Leserstimmen zu
Fallende Stadt

Lauren DeStefano

Die Chroniken der Fallenden Stadt (1)

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Da mich der Klappentext schon sehr neugierig gemacht hat, bin ich mit relativ hohen Erwartungen an die Geschichte herangegangen. Es geht um Morgan, die in der schwebenden Stadt Internment lebt. Mit der Einführung in Internment und ihre Lebensweise lernt man das Mädchen kennen und obwohl sie auf mich vorerst einen eher naiven Eindruck macht, fand ich sie direkt sympathisch. Auch die Welt, ihren Aufbau und den Alltag darauf fand ich äußerst interessant und sie bietet die Möglichkeiten tolle Geschichten zu spinnen. Im Laufe der Geschichte entwickelt sich Morgan sehr positiv. Man blickt mehr hinter ihre Gedanken und die anfängliche Meinung, sie könnte leicht naiv sein, verflüchtigte sich doch noch und ich mochte ihre Art, Dinge zu hinterfragen und nicht alles so aufzunehmen, wie sie es serviert bekommt. Auch ihre Familie und ihre beste Freundin spielen eine große Rolle in „Fallende Stadt“. Von allen Charakteren bin ich positiv überrascht und habe mich gefreut, das sie eine eigene Entwicklung haben, ohne die Grundstory zu sehr zu verwässern. Das Lauen DeStefano hier ein intelligentes Jugendbuch verfasst hat merkt man an vielen Kleinigkeiten: Den unterschwelligen Denkanstöße, Moralansichten und das Hochhalten von Freundschaft und Loyalität. Gesellschaftskritisches wird vorsichtig und ein wenig seichter für die Zielgruppe angepasst, was mir in Zusammenspiel mit den Charakteren gut gefallen hat. Ebenso verhält es sich mit dem Schreibstil, der keineswegs schlecht oder einfach ist, für die erwachsene Zielgruppe nur hätte noch ein wenig ausgereifter sein können. Die Geschichte ist spannend erzählt und die ganze Welt zu erkunden macht absolut Spaß. Da dies der Auftakt einer Trilogie ist, hoffe ich Spannung und Raffinesse sowie die Charaktere werden sich noch weiter entwickeln, da ist definitiv noch Luft nach oben. Fazit Eine spannende Welt, eine gute Geschichte und interessante Charaktere. Fallende Stadt macht Spaß und macht Hoffnung auf Steigerungen in den folgenden Bänden. DeStefano hat mich gut unterhalten können und ich empfehle jedem einen Blick, der interessante und intelligent geschriebene Jugendbücher mag.

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Ein cooles Cover, eine interessant klingende Geschichte und doch ... absolut nicht meins. Ich habe mehrfach angefangen und bereche nun auf Seite 124 das ganze ab. Ich kann mit den Charakteren nichts anfangen, das geschriebene langweilt mich und ich sehe keine Chance, dass ich das in den nächsten 100 Seiten besser finden werde. Darüber hinaus habe ich mal die kommenden Kapitel etwas überflogen, in der Hoffnung, dass es mich irgendwo anfixt, aber leider bliebt dies aus. Die Grundidee sagt mir zu, aber die Umsetzung gefällt mir nicht. Es tut mir für alle Fans der Reihe leid und Geschmäcker sind bekanntlich verschieden und vielleicht bin ich auch einfach die falsche Zielgruppe. Fallende Stadt ist für mich ein Flop. Ich hoffe dennoch, dass andere ihre Freude daran finden werden.

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Morgan Stockhour lebt gemeinsam mit ihrer Familie, ihrer besten Freundin Pen und ihrem Verlobten Basil auf der schwebenden Stadt Internment. Noch nie hat sie die streng geschützten Grenzen ihrer Heimat überschritten. Doch dann geschieht ein Mord, der erste seit einer Generation. Auf einmal stellt Morgan die Regeln von Internment infrage – und ist völlig unvorbereitet auf das, was sie erwartet … Fallende Stadt ist langatmig. Das ist noch eine nette Umschreibung. Die Idee an sich fand ich interessant, die Umsetzung leider nicht. Eine schwebende Stadt namens Internment, welche streng geschützt und mit fragwürdigen Regeln die Neugierde eigentlich anfachen sollte. Morgan ist siebzehn und als Leser bekommt man ihren Alltag zu lesen. Was anfangs noch super ist, denn zu Beginn möchte man ja alles wissenswerte erfahren. Nur leider gab es keinen roten Faden. Charaktere die man kennenlernt, tragen dann am Ende doch nichts zur Story mit dazu. Möglich ist es natürlich, dass diese erst in den nächsten Band zur Sprache kommen. Aber wenn mich schon der Auftakt nicht mitreißt, möchte ich auch die Folgebände nicht lesen. Insgesamt war es mir etwas zu seicht, die Story wenig ausgereift und der Unterhaltungswert ging gegen Null. Ich habe auch ewig gebraucht um das Buch zu beenden. Von mir daher ein klares “leider nein, leider gar nicht”.

