Leserstimmen zu
Das Auge Gottes

James Rollins

SIGMA Force (9)

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Zusammenfassung: Monsignore Vigor bekommt in Rom ein Päckchen in dem ein Schädel und ein Buch enthalten sind. Beides ist nicht so alt, wie es scheinen soll, doch die Botschaft beider ist uralt. Kaum hat Vigor begriffen worum es geht und das ihm das Päckchen von einem für Tod erklärten Priester zugeschickt wurde, wird sein Büro auch schon mit Granaten beschossen. Gleichzeit ist Painter Growe Zuschauer einer Weltraummission. Ein Satellit soll mit Hilfe eines Kometen mit dunkler Materie gespeist werden, doch dieses Experiment geht schief. Der Satellit stürzt ab und sendet verstörende Bilder aus der Zukunft der Erde. Schnell stellt sich heraus, dass sich das Päckchen in Rom und die schrecklichen Aufnahmen des Satelliten mit dem gleichen Datum beschäftigen - und dieser liegt vier Tage in der Zukunft. Genau dann soll die Welt untergehen. Schnell ist die Sigma Force aktiviert und die verschiedenen Teams begeben sich aus unterschiedlichen Teilen der Welt hin zu den Zentren der Geschehen. Das bedeutet erst einmal den abgestürzten Satelliten unbemerkt aus chinesischem Hoheitsgebiet zu bergen und das Geheimnis der Bilder zu lüften. Und dieses in Zusammenhang mit der Botschaft zu bringen, die nach Rom, in den Vatikan, geschickt wurde. Doch nicht für alle Teams ist es einfach sich sofort dieser Mission zu unterstellen ...... Fazit: Ich liebe James Rollins. Jedes Buch und alle Geschichten. Und auch hier bin ich wieder begeistert. Anfangs wusste ich nicht so recht, ob James Rollins es schafft, wieder ein geeignetes Feindbild aufzubauen, denn im letzten Band wurde der Uraltfeind "Die Gilde" vernichtet. Irgendwas oder irgendjemand muss doch nun den Platz der Gilde einnehmen .... Doch James Rollins hat das richtig gut hinbekommen, Triaden, Weltuntergang .... Dschingis Khan, Hexen ... all das lassen gar keine Lücke entstehen. Die Sigma Force ist auch so beschäftigt und kommt kaum zu Atem. Schon im letzten Band ist Seichan ( "freie Mitarbeiterin" und Profikillerin" ) mehr in den Vordergrund gerückt und ihr Part der Geschichte spielt auch in diesem Buch eine Rolle. Mir hat das gut gefallen, denn Seichan wird für eines der Sigma Force Mitglieder immer wichtiger und die einst so eindimensionale Figur bekommt immer mehr Konturen und Charakter. Die geschichtlichen und wissenschaftlichen Bezüge hat James Rollins wie immer sehr gut recherchiert und geschickt in die Geschichte eingebaut. Ich habe viel über dunkle Materie und Quantentheorie, über Relativitätstheorie und Astrophysik allgemein gelernt, ohne auch nur ein bißchen gemerkt zu haben, hier etwas gelernt zu haben. Es geht so flüssig und so leicht, James Rollins versteht es einfach auch komplexe Zusammenhänge für einen Laien gut verstehbar zu machen. In vielen Büchern brachte James Rollins Naturgesetze in den Kontext mit Religion und das hat er auch in diesem Buch getan. Dadurch werden manche geschichtliche Entwicklungen transparenter und man bekommt direkt Lust selbst zu recherchieren und über manche Themen mehr zu lesen. Dieses Buch ist in sich geschlossen und die Figuren werden so gut beschrieben, dass man keines der Vorgängerbücher gelesen haben muss um hier zu seinem Vergnügen zu kommen. Für mich passte mal wieder alles, die Figuren, die Themen und Handlungsstränge, die Ortsbeschreibungen und Fakten und ausreichend "BumBum" war auch dabei. Ein herrliches Spektakel ......

