Leserstimmen zu
Was uns bleibt ist jetzt

Meg Wolitzer

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Inhalt: Jam durchlebt die erste große Liebe zu Reeve so intensiv wie nichts zuvor. Dann stirbt Reeve und für Jam hat das Leben keinen Sinn mehr. Eine exklusive Literaturklasse mit nur fünf Schülern soll helfen. Den Kurs leitet Mrs. Q, und sie gibt den Jugendlichen Tagebücher mit. Nichts Neues, denkt Jam, doch als sie nachts darin schreibt, geschieht es: Jam gelangt nach Belzhar, in die Welt ihrer eigenen Vergangenheit vor dem schrecklichen, alles verändernden Ereignis. Während sie gierig jede Sekunde mit Reeve in sich aufsaugt, nähert sich mit jeder Seite der Tag, an dem sie sich der Wahrheit stellen muss... Quelle: Verlag Erster Satz: Man hat mich wegen eines Jungen hierher geschickt. Als wäre es nicht schlimm genug seine erste große Liebe auf solch eine Art zu verlieren, wird die Protagonistin auch noch auf ein Internat geschickt. Dass die Freude und Motivation der Protagonistin diesbezüglich eher bescheiden ausgeht, ist selbstredend. Besonders wenn emotionalfragile, hochintelligente Teenager jenes Internat besuchen und zu denen Jam von diesem Tag an zählt. Eine positive Wende scheint der Literaturkurs zu sein, obwohl sich Jam für diesen nicht interessiert. Während die traumatische Vergangenheit verarbeitet werden soll, gelangt die Protagonistin durch ein Tagebuch in eine Welt bzw. in eine Zeit, in der noch alles perfekt zu sein scheint. Und hier stoßen wir bereits auf das erste Problem. Natürlich möchte jeder vor schlimmen Ereignissen fliehen und schlechte Erinnerungen aus dem Gedächtnis verbannen. Allerdingss ist die Flucht in eine "Fantasiewelt" eine völlig falsche Lösung und übermittelt vor allem den jüngeren Lesern ein falsches Bild. Auch wenn man eine Sympathie für die interessanten Charaktere aufbringt, hat man an der Naivität der Protagonistin zu knacken. Die Idee, die sich anfangs noch als neu und zum Teil interessant darstellt, baut mit der Zeit immer mehr ab. Fazit: Was und bleibt ist jetzt überzeugt anfangs mit einem interessanten Aufbau, der definitiv dafür sorgt, der Realität zu entfliehen. Allerdings übermittelt die Geschichte mit der naiven Protagonistin ein völlig falsches Bild. Einen Pluspunkt gibt es jedoch für die interessante Charakterausarbeitung und dem angenehmen Schreibstil.

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Du hast das Buch noch nicht gelesen? Mich hat das Buch sehr positiv berührt. Von mir ist dies eine echte Empfehlung, für alle, die Wert auf Emotion und Gedankenanstöße zwischen den Zeilen legen. Es liest sich leicht von der Hand und die Charaktere haben Spuren in meinem Kopf, sowie in meinem Herz hinterlassen. 🙈💭 Meine Meinung Zum Cover: Ein schwarz-weißes Cover, eine sehr schöne Idee. Das der Titel in gelb geschrieben wurde, passt echt gut. Mir gefällt es. Die Sachen, die im Hintergrund abgebildet sind, das Buch von Sylvia Plath, das Tagebuch aus Leder, das Marmeladenglas und ein Löffel dazu, wer hätte gedacht, dass diese Gegenstände eine so große Rolle spielen können? Es ist toll, dass das Cover etwas aus der Story widerspiegelt. 💙 Zur Story: Die Geschichte fand ich sehr interessant, so etwas liest man nicht jeden Tag, das jemand in ein ‘Internat' geschickt wird. Mit dem kleinen magic-touch, den das Buch bekommt, als sie die Tagebücher erhalten mit denen sie einen anderen, ihren Ort besuchen können, fand ich zauberhaft. Es ist kein spannendes Buch, wo man sagt, omg ich muss unbedingt weiter lesen, weil es so spannend ist, nein muss eher weiter lesen, weil es so schön zum Nachdenken anregt. Wooden Barn ist ein toller Ort und mir gefällt die Rahmenhandlung sehr gut. Jams Problem hat mich wirklich berührt, denn ich glaub jeder weiß, wie es sich anfühlt, wenn man verlassen wird oder seine große Liebe verliert. Und mit welchen Schmerzen man zu kämpfen hat. Was mir sehr gefallen hat, ist, dass ich zu Beginn wirklich geglaubt habe, das Jam ihr Freund Reeve gestorben ist und auch bis zum Ende hin so gedacht habe. Dadurch, dass man nur die eine Seite gesehen hat, habe ich auch wirklich gedacht Reeve sei ein netter Kerl. Doch dann, als sie das letze Mal ‘den Ort’ besucht hat und als heraus kam, wie Geschichte eigentlich passiert ist, habe ich ihn nur noch verabscheut… diesen Reeve. Es war niedlich als sie mit zu Griffin nach Hause fährt und die Beiden sich dort näher kommen um einfach glücklich zu sein.😊 Am Ende, als Sierra in Belzhar festhängt, wegen ihrem Bruder, das fand ich ja so traurig, die Vorstellung, dass ich meinen kleinen Bruder verliere, würde mich fertig machen. Ich glaube deswegen habe ich auch geweint. Aber schlussendlich ist ja alles noch gut gegangen, denn der kleine ist noch am Leben. Zu den Charakteren: Nur kurz etwas zu den Figuren. Jam war mir sehr sympathisch, nur manchmal konnte ich ihr Verhalten nicht ganz nachvollziehen.Wie Jam damit umgegangen ist, mit dem Ende ihrer Beziehung fand ich sehr faszinierend, denn ich könnte mir gut vorstellen, dass auch ich so denken könnte, wenn mir das passiert, einfach um das Gefühl erträglicher zu machen. Ich habe mich ja ein bisschen in Griffin verleibt,💕 mit seiner Art und seinen blonden Haaren. Ein Traum. Die Nebencharaktere fand ich auch she gut, sie alle haben mir irgendetwas mit gegeben, sei es ein Rat oder eine Tatsache. Fazit: Dieses Buch hat mich oft sehr zum Nachdenken angeregt. Und ich glaube in diesem Buch ging es auch etwas mehr um das, was zwischen den Zeilen geschrieben stand, das, was die Autorin uns mitgeben wollte. Diesmal habe ich mir 31 Sachen markiert, denn das Buch ist gesäumt vielen schönen Sprüchen und Anspielungen, genau, wie ich es liebe.😍 Schau doch gern mal auf meinem Blog vorbei :)

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Das schlechteste Buch aller Zeiten!

Von: Mara aus Bonn

12.12.2017

Voller Hoffnung hab ich mich an das Buch gewagt. Leider wurde ich bitter enttäuscht. Der Einstieg war zuerst interessant zog sich dann aber immer mehr in die Länge. An sich wäre das alles nicht so schlimm gewesen,wenn die ganze Geschichte mit dem Ende, nicht völlig unnötig gewesen wäre. Man hätte sich quasi das ganze Lesen schenken können! Dieses ganze Fantasy Gedöns hat mir überhaupt kein bisschen zugesagt! Dennoch fand ich die Charaktere sympathisch gestaltet