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Morgan träumt vom „Boden“. Denn auf Internment, der fliegenden Stadt, können sie die Erde nur durch ein Fernrohr beobachten. Niemand kann die Stadt verlassen, doch genau das ist Morgans größter Wunsch. Aber sie steht unter ständiger Kontrolle und spürt immer mehr, dass sie nicht in diese Stadt gehört. Denn auf Internment ist das Leben ziemlich genau vorgegeben. Wen man heiratet, wann man ein Kind bekommen kann, wann man stirbt, … Die Liste lässt sich unendlich lang fortführen, so viele Regeln gibt es auf der schwebenden Stadt. Bisher haben diese Regeln das Leben ihrer Bewohner gut geordnet und keinem ist etwas passiert. Bis ein junges Mädchen ermordet wird und deren Verlobter unter Mordverdacht steht. Morgan kann nicht glauben, dass dieser das Mädchen umgebracht haben soll. Immer mehr stellt Morgan die Regeln von Internment in Frage. Das Cover des Buches ist wunderschön und auch die Farben sind sehr stimmig. Die Charaktere gefallen mir sehr, man hat zwar nicht bestimmte Merkmale, die man jedem Charakter zuordnen kann um ihn sich besser zu merken, aber trotzdem blieben einem die Wichtigsten gut im Kopf. Einziges Problem ist, dass es ein wenig zu viele Charaktere waren. Oft bin ich da ein bisschen durcheinandergekommen… Die Geschichte sich baut langsam auf und man kann sich gut in Morgan hineindenken und – fühlen. Doch es gibt mal wieder einen kleinen Zwiespalt für mich. Auf der einen Seite finde ich es gut, wie die Geschichte sich langsam entwickelt und man nicht gleich mit 100 Themen überschüttet wird. Auf der anderen Seite aber dachte ich mir oft, dass man Passagen hätte kürzen können. Versteht ihr meine Logik? Manche Szenen fand ich überflüssig, da sich das Geschehen dadurch bloß in die Länge gezogen hat. Und ich muss sagen, dass ich Morgan mit Judas mehr geshippt habe als mit Basil. Auch wenn Morgan und Basil wie das perfekte Liebespaar erscheinen, mochte ich Judas und Morgan als Team viel mehr. Was ich sehr cool fand, waren die Schnipsel aus Daphnes Schreiben, die man zu Beginn von jedem Kapitel gesehen hat. Die waren schön geschrieben und haben mir sehr gefallen, da man manchmal ihre Worte sogar auf die Realität beziehen konnte. Das Ende ist ein doofer Cliffhanger, aber wenn man den zweiten Teil der Geschichte direkt neben sich hat, ist das nicht allzu schlimm. Ich bin schon sehr gespannt, was jetzt im zweiten Teil passiert! Alle Bände von „Die Chroniken der fallenden Stadt“: – Fallende Stadt – Flammendes Land – Zerbrochene Krone – Sarah Schröder, 19 Jahre

