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Leserstimmen (8)

Christa Brand, Elke Zimmermann: Ein junger Garten auf dem Land

Ein junger Garten auf dem Land Blick ins Buch

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-421-03963-7

Erschienen:  29.02.2016
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Schön aufgemacht

Von: shariatiag Datum : 21.03.2018

doriansmom.blogspot.de

Bei dem Buch hatte ich persönlich eine andere Vorstellung von der Machart des Buches. Der Aufwand dafür muss allerdings riesig gewesen sein, jede Seite ist mit wundervollen prachtvollen Bildern aus jeder Jahreszeit abgebildet sei es Fotos oder Skizzen. Oft entsteht das Gefühl "oh das hätte ich auch gerne " und "ah das ist eine super Idee".
Diese Familie hat sich sein eigenes kleines Paradies geschaffen. Eine wundervolle Blumenwelt ist entstanden genauso wurde für die Selbstversorgung gesorgt. Ein Paradies auch für Kinder.
Was für eine Arbeit! Glückwunsch der Familie Zimmermann zu ihrem wundervollen Garten!
Alles an diesem Garten finde ich persönlich gut durchdacht! So wird das Schöne mit dem Nützlichen vereint und auch andersrum das nützliche mit dem schönen.

Tolles Buch mit vielen Fotos

Von: Vanessa Datum : 24.02.2017

fraunessy.vanessagiese.de

Als ich den Garten gerade neu hatte, habe ich immer wieder nach Gartenbüchern geguckt und auch einige gekauft: zum Thema Biogarten, Kräutergarten, Bauerngarten und zur Gartengestaltung. Oft ist es aber so, dass dort zwar viele tolle Ratschläge drinstehen, dass mir im Alltag aber die Muße und die Geduld fehlt, nach Anleitung zu gärtnern. Ich bin lieber intuitiv unterwegs und nehme dabei Irrtümer in Kauf. Deshalb habe ich lange kein Gartenbuch mehr gelesen.

Dieses Buch von Christa Brand und Elke Zimmermann ist eine Ausnahme. Denn in „Ein junger Garten auf dem Land“ gibt es wenig Theorie, dafür viel „mit gutem Beispiel voran“.

Elke Zimmermann portraitiert nämlich ihren eigenen Garten in einem kleinen Dorf im Allgäu. Im Jahr 2000 zog sie mit ihrem Partner ins Hinterland des Bodensees in das Bauernhaus ihrer Urgroßeltern. Es stammt aus dem Jahr 1770. Zum Haus gehört eine große Gartenfläche, die sie 2003, also drei Jahre nach dem Einzug und nach der Renovierung des großen Bauernhauses, neu strukturierte. Heraus kam ein wunderbarer Bauerngarten.

Die Autorinnen erzählen, wie und unter welchen Gesichtspunkten Elke Zimmermann den Garten gestaltet hat, welche Pflanzen dort wachsen, wie und mit welchen Mitteln die große Fläche aufgeteilt ist und wo es etwas zu entdecken gibt. Denn es gibt viele Ecken – wie etwa ein Fensterelemente, die ein Beet schützen – die den Zauber des Gartens ausmachen.

Das Buch gibt Anregungen, ohne belehrend zu sein. Es zeigt in vielen Fotos die Details einer gelungen Gestaltung: Beetbegrenzungen, Rasenkanten, Rankhilfen und Treppen – alles abseits der Gestaltung, die Baumärkte in petto haben. Außerdem kann man die Beete anschauen und bekommt Infos zu den Blumen, Stauden, Gräsern und Büschen, die dort wachsen.

Rezension: Ein junger Garten auf dem Land: ideenreich, lebendig, farbenfroh

Von: amberlight-label Datum : 08.09.2016

amberlight-label.blogspot.de/

Das knapp hundert Seiten umfassende Buch ist als gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag hochwertig verlegt und gehört eigentlich zu einer ganzen Reihe namens "Das Gartenporträt", in der Privatgärten vorgestellt werden. Erschienen ist beispielsweise bereits in den Vorjahren "Der Hanggarten"* oder "Ein Garten für alle Jahreszeiten"*. Der junge Garten gehört Elke Zimmermann, die als Autorin zusammen mit Christa Brand, die für das Gartenporträt fotografierte, namentlich auf dem Umschlag steht. Elke Zimmermann renovierte mit ihrer Familie 2000 im Allgäu das Bauernhaus ihrer Großmutter und gestaltete den dazugehörigen Garten neu. Auf den Innenseiten am Anfang und Ende des Buches ist die schematische Zeichnung des Gartens abgebildet.

