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Leserstimmen (35)

Eric Berg: Die Schattenbucht

Die Schattenbucht Blick ins Buch

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-8090-2642-6

Erschienen:  22.02.2016
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Kundenrezensionen

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Ein Plan und zu viele Menschen

Von: hope23506 Datum : 04.03.2018

https://www.instagram.com/hope23506/?hl=de

INHALT:
Marlene Adamski lebt in einer scheinbar heilen Welt. Sie ist die Frau eines Bäckers, führt eine gute Ehe, besitzt eine eigene Bäckerei. Doch eines Tages springt sie plötzlich und unerwartet vom Balkon ihres Hauses. Sie überlebt, spricht aber seit diesem Tag kein Wort mehr. Die Psychologin Ina Bartholdy behandelt sie, aber wird immer mehr vom Mann von Marlene boykottiert. Was hat er zu verbergen? Ina lässt der Fall keine Ruhe. Plötzlich spielen auch Ereignissen von vor 14 Monaten eine immer grössere Rolle. Was ist damals passiert und welche Rolle spielte Marlene dabei?

MEINE MEINUNG:
Das Buch spielt über zwei Zeitebenen. Einmal in der Gegenwart (Marlene hat gerade einen Selbstmordversuch begangen) und einmal vor 14 Monaten. Beide Zeitebenen hat Eric Berg sehr gut umgesetzt und miteinander verknüpft. Als Leser erfährt man nach und nach die Geschichte von damals. Immer nur in kleinen " Happen", was die Spannung nur noch mehr erhöht. Es ist viel Raum für Kopfkino geschaffen worden. Der ganze Kriminalroman ist sehr ruhig geschrieben und lebt viel von der psychologischen Ebene. Das zwischenmenschliche der Charaktere offenbart sehr viel an Grausamkeit und auch an Unüberlegtheit. Die Spannung des Buches wird durch die ruhige Erzählweise immer wieder gesteigert. Je ruhiger erzählt wird, umso schrecklicher erscheinen die Taten. Die Mischung aus Gegenwart und Vergangenheit hat mich immer wieder neugierig gemacht. Die Charaktere waren gut ausgearbeitet und das Zwischenspiel unter ihnen fand ich genial. So genial, dass ich manchmal gern ins Buch gesprungen wäre und einige geschüttelt hätte. Die Beeinflussung und Hilflosighkeit von manchen war sehr anschaulich umgesetzt. Die psychlogische Ebene fand ich sehr gut herausgearbeitet und interessant. Für das Ende hat sich Eric Berg noch einen Spannungskick aufgehoben, der mich begeisterte.

FAZIT:
Ein Plan, eine Tat und zuviel Menschen, die involviert sind. Eine sehr gute Mischung für einen Kriminalroman. Von mir bekommt dieses Werk von Eric Berg 4/5 Sterne.
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Lebe mit den Taten deiner Vergangenheit

Von: Harakiri Datum : 31.12.2017

harakirisleseecke.jimdo.com/

Lebe mit den Taten deiner Vergangenheit

Als sich eine Frau scheinbar ohne Grund von ihrem Balkon stürzt, wird Psychologin Ina Bartholdy auf den Plan gerufen. Sie hat etwas ungewöhnliche Behandlungsmethoden, aber auch große Erfolge. Leider beißt sie bei Bäckersfrau Marlene auf Granit.
In einem zweiten Handlungsstrang bekommt man als Leser auch mit, warum. Denn vor einem Jahr ist etwas passiert, das Marlene völlig aus der Bahn geworfen hat.

Man muss als Leser lange warten, bis man die Auflösung bekommt, die hat es aber in sich. Häppchenweise werden die Geschehnisse von vor 14 Monaten aufgedröselt.
Eric Berg rockt! Für mich als Thrillerfan kommen seine Krimis etwas „weichgespült“ daher aber dennoch ganz und gar nicht ohne Spannung. Berg erkundet die Abgründe der menschlichen Seele und deckt auf, was Personen bewegt. Seine Landschaftsbeschreibungen machen Lust auf Urlaub und seine Charaktere sind liebenswürdig und authentisch. Und die Handlung seines Krimis „Die Schattenbucht“ ist auch sehr außergewöhnlich und interessant. Was würdest du tun, wenn dir droht, alles zu verlieren? Berg macht seine Leser nachdenklich und entwickelt mit ihnen Mitleid für seine Personen.

Ich bin gespannt, was Herr Berg sich weiterhin einfallen lässt!

Von: Numinala Datum : 23.11.2016

numilesemaus.blogspot.de/2016/11/rezension-die-schattenbucht.html

Ihre neue Patientin gibt der Psychologin Ina Bartholdy Rätsel auf. Die 62-jährige Frau saß bei Kaffee und Kuchen auf ihrem Balkon, stand auf und sprang um sich das Leben zu nehmen - ohne Abschiedsbrief, ohne Erklärung, ohne einen erkennbaren Grund. Und auch jetzt schweigt sie sich aus. Wie kam es dazu? Warum wollte die Frau sterben?

Ina beschließt die Frau - auch nach ihrem stationären Aufenthalt - weiterzubehandeln und diese scheint auch nicht abgeneigt. Doch ihr Mann hält davon überhaupt nichts. Ständig umschwirrt er die beiden Frauen, mischt sich ein, versucht Ina davon abzuhalten mit seiner Frau zu sprechen. Ina ist irritiert. Was steckt dahinter? Oder bildet sie sich das Ganze nur ein? Genauso, wie sie sich einbildet, dass ein Auto sie verfolgt. Immer wieder taucht der gleiche Wagen in ihrer Nähe auf. Aber das kann doch gar nicht sein. Wer sollte...? Könnte das mit ihrer neuen Patientin zusammenhängen? Nein... oder?

Fazit
Vorab: Das Buch hat mir gefallen, allerdings war es für mich kein typischer Krimi (Verbrechen, Ermittlung, Überführen und Verhaften des Täters) sondern eher eine Studie des menschlichen Verhaltens in Ausnahmesituationen.

Wie weit geht ein Mensch um aus einer - für ihn gefühlten ausweglosen - Situation zu entkommen? Erreicht man irgendwann eine Grenze, die man selber tatsächlich nicht überschreiten kann? Und wenn man den Weg gegangen ist, wie geht man anschließend damit um? Kann man das Getane verdrängen? Kann man damit leben oder zerbricht man irgendwann an seinem Gewissen?

Der Schreibstil ist auf jeden Fall sehr flüssig, die Geschichte ist spannend und interessant, wobei die Spannung immer wieder mit Informationen über die Psyche des Menschen aufgelöst wird. Erzählt wird einmal die Geschichte im Heute und zum anderen die Geschehnisse der letzten 14 Monate.

So setzt sich Stück für Stück, wie bei einem Puzzle, das Bild zusammen. Langsam, aber sicher erklärt sich, wieso, wer und warum. Gut gemacht - vielleicht an ein-zwei Stellen leicht überzeichnete Charaktere, aber ungeachtet dessen ein Buch, das den Leser zu fesseln vermag.

Ich bin gespannt, was Herr Berg sich weiterhin einfallen lässt!

Viele Grüsse von der Numi

Mit psychologischer Raffinesse

Von: get lucky Datum : 15.10.2016

friendly-hearts.blogspot.de/

Das Titelbild hat mich auf alle Fälle gleich angesprungen!

Aber zunächst einmal zum Inhalt:
Die Bäckersfrau Marlene Adamski springt anscheinend ohne Motiv vom Balkon ihres Hauses, überlebt, spricht allerdings hinterher kein einziges Wort mehr. Es macht den Anschein, dass Marlene von ihrem Ehemann bestens versorgt wird. Doch Psychologin Ina Bartholdy kommt das Verhalten und auch das des Ehemanns äußerst suspekt vor, und da es ihr keine Ruhe lässt fährt sie ins mecklenburgische Prerow.

Die Handlung ist in zwei Zeitschienen erzählt, aktuell die Untersuchungen der Psychologin Bartholdy, daneben dann die Geschehnisse 14 Monate zuvor.
Dadurch wird meiner Meinung nach schon ein bisschen was vorweggenommen, doch Eric Berg versteht es meisterhaft den Spannungsbogen hoch zu halten und fesselte mich also direkt auf die Couch.
Und, das Ende war dann so doch nicht vorhersehbar!
Das Rahmenprogramm rund um das Geschehen ist wirklich realistisch und mit vielen verschiedenen Charakteren, die dann eben in besonderen Situationen aufeinander treffen und das Leben nicht leichter werden lassen.
Fazit: ein kurzweiliger, spannender Krimi ohne viel Bluvergießen, verfeinert mit psychologischen Raffinessen.
Ich werde mir auf alle Fälle noch das Nebelhaus vom gleichen Autor vornehmen!

Sehr guter Krimi!

Von: Tipperin Datum : 03.08.2016

www.dietipperin.wordpress.com

Eine Frau springt ohne ersichtlichen Grund vom Balkon ihres Hauses. Der Selbstmordversuch misslingt und so kommt Psychologin Ina Bartholdy ins Spiel. Sie ist die behandelnde Ärztin der Bäckereiinhaberin und kann sich das Verhalten ihrer Patientin nicht erklären. Als sie die entlassene Frau zu Hause besucht, kommt ihr das Verhalten des Ehemannes stutzig. Sie beginnt, eigene Nachforschungen anzustellen. Diese werden durch ihre Tochter erschwert, die sich nach Jahren beim Exmann auf einmal bei der Mutter einquartiert und die Schule abbrechen will.
Ziemlich schnell wird klar, dass dramatische Vorfälle 14 Monate vor dem Selbstmordversuch nicht nur die Bäckerin sondern auch viele andere Leute in eine sehr heikle Situation gebracht haben. Denn es hatte sich eine Gruppe Menschen zusammengeschlossen, um etwas Kriminelles durchzuziehen..

Stil, Machart, Meinung
Wie man schon an meiner Inhaltsangabe erkennen kann, haben wir hier zwei Zeitebenen. Einmal die Gegenwart ab dem Selbstmordversuch der Bäckersfrau, ab der dem Leser aus Sicht von Psychologin Ina Bartholdy die Ereignisse geschildert werden. Dann gibt es abwechselnd die Zeitebene „vor 14 Monaten“, die dem Leser nicht nur einen Wissensvorsprung gibt sondern auch viele Dinge schon erklärt.
Trotz der zwei Ebenen und dem Wissensvorsprung fragt man sich dann trotzdem immer noch so einiges, denn viele Fragen bleiben bis zum Schluss unbeantwortet. Die Mischung finde ich gelungen, es wird nicht neugierig und man gewinnt immer wieder neue Erkenntnisse und Zusammenhänge werden klar. Geschickte Cliffhanger am Ende und ein immer unheilvolleres Geschehen sorgen dafür, dass man das Buch schnell – und ohne Langeweile- gelesen hat.
Die Fragen, die sich aus dem Teaser auf der Buchrückseite ergeben, werden übrigens recht schnell geklärt. Deshalb kann ich hier mit weiterem Inhalt nicht spoilern, es würde einfach zu viel verraten..