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Der große Gott des Himmels hat einige ausgewählte Menschen auf einem Fleck Land in den Himmel gesetzt, wo sie abseits der Erde miteinander leben. Doch das sich das alles in einen korrupten Königsstaat entpuppt, der alles unter den Teppich kehrt und Lügengeschichten erzählt – wer hätte denn so etwas kommen sehen können? Morgan lebt ein ganz normales Leben. Sie geht zur Schule mit ihrem Verlobten und ihrer besten Freundin. Dort ist sie eine ganz fleißige Schülerin. In ihrer Freizeit besucht sie das Theater oder geht spazieren. Aber sobald sie nach hause geht, begegnet sie dort ihrer Mutter, die seit dem Vorfall ihres Sohnes in einem Delirium aus Kopfschmerzelixieren lebt. Und Morgans Bruder? Er konnte der Verlockung nicht widerstehen über den Rand zu springen, weil er sich nach dem Boden sehnt, von dem nichts als nur Märchen erzählt werden. Und seitdem ist er blind. Seitdem beherbergt er viel Wut. Auf das Königreich. Denn dieses versucht einen Mord zu vertuschen und klagt einen unschuldigen Jungen an. Und das bloß, weil dieses unschuldige Mädchen Dinge ausgesprochen hat, die gefährlich sind fürs Königreich. Morgan hat mir als Hauptprotagonistin super gefallen. Sie war sympathisch, neugierig und clever. Ihre Denkweisen war anders als bei den Menschen in ihrer Umgebung. Zudem war sie noch einfühlsam und diplomatisch. Und sie sehnte sich danach endlich mehr zu wissen. Ich glaube, dass ist einer der Gründe, wieso ich sie so gern hatte. Ihre Wissenslust und ihr Familienbewusstsein. Sie ist eines dieser unscheinbaren Mädchen, die nichts von ihrer Wirkung auf andere wissen. Die Handlung dieses Buches war phänomenal. Es hat mich hin und wieder an „Die 100“ erinnert nur in einem anderen Szenario, mit anderen Charakteren, aber mit ähnlichen Problematiken. Zu zusehen wie Morgan langsam nach und nach die Machenschaften des Königs aufdeckt und dann selber ins Kreuzfeuer gerät, war extrem fesselnd. Es ist nun mal etwas, was sehr wahrscheinlich sein könnte, wenn es so eine Welt wie ihre geben würde. Auch generell die Idee mit einer Stadt in den Wolken war faszinierend. Aber während dort nur Geschichten wiedergegeben werden vom Gott des Himmels, wird die Neugier auf dem Boden erdrückt. Es wird nichts erzählt. Es wird nicht geforscht. Und die Menschen die sich von ihrer Neugier verführen lassen und über den Rand schauen, scheinen jedes Mal an irgendeiner Krankheit danach zu leiden. Und als Leser möchte man unbedingt wissen, was genau los ist. Was ist mit Morgans Bruder geschehen? Gibt es einen Weg nach unten? Und wer hat dieses Mädchen getötet? Wer ist an den weiteren Todesfällen schuld? Wieso macht nie jemand den Mund auf? Ich hatte Fragen über Fragen und nachdem sie alle nacheinander beantwortet worden und ich das Buch beendet hatte, war ich völlig mitgerissen. Was mich sehr an dieser Welt fasziniert hat, war die Art, wie ihnen das Leben dort erlaubt wurde. Geburten mussten genehmigt werden, es gab eine Schlange bei der man sich eintrug und manchmal verharrte man dort 10 Jahre. Man durfte nicht älter als 75 Jahre werden, denn sobald das Alter erreicht wurde, wurde man entfernt, damit man Internment nicht zur Last fiel und somit jemand neues geboren wurde. Und jeder der geboren wurde, bekam direkt einen Verlobten oder eine Verlobte zugeteilt, um Eifersucht und Neid zu vermeiden. Alles wird überwacht, kontrolliert und von jemand anderem bestimmt. Doch Freiheit und freier Wille sind nicht das gleiche. Und auch wenn die Liebesbeziehung vorbestimmt war, fand ich es sehr schön das Morgan und Basil trotzdem wie füreinander gemacht schienen. Generell mochte ich Basil sehr gerne, er war beschützend, aufmerksam und liebevoll. Genau das was Morgan besonders in dieser schweren Zeit brauchte. Der Schreibstil war grandios. Ich konnte mir alles super bildlich vorstellen. Die Sektionen, bis zu den Wolken die absorbiert werden, bis zu den Charakteren, dem zuhause und der Stimmung die herrschte. Besonders schön fand ich immer die Essay Ausstücke von dem toten Mädchen die zu Beginn jedes Kapitels waren. Auch wenn es manchmal etwas beunruhigendes hatte, es hatte mich mit seinen Klauen gepackt. Das Ende hätte nicht mit einem größeren Cliffhanger ausgestattet sein können. Ich bin wirklich gespannt wie es weiter gehen wird. Fazit: Ich bin sehr überrascht davon wie gut mir das Buch gefallen hat. Die Charaktere, die Welt und der Aufbau davon sind packend und mitziehend. Vor allem all die Fragen die aufkommen, wenn man das Buch liest. Und jedes Mal, wenn sie nach und nach beantwortet werden, kommen noch mehr auf. Mich hatte dieses Buch völlig in seinen Bann gezogen und ich freue mich schon darauf zu erfahren wie es weiter geht. Etwas für alle „Die 100“ Fans! Klare Leseempfehlung! 4 von 5 Sternen!

