Leserstimmen zu
Das Vermächtnis der Göttinnen

Kateřina Tučková

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Die Geschichte beginnt mit einem heftigen Auftakt: Die Mutter der Hauptprotagonistin Dora wird getötet. Der Name von Dora’s Tante Surmena war für mich anfangs sehr gewöhnungsbedürftig. Sie ist eine Heilerin, und in der damaligen Zeit besaßen Heilerinnen Wissen, das für die Allgemeinheit unbekannt, und dadurch auch etwas mysteriöses und fremdes war. Aberglaube und Traditionen prägten diese Menschen. Als Erwachsene recherchiert Dora für eine Diplomarbeit viel über „die Göttinnen von Zitkova“, und kann in alten und frei gegebenen Archiven nach Unterlagen ihrer Tante suchen, die im Sommer 1955 als regimefeindliche Person (Gefährdung der Gesellschaft) eingestuft wurde. Sie wurde damals „unschädlich“ gemacht und in eine Anstalt eingewiesen; so wie man Regime-Gegner zu dieser Zeit halt „ausgeschaltet“ hat. Im Buch werden viele hinterhältige Ungerechtigkeiten und auch Unmenschlichkeiten geschildert, so dass es einem beim Lesen richtig eng ums Herz werden konnte. Tatsächlich gibt es solche Polizeiakten, Situationsberichte, Beobachtungsprotokolle und Gutachten heute in tschechischen und slowakischen Archiven zum nachforschen. Diese Geschichte schildert stellvertretend, wie hilflos die Verfolgten waren. Wie hilflos auch die Familien zusehen mussten, an die Ohnmacht, wie man mit dem Gedanken an diese Ungerechtigkeiten leben kann. Ärzte, die zum Regime gehörten und „unerwünschte Personen“ die in Anstalten eingeliefert und den Ärzten ausgeliefert wurden, und niemals mehr zurück kehrten. Schließlich werden die Nazis auf die „Göttinnen“ aufmerksam. Den SS Hexen-Sonderauftrag gab es wirklich. Das Interesse kam auf, weil die Göttinnen „germanische“ Traditionen pflegten. Fazit: Ich habe das Buch zu lesen begonnen und konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil und Erzählton haben mir sehr gut gefallen und ich würde gerne mehr von dieser Autorin lesen. In der Geschichte war besonders der Teil aufwühlend, als die Göttinnen verfolgt wurden und der überraschende Teil, der historischen Bezug auf Himmlers Hexenkartothek nimmt. Frauenschicksale. Außerdem zeigt die Geschichte die Ohnmacht der Bürger in einem paranoiden System. So wie ich es im Nachwort verstanden habe, existierten diese Frauen wirklich, und es gibt auch einen Zeitungsbericht „Bohyne na Zitkove“, der im Buch auf Seite 151 teilweise abgebildet ist. Dieses Buch ist genau der Grund, warum ich gerne lese. Und auch gerne mal etwas anderes lese. Die Überraschung, das Thema und die Frauenschicksale in diesem Buch, die im großen und ganzen von wahren Begebenheiten erzählen, faszinieren mich. Der Blick hinter den Horizont lohnt sich, gerade in der Literatur.

