrucksvolle Entwicklung durchmacht.

Überhaupt gibt es einige altbekannte Charaktere, die sich hier verändern - man merkt, dass "unsere" Asse erwachsen werden, sich eine eigene Meinung bilden und nicht unverändert aus dem hervorgehen, was sie erleben.

Der erste Band der Reihe war zweigeteilt: ging es in der ersten Hälfte locker, leicht und unterhaltsam um die Castingshow, mussten die Asse in der zweiten Hälfte in Ägypten nicht nur um ihr eigenes Leben kämpfen.

Wem nur der erste Part gefiel, der sollte tunlichst die Finger vom zweiten Band lassen, denn hier erleben wir "Das Komitee" bei der Arbeit an verschiedenen Krisenherden der Welt. Mitunter fiel es mir etwas schwer, die einzelnen Standorte auseinander zu halten und zu rekapitulieren, welcher Charakter jetzt gerade an welchem Ort war. Dennoch hat mich die Faszination durch die gesamte Handlung begleitet.

Positiv hervorheben möchte ich auch die neuen Charaktere, die hier auftauchen, allen voran Niobe (Genetrix) und Drake (Little Fat Boy), die trotz der Wild Card wunderbar menschlich und sympathisch durch weite Teil des Buches tragen.

Eine gelungene Fortsetzung, die beinahe nahtlos dort anknüpft, wo der erste Teil endete und von den Entwicklungen bekannter und neuer Charaktere lebt.

Der Sieg der Verlierer

Von: booksnstories Datum : 10.07.2015

booksnstories.wordpress.com

Auch wenn George R. R. Martin dieses Mal tatsächlich nur der Herausgeber ist und keine eigene Geschichte beisteuert, wer gewissen Aspekte im ersten Teil mochte, wird genau dies in “Wild Cards – Der Sieg der Verlierer” auch toll finden. Da die Kurzgeschichten aber einen ernsteren, politischeren Klang anschlagen und die Casting-Show im Gegensatz zum “Spiel der Spiele” fast keine Erwähnung mehr findet, ist die Pauschale-Aussage “Wer Teil 1 gut fand, sollte auch Teil 2 lesen” nicht ohne Weiteres zu unterschreiben.

Insgesamt gibt es 8 Kurzgeschichten, die sich teilweise unterschiedlichen Charakteren, teilweise nur verschiedenen Situationen der gleichen Charaktere widmen. Die Kurzgeschichten werden nicht am Stück erzählt, sondern sind inhaltlichen Schnitten unterworfen. Das Gesamtbild ergibt dabei aber einen stimmigen Handlungsbogen, nicht zuletzt da die Handlungsstränge untereinander verknüpft sind. Diese Art von Storytelling muss man mögen, ich persönlich bin total begeistert davon, weil es unkonventionell ist und man so etwas eben nicht alle Tage liest. Unterschiede in den Schreibstilen sind mir nicht besonders aufgefallen, wenn es welche gibt, sind sie mir wahrscheinlich stimmig vorgekommen, da es je nach Fokus auch unterschiedliche Protagonisten gibt. Im Großen und Ganzen kann man sagen: Ich bin allein schon ein “Wild Cards”-Fan aufgrund der Konzeption!

Grob folgt “Der Sieg der Verlierer” folgenden drei Handlungssträngen:

Ein Großteil der Teilnehmer von American Hero wurde von einer Spezial-Sektion der UNO angeheuert, die sich wertneutral Das Komitee nennt. Die bereits aus “Das Spiel der Spiele” bekannten Charaktere verwenden ihre Fähigkeiten darauf, humanitäre Hilfe in Katastrophen- und Krisengebieten zu leisten. Egal ob Erdbeben, Hurricane oder Kriegsfront, dabei geraten sie nicht selten an ihre körperlichen Grenzen und stehen vor moralischen Entscheidungen, die nicht immer einfach sind.

Währenddessen wird Texas von einer atomaren Detonation erschüttert, deren Ursache ein Junge mit enormen Fähigkeiten ist, die dieser allerdings nicht unter Kontrolle hat. Er wird in einer Spezial-Einrichtung des SCARE untergebracht, einem Regierungskommitee, das an Assen und deren Deformationen herumexperimentiert. Der Junge freundet sich mit einem Ass namens Niobe aka Genetrix an und kommen sie dahinter, dass bei SCARE nicht alles so ist, wie es scheint.

Der dritte Handlungsstrang widmet sich Double Helix aka Noel, der bereits in “Das Spiel der Spiele” eine tragende Rolle einnahm. Als “Gestaltwandler” hat er sich mehrere Avatare zugelegt, mit denen er unterschiedliche Ziele verfolgt und als Doppelagent für die verschiedensten politischen Lager arbeitet. Durch die Vorkommnisse in Ägypten, aber auch durch die Atomexplosion kommt es zur Ölkrise, in den USA werden die Rohstoffe langsam knapp und in den ölexportierenden Ländern und Afrika entwickelt sich dadurch ein wahres politisches Pulverfass.

Speziell im Bezug auf den letzten Handlungsstrang wird klar: “Der Sieg der Verlierer” ist keine Comic-Albernheit, bei der die ach so coolen Fähigkeiten der Helden im Vordergrund stehen und der zu besiegende Feind abstrakter oder außerirdischer Natur ist. Nein, hier geht es um reale Ereignisse und politische Konflikte, die jeder von uns aus den Nachrichten kennt. Teilweise werden sie noch weiter auf die Spitze getrieben und führen uns so vor Augen, was passieren könnte, wenn es wie bisher weitergeht. Teilweise bezieht man sich einfach nur auf die Katastrophen der letzten Jahre.
Wenn sich eine Südstaatenstadt gegen Ende einem gewaltigen Wirbelsturm gegenübersieht, sind die Parallelen zum Hurricane Katrina, der 2005 über die USA hinwegfegte, unübersehbar. Wenn der mittlere Osten seine Ölförderung zurückfährt, um den Westen zu erpressen, und dieser als Reaktion Soldaten schickt, werden Erinnerungen an den Irakkrieg wach. Wenn wir von Massakern in Afrika lesen und von Kindersoldaten, dann haben wir diese Bilder alle schon einmal real vor Augen gehabt. Was in “Das Spiel der Spiele” mit der Auseinandersetzung in Ägypten begonnen hat, wird in “Der Sieg der Verlierer” konsequent und schonungslos weitergeführt. Ein differenzierter und kritischer Blick auf die politische Weltlage, ohne Partei zu ergreifen, ohne patriotisch oder propagandistisch zu sein. Ein mutiger Spagat, der gelingt, und etwas, das den Wild Cards einen nicht zu verachtenden Anspruch verleiht. Und genau dies schätze ich auch so sehr an diesem Projekt.