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Inhalt Eine schwebende Stadt über der Erde. Alles könnte so ruhig und einfach sein. Morgan Stockhour, lebt zusammen mit vielen anderen auch in dieser Stadt „Internment.“ Noch nie hat sie die Grenzen der Stadt gesehen oder sonst jemand und sonst kam dieser nie wieder zurück. Plötzlich wird jemand ermordet und Morgan hinterfragt die Regeln der Stadt. Das was sie erwartet, damit hätte Sie nie gerechnet. Meine Meinung Als ich das Buch das erste mal in der Vorschau des Cbt Verlags gesehen habe und dazu den Klappentext gelesen habe, wusste ich, ich muss diese Geschichte unbedingt lesen. Es klang wirklich total interessant und nach etwas ganz anderem als ich sonst immer lese, deshakb war ich schon sehr gespannt auf das Buch. An dieser Stelle ein Dankeschön an das Bloggerportal und den cbt Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars. Cover Das Cover ist mir optisch sofort aufgefallen und einer der Gründe, weshalb ich das Buch so unbedingt lesen wollte. Auch der Titel passt wirklich gut zu dem Cover und zu der Geschichte. Geschichte Die Geschichte war wirklich interessant und die Grundidee fand ich total spannend. Weil ich sowas noch nie zuvor gelesen habe. Es gibt ganz eigenartige Regeln, wenn man ein Baby haben möchte, muss erst ein anderes sterben um einen neuen Platz zuschaffen, dafür benötigt man eine Erlaubnis und nicht alle dürfen Babys haben. Im Alter von 75 Jahren wird man entfernt um Platz zu machen für die neuen Geburten. Denn über die nützlichen Jahre hinauszuleben, wäre selbstsüchtig. Alleine diese Regeln, haben das Buch total interessant gemacht und man hätte da so viel draus machen können. Zunächst befinden wir uns in der ruhigen und strukturierten Stadt Internment, das ändert sich aber schnell als ein Mord geschieht. Immer mehr erfahren wir den Hintergrund dessen und verstehen langsam die Geschichte. Immer wieder geschehen Dinge die man so nicht erwartet hätte. Aber alles in allem ging die Geschichte sehr schleppend voran. Die Geschichte wurde total in die Länge gezogen, als hätte man einfach Seiten füllen wollen. Protagonisten Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich zu den Protagonisten sagen könnte, da es mir da einfach an Tiefe fehlte. Die einzige mit der ich mich ansatzweise identifizieren konnte, war Morgan, die Hauptprotagonistin. Aber auch ihre Handlungen, waren mir manchmal nicht ganz klar. Das fand ich wirklich schade und schwierig, mich dann so in die Protagonisten hineinversetzen zu können. Ebenfalls waren es einfach zu viele Protagonisten auf einmal und da kam ich manchmal einfach überhaupt nicht mehr mit. Ich musste dann noch mal nachlesen wer diese Person überhauptnwar und wie sie zueinander stehen. Schreibstil Der Schreibstil hat mir gut gefallen, sehr flüssig und klar geschrieben, das man das Buch wirklich schnell lesen konnte und man die Geschichte gut verstanden hat. An manchen Stellen hätte ich mir aber mehr Action erhofft und vor allem mehr Tempo. Denn zwischenzeitlich war es einfach nur total in die Länge gezogen, das einem das Lesen wirklich schwer gefallen ist. Gut gefallen tun mir ebenfalls die Zitate die es bei jedem Kapitel gibt von Daphne Leander, die in diesem Buch eine große Rolle spielt. Ende Das Ende hat mich wiederrum faszieniert und ich würde wirklich gerne wissen was als nächstes passiert. Es endet womit ich niemals gerechnet hätte. Fazit Dieses Buch hat mir ganz gut gefallen, konnte mich aber noch nicht ganz überzeugen. Es war spannend, aber etwas zu langatmig und langweilig. Ein guter Auftakt einer Distopie mit viel Luft nach oben, aber großem Potenzial. Die Grundidee dessen hat mir wirklich gut gefallen. Deshalb werde ich dem Folgeband „Flammendes Land“ noch eine Chance geben. Bewertung 3/5 Sterne

