Leserstimmen zu
Der Tote vom Zentralfriedhof

Beate Maxian

Die Sarah-Pauli-Reihe (4)

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Ich finde die Krimis von Beate Maxian alle sehr spannend. Sie lesen sich schnell und flüssig und machen einfach Spaß. Dabei sind sie zwar durchaus anspurchsvoll, doch man muss sich nicht übermäßig anstrengen um der Handlung zu folgen und doch ist die Geschichte spannend und mitreißend. Für mich sind die Bücher von Beate Maxian ideal, wenn ich Lust auf etwas Spannendes habe und gerade nicht in der Stimmung für blutrünstige Thriller oder Horror bin. Auch der 4. Fall von Sarah Pauli hat mich also nicht enttäuscht.

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Für ihre geplante Serie über die mystische Seite Wiens, verabredet sich die Journalistin Sarah Pauli mit der Stadtführerin und Mystikerin Erika Holzmann. Als diese aber am vereinbarten Treffpunkt nicht auftaucht, vermutet Sarah dass mehr dahinter stecken könnte als ein verpasster Termin. Dieser Verdacht bewahrheitet sich, denn wie sich später herausstellt ist Erika entführt worden. Gerne kommt Sarah der Bitte Erikas Ehemanns nach, ihm bei der Suche nach seiner Frau behilflich zu sein. Sie sucht in Erikas Aufzeichnungen nach Anhaltspunkten und Hinweisen auf ein mögliches Motiv für die Entführung. Bald sieht sie einen Zusammenhang zwischen dem vor kurzem gestohlenen Sarg des verstorbenen Millionärs und der Entführung Erikas. Sarah taucht immer tiefer ein in die Welt von Mystik und Aberglauben. Dabei sammelt sie immer mehr Fakten, die nach und nach ein schlüssiges Bild ergeben und nicht nur sie überraschen. Fazit Ein durchdacht geplanter Sargraub und eine merkwürdige Entführung gleich zu Beginn, versprechen viel Spannung, die zunächst aber noch auf sich warten lässt. Zu viele und zu ausführlich beschriebene Szenen führen zu unnötigen Längen, die zusammen mit dem häufigen Schauplatzwechsel das Tempo bestimmen. Als Entschädigung bekommt man dafür aber ein schönes Bild von Wien und lernt zudem viel über Aberglauben, Mystik und Numerologie. Und endlich wendet sich das Blatt und es kommt in einem atemberaubend spannenden Showdown doch noch zur Aufklärung des Falles.