Die Erzählweise ist erfrischend fluffig und locker, einige Gedankengänge und Dialoge sind humorvoll und die Mischung finde ich insgesamt sehr gelungen. Es gibt auch sehr schöne Sätze die ganz allgemeine Beobachtungen sehr schön umschreiben und das Potential zu erfolgreichen Zitaten haben, die im Zeitalter des Internets ja auf vielen Plattformen gern geteilt werden. Beispielsweise mein Favorit:

„Für den Bäcker war Literatur etwas Ähnliches wie ein Opossum: zwar wusste er, dass es existierte, aber er hatte weder je eines zu Gesicht bekommen noch die geringste Ahnung, wozu es überhaupt gut war“(S. 42)

Eine weitere Besonderheit ist, dass in diesem Buch irgendwie so ganz herrlich normale Charaktere in der genau richtigen Intensität gezeichnet wurden. Kein grandioser Gegenspieler gegen einen hochintelligenten oder höchstmerkwürdigen Kommissar, sondern einfach eine Geschichte mit vielen Menschen die blöde Fehler begehen, Probleme haben und überhaupt die Erkenntnis: Man sollte kriminelle Ideen wohl eher nicht in einer größeren Gruppe umsetzen, denn da kann an jeder Ecke etwas schiefgehen. Der Autor wirft hier auch einige moralische Fragen auf, ich habe an mehreren Stellen gedacht: „Was hätte ich da jetzt gemacht?“.

Fazit
Ich vergebe gute 4 von 5 Sternen und werde mit Sicherheit ein weiteres Buch von Eric Berg lesen, der mich besonders mit der Schreibweise und dem Plot überzeugt hat. Die Schattenbucht ist das dritte Buch von Eric Berg, es scheint sich nicht um eine Reihe zu handeln und kann ohne Vorkenntnisse als ganze Geschichte gelesen werden. Ich empfehle es vor allem Fans von Kriminalromanen und Psychothrillern, kann es auf Grund der moralischen Fragestellungen und der vielen liebevoll gestalteten Charaktere aber auch einem Großteil von Romanlesern empfehlen, wenn das Thema denn Interesse weckt.

Nicht wie erwartete, dennoch überzeugend

Von: booksnstories Datum : 16.07.2016

booksnstories.wordpress.com

Lässt man den Klappentext auf sich wirken, so hat man als Leser ja eine gewisse Erwartung an den Inhalt. Ich habe mir einen subtilen Aufbau der Handlung vorgestellt, eine beklemmende Stimmung durch das Schweigen der Patentin, Geheimnisse, die nach und nach ans Licht kommen, alles in allem eben eine gewisse Athmosphäre. Ich wurde bereits nach wenigen Seiten eines besseren belehrt, denn die Fragen, die sich aus dem Klappentext ergeben, sind sehr schnell beanwortet und der Roman geht in eine Richtung, die zumindest ich niemals erwartet hätte und die zugegebenermaßen viel mehr in Richtung Kriminalfall als in Richtung Psychologieroman geht. Erst einmal ein kleiner Schock, doch ich hab mich weiter auf den Roman eingelassen und das war auch gut so. Es kommt heraus, dass es ein Ereignis in der Vergangenheit gab, bei dem alle Fäden zusammenlaufen, und fortan folgt man der Handlung einmal in der Gegenwart und einmal in Rückblenden aus der jüngeren Vergangenheit. Das mag ich bei Büchern immer sehr gern, da dies den Lesefluss enorm ankurbelt. „Ach, komm noch ein Kapitel. Und noch eins, was solls?“ dürfte wohl jedem von uns bekannt vorkommen.

Zum eigentlichen Inhalt, den der Klappentext verschweigt, will ich eigentlich nicht viele Worte verlieren und irgendetwas vorwegnehmen. Dies sollte jeder Leser für sich selbst entdecken. Mir ist es nur wichtig drauaf hinzuweisen, dass der Klappentext nur die Oberfläche ankratzt und im Prinzip nicht aussagefähig ist, was den eigentlichen Inhalt betrifft. Es soll sich niemand getäuscht fühlen und beim Lesen dann enttäuscht sein. Mir hat es letztlich gut gefallen, was Eric Berg am Ende aus der Ausgangssituation gemacht hat. Man muss jedoch auch anmerken, dass einiges konstruiert und in das Korsett der Handlung gepresst wirkt. Die Beziehungen der einzelnen Charaktere untereinander, die sich nach und nach offenbahren, sind zwar interessant, doch teilweise nicht ganz stimmig. Als Beispiel soll hier die Protagonistin dienen, die sich unbewusst enger in das Lügengeflecht der Beteiligten verwickelt als ihr lieb ist. Auch von der Tatsache, dass der Handlungsort an der Ostsee liegt merkt man nicht viel. Der Ort ist so gut wie gar nicht relevant für die Handlung, das Ganze hätte sich genauso auch im tiefsten Bayern oder im Ruhrpott abspielen können. Für mich persönlich ist das zwar ein bisschen enttäuschend, aber kein Grund dies dem Roman negativ anzukreiden.

Warum bei all diesen Kritikpunkten dann trotzdem 4 Sterne? Ganz einfach: Ich habe es sehr genossen, dass die handelnden Personen so „normal“ sind. Keine Schizophrenen oder Psychopathen, von denen es im Krimi- bzw. Thriller-Genre inzwischen wimmelt. Kein traumatisierten Missbrauchsopfer und auch keine Superbrains oder Übercharaktere ohne Fehl und Tadel, sondern Menschen, wie du und ich. Sie machen Fehler, begehen Dummheiten und lassen sich von ihren Gefühlen zu Dingen hinreißen, die sie eigentlich gar nicht wollen. Sie werden angetrieben von vermeintlichem Gerechtigkeitssinn, der sich gepaart mit einer gesunden Brise Egoismus schließlich in Gier verwandelt – woran die verschworene Gemeinschaft und ihr Lügengeflecht letztlich auch zerbrechen. Gerade diese „Normalität“ der Figuren macht die Auflösung der Handlung auch relativ erschreckend. Wer kann schon mit Sicherheit sagen, welche Leichen der Nachbar tatsächlich im Keller hat…?

FAZIT

Der Inhalt war nicht das, was ich erwartet hatte, doch nachdem der Schock überwunden war, konnte mich der Roman dennoch durch seine Authentizät versöhnen. Man bekommt gute Krimilektüre - etwas das nicht all zu lange nachwirkt, aber beim Lesen trotzdem unterhält.

Menschliche Abgründe

Von: Diane Jordan Datum : 14.07.2016

https://booksofloveblog.wordpress.com/

Wie auch schon bei „Das Küstengrab“ gelingt es Eric Berg mit „Die Schattenbucht“ in meiner Strandtasche zur Hohwachter Bucht zu landen. Der Spiegel Bestseller, ist meiner Meinung nach, sehr raffiniert erzählt. Mein Kopfkino springt schnell an und ich verfalle dieser spannenden Lektüre Seite um Seite. Die Handlung des Krimis ist psychologisch ausgefeilt und ich freue mich, dass es wieder an der Mecklenburgischen Küste spielt. Ich bilde mir ein das kleine Dorf Prerow sowie einige alte Bekannte oder Bewohner wieder zu entdecken. Wie ein zerissener Brief, den man Teilchen für Teilchen wieder zusammensetzt, bekommt alles einen Sinn, so habe ich es zumindest empfunden.
Zum Inhalt:
Ohne ersichtlichen Grund und ohne emotionale Regung springt Marlene Adamski vom Balkon ihres Hauses in die Tiefe. Sie überlebt, spricht seither jedoch kein Wort mehr. Psychologin Ina Bartholdy findet keine Erklärung für das Verhalten der 62-jährigen Bäckersfrau, doch der Fall lässt sie nicht los. Sie fährt ins mecklenburgische Prerow, um nach ihrer Patientin zu sehen.
Marlene wird scheinbar liebevoll umsorgt. Doch das Verhalten ihres Ehemanns macht Ina stutzig. Keine Sekunde lässt er sie mit Marlene allein, will offensichtlich verhindern, dass sie mit Ina spricht. Was hat dieser Mann zu verbergen? Und was hat er mit den merkwürdigen Vorfällen zu tun, die sich in Prerow häufen?
Fazit: 5 Sterne*****
Der Kriminalroman „Die Schattenbucht“ ist im LIMES Verlag erschienen. Es hat 416 Seiten und kostet 14,99 Euro.
Der Autor gehört zu den erfolgreichsten deutschen Krimi-Autoren. 2013 verwirklichte er seinen schriftstellerischen Traum und veröffentlichte seinen ersten Kriminalroman Das Nebelhaus, das mich auch schon in den Bann zog. Nach Das Küstengrab ist Die Schattenbucht nun der dritte Roman des Erfolgsautors und hoffentlich nicht sein Letzter.

Ich habe das Buch kostenlos zur Rezension erhalten, dieses hat aber keinerlei Einfluss auf meine ehrliche und faire Bewertung.

Die Schattenbucht

Von: kathalovesbooks Datum : 12.07.2016

https://kathalovesbooks.wordpress.com/

Der Kriminalroman " Die Schattenbucht" wurde von Eric Berg geschrieben, erschien am 22.02.2016 im Limes Verlag in der broschierten Ausgabe. Das Buch umfasst 410 Seiten und kostet neu 14,99 EUR.

Zum Inhalt:

Marlene Adamski springt ohne jeden ersichtlichen Grund vom Balkon ihres Hauses. Sie überlebt den Sprung und wird seither von der Psychologin Ina Bartholdy betreut. Diese kann sich jedoch einfach nicht erklären, was ihre Patientin zu der Tat bewogen hat. Sie sucht sie zu Hause auf und lernt Gerd Adamski, Marlenes Ehemann, kennen, der sich aufopfernd um seine Frau kümmert - zumindest scheint es so...

Vierzehn Monate zuvor sitzt eine Gruppe Menschen zusammen, die unterschiedlicher nicht sein können, doch eines verbindet sie alle miteinander...

Meine Meinung:

Dieses Buch war mein erstes Werk des Autors und es hat mir einige schöne Lesestunden beschert. In jedem Kapitel erfährt der Leser erst etwas über Ina Bartholdy und die Geschehnisse der Gegenwart, im Gegensatz dazu folgt jedes Mal dann eine Episode, die vierzehn Monate zuvor spielt.

Zu Beginn fand ich die Zeitsprünge ein bisschen verwirrend und es hat etwas gedauert, bis ich so richtig in die Geschichte eingetaucht war, doch dann flogen die Seiten nur so dahin. Der Schreibstil des Autors gefällt mir wirklich sehr gut, er lässt sich sehr flüssig lesen. Auch seine Idee eine Psychologin sozusagen als "Ermittlerin" einzusetzen, gefiel mir sehr. Man bekommt viele, kleine Einblicke in die Arbeit des Psychologen und dies lässt die einzelnen Charaktere sehr gut vor dem inneren Auge erscheinen. Ob ich das ganze wirklich als Krimi bezeichnen würde, weiß ich nicht - vielleicht eher in Richtung Spannungsroman, dennoch fühlte ich mich sehr gut unterhalten.

Ich danke dem Limes Verlag sowie dem Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Buches.

Sehr spannend!!!

Von: Cocolinchen Datum : 26.05.2016

cocolinchenundkatti.blogspot.de/

Die Bäckersfrau Marlene Adamski sitzt auf ihrem Balkon im mecklenburgischen Prerow bei Kaffee und Kuchen. Urplötzlich klettert sie jedoch über das Geländer und stürzt sich in die Tiefe. Sie überlebt schwer verletzt, spricht seit diesem Vorfall aber kein Wort mehr.
Nach dem Krankenhausaufenthalt kommt sie für zwei Wochen in die Psychiatrie, wo sie von Psychologin Ina Bartholdy betreut wird. Doch auch sie findet keine Erklärung für das Verhalten der 62-Jährigen. Der Ehemann Gerd kümmert sich offensichtlich liebevoll um seine Frau.
Nach dem Psychiatrieaufenthalt geht es für das Ehepaar zurück nach Prerow. Dort stattet Ina Bartholdy ihnen eines Tages einen Besuch ab, um sich nach dem Befinden ihrer Patientin zu erkundigen. Doch irgendetwas erscheint ihr an dem Verhalten des Ehemannes merkwürdig. Er lässt Marlene nicht eine Sekunde mit der Psychologin allein. Hat er Angst, dass sie doch reden könnte? Eine Erklärung für den Sprung vom Balkon gibt es nämlich immer noch nicht. Und was hat es damit auf sich, dass sich vierzehn Monate zuvor eine seltsame Gruppe bei dem Ehepaar getroffen und etwas Unfassbares geplant hat?