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https://sunnywonderbookland.blogspot.de/2017/08/rezension-zu-was-uns-jetzt-bleibt.html Autorin: Meg Wolitzer Verlag: cbt Seitenanzahl: 384 Preis: 9,99 Euro erschienen am 10. Juli 2017 Inhalt Jam erlebt die erste große Liebe zu Reeve so intensiv wie nichts zuvor. Dann stirbt er, und für Jam hat das Leben keinen Sinn mehr. Ein Internat für traumatisierte Teenager soll helfen, speziell eine exklusive Literaturklasse mit nur fünf Schülern. Den Kurs leitet Mrs Q, die den Jugendlichen Tagebücher mitgibt. Nichts Neues, denkt Jam, doch als sie nachts darin schreibt, geschieht es: Jam gelangt in ihre eigene Vergangenheit vor dem schrecklichen, alles verändernden Ereignis. Während sie gierig jede Sekunde mit Reeve in sich aufsaugt, nähert sich mit jeder Seite der Tag, an dem sie sich der Wahrheit stellen muss ... Meine Meinung Nach dem Tod kann Jam nichts mehr mit sich anfangen und wird von ihren Eltern in ein Internat für traumatisierte Jugendliche gesteckt. Dort kommt zusammen mit vier weitern Schülern in einen besonderen Literaturkurs. Sie bekommen die Aufgabe zweimal wöchentlich in ihr Tagebuch zu schreiben. Wenn sie das machen, kommen sie nach Belzhar und verbringen die letzten Augenblicke in der Situation, die zu ihrem Trauma führte und so sieht Jam Reese wieder. Jam macht im Laufe des Buches eine unglaubliche Entwicklung durch. Am Anfang ist sie mehr oder wenig depressiv und kann sich zu nichts mehr aufraffen. Doch nach und nach findet sie zurück ins Leben und findet neue Freunde. Nur an Reeve hängt sie weiter fest und kann ihn nich loslassen. Auch die anderen Charaktere aus dem Literaturkur haben mir sehr gut gefallen. Sie waren von ihren Persönlichkeiten und Problemen so unterschiedlich, dass es richtig spannen war. Nach und nach bekommt man raus, was ihnen zugestoßen ist und was Jam mit Reeve passiert ist. Auch die Handlung hat mir supergut gefallen und ich konnte es kaum erwarten weiterzulesen. Gestern Abend konnte ich noch nicht mal das Buch weglegen und habe die Nacht mehr oder weniger durchgelesen. Es ist ein superspannendes und wunderschönes Buch, an dem mich nur das komische Ende gestört hat. Ich möchte nichts darüber verraten, aber es war einfach nicht plausibel und schien mir von sehr weit hergeholt. Der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm und flüssig zu lesen und man hat keine Probleme in die Geschichte einzutauchen. Fazit An sich hat mir das Buch mega gut gefallen. Die Charaktere sind sehr authentisch und so unterschiedlich, dass das Lesen richtig Spaß macht. Auch der Schreibstil ist angenehm und man kann gut in die Geschichte eintauchen. Einzig und allein fand ich das Ende komisch und umplausibel weswegen es einen Punkt Abzug gibt. Insgesamt 4 von 5 Sternen.

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Inhalt: Jam trauert um Reeve. Denn Reeve ist gestorben und damit auch die intensive Liebe , die Jam und Reeve verspürt haben. Die erste große Liebe. Bei Jam ist nichts mehr , wie zuvor ihre Flügel sind gebrochen und ihr einziger Ausweg ist Wooden Barn ein Internat für traumatisierte Teenager. Dort kommt sie in eine besondere Literatur Klasse und muss sich dort entscheiden ob ihre Vergangenheit es wert ist ihre gesamte Zukunft zu bestimmen. Mein Meinung: Im Moment gehe ich ohne große Erwartungshaltung an Bücher. Ich habe das Buch vor gefühlten Ewigkeiten angefangen und ich entschuldige mich hiermit bei Herrn Menacher dafür, dass es so lange gedauert hat. Ich hab nie wirklich reingefunden bis vor ein paar Tagen und dann habe ich es heute in einem Rutsch durchgelesen. Ich muss sagen die Auflösung, die ich nicht Spoilern werde fand ich enttäuschend aber das Ende war gut und zufriedenstellend. Ich war nicht sauer ,wie bei anderen Büchern und es hat mich zum nachdenken gebracht. Es war wie eine Sommerliebe sagen wir es so. Kurz und knackig und am Ende war ich etwas traurig, dass es vorbei war. Jam war kein naiver Charakter zumindest nicht die ganze Zeit und man konnte sie durchaus aushalten. Auch Sierra und DJ waren ganz nett. Reeve und ich sind jedoch nie Warm geworden und ich würde ihm gerne einen tritt geben und ihn ins All schießen, England ist viel zu toll für ihn trotz Brexit. Fazit: Ein nettes Buch für zwischendurch es zeigt, das Zeit und gute Freunde , die Wunden der Vergangenheit heilen können ,solange man zusammen hält und füreinander da ist.