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Der Titel dieses Buches hat mich am meisten gereizt, weil ich ganz in der Nähe des Wiener Zentralfriedhofs wohne. Ich wusste nicht, dass dies das vierte Buch in einer »Sarah Pauli Reihe« ist, das stand leider nicht dabei. Zu meiner Erleichterung war es für diese Geschichte nicht unbedingt notwendig, die anderen Bücher zu kennen. Es gibt zwar ein paar Bemerkungen zu früheren Erlebnissen, aber die sind wirklich minimal und diese Geschichte ist in sich abgeschlossen, ohne Cliffhanger. Montag 13. Mai. Der Mann, der nach Wien geflogen ist, um einen Auftrag zu erledigen, hat kein gutes Gefühl bei der Sache. Seine innere Stimme weckt Zweifel und Misstrauen in ihm und es kostet ihn einiges an Mühe, sie zu ignorieren. Er heißt Josip Kovac und ist Kroate, zumindest heute, falls jemand fragt. Auffällig ist die Narbe auf seiner linken Wange. Er trifft sich auf dem Wiener Zentralfriedhof mit dem Slowaken Bohumil, dessen Identität sicher genauso falsch ist. Getarnt als Gärtner stehen sie vor einem Mausoleum, wo sie einen Toten abholen wollen. Sarah Pauli ist Journalistin beim »Wiener Boten«. Sie schreibt eine wöchentliche Kolumne, befasst sich sehr viel mit dem Mystischen, mit Zeichen und Aberglauben. Erika Holzmann, die Stadtspaziergänge zu den gleichen Themen anbietet, möchte sich mit Sarah treffen, weil sie ihr ein »Rätsel« zeigen möchte, doch Erika taucht beim Treffen nicht auf. Sarah stellt fest, dass sie angeblich von zwei Polizisten abgeholt wurde und dann einfach verschwand. Man bekommt bald mit, dass Sarah Pauli keine Frau ist, die sich aus Polizeiarbeit heraushält. Offensichtlich macht sie das öfter und hat sich früher auch in Lebensgefahr gebracht. Leider ist die Protagonistin für mich ohne Tiefe geblieben, was aber auch daran liegen könnte, dass ich die anderen Bücher nicht gelesen habe. Sie ist durchaus sympathisch, vertieft sich in das Thema ihrer Kolumne, verbeißt sich in den Fall des Verschwindens von Erika, aber sie hinterließ keinen großen Eindruck bei mir. Wir bekommen auch Einblick in die Gedankenwelt des Täters Josip Kovac. Auf der einen Seite ist er ein ziemlich kranker Typ, auf der anderen Seite so abergläubisch, dass dies Einfluss auf sein ganzes Leben hat. Hier hat Beate Maxian einen äußerst faszinierenden Bösewicht erschaffen. Wien ist eine wunderbare Kulisse für einen Kriminalroman, der Zentralfriedhof erst recht! Hier geht es aber zu einem Großteil um Aberglaube und Mystik. Das Buch ist auch gespickt mit geschichtlichen Tatsachen; Elsa Plainacher war das einzige Opfer der Hexenverbrennung in Wien; Johannes Diodato, ein Armenier, hat das erste Wiener Kaffeehaus eröffnet. Diese Tatsachen sind einerseits sehr interessant, anderseits haben sie nichts mit der Geschichte selbst zu tun. Da entsteht der Eindruck, dass das Wissen der Autorin einfach an den Leser gebracht wird. Wer sich in Wien auskennt, kann sich von den meisten Schauplätzen ein gutes Bild machen. Der Zentralfriedhof ist absolut sehenswert mit seiner Friedhofskirche, seine wunderschönen Alleen und die vielen Ehrengräber. Schloss Neugebäude, ganz in der Nähe des Friedhofs spielt auch eine wichtige Rolle in dieser Geschichte. Der Plot ist nicht allzu kompliziert. Man kann sich, durch eine einfache Tatsache, vorstellen, wer hinter allem steckt. Die Spannung leidet etwas unter dem Einfließen von geschichtlichen Fakten oder, die zu lange geratenen Erklärungen zu mystische Zeichen und Aberglaube. Sarah Pauli geht aber nicht nur dem Leser ein klein wenig auf die Nerven damit, sondern auch manch anderen Charakteren. Es gibt durchaus sehr spannende Situationen zum Mitfiebern, aber man kann sich doch denken, wie sie ausgehen. Der Showdown geht dann ziemlich schnell und unspektakulär über die Bühne, nur durch Zufall. Die Wiener Polizei kommt nicht so gut weg, was klar ist, wenn eine Journalistin den Fall für sie löst. Es wird teilweise mit Wiener Dialekt gesprochen, also, wer sich nicht auskennt, wird vielleicht nachschlagen müssen. Ein solider Krimi, der für gute Unterhaltung sorgt mit einem Antagonisten, der viel interessanter ist als die Protagonistin. Wien ist nicht nur eine wunderschöne Stadt, sondern auch eine großartige Kulisse für Kriminalromane. Zu lange Erklärungen gehen auf Kosten der Spannung. Aberglaube und mystische Zeichen spielen eine ganz große Rolle und manches ist wirklich faszinierend. Das Einfließen von geschichtlichen Tatsachen ist zwar aufschlussreich, sie haben aber oft gar nichts mit der Geschichte selbst zu tun, sodass man das Gefühl bekommt, die Autorin will nur ihr Wissen an den Leser bringen.