Meine Meinung:
Wieder ein spannender Roman von Eric Berg vor einer schönen Kulisse.

Mich konnte dieses Buch in mehrfacher Hinsicht überzeugen. Fangen wir mit den Charakteren an.
Psychologin Ina Bartholdy ist eine sympathische Frau, die ich gern begleitet habe. Sie ist sehr neugierig und lässt einfach nie locker. In ihrem aktuellen Fall, dem vermeintlichen Selbstmordversuch der Bäckersfrau, spürt sie gleich, dass etwas nicht stimmt. Warum springt eine Frau, bei der im Leben eigentlich alles rund zu laufen scheint, eines Tages einfach von ihrem Balkon? Der liebevolle Ehemann scheint nicht zu wollen, dass Ina allein Zeit mit seiner Frau verbringt. Weiß er mehr? Will er verhindern, dass sie etwas verrät? Ina lässt das alles nicht mehr los und sie beginnt nachzuforschen. Dabei überschreitet sie hier und da Grenzen und zeigt keine Scheu. Wenn sie sich einmal in eine Sache verbeißt, lässt sie einfach nicht mehr los.
Inas Privatleben ist ebenfalls kompliziert. Ihre Tochter im Teenageralter lebt beim Vater, Inas neuer Lebensgefährte ist 10 Jahre jünger als sie selbst. Auch er spielt im weiteren Verlauf noch eine wichtige Rolle. Aber da will ich nicht zu viel verraten. Nur so viel, es wird gefährlich für die Beiden.

Marlene Adamski ist eine mütterliche Person und die gute Seele des Ortes. Sie kennt fast jeden Kunden persönlich und lebt nach außen hin ein gutes Leben. Sie ist sozial engagiert und eine aktive Person, die mitten im Leben steht. Aber warum will sich so eine Frau plötzlich umbringen? Bei Inas Besuch in Prerow bricht sie das Schweigen. Ina merkt, dass der Bäckersfrau etwas auf dem Herzen zu liegen scheint, doch ihr Mann setzt alles daran, dass Ina es nicht erfährt.

Der Aufbau des Romans hat mir sehr gut gefallen. Es gibt zwei Erzählungsstränge. Einmal das "Heute", also das Geschehen ab dem Selbstmordversuch, und dann das "Davor", wo es um die geheimnisvollen Treffen der 3 Männer und 2 Frauen geht. Warum planten sie ein Verbrechen? Was bringt einen Menschen dazu, so weit zu gehen? Wer gehört neben Marlene und ihrem Mann Gerd noch zu dieser Gruppe? Und welche Rolle spielt Giovanni, der plötzlich zu diesem Kreis hinzukommt?
Ich mag es sehr, wenn es mehrere Handlungsstränge gibt. Das gibt einem Buch immer eine besondere Dynamik und macht es einfach noch spannender. Befindet man sich in dem einen Strang, will man unbedingt wissen, wie es in dem anderen weitergeht.
Der Sprachstil ist sehr flüssig und langatmige Passagen gab es keine. Die vielen anschaulichen Beschreibungen lassen einen als Leser richtig in die Geschichte eintauchen. Und die Landschaftsbeschreibungen sorgen sogar für ein klein wenig Urlaubsstimmung. ;-)

Ein spannender und verzwickter Fall für Psychologin Ina Bartholdy und ein Buch, das ich Euch auf jeden Fall empfehlen kann.

Ein ungeheuerliches Verbrechen in einem herrlichen Setting

Von: Lesen ist Datum : 21.05.2016

Ich habe das Hörbuch gehört, gesprochen von Nana Spier.

Im Prolog erfährt eine Person, während eines halbstündigen Telefonats, von einem ungeheuerlichen Verbrechen. So viele Tote über einen längeren Zeitraum. Das Monströse an diesem Verbrechen war das Normale, die Durchschnittlichkeit der beteiligten und die Langsamkeit, mit der es seine Kreise zog. Es hat sich allmählich zu einem Strudel entwickelt, der alles verschlang, was in seine Nähe kam. Die Person, die hier erzählt ist Schriftsteller und reist an den Ort, wo alles stattfand: Der Darß. Es fing alles mit dem Selbstmordversuch einer Frau an, aber in Wirklichkeit fing alles viel früher an.

Es ist September. Die Ehefrau des Bäckers, Marlene Adamski, springt vom Balkon im ersten Stock ihres Hauses. Da gehört sehr viel Glück dazu sich dabei umzubringen, seien wir mal ganz ehrlich. Im Krankenhaus wird sie von der Psychologin Ina Bartholdy betreut, aber seit ihrem Sprung spricht sie kein Wort. Es gab keinen ersichtlichen Grund für den Selbstmordversuch. Nichts deutet auf schwerwiegende Probleme hin. Ina bietet an, Marlene auch nach ihrer Entlassung zu betreuen, was der Ehemann aber gar nicht möchte. Ina gibt aber nicht so leicht auf und fährt trotzdem zu ihr nach Hause.

Nachdem bereits im Prolog von vielen Toten die Rede ist, kann man sich schon vorstellen, dass Marlene Adamskis Selbstmordversuch irgendwas damit zu tun haben muss. Die Geschichte wird auf zwei Zeitschienen erzählt: September, welches Jahr ist unbekannt und nicht wirklich von Belang und der zweite Erzählstrang ist von 14 Monate davor. Damals, im Haus der Adamskis, trifft sich seit zwei Jahren eine Gruppe von 5 Menschen. Gewisse unglückliche Umstände haben sie zusammengeführt. Nun haben sie etwas besprochen und beschließen jetzt, dass sie ihren Plan in die Tat umsetzten. Was genau sie vorhaben und vor allem warum, kommt nach und nach ans Licht. In September, 14 Monate später versucht Ina aus Marlene schlau zu werden. Ina ist eigentlich ganz sympathisch und trotzdem bin ich ihr nicht nähergekommen, konnte keinen guten Draht zu ihr finden. Eigentlich sind alle Charaktere zwar sehr lebendig, aber für mich blieben sie auf Distanz. Obwohl man mit Marlene Mitleid haben sollte, ist sie nicht die Sympathischste in der Gruppe von Menschen, die sich in ihrem Haus treffen, sondern ein Mann namens Bodo.

Der eigentliche Plot findet in der Vergangenheit statt. Alles was damals passiert ist, hat auch Auswirkungen auf heute. Extra ein wenig Verwirrung gestiftet hat der Autor mit einem bestimmten Charakter, bei dem ich lange den Zusammenhang nicht gesehen habe. Das Verbrechen war anfangs vielleicht nicht ganz so ungeheuerlich und man bringt sogar ein wenig Verständnis für die Täter auf. Aber langsam läuft alles aus dem Ruder und was schlussendlich passiert ist tatsächlich eine unglaublich monströse Ungeheuerlichkeit. Jeder in dieser Gruppe von damals hat Schuld auf sich geladen, einer mehr, ein anderer weniger. Im kompletten Gegensatz dazu steht das Setting auf der Halbinsel an der Ostsee; Region Fischland-Darß-Zingst. Das Meer, der Strand, der Bodden, diese herrliche Natur. An einem solchen Ort erwartet man tatsächlich kein Kapitalverbrechen, schon gar nicht von den Einheimischen verübt, die das Glück haben, hier zu leben. Den Selbstmordversuch von Marlene kann man nicht ernst nehmen. Hätte sie sich wirklich umbringen wollen, wäre sie bei Sturm ins Meer gegangen oder hätte Tabletten genommen, es gibt viele Möglichkeiten. Es war einfach ein nicht ganz glaubwürdiger Einstieg für die Psychologin Ina, die Geschichte dahinter aufzudecken. Die Geschichte selbst fand ich etwas träge, bis zu dem Punkt an dem erzählt wird, was mit wem passiert ist, diesen Teil fand ich wiederum etwas gehetzt. Ich finde auch, dass die Spannung unter den zwei Erzählsträngen gelitten hat.

Eine Gruppe von alltäglichen Menschen, ein nicht wirklich ernstzunehmender Selbstmordversuch, eine hartnäckige Psychologin, ein ungeheuerliches Verbrechen, und im Gegensatz dazu das herrliche Setting. Ein guter Kriminalroman, doch blieb eine Distanz zwischen mir und den Charakteren. Ein Mangel an Spannung macht die Geschichte etwas träge und die Handlung konnte mich nicht so richtig fesseln. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch. Die Sprecherin, Nina Spier, hat einen hervorragenden Job gemacht, auch wenn ein gewisser Italiener nicht ganz authentisch wirkte.

Die Geschichte ist gut durchdacht und die Schauplätze sind wirkungsvoll beschrieben.

Von: BeautyPeaches Datum : 04.05.2016

https://beautypeaches.wordpress.com/

Ich habe gelesen: … und nach dem Lesen verarbeite ich eine Story immer gedanklich, bevor ich meine Bewertung dafür abgebe. Gestern auf unserer Hunderunde sprachen Ela und ich über Bücher und Rezensionen. Die Frage war: „Was kann man über ein gutes Buch noch schreiben, was man bisher noch nicht geschrieben hat?“ oder noch wichtiger: „Wie kann man einem guten Schriftsteller im Schreiben der persönlichen Meinung gerecht werden?“ Krimis ähneln sich – es gibt Mörder, Tode und Ermittler, so wird dem Autor einiges abverlangt, den Leser in den Bann zu ziehen. Der Schreibstil von Eric Berg hat auf jeden Fall einen Wiedererkennungswert und ist mir von „Das Küstengrab„ bereits vertraut. Anfangs noch schwer in das Buch zu finden, konnte ich es dann einfach nicht mehr weglegen. Die Geschichte ist gut durchdacht und die Schauplätze sind wirkungsvoll beschrieben. Nicht nur die Ostsee-Landschaft konnte ich mir bildlich gut vorstellen, sondern auch die Protagonisten bekamen Gesichter. Sympathisieren konnte ich allerdings mit keiner dieser Personen. Die Psychologin Ina Bartholdy hat zwei Fälle zu bearbeiten: Marlene Adamski mit ihrem missglückten Selbstmordversuch. Leider ist Marlene ziemlich wortkarg und Ina ist gezwungen, sich anderweitig über Marlene und ihr Leben zu erkundigen. Mir war jedoch schnell klar, dass etwas Schreckliches passiert sein muss, was Marlene nicht verarbeiten konnte. Der zweite Patient ist Christopher, dessen Mutter spurlos verschwunden ist. Doch was weiß er darüber? Die Beziehung zwischen der Tochter von Ina und Christopher wird zwar leicht ausgeschmückt, bleibt aber am Ende nebensächlich. Anders wie bei einem Thriller wird der Fall Stück für Stück aufgeklärt und der Leser muss nicht auf eine Pointe warten. Die Geschichte schwingt zwischen der Gegenwart und 14 Monaten zuvor hin und her. Dadurch, dass es jeweils mit einer Überschrift gekennzeichnet wurde, verliert man beim Lesen aber nicht den Überblick und erhält die wichtigen Puzzleteile. Dass der Suizidversuch von Marlene mit dem Problem von Christopher verwoben ist, begreift der Leser rasch und auch die weiteren Charaktere werden gut mit in die Geschichte integriert. Mit den Gedankengängen einer üblichen Psychologin agiert Ina als Ermittlerin und wird letztendlich gemeinsam mit den Lesern doch nochmal überrascht.
Eigentlich lese ich lieber Thriller, als Krimis, doch mit einem deutschen Krimi kann man auch mich locken. Zudem schaue ich gerne die Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ und während des Lesens von „Die Schattenbucht“ kam mir mehrfach der Gedanke, dass das Buch auch gut ein Thema dieser Sendung sein könnte. „Die Schattenbucht“ von Eric Berg ist nicht so packend wie ein Thriller, doch der Autor hat es geschafft, meine Phantasie lebendig werden zu lassen. Ich hoffe auf weitere Werke von Eric Berg.