In acht Kapiteln werden die zahlreichen Einzelbereiche des Gartens näher vorgestellt, wobei die Legende zum Garten sogar 21 Punkte umfasst. Ein bisschen wirkt diese Gartenanlage daher, als wenn die junge Familie tatsächlich alles einmal ausprobieren wollten - so gibt es einen Hanggarten ebenso, wie den Beerengarten, den Bauerngarten, den Irisgarten, den Obstgarten und sogar einen Mondrasen, unter dem ich mir zunächst nichts vorstellen konnte. Da beide Partner Gartenarchitektur studiert haben, war wohl vieles möglich, bei dem der Laie zunächst Fehler gemacht hätte.

Bis auf die Stahlteile ist wohl der gesamte Garten - über mehrere Jahre - in Eigenleistung entstanden. Am meisten haben mich die Bewässerungsrinnen begeistert, denn diese sind wohl eine funktionierende Schneckenabwehr - zumindest, wenn keine Pflanzen überhängen und eine Brücke für die Schnecken bilden. Mich hätte noch interessiert, ob man damit gleichzeitig die Mückenpopulation im Garten begünstigt.

Das gelungene Gartenporträt "Ein junger Garten auf dem Land: ideenreich, lebendig, farbenfroh"* ist kein reines Planungsbuch für den Hobbygärtner, denn dazu sind die Informationen zu den Pflanzen, die lediglich im Anhang auf der letzten Seite als Verzeichnisstruktur mit deutschen und lateinischen Namen angegeben werden, zu dürftig. Man bekommt aber ein Buch, dass nicht nur Lust auf den eigenen Garten macht, sondern auch zeigt, wie fantastisch so ein Gartenreich aussehen kann, wenn man Fachwissen und wohl vor allem auch Zeit hineinstecken kann. Der Mondrasen wird übrigens nur so genannt, weil er die Form einer Mondsichel hat ....

Ein wunderschönes Gartenportrait aus dem Allgäu

Von: Büchertraum Datum : 14.08.2016

https://www.facebook.com/B%C3%BCchertraum-751308828235143/

#Inhalt
In diesem Buch stellen zwei studierte Gartenarchitekten ihren selbst geplant - und umgesetzten Garten vor. Im Jahr 2000 zogen diese ins Allgäu um ein altes Bauernhaus, das aus der Familie stammte zu beziehen. Ab 2003 begangen die Arbeiten die den Garten betrafen und hier im einzelnen vorgestellt werden.
Das Buch ist in Folgende Kapitel geteilt:

-Annäherung (Geschichte)
-Terrassengarten (Bauerngarte, Beete)
-Von der Sonne verwöhnt (Irisgarten, Mauern und Steine)
-Immer dem Wasser nach (Regenwasser)
-Entlang der Grenze (Zaun, Hecke)
-Lebensraum Garten (Leben, Ernten)
-Hanggarten (Farben, Wohlfühlen)
-Haus und Hof (Hinter den Kulissen)

In den Kapiteln erfährt man in Erzählender weise wie die Idee zb. zu den Beeten entstanden ist um wie diese umgesetzt wurden. Auch besondere Pflanzen werden mit der deutschen und botanischen Bezeichnung genannt und kursiv hervorgehoben. Die Bilder werden in kleinen kursiven Blocken am Rande der Seiten einzeln erläutert. Der Garten hat sich über die Jahre hinweg entwickelt und wurde nachd er Geburt der Kinder entsprechend angepasst - sodass man hier ein Portrait eines Familiengartens im Allgäu vorgestellt bekommt.

#Meinung
Ich finds sehr schön das man als erstes, wenn man das Buch aufschläg einen Kompletten bunten Grundriss des Gartens sieht. Pro Kapitel hätte man diesen aber ruhig übernehmen können und einkreisen an welcher Stelle man sich gerade befindet.
Die Bilder, welche den Garten zeigen sind traumhaft! Sie Beschreiben die jeweilige Situation perfekt und inspirieren zