Leserstimmen zu
HALF BAD – Das Dunkle in mir

Sally Green

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Ein sehr spannender Thriller der im Nu gelesen war. Nathan wird gejagt Er lebt in einer Welt, in der Hexen existieren. Die weißen Hexen sind die Guten. Die schwarzen gefährlich. Nathan ist beides!!! Doch auf welcher Seite steht er? Sehr spannend, packend und voller Action!!! Unbedingt Lesen!!!

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Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich den Anfang schon recht beschwerlich fand, die Erzaehlweise war mir zu verwirrend, ich wusste nicht wer die Geschichte erzaehlt, was passiert und so weiter. Es war eine Qual und die Ungewissheit brachte mich beinahe um. Dennoch habe ich mich weitergequaelt und zumindest die erste CD beendet. Danach habe ich sehr, sehr lange die CD nicht mehr weitergehoert, es aber neulich doch noch einmal versucht, da ich wissen wollte was mit Nathan passiert, aber ich konnte es nicht. Ich konnte mich nicht mit Nathan identifizieren, die Handlung war mir zu isoliert und zu langatmig, es passierte einfach so gut wie nichts ausser das Nathan hin und her geschubst wird und von a nach b gebracht wird. Ich finde es sehr schade, da die Geschichte durchaus Potential hat und ich auch im Nachhinein deutliche Parallelen zur NS Zeit bemerke, da eine bestimmte Gruppe in ihren Rechten deutlich eingeschraenkt wird und nach und nach immer weniger Rechte hat. Diese Gesellschaftskritik vermischt mit Fantasy haette so gut werden koennen, nur leider hat es mich so gar nicht ueberzeugt!

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Lange überlegte ich, ob ich diese Reihe auch noch beginnen möchte. Die Neugier siegte und ich bin froh, dass ich Nathans Geschichte diese Chance gegeben habe. Gerade in diesem Genre gibt es seit einigen Jahren eine unglaubliche Flut an Büchern. Hier die Spreu vom Weizen zu trennen ist nicht immer einfach. Doch neben dem ausgefallenen Schreibstil und der tiefgründigen Geschichte, machen vor allem zwei Punkte "Half Bad" zu etwas Besonderem: Das Buch ist definitiv auch für Jungs geeignet und auch der Protagonist ist männlich. Schon die ersten Minuten des Hörbuches konnten mich begeistern. Mit dem ersten Satz schafft Oliver Kube den Hörbuchhörer zu packen. Der Schreibstil ist zunächst gehetzt und knapp. Die Autorin Sally Green nimmt einen Teil, der etwa in der Mitte stattfindet, vorweg, bevor sie Nathans Geschichte von Beginn an erzählt. "Da sind diese beiden Kinder, Jungen, die nebeneinander sitzen, eingekeilt zwischen den großen Armlehnen eines alten Sessels. Du bist der linke. Der andere Junge ist warm, wenn du dich an ihn lehnst. (...) Dann wachst du auf und weißt wieder, wo du bist." (S. 09) Der Leser lernt Nathan als Jungen kennen. Er lebt zusammen mit seinem Bruder Arran und seinen beiden Schwestern Deborah und Jessica bei seiner Großmutter, die sie liebevoll großzieht. Die Mutter der Kinder ist tot. Ebenso wie Arrans, Deborahs und Jessicas Vater...der von Nathans Vater, dem mächtigsten schwarzen Hexer, ermordet wurde. Während Arran seinen kleinen Bruder über alles liebt, macht Jessica Nathan das Leben zur Hölle. Und auch sonst ist es leider eher die Seltenheit, dass Nathan toleriert oder akzeptiert wird. Denn als Halbcode, halb schwarzer Hexer / halb weißer Hexer, wird er von den meisten Menschen ignoriert, kontrolliert und verachtet. Er darf sich nicht frei bewegen und wird im Laufe der Jahre immer stärker eingeschränkt und beobachtet. Nathans Geschichte erinnerte mich durchweg an Rassismus und "Rassentrennung". Dieses Thema in einem Jugend-Fantasyroman zu entdecken, überraschte mich. Die Idee finde sowohl originell als auch spannend. Zwangsläufig machte ich mir Gedanken, was "gut" oder "böse" bedeutet. Was ist "richtig" und was "falsch"? In wie weit werden wir durch unsere Gene beeinflusst? Findet eine Beeinflussung überhaupt statt oder bestimmen wir uns selbst? Dieses Thema ist in "Half Bad" perfekt umgesetzt. Auch der Schreibstil von Sally Green ist etwas besonderes, denn das Buch ist zu Beginn in der zweiten Person geschrieben. Gezwungenermaßen sieht man sich als Hörer / Leser sofort selbst in Nathans Rolle. Für mich der perfekte Einstieg in die Geschichte. Relativ schnell wechselt Sally Green in die erste Person, doch auch hier ist der Schreibstil außergewöhnlich. Er ist sehr angenehm und flüssig zu lesen, zu Beginn jedoch gewöhnungsbedürftig. Er hat einen sehr hohen Wiedererkennungswert und das gefiel mir sehr gut. Nathan als Protagonist war mir schnell sympathisch, ebenso wie Arran und die Großmutter. Auch sonst tauchen einige Charaktere auf: Die einen liebenswert, die anderen unsympathisch. Allesamt sind authentisch beschrieben, sodass ich sie mir gut vorstellen konnte. Besonders gut gefallen hat mir, dass sie sich nicht in Schubladen stecken liesen. In "Half Bad" gibt es kein einfaches "gut" und "böse". Schwarze Hexen sind nicht die Mörder, an die man im ersten Moment denken mag. Und weiße Hexen sind nicht die selbstlosen Heilerinnen, die man aus anderen Büchern kennt. Doch auch umdrehen kann man das Ganze nicht so einfach. Und genau das macht das Buch für mich so besonders. Nicht nur Schreibstil, Protagonist und Handlung sind originell, auch der Aufbau hat etwas besonderes. Auf den ersten Seiten erfährt der Leser bereits, dass Nathan in Gefangenschaft lebt. Erst wenige Seiten später wird der Beginn seiner Geschichte erzählt. Und diese ist durchgehend spannend und mit einigen Höhepunkten, die sich durch das komplette Buch ziehen. Auch eine Liebesgeschichte beinhaltet "Half Bad", doch diese steht eher im Hintergrund. Fazit: Eine originelle Geschichte, die ich jedem ans Herz legen möchte. "Half Bad" ist viel tiefgründiger, als man zunächst vermuten mag und setzt sich mit ernsten Themen, die wir auch ganz leicht auf uns und unsere Mitmenschen übertragen können auseinander. Ich hoffe sehr, dass auch die Folgebände noch übersetzt werden. Wenn nicht, werde ich diese Reihe auf jeden Fall auf englisch fortsetzen.