Ein schreckliches Geheimnis

Von: Kerry aus Berlin Datum : 02.05.2016

lesendes-katzenpersonal.blogspot.de/

Die 62-jährige Marlene Adamski sitzt mit Kaffee und selbstgemachtem Kuchen auf dem Balkon ihres Hauses, steht auf und stürzt sich von demselben. Sie überlebt, doch schweigt sie über die Gründe, warum sie sich das Leben nehmen wollte. Offensichtliche Gründe für einen Selbstmord liegen auch nicht vor. Marlene führt mit ihrem Mann auf der Halbinsel Darß eine gut gehende Bäckerei, engagierte sich sozial und sang im Gemeindechor. Warum also sollte eine solche Frau, die bisher auch noch keine Anzeichen einer psychischen Erkrankung zeigte, umbringen?


Psychologin Ina Bartholdy betreut Marlene während ihres Krankenhausaufenthaltes und bietet ihr an, nach ihrer Entlassung eine Therapie bei ihr zu machen. Gerd Adamski, Marlenes Ehemann, hält so gar nichts davon und überhaupt würde alles von allein wieder in Ordnung kommen, wenn seine Frau nur wieder körperlich genesen ist. Entgegen dem Willen ihres Mannes beschließt Marlene, die Therapie bei Ina zu machen, auch wenn es der Frau unheimlich schwer fällt, sich ihrer Psychologin gegenüber zu öffnen. Es scheint fast so, als belaste ein großes Geheimnis ihre Seele und sie könne dennoch nicht darüber sprechen. Dafür hinterlässt sie Hinweise, denen Ina folgt und so langsam aber sicher hinter Marlenes Geheimnis kommt.


Doch nicht nur ihre Patientin hält Ina auf Trab. Seit einem Jahr ist sie mit Bobby liiert, der einige Jahre jünger ist als sie und über eine Spontanität verfügt, über die Ina immer wieder in Verzücken bringt. Zwischen den beiden läuft es sehr gut, zumindest so lange, bis Stefanie auf der Bildfläche erscheint. Bei Stefanie handelt es sich um Inas Tochter aus einer gescheiterten Ehe und eigentlich sollte diese, auf eigenen Wunsch sogar, bei ihrem Vater leben. Nun hat sie aber die Schule geschmissen und gönnt sich erst einmal eine Auszeit bei ihrer Mutter - wobei ihr der neue Mann an deren Seite so gar nicht zusagt. Zwar ist Bobby ihr gegenüber sehr aufgeschlossen, doch Stefanie kehrt das Biest heraus und macht Ina ihr derzeitiges Leben nicht unbedingt leichter - zumal da ja noch das Geheimnis von Marlene zu lüften ist, um ihr endlich Frieden zu verschaffen ...



Ein schreckliches Geheimnis! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Wie gewohnt spielt das bergsche Buch wieder auf zwei verschiedenen Zeitebenen und ich muss sagen, diesmal hat er sich wirklich eine ganz perfide Story ausgedacht. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Protagonistin Ina wurde sehr einprägsam erarbeitet. Für ihre Patientin geht sie bis ans äußerste, um ihr zu helfen, wohingegen sie privat, gerade im Umgang mit ihrer Tochter, manchmal nicht weiter weiß und hier eindeutig an ihre Grenzen stößt. Den Schreibstil empfand ich als fesselnd erarbeitet, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

Eine Psychologin ermittelt

Von: DannyBiest Datum : 25.04.2016

Kurzbeschreibung

Ohne ersichtlichen Grund und ohne emotionale Regung springt Marlene Adamski vom Balkon ihres Hauses in die Tiefe. Sie überlebt, spricht seither jedoch kein Wort mehr. Psychologin Ina Bartholdy findet keine Erklärung für das Verhalten der 62-jährigen Bäckersfrau, doch der Fall lässt sie nicht los. Sie fährt ins mecklenburgische Prerow, um nach ihrer Patientin zu sehen.

Marlene wird scheinbar liebevoll umsorgt. Doch das Verhalten ihres Ehemanns macht Ina stutzig. Keine Sekunde lässt er sie mit Marlene allein, will offensichtlich verhindern, dass sie mit Ina spricht. Was hat dieser Mann zu verbergen? Und was hat er mit den merkwürdigen Vorfällen zu tun, die sich in Prerow häufen?

Meine Meinung
Das war wieder ein echter Eric Berg Roman. Wie auch schon Das Küstengrab und Das Nebelhaus zuvor, wird aus verschiedenen Sichten die Geschichte erzählt. Die Psychologin Ina Bartholdy muss sich um zwei schwierige Fälle kümmern. Da wäre zum einen die Bäckers Frau Marlene Adamski, die versucht hat sich mit einem Sprung vom Balkon umzubringen, was ihr jedoch nicht gelungen ist. Die Frage ist nur, warum sie versucht hat sich umzubringen!? Ihre Ehe scheint perfekt zu sein, die Bäckerei läuft gut, sie setzt sich in der Gemeinde ein und ist angesehen.
Bei dem anderen Fall handelt es sich um den Teenager Christopher. Seine Mutter ist vor geraumer Zeit spurlos verschwunden und er gibt seinem Vater die Schuld daran.
Man bekommt immer wieder einen Einblick in die Arbeit der Psychologin, wie sie mit ihren Klienten umgeht und sich langsam an sie ran tastet, aber auch ihr Privatleben spielt eine Rolle in dem Buch. In den Rückblicken die es in dem Buch gibt, erfährt man reichlich von der Zeit vor dem Selbstmordversuch von Marlene und wie es sich für ein Eric Berg Roman gehört wird die Spannung mit jeder Seite mehr aufgebaut und man will das Buch gar nicht mehr weg legen. Leider musste ich es immer mal wieder zur Seite legen, aber ich habe wirklich jede freie Minute genutzt um weiter zu lesen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen für die Schattenbuch und eine absolute Leseempfehlung.

Eric 'Berg hat es drauf

Von: Beate Senft Datum : 22.04.2016

lord-byrons-buchladen.blogspot.de

Ohne ersichtlichen Grund und ohne emotionale Regung springt Marlene Adamski vom Balkon ihres Hauses in die Tiefe. Sie überlebt, spricht seither jedoch kein Wort mehr. Psychologin Ina Bartholdy findet keine Erklärung für das Verhalten der 62-jährigen Bäckersfrau, doch der Fall lässt sie nicht los. Sie fährt ins mecklenburgische Prerow, um nach ihrer Patientin zu sehen.
Marlene wird scheinbar liebevoll umsorgt. Doch das Verhalten ihres Ehemanns macht Ina stutzig. Keine Sekunde lässt er sie mit Marlene allein, will offensichtlich verhindern, dass sie mit Ina spricht. Was hat dieser Mann zu verbergen? Und was hat er mit den merkwürdigen Vorfällen zu tun, die sich in Prerow häufen?
Quelle Amazon

Eric Berg ist wirklich ein Meister des Kriminalromans. Er schafft es wie kein Zweiter seinen Figuren Leben einzuhauchen und es gelingt ihm immer wieder, mir als Leser Sympathien für die Verbrecher abzutrotzen. Keiner seiner Charaktere ist eindimensional. Alle haben ihre guten und schlechten Seiten und das finde ich so faszinierend.

Auch der Plot seines 3. Krimis ist wieder meisterhaft durchdacht und hielt mich fest im Griff. Trotz schrecklicher Grippe mit tränenden Augen konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Der Spannungsbogen wird konstant hoch gehalten und sorgt dafür, dass man die Geschichte in einem Rutsch lesen muss.

Auch seine Landschaftsbeschreibungen passen perfekt dazu. Sie sind wunderschön, aber doch nicht ausufernd oder langatmig. Sie bewirken aber, dass man jederzeit Bilder im Kopf hat und die Story wie ein Film im Kopf abläuft.

Seine Hauptfigur, Psychologin Ina Bartholdy, hat ihre Ecken und Kanten und ist nicht ohne Fehler. Das macht sie so schrecklich sympathisch. Ich finde einfach keinen negativen Punkt, so sehr ich auch danach suche und darum kann ich nur 5 von 5 Punkten vergeben und mich auf den nächsten Krimi von Eric Berg freuen und hoffen, dass er seine Leser nicht allzu lange warten lässt. Unbedingt lesenswert.

© Beate Senft

Raffinierter Krimi aus der Sicht einer Psychologin erzählt

Von: Biggi Friedrichs Datum : 19.04.2016

vergessenebuecher.blogspot.de/

Die Psychologin Ina Bartholdy hat zwei schwierige Fälle zu bearbeiten. Marlene Adamski, 62 Jahre alt, Bäckersfrau, versuchte sich umzubringen, indem sie sich vom Balkon stürzte. Den Sprung hat sie überlebt. Ina Bartholdy versucht mit der Bäckersfrau über ihre Gründe für ihren Sprung zu sprechen. Doch diese schweigt beharrlich. Aus ihrem Umfeld kann niemand nachvollziehen, warum sie sich umbringen wollte. Sie ist ehrenamtlich in der Gemeinde tätig, führt eine glückliche Ehe und die Bäckerei läuft gut. Das wirft natürlich sofort Fragen auf. War es eventuell gar kein Selbstmordversuch, sondern ein Mordversuch?

Beim zweiten Fall handelt es sich um den Teenager Christopher, dessen Mutter vor einiger Zeit spurlos verschwunden ist. Schwung ins Privatleben von Ina Bartholdy bringt ihre Tochter Stefanie, die bei ihrem Vater lebte und nun zu ihrer Mutter ziehen möchte. Als Stefanie sich auch noch mit Christopher anfreundet, ist der Ärger vorprogrammiert.

Auch dieser Krimi von Eric Berg konnte mich von der ersten Seite an fesseln. Erzählt wird durch verschiedene Erzählperspektiven. Wir nehmen an Inas Ermittlungen und Sitzungen mit ihren Klienten teil und bekommen einen Einblick in ihr Privatleben. Durch die Kapitel, die in der Vergangenheit spielen, erfahren wir, was vor Marlenes Selbstmordversuch geschah.
Auch dieser Krimi spielt wieder an der Küste in Meklenburg Vorpommern, im kleinen Dorf Prerow.

Die Spannung steigt langsam an, Puzzleteil für Puzzleteil bekommen wir serviert, wie die ganzen Vorgänge zusammenhängen. Zum Ende hin gibt es noch einige Überraschungen.

Psychologin Ina ist in diesem raffinierten Psychospiel quasi die Ermittlerin. Sie ist eine interessante, sympathische Protagonistin, die versucht ihren Klienten zu helfen, doch dabei an ihre Grenzen stösst. Auch sämtliche anderen Charaktere sind sehr gut getroffen und handeln authentisch, wobei manche Ereignisse gar nicht von den handelnden Personen so gewollt waren. Wir erfahren, dass manche Menschen in scheinbar ausweglosen Situationen zu Handlungen fähig sind, die wir ihnen unter normalen Umständen nicht zugetraut hätten.

