Leserstimmen zu
Das Camp

Nick Cutter

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Nick Cutter beschreibt in seinem Thriller den Wurmbefall einer Pfadfindergruppe, die schon bald auf sich alleine gestellt ist und abgeschnitten von allen Erwachsenen. Diese schicken zwar hin und wieder mal einen Militärhubschrauber auf die Insel, nehmen aber keinen Kontakt zu den Jugendlichen auf und überlassen sie sich selbst. Bald schon verändert sich die Gruppe und was an negativen Charaktereigenschaften bisher im Verborgenen geblieben war, kommt schnell ans Licht. Schon bald stellen nicht mehr allein die hungrigen und sich rasch vermehrenden Würmer die einzige Gefahr für die Gruppe dar. Manches erinnert stark an Vernes „Zwei Jahre Ferien“ oder Goldings „Der Herr der Fliegen“. Es scheint, als habe der Autor sich hier einige Inspiration geholt und am Ende noch eine kleine Prise Horror in die Geschichte gestreut. Zwischen der eigentlichen Erzählung von der Insel finden sich immer wieder Zeitungsberichte und Vernehmungsprotokolle, die zwischenzeitlich beschreiben sollen, was eigentlich gerade mit den Jungen passiert und warum keiner der Erwachsenen auf die Insel kommt und Nahrung sowie ärztliche Versorgung dorthin bringt. Ab und zu verwirren diese Einschübe mehr, als dass sie wirklich erklären, was denn nun los ist. Am Ende bleibt man vielleicht sogar mit einem etwas unbefriedigendem Gefühl zurück, denn das Ende ist anders, als erwartet und man könnte nun spekulieren, ob alles so stimmt, was da angegeben wird. Das Buch lässt sich unterschiedlich gut lesen. Es sind eben genau diese Einschübe, die der Geschichte das Tempo rauben und auch leider die Spannung nehmen. Man kann den Plot auch mit leichten Veränderungen zigmal anders erzählen und hat eine gleichsam spannende Erzählung, die einem nur vielleicht irgendwann zum Hals heraushängen dürfte – man denke an Vernes und Golding! Zwar wird der Thriller hochgelobt, für mich jedoch war er eher langweilig. Die Idee dahinter ist – wenngleich nicht neu – gut und hätte wirklich spannend und absolut mitreißend verarbeitet werden können, wenn da nicht … Da hilft auch nicht, dass Horror-Papst Stephen King total begeistert zu sein schien. Wenn man auf etwas schalen Horror steht, aber gerne mal eine blutige Szene vor Augen hat, dann ist „Das Camp“ ein absolutes Must-Have. Ansonsten eher nur eine zähe Geschichte, für die man sich mehr wünscht: Mehr Pep, mehr Spannung, mehr durchdachten und zusammenhängenden Plot.