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Wien-Krimi deluxe

Von: DaniB

08.07.2015

Wie man dem Cover und Titel dieses Posts schon entnehmen kann, dreht sich bei diesem Wien-Krimi alles um einen Toten des Wiener Zentralfriedhofes. Neben vielen anderen Schauplätzen ist dieser aber die Hauptlokalität des Romans und Sarah Pauli, eine junge Journalistin, nimmt sich dem Fall an, nachdem ihre Interviewpartnerin Erika spurlos verschwunden ist. Genauso vom Erdboden verschluckt war auch der Sarg des Onkels von Erika, der einfach aus dem Mausoleum gestohlen wurde. Schnell sieht Sarah Pauli in diesen zwei Ereignissen einen Zusammenhang und sie kommt nicht nur der Polizei, sondern auch dem vermeintlichen Entführer in die Quere. Für mich als Wahl-Wienerin ist dieser Krimi toll, denn Plätze, Straßennamen und bis jetzt für mich unbekannte Mysterien rund um die Millionenstadt fließen in den Roman genauso ein wie Spannung und fließender Erzählstil. Die Romantik kommt auch nicht zu kurz und das große Rätsel wird am Schluss gelöst. Am Ende überhäufen sich die Ereignisse und es war für mich nicht hundertprozentig zufriedenstellend, da mir die Reaktionen von einigen Figuren fehlten. Da hätte die Autorin noch ein wenig mehr aus dem Blickwinkel vom Ehemann der Entführten Erika Holzmann schreiben können. Aber okay, das muss jetzt auch nicht sein. Der Fall ist geklärt, Sarah Pauli schreibt weiter und die Übeltäter sind bestraft – so wie’s für einen Krimi auch gehört.

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Worum geht's: Sarah Pauli - hauptberuflich Journalistin, nebenbei neugierige Hobbyermittlerin mit Hang zum Mystischen. Eigentlich plant sie eine Serie über die geheimnisvollen Seiten Wiens und hofft dabei auf die Hilfe der Fremdenführerin Erika. Doch diese verschwindet plötzlich spurlos. Wurde sie etwa entführt? Oder hat ihr Ehemann Roman etwas mit der Sache zu tun? Die Situation wird immer verworrener und Sarah macht sich auf die Suche nach der Wahrheit und der verschwundenen Fremdenführerin. Doch nicht nur die ist verschwunden. Denn fast gleichzeitig wird vom Wiener Zentralfriedhof der Sarg eines Millionärs gestohlen. Für Sarah wird der Fall immer spannender, aber auch gefährlicher! Meine Meinung: Der Tote vom Zentralfriedhof ist Band 4 der Wien-Krimi -Reihe um die junge Journalistin Sarah Pauli. Mir gefallen solche Serien eigentlich sehr. Die Fälle sind spannend, aber übersichtlich und die Charaktere haben oft sympathische Eigenarten. So wie Sarah. Sie interessiert sich sehr für Übersinnliches, Symbolik und Mystisches und für andere Menschen. Ihre Neugierde führt sie wieder mitten hinein in einen neuen Fall. Und obwohl die Polizei und ihr Freund alle nur wollen, dass sie sich raushält und nicht in Gefahr bringt, lässt Sarah nicht locker. Sie kann stur und verbohrt sein. Eine selbstsichere und willensstarke Frau, die sich nicht unterkriegen lässt. Ich fand sie sympathisch und habe sie bei ihren Ermittlungen gern begleitet. Auch wenn es sich bei diesem Buch um Band 4 einer Reihe handelt, kommt man sehr gut damit zurecht, ohne die Vorgänger gelesen zu haben. Hin und wieder werden Anspielungen auf vergangene Ereignisse gemacht, aber man hat immer das Gefühl auf dem neuesten Stand zu sein und nichts verpasst zu haben. Bei Krimi-Reihen dieser Art kann man ja meistens locker einsteigen, wo man möchte. Der Fall an sich ist spannend und auch die Umsetzung war gut, an mancher Stelle stockte die Handlung aber leider ein wenig. Da hätte ich mir mehr Tempo gewünscht. Ich hatte in diesen Momenten wirklich das Gefühl, dass es nicht weitergeht. Ansonsten ist Der Tote vom Zentralfriedhof aber ein schöner Krimi. Besonders die Kulisse Zentralfriedhof hat etwas Geheimnisvolles an sich.