Dieser raffiniert gewebte Krimi, in dem die ganze Zeit über eine unterschwellige Spannung herrscht, über Geheimnisse, Rache, Schuld, Vergeltung und Moral hat mich total überzeugt. 5/5 Sterne gibt es dafür von mir und meine absolute Leseempfehlung.

Gute Story

Von: Leseengel Datum : 15.04.2016

leseengelsblog.blogspot.de/

ch habe schon etwas von diesem Autoren gelesen. Daher wusste ich, dass mir der Schreibstil von Eric Berg gefällt. Ich habe erwartet, dass er im gleichen Stil weiter schreibt - und das hat er getan. In dieser Hinsicht wurde ich also schon mal nicht enttäuscht. Dadrüber bin ich sehr glücklich.

Das Buch ist spannend aufgebaut und gut durch dacht. Die Spannung wird das gesamte Buch über aufrecht erhalten und steigert sich Stück für Stück - somit ist ein guter Spannungsbogen vorhanden. Auch wenn sich die Story an manchen Stellen ein bisschen in die Länge zieht und teils die Spannung ein wenig drunter leidet, ganz verloren ging sie zum Glück nie.

Am Anfang fand ich es teilweise ein wenig schwer durch die Geschichte durch zu steigen, was an den verschiedenen Zeiten liegt, zu denen sie spielt. Auch wenn immer dabei steht in welcher Zeit wir uns gerade befinden, so war dies trotzdem nicht immer einfach für mich. Irgendwann war mir das auch aber immer sehr klar und ich kam gut damit zurecht. Das ich da erst ein wenig verwirrt war manchmal, tat der Geschichte an sich aber auch keinen großen Abbruch.

Die Charaktere konnten mich in ihren Bann ziehen und ich wollte auch gemeinsam mit Ina herausfinden, was mit Marlene los ist, warum sie sich so verhält, wie sie es tut. Und was ihr Mann in der Geschichte für eine Rolle spielt. Ich finde ihr Verhalten auch recht realistisch.

Auch die Landschaft ist super beschrieben, so dass ich mir diese sehr genau vorstellen konnte. Dies ist für diese Geschichte auch schon recht wichtig wie ich finde. Die Beschreibungen sind genau im richtigen Maß, so dass es nie langweilig wurde.

Stück für Stück klärt sich die gesamte Geschichte auf - dieses Vorgehen finde ich sehr ansprechend und es erhält die Spannung auch weiterhin.

Ich glaube Herr Berg hat genau die richtige Länge für sein Buch gewählt. Dieses Buch kann ich weiter empfehlen.

Ruhig erzählter Kriminalroman über Rache, Schuld und Vergeltung

Von: DanielaU Datum : 13.04.2016

www.literaturschock.de

Ina Bartholdy ist Psychologin und hat aktuell gleich zwei schwierige Fälle. Die Bäckersfrau Marlene Adamski hat ohne ersichtlichen Grund versucht, sich umzubringen, indem sie von ihrem Balkon sprang. Ina tappt im Dunklen. Marlene scheint eine glückliche Ehe zu führen, ihre Bäckerei läuft gut, sie ist beliebt und engagiert in ihrer Gemeinde. Was hat diese allseits beliebte Frau zu einem Selbstmordversuch getrieben?
Außerdem betreut Ina den Teenager Christopher, dessen Mutter vor einiger Zeit spurlos verschwunden ist. Hat sein Vater etwas mit ihrem Verschwinden zu tun?
Als dann auch noch Inas Tochter Stefanie unerwartet bei ihrer Mutter auftaucht, wird auch Inas Privatleben ziemlich aufgemischt.

Die ersten beiden Romane des Autors hatten mich sehr schnell gefesselt, hier brauchte ich ein paar Seiten länger, bis für mich wirklich Spannung aufkam. Auch vermisste ich zu Beginn die besondere Atmosphäre, die mir in „Das Nebelhaus“ und „Das Küstengrab“ so gut gefallen hatten. Auch dieses Buch spielt wieder an der mecklenburgischen Küste, aber eigentlich spielt die Gegend diesmal keine große Rolle. Das Buch steigerte sich im weiteren Verlaf aber zum Glück immer mehr, die Spannung stieg und nach und nach fügten sich die verschiedenen Handlungsstränge zusammen und ergaben ein erstes Bild, bei dem aber noch viele Puzzlestückchen fehlten.

Als Leser erfährt man zwar schon recht früh von Ereignissen, die sich in der näheren Vergangenheit im Umfeld der Adamskis abgespielt haben und wie es dazu kam. Wohin das alles führte und wie es mit den heutigen Geschehnissen zusammenhängt, ergibt sich dann aber erst langsam und bis zum Ende kann der Autor noch mit einigen Überraschungen aufwarten, die mich schließlich ziemlich fassungslos zurückließen!

Ein ruhig erzählter Kriminalroman über Rache, Schuld und Vergeltung sowie die Eigendynamik, die manche Entscheidungen entwickeln können!

Viel Psychologie um unvorhersehbare Mordmotive. Stetig spannend und verworren.

Von: Floh Datum : 05.04.2016

www.lovelybooks.de/mitglied/Floh/

Autor Eric Berg befasst sich mit seinem neuen Krimi „Die Schattenbucht“ mit zwei, oder eher drei sehr interessanten Themen. Rache samt Vergeltung, mörderische Inszenierung und einen geschmiedeten Plan vergangener Tage… . Neben Eheproblemen, psychologischen Knackpunkten, Familiengeheimnissen und unsagbar unvorhersehbaren Konstellationen und Verknüpfungen und einer alten Liebe und einem augenscheinlichen Suizidversuch stößt die Psychologin Ina Bartholdy an ihre psychischen und physischen Grenzen. Selbst das Gesetz und die Bestimmungen legen ihr Handwerk und Handeln in Fesseln und lassen sie bei einem mörderischen Plan beinahe nur tatenlos zusehen… All diese Nuancen und Facetten psychischer Eindringlichkeit und Beklemmung flammen in diesem spektakulären und verworrenen und tief verwurzelten Fall lodernd auf und erhitzen die Gemüter der Familien, Männer, Angehörigen und Nachbarn. Mit seiner ermittelnden Psychologin Ina Bartholdy und den eigensinnigen und teils verborten Ehemännern oder angehörigen ihrer Patienten, setzt der Autor Eric Berg auf ein Katz- und Maus-Spiel, auf ein Fragen- und Antwortenspiel und auf menschliche Abgründe. Denn der Tod weilt unter Freunden… Hier stoßen verletzte Gefühle, Selbstbestimmtheit, Paranoia, Dorfgemeinschaft, Familie, Glaube, Moral, Ethik, Gesetz und Vergeltung aufeinander.
Erschienen im Limes Verlag (http://www.randomhouse.de/Verlag/Limes/23000.rhd)


Inhalt:
"Wer einen Traum hat, ist zu allem fähig…
Ohne ersichtlichen Grund und ohne emotionale Regung springt Marlene Adamski vom Balkon ihres Hauses in die Tiefe. Sie überlebt, spricht seither jedoch kein Wort mehr. Psychologin Ina Bartholdy findet keine Erklärung für das Verhalten der 62-jährigen Bäckersfrau, doch der Fall lässt sie nicht los. Sie fährt ins mecklenburgische Prerow, um nach ihrer Patientin zu sehen.
Marlene wird scheinbar liebevoll umsorgt. Doch das Verhalten ihres Ehemanns macht Ina stutzig. Keine Sekunde lässt er sie mit Marlene allein, will offensichtlich verhindern, dass sie mit Ina spricht. Was hat dieser Mann zu verbergen? Und was hat er mit den merkwürdigen Vorfällen zu tun, die sich in Prerow häufen?"

Handlung:
Die Bäckersfrau Marlene Adamski, 62 Jahre alt, ist nach einem gescheiterten Selbstmordversuch bei der sympathischen und verständnisvollen Psychologin Ina Bartholdy in Therapie. Doch bei Marlene beißt Ina auf Granit. Die alte Dame ist zu keiner Zusammenarbeit bereit und Ina merkt schnell, dass Marlene ihr nicht offen gegenübertritt. Eine erfolgreiche Behandlung scheint so gar nicht möglich zu sein. Was treibt eine alte Dame dazu, sich vom Balkon ihres Hauses, nahezu grundlos, zu stürzen? Diese Frage lässt Ina einfach nicht mehr los und schließt sogar ihr Privatleben mit ein. Ina fasst den Entschluss sich nach der Behandlung ein Bild von der häuslichen Situation der entlassenen Patientin zu machen. Sie fährt kurzerhand ins Städtchen Prerow in Mecklenburg, wo sie bei Marlene auf ihren abweisenden Mann Gerd trifft… Warum lehnt er eine weitere Therapie so beherrscht ab? Auch die Therapie des jungen Christopher ereignet sich als schwieriger und komplexer als gedacht. Der junge Teenager verdächtigt seinen Vater am Verschwinden seiner Mutter beteiligt zu sein. Ist der Junge bloß traumatisiert oder hat er wirklich mehr gesehen, als die Polizei ermitteln kann?

Auch seinen dritten Krimi beschreibt Eric Berg eher ruhig, aber mit einer steten Spannung und Anspannung. Eric Berg setzt sehr auf die menschlichen Abgründe, die sich hinter verborgenen Fassaden verstecken und bringt einen tiefenpsychologischen Fall ans Tageslicht, den nicht nur die Polizei und der Psychologin, sondern auch ein ganzes Dorf in Atem hält und vor ganz neuen Aufgaben stellt. Ein Schwur, der durchdrungen werden muss…



Ein ruhiger und ungewöhnlicher Krimi. Wird Ina Bartholdy den Bruch zwischen Familie, Pakt und Rache brechen? Wird sie den Fall aufklären? Kann sie für Gerechtigkeit sorgen? Kann sie den nahen Tod aufspüren, bevor er seine Sense schwingt? Verfolgt der Mörder einen vorgefertigten Plan? Gibt es ein Muster? Wie verwurzelt sind beide Fälle und hängen sie womöglich zusammen?


Schreibstil:
Wie wir das von Eric Berg kennen, geht es auch in diesem Krimi eher ruhig zu. Eric Berg setzt auf Psychologie und unterschwelliger Spannung, die sich durch alle Kapitel, Perspektiven und Erzählstränge zieht. Jedoch ist die Spannung stets erstaunlich greifbar und fühlbar zu spüren. Gerade Inas Beklommenheit und große Sorge zerrt nicht nur an ihren Nerven, sondern reizt auch das Nervenkostüm der gebannten Leser. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, die sich abwechseln. In der Gegenwart versucht Ina die Hintergründe ihrer beiden Patienten zu durchschauen. Auch Inas Privatleben wird betrachtet. Vierzehn Monate zuvor trifft sich eine Gruppe sehr unterschiedlicher Menschen, um einen Plan umzusetzen, der ihnen Genugtuung verschaffen soll. Ein Rachefeldzug, ein Vergeltungsschlag.
Durch viele stimmige Klischees, spontanen Anekdoten, tieferen Hintergründen und unglaublichen Konstellationen mit fein skizzierten Protagonisten versucht der Autor Eric Berg den Leser zum Schubladendenken zu animieren. Dieses Schubladendenken erweist sich jedoch als Ermittlungshindernis, denn dass, was die Protagonisten zu Tage führen und welche Entwicklungen sie selbst erleben, passt in keine Schublade. Hier hat der Autor ein interessantes Stilmittel eingesetzt, um seine Leser mit einzubeziehen und sie wirklich an den Ermittlungen teilhaben zu lassen. Sehr gekonnt und unterhaltsam. Die eigentlichen Zusammenhänge und das eigentliche weit verwurzelte Konstrukt ergeben sich erst so nach und nach. Einige meiner Vermutungen über Gründe und Verantwortlichkeit für das Geschehen wurde meist schnell wieder über den Haufen geworfen. So ist die Lösung überraschend und erschreckend, aber sehr schlüssig.