Wer sich dadurch nun vom Lesen abgeschreckt fühlt und jetzt denkt “Oh nein, so was Destruktives, das macht doch gar keinen Spaß beim Lesen!”. Keine Bange! Es gibt durchaus auch die ein oder andere witzige Anekdote. Die grundsätzliche Stimmung ist jedoch ernst, dessen sollte man sich vor dem Kauf bewusst sein.

Ist Band 1 für das Verständnis erfoderlich? Ich habe bereits Rezensionen gelesen, die “Der Sieg der Verlierer” empfohlen haben, auch wenn Band 1 nicht bekannt ist. Davon kann ich persönlich jedoch nur abraten. Obwohl ich Band 1 gelesen habe, hatte ich meine Probleme, bei der schier unendlichen Vielfalt an Charakteren, Fähigkeiten und Storyhintergründen einen Wiedereinstieg zu finden. Die Beziehungen der Charaktere untereinander werden einfach als bekannt vorausgesetzt und nicht noch einmal näher behandelt. Dies wäre bei der Masse an Charakteren nebenbei bemerkt auch schier unmöglich. Hinzu kommt, dass die Ereignisse aus Band 1 eine enorme Bedeutung für Band 2 haben und man eigentlich keine Chance hat, der Handlung in “Der Sieg der Verlierer” überhaupt zu folgen, wenn man “Das Spiel der Spiele” nicht kennt. Daher kann ich solcherlei Empfehlungen nicht nachvollziehen.

Viel Politik, wenig Spannung

Von: Bellezza-ribelle Datum : 09.07.2015

bellezza-ribelle.blogspot.de

Zum Cover:
Ich finde das Cover leider nicht so gelungen. Klar, es passt zum ersten Teil der Reihe. Aber irgendwie habe ich mir Drummer-Boy anders vorgestellt. Der Typ auf dem Cover sieht creepy aus und nicht wie jemand der tausende Fans hat weil er in einer Band ist.

Zur Geschichte:
Nachdem die erste Staffel American Hero abgedreht und veröffentlicht wurde, geht es ein Jahr später mit den Dreharbeiten zur zweiten Staffel los. Während dessen haben sich die bereits bekannten Asse gut bezahlte Jobs gesucht, bei denen sie nicht nur zusammen arbeiten, sondern auch um die Welt reisen um für Frieden zu sorgen. Denn genau das ist es was die Welt braucht, Frieden. Neben einer, absichtlich verursachten, Ölkrise, geht in Texas eine Bombe hoch die ganz schnell dem nahen Osten in die Schuhe geschoben wird. Doch was hat es mit dem Jungen, welcher diese Horrorexplosion überlebt hat auf sich und wie können die Asse die nächsten Explosionen verhindern?

Meine Meinung:
Ich war ja schon von Band 1 nicht 100% überzeugt. Trotzdem wollte ich der Reihe noch eine Chance geben. Die Idee ist ja nicht schlecht und vielleicht würde mir dieser Teil besser gefallen.
Schon zu Beginn war ich unsicher ob ich die Hälfte des ersten Bandes verpasst habe oder was nun eigentlich Sache war. Dies wurde durch die (gefühlt 100) verschiedenen Ass-Organisationen, die alle unabhängig voneinander aber doch miteinander versuchen die Welt zu retten. Diese Organisationen beinhalten auch noch Asse, welche nicht nur einen, sondern gleich mehrere Namen haben. Hier hätte ein Namenverzeichnis Wunder wirken können!
Die Geschichte an sich hat sich sehr gezogen. Es geht fast nur um irgendwelche politischen Angelegenheiten und überhaupt nicht um das neue American Hero, welches ja sogar im Klappentext erwähnt wurde. Trotz der langwierigen Abschnitte, gab es auch wirklich spannende Teile. So hatte ich unheimlich viel Spass dabei zu Lesen wie es mit Drake (dem Bomben-Kind) und Genetrix weitergeht.
Wir haben hier, genau wie im ersten Band, eine Vielzahl an Autoren, die sich jeweils um ein paar Charaktere "kümmern". Was mir leider sehr negativ aufgefallen ist, ist das keines der Kapitel vom Herausgeber persönlich geschrieben wurde. Es scheint sehr "ihr schreibt, ich kassiere".
Der Schreibstil der Autoren ist sehr unterschiedlich in Struktur und Sichtpunkten. Jedoch kann ich mir sehr gut vorstellen, dass durch den Übersetzer viele Feinheiten die die Autoren unterscheiden, verloren gingen.
Leider wurde in diesem Band sehr auf Sex-Sells gesetzt. So sind nicht nur alle befreundet, sondern sind zusammen und/oder hüpfen miteinander ins Bett. Dieses sinnlose rumgehure hat neben den politischen Angelegenheiten auch noch die persönlichen ziemlich fade erscheinen lassen.

Fazit:
Ich habe lange hin und her überlegt, wie viele Sterne dieses buch von mir bekommen soll. Es ist nicht schlecht. Gerade am Ende hatte ich viel Spass es zu Lesen. Doch die langen Durststrecken ziehen die Gesamtmeinung ziemlich runter. Trotzdem werde ich den nächsten Band wahrscheinlich auch lesen und hoffen es geht ein bisschen interessanter zu.