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Eine Stadtführerin verschwindet – ebenso wie ihr bereits verstorbener Onkel (mitsamt Sarg). Haben diese beiden Ereignisse etwas miteinander zu tun, und was steckt dahinter? Die Journalistin Sarah Pauli hat erneut einen Fall zu lösen. „Der Tote vom Zentralfriedhof“ ist der vierte Band der Krimi-Reihe um die junge Journalistin Sarah Pauli. Die Kenntnis der Vorgängerbände ist nicht zwingend nötig. Es werden zwar einige Anspielungen auf frühere Geschehnisse gemacht und die Figuren werden auch nur im Eiltempo eingeführt, die Handlung der einzelnen Bände ist aber in sich abgeschlossen, so dass die Bücher auch alleinstehend gelesen werden können. Die Geschichte wird in erster Linie aus der Sicht der Protagonistin Sarah Pauli erzählt, mit Einschüben aus der Sicht von verschiedenen anderen Personen, wenn es für die Handlung notwendig ist. Im Gegensatz zu anderen Krimis wird in „Der Tote vom Zentralfriedhof“ schon gleich zu Beginn klar, wer der Täter ist – zumindest dem Namen nach. Wer der Kopf hinter der Sache ist, und was mit der Tat bezweckt wird, löst sich aber erst nach und nach auf. So bleibt der Krimi auch ohne „Whodunit“ bis zum Schluss spannend. Die Protagonistin Sarah ist mir dabei sehr sympathisch, wenngleich ich ihren Aberglauben, den sie auch ihn ihrer Kolummne ausführlich verwendet, nur sehr bedingt nachvollziehen kann. Sarah und ihr Privatleben nehmen immer noch, wie auch im ersten Band der Reihe (dem einzigen, den ich bisher gelesen habe), viel Platz in der Geschichte ein, die Fallaufklärung rückt aber doch etwas mehr in den Mittelpunkt als noch bei „Tödliches Rendezvous“. Die Autorin Beate Maxian lässt ihre Figuren in „Der Tote vom Zentralfriedhof“ stark wienern – was mit beim ersten Band der Reihe „Tödliches Rendezvous“, nicht aufgefallen wäre. Dies macht die Dialoge etwas schwieriger zu lesen, aber mir gefällt das Flair, das damit rübergebracht wird. Wie realistisch der Wiener Dialekt dargestellt wird, kann ich als Nicht-Österreicherin natürlich nicht beurteilen. Ansonsten liest sich der Krimi angenehm flüssig. Leider hat das Lektorat in der Mitte des Buches etwas geschlampt. Normalerweise fallen mir solche Details nicht wirklich auf (mein Hirn korrigiert solche Fehler meist zu schnell, wenn ich nicht bewusst danach suche), aber hier bin ich über gleich zwei Fehlbenennungen innerhalb weniger Seiten gestolpert: einmal wird von Gutberg Gutmann genannt (S. 161), ein paar Seiten später heisst Sarah plötzlich Sandra (S. 167). Weitere Fehler sind mir nicht ins Auge gesprungen. „Der Tote vom Zentralfriedhof“ hat mich gut unterhalten, und ich empfehle das Buch gerne weiter an Freunde von kurzweiligen „Zwischendurch-Krimis“ mit regionalem Flair und einer sehr präsenten Hauptperson.

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Die junge Wiener Journalistin Sarah Pauli arbeitet weiter für die Tageszeitung "Wiener Bote" und lebt mit ihrem Bruder und ihrer Katze in einer Altbauwohnung am Naschmarkt. Ihre Beziehung zum Zeitungsherausgeber David, die sich seit dem ersten Band entwickelt, ist inzwischen öffentlich und festigt sich. Pauli ist spezialisiert auf esoterische Themen. Nun, da ihre Kolumne über Aberglauben ein voller Erfolg ist, will sie eine neue Serie über das mystische Wien starten. Spannende Informationen dazu erhofft sie sich von der Stadtführerin Erika Holzmann, die Führungen zu den geheimnisvollen Orten der Stadt veranstaltet. Doch kurz vor ihrem Treffen verschwindet Erika spurlos. Pauli macht sich gemeinsam mit dem Ehemann der Verschwundenen auf die Suche nach ihr und stößt auf einen aufsehenerregenden Fall: Vor Kurzem wurde der Sarg eines verstorbenen Millionärs vom Wiener Zentralfriedhof gestohlen – ein Ort, an dem noch so manches dunkle Geheimnis begraben liegt ... Maxian lässt die Leserin mitten in die Handlung springen, so dass rasch klar ist, wer der Mörder ist. Seine Auftraggeber bleiben aber relativ lange im Dunklen. Der Schreibstil ist flüssig, Wien-Atmosphäre und -Panorama sind gut eingefangen. Mich störten allerdings gelegentliche Ungereimtheiten. So kann ich mir beispielsweise einfach nicht vorstellen, dass der Ehemann des Entführungsopfers sich einfach einer ihm völlig fremden Journalisten anvertraut und sehr hilflos wirkt, obwohl er doch ein gestandener Geschäftsmann sein soll. Aber insgesamt sind die Charaktere gut gezeichnet und sympathisch. Besonders die Darstellung der verschwundenen Stadtführerin gefällt mir, zeigt Maxian doch auf, wie viel Arbeit hinter einem guten Stadtrundgang steckt und wie wenig Geld man damit verdienen kann. Maxians Schreib- und Erzählstil ist flüssig und trägt über gelegentliche Schwächen im Spannungsbogen hinweg. Der Krimi liest sich flott weg. Die Handlung wird aus den Perspektiven von Sarah Pauli, Josip Kovac, dem abergläubischen Mörder, und der Stadtführerin Erika Holzmann erzählt. Ich habe eine Zeitlang in Wien gearbeitet und freue mich immer, wenn ich Bücher, die in Wien spielen. Wenn ich frei hatte, besuchte ich oft den Zentralfriedhof. Ja, ich bin ein bisschen morbid, wie viele Wiener auch. Angesichts des Titels "Der Tote vom Zentralfriedhof" hoffte ich, die Handlung spiele in großen Teilen auch dort, aber dem ist nicht so. Das fand ich schade, zumal ich mir auch noch ein bisschen Friedhofsmystik erhoffte. Fazit: Insgesamt ist "Der Tote vom Zentralfriedhof" solide Krimikost.