Charaktere:
Es ist interessant zu beobachten, wie sich die Menschen mit ihrem Tun verändern, wie sie Skrupel beiseiteschieben und wie sich menschliche Abgründe auftun. Es ist wie beim Dominoeffekt, wenn der erste Stein fällt, dann … Eine Gruppendynamik, die das Falsche damit rechtfertigt, dass alle das gleiche planen und das Selbe Ziel verfolgen. Wahn und Wahnsinn verschwimmen hier.

Die Personen sind authentisch und vielschichtig dargestellt. Mit den meisten konnte ich mich jedoch wenig bis gar nicht identifizieren, da mir ihr Handeln so fremd und absurd ist. Einzig die ambitionierte Psychologin Ina war mir durch ihre Akribie und ihre Beharrlichkeit sehr angenehm und sympathisch. Sie ist eine Psychologin mit feinen Antennen, obwohl auch ihr Privatleben gerade keine leichte Phase durchzieht. Ina Bartholdy lässt sich in die Sache hineinziehen, weil sie sehr empathisch ist und etwas sehr viel tiefverwurzeltes in ihren beiden stärksten Fällen und Therapien vermutet. .Aber auch die jungen Charaktere, wie der traumatisierte Christoph, aber auch Inas pubertierende Tochter lockern den eindringlichen Fall durch jugendliche Frische und Unbekümmertheit sehr auf.

Einer raffinierten Auswahl an Protagonisten und Charakteren begegnen wir hier in diesem Buch. Hier lernen wir Rollen und Nebenrollen aus allen Kulturschichten, Bildungsschichten, Familiären Konstellationen und dörflichem Ansehen kennen. Unterschiedlichste Berufsfelder und aber auch Charaktere mit unterschiedlich verlaufenden Vergangenheiten. Hier schöpft der Autor aus den Vollen, und überzeugt durch seine Charaktere. Ina Bartholdy ist eine ambitionierter Psychologin die ihren Job ernst nimmt und für Gerechtigkeit sorgt, dafür geht sie auch mal über Freundschaft und Befangenheit und stellt ihr Privatleben hinten an. Mit allen Mitteln und Wegen. Hauptprotagonisten, die vielen Vize-Hauptprotagonisten und die schmückenden Nebendarsteller. Autor Berg hat so viele Charaktere erschaffen, die mit einer eigenen Charakterstudie aufwarten und ein (noch) lebendiges Bild formen. Doch man sollte nicht vergessen: ein Killer treibt sein Unwesen im Ort… Jeder der beschriebenen Protagonisten ist auf seine eigene Art speziell und dennoch gegensätzlich. Die Darstellung der handelnden Personen ist authentisch und personifiziert geschildert. So bekommt der Leser die Möglichkeit Handlungen zu verstehen und sich auch mit ihnen zu identifizieren oder sie einfach nur handeln und agieren lassen.


Schauplätze:
Hier habe ich eine kleine Kritik anzubringen. Das Cover lädt so wunderbar zu diesem Krimi ein. Es zeigt Strandnähe, Atmosphäre und Seeluft. Leider werden die Kulissen zwar geschildert und beschrieben, aber ein wirkliches greifbares Umfeld fällt mir schwer aufzubauen und aufleben zu lassen. Hier erlebe ich Kopfkino mit Drehpausen. Schade, schade. Hier hätte der Autor gern noch eine Schippe oben drauf geben können. Zwar werden die Klinik, die familiären Zuhause und Begebenheiten erklärt, beschrieben und mit Details versetzt, aber ich spüre keinen Wind, rieche keine Flora, erlebe keine Vegetationen durch die Monate, schmecke keine Kost und rieche kaum einen Duft. Das ist etwas dünn umgesetzt und bringt eine gewisse Distanz mit. Der Autor hätte sein mecklenburgisches Prerow und all die anderen wichtigen Kulissen gern stärker hervorbringen dürfen. Potential ist mehr als genug da. Das Dorfleben, das Familienleben, die Klinik und Praxis, das Geschäft, die Bäckerei, die Autofahrten…. Die einzelnen Schauplätze sind so vielzählig und flächendeckend wie das ganze Konstrukt an Problemen und Puzzleteilen für diesen Krimi und wie die einzigartigen Charaktere in dem Buch. Bizarre Orte, tiefe Abgründe, neue Welten, entsetzliche Kulissen, aber auch die gute biedere Gemütlichkeit und Geborgenheit einer einst heilen Familie kommen nicht zu kurz, könnten aber mehr Glanz und Facette in dessen Beschreibung und Lebendigkeit bieten.

Meinung:
Die Spannung und die Wendungen sind eher flach und fließend. Hier dominieren vorwiegend die Charaktere und die Thematik. Durch sein Knowhow schreibt Eric Berg klar, überzeugt, selbstbewusst und lässt durch Realität und Entsetzen diesen Krimi so glaubwürdig wirken. Der Leser hat bis zum Schluss das Gefühl, selber nicht zu wissen, wo der Täter zu suchen und zu finden ist. Der überraschende Showdown führt einen Täter zu Tage, den man wirklich nicht erahnt hätte. Dennoch hätte ich mir insgesamt mehr Höhen und Tiefen im Bereich der Spannung und des Nervenkitzels gewünscht. So habe ich einen soliden und bodenständigen Krimi lesen dürfen, der sich stetig aufbaut und ein schier unglaubliches und beinahe krankes Konstrukt und einen perfiden Plan zu Tage führt.

Doch auch wenn es Schwächen gibt ist genügend Potential nach oben und lässt mich nichtsdestotrotz auf einen weiteren Fall von Eric Berg hoffen. Mich beeindruckt besonders die intensive Recherche und das faktische Wissen ob der Psyche des Menschen und Unmenschen des Autors. Sehr gelungen! Gerade Ina Bratholdy und ihre Klienten/Patienten und ihre private Einstellung bieten genügend Stoff für weitere Werke. Fasziniert bin ich davon, wie es dem Autor gelingt, diese unzähligen Facetten, Themen und Eindrücke in einem Plot zu verarbeiten.
Dieser Krimi bedient viele Emotionen. Er wandert nicht nur auf der Schiene von Abscheu, Ekel und Mord, nein dieser Krimi stößt an, weckt Gedanken auf, informiert und bewegt zum Sinnieren.
Dieser neue Krimi zog mich, anders als sein Vorgänger Das Küstengrab, von Beginn an in das Geschehen und ich konnte das Buch ungern aus der Hand legen. Faszination, Empörung, Leid und Neugier packen den Leser und binden ihn an die Ereignisse. Das Buch schwächelt leider auch an bestimmten Punkten, die ich trotz meiner positiven Stimmung nicht ungenannt lassen möchte. Hier liegen dann auch die anderthalb Sterne Abzug, da es das Genre Krimi bedient, und das leider nicht genügend Spannung bietet... Das Buch bewegt sich oft zu weit vom Kern Krimi und polizeilicher Ermittlung weg und die Erkenntnisse und Zusammenhänge erschließen sich leider erst recht spät. Wäre das Buch nicht so geballt an Informationen, Hintergründen und Psychologie, wäre es mir bestimmt etwas langatmig vorgekommen... Hier hat der Autor sicher noch Potential, nutzt aber schon eine gute Portion davon aus um einen stetig spannenden und nagenden Krimi zu schreiben.

Cover / Buch:
Das Buch ist absolut hochwertig und sehr schön verarbeitet. Das Schriftbild ist angenehm, die 17 Kapitel nicht allzu lang. Der Perspektivenwechsel absolut locker und kurzweilig.
Das Cover des Klappbroschur gefällt mir mehr als gut. Wunderbar. Es passt zum Titel und zum spannenden und vielversprechenden Klapptext, der auf die brisante Thematik hindeutet.

Der Autor:
„Seit Jahren zählt Eric Berg zu den erfolgreichsten deutschen Autoren. 2013 verwirklichte er einen langgehegten schriftstellerischen Traum und veröffentlichte seinen ersten Kriminalroman Das Nebelhaus, der Leser wie Kritiker gleichermaßen begeisterte. Nach Das Küstengrab ist Die Schattenbucht nun der dritte Roman des Erfolgsautors.“

Fazit:
Ein nagendes und stetig anschwellendes Konstrukt mörderischer Pläne und einen ständigen Blick in die menschliche und unmenschliche Psyche. WOW. Als Krimi-Roman unschlagbar, als Effekthaschenden-Krimi aber bis auf den Showdown doch manchmal etwas schwach! Dennoch sehr lesenswert und gelungen! 3,5 Sterne gerundet zu fairen 4 Sternen!

War es das wert?

Von: Barbara Diehl Datum : 03.04.2016

https://buechersindfliegendeteppiche.wordpress.com/

Die Psychologin Ina Bartholdy kommt in ihrem aktuellen Fall nicht weiter. Ihre Patientin, Marlene Adamski, 62 Jahre alt, verweigert jegliche Mitarbeit zur Aufklärung, warum sie vom Balkon ihres Hauses gesprungen ist. Marlene spricht kein Wort mit Ina und merkwürdigerweise, wird sie von ihrem Mann Gerd auch noch in ihrem Verhalten unterstützt. Sollte dem Ehemann einer Selbstmordkandidatin nicht daran gelegen sein, dass sie durch eine Therapie Hilfe bekommt, anstatt diese rigoros abzulehnen? Dieser Umstand macht die Psychologin hellhörig. Nachdem Marlene aus dem Krankenhaus entlassen wurde, nimmt Ina erneut Kontakt zu ihr auf. Nur ihrer Beharrlichkeit ist es zuzuschreiben, dass Marlene sich nach und nach öffnet.

Der 15jährige Christopher Trebuth ist ein weiterer Patient von Ina Bartholdy. Vor kurzem ist seine Mutter verschwunden. Entgegen der Annahmen aller anderen Menschen in seinem Umfeld, glaubt Christopher nicht, dass sie einfach nur verschwunden ist sondern er geht davon aus, dass sie tot ist. Als Täter hat er seinen eigenen Vater im Verdacht.

Auf den ersten Blick gibt es keine Verbindung zwischen dem Verschwinden von Christophers Mutter und dem Suizidversuch von Marlene Adamski. Doch je tiefer Ina in die Abgründe menschlichen Handelns blicken kann, desto offensichtlicher werden die Zusammenhänge. Und leider sind noch weitere Menschen, aus Inas direktem Umfeld, in die Sache verstrickt.

Der Kriminalroman "Die Schattenbuch" von Eric Berg ist in 17 Kapitel aufgeteilt. Jedes Kapitel wiederum ist unterteilt ist einen Gegenwartstrang und einen Strang, in dem die Geschehnisse von vor 14 Monaten beschrieben werden. Der Leser kennt schon nach dem 1. Kapitel den Täterkreis und das Opfer. Das Motiv bleibt jedoch noch einige Zeit verborgen. Nach und nach lichtet sich das Dunkel und beide Handlungsebenen gehen nahtlos ineinander über.

Es handelt sich um einen ruhigen Krimi. Die Geschichte wird von einer dritten Person erzählt.
Obwohl sowohl Täter als auch Opfer gut ausgearbeitet sind, kann ich die Protagonisten nicht "greifen". Ihre Aktionen, die mal mehr und mal weniger gut waren, konnten bei mir keine tieferen Emotionen wecken. Ich konnte weder mit dem Opfer noch mit den Tätern mitfühlen und wahrscheinlich deswegen ihre Handlungen nicht immer verstehen.