Recht anspruchsvolle Sci-Fi Geschichte mit sehr viel politischen Intrigen

Von: Myrcella Datum : 09.07.2015

kaiserinvivien.blogspot.de/

Persönliche Meinung:


Das Cover:

Die Buchgestaltung ist hier ähnlich wie bei dem Vorgänger, man sieht den Charakter Drummer-Boy, der seine eigene Karte in der Hand hält. So ähnlich hatte ich ihn mir auch optisch beim Lesen des ersten Bandes vorgestellt. Ich persönlich finde, das Cover ist hier wirklich gut gelungen. Ganz oben ist der Schriftzug des Herausgebers George R. R. Martin zu sehen, der hier kräftig die Werbetrommel rührt für das Buch, so dass man anfangs meinen könnte, er wäre der alleinige Autor.


Die Story:

Also um ganz ehrlich zu sein habe ich bisher noch nie so lange für eine Rezension gebraucht. Das lag mitunter daran, dass ich das Buch so ungefähr in der Mitte eine Woche pausieren ließ. Aber letztendlich bin ich froh, dem Buch dann doch noch mal eine Chance gegeben zu haben. Zu den Gründen, warum ich anfangs einen kleinen Break machen musste, komme ich allerdings noch.

Den Einstieg fand ich schon recht schwierig, da es sich hier einfach um sehr viele politische Intrigen und Ränkeschmiedereien handelte. Es waren auch für den Anfang meiner Meinung nach einfach zu viele Charaktere, die es auseinander zu halten galt.


Das Buch setzt nahtlos an seine Vorgänger an, es beginnt direkt nach dem Geschehen in Ägypten. John Fortune ist nun der Anführer eines Komitees, welches für die UNO auf der ganzen Welt für Frieden sorgen soll. Nun wurden die verschiedenen Helden queer über den Erdball verteilt in die Weltgeschichte geschickt. Neben diesen Geschehnissen wird allerdings auch noch die zweite Staffel von American Hero ausgestrahlt. Dies war für mich als Leserin doch recht verwirrend und ich fand es sehr schwer, den ganzen politischen Geschehnissen aufmerksam zu folgen.

Die Story wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt von etlichen facettenreichen Charakteren. Einige davon waren mir ja zum Glück noch vom ersten Buch bestens vertraut, allen voran der etwas zynische Jonathan Hive, Michelle alias Amazing Bubbles und auch Ana Cortez alias Earth Witch.
Anfangs hatte ich mich riesig gefreut auf ein Wiedersehen mit den ganzen Heroes, allerdings verflog meine Freude recht schnell, da ich das Buch bis zur Mitte hin recht langatmig fand. Ich dachte einfach: jetzt muss doch mal gleich was Aufregendes passieren. So war für mich das Lesen nach einer gewissen Zeit doch recht ermüdend und ich beschloss, mir eine kleine Pause zu gönne.

Als ich jedoch dann aufrappelte und dem Buch noch eine Chance gab, wurde ich doch recht angenehm und positiv überrascht. Es gab verschiedene überraschende Wendungen, die Charaktere bekamen wieder mehr Leben eingehaucht, was mir an dem ersten Buch ja so gut gefallen hatte.

Die Charaktere waren von den Autoren wieder sehr liebevoll ausgearbeitet. Besonders Earth Witch und Amazing Bubbles gefielen mir wieder mal sehr gut, sie waren auch schließlich bereits meine Lieblinge im ersten Teil.

Für meinen Geschmack war es doch ein wenig zu viel Politik in der Story. Aber die Geschichte rund um die Superhelden wiederum hat mir recht gut gefallen.


Leider blieben mit dem Ende doch für mich recht viele Fragen offen, jedoch hoffe ich, dass sich im dritten Band diese dann beantworten werden.


Fazit:

Mein ganz großer Dank gilt hier auch dem Penhaligon-Verlag, der so zuvorkommend war, und mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellte.

Trotz dass ich mich anfänglich recht schwer getan habe, vergebe ich hier eine recht hohe Punktzahl. Das kommt zum einen dadurch, dass mir die verschiedenen Schreibstile der Autoren sehr gut gefallen haben und auch die Handlungsorte z. B. Afrika oder Texas recht gut beschrieben wurden. Auch die politischen Machtspiele wurden sehr detailliert geschildert, obwohl das ehrlich gesagt nicht ganz so meins ist.


Story: anfangs etwas zäh, jedoch später recht ereignisreich
Lesefluss: sehr gut
Spannung: kam hier leider nicht so wirklich auf
Schreibstil: flüssig und leicht zu lesen
Zielgruppe: ab 16 Jahre aufwärts, für Fans von den X-Men oder Marvel
Kategorie: Fantasy, Sci-Fi



Ich vergebe hier 4 von 5 möglichen Büchersternchen und freue mich auf eine Fortsetzung, die hoffentlich viele meiner Fragen beantworten wird.




© Vivien Kaiser von “Kaiserliches Bücherreich“

Wenn schwierige Entscheidungen bevor stehen...

Von: Susanne Glahn (Solara300 / Solaria) Datum : 08.07.2015

fantastikbooks.blogspot.de/

Kurzbeschreibung
Eine Atomexplosion erschüttert Texas und der Grund dafür ist ein kleiner Junge Namens Drake, der ein mächtiges Wild Cards Talent sein eigen nennt. Das Problem darin besteht nur, das er mit diesem Talent noch nicht umgehen kann.

Aber auch weitere Unruhen rufen das Komitee auf den Plan, denn es geht rund und die Krise in der arabischen Welt droht zu einem Pulverfass zu werden.

Woraus das Komitee besteht. Nun es sei hier angemerkt das es sich um die Kandidaten aus dem ersten Teil handelt, die in einer Show Namens ''American Hero'' mitgemacht hatten und aus Assen und Jokern bestehen und mit ihren speziellen Fähigkeiten Menschen in Krisengebieten beistehen und helfen.