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Das Camp

Von: Vivien K

27.05.2015

Klappentext "Ein Mann strandet auf einer einsamen Insel vor der kanadischen Küste. Er ist ausgemergelt, dünn, wirkt mehr tot als lebendig. Und er hat Hunger – einen unstillbaren, schmerzhaften Hunger. Auf der Insel findet er eine Scouttruppe vor. Die Scouts merken schnell: Der Fremde ist krank, todkrank. Egal, wie viel er isst: sein Körper fällt mehr und mehr in sich zusammen. Und dann sehen sie, dass sich etwas unter seiner Bauchdecke bewegt. Während die Scouts überlegen, was zu tun ist, bemerkt ihr Leiter, dass ihn plötzlich ein nie gekannter Hunger quält..." Meine Meinung Zombiebücher sind die besten Bücher. Das habe ich schon immer so gesehen und ich glaube das wird auch immer so bleiben. Leider ist nicht jedes Zombiebuch = gut; doch "Das Camp" konnte mich überzeugen! Es geht um eine Gruppe Pfadfinder, die zusammen mit ihrem Coach auf eine nicht bewohnte Insel nicht weit von ihrer Heimatstadt fahren, um dort für ein Wochenende ihren Pfadfinderaufgaben nachzugehen. Leider befindet sich auch ein gefährlicher Mann auf der Insel. Wobei gefährlich nur das ist, was sich in ihm eingenistet hat. Und das werden die Jungs und ihr Coach schon sehr bald zu spüren bekommen. Die Idee der Geschichte hat mir - natürlich, wie soll es auch anders sein - gefallen. Ich liebe Zombiegeschichten einfach, da hat sich nach diesem Buch nichts geändert! Das Buch unterteilt sich in die eigentliche Geschichte der Insel und gleichzeitig in Berichte, Zeitungsartikel, Interviews und anderer Dokumente, welche nach den Geschehnissen auf der Insel veröffentlicht werden auf. Somit erfährt man als Leser genau, was der fremden Mann auf der Insel macht, wie das alles mit ihm passiert ist und wie es weiter geht, während die Jungen und ihr Coach noch im Dunkeln tappen. Ich muss aber ehrlich sagen, dass ich mich immer mehr auf die "Geschichte" gefreut habe, als auf die Berichte und Interviews. Irgendwie fand ich die einfach spannend und mir hätten die Infos auch später gereicht. Es war natürlich trotzdem in Ordnung und generell waren die Infos zwischendurch auch hilfreicher, als wenn alles erst am Ende aufgeklärt worden wäre. Die Protagonisten fand ich gut gewählt. Zwei der Jungen mochte ich sofort, einen eher nicht, und bei den zwei übrigen war ich mir bis zum Ende nie so sicher. Ich mag es, wenn man gleich am Anfang einen bestimmten Protagonist gut oder schlecht findet, das macht die Geschichte um einiges interessanter, weil man doch immer wissen möchte, was mit der Person geschieht. So war es auch hier, was ich sehr gut fand. Mir hat auch besonders die Entwicklung einiger Charaktere gefallen. Diese war vor allem bei einem Jungen sehr interessant und spannend. Ich hätte nicht gedacht, dass es in diese Richtung gehen würde. Teilweise fand ich den Schreibstil ein wenig anstrengend, vor allem, wenn gerade mal wieder nicht die Geschichte dran war, sondern ein Interview oder ähnliches. Sowas finde ich immer generell schwer zu lesen und ich kann mich da nicht sonderlich gut konzentrieren. Aber auch die Erzählungen über einzelne Familienmitglieder der Jungen haben mich nicht unbedingt begeistert, und ich wollte die Stelle gerne überspringen und schnell weiter zur eigentlichen Geschichte kommen. Dennoch hat dies den Lesefluss nicht übertrieben behindert und das Buch war super schnell weg gelesen. Alles in allem war das Buch sehr gut, es hat nicht an ekligen Stellen gemangelt (wobei ich mir ruhig noch mehr davon gewünscht hätte), und die Geschichte hat eine gute Wendung genommen. Absolut super finde ich, dass es in diesem Buch kein Happy End gibt, wie das ja sonst immer ist. Einen Stern Abzug muss ich leider geben, weil mir die Erzählweise teilweise ein wenig zu "kindisch" war, einfach, weil die Jungen im Buch auch erst 14 sind. Ansonsten total zu empfehlen!