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Ein Forschungssatellit der NASA stürzt in der Monoglei ab. Nicht nur, dass dieses Gebiet nicht gerade als US-freundlich gilt, der Satellit hat auch noch hochgeheime Technik an Bord. Sigma Force wird mit der Bergung beauftragt. Und die muss schnell von statten gehen, denn der Eye of God genannte Satellit hat ein verstörendes Bild aufgenommen: eine komplett zerstörte Ostküste der USA. Zeitpunkt der Zerstörung? 90 Stunden in der Zukunft! „Das Auge Gottes“ ist der 9. Fall für die Sigma Force und hat mich so manchen Nerv gekostet. James Rollins ist bekannt für Spannung gepaart mit Wissenschaft, doch dieses Mal tritt beides zugunsten einer Schnitzeljagd in den Hintergrund. Und das war nicht immer überzeugend. Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet. Dabei folgt man auf der einen Seite Gray und Kowalski, die auf der chinesischen Halbinsel gemeinsam mit Seichan nach deren Mutter suchen. Auf der anderen Seite sind Duncan und Monk gemeinsam mit einer Astrophysikerin und einem Priester unterwegs in die Mongolei, um nicht nur den Satelliten zu bergen, sondern auch einem uralten Rätsel auf den Grund zu gehen. Diese Mischung und die Perspektivenwechsel haben mir sehr gut gefallen. So kenne ich die Sigma Force und mag sie. Jedoch hat James Rollins einen in meinen Augen fatalen Fehler begangen: er hat das größte und spannende Geheimnis direkt in den ersten Kapiteln gelüftet. Während man in den Vorgängern langsam auf das Unfassbare herangeführt wurde, haut der Autor es einem diesmal direkt mit dem Holzhammer um die Ohren. Sehr schade, denn so verpuffte der Effekt. Die Jagd nach dem Eye of God ist da leider nur eine bessere Schnitzeljagd mit schnellen Autos, Fliegern und viel Getöse. Jedoch konnte es mich nicht so mitziehen, wie ich es gewohnt bin. Schade. Das Rätsel hingegen, um das sich der Priester Vigor kümmert, und dessen Ausmaß zu Beginn nicht absehbar war, hat mich begeistert. Ich fieberte mit der Forschertruppe mit, wollte die kleinen Rätsel lösen helfen und war fasziniert von der historischen Genauigkeit, die der Autor hier hat einfließen lassen. Und so hielt mich genau dieser Erzählstrang am Lesen. Während ich an der ersten Hälfte des Buches fast verzweifelt bin, rieß mich der Thriller ab der Mitte wieder voll mit. Das Ende konnte mich ebenso überzeugen, auch wenn DER Rollins-Effekt gefehlt hat. Der Stil des Autors ist sehr gut und flüssig zu lesen. Seine Erzählweise ist geprägt von Details, wissenschaftlichen Hinweisen und Action. Eine für mich sehr gute Mischung. Fazit: auch wenn ich am Ende zufrieden war, ist die Sigma Force diesmal nicht komplett überzeugend gewesen. Mit Einschränkung kann ich das Buch empfehlen.

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Das Buch hat ein sehr schönes zum Inhalt passendes Cover mit mehrdimensionalem Schriftzug. Das Zeichen im O des Autorennamens lässt sofort erkennen, dass es sich um einen Roman der SIGMA-Force Reihe handelt. Der Klappentext klingt sehr spannend und macht neugierig auf das Buch, aber verrät auch nicht zu viel. Vor dem Start der eigentlichen Geschichte gibt es eine zugehörige Karte und wie immer Vorbemerkungen zum historischen und zum wissenschaftlichen Hintergrund, die das Interesse nochmals erhöhen und die Spannung auf dem Beginn der Geschichte weiter steigern. Das Buch beginnt dann dazu passend mit einem Prolog der im Jahr 453 n. Chr. in Ungarn spielt. Es geht um die Ereignisse nach dem angesprochenen Treffen von Attila und dem damaligen Papst. Die eigentliche Erzählung startet dann in der Gegenwart im November in Rom und ist vom Start weg wieder sehr spannend. Das Buch besteht zunächst aus zwei Handlungssträngen, der diversen SIGMA-Force Agenten, bei denen man bis zur Mitte des Buches noch nicht weiß, was sie miteinander zu tun haben. Die Geschichte springt zwischen diesen hin und her, was an den zeitlichen und örtlichen Bezügen in den Überschriften erkennbar ist. Ansonsten ist es flüssig zu lesen und mitreißend geschrieben. Fast alle, aus den früheren Bänden bekannten Charaktere, sind von Anfang an wieder mit an Bord und werden für Kenner der Serie nicht extra wieder neu vorgestellt. Sie sind sympathisch und überzeugend wie immer. Was einen der Charaktere betrifft gibt es auch Bezüge zum Vorgängerband. Trotzdem sollte das Buch insgesamt auch für Neueinsteiger geeignet sein. Es gibt eine neues Mitglied der SIGMA-Force und weiterhin wird für dieses Buch auch noch eine neue tragende weibliche Rolle eingeführt. Besonders interessant sind die wissenschaftlichen Inhalte, sowohl die realitätsbezogenen als auch die fiktiven. Das Buch erinnert mit den zu lösenden Puzzeln an die Bücher von Dan Brown und das Miträtseln macht großen Spaß. Trotz ausgefallener Plotidee ist die Geschichte nicht zu abwegig und bleibt durchaus im Rahmen des Vorstellbaren. Es gibt ein überraschendes Ende, das vielfältige Möglichkeiten für weiter Bände der Serie offen lässt. Man kann gespannt sein, wie James Rollins die Geschichte der SIGMA-Force Agenten und ihrer liebgewonnenen Personen weiterspinnen wird. 9 von 10 Punkten

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