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Žítková (dt. Schitkowa) ist nicht gerade der Nabel der Welt: Ein einsames Dorf in den Weißen Karpaten an der tschechischen Grenze zu Slowenien, die Älteren häufig Analphabeten, der Selbstgebrannte wird getrunken wie Wasser, dass die Leibeigenschaft abgeschafft wurde, hat man fünfzig Jahre zu spät mitbekommen. Und gerade dieser unwirtlichen Gegend widmet die Ethnografin Dora Idesovà ihr gesamtes Leben. Sie ist hier aufgewachsen, großgezogen von ihrer schrulligen, immer alten Tante Surmena, einer der letzten Heilerinnen (und manchmal auf Wahrsagerinnen) des Ortes – Göttinnen nennen sie diese Frauen hier. Dora ist als Wissenschaftlerin skeptisch, aber weiß auch um die Besonderheiten, die das Leben in Žítková mit sich bringt. Ihr gesamtes Erwachsenenleben widmet sie den Göttinnen und stößt immer wieder auf ihre eigene Familiengeschichte: Warum wurde ihre Tante verhaftet nur um dann jahrelang in der Psychiatrie festgehalten zu werden und dort zu sterben? Warum erschlug ihr Vater ihre Mutter mit der Axt? Warum wurde sie auf dem Internat bis aufs Blut gequält? Und wer hat ein Interesse daran, die Göttinnen von Žítková in Verruf zu bringen? Dora stößt bei ihren Archivbesuchen weit in die letzten Jahrhunderte vor und erfährt dabei viel über ihre Vorfahrinnen, die als Hexen auf dem Scheiterhaufen starben und über ihre Familie, auf die sowohl Nationalsozialisten als auch Kommunisten immer ein Auge hatten. Die „merkwürdige Geschichte aus den Weißen Karpaten“ beginnt tatsächlich merkwürdig. Die Protagonistin Dora Idesovà wirkt spröde, irgendwie aus der Zeit gefallen, keine Hobbies, keine Freunde, ab und zu eine lustlose Bekanntschaft – Du lebst ja wie ein Geist. Auch ihr Heimatdorf in den Weißen Karpaten ist alles andere als der Nabel der Welt. Und hier soll man einen spannenden Roman ansiedeln? – Ja, auf jeden Fall. Ein paar Seiten braucht man, um sich in Protagonistin und Montagetechnik einzufinden, doch dann beginnt man mitzufiebern. Wer ist hier mit wem verwandt und was fanden sowohl Nationalsozialisten als auch Kommunisten an den alten Frauen, die in ihren ärmlichen Hütten Glieder einrenkten und Kräutertränke brauten? Beim Lesen schlägt man sich unweigerlich auf die Seite der alten Heilerinnen, das macht die Perspektive. Doch im Rückblick ist bemerkenswert, dass das Buch genau das nicht macht. Waren sie Heilerinnen oder Scharlatane? Vielleicht etwas von beidem? Oder muss vielmehr jede Frau für sich betrachtet werden? Genossen sie die Aufmerksamkeit der Nationalsozialisten? Wären sie ebenso bekannt, wenn diese nicht begonnen hätten, ihre Geschichten aufzuschreiben? Während das eine Regime sie protegierte, versuchte das andere sie auszulöschen. Schön ist, dass die tschechischen Namen der Orte und Personen auch in der deutschen Übersetzung beibehalten und dort, wo es der geschichtliche Verlauf erfordert, eingedeutscht wurden. Es ist nur eine Kleinigkeit, aber so hat man als Leser den Eindruck, diesem fremden Winkel ein Stückchen näher zu kommen. Manchmal wird jedoch auch zwischen deutschen und tschechischen Namen hin und her gesprungen, sodass man glatt verpassen kann, wenn es sich in der Beschreibung um ein und denselben Ort handelt. Eine Karte der Weißen Karpaten wäre sehr hilfreich gewesen. So ist es wirklich erhellend, wenn man sich im Internet Karten der Gegend anschaut, um ein Gefühl für die Entfernungen zu bekommen. Doras Stammbaum abzudrucken war im Gegensatz dazu unerlässlich, denn während die Protagonistin sich schnell merkt, mit wem sie wie verwandt sein muss, kommt man als Leser manchmal kaum hinterher. Was man bereits beim Anblick des bis ins 17. Jahrhundert zurückreichenden Stammbaums ahnt, wird beim Lesen schnell zur Gewissheit: Die Autorin Tučková arbeitet für einen Roman außergewöhnlich akkurat und mit viel Liebe zum Detail. Schon während man die Hauptfigur Dora bei ihren ersten Recherchen in die tschechischen Archive begleitet, beginnt man sich zu fragen, wo hier die Grenze zwischen Realität und Fiktion verläuft, welche Dokumente sich so oder so ähnlich tatsächlich finden und welche der Figuren wohl tatsächlich Kräuter in den Wäldern gesucht haben. Als Leser freut man sich daher aufrichtig über den Epilog, in dem die Autorin Klarheit darüber schafft, wie sie bei ihrer Recherche vorgegangen ist und wie viel Fantasie in ihrem Roman steckt. Hier wird die Brücke von den ersten bekannten Göttinnen in die Jetztzeit geschlagen. Beginnt man dann, einige der Namen und Begriffe durch die Suchmaschinen laufen zu lassen, ist man erstaunt, wie viele historische Personen die Autorin in ihre Handlung eingeflochten hat. Fazit: Kateřina Tučková gelingt es, Realität und Fiktion derart gekonnt mit einander zu vermischen, dass man als Leser gleich selbst ins nächste Archiv losziehen möchte, um mehr über die Göttinnen der Weißen Karpaten herauszufinden.