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Titel: Das Camp Originaltitel: The Troop Autor: Nick Cutter Genre: Thriller/Horror Verlag: Heyne Seitenzahl: 464 ISBN: 978-3453437791 Inhalt "Ein Mann strandet auf einer einsamen Insel vor der kanadischen Küste. Er ist ausgemergelt, dünn, wirkt mehr tot als lebendig. Und er hat Hunger – einen unstillbaren, schmerzhaften Hunger. Auf der Insel findet er eine Scouttruppe vor. Die Scouts merken schnell: Der Fremde ist krank, todkrank. Egal, wie viel er isst: sein Körper fällt mehr und mehr in sich zusammen. Und dann sehen sie, dass sich etwas unter seiner Bauchdecke bewegt. Während die Scouts überlegen, was zu tun ist, bemerkt ihr Leiter, dass ihn plötzlich ein nie gekannter Hunger quält …" Schreibstil Nick Cutter legt für einen Thriller/Horror einen sehr eigentümlichen Schreibstil an den Tag. Ja, ich würde ihn fast schon als übertrieben bildlich bezeichnen. Gleich zu Beginn dieser Rezension muss ich sagen, dass mir der Schreibstil überhaupt nicht gefallen hat. Nick Cutters Vorbilder waren ohne Zweifel Stephen King und Richard Laymon, doch ihm schien beim Schreiben nicht klar zu sein, dass man diese beiden Stile unmöglich kombinieren kann. Für jedes andere Genre hätte mir Nick Cutters metaphorischer Schreibstil gut gefallen, aber für einen Thriller mit Horrorelementen passte diese überhaupt nicht. Der Autor neigt zudem dazu, alles zu vergleichen, auf einer einzigen Seite hatte ich einmal 4 (!) Vergleiche gefunden. Alles muss bei ihm bildhaft beschrieben werden, so hatte der Wurm mal Ähnlichkeit mit einem Schlauch und dann wieder mit einem Luftballon. Mich hat das ganze verwirrt, denn das passte nicht zu dieser doch recht einfachen Storyline. Meiner Meinung nach hat der Autor hier sehr viel Potenzial verschenkt indem er versucht hat, die ganze Geschichte mit diesen Metaphern zu verschönern. Vielleicht liegt ihm dieses Genre auch einfach nicht! Charaktere Neben dem seltsamen Schreibstil gefielen mir auch die Charaktere eher weniger. Es handelt sich hier um Pfadfinder, die zusammen mit ihrem Gruppenführer ihre verbliebenen Abzeichen auf einer verlassenen Insel machen wollen. Der Autor schweift immer mal wieder in die Vergangenheit der einzelnen Jugendlichen ab und schwächt so die Story. Warum werden immer wieder so kleine, nichtssagende Anekdoten zum Besten gegeben, wenn die Geschichte eigentlich gerade mal ein wenig spannend wird? Die Antwort ist einfach: Das Buch musste irgendwie gefüllt werden, denn die eigentliche Geschichte ab dem Ausbruch dieser seltsamen Krankheit hatte für mich das Niveau einer Kurzgeschichte, die künstlich aufgebauscht wurde. Manche Seite habe ich einfach überflogen, weil die Story sehr langatmig wirkte. Unter den Pfadfindern ist auch ein Junge, der gerne Tiere quält. Natürlich! Irgendwie muss ja noch ein weiteres Horrorelement mit auf die Insel gebracht werden! Die "Tiere-Quäl-Szenen" fand ich jedoch