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Die junge Wiener Journalistin Sarah Pauli arbeitet weiter für die Tageszeitung "Wiener Bote" und lebt mit ihrem Bruder und ihrer Katze in einer Altbauwohnung am Naschmarkt. Ihre Beziehung zum Zeitungsherausgeber David, die sich seit dem ersten Band entwickelt, ist inzwischen öffentlich und festigt sich. Pauli ist spezialisiert auf esoterische Themen. Nun, da ihre Kolumne über Aberglauben ein voller Erfolg ist, will sie eine neue Serie über das mystische Wien starten. Spannende Informationen dazu erhofft sie sich von der Stadtführerin Erika Holzmann, die Führungen zu den geheimnisvollen Orten der Stadt veranstaltet. Doch kurz vor ihrem Treffen verschwindet Erika spurlos. Pauli macht sich gemeinsam mit dem Ehemann der Verschwundenen auf die Suche nach ihr und stößt auf einen aufsehenerregenden Fall: Vor Kurzem wurde der Sarg eines verstorbenen Millionärs vom Wiener Zentralfriedhof gestohlen – ein Ort, an dem noch so manches dunkle Geheimnis begraben liegt ... Maxian lässt die Leserin mitten in die Handlung springen, so dass rasch klar ist, wer der Mörder ist. Seine Auftraggeber bleiben aber relativ lange im Dunklen. Der Schreibstil ist flüssig, Wien-Atmosphäre und -Panorama sind gut eingefangen. Mich störten allerdings gelegentliche Ungereimtheiten. So kann ich mir beispielsweise einfach nicht vorstellen, dass der Ehemann des Entführungsopfers sich einfach einer ihm völlig fremden Journalisten anvertraut und sehr hilflos wirkt, obwohl er doch ein gestandener Geschäftsmann sein soll. Aber insgesamt sind die Charaktere gut gezeichnet und sympathisch. Besonders die Darstellung der verschwundenen Stadtführerin gefällt mir, zeigt Maxian doch auf, wie viel Arbeit hinter einem guten Stadtrundgang steckt und wie wenig Geld man damit verdienen kann. Maxians Schreib- und Erzählstil ist flüssig und trägt über gelegentliche Schwächen im Spannungsbogen hinweg. Der Krimi liest sich flott weg. Die Handlung wird aus den Perspektiven von Sarah Pauli, Josip Kovac, dem abergläubischen Mörder, und der Stadtführerin Erika Holzmann erzählt. Ich habe eine Zeitlang in Wien gearbeitet und freue mich immer, wenn ich Bücher, die in Wien spielen. Wenn ich frei hatte, besuchte ich oft den Zentralfriedhof. Ja, ich bin ein bisschen morbid, wie viele Wiener auch. Angesichts des Titels "Der Tote vom Zentralfriedhof" hoffte ich, die Handlung spiele in großen Teilen auch dort, aber dem ist nicht so. Das fand ich schade, zumal ich mir auch noch ein bisschen Friedhofsmystik erhoffte. Fazit: Insgesamt ist "Der Tote vom Zentralfriedhof" solide Krimikost.

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