Aber noch eine Menge Überraschungen erwarten sie bis dahin...



Cover
Das Cover gefällt mir wieder einmal sehr gut und stellt für mich passend zum Inhalt eine Spezialfähigkeit dar. Und mit dem Dunklen Hintergrund sieht das ganze so aus, als sei der Spieler in dem Fall das Licht am Ende des Tunnels, was in diesem Fall das Komitee auch für viele ist und zwar die Hilfe die sie dringend benötigen.
Sehr gut gelungen und für mich ein Eyecatcher.



Schreibstil
Der Autor George R.R. Martin hat einen Klasse Schreibstil der mich schon mehr als einmal faszinierte.
Da ich schon den ersten Teil verschlungen habe, war ich natürlich gespannt auf Band zwei und muss sagen hier geht es gleich stimmig weiter und vor allem spannend, denn hier brennt es an allen Ecken und Kanten und man wird durch verschiedenen Erzählstränge schnell wieder in die Geschichte integriert. Hier muss ich aber anmerken, dass ich es wichtig finde den ersten Band zu kennen, da man sonst sich nicht so gut zurecht finden würde, mit dem Aufbau der Asse und Joker und ihrer Vergangenheit.

Das einzige Manko war, das mich der Anfang (also der erste Teil) etwas mehr in seinen Bann gezogen hat, aber das entspricht nur meinem persönlichen Geschmack und tut der Story keinen Abbruch, denn die ist faszinierend und sehr komplex ausgearbeitet.



Meinung

Wenn schwierige Entscheidungen bevor stehen...

Hier geht es nach dem ersten Teil der Reihe und dem daraus resultierenden Komitee die aus den Showkandidaten von ''American Hero'' zusammengestellt wurden weiter.
Denn jeder der Komitee Mitglieder hat spezielle Fähigkeiten und die werden auch dringend benötigt.

Denn während sich Drummer Boy mit der Krise in der arabischen Welt auseinandersetzten muss und sich eine Wichtige Frage stellt, ist in der Zwischenzeit auch bei den anderen eine Menge Action. Denn in Texas erschüttert eine Atomexplosion die Erde und man ist sich sicher es wäre ein Terroristischer Akt bis man heraus findet das nur ein kleiner Junge dahinter steckt, allerdings hat der ein Wild Cards Talent das er nicht, oder in dem Fall noch nicht kontrollieren kann und deshalb eine große Gefahr darstellt.
Und Drake der Junge mit dem unglaublichen Talent wie er heißt hat keine Lust sich eingesperrt zu fühlen und flüchtet.

Aber auch der Textauszug aus einer Stelle im Buch hat mich begeistert.
Zitat aus Wild Cards- Der Sieg der Verlierer von Penhaligon

'' So langsam kam ich mir vor wie Karl der Kojote. Schmeiß mich doch einfach noch mal in die Schlucht, Chef. Oder verpass mir einen Todesstrahl. Was dir lieber ist''

Was mir daran sehr gut gefällt sind die Gefühle und Hintergründe zu den Protagonisten. Sie alle nehmen mich mit in einen spannenden Abschnitt in Teil zwei.
Komplex ist diese Geschichte und von der Handlung her Taktisch sehr gut aufgezogen sei es z.b. Fortune alias Sachmet, das ist echt gruselig vorzustellen, aber glaubhaft in der Geschichte. Denn Fortune hat einen riesigen Skarabäus in der Stirn eingepflanzt und ein Wesen im Schädel der kommuniziert.

In dem Fall hat Fortune bei der Uno jetzt einen Klasse Job. Auch wenn sich die Aufträge häufen. Denn das Leben nach American Hero hat einiges verändert.

Denn kaum hat Amazing Bubbles ihren kurzen Aufenthalt in einer Spezialeinrichtung hinter sich wo sie auch auf Niobe trifft mit der Sie E-Mail Kontakt hat um sich testen zu lassen, macht sie sich auf zu Fortune um sich einen Überblick über die Sachlage zu verschaffen.

Auch Noel mit seinen 28 Jahren ist dabei und er ist ein Hermaphrodit und ist unfruchtbar. Sein Leben war geprägt von seiner sehr radikalen Mutter die ihren Feminismus durchgesetzt hat. Mittlerweile arbeitet Noel für die Regierung und seine Dad weiß nichts davon. Denn Noel ist ein Silver Helix der Abteilung des MI-7.
Aber Noel hat auch noch mehr Kontakte wie z.b. zu dem Prinz von Siraj

Hier sind viele Handlungsstränge miteinander verknüpft die zu einem Showdown herauslaufen und es ist kein Buch wie ich finde für zwischendurch, da die Story sehr komplex ist und man das erste kennen sollte.

Denn einfach wird es für das Komitee nicht...



Fazit
Für mich sehr gut umgesetzt und gelungen und ich bin schon gespannt auf mehr!!!



5 von 5 Sternen

Die Reihe werde ich nicht mehr verfolgen

Von: Berlin Books Datum : 07.07.2015

https://www.youtube.com/channel/UCKNThsj7MjRWxNw0cMZTT4w

Der 1te Teil hat mir ganz gut gefallen und so wollte ich auch den 2ten Teil lesen.
Ich bin mit wenigen Erwartungen rangegangen weil der 1te mich schon nicht umhauen konnte, trotzdem hat das Buch es nicht geschafft mich in seine Geschichte zu ziehen.
Ich habe keinerlei Zugang zu der Story gefunden, weil ich ständig das Gefühl hatte das mir Informationen fehlen.
Somit breche ich das Buch nach ca. 100 Seiten ab und werde die Reihe nicht weiterlesen.