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Beginnen möchte ich erst einmal mir einem positiven Kommentar: Ich liebe es weine eine Buchreihe geballt raus kommt, also so über 3-4 Monate verteilt, man kann gemütlich lesen und wenn man fertig ist ist schon der nächste Band da, finde ich genial! Nun aber zu den etwas ernsteren DIngen.. Das Buch ist meiner Meinung nach ein netter Einstieg in die Chroniken der fallenden Stadt, aber es ist doch schon ziemlich langatmig und es kommt irgendwie nicht das was ich mir vorgestellt oder erwartet hatte. Zum Ende hin war ich fast ein wenig enttäuscht aber habe dennoch gerne weiter gelesen und gleich auch, da es ja möglich war, mit dem zweiten band durchgestartet.

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„Menschen sterben, und alles, was sie je gesagt haben, hallt ununterbrochen umher. Es gibt nichts Neues. Nur immer den gleichen Unsinn aus ihrem Leben.“ („Fallende Stadt“ von Lauren DeStefano, Seite 370) Spätestens seit „Die Tribute von Panem“ haben sich Dystopien als beliebtes Jugendbuchgenre etabliert. Ein unterdrückendes Regime, zwei zumeist jugendliche Protagonisten, die große Revolution – nicht immer das Erfolgsrezept für ein gutes Buch. Auch vorliegende Neuerscheinung wendet diese drei Faustregeln an. Wie mir „Fallende Stadt“ gefallen und ob dieser Band Lust auf die weiteren Teile gemacht hat, das erfahrt ihr in der folgenden Rezension. Das Buch kann mit einem interessanten Szenario aufwarten, das man so noch nicht kennt. Die jugendliche Protagonistin namens Morgan Stockhour lebt nämlich seit ihrer Geburt auf einer schwebenden Stadt, die Internment heißt, Kilometer über unserem Erdboden. Diesen Ansatz kannte ich zumindest noch nicht aus anderen Büchern, sodass ich mich hier auf eine komplett neue Umgebung einlassen konnte. Mit den Figuren bin ich mehr oder weniger gut zurechtgekommen. Die Protagonistin Morgan konnte man größtenteils nachvollziehen. An der einen oder anderen Stelle jedoch übt sie naive Aktionen aus, und dennoch wird sie von umstehenden Personen jederzeit als „intelligent“ bezeichnet. Das macht keinen Sinn. Die Entwicklung des Konflikts ist unausgeglichen. Während gut die ersten hundert Seiten sich mit der Einführung des Lesers in die Umgebung und dem ersten Mord beschäftigen und die Autorin sich damit die nötige Zeit lässt, überschlagen sich in der zweiten Hälfte die Ereignisse, dass man gar nicht hinterher kommt. Die Protagonistin wird in die Geschichte mit „reingezerrt“, sodass sie selbst, genauso wie der Leser, komplett überfordert ist mit der Situation. Dieser Zustand wird jedoch nicht behoben. Woran liegt das? Es ist schwierig, eine Geschichte aus der Sicht einer Person zu erzählen, die zunächst nicht von dem eigentlichen Konflikt, um den sich die gesamte Erzählung dreht, betroffen ist. Dadurch wurden mir die Beweggründe des Antagonisten nicht geläufig; er wirkte flach und uninteressant. Aus einem seltsam erzählten Konflikt entwickelt sich eine Revolutionsgeschichte, deren Motivation ich nachvollziehen konnte. Endlose Freiheit auf einer Stadt im Himmel – oder beengtes Gefängnis? Diese Frage habe ich mir während der Lektüre selbst oft gestellt. Hier kann das Buch zum Nachdenken anregen. Der Auftakt zu dieser Trilogie endet mich einem gelungenen Höhepunkt und einem gemeinen Cliffhanger. Gut, dass die Bände so schnell hintereinander erschienen sind, und bei mir zuhause bereits der nächste Band liegt. Wenn man mich nach Beenden des Buches fragt, ob ich „Fallende Stadt“ weiterempfehlen könnte, dann wäre meine Antwort wahrscheinlich „ja“. Ich habe eine sehr geteilte Meinung über das Buch. An einigen Stellen zieht es sich zu sehr, das Erzähltempo war sehr unausgeglichen – an anderen Stellen konnte es mich umso mehr in den Bann ziehen und durch ein ungewöhnliches Szenario begeistern. Gerne vergebe ich drei von fünf Sternen.

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