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Cover: Ich finde, dass das Cover gut zum Buch passt, aber irgendwie auch wieder nicht. Es sind einige Dinge darauf, die im Buch vorkommen und eine wichtige Rolle spielen. Manche Sachen am Bild kann ich einfach nicht zu diesem Buch zuordnen und das stört mich ein wenig, was natürlich nicht zum Inhalt beiträgt. Meine Meinung: Das Buch beginnt damit, dass Jam in das Internat Wooden Barn geschickt wird, weil ihr Freund gestorben ist und sie diesen Tod einfach nicht verkraften konnte. Also beschlossen ihre Eltern, Jam weg zu schicken. Dieses Internat ist nämlich eine Schule für emotional fragile Jugendliche. Jam weigert sich zuerst dorthin zu gehen, aber nach der Zeit gefällt es ihr dort immer besser und sie findet gute Freunde und man findet langsam heraus was mit Reeve und ihr wirlich geschehen ist. Das Buch von Sylvia Plath spielt auch eine sehr wichtige Rolle. Dieses Buch bekommt sie und vier andere Schüler in einen bestimmten Kurs, den nur sie in diesem Halbjahr besuchen dürfen. Dieser Kurs verändert das Leben aller fünf Schüler. Einerseits, weil sie sich befreunden und ohne diesen Unterricht hätten sie nie zueinander gefunden. Andererseits, weil sie alle ein Tagebuch bekommen. Wenn jemand, der es wirklich benötigt in dieses Tagebuch schreibt passiert etwas unnatürliches. Sie werden sozusagen in eine andere Welt katapultiert und dort erleben sie etwas bevor ihnen der Schicksalsschlag widerfahren ist. Bei Jam bewirkt es, dass sie in ihrer Heimat ist und dort mit Reeve etwas unternimmt. Mehr möchte ich darüber nicht verraten, weil es sonst nicht mehr spannend wäre. Bei jeden Besuch in "Belzhar", so nennen die 5 diesen Ort, schreiben sie 5 Seiten voll und nach einiger Zeit wird ihnen klar, dass das Buch nicht unendlich viele Seiten hat. Man kann miterleben, wie Jam sich fühlt und ich konnte mich sehr leicht in sie hineinversetzten. Das Buch ist spannend geschrieben und es geschehen einige wirklich unvorhersehbare Wendungen und wenn ich sag wirklich unvorhersehbar, dann meine ich UNVORHERSEHBAR. Das Ende ist auch sehr überraschend. Der Schreibstil des Buches war sehr einfach und man konnte deshalb nicht aufhören zu lesen und ich flog einfach nur so über die Seiten. Das war mein erstes Buch, das ich von Meg Wolitzer gelesen habe und ich fand es super. Fazit: Das Buch ist sehr zu empfehlen. Man kann es sehr schnell lesen und es ist ein sehr gutes Thema. Von mir bekommt dieses Buch 5/5 Sterne.

