Leserstimmen zu
Homeland: Carries Jagd

Andrew Kaplan

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Ja! Ich gebe es zu! Ich bin ein Serienjunkie. Noch bis vor knapp einem halben Jahr konnte ich mir nicht vorstellen, Serien zu schauen. Immer die gleichen Schauspieler, das gleiche Grundthema und so eine Staffel hat ja dann gleich mindestens 13 Episoden à 50 Minuten. Wer soll das bitteschön alles anschauen? Und wann? Der Rat eines guten Freundes - das MUSST Du sehen - brachte mich zu Breaking Bad - und schwupps war ich gefangen. Ein Krankenhausaufenthalt kam noch hinzu und die Episoden flogen nur so vorbei. Eine neue Serie musste her. Bei meinen Recherchen stellte ich erschüttert fest, dass ich eine der bestprämierten Serien geschaut hatte, was jetzt folgen würde, konnte nur noch abfallen. Dann stieß ich auf Homeland. Ein amerikanischer Kriegsgefangener, der ein muslimischer Terrorist sein soll? Und die CIA mittendrin? Och nö! Muss ich mir den neurotischen Amerikanismus auch noch ins Wohnzimmer holen? Nach einer Zwischenserie war ich aber soweit, den Lobhudeleien ein Ohr und Auge zu leihen. Die erste Staffel gekauft und ich war sofort gebannt! Besonders hatten es mir die beiden Hauptdarsteller und ihr Kampf. ihr Spiel gegeneinander angetan. Carrie und Brody sind unverrückbare Säulen dieser Serie. Claire Danes spielt die bipolare CIA Agentin noch einen Tick besser als Damian Lewis, wobei auch die Nebenfiguren brillant besetzt sind. Und die Serie ist mitnichten als pures Muslimbashing angelegt, sondern geht auch kritisch auf die neurotische Art der Amerikaner ein, ihr Land gegen sogenannte Feinde zu verteidigen. Was die CIA alles kann und darf ist hier schon sehr erschreckend dargestellt. Nach zwei Staffeln stieß ich zufällig auf das hier vorliegende Buch, als Fan musste ich natürlich zugreifen, zumal es versprach interessante Einzelheiten aus dem Leben von Carrie vor der Serie darzulegen. Die Einleitung hat mich aber erst einmal stutzig gemacht: "Für meinen Sohn Justin, der für mich alles ein bisschen besser gemacht hat, und für die Frauen und Männer der US-Geheimdienste, die im Dunkeln das seltenste Gut der Erde suchen: die Wahrheit." CIA und Wahrheit? Eher die Wahrheit, die obere politische Stellen hören wollen, die Serie geht da eindeutige Wege. Nicht immer wird dort die Wahrheit gesucht, CIA Agenten sind eher gut ausgebildete Soldaten, die auf Befehle hören, auch wenn sie nicht nachvollziehbar sind. Carrie geht da ihre eigenen Wege, wird aber oft genug zurück gepfiffen. Im Buch ist dieser Grundgedanke, Gott sei Dank, auch so übernommen worden: "'Willkommen in der Realität der CIA', höhnte Virgil und verzog das Gesicht. Er hegte die für Feldagenten typische Verachtung gegenüber den Managertypen in Langley. ' Wozu brauchen wir feindliche Spione? Wir haben den Sumpf schließlich in der eigenen Organisation. Tut mir leid, dass Du da reingeraten bist.'" Kaplan hat einen schnellen und pfiffigen Thriller geschaffen, der die Charaktere, soweit sie im Vorfeld eine Rolle spielen (Brody kommt natürlich nur am Rande vor), so darstellt wie ich es aus der Serie kenne. Der Inhalt des Buches ist beliebig, Nach Recherchen wird ein Bombenattentat verhindert, mit einigen Seitenschlenkern auf die eigentlichen Drahtzieher eingegangen und dort auch vieles nach hinten offen gelassen. Interessant sind die Beziehungen von Carrie zu einigen anderen Personen, die in der Serie nur angedeutet werden. Carries Bipolarität wird ebenso angesprochen wie ihr persönliches und geschäftliches Umfeld. Viel erwarten sollte der interessierte Leser aber nicht. Kaplan ist schroff und direkt, in seinen Beschreibungen der arabischen Welt aber auch durchaus ausführlich und soweit ich das beurteilen kann, genau. Manche Sex- und Gewaltszenen hätten nicht unbedingt sein müssen, da ist die Serie subtiler. Vielleicht ist es ja unfair, die Serie und das Buch zu vergleichen. Die Serie ist psychologisch hoch komplex, atemlos, erschütternd und schauspielerisch teilweise grandios gespielt, das Buch reicht nicht mal ansatzweise daran heran, hat aber auch nicht die Möglichkeit, die Bilder so umzusetzen wie im Film. Und es fehlt einfach der Gegenpart von Carrie: Brody. Insgesamt ein passabler Thriller für Fans der Serie.