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“Das Vermächtnis der Göttinnen” literarisch einzuschätzen fällt mir schwer. Von der Struktur her erinnert es mich an “Wildauge” von Katja Kettu, die Geschichte einer jungen Frau immer wieder durchbrochen von Dokumenten, Gutachten und Briefen. Das ist es letztlich auch, was es mir anfangs erschwert in der Geschichte anzukommen, mich mit Hauptfigur Dora und ihrer Familie bekannt zu machen und mich in sie hineinzuversetzen. Denn kaum habe ich den roten Faden ergriffen schneidet das Papier einer Akte der Staatssicherheit ihn wieder ab und mir fast in die Finger. So geht das über 400 Seiten, glücklicherweise gewöhne ich mich irgendwann an den Rhythmus von Erzählpassagen, Gutachten und anderen Dokumenten. So ganz an die Geschichte selbst gewöhnen, kann ich mich aber nicht. Meine Namensvetterin erzählt mir von den Göttinnen der weißen Karpaten – Heilerinnen von allerlei kleineren Wehwehchen und Kräuterkundige, die sowohl von den deutschen Besatzern zur Zeit des zweiten Weltkrieges, als auch von den sozialistischen “Befreiern” danach, misstrauisch beäugt werden. Sie tut dies am Beispiel der neugierigen Dora, die im Rahmen der Erzählung für eine wissenschaftliche Arbeit recherchiert mit der sie den Ruf der Göttinnen nach allerlei Diffamierung durch die örtliche Kirche, die Presse u.a. wieder rein waschen will, und ihrer Tante Surmena, einer der letzten Göttinnen, die ihr Ende in einer psychiatrischen Anstalt in den Händen eines IM (inoffizieller Mitarbeiter) der Staatssicherheit findet, sowie des kleinen Bruders von Dora und einiger Nachbarn und Ahnen, viele davon selbst Göttinnen. Wäre es nicht so verworren erzählt, wäre der Schreibstil Katerina Tuckowás nur etwas lesefreundlicher, dann wäre “Das Vermächtnis der Göttinnen” ein durchaus unterhaltsames Buch. Der wenig bekömmliche Stil, der mich beim Lesen immer wieder aus dem Konzept bringt, da er auch Aktenzeichen und Archivnummern, sowie viele tschechische Betonungszeichen, die ich der Autorin aber natürlich nicht vorhalten kann, – der Übersetzerin vielleicht und natürlich dem Verlag der für deutsche Leser keine Betonungslegende beigelegt hat – enthält, sorgt allerdings immer wieder dafür, das jegliche Spannung in der Geschichte kurz nach Aufkommen schon wieder versiegt. Das bedauere ich als interessierte, aufgeschlossene Leserin zutiefst, kann es aber natürlich nicht ändern, kann letztlich nichts anderes tun, als hier meine Eindrücke zu schildern. Nach und nach lerne ich Dora kennen und einzuschätzen, ebenso wie ihre Tante und mir wird sogar das Herz eng, als ich miterleben muss, wie diese ihr trauriges Ende nimmt. Was diese Schilderungen interessant macht ist jedoch nicht die Geschichte selbst sondern die Geschichte hinter der Geschichte – die Inspiration. Katerina Tocková erzählt jeder Leserin, die es hören möchte, davon wie das sozialistische Tschechien eines seiner kulturellen Erbe auszurotten versucht hat und es zumindest zwischen den Seiten von “Das Vermächtnis der Göttinnen” auch schafft. Ob man nun an die Magie glaubt oder an die moderne Medizin, bei einer Entzündung Heilkräuter aufbrüht oder Antibiotika einnimmt, dieses Unrecht, welches der letzten Generation der Göttinnen widerfahren ist, das lässt sicher keine Leserin kalt, mich eingeschlossen. Insgesamt hat “Das Vermächtnis der Göttinnen” auf die Geschichte bezogen großes Potenzial. Da ich als Leserin immer nur von mir selbst ausgehen kann, muss ich an dieser Stelle allerdings auch anmerken, dass vieles von diesem Grundpotenzial durch die schwer verdauliche Erzählweise wieder verloren geht. Ab und zu habe ich die Lektüre von “Das Vermächtnis der Göttinnen” vollends genossen, habe mitgefiebert und auf ein Happy End gehofft, zumindest für Hauptfigur Dora. Doch die Momente in denen ich nur schleppend voran komme, in denen mich die Geschichte nicht an sich heran lassen will, überwiegen leider. Daher fällt mein Gesamteindruck auch eher durchwachsen aus, während die Geschichte selbst überaus interessant ist, konnte ich mich mit der Art und Weise auf die Katerina Tucková sie erzählt trotz unzähliger Versuche meinerseits einfach nicht so recht anfreunden.

