Leserstimmen zu
Der unrechte Wanderer

Michael Marcus Thurner

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Fazit: Zuerst möchte ich anmerken, dass man im Gegensatz zu meiner intelligenten (Ironie, Leute, Ironie!) Vorgehensweise, erst "Der Gottbettler" lesen sollte, da man sonst viele Zusammenhänge nicht richtig versteht. Allerdings sind beide Bücher ineinander abgeschlossene Romane, die auch als solche allein gelesen werden können. Ich war von der Idee eigentlich sehr begeistert. Die Welt der Magier und Zauberer verzaubert einen selbst nahezu in jedem Buch mit. Auch hier wurde man von dem tollen Schreibstil nahezu mitgerissen! Zu Anfang waren die Zusammenhänge sehr unklar, was sich aber schnell gelegt hat. Man musste sein Köpfchen ein wenig anstrengen um mitzukommen. Solche Bücher sind mir auch lieber, als die, die man einfach so herunterließt. Ich möchte gleich anmerken, dass der Wortschatz der Protagonisten sehr derb ausfällt, weshalb ich das Buch nicht unbedingt der jüngeren Generation empfehlen würde, allerdings ist es sonst sehr gut und anschaulich geschrieben. Man erfährt aus der Er-Sie-Es Perspektive, die Sichten von Eldar, Amelia Dusong, Terca, Pirmen und Nerbo Faltahaut, die alle sehr eigene und starke Persönlichkeiten bilden. Vorsicht Spoiler! Das Ende fand ich ein wenig Schade, da plötzlich die "Guten", als die "Bösen" herausgestellt wurden und anders herum. Ich finde man sollte nicht bei so vielen Personen, auf den letzten Seiten noch mal alles verändern... Spoiler Ende! Alles in allem, war ich sehr zufrieden. 3/5

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“Brutale und ungeschönte Fantasy-Geschichte die tiefe Abgründe zeigt und sich an der Grenze zu Ekel und Abscheu bewegt – faszinierend und lesbar nach etwas Gewöhnung.”

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Der junge Eldar konnte nach langem Kampf aus der sogenannten Treibgierde, einem unter einer Art Machtkapsel abgetrennten Gebiet, entkommen und findet sich in einer für ihn fremden Welt wieder. Seiner großen Liebe Harana ist die Flucht allerdings nicht gelungen, weswegen Eldar alles daran setzten wird auch sie zu befreien. Allerding haben die Hexen und Magicae andere Pläne mit ihm. Auf seiner Reise begegnen ihm allerlei schräge Gestalten und neue Freunde. Leider wusste ich nicht, dass es zu diesem Buch noch einen Vorgänger gibt. In dem Buch selbst konnte ich dazu auch keinerlei Hinweis finden. Wie ich jetzt im Nachhinein erfahren habe ist "Der unrechte Wanderer" die Fortsetzung von "Gottbettler". Wahrscheinlich habe ich mich jetzt mit dem Lesen selbst gespoilert. Laut einigen Lesern ist es aber wohl auch möglich dieses Buch als Einzelband zu lesen und das habe ich dann auch versucht. Der Einstieg war etwas schwierig, die Welt Treibgierde wird für meinen Geschmack zu wenig erklärt, weshalb ich etwas Probleme hatte mir diese richtig vorzustellen. Auch war ich anfangs völlig erschlagen von der Fülle der Charaktere, von denen einige wohl auch im ersten Teil vorgekommen sind. Die Story wechselt zwischen verschiedenen Charakteren hin und her, was, wenn man erstmal den Überblick hat, mir gut gefallen hat, denn so befindet man sich quasi in den Köpfen der unterschiedlichen Protagonisten, wobei die Handlung dabei immer bruchstückenhaft voran getrieben wird ohne gleich alles zu offenbaren. Der Autor hat dadurch auch für so manche Überraschung gesorgt. Dark-Fantsy sollte man hier wörtlich nehmen, denn in der Geschichte wird gemordet, gemetzelt, zerstückelt und geflucht, gern auch in einer sehr unterirdischen Fäkalsprache, die allerdings passend zum Plot war. Völlig irre...passt wohl am Besten zu den Charakterbeschreibungen, in dieser Welt herrscht das blanke Chaos und Vergewaltigungen und Mord stehen da an der Tagesordnung. Ich werde den ersten Teil auf jeden Fall jetzt auch lesen, denn mal abgesehen von der stellenweise sehr vulgären Sprache bin ich doch neugierig auf die Geschichte geworden. Das Buch lies sich auch sehr schnell lesen. "Der unrechte Wanderer" war mal so ganz andere Fantasy, die ich aber wirklich nur Liebhabern des Dark-Fantasy Genres empfehlen kann und denen die den Vorgänger "Gottbettler" kennen. Einen Tolkien Roman darf man hier definitiv nicht erwarten.