Der Schreibstil von Eric Berg ist jedoch angenehm und das Buch ist flüssig zu lesen. Am Ende bleibt es - für mich - ein guter Krimi, von dem ich mir jedoch etwas mehr erwartet hatte.

Die Schattenbucht

Von: leseratte1310 aus Mönchengladbach Datum : 01.04.2016

Marlene Adamski ist bei der Psychologin Ina Bartholdy in Behandlung, weil sie vom Balkon ihres Hauses gesprungen ist. Es gibt scheinbar keinen Grund für diese Tat. Der Fall lässt Ina auch nicht los, als die Patientin aus der Klinik entlassen wurde. Daher fährt sie ins mecklenburgische Prerow, um nach der Patientin zu sehen. Dass Marlenes Ehemann Gerd sich zwar kümmert, aber eine weitere Behandlung ablehnt, kommt Ina merkwürdig vor. Was steckt dahinter?
Aber es gibt auch noch einen weiteren Fall, der Ina sehr beschäftigt. Die Mutter von Christopher ist vor einiger Zeit verschwunden. Der Junge ist traumatisiert und hat seinen Vater im Verdacht.
Wie wir das von Eric Berg kennen, geht es sehr ruhig zu in diesem Krimi. Dennoch ist die Spannung stets zu spüren. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, die sich abwechseln. In der Gegenwart versucht Ina die Hintergründe ihrer beiden Patienten zu durchschauen. Auch Inas Privatleben wird betrachtet. Vierzehn Monate zuvor trifft sich eine Gruppe sehr unterschiedlicher Menschen, um einen Plan umzusetzen, der ihnen Genugtuung verschaffen soll.
Beim Lesen ist man versucht mit zu ermitteln, doch das erweist sich als ziemlich schwierig, denn die Zusammenhänge ergeben sich erst so nach und nach. Einige meiner Vermutungen über Gründe und Verantwortlichkeit für das Geschehen wurde meist schnell wieder über den Haufen geworfen. So ist die Lösung überraschend und erschreckend, aber sehr schlüssig.
Es ist interessant zu beobachten, wie sich die Menschen mit ihrem Tun verändern, wie sie Skrupel beiseiteschieben und wie sich menschliche Abgründe auftun. Es ist wie beim Dominoeffekt, wenn der erste Stein fällt, dann …
Die Personen sind authentisch und vielschichtig dargestellt. Mit den meisten konnte ich mich nicht identifizieren, da mir ihr Handeln so fremd ist. Aber die beharrliche Ina war mir gleich sympathisch. Sie lässt sich in die Sache hineinziehen, weil sie sehr empathisch ist. Aber auch ihre Tochter hat das Herz auf dem rechten Fleck, auch wenn ihr pubertäres Verhalten manchmal etwas schwierig ist.
Ein ruhiger und ungewöhnlicher Krimi.

Verspekuliert – der Tod kommt auf Raten

Von: Das Echo vom Alpenrand Datum : 30.03.2016

derachentaler.de

Eigentlich haben sie nur eines gemeinsam. Sie sind betrogen worden und können nicht fassen, dass sich ihre Träume in Luft aufgelöst haben sollen. Ihre ohnmächtige Wut richtet sich gegen denjenigen dem sie dies zu verdanken haben. Gemeinsam beschließen sie, sich ihr Geld und ihre Träume zurückzuholen und entwerfen dazu einen, mehr als abenteuerlich anmutenden, Plan.
Die detailliert gezeichneten Charaktere der Protagonisten, die teilweise beinahe überzogen karikiert wirken, sind extrem unterschiedlich und so ist es im Grunde genommen vorhersehbar, dass es irgendwann Reibereien geben wird. Als sich alles ganz anders entwickelt als erwartet und es zu Schwierigkeiten kommt, ist es soweit und sie geraten prompt aneinander. Als das Unterfangen plötzlich zu scheitern droht, beginnt die Gruppe sich zu spalten und alles fängt vollends an aus dem Ruder zu laufen.
Das zum Teil grotesk anmutende Verhalten der Protagonisten, humorvolle Dialoge und die bildhaft anschauliche Beschreibung des Boddens, ergeben einen abwechslungsreichen und unterhaltsamen Krimi, bei dem es nicht nur um Rache, sondern auch um Moral und Ethik geht.

Fazit
Trotz einer ziemlich konstruiert wirkenden Story, ist der Krimi spannend und überrascht mit einigen unvorhersehbaren Wendung. Die Kapitel sind angenehm kurz, wobei der ständige Wechsel zwischen zwei Zeitschienen den kontinuierlichen Lesefluss gleichermaßen stört, wie zum Weiterlesen anregt. Insgesamt ist das Buch, vor allem für Küstenfans, eine spannende und unterhaltsame Lektüre.

Geplatzte Träume und die katastrophalen Folgen

Von: Caren Lückel aus Bad Berleburg Datum : 30.03.2016

Inhalt:
Marlene Adamski begeht ohne ersichtlichen Grund einen Selbstmordversuch. Ina, eine etwas unkonventionelle Psychologin, möchte sie behandeln, stößt aber auf Widerstand. Vor allem Marlenes Mann lehnt eine Therapie ab. Im weiteren Verlauf der Geschichte entdeckt Ina, die mit dem viel jüngeren Bobby liiert ist, den Grund für Marlenes Befinden. Ein anderer Patient, Christopher, der dem ersten Anschein nach mit Adamskis nichts zu tun hat, ist plötzlich auch in die Geschichte verwickelt. Ina gerät immer weiter ins Geschehen und ist schließlich an der Auflösung beteiligt.

Meine Meinung:
Eric Berg ist wieder ein sehr spannender und fesselnder Krimi gelungen. Die Personen sind sehr authentisch und vielschichtig beschrieben, im Laufe der Handlung tauchen immer neue, teils unerwartete Charakterzüge auf.
Es ist erschreckend, wozu Menschen fähig sind, wenn ihre Träume platzen und sie vermeintlich unverschuldet vor einem Abgrund stehen. Jeder einzelne der Protagonisten - alles "ganz normale" Menschen wie du und ich - hat einen anderen Hintergrund, jeder ist zu Gedanken und Taten fähig, die er vorher nicht für möglich gehalten hätte.
Besonders gut gefallen hat mir, wie Eric Berg die Geschichte abwechselnd in zwei Handlungssträngen erzählt. Einmal in der Gegenwart, dann wieder 14 Monate zuvor, wo "es" seinen Anfang genommen hat.
Das Ende ist überraschend, erschreckend, aber durchaus schlüssig. Ich habe irgendwann gedacht, schlimmer geht es nicht, aber es ging schlimmer.
Die Beschreibungen der Gegend und der Landschaft hat mich sehr beeindruckt. Ich kenne die Halbinsel nicht, kann mir jetzt aber ein gutes Bild davon machen.

Fazit:
Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Bis zum Schluss kommt man der Lösung nicht auf die Spur. Von mir eine unbedingte Leseempfehlung!

Und wenn es normale Menschen waren?

Von: Martin K. Datum : 26.03.2016

blog.martinkrauss.eu/

Ohne ersichtlichen Grund springt eine 62-Jährige Bäckersfrau von ihrem Balkon. Sie überlebt, spricht jedoch kein Wort mehr. Psychologin Ina Bartholdy findet keine Erklärung für das Verhalten der Frau. Der Fall lässt sie jedoch nicht mehr los. Zugleich muss sich die Psychologin auch um den jugendlichen Christopher kümmern. Seine Mutter ist verschwunden. Der Junge weiß etwas, spricht jedoch nicht darüber. Doch eben diese Bürde belastet ihn. Als Ina anfängt zu recherchieren, entdeckt sie das Ungeheuerliche und die Schuld.

In seinem dritten Thriller hat Autor Eric Berg erneut die Psychologie des Menschen in den Mittelpunkt gestellt. Geschickt spielt er dabei mit der Frage: Wozu sind wir fähig, wenn wir einen Traum haben? Bergs Protagonisten sind dabei normale Menschen – Bäcker, Bibliothekare, IT-Fachleute. Eine Auswahl von Protagonisten, die das besondere des Romans ausmacht.

Aus der Literatur kennen wir psychopathische Serienmörder, wir kennen Mord aus Eifersucht, Mord aus Gier, Mord aus Rache. Egal ob als Buch, Kinofilm oder im Fernsehen – in Deutschland wird viel gemordet. Doch Eric Berg schaffte es in „Das Nebelhaus“ und „Das Küstengrab“, die Plattheit der deutschen Kriminalautorenbranche konsequent zu ignorieren. Seine Figuren wirkten authentisch und waren vielschichtig ausgearbeitet.

In „Die Schattenbucht“ ist Eric Berg das leider nur bei wenigen Figuren gelungen. Zu klischeehaft wirkt der Ehemann der Bäckersfrau. Zu tölpelhaft der junge Italiener aus der Pizzeria im Ort. Doch die Handlung ist raffiniert. Berg setzt erneut auf zwei Handlungsebenen. Da ist die Gegenwart in der die Psychologin Ina Bartholdy versucht, ihren beiden Patienten zu helfen. Da sind aber auch noch die Ereignisse 14 Monate zuvor. Mit zahlreichen Cliffhangern versehen verwebt Berg die Handlungsstränge, bis der Leser schließlich das Unvorstellbare den einzelnen Akteuren zutraut.

Berg charakterisiert die einzelnen Charaktere mit ihren Träumen. Bei jedem geht es um die Frage, wie weit er bereit ist zu gehen, wenn er vor einem Abgrund steht. Dass dabei ganz normale Menschen – Menschen wie du und ich – zu einem Verbrechen fähig sind, diesen Überraschungsmoment vergibt Berg leider. In einem Vorwort stößt er seine Leser unnötig deutlich auf dieses Kernelement von „Die Schattenbucht“. Berg vergibt damit das Potential seines Thrillers.

Kurz: „Die Schattenbucht“ bleibt hinter den ersten beiden Thrillern von Eric Berg zurück. Dennoch ist „Die Schattenbucht“ raffiniert und übertrifft manchen Provinzkrimi deutlich.

Fesselnde psychologische Spannung!

Von: Conny G. Datum : 23.03.2016

fanti2412.blogspot.de

Nach "Das Nebelhaus" und "Das Küstengrab" ist dies bereits der dritte Krimi aus der Feder von Eric Berg.
Erneut hat er sich als Schauplatz eine eher ruhige Küstenregion gewählt, diesmal das kleine Ostseebad Prerow in Mecklenburg-Vorpommern.
Es ist ihm gut gelungen, die schöne Landschaft dort und auch das beschauliche Leben in dem relativ kleinen Ort darzustellen.
Wie schon die beiden Vorgänger wird auch diese Geschichte auf zwei Zeitebenen erzählt, die Gegenwart und 14 Monate zuvor. Besonders die Abschnitte der Vergangenheit enden öfter mal mit einem kleinen Cliffhanger, was für Spannung sorgt.
Während man in der Gegenwart zunächst nur die Psychologin Ina Bartholdy und das Bäcker-Ehepaar Marlene und Gerd Adamski kennenlernt, erlebt man in den Rückblenden eine Gruppe von Personen, die gemeinsam einen Plan schmieden.
Die Charaktere sind alle vielschichtig, facettenreich, unterschiedlich und authentisch. Und auch wenn es recht viele Figuren sind, in der Gegenwart kommen später auch noch einige dazu, fand ich das nicht verwirrend, da alle gut und schlüssig eingeführt werden.