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Autor: Mag Wolitzer Titel: Was uns bleibt ist jetzt Originaltitel: Belzhar Genre: Jugendbuch Seitenanzahl: 384 Seiten Erscheinungsjahr: 21.9.2015 Verlag: cbt Preis: 17,99€ (HC), 13,99€ (Ebook) Inhalt: Jam durchlebt die erste große Liebe zu Reeve so intensiv wie nichts zuvor. Dann stirbt Reeve und für Jam macht das Leben keinen Sinn mehr. Ein Internat für traumatisierte Teenager soll helfen, und speziell eine exklusive Literaturklasse, der Jam zusammen mit nur vier anderen Schülern zugeteilt wird. Ihre Lehrerin, Mrs Q, gibt ihnen Tagebücher mit. Nichts Neues, denkt Jam, aber als die Jugendlichen dann wirklich nachts darin schreiben, geschieht etwas Unvorstellbares: Sie gelangen nach Belzhar, in die Welt ihrer eigenen Vergangenheit vor dem schrecklichen, alles verändernden Ereignis. Gierig saugt Jam die Zeit mit Reeve in sich auf. Doch mit jeder Seite nähert sich der Tag, an dem sie sich der Wahrheit stellen muss. Ist sie bereit, ihre Zukunft zu opfern, um in der Vergangenheit glücklich zu sein, oder gibt sie der Zukunft eine Chance, sie noch glücklicher zu machen? Meine Meinung: Das Cover gefällt mir sehr gut, zum Einen durch das Farbkonzept: die grauen Töne und nur den Titel in gelb und zum Anderen durch die symbolischen Gegenstände. Den Schreibstil finde ich ganz gut, es ist jetzt nicht so, dass er total besonders ist, was total zu dem Inhalt und zu den Charakteren passen würde, aber er ist auch nicht langweilig, sondern gut zu lesen. Der Inhalt war aber sehr interessant. Alleine schon die verschiedenen Probleme der wenigen Schüler in Mrs Qs Kurs. Die Tatsche, dass sie alle anderes damit umgehen, die Einen verschließen sich total, die Anderen reden sich am liebsten alles von der Seele. Durch die Tagebücher hat das ganze einen kleinen fantasyhaften Touch bekommen, was mir als Fantasyliebhaber natürlich gefällt. Reeve fand ich das ganze Buch über total süß und dann habe ich ihn gehasst. Dafür liebe ich Mrs Q, sie ist so ein besondere ältere Dame, die einfach so liebenswert ist. Zu Jam kann ich nur eins sagen: sie ist komisch, vielleicht ist es auch einfach eine Krankheit, aber was sich bei ihr im Kopf abgespielt hat, das ist nicht mehr normal. Zu diesem Entschluss bin ich zwar erst am Ende gekommen, aber es hat mich so verwirrt. Da kommen wir jetzt zu dem großen Kritikpunkt. Die Wendung, die das Buch genommen hat, ist nicht schlecht, die Idee ist sogar gut. Nur hat es mich total verwirrt. Ich weiß immer noch nicht, was denn jetzt die Wahrheit ist. Für mich hat sich die Realität und die Fantasie von Jam so ineinander vermischt, dass ich einfach nicht mehr durchblicke. Vielleicht ist das Ganze aber auch Absicht, denn die Geschichte und dieses Chaos lässt mich nicht mehr los. Nach drei Wochen denke ich immer noch darüber nach. Fazit: Ein schönes Jugendbuch, das zeigt was für psychische Probleme Jugendliche haben können, mit einem überraschendem Wendepunkt, der leider sehr verwirrt.