unmöglich! Als eine wehrlose Katze voller Enthusiasmus ertränkt wurde, musste ich fast weinen, genauso wie bei der Stelle mit der Schildkröte. Hier wollte Nick Cutter nur eins: Schocken! Vielleicht ist ihm das gelungen, aber das hat dieses Buch noch lange nicht zu einem Genuss gemacht! Meine Meinung Ich bin großer Fan von Horrorliteratur von Stephen King, Joe Hill oder Richard Laymon, aber dieses Buch hat mich einfach nur verstört zurückgelassen! Auf dem Cover steht, dass es sich bei "Das Camp" um einen Thriller handelt. Ein Thriller gehört ja zur Spannungsliteratur, aber Spannung habe ich in diesem Buch vergeblich gesucht. Die ganze Geschichte wirkt enorm konstruiert und bietet keinerlei Überraschungen. Ich habe die ersten 100 Seiten gelesen und die Geschichte konnte ich im Anschluss in wenigen Sätzen wiedergeben. Gleich zu Beginn werden auch immer wieder Auszüge aus der Geschichte nach dem "Unglück" eingestreut. So wissen wir schon ganz zu Beginn in groben Zügen, wer das alles überleben wird und etwa nach der Hälfte des Buches ist dem Leser im Grunde die gesamte Geschichte dieses seltsamen Wurms bekannt. Klar, die Grundidee ist gut und auch sehr unheimlich, aber die Umsetzung hat mir leider überhaupt nicht gefallen. Hier hätte ich mir mehr Geheimnisse gewünscht und einen Spannungsbogen, der sich bis zum Ende hin aufbaut. Auch das Ende lässt sich in wenigen Sätzen wiedergeben und die letzten 200 Seiten handeln eigentlich nur davon, wie die Jugendlichen versuchen, irgendwie zu überleben. Hin und wieder schweift der Autor dann auch ins "Widerliche". An und für fand ich die Anfangsszene mit dem riesigen Wurm der aus dem Körper des Mannes kommt ganz in Ordnung, aber dann musste dieser Parasit so sehr mit Metapher ausgeschlachtet werden, das meine eigene Fantasie nicht angeregt wurde. Nein, der Autor kaut seinen Lesern alles vor, er bekommt nicht die Chance, sich alles selbstständig vorzustellen, weswegen ich gleich zu Beginn schon nicht in die Geschichte kam. Um es einmal mit den Worten des Autoren auszudrücken: Ich habe mich wie ein Fisch auf dem Trockenen gefühlt! Es fällt mir sehr schwer, dieses Buch jetzt zu bewerten, denn ich konnte nichts finden, das mir auch nur ansatzweise gefallen hat. Die "Ekelszenen" sollten provozieren, doch sie haben eher das Gegenteil getan. Sie haben mich als Leser so sehr geschockt, dass ich keine Lust auf die eigentliche Geschichte mehr habe und eigentlich bin ich da überhaupt nicht empfindlich. Hinzu kommt der seltsame und unpassende Schreibstil und die Charaktere, mit denen ich mich überhaupt nicht identifizieren konnte. Für mich war dieses Buch ein riesiger Flop, obwohl sich der Klappentext eigentlich ganz spannend angehört hat. Fazit "Das Camp" von Nick Cutter konnte mich überhaupt nicht überzeugen. Der Autor verbindet einen übertriebenen bildhaften Schreibstil mit provokanten "Ekelszenen" und seltsamen Charakteren. Ich bin enttäuscht!!