Hauptsächlich dreht sich alles um diese Fragen:
Was geschah vor 14 Monaten und veranlasste Marlene am Ende einen Selbstmordversuch zu unternehmen?
Warum schirmt ihr Mann Gerd sie so ab und was soll im Verborgenen bleiben?

In der Gegenwart geht es vor allem um Ina, die sich hartnäckig und gegen den Willen des Ehemannes um Marlene kümmert. Dabei beginnt sie im Umfeld von Marlene zu ermitteln und nachzuforschen und wird selbst ein bisschen in die Geschichte hineingezogen.
In den Abschnitten die 14 Monate zuvor spielen setzt sich nach und nach ein Bild zusammen, für das aber viele lose Fäden verknüpft werden müssen.
Je mehr sich die beiden Handlungsstränge zeitlich annähern desto spannender wurde die Geschichte und ich begann zu spekulieren, wie sie endet.
Aber da lag ich mit meinem Verdacht weit daneben, denn gegen Ende gibt es eine große Überraschung und das ganze Ausmaß der Ereignisse und deren Bedeutung für alle Beteiligten wird auch erst dann klar.

Dieser Kriminalroman hat mich mit seinem gut durchdachten Plot und der "prickelnden" Atmosphäre begeistert. Psychologische Rafinesse, eine langsam aber stetig ansteigende Spannung und gut gezeichnete Charaktere haben für fesselnde und kurzweilige Lesestunden gesorgt, so dass mich dieser Krimi auch vollständig überzeugt hat!


Fazit: 5 von 5 Sternen

Empfehlenswerter Krimi

Von: Carina Datum : 19.03.2016

worte-und-welten.blogspot.de/

Marlene Adamski springt ohne ersichtlichen Grund und ohne emotionale Regung vom Balkon ihres Hauses in die Tiefe. Aber warum? Sie überlebt, aber spricht seitdem kein Wort mehr. Psychologin Ina Bartholdy findet keine Erklärung für das Verhalten der Bäckersfrau, doch der Fall lässt sie nicht los. Sie fährt ins mecklenburgische Prerow, um nach ihrer Patientin zu sehen.
Dabei macht Ina vor allem das Verhalten von Marlenes Ehemann Gerd stutzig. Sie wird zwar scheinbar liebevoll umsorgt, doch er lässt sie keine Minute alleine und will offenbar verhindern, dass Ina mit ihr spricht. Was hat er zu verbergen? Und warum ist Marlene wirklich vom Balkon gesprungen?
Nach Das Nebelhaus und Das Küstengrab ist dieses Buch bereits schon das dritte Buch von Eric Berg für mich, das ich von ihm lese. Die beiden Vorgänger haben mir außerordentlich gut gefallen, sodass ich mich auch auf dieses Buch schon Wochen vor dem Erscheinungstermin gefreut habe.
Wurden meine Erwartungen enttäuscht? – Definitiv nein, das kann ich schonmal vorwegnehmen.

Der Schreib- und Erzählstil Eric Bergs hat mir nach wie vor gut gefallen. Er schreibt flüssig und abwechslungsreich, auch aus der Perspektive von verschiedenen Personen. Zudem sind die Kapitel immer abwechselnd aus verschiedenen zeitlichen Perspektiven erzählt: Einerseits die Gegenwart, in der Marlene bei Ina in Behandlung ist und andererseits die Zeit von vor 14 Monaten, als in Prerow einige Dinge geschehen sind, die nun Stück für Stück ans Tageslicht kommen.
Durch diesen zeitlichen Wechsel ist es auch für den Leser möglich, eigene Vermutungen anzustellen und quasi mitzuermitteln. Das hat mir hier sehr gut gefallen, da dies auch dafür gesorgt hat, dass fast durchgängig Spannung vorhanden war.

Die Charaktere empfinde ich auch als sehr gut ausgearbeitet. Allen wurden verschiedene Charakterzüge verliehen, sodass man sie sich mit all ihren Facetten gut vorstellen konnte. Die Protagonistin Ina ist mir dabei besonders sympathisch geworden.

Zwischenzeitlich hat mir in der Handlung ein klein wenig die Dynamik gefehlt, da ich finde, dass man einige Passagen ein wenig hätte kürzen können. Dies macht dem Buch jedoch kaum einen Abbruch, da es mir nach wie vor sehr gut gefallen hat und mich überzeugt hat.

Ich kann das Buch also allen Krimiliebhabern ans Herz legen und vergebe hiermit 4 von 5 Sternen.

Psychologisch tiefsinnig und spannend konstruiert

Von: HEIDIZ Datum : 17.03.2016

heidizengerling.blogspot.de/

Ich habe Eric Berg als Eric Walz mit seiner „Glasmalerin“ kennen gelernt.
Meine Tochter hatte dann den ersten Krimi von Eric Berg mitgebracht und wir haben herausgefunden, dass eine Person dahinter steht.
Berg/Walz fühlt sich für meine Begriffe in beiden Genres wohl – das spürt man.

Das Nebelhaus und Das Küstengrab hatte ich schon gelesen – nun kam neulich „Die Schattenbucht“ heraus, meine Tochter und ich haben den Kriminalroman gelesen und ich berichte nun, wie er mir und ihr gefallen hat.

Daten zum Buch:
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• Broschiert: 416 Seiten
• Verlag: Limes Verlag (22. Februar 2016)
• Sprache: Deutsch
• ISBN-10: 3809026425
• ISBN-13: 978-3809026426
• Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 3,5 x 21,4 cm

PREIS: 14,99 Euro

Leseprobe:
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September

Die Ermordung von Gerd Adamski traf Ina wie ein Schlag. Nicht weil sie den Bäcker sonderlich gemocht hatte, sondern weil Marlene davon direkt betroffen war. Zuerst ihr Selbstmordversuch und jetzt diese Tragödie. Ein Schlag auf den Kopf, ausgeführt mit einem Stein oder einem anderen schweren, stumpfen Gegenstand, hatte ihren Ehemann niedergestreckt, und zwar unmittelbar vor seinem haus. …

Kurze Inhaltsangabe:
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Marlene Adamski aus Prerow springt in den Tod - überlebt – von ihrem Balkon in die Tiefe, es gibt keinen ersichtlichen Grund. Ina Bartholdy ist ihres Zeichens Psychologin. Sie kann sich nicht erklären, warum die 62jährige Frau des Bäckers dies getan hat.

Als Ina zu Marlene fährt, merkt sie, dass deren Mann sie nicht mit der Patientin allein lassen möchte. Etwas mehr als ein Jahr vorher hätte sie dabei sein sollen in der Küche der Adamskis ….

Mehr möchte ich gar nicht verraten – perfide, unglaublich, spannend und ungeheuerlich …

Menschliche Abgründe, psychologisch ausgefeilt – das hat Eric Berg einfach genial in Szene gesetzt und tiefgründig aufgenommen. Psychothriller könnte man schon fast sagen – nicht „nur“ Kriminalroman !!!

Die flüssig gut zu lesende und kurzweilige Schreibweise, die an Stellen in die Tiefe geht, bei denen man es sich als Leser wünscht und auf den Punkt gebracht zu lesen ist, wenn Detailliertheit nicht nötig ist, hat mich auch in diesem dritten Band überzeugt. Man spürt, dass der Autor sich in seine Leser hinein versetzt – für sie schreibt !!!

Ich habe die Lektüre genossen und wurde bestens unterhalten – bin schon jetzt auf Teil vier gespannt und neugierig, was sich Eric Berg ausgedacht hat.

Schatten über uns...

Von: nicigirl85 Datum : 13.03.2016

nicigirl85.blogspot.de/

Von Eric Berg habe ich bisher nur "Das Küstengrab" gelesen, was mir aber so gut gefiel, dass ich ohne Klappentextlesen gleich zu seinem neuen Werk gegriffen habe. In der Hoffnung einen fesselnden Provinzkrimi zu lesen, begann ich mit der Lektüre.

In der Geschichte geht es um Psychologin Ina Bartholdy, die sich nach Prerow aufmacht, um nach einer ihrer Patientinnen zu sehen. Diese wird zwar rege umsorgt, doch ihr Mann verhält sich mehr als komisch. Und dann gibt es diverse Vorfälle in dem Ort, die Ina immer mehr stutzen lassen. Was steckt nur dahinter?

Eric Berg legt hier wie gewohnt einen ruhigen Krimi hin, der durch ausgefeilte Charaktere und einem interessanten Setting besticht.

Das Besondere an dem Buch ist, dass die Spannung nicht vordergründig ist. Sie wabert im Hintergrund und gibt sich erst nach und nach zu erkennen, was mir gerade gefällt.

Gelungen ist zudem die Schilderung der ländlichen Gegend. Da ich erst im letzten Sommerurlaub in Prerow war, konnte ich mir alles unheimlich gut vorstellen. Zudem ist das Agieren der Leute auch authentisch dargestellt, denn Landmenschen reagieren oft völlig anders als Städter.

Die Handlung wird uns über zwei Zeitebenen übermittelt durch einen beobachtenden Erzähler, der mal die Protagonisten in der Gegenwart begleitet und mal bei den Ereignissen vor vierzehn Monaten dabei ist. Gerade das steigert die Spannung und erst nach und nach kommt man dem Geheimnis auf die Spur.

Mit den dargestellten Charakteren kann man sich gut identifizieren. Auch wenn man nicht jeden mag, so kann man doch deren Handeln irgendwie nachvollziehen.

Fazit: Ein ruhiger Krimi, der mich mehr als nur fesseln konnte. Bitte mehr davon Herr Berg! Klare Leseempfehlung meinerseits.

Enttäuschender Provinzkrimi

Von: Christian Datum : 22.02.2016

bieberbruda.blogspot.de/

Im dritten Krimi "Die Schattenbucht" gewährt Eric Berg einen Einblick in die Abgründe im Dorfgeschehen eines norddeutschen Küstendorfes. Leider blieb das Buch hinter meinen Erwartungen zurück...

Die Story:
Scheinbar grundlos stürzt sich die beliebte Bäckersfrau Marlene Adamski vom Balkon ihres Hauses. Als sie den Sturz überlebt, spricht sie nicht mehr und zieht sich immer weiter zurück. Die Psychotherapeutin Ina scheint einen Zugang zu Ina gefunden haben, doch ihr Mann Gerd lehnt eine Betreuung kategorisch ab. Ina bleibt hartnäckig und entdeckt ein dunkles Geheimnis im Dorfgefüge...

Meine Meinung:
Das Buch startet mit dem versuchten Freitod von Marlene. Sie ist eine engagierte Frau, die im Dorf beliebt ist und auch glücklich zu sein scheint. Der Selbstmordversuch, das anschließende Schweigen und das Verhalten ihres Ehemannes ist deshalb besonders rätselhaft. Während Marlene durch die Hilfe von Ina wieder zurück ins Leben findet, erfährt der Leser häppchenweise das Ausmaß des Schlamassels und die Hintergründe für ihre Tat. Mehr will ich hierzu nicht verraten.
Die Schattenbucht ist ähnlich aufgebaut wie die beiden Vorgänger und hebt sich durch die wunderbar gewählte Kulisse von anderen Krimis ab. Aber leider blieb es eben auch bei den bekannten Zutaten und nach dem rätselhaften Start blieb das Buch erstaunlich blass. Nach dem ersten Viertel plätscherte es vielmehr vor sich hin. Zu den Protagonisten konnte ich keinen Zugang finden und leider war das Buch dann auch noch ziemlich vorhersehbar.

Fazit:
Alles beim Alten: Eric Berg bedient sich in "Die Schattenbucht" an altbekannten Zutaten und enttäuscht durch eine mäßig spannende und vorhersehrbare Story. Dank des guten Einstiegs vergebe ich 3 Sterne.