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Meine Empfehlung Der Einstieg in den ersten Band der Trilogie war für mich etwas schwierig, denn der Schreibstil am Anfang war mir zu verwirrend und abgehackt. Was sich aber nur auf die ersten paar Kapitel bezieht, danach ist das Buch sehr interessant geworden und hat mich richtig gefesselt. Zuerst dachte ich es läge am Vorleser des Hörbuchs, aber im Verlauf der Geschichte habe ist festgestellt, dass es wirklich nur am Schreibstil lag. Der Vorleser "Oliver Kube" hat den jungen Hauptprotagonisten "Nathan" gut getroffen und ein gutes Lesetempo vorgelegt. Der Plot hat mir wirklich gut gefallen, Hexen leben mitten unter uns und fechten ihren Kampf zwischen Gut und Böse aus. Obwohl die Geschichte einige Aspekte beinhaltet, die mir aus anderen Fantasy Büchern bekannt vorkamen, hat die Autorin ihre eigenen Ideen gut umgesetzt. Es handelt sich zwar um Hexen, sie sind uns jedoch überaus ähnlich dargestellt, nicht übermenschlich Schön oder von Magie vollgepumpt. Es hat jeder nur eine Gabe, die er an seinem 17. Geburtstag erhält. Zumindest gilt das für die meisten, einige Hexen haben Methoden entwickelt, um die Gabe anderer Hexen zu stellen. "Das Dunkle in mir" setzt sich größtenteils mit der Kritik an der Gesellschaft auseinander, die Geschichte selbst ist recht düster, brutal und erschreckend voller Hass. Nathan führt seit seiner Geburt ein sehr schweres Leben, das geprägt ist von Verboten und Vorschriften. Während er heranwächst dürfen wir ihn bei seiner Entwicklung und Selbstfindung beobachten. Wie der Titel schon andeutet ist Nathan ein Halbcode, also halb weiß und halb schwarz, er entstammt einer weißen Hexe und einem schwarzen Hexer. Das ist der Grund, warum er von der Gesellschaft der weißen Hexen immer weiter ausgegrenzt und schließlich wie ein Ding behandelt wird. Die knallharte und fast schon sadistische Brutalität der weißen Hexen, hat mich sehr daran zweifeln lassen "wer die guten Hexen sind". Nathan ist ein außergewöhnlicher Junge und versucht trotz alles Widrigkeiten in seinem Leben, sich nicht zu verlieren und an eine glückliche Zukunft zu glauben. Das Streben nach Freiheit und sein Überlebenswille begleiten ihn dabei. Obwohl Fantasy die Grundlage für diesen Plot bildet, ist es oftmals eher nebensächlich. Ich finde diesen Magieroman mit Thriller Elementen, dem ganz alltäglichen Wahnsinn in Nathans Leben und die verstörende Gesellschaftsentwicklung sehr realistisch dargestellt. Fazit - Bewertung: 4,5 Sterne Dieser Debütroman von Sally Green hat mir sehr gut gefallen und macht mich schon ganz gespannt auf die Fortsetzung. Für den nicht so ganz gelungenen Einstieg muss ich jedoch 0,5 Sterne abziehen.