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Carrie Mathison ist eine CIA-Führungsoffizierin und oben drein eine wunderschöne Blondine. Im Jahr 2006 ist Carrie in Beirut und dort im nahen Osten fällt sie natürlich auf wie ein exotischer Papagei. Das hält sie aber nicht davon ab, im Auftrag der CIA gefährliche Aufträge durchzuführen. Bei einem Geheimtreffen gerät Carrie in einen Hinterhalt und wird beinahe getötet. Wie konnte das passieren? Einzig Carrie vermutet, dass jemand aus den eigenen Reihen ein falsches Spiel spielt. Sie bleibt stur und recherchiert trotz ihrer Versetzung verbotener Weise weiter an den Hintergründen. Doch Carrie hat auch ein Geheimnis – ihre bipolare Störung ist Segen und Fluch zu gleich: Entweder wirkt es sich aus, als wäre Carrie ein brillantes Genie oder ein selbstzerstörerisches Wrack. Mein Fazit Schon die Erfolgsserie „Homeland“ – mit Claire Danes in der Hauptrolle – begeisterte mich restlos. „Homeland: Carries Jagd“ ist die Background-Story dazu. Andrew Kaplan hat eine grandiose Spionage-Verfolgungsjagd geschaffen, die sowohl eingefleischte Homeland-Fans mit neuem Input füttert und begeistern wird, als auch Neulingen einen spannenden Einstieg in die Serie bietet. Neben all den gefährlichen CIA-Aufträgen, die Carrie meistern muss, um Abu Nazir auf die Schliche zu kommen, muss sie sich einer fast noch schwierigeren Aufgabe stellen: Dem Kampf um die Hochs und Tiefs ihrer biopolaren Störung. Genau dieser Einblick hat mich berührt. Nana Spier, ihrerseits bekannt als die Synchronstimme von Claire Danes, hat das Hörbucherlebnis letztendlich perfekt abgerundet. Spannendes Kopfkino!

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Andrew Kaplans 'Homeland: Carries Jagd' wirkt auf den ersten Blick wie eine überflüssige Franchise-Ausgeburt, offenbart aber schon nach wenigen Seiten dermaßen viele Qualitäten, dass der Geschichte ihre Relevanz, ihre Spannung und der durchdachte Plot nicht abgesprochen werden können. Auf dem Niveau dürfte es gerne mehr ergänzende Bücher zu Serienproduktionen geben!

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Carries Jagd

Von: Christiane D.

24.11.2013

Ein fieser Hinterhalt besiegelt beinahe das Schicksal der CIA-Agentin Carrie Mathison. Doch wie durch ein Wunder entgeht sie der beinahe sicheren Katastrophe. Emotional labil, in ihrem Fach jedoch absolut brillant, macht Carrie sich auf die Suche nach der vermuteten Lücke im System. Je mehr Hinweise sie sammelt und je mehr Spuren sie folgt, desto gefährlicher wird die Sache für sie. Immer undurchsichtiger werden die Machenschaften und bald ist nicht mehr zu unterscheiden wer Freund und wer Feind ist... „Carries Jagd“ ist die Vorgeschichte zur preisgekrönten Fernsehserie und bringt dem Hörer die Hauptprotagonistin näher als es ein Film je könnte. Schon von Anfang an fühlt man sich auf gewisse Weise mit Carrie verbunden. Sie mag zeitweise seltsame Ansichten oder Handlungen aufweisen, was mitunter auf ihre Psyche zurückzuführen ist, dennoch spürt man sofort, dass sie ein Mensch ist, dem man bedingungslos vertrauen kann. Dadurch wird die Jagd auch für den Hörer zu etwas Persönlichem, man steigert sich beinahe so sehr hinein, dass sich bald schon Realität und Fiktion vermengen. Das Geschehen ist mehr als spannend aufgebaut und bietet kaum Raum um auch nur ansatzweise zur Ruhe zu kommen. Hinter jeder Ecke könnte das nächste Hindernis lauern, jederzeit ein Gegner aus einem Hauseingang springen, man darf sich niemals zu sicher fühlen, dann hat man bereits verloren. Auch dass es unsicher ist, wer wirklich auf welcher Seite steht, trägt dazu bei, die Sensoren auf Empfang zu stellen und immer mit dem schlimmsten zu rechnen. Die Atmosphäre ist dadurch extrem gespannt, man fragt sich ständig, wann der Faden wohl reißen wird und man sich dem Höhepunkt nähert. Nana Spier liest die Geschichte ebenfalls vollkommen gefühlsbetont und somit authentisch. Die fast 10 Stunden, die diese ungekürzte Lesung bietet, sind beinahe im Flug vorbei und man fragt sich, wo die Zeit geblieben ist. Auch denjenigen, die die Serie nicht schauen oder kennen, sei das Hörbuch ans Herz gelegt, eine solch spannende Lesung findet sich selten.

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