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"Was uns bleibt ist jetzt" ist mit einer Altersempfehlung von ab 14 Jahren der erste Roman speziell auch für jugendliche Leser aus der Feder der amerikanischen Autorin Meg Wolitzer, die als Schriftstellerin bereits mit mehreren ihrer Werke Erfolge feiern konnte. In "Was uns bleibt ist jetzt" geht es um die High-School-Schülerin Jam, die sich Hals über Kopf in den britischen Austauschschüler Reeve verliebt hatte, bevor dieser nach nur wenigen Wochen einer intensiven Beziehung stirbt. Da Jam diesen Verlust nicht verarbeiten kann, beschließen ihre Eltern, sie auf ein Internat für traumatisierte Jugendliche zu schicken, wo sie unter anderem auch mit nur vier anderen Schülern einen Literaturkurs bei der kurz vor dem Ruhestand stehenden Lehrerin Mrs. Quenell besucht. Die Tagebücher, in die diese Lehrerin sie bittet zweimal pro Woche schreiben, entpuppen sich als wirkungsvoller, als die Schüler zunächst angenommen hatten. Sie gelangen durch diese nach Belzhar, einem Ort, an dem sie ihre Vergangenheit noch einmal erleben, zu einer Zeit, in der sie noch glücklich waren. Für Jam bedeutet das, dass sie wieder mit Reeve zusammen sein kann, doch auch in Belzhar ist ihre gemeinsame Zeit nicht für immer… Meg Wolitzer erzählt die Geschichte von Jam so emotional und nachvollziehbar, dass ich mir kurz vor Ende des 380-Seiten-Buches nichts Anderes vorstellen konnte, als dieses wundervoll ergreifende Leseerlebnis hier mit einer unerschütterlichen 5-Sterne-Rezension zu beenden und den Roman jedem, egal ob Jugendlicher oder Erwachsener zu empfehlen. Die Beziehung von Reeve und Jam ist atemberaubend und intensiv und, obwohl die Autorin sehr auffällig ein Geheimnis daraus macht, was genau mit dem jungen Briten geschehen ist, habe ich keine Sekunden daran gezweifelt, dass der Verlust dieser großen ersten Liebe Jam in eine Depression voller Traurigkeit und Antriebslosigkeit gestürzt hatte, aus der sie aus eigener Kraft nicht wieder herausfinden konnte. Auch die Nebencharaktere, besonders Jams Mitschüler im Literaturkurs, haben nachvollziehbare und traumatisierende Verluste erlitten, deren Aufarbeitung die fünf Tagebuchschreiber zu einer eingeschworenen Gruppe werden lässt und den Leser an den verschiedenen Schicksalen teilhaben lässt. Gleichzeitig gelingt es Wolitzer über diese fünf unterschiedlichen Schicksale auch, ihren Roman sehr tief in die Thematik von Trauma, Depression und Trauerbewältigung eintauchen zu lassen, und symbolisiert durch die Tagebücher das bewusste Verarbeiten und Loslassen der Vergangenheit zugunsten einer glücklichen Zukunft, ohne den Leser zu verunsichern oder zu überfordern. Bis zu einem gewissen Punkt war ich wirklich begeistert von den Charakteren, der Sprache, der emotionalen Atmosphäre – und dann hat das Ende es mit fast vollständig verdorben. Es fällt mir sogar nach wie vor schwer, darin die gleiche Autorin wiederzuerkennen, die die ersten Dreiviertel des Romans so wundervoll geschrieben hat. Nach der wichtigsten Wendung, nach der es nun an Jam gewesen wäre sich endlich offen gegenüber sich selbst mit ihren Problemen zu befassen, sich ehrlich einzugestehen, was passiert ist, es anderen gegenüber einzugestehen – genauso, wie ihre Mitschüler es getan haben, um ihre Konflikte zu bewältigen und Belzhar hinter sich zu lassen - beginnt der schwache Teil dieser Erzählung, denn zu diesem Aufarbeitungsprozess kommt es bei Jam nicht. Die Autorin erspart von allen ausgerechnet ihrer Hauptfigur diese emotionale Offenlegung, indem sie die Entwicklung unmittelbar nach besagter wichtiger Wendung abbricht und sich stattdessen in die kitschige Auflösung der Probleme einer Nebenfigur stürzt, in der Jam dann zu allem Überfluss auch noch zum alles überblickenden, aufdringlichen und leicht hyperaktiven Helferlein mutiert. Alles an diesem Ende fühlte sich für mich als Leserin falsch an – die Autorin will nichts offenlassen und schustert in unnötiger Eile auf den letzten Seiten Erklärungen zusammen, die die Geschichte nicht gebraucht hätte. Zu allem Überfluss nimmt sie auch noch Mrs. Quenell und ihren Tagebüchern den geheimnisvollen Zauber und ihre Symbolkraft als Medium zur Beschäftigung mit der eigenen Person und hinterlässt stattdessen ein Scherbenhaufen aus schwachen Erläuterungen und einem viel zu übertriebenen Happy End in Anbetracht der teils sehr tragischen Lebensgeschichten. Fazit: Die meiste Zeit über ist „Was uns bleibt ist jetzt“ ein bezaubernder und tiefgehender Roman über die Bewältigung traumatischer Ereignisse im Leben einiger Jugendlicher, vermischt mit ein wenig Magie, geschrieben in ausgesprochen atmosphärischer Sprache. Leser, denen am Ende einer Geschichte ein allumfassendes Happy End über alles geht, werden selbiges wahrscheinlich auch noch über die letzten Seiten sagen, die für mich leider zur Enttäuschung aus Inkonsequenz und Kitsch wurden, in denen ich die gefeierte Autorin nicht wiedererkennen konnte. Daher bleibt dieser Roman am Ende bestenfalls Mittelmaß - leider. Schwache 3 Sterne

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