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Das Hörbuch “Half Bad- das Dunkle in mir” von Sally Green hat mich durch die Vorschau auf der Rückseite des Hörbuches angesprochen. Hexen, weiße wie schwarze sind immer ein gutes Thema für eine spannende und interessante Geschichte – so jedenfalls meine Erfahrung aus den letzten 20 Jahren. Sally Green als Autorin, war mir bis dahin noch unbekannt, so dass ich völlig neutral und wertungsfrei an das Hörbuch herangegangen bin. Leider muss ich sagen, das mich das Hörbuch aus dem cbj Audio Verlag , als erstes seiner Klasse, nicht begeistern und fesseln konnte. Die Geschichte beginnt schon recht schockierend und in meinen Augen, nicht wirklich sinnvoll und zusammenhängend. Ich habe erst im Nachhinein eine wage Ahnung, was ich da zu Beginn für eine Szene oder Frequenz gehört habe. So verstört mich das Gehörte im ersten Moment erstmal , da ich es nicht zuordnen kann. Aber so schnell gebe ich nicht auf und versuche den Figuren in die Geschichte zu folgen. Das ist gar nicht so einfach, wollen die Figuren mir doch einfach nicht sympathisch sein und kann ich keine rechte Bindung zu ihnen aufbauen und mich in sie hineinversetzen. Gerade bei einem Hörbuch ist das aber recht wichtig, da alles ja nur über auditive Kanäle abläuft. Ich höre trotzdem weiter zu, es kann ja noch ein Wendepunkt in der Geschichte kommen. Es bleibt aber schwierig, die Lage unentspannt. Ich verfolge den Alltag, die Schwierigkeiten und Emotionen des Protagonisten Nathan mit, die alles andere als erfreulich , sondern oft schockierend, düster und unheimlich sind. Manche Gedankengänge kann ich auch nicht nachvollziehen, aber das sollte mich nicht davon abhalten den MP4 Player auszuschalten. Die Geschichte hat durchaus auch ihre guten Ansatzpunkte, in denen ich aufhorche , lauere und warte wie sich die Geschichte weiter entwickelt. Leider gelingt es der Autorin nicht, diese guten Ansatzpunkte konsequent weiterzuführen, auszubauen und zu entwickeln. Ich versinke mitsamt der Hauptfigur schneller im unwichtigen Alltag ,als mir lieb ist. So können mich auch die aufkommenden Emotionen nicht wirklich fesseln, geschweige denn berühren. Sie bleiben nichtssagend und ausdruckslos für meine Ohren. Die Figuren unnahbar und nicht wirklich greifbar. Abgerundet wird der “Misserfolg” in meinen Augen durch die langweilige Sprechweise des Erzählers, wobei ich schon glaube, das er noch versucht hat das beste aus der Geschichte herauszuholen. Aber viel war da in meinen Augen eben nicht zu machen, als Hörbuch. Als gedrucktes Buch stelle ich mir die Geschichte gar nicht so schlecht vor, das hilft mir als Hörbuchinhaberin aber jetzt nicht weiter. Ich werde mir die Geschichte auf jeden Fall nochmal als Buch ansehen, vielleicht ist es einfach die falsche Geschichte für ein Hörbuch – auch das soll es geben. Das Fazit: Mich persönlich konnte Sally Green mit ihrem ersten Teil zu Half Bad leider nicht ansprechen. Die Geschichte war mir als Hörbuch zu undurchsichtig und zu düster , die Charaktere einfach nicht fesselnd und mitreißend genug. Einzig allein der Sprecher hat versucht zu retten, was zu retten ist. Sterne und Dankeschön Ich vergebe daher 3 Sterne von 5 Sternen . Einmal für die guten Ansätze in der Geschichte, einen Stern für den Sprecher und einen weiteren Stern für den Mut der Autorin diese Geschichte so als Hörbuch zu veröffentlichen. Ich danke dem Verlag cbj Audio dafür, das er mir ein Rezensionsexemplar dieses Hörbuches zur Verfügung gestellt hat und mir damit die Möglichkeit gegeben hat, die mir bis dato unbekannte Autorin kennenzulernen.