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Kateřina Tučkovás Roman über die Göttinnen aus den Weißen Karpaten könnte zu meinem Jahreshighlight werden. Von der ersten Seite an, hat mich dieser Roman gepackt und nicht mehr los gelassen. Für mich gehört dieser Roman in den Magischen Realismus. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob der Roman die offizielen Kriterien dazu erfüllt. Besonders fand ich schon die Aufmachung des Buches. Das Cover sprach mich sofort an. Vor allem aber setzt sich der Roman neben der erzählten Geschichte Doras aus verschiedene Schriftstücken zusammen. So gibt es in Schreibmaschinenschrift aufgeführte Dokumente aus der Psychiatrie-Zeit der Tante, Briefwechsel zwischen den Forschern, die die Tante und andere Frauen aus den Weißen Karpatan untersuchen, überwachen und als Hexen überführen wollen. Das lockerte den doch recht heftigen Stoff, der in dem Buch Bearbeitung fand, immens auf. Die gesamte Geschichte war von Beginn fesselnd erzählt. Die historischen Begebenheiten, die aufgegriffen und bearbeitet wurden, beinhalten viel Unglaubliches und noch mehr Unerhörtes, das durch Kateřina Tučkovás Erzähltalent ein Sprachrohr in die heutige Zeit erhält. Mich hat das Lesen der Geschichte zwar durchweg eingefangen, aber auch sehr mitgenommen. Als Frau über das Schicksal dieser Frauen zu lesen, ging mir doch recht unter die Haut. Eines steht auf jeden Fall fest: Von Kateřina Tučková möchte ich definitiv mehr lesen!

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Das Buch: Dora ist mit ihrem Leben unzufrieden und fängt an, ihre Vergangenheit zu ergründen. Diese ist unweigerlich mit ihrer Tante Surmena verwoben, bei der Dora aufgewachsen ist. Und Surmena war eine Göttin. Eine Heilerin. Dora fängt an, über die Göttinnen zu recherchieren und stößt auf ein altes Familiengeheimnis… Fazit: Dieses Buch ist sehr beeindruckend. Auch wenn es eher ein fiktiver Roman ist, beruhen laut der Autorin Teile des Buches auf wahre Begebenheiten. Und man merkt, dass dieses Buch wirklich so geschehen sein könnte. Und so begibt sich der Leser mit der Protagonistin Dora auf eine Reise in die Vergangenheit. Dabei spart Tuckova nicht an Stilmitteln, und lässt viele Archivdokumente wie Berichte, Briefe und Zeitungsartikel einfließen. Diese geben Aufschluss über einzelne Göttinnen und klären für Dora und dem Leser so einiges auf. Doch auch Dora birgt Geheimnisse, die vereinzelt im Verlauf erklärt werden, als wäre nichts Besonderes dabei. Denn ihr Leben ist genauso spannend wie das der Göttinnen. Tuckova schreibt schnörkellos und unaufgeregt. Ohne viele Umwege kommt sie auf den Punkt, ohne dass man das Gefühl hat, etwas zu verpassen. Es ist ein Roman, wo man doch so einiges selbst erfassen muss, aber damit ergibt sich eine ähnliche Ausgangssituation für den Leser wie für Dora. Man leidet mit den Göttinnen mit und erfährt unfassbares. Zusammenfassend ist es ein Buch über eine Familie mit viel Tragik, Weisheiten, Vorurteilen, Verrat und Eigenheiten. Es ist ein klarer Roman, der auch anregt, seine eigene Familiengeschichte zu ergründen. Dieses Buch ist ein absoluter Geheimtipp für alle Leser, die gerne Familiengeschichten mit Geheimnissen lieben und doch etwas anspruchsvoller unterhalten werden wollen. Dieses Buch lohnt sich und ist ein Jahrestipp.

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Katerina Tuckova nimmt uns in ihrem Buch mit auf eine bewegende Reise in die Weißen Karpaten, ein abgelegenes Gebiet im äußersten Südwesten Tschechiens. In dieser Region, die schon immer ein wenig urtümlicher als der Rest des Landes war, lebten Generationen von "Göttinnen", weisen Frauen, die sich in der Heilkunde auskannten und ihren Mitmenschen bei physischen und psychischen Beschwerden halfen. Viele dieser Frauen jedoch wurden in den vergangenen Jahrhunderten verfolgt und nicht wenigen ereilte ein schreckliches Schicksal. In der frühen Neuzeit noch als Hexen hingerichtet, später immer noch von der katholischen Kirche und neidischen Mitmenschen verfolgt, im Fokus der SS, würden sie schließlich in der Zeit des sozialistischen Regimes von der Staatssicherheit an den Pranger gestellt und vernichtet. Dora, unsere Hauptprotagonistin, ist eine direkte Nachfahrin und macht sich in Archiven und direkt vor Ort auf die Suche nach der Vergangenheit ebenso wie nach ihrem eigenen Leben. In wundervolle Sprache verpackt lernen wir hier ein volkstümliches Phänomen kennen, das, gerade da es auf Tatsachen und wahren historischen Begebenheiten beruht, umso interessanter ist. Berührend und gleichzeitig packend war dieses Buch für mich eines meiner Jahreshighlights.

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