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Inhalt Die Herrschaft des Gottbettlers hatte ein Ende gefunden, langsam aber sicher kehren wieder ruhigere Zeiten ein. Doch dann geschieht etwas ungewöhnliches, wenn nicht gar unmögliches. Die Treibgierde, die für alle Zeiten versiegelt sein sollte, gibt etwas frei, einen Mann und dieser lebt. Angezogen von diesem Ereignis, sind die Wicca und die Magicae auf der Jagd nach ihm. Eldar, verwirrt von der neuen Welt und kaum vorhandenen Erinnerungen, weiß nur eins, in der Treibgierde ist seine Harana nach wie vor gefangen und er muss alles tun um sie zu retten. Angetrieben von diesem Gedanken, muss er sich durch die Intrigen der verschiedenen Seiten kämpfen und Menschen finden, denen er vertrauen kann. Doch mit jedem Schritt voran, werden die Schwierigkeiten größer. Meine Meinung Die Handlung dieses Buches spielt sich einige Jahre nach dem Sieg über den Gottbettler ab, weshalb ich empfehlen würde erst das Buch "Der Gottbettler" zu lesen. Die Wege der Wicca Terca und des Magicae Pirmen haben sich getrennt, doch die Hassliebe hat nie ein Ende gefunden. Terca hat die Gestalt der alten Frau abgelegt und zeigt sich nun als junges Mädchen. Sie hat die Herrschaft über die Wiccaburg übernommen und spinnt nach wie vor ihre Intrigen. Unter den Wiccas gilt sie als Oberste und ist bereit diese Stellung mit allen Mitteln zu verteidigen. Pirmen will unbedingt als Oberster der Magicae anerkannt werden, doch dazu fehlen ihm noch die Mittel. In den letzten Jahren hat er sich immer weiter verstümmelt, weshalb er nun darauf angewiesen ist, dass ihn jemand rund um die Uhr betreut, seine Windeln wechselt und ihn dorthin bringt, wo er hin will. Doch obwohl er von anderen abhängig ist, behandelt er seine Diener wie Abschaum. Zu diesen beiden, bereits aus dem vorherigen Band bekannten, Charakteren, kommen noch zwei weitere hinzu, die in gewisser Weise ebenfalls die Hauptrollen spielen. Amelia Dusong hat in ihrem Leben viel durchgemacht. Ihr Weg hat sie schon an so manche Orte geführt. Zuletzt war sie eine Hure im Heer des Gottbettlers, doch nun will sie nur noch ihre Söhne finden, von denen sie während des Krieges getrennt wurde. Amelia hat in ihrem Leben viel gelitten, aber auch viel gelernt. Sie hat ihrem Weg nie verloren, denn ihr Glaube an ihre Kinder, hat sie immer voran getrieben. Und natürlich nimmt Eldar eine äußerst wichtige Rolle ein. Er ist der Treibgierde entkommen, kann sich aber nicht mehr recht an das erinnern, was in seiner Vergangenheit war. Einzig die Tatsache, dass seine Geliebte Harana noch dort gefangen ist und auf ihn wartet, ist irgendwie hängen geblieben. Eldar ist ein kluger Man und starker Kämpfer, doch es scheint, dass er auch Teile von sich selbst vergessen hat. Zum Großteil aus den Perspektiven dieser Charaktere erzählt, hangelt sich der Leser durch die Geschichte. Das interessante dabei ist, dass es dadurch möglich ist in die Köpfe der Einzelnen zu blicken. So weiß man als Leser von den Charakteren, was sie von einander denken und was sie gegen einander planen, allerdings macht es der Autor doch so geschickt, dass nicht alles offenbart wird. Die magisch angehauchte Welt, die man bereits beim Gottbettler kennen lernen konnte, ist nach wie vor voller Geheimnisse und Wunder. Diesmal wurde ein wenig von der Entstehung der Treibgierde offenbart und ein neues Phänomen, das Schlammeis, eingeführt. Auch die Wiccaburg ist ein durchaus faszinierendes Gebäude, dessen Besuch sicherlich etwas ungewöhnliches und verrücktes wäre. Es gefällt mir, dass der Autor es mit seiner Geschichte zu verwirren vermag, aber auch zu überraschen. Den Ausgang hätte ich nämlich so nie erwartet. Die ganzen Intrigen waren gut durchdacht und miteinander verflochten, allerdings erfährt man erst ganz am Schluss das ganze Ausmaß davon. Obwohl das Buch durchaus spannend und fesselnd war, fand ich die Sprache, wie auch beim Gottbettler, einfach nur abstoßend. Ich weiß, die Fäkalsprache passt zu dieser Geschichte, aber ich find sie nach wie vor widerlich. Es hätte bestimmt auch einen anderen, weniger ekelhaften, Weg gegeben um sich auszudrücken. Was mich aber am meisten ärgert, ist die Tatsache, dass die Sache mit den Magicae nach wie vor ungeklärt ist (oder ich hab es noch immer nicht begriffen). Also, warum wächst die Macht der Magicae durch Verstümmelungen an? Ich versteh es nicht. Fazit Ich wusste worauf ich mich sprachlich einstellen musste, doch trotz allem regt mich eben diese Sprache auf. Die Geschichte von Eldar und all dem anderen Charaktere war wirklich gut durchdacht, mit Wendungen und Überraschungen. Das Ende verspricht, das der Autor noch lange nicht alles von seiner Welt vorgestellt hat und vielleicht noch weitere Abenteuer in petto hat.

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