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Meine Meinung: Die Meinungen die ich bisher zu Half Bad gehört habe, waren sehr unterschiedlich viele davon waren begeistert, andere mochten es aber wiederum gar nicht. Deswegen war ich sehr gespannt, wie es mir wohl gefallen wird und ich muss sagen, dass es mir wirklich ganz gut gefallen hat. Ich hatte am Anfang des Buches allerdings so meine Schwierigkeiten, denn der Schreibstil der Autorin Sally Green ist wirklich einzigartig und anders. Im ersten Teil des Buches, ist es wirklich schwierig, aber im zweiten Teil wird es besser und man gewöhnt sich daran. Im Endeffekt muss ich sogar sagen, dass mit der Schreibstil gut gefallen hat, da er einfach mal anders ist. Die Idee des Buches mit den schwarzen und weißen Hexen fand ich großartig. Es war etwas komplett neues und hatte viel Potential. Leider wurde das Potential in meinen Augen nicht richtig genutzt, denn es gab einige Stellen, die sehr langatmig waren und in denen nur sehr wenig passiert ist. Andere waren wieder super spannend und man konnte das Buch nicht weglegen. Mit dem Protagonisten Nathan bin ich leider nicht ganz warm geworden. Ich konnte seine Handlungen größtenteils nachvollziehen, aber leider konnte ich nie vollständig mit ihm mitfühlen. Allerdings fand ich es toll, dass es hier den Konflikt gab, ob der Protagonist jetzt gut oder böse ist. Ich fand das sehr interessant und einfach mal was anderes. Fazit: Mit „Half Bad – Das Dunkle in mir“ hatte Sally Green wirklich eine tolle Idee für eine Geschichte. Leider hat sie in meinen Augen das Potential nicht ganz genutzt, da es zwar größtenteils spannend war, allerdings gab es auch einige langatmige Stellen. Jeder der zu dem Buch greift, sollte sich unbedingt vorher eine Leseprobe anschauen! Für alle die mit dem Schreibstil klar gekommen, ist das Buch aber definitiv lesenswert!