Der Sieg der Verlierer

Von: Anika B. Datum : 06.07.2015

camerakind.blogspot.de

Kurz zum Inhalt von "Wild Cards - Der Sieg der Verlierer"

Eine gewaltige Atomexplosion erschüttert Texas! Doch dabei handelt es sich nicht etwa um einen Terroranschlag, sondern um einen schrecklichen Unfall, der eine komplette Kleinstadt ausradiert. Ein Junge namens Drake kann sein extrem mächtiges Wild-Cards-Talent nicht beherrschen und löste die Katastrophe aus. Das Komitee, bestehend aus Assen und Jokern der UNO will den Jungen unter Schutz stellen. Doch als die Mitglieder in Texas eintreffen, ist Drake verschwunden.

Parallel sind die Asse des Komitees an unterschiedlichen Orten im Einsatz. In New Orleans tobt ein gewaltiger Hurrikane und in Afrika herrscht Bürgerkrieg. Drummer Boy ist in der arabischen Welt und versucht dort gemeinsam mit weiteren die Ölkrise zu beenden. Aber während des Einsatzes kommen ihm Zweifel. Kämpft er für die richtige Seite?

Meine Meinung zum Buch

Die Covergestaltung spricht mich auf dem ersten Blick nicht wirklich an. Drummerboy zeigt seine gezogene Wild Card. Jedoch spricht mich der Name von George R.R. Martin an, der in großen goldenen Lettern auf dem Cover prangt an. Denn der Name symbolisiert für mich Qualität. Doch eines vorweg: Martin fungiert bei diesem "Wild Cards"-Band lediglich als Herausgeber. Geschrieben wurde "Der Sieg der Verlierer" von anderen Autoren. Daher sind Story und Charaktere überhaupt nicht mit den Büchern des "Ein Lied von Eis und Feuer"-Epos zu vergleichen.

Der Titel "Der Sieg der Verlierer" wirkt zunächst ein wenig verwirrend und in sich gegensätzlich. Wenn man bei den letzten zehn Seiten angelangt ist, wird er jedoch schlüssig. Aber spoilern möchte ich an dieser Stelle noch nicht.

Im Martin-Stil sind die einzelnen Kapitel aus der Sichtweise des jeweiligen Asses geschrieben. Die unterschiedlichen Sprach- und Schreibstile der einzelnen Autoren unterstützen dies zusätzlich. Am Anfang fällt es durchaus schwer, in der schier endlos wirkenden Zahl an Charakteren den Überblick zu behalten. Jedoch kristallisieren sich bereits nach wenigen Kapiteln die wichtigsten heraus und ihre Stellung in den einzelnen Organisationen wird deutlich.

Das Buch erinnert mich an die Story der "X-Men". Menschen mit einer Mutation, hier infiziert mit dem Wild Card-Virus, der sich seit den 40er-Jahren unaufhörlich ausbreitet. Je nachdem welche Karte aufgedeckt wird, erhalten sie Superkräfte (Ass), phänotypische Missbildungen (Joker) oder sterben einfach (Pik Dame). Die einzelnen Handlungen sind zunächst nicht miteinander verwoben. Die Asse des Komitees der UNO werden an verschiedene Einsatzorte rekrutiert. Bugsy, Amazing Bubbles und Earth Witch sind in New Orleans und sollen die Stadt vor einem Hurrikane schützen. Drummer Boy, Rusty und Curveball sind im Nahen Osten und John Fortune versucht in Afrika einen Völkermord zu verhindern. Die einzige Verbindung der einzelnen Handlungssträngen ist Noel alias Double Helix.

+++ ACHTUNG!!! +++

Der folgende Abschnitt könnte SPOILER enthalten!

Die eigentliche Haupthandlung dreht sich jedoch um den vierzehnjährigen Drake. Er löst einen der Hauptkonflikte aus und vereint die einzelnen Stränge am Ende. Der Junge ist nämlich eine wandelnde Atombombe. Er hat seine komplette Heimatstadt ausgelöscht mit allen Bewohnern. Er wird gefangen genommen und ins BICC gebracht. Dort soll er ruhig gestellt werden. Als die Wissenschaftler herausfinden, welche Kraft Jake in sich birgt, fassen sie einen tödlichen Entschluss. Im BICC trifft er jedoch auf Niobe. Sie hat die Fähigkeit durch Sex Asskinder zu gebären, die jedoch nach nur wenigen Tagen wieder sterben. Sie flüchtet mit Jake dank der Hilfe durch ihre Kinder. Jetzt ist das SCARE hinter den beiden hinterher und will beide töten. Doch unerwartet bekommen die beiden Hilfe. Denn trotz politischer und wirtschaftlicher Konflikte siegt die Moral und einige Asse hinterfragen ihre Rolle im Komitee.

Fazit: Der zweite Band "Wild Cards - Der Sieg der Verlierer" wirkt in sich geschlossen. Ich hatte selten das Gefühl, dass ich den ersten Band zum Verständnis benötige. Nur wenn es um die einzelnen Charaktere und deren Beziehungen zueinander ging, wäre der erste Band vermutlich hilfreich gewesen. Während des Lesens kristallisieren sich diese aber auch von ganz allein heraus. Die Story fand ich spannend und kurzweilig. Und nun bin ich auch infiziert und möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Spannend und komplex

Von: Vanessas Bücherecke Datum : 06.07.2015

vanessasbuecherecke.wordpress.com

Inhalt aus dem Klappentext:
Eine Atomexplosion erschüttert Texas! Doch es handelt sich nicht um einen Akt des Terrors, sondern um einen schrecklichen Unfall. Ein kleiner Junge namens Drake kann sein mächtiges Wild-Cards-Talent nicht beherrschen und hat die Katastrophe ausgelöst. Die aus Assen und Jokern bestehende Eingreiftruppe der UNO – genannt Das Komitee – will den Jungen unter ihren Schutz stellen. Doch als seine Mitglieder in Texas eintreffen, ist Drake verschwunden …
Gleichzeitig versucht Drummer Boy, die Krise in der arabischen Welt zu beenden. Aber während des Einsatzes kommen ihm Zweifel. Kämpft er für die richtige Seite?