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Eine kleine Pfadfindergruppe reist für ein Abenteuerwochenende auf eine kleine Insel. Handys sind verboten, die Gruppe soll sich auf sich selbst und die Aufgaben konzentrieren. Seit Jahren schon fahren die fünf Kinder zusammen mit dem Gruppenleiter Tim auf diese Insel. Doch langsam werden alle erwachsen und demnach könnte es in diesem Jahr der letzte Ausflug sein, bevor die Jugendlichen das Pfadfindersein uncool finden. Tim hat bereits jetzt mit den ersten Konflikten in der Gruppe zu kämpfen. Als sich alle gerade eingerichtet haben kommt ein weiterer Mann auf die ansonsten unbewohnte Insel. Er ist komplett abgemagert, seine zerschlissene Kleidung scheint auf einem Gerippe zu ruhen, dass mit Haut überspannt wurde. Dieser Mann kann nur an eines denken: An seinen Hunger. Da Tim Arzt ist schottet er den unbekannten Mann von den Kindern ab und möchte ihm helfen, obwohl er sich vor ihm ekelt. Da sieht er, dass sich unter der Haut den Mannes etwas bewegt. Gleich vorweg, um alle Unklarheiten zu beseitigen: Dieses Buch ist eklig. Es spielt mit dem Ekelgefühl des Menschen und wer beim Lesen nicht wenigstens ab und an angewidert das Gesicht verzieht besitzt schlichtweg kein Ekelgefühl. Man sollte also einen starken Magen haben, wenn man sich an dieses Buch herantraut. Nick Cutter baut dieses Buch aber nicht rein auf den Ekel auf. Er hat mit “Das Camp” einen gelungenen, soliden Horrorroman geschaffen, der zwar nicht überrascht, aber sehr gut unterhält. Ein parasitärer Befall löst hier bei den Infizierten unbändigen Hunger aus. Der Parasit verzehrt den Wirtskörper, dieser hat unbändigen Hunger und verschlingt alles. Parasiten wollen sich vermehren, also ist auch an den Übertragungsweg gedacht. Zudem handelt es sich hier um ein Laborprodukt, weshalb die Pfadfindergruppe auf einen sehr widerstandsfähigen Gegner trifft. Der Gruppenleiter Tim ist recht stereotypisch aufgebaut, das Augenmerk der Charaktere liegt aber auf den fünf Jugendlichen und ihren unterschiedlichen Wesenszügen. Auch hier überrascht Cutter nicht, aber er baut die Fünf nach meinem Empfinden gut aus und verleiht gerade den hauptsächlich Handelnden Tiefe. Fünf unterschiedliche Charaktere, die unterschiedlich mit dieser Situation umgehen. Manche werden über sich herauswachsen, andere werden das Monster in sich selbst zeigen, ganz unabhängig von der Bedrohung durch den Parasiten. Das Buch zeigt also sowohl Ekelhorror, als auch zwischenmenschlichen Horror auf, was mir gut gefallen hat. Die Story wird auch immer wieder durch Einschübe ergänzt, die sich rückblickend mit den Ereignissen auf der Insel und der Pfadfindergruppe beschäftigen bzw. die die Forschung am Parasiten betreffen. Der Leser erfährt so über die Hintergründe mehr. Cutter hat dies gut platziert, so dass er Informationshappen liefert, aber die eigentliche Geschichte nicht zu sehr spoilert und damit die Spannung herausnehmen würde. Etwas gestört hat mich die teilweise leicht gestelzte Sprechweise der Jugendlichen, die ich an manchen Stellen als unrealistisch empfand. Die meiste Zeit reden die fünf Jungs zwar durchaus altersgerecht, aber es gibt immer wieder Momente, die ich einfach nicht passend fand. Zudem habe ich mich etwas am Schluss gestört. Hier kann ich nun nicht viel verraten, um euch die Spannung nicht zu nehmen. Ich frage mich jedoch, ob gewisse Dinge hier nicht zu überspitzt behandelt wurden. Würde das Alles dann wirklich so ablaufen? Ich wage es zu bezweifeln. Außerdem empfand ich das allerletzte Kapitel als überflüssig und auch leicht verwirrungsstiftend. Das hätte gut wegbleiben können. Als Fazit kann ich nur sagen, dass “Das Camp” von Nick Cutter für Horrorleser definitiv einen ekligen Blick wert ist. Eine solide, spannende Geschichte, die Spaß macht. Ich freue mich auf mehr von diesem Autor.

