Leserstimmen zu
Moorfeuer

Nicole Neubauer

Kommissar Waechter (2)

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In Freising findet die Polizei eine verkohlte Leiche auf einem verlassenen Feld. Die Umstände sprechen für eine okkulte Verbrennung. Davon will Einsatzleiter Lanz nichts wissen. Die hinzugezogenen Münchner Kollegen Waechter und Brandl sehen das jedoch anders. Schnell wird klar: der Fall ist noch viel mysteriöser, als er zu Beginn schien... "Moorfeuer" ist der zweite Fall für Kommissar Waechter und sein Team, konnte mich aber leider nicht so begeistern wie der Vorgänger. Nicole Neubauer verliert sich in meinen Augen zu sehr in den privaten Problemen der Ermittler und lässt dabei den Fall außer Augen. Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet, der seine Sprache an die aktuell beobachtete Person anpasst. So ist man bedächtig mit Waechter unterwegs, rotzfrech mit Hannes Brandl in den Ermittlungen und schnodderig, wenn man mit Elli, der einzigen Frau im Team, auf Täterjagd geht. Diese besondere Mischung hat es mir wieder mal angetan und ich finde es klasse, dass die Autorin die Ausdrucksweise an die jeweiligen Blickwinkel anpasst. Zu Beginn hatte ich ein paar Probleme, mich wieder im Figurenensemble zurecht zu finden. Meine Lektüre von "Kellerkind" war einfach zu lang her. Doch je mehr ich las, desto besser konnte ich mich erinnern und fand wieder in das Team um Waechter hinein. Die privaten Probleme, die auch schon im ersten Teil eine größere Rolle spielten, scheinen nun Waechter und auch Hannes fast aufzufressen. Nicole Neubauer gewährt tiefe Einblicke in die Psyche der beiden. Solche Einblicke mag ich normalerweise, hier jedoch sprengten sie den Rahmen. Denn der Fall geriet dadurch so sehr in den Hintergrund, dass mich zwischendurch sogar die Lust verließ herauszufinden, wer hinter dem Mord steckt. Dem Fall hätte es besser getan, wenn er mehr Aufmerksamkeit bekommen hätte. Denn die Zusammenhänge sind groß und viel gewaltiger, als es bei der Lektüre den Anschein machte. Zwar war mir der Täter schon nach knapp der Hälfte klar, jedoch gab es immer wieder Punkte, die mich zum Weiterlesen verleitet haben. Ein wenig Straffung in den privaten Details hätte dem Roman den nötigen Schwung gegeben, mich komplett bei der Stange zu halten. Der Stil von Nicole Neubauer ist gut und flüssig zu lesen. Ihre Erzählweise ist detailverliebt, nachdenklich und erfrischend untypisch für einen Krimi. Fazit: im Moor brennt die Hex, doch meine Begeisterung konnte der Kriminalfall nicht vollständig entfachen. Dennoch kann ich ihn eingeschränkt empfehlen.

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Die Handlung von „Moorfeuer“ ist komplex aufgebaut, mit vielen Nebenhandlungen, die teilweise nur ganz am Rand mit der Hauptgeschichte zu tun haben. Neben dem Kriminalfall nehmen auch das Privatleben von den Ermittlern Hannes, Waechter und Maret, der Tochter des Opfers, einen grossen Raum ein, was die Geschichte doch etwas zäh wirken lässt, da es dadurch mit der Falllösung nur schleppend voran geht. Wirkliche Indizien, denen die Polizisten folgen können, gibt es auch kaum, sodass die Ermittler die Falllösung zu einem grossen Teil erraten müssen. Die Geschichte wird aus wechselnder Perspektive erzählt, mal begleitet der Leser die Polizisten Brandl, Waechter oder Schuster, oder erhält Einblick in die Gedankenwelt der Tochter des Opfers. Die Autorin Nicole Neubauer verwendet eine eingängige, bildhafte Sprache, die dem Leser hilft, sich die Vorgänge vorzustellen. Die Grundidee rund um eine Hexenverbrennung klang sehr interessant und auch das "kalte Mädchen" hat mich auf einen düsteren Krimi hoffen lassen. Doch merkwürdigerweise hat mich die Geschichte nicht wirklich fesseln können. Das lag vielleicht daran, dass der Kriminalfall ziemlich undurchsichtig ist und es kaum Indizien gibt. Ähnlich wie die Ermittler tappt man selbst auch recht lange im Dunkeln. Das Buch hat einige Höhepunkte bei denen ich immer gedacht habe, dass es mich nun doch so richtig fesseln wird. Aber leider plätscherte es danach wieder vor sich hin. Die Geschichte der Hexenbanner und Einblicke in die Vergangenheit fand ich beispielsweise sehr interessant - hier hätte ich mir mehr Details erhofft. Auch das Ende hat mich nicht vollkommen überzeugen können, da einige Fragen offen geblieben sind. Das Ermittlerteam hat mir aber, wie schon in "Kellerkind" wieder richtig gut gefallen. Für mich ist es eine ideale Mischung an unterschiedlichen und sich ergänzenden Charakteren!