Meinung:
Letztes Jahr hat mich der erste Band der Wild Cards Reihe richtig begeistert. Die Grundidee war stimmig, die Umsetzung fesselnd und die Charaktere originell. Dementsprechend gespannt war ich auf den nächsten Band.
Achtung! Zweiter Teil einer Reihe, Spoilergefahr!
Die Ereignisse aus dem Teil 1 sind noch recht frisch in der Erinnerung der Menschen. Die ehemaligen Show-Kandidaten arbeiten mittlerweile in einem Komitee für die UNO, um mit ihren Kräften den Menschen in Krisengebieten zu helfen. Die Spielerin Bubbles stellt sich einem wissenschaftlichen Labor zur Verfügung, um die Dimensionen ihrer Kräfte messen und austesten zu lassen. Dort hat sie aber schnell die Nase voll, denn sie wird mehr wie ein Studienobjekt als wie menschliches Wesen behandelt und kehrt nach New York zurück. In diesem Labor lernt sie aber die Jokerin Niobe kennen und freundet sich mit ihr an. Niobe wird noch einen wichtigen Teil in diesem Buch einnehmen, den ich an dieser Stelle aber nicht vertiefen möchte, um nicht unnötig zu spoilern. Währenddessen verschärft sich die Lage im Nahen Osten. Die Ölpreise steigen immens und Nigeria mischt im Ölhandel auch kräftig mit, was für weitere Spannung in diesem vom Bürgerkrieg gebeutelten Land sorgt. Das Komitee teilt sich auf, um an den beiden Krisenherden einzugreifen und zu vermitteln. Dann geht in Texas eine Atombombe hoch, von denen man ursprünglich annimmt, dass es ein Terrorakt ist. Doch die Explosion wurde von Drake, einem Jugendlichen, der sich mit dem Wild Card Virus infiziert hat, ausgelöst. Die US-Regierung nimmt Drake in Gewahrsam, doch Drake gelingt die Flucht. Auch das Komitee geht der Sache mit Drake nach und alles läuft auf einen gewaltigen Showdown hinaus.
In diesem Band treffen wir wieder viele alte Bekannte aus dem ersten Band. Einige Figuren werden vertieft, andere werden nur angeschnitten. Die Welt ist so komplex ausgebaut, dass man hier nicht immer auf alle Figuren im Einzelnen eingehen kann und sich diesmal auf einige Bekannte und einige neue Charaktere beschränkt. Die Umsetzung hier ist aber stimmig und die Protagonisten, die hier im Vordergrund stehen, sind gut ausgearbeitet, agieren glaubhaft und bleiben ihren Rollen treu. Das Wiedersehen mit den Figuren aus Band 1 hat eigentlich viel Spaß gemacht, auch wenn ich öfters mal überlegen musste, wer hier wer war.
Die Geschichte steigt auch direkt im Geschehen ein und schnell habe ich festgestellt, dass es doch schon einige Zeit her ist, dass man "Das Spiel der Spiele" gelesen hat. Nach und nach stellte sich die Handlung aus dem ersten Roman aber wieder ein, was auch gut so war, denn ohne Vorwissen aus dem ersten Band ist man hier verloren. Die Hintergründe um bekannte Protagonisten und Handlungsverläufe aus Band 1 werden vorausgesetzt, denn die Autoren halten sich hier nicht mit langen Rückblenden auf. Die Handlung ist in weiten Zügen sehr spannend und der Handlungsverlauf konnte mich an einigen Stellen sehr überraschen. Allerdings haben sich manche Handlungsstränge nicht so entwickelt, wie man es sich gehofft hat. Auch ist dieser Band sehr sexlastig, mir war es stellenweise zu viel und übertrieben. Auch ist dieses Buch wesentlich politischer, als noch der Vorgänger und wird demnach nicht jedem gefallen. Die Auflösung des hochkomplexen Geflechts fand ich ganz in Ordnung, sie hätte aber gut und gerne noch gewaltiger ausfallen können. Denn mit dem Ende des ersten Bands kann dieses Ende leider nicht mithalten...
Geschrieben ist das Buch weitestgehend aus der dritten Person, einige Kapitel werden aus der Ich-Perspektive erzählt. Da hier mehrere Autoren zu Werke waren, sind natürlich viele Blickwinkel enthalten. Der Schreibstil fand aber bei allen Autoren und Kapitel sehr flüssig und eingängig. Das Buch liest sich gut und zügig lesen. Die Kapitellängen wechseln von sehr kurz bis moderat lang. Längen waren für mich so gut wie keine Vorhanden, die politischen Verwicklungen könnten aber wie gesagt nicht jedermanns Sache sein.

Fazit:
Band 1 sollte man unbedingt kennen, bevor man diesen Roman in die Hand nimmt, andernfalls ist man komplett mit den Figuren und den Ereignissen überfordert. Ansonsten erwartet einen hier ein durchaus spannender, komplex strukturierter und actionlastiger Fantasyroman, der die Geschichte gut weiterführt, aber nicht an den ersten Teil heran kommt.
Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.
(Mein Blog: vanessasbuecherecke.wordpress.com)