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Der Autor deutet das Grauen nur an, recht deutlich zwar, aber dennoch so, dass das Kopfkino genug Raum zum Rattern bekommt. Zart besaitete Leser oder diejenigen die einen empfindlichen Magen haben möchte ich aber warnen, es könnte etwas eklig werden. Der Schreibstil des Autors ist so fesselnd, dass er es geschafft hat mich schon auf den ersten Seiten des Buches abzuholen und bis zur letzten Seite nicht wieder loszulassen. Sehr plastisch sind die Figuren und die Schauplätze beschrieben, was es leicht macht das Buch wie einen Film vor seinem inneren Auge ablaufen zu lassen. Das Buch macht dem Leser klar wozu Gier führen kann, aber auch was rein theoretisch machbar ist. Und genau dieses Wissen ist es welches das Grauen in diesem Buch noch verstärkt. Ich habe mich von dieser Geschichte sehr gut unterhalten gefühlt. Mich hat der Autor mit seiner Story beeindrucken können, so sehr dass ich es innerhalb nur 2 Tagen gelesen habe. Fans des Genre werden sicher an diesem Werk ihre Freude haben.

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Das Cover gefällt mir sehr gut und ist ein richtiger Eyecatcher. Zu sehen ist die Insel auf welcher die Geschichte spielt. Und sehr viel Blut. Dieses verspricht einen spannenden, blutigen und nervenaufreibenden Thriller. Ein sehr gelungenes Cover was mir sehr viel besser als das Original gefällt. Warum wollte ich das Buch lesen? Nun zum Einen wegen dem wahnsinnig tollen Cover. Als ich das zum ersten Mal gesehen habe stand für mich schon fest das ich dieses Buch lesen möchte. Als ich dann noch den Klappentext gelesen habe war es beschlossene Sache. Ich wollte wissen warum der Mann solch großen Hunger leidet. Was wächst in ihm heran? Der Einstieg fiel mir sehr leicht und startet mit einem Zeitungsartikel über den hungrigen Mann. Anschließend lernt man nach und nach die Charaktere kennen. Gruppenleiter Tim ist der einzige Erwachsene auf der Insel, zusammen mit 5 Jugendlichen. Er bringt den Jungs alles über das Pfadfindern bei und ist eigentlich ein Arzt. Er versucht immer das Richtige zu machen. Auch als der Fremde auf die Insel kommt. Er versucht ihm zu helfen und gerät dabei selbst in große Gefahr. Newton, Kent, Max, Ephraim und Shelley sind alle 14 Jahre alt und befinden sich gemeinsam mit Tim auf der Insel um ihre Prüfung als Pfadfinder abzulegen. Newton ist ein dicker Bücherwurm und sehr intelligent. Er wird meist von den Anderen gemobbt und ich hatte oft Mitleid mit ihm. Doch er konnte sich ganz gut zur Wehr setzten und war immer da wenn man ihn brauchte. Kent ist ein Großkotz und denkt nur mit seinen Muskeln. Sehr unsympathisch. Max war von allen noch der normalste Junge. Ich mochte ihn eigentlich ganz gerne. Ephraim ist der beste Freund von Max und der Einzige vor dem Kent Respekt hat. Ansonsten redet er viel wenn der Tag lang ist. Shelley ist ein absoluter Psychopath. Im Laufe des Buches erfährt man so einige Dinge über ihn die er in der Vergangenheit getan hat, die ich richtig widerlich fand. Auch auf der Insel lässt er seinen perversen Vorzügen freien Lauf. Mann, hatte er einen Hunger gehabt. In dem Diner hatte er so viel gegessen, dass seine Magenschleimhaut gerissen war - gerade sickerte der Inhalt seiner Innereien durch das aufgeplatzte Gewebe in die Ritzen zwischen seinen Organen. S. 14 Das Buch ist in 3 Abschnitte gegliedert. In den Abschnitten sind die Kapitel recht kurz gehalten und ziegen die verschiedenen Sichtweisen der Protagonisten. Es herrscht ein herber Umgangston, der jedoch für mich in einem Thriller einfach dazu gehört. Die Spannung wird stets aufrecht gehalten und lässt den Leser durch die Seiten fliegen. Man will einfach wissen was da los ist und warum dieser Mann unter ständigem Hunger leidet. Als der Leser jedoch erfährt warum, ist die ganze Sache schon ziemlich vorhersehbar. Doch deswegen war es nicht weniger spannend zu lesen. Im Buch findet man zwischen den Kapiteln immer wieder Zeitungsausschnitte, Laborberichte, Interviews und Patientenberichte. Diese helfen dem Leser hinter das Ganze blicken zu können was mir sehr gut gefallen hat. Teilweise waren sehr ekelhafte und widerliche Szenen dabei, doch auch das hat mich keineswegs gestört. Im Gegenteil, sowas gehört doch zu einem spannenden Thriller. Die Idee an sich ist garantiert nicht neu aber Herr Cutter hat sie toll umgesetzt und mir ein spannendes Lesevergnügen beschert. Der Schreibstil ist sehr flüssig und spannungsgeladen. Mir wurde auf keiner Seite langweilig und das Grauen zog mich durch die Geschichte. Es bleibt natürlich nicht aus das Menschen sterben, doch ich verrate natürlich nicht wer. Wer für so etwas keine Nerven hat, sollte lieber die Finger von dem Buch lassen. Nick Cutter hat mit seinem Thriller "Das Camp" nicht nur Stephen King begeistern können. Mir hat die Idee sehr gut gefallen, wenn es auch teilweise etwas zu sehr vorhersehbar war. Ich konnte mich ordentlich ekeln und hatte viel Spannung. Was will man mehr?

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