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Bücher mit gruseligen Elementen (die sich dann ganz banal auflösen oder eben nicht) mag ich ja sehr. Krimis und Thriller mag ich auch. Also, eigentlich ganz gute Vorraussetzungen für das Buch. Trotzdem bin ich jetzt schon ehrlich und sage - das Buch hat mich nicht fesseln können. Die Idee zur Geschichte (mit Hexenverbrennung und mit dem 'Geister-Mädchen') fand ich eigentlich nicht schlecht und insgesamt war das Buch ganz nett geschrieben, aber um ehrlich zu sein - nichts, was lange im Gedächtnis bleibt und nichts, was ich unbedingt nochmals lesen muss. Was ich allerdings nicht schlecht fand, dass man nicht sofort nach ein paar Seiten schon wusste oder ahnte, wer der Mörder sein könnte, sondern dass es einem wirklich erst zum Schluss hin klar wurde. Es gab auch sonst ein paar Höhepunkte, wo ich gedacht habe 'Ja, jetzt hat sie die Kurve bekommen', nur um dann anschließend wieder ähnlich vor sich hinplätschernd zu schreiben. Schade! Die Ermittlerfiguren waren ganz gut ausgearbeitet, auch die Hintergrundgeschichten fand ich nicht übel (gerade die um Waechter hat es mir angetan), was mich aber anfangs unglaublich irritiert hat, war 'Der Hüter des Schweigens' - zuerst dachte ich, es wäre eine Ausgeburt der Fantasie des Ermittlers Hannes, bis sich irgendwann rausstellte, dass es ein Polizeimitarbeiter aus Fleisch und Blut war, der aber einfach nie was sagte und nur selten bei seinem richtigen Namen genannt wurde - diese Figur war unglaublich platt und für mich überhaupt nicht fassbar (vielleicht hätte man auch den ersten Teil lesen sollen, aber es war nicht ersichtlich, dass dies bereits eine Reihe ist). Gut gelungen fand ich die Umgebungsbeschreibungen, die waren wirklich bildhaft dargestellt und haben ein bisschen Flair in die Szenerie gebracht. Insgesamt bin ich etwas zwiegespalten mit meiner Meinung - würde ich Sterne vergeben, gäbe es für dieses Buch solide 3 Sterne.

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Nach dem gelungenen Debüt (Kellerkind) konnte ich mich mit Moorfeuer nicht so richtig anfreunden. Die Story: In der Nähe von München kommt es zu einem rätselhaften Mord: Eine Frau wurde auf einer Art Scheiterhaufen verbrannt. Das Opfer trug ein rätselhaftes Amulett und auch der Scheiterhaufen scheint auf einen Ritualmord zu deuten. Doch eine Hexenverbrennung in Bayern erscheint etwas zu weit hergeholt...oder etwa nicht? Die Kommissare Waechter und Brandl und Schuster müssen tief in der Vergangenheit des Opfers graben und entdecken neben der Geschichte eines Hexenbanners auch die eines spukenden Geistermädchens... Meine Meinung: Die Geschichte rund um eine Hexenverbrennung klang sehr interessant und auch das "kalte Mädchen" hat mich auf einen düsteren Krimi hoffen lassen (ggf. sogar mit etwas Mystery?). Doch merkwürdigerweise hat mich die Geschichte nicht wirklich fesseln können. Das lag vielleicht daran, dass der Kriminalfall ziemlich undurchsichtig ist und es kaum Indizien gibt. Ähnlich wie die Ermittler tappt man recht lange im Dunkeln. Das Buch hat einige Höhepunkte bei denen ich immer gedacht habe, dass es mich nun doch so richtig fesseln wird. Aber leider plätscherte es danach wieder vor sich hin. Die Geschichte der Hexenbanner und Einblicke in die Vergangenheit fand ich beispielsweise sehr interessant - hier hätte ich mir mehr Details erhofft. Auch das Ende hat mich nicht vollkommen überzeugen können, da einige Fragen offen geblieben sind. Das Ermittlerteam hat mir aber richtig gut gefallen. Für mich ist es eine ideale Mischung an unterschiedlichen und sich ergänzenden Charakteren! Fazit: Ein eher durchschnittlicher Krimi, der durch Themen wie Hexenverbrennung/ -verfolgung aufgewertet wird. Mich konnte Moorfeuer nicht so richtig fesseln, deshalb reicht es dieses mal nur für 3 Sterne.

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Der Titel und Klappentext hat mich sehr angesprochen. Über den Inhalt könnt ihr auf diversen Netzseiten nachlesen. Zum Buch: es ist recht flüssig geschrieben, die Einzelheiten kommen gut heraus und die Charaktere werden sehr gut beschrieben. Die Geschichte selbst ist anfangs etwas undurchsichtig, es lichtet sich aber dann von Seite zu Seite. Ich hätte mir gewünscht das etwas mehr auf die Thematik "Heilpraktiker" und "Hexerei" eingegangen wäre. Es wird zwar immer wieder angerissen und darauf hingewiesen, jedoch fundierte Rückblicke in das frühere Jahrhundert hätten mehr ausgebaut werden können. Alles in allem ist es ein schönes Buch, das man gemütlich am Sofa bei Kaminfeuer lesen kann, wo sich der Spannungsaufbau mit jeden Kapitel erhöht und erst auf den letzten Seiten das "wahre Gesicht" gezeigt wird.

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