Ein gelungener zweiter Teil der Wild Cards Trilogie

Von: Magische Momente Datum : 05.07.2015

www.magischemomentefuermich.blogspot.com

Band eins der Wild Cards Trilogie hatte mir unglaublich gut gefallen, daher war ich sehr gespannt, wie der Verlauf in Teil zwei sein würde.
Wie auch beim Vorgänger kam ich anfangs auch hier sehr schwer rein.
Zuviele Charaktere und Situationen, die es galt erstmal auseinanderzuhalten.
Schon bald ergab sich für mich ein klares Bildmit einer doch sehr komplexen Handlung.
Schön fand ich das Wiedersehen mit den Assen aus Band eins.
Kate steht immernoch zwischen John und Michael, was ihr neues Projekt nicht unbedingt einfacher macht.
Die Asse sind nun im Kommitee und haben eine Mission zu erfüllen.
Doch werden ihre Kräfte dafür ausreichen, oder braucht es dafür weitaus mehr?
In diesem Teil lernen wir auch neue Charaktere kennen, die den Wild Cards Virus in sich tragen.
Was passiert mit denen, die aufgrund ihrer Kräfte als gefährlich eingestuft werden?
Das erfahren wir hier und noch sehr viel mehr.
Dieses Buch erzählt von Politik, Zusammenhalt, Verrat, aber auch von Menschlichkeit.
Die zentrale Thematik ist gut gewählt und lädt zum nachdenken ein.
Sehr gut hat mir hier die Figur der Niobe gefallen, sie sticht durch viel Einfühlungsvermögen und Herzenswärme heraus. Man muss sie einfach gernhaben.
Doch die Bürde, die sie zu tragen hat, ist nicht leicht. Sie stößt so manches Mal an ihre eigenen Grenzen.
Eine Atomexplosion hat Texas erschüttert, Auslöser ist ein Junge namens Drake, er hat sein Wild Cards Virus nicht unter Kontrolle und gilt als gefährlich.
Das Komitee will Drake unter ihren Schutz stellen , doch als sie in Texas eintreffen ist Drake verschwunden.
Die einzelnen Mitglieder kämpfen in verschiedenen Teilen auf der Welt, dadurch werden wir oft hin und hergeschickt, um überall alles erleben zu können.
Die Spannung ist von Anfang an wirklich enorm groß und steigert sich immer mehr.
Die Asse müssen erkennen, das nicht immer alles so ist wie es scheint.
Und das lässt die Frage aufkommen, ob es wirklich richtig ist, was sie tun.
Es ist unheimlich actiongeladen und man wird von einer Szene in die nächste gejagt.
Teilweise geht es recht blutig zur Sache, wodurch es nicht unbedingt für schwache Nerven geeignet ist.
Aber auch die emotionale Seite kommt nicht zu kurz.
Ich hab bei jeder Szene mitgefiebert und mitgelitten.
Das Buch reißt förmlich mit und man kann sich dem nicht entziehen.
Gegen Ende des Buches überschlagen sich nochmal die Ereignisse und es wird richtig explosiv und nervenaufreibend.
Der Abschluss hat mir gut gefallen.
Schön fand ich zu sehen, wie sich die Chraktere weiterentwickelt haben.
Sie sind förmlich an dem ganzen gewachsen und das merkt man auch.
Den Schreibstil der Autoren empfand ich als sehr unterschiedlich. Bei einigen war es fließend und einnehmend, bei anderen wiederum etwas langatmig und zäh.
Das tut dem Gesamtbild jedoch keinen Abbruch.
Wir bekommen verschiedene Perspektiven, was die Sichtweise unheimlich erweitert und einen großen Blickwinkel schafft.
Die Kapitel haben eine normale Läge, man ist trotzdem in einem Rutsch durch, weil man sich nicht lösen kann.
Das Cover und der Titel sind passend zum Buch gewählt.

Fazit:
Ein gelungener zweiter Teil der Wild Cards Trilogie.
Faszinierende und interessante Charaktere und mehr als spannende und explosive Szenen, machen dieses Buch unheimlich lesenwert.
Eine klare Leseempfehlung.
Ich vergebe 4 von 5 Punkten

Noch besser als Band 1

Von: Eva-Maria Obermann Datum : 04.07.2015

Während Drummer Boy mit Kate im Nahen Osten eine neue Mission hat, soll Fortune in Afrika einen Völkermord verhindern, Amazing Bubbles und Bugsy aber sollen Amerika vor einem Hurrikan bewahren. Und in all diese Baustellen platzt Drake, Little Fat Boy, kaum ein Teenager, aber im wahrsten Sinne des Wortes eine wandelnde Atombombe. Nach seinem ersten Ausbruch wird er gefangen genommen und in ein Institut gebracht, wo er ruhig gestellt werden soll. Dort trifft er auf Niobe, deren Asskinder immer nach wenigen Tagen sterben. Und irgendwie verwoben in all diese Geschichten ist Noel.

Noel war schon im ersten Teil eine meiner Lieblingsfiguren, (ja, eigentlich gleich mehrere). Dass ihm nun so viel Raum vergönnt wird, hat mich tierisch gefreut. Er bildet hier den zusammenhaltenden Rahmen, während die übrigen Stränge zwar auch verwoben sind, aber mitunter fast schon gestelzt zusammen gehalten werden. Die Vielseitigkeit seines Charakters und sein enormer Wandel in diesem Buch haben mich gefesselt und wirklich gefreut.

Auch beim ersten Band war ich schon erstaunt, wie gut sich die unterschiedlichen Autorenstile zu einem Roman haben vereinigen lassen. Das ist hier nicht anders. Die episodenhafte Erzählweise erlaubt nicht nur Stilsprünge sondern auch verschiedene Sichtweisen. Da der Erzähler immer mal wechselt ist es am Anfang etwas schwierig, sich zurecht zu finden. Schnell aber erkennt man die verschiedenen Sprachstile und Themenbezüge.

Die persönlichen Herangehensweisen an die politischen Geschehnisse finde ich gut gewählt. So wird es keineswegs trocken, sondern interessant und spannend. Auch, dass die Sichtweisen von Gegnern gegenüber gestellt werden, hat mich fasziniert. In Wild Cards 2 gibt es selten ein klares Schwarz und Weiß (Ja, manche Figuren sind von Grund auf schlecht, aber die Protagonisten nicht), was die unterschiedlichen Seiten zu einem großen Haufen von Missverständnissen werden lässt.

Für die fantastische Welt, die in Wild Cards erschaffen wird, finde ich die Handlungsstränge faszinierend realistisch. Die Autoren bleiben ihrer Linie treu und überzeugen durch einen sehr gut durchdachten Plot und einen roten Faden, der vielleicht erst am Ende vollends erkennbar ist, aber dennoch alles felsenfest zusammenhält. Die Figuren sind tiefgründig und haben ihre eigenen Geschichten, was sie mehrdimensional macht und lebendiger wirken lässt. Eine echte Freude. Zum Ende nur so viel: Nach dem Buch ist vor dem Buch. Ich freue mich auf Band 3.