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»Es ist die Art, wie du denkst und wie du dich benimmst, die zeigt, wer du bist. Du bist nicht böse, Nathan. Nichts an dir ist böse. Du wirst eine mächtige Gabe haben, aber erst, wie du sie einsetzt, entscheidet, ob du gut oder böse bist.« (S. 126) Seit frühester Kindheit wird Nathan vom Rat der Weißen Hexen überwacht, unterdrückt und verfolgt. Denn seine Mutter ist eine Weiße Hexe - und sein Vater niemand anderes als Marcus, der gefährlichste und mächtigste Schwarze Hexer ihrer Zeit, der für den Tod unzähliger Hexen verantwortlich ist. In Nathan sieht der Rat seine Chance gekommen: Welch besseren Köder könnte es geben um Marcus einzufangen als seinen eigenen Sohn? Und auch wenn Nathan ihm nie begegnet ist, wird er immer und überall misstrauisch beäugt und für seine dunkle Hälfte verurteilt. Kann er den anderen beweisen, dass er nicht böse ist? Oder ist er dazu verdammt, ein Schwarzer Hexer zu werden? Im Jugendfantasy-Bereich wirkt es seit einiger Zeit so, als könnte man nur noch mit sexy mysteriösen Vampiren, Engeln oder Ähnlichem punkten. Welch positive Überraschung stellt da Sally Greens düsteres »Half Bad« dar, in der zur Abwechslung mal kein liebeshungriges Mädchen einem übernatürlichen Schönling hinterherhechelt. Stattdessen erwartet uns mit dem »Halbcode« Nathan ein ungewöhnlicher Protagonist und ein sehr spannender Weltenentwurf, in dem Hexen neben normalen Menschen existieren. Mich hat die Mischung von Anfang an begeistert, auch wenn die Geschichte zeitweise ihre Längen hatte. Die Geschichte beginnt damit, dass der sechzehnjährige Nathan in einem Käfig gefangen gehalten wird, irgendwo in der Einöde Schottlands. Während er verzweifelt auf seine Chance wartet, der skrupellosen Hexe zu entkommen, die ihn gefangenhält und misshandelt, erzählt er rückblickend, wie er in dem Käfig gelandet ist. Wie er seit frühester Kindheit von den Weißen Hexen überwacht wird und sich den Untersuchungen des Rates stellen muss. Und wie sie ihn schließlich eingesperrt haben, um an seinen gefährlichen Vater zu kommen, den er jedoch noch nie getroffen hat. Doch nun nähert sich sein siebzehnter Geburtstag und Nathans Zeit läuft ab. Denn wenn er an diesem Tag keine drei Geschenke von seinem Vater erhält, muss er sterben... "Half Bad" ist fast schon mehr Gesellschaftskritik als Fantasyroman, denn die Zauberei spielt hier eher nur eine untergeordnete Rolle (obwohl wir schon ein paar echt coole Zauber erleben). Stattdessen erleben wir, wie seine Mitschüler und die gesamte Hexengesellschaft auf Nathan reagieren, der - wenigstens rein äußerlich - das absolute Ebenbild seines berühmt-berüchtigten Vaters ist. Selbst seine Mutter konnte seinen Anblick nicht ertragen und hat sich selbst umgebracht. Nur sein Halbbruder Arran hält stets zu ihm und gibt nichts auf die Vorurteile der anderen. So wie auch die bildschöne Annalise, deren Familie zu den einflussreichsten Weißen Hexern zählt... Nathans trauriges Schicksal hat mich alles andere als kalt gelassen und ich war schockiert, wie er von den ach so guten Hexen behandelt wird. Seit er ein Baby war, wird er überwacht, kontrolliert und unterdrückt. Ständig werden neue Gesetze vom Rat der Weißen Hexen herausgegeben, die Halbcodes wie ihm das Leben schwer machen. Sie müssen angeben, wann und wohin sie verreisen, wen sie treffen und jedes Jahr ihre Gesinnung testen lassen - kein harmloses Unterfangen, denn Schwarze Hexen werden gejagt, eingesperrt oder direkt getötet. Und so muss Nathan jedes Jahr wieder beweisen, ob er mehr nach seiner Mutter oder seinem Vater schlägt. Trotz des Rassismus und der Unterdrückung, der Nathan sich immer wieder ausgesetzt sieht, lässt er sich nicht unterkriegen, auch wenn sein innerer Konflikt zwischen seiner guten und bösen Seite durchaus spürbar ist und er oft überlegt, warum er eigentlich noch gut sein sollte. Bei dieser Geschichte muss man sich wirklich fragen: wer sind eigentlich die Bösen? Die Schwarzen Hexen, die ihre Macht selbstsüchtig nur für ihr eigenes Wohl nutzen? Oder die Weißen Hexen, die ihre Fähigkeiten (angeblich) für das Gute einsetzen? Fakt ist, in diesem Buch sieht man nicht sonderlich viel Gutes von den Weißen Hexen, denn sie herrschen mit erbarmungsloser Hand. Nathan wird eingesperrt, geschlagen, gefoltert - und all das, ohne jemals etwas Böses getan zu haben. Einfach nur, weil er ein Schwarzer Hexer werden könnte. Wie die Weißen Hexen an die Macht gekommen sind und wieso sie so gnadenlos regieren, erfährt man in diesem ersten Teil noch nicht. Umso gespannter bin ich, wie Sally Green Nathans Geschichte weiterspinnen wird. Ihr Debüt bietet auf jeden Fall eine innovative und frische Mischung aus Fantasydrama, Verfolgungsjagd, Freundschaft, Liebe und Unterdrückung und ist in meinen Augen sehr gut gelungen. Wir erfahren viel über die Hexengesellschaft und ihre Kultur und lernen skurrile und undurchsichtige Weiße und Schwarze Hexen kennen, die alle reges Interesse an Nathan haben. Aber wem kann er eigentlich trauen? Im Mittelteil hatte das Buch zwar so seine Längen, was den Lesegenuss etwas geschmälert hat. Das war aber lange nicht genug, als dass ich nicht trotzdem begeistert von dem Buch war. »Half Bad« bietet eine packende, düstere und oftmals auch grausame Fantasygeschichte mit frischen Charakteren und einem spannenden Konzept, die ich all jenen weiterempfehle, die genug von den typischen Romantasygeschichten haben. Lasst euch von Nathans ungewöhnlicher Geschichte überraschen!