Nicht ganz das, was ich erwartet hatte

Von: Aleshanee von Weltenwanderer Datum : 03.07.2015

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Zum Inhalt

Seit den 40er Jahren breitet sich das "Wild-Cards-Virus" unaufhörlich aus. Es kann jeden Menschen treffen und niemand weiß, wann seine "Wild Card" aufgedeckt wird.
Man kann Glück haben und ein Ass ziehen, was bedeutet, dass man eine geniale Fähigkeit entwickelt, oder aber einen Joker, durch den man nur Missbildungen und Missachtung erwarten kann. Zieht man die Pik Dame, hat man so gut wie keine Überlebenschance.

Nachdem man im deutschen ersten Band der Reihe die "American Hero Show" verfolgen konnte, in der verschiedene Asse gegeneinander angetreten sind, geht es jetzt im zweiten mit einigen Charakteren davon weiter. Sie haben sich zu einem Komitee zusammen geschlossen und bekämpfen das Böse auf der Welt.

Im Mittelpunkt steht auch dieses Mal der Konflikt mit den arabischen Ländern und deren Kalifat. Hauptsächlich geht es um den Kalten Krieg, die Kontrolle von Öl und den Versuch, Terroranschläge zu verhindern.

Als in Texas dann eine Bombe explodiert, gehen viele von einem Anschlag aus. Als jedoch der 10jährige Drake inmitten des zerstörten Fleckchens unverletzt gefunden wird, scheinen die Folgen noch verheerender zu werden.

Meine Meinung

Ich hoffe, dass ich den Inhalt jetzt einigermaßen richtig zusammengefasst habe, denn ich muss ehrlich gestehen, dass ich vieles von der Handlung nicht wirklich verstanden habe; gerade in der ersten Hälfte. Es ist schon eine Weile her, seit ich den ersten Band gelesen habe, aber trotzdem hatte ich nicht erwartet, dass es mir so schwerfallen würde, wieder reinzufinden. Allerdings wollte ich dieses Mal nicht einfach den Klappentext nehmen, weil der mir sehr unpassend erschienen ist.

Das Buch steigt 1 Jahr nach den Vorfällen aus dem ersten Band ein und alleine die Vielzahl der Namen hat es anfangs für mich unmöglich gemacht, irgendwie durchzublicken. Dazu kommt, dass viele Charaktere zu ihren normalen Namen auch noch die "Wild Card" Namen haben, Spitznamen, Namen für die verdeckte Ermittlung usw. Auch denke ich, dass es eine Rolle spielt, dass es sich hier um Band 19 der englischen Reihe handelt. Warum hier mitten in der Serie angefangen wurde weiß ich nicht und während es mir beim ersten nicht aufgefallen ist, hatte ich hier sehr oft das Gefühl, dass mir einiges an Hintergrundwissen fehlt oder ich Informationen verpasst habe, die wichtig gewesen wären. Ich bin deshalb etwas unsicher geworden, ob dieses Konzept tatsächlich aufgehen kann. Das hat mein Lesevergnügen schon sehr beeinträchtigt, obwohl es insgesamt schon gut geschrieben ist.

Jedes Kapitel ist von einem anderen Autor, der jeweils für einen Charakter "zuständig" ist. Die verschiedenen Schreibstile sind mir hier deutlicher aufgefallen und es wechselt auch in der Zeitform und den Sichtweisen (auktoral bzw. Ich-Perspektive). Das fand ich aber gar nicht so schlimm, vielmehr hat es mir sogar geholfen, mich zurechtzufinden.

Die Protagonisten, wo soll ich da anfangen? Es spielen sehr viele Asse eine Rolle, die für das Komitee arbeiten, dann gibt es die Silver Helix als Organisation, obwohl ich mir da nicht sicher bin, ob die zum Komitee zählt. Die Kapitel über die Double Helix sind aus der Sicht von Noel geschrieben, der gleichzeitig als Ass-Frau Lilith agiert und als Doppelagent Mann Bahir im Kalifat. SCARE überwacht wiederum die Silver Helix und alles hängt irgendwie zusammen ... Und dann gibt es noch BICC, eine Art Forschungszentrum, das die Missbildungen und Eigenschaften von Jokern und Assen untersucht und natürlich das Kalifat aus den arabischen Ländern.
Toll fand ich auf jeden Fall die vielen Ideen der Superkräfte, da haben sich die Autoren tatsächlich eine Menge ungewöhnliches und skurriles Können einfallen lassen. Am nächsten mitfühlen konnte ich mit Niobe und Drake, die einiges durchmachen müssen und der ihre Gabe nur Schmerz, Verachtung und Einsamkeit beschwert.

Hauptsächlich geht es um politische Machtkämpfe und Intrigen und die unlauteren Mittel von Regierungen, denen man hilflos ausgeliefert ist. Sehr komplex und durchdacht aufgebaut, wobei ich, wie schon gesagt, durch die vielen Erzählstränge und die fehlende Struktur durcheinander gekommen bin.
Insgesamt eine sehr aufwühlende Geschichte, in die ich aber leider nicht reingefunden habe.

Fazit

Nachdem ich vom ersten Band doch sehr begeistert war, hat mich der zweite schon enttäuscht. Die ganze Atmosphäre, die spannend und unterhaltsam war, hat hier gefehlt und vor allem der Handlungsverlauf war für mich nicht greifbar; als fehlten mir wichtige Infos. Ich bin grad etwas unschlüssig, ob das Konzept hier wirklich so gut aufgehen kann, mitten in der Reihe einzusteigen - die Bewertung nach Blümchen ist mir hier extrem schwer gefallen. Ein richtiges Lesevergnügen ist nicht aufgekommen, aber insgesamt trotzdem ein sehr aufwendiges Projekt, weshalb ich noch 3 Sterne vergebe.