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Nicht ganz überzeugend

Von: Daniela U. aus Allgäu

28.06.2014

Wir befinden uns in einer Welt, in der es Menschen, Weiße Hexen und Schwarze Hexen gibt. Die Menschen wissen nichts von den Hexen und die Weißen und Schwarzen Hexen sind verfeindet bis aufs Blut. Nathan ist ein ganz besonderer Fall, er ist der Sohn einer weißen Hexe und eines schwarzen Hexers, ein sogenanntes Halfcode. Seinen Vater Marcus hat er nie getroffen, dieser ist ein besonders gefürchteter schwarzer Hexer. Auf welche Seite Nathan einmal gehören wird, ist noch nicht klar, dies wird sich an seinem 17. Geburtstag zeigen. Bis dahin wächst er nach dem Tod seiner Mutter bei seiner Großmutter und seinen Halbgeschwistern auf, alles weißen Hexen. Während die Großmutter und die beiden jüngeren Geschwister ihn sehr gern haben und als vollwertiges Familienmitglied akzeptieren, hasst ihn seine älteste Schwester, die ihm die Schuld für den Tod der Mutter gibt. Der Rat der weißen Hexen denkt sich immer neue Gesetze aus, um die Bewegungsfreiheit und Rechte von Halfcodes einzuschränken, Nathans Leben wird so immer schwieriger und einsamer, bis er schließlich sogar von seiner Familie getrennt wird. Auf den ersten Seiten habe ich mich mit diesem Buch sehr schwergetan. Anfangs ist die Geschichte in der Du-Perspektive geschrieben, d.h. Nathan spricht den Leser direkt an. Man wird mitten in die Geschichte hineingeworfen, die oben beschriebenen Hintergründe werden erst nach und nach erläutert. Später wird das dann besser, die Perspektive wechselt und die Geschichte verläuft chronologisch und nicht mehr ganz so sprunghaft. Dennoch sollte man aufmerksam lesen, um der Handlung richtig folgen zu können, das ist kein Jugendbuch, welches man mal eben so nebenher lesen kann. Interessant an dem Buch fand ich den Ansatz der Definition von Gut und Böse. Anfangs wirkt es so, als seien schwarze Hexen automatisch schlecht und weiße automatisch gut. Dementsprechend hofft man natürlich auch unwillkürlich für Nathan, dass bei ihm die weiße Seite durchschlägt. Aber im Laufe der Handlung wirkt das Verhalten der weißen Hexen oft gar nicht so gut, während man vergeblich auf Beweise für das angebliche Bösesein der schwarzen Hexen wartet. Ist die Einteilung also vielleicht doch nicht so einfach? Insgesamt war der Schreibstil aber nicht so wirklich mein Fall und auch wenn die Geschichte nach dem schwierigen Einstieg besser lesbar wurde und es auch durchaus fesselnde und spannende Abschnitte gab, war ich am Ende nicht richtig überzeugt. Es handelt sich um einen Reihenauftakt, das Ende ist relativ in sich abgeschlossen, aber es zeichnet sich auch klar ab, dass die Geschichte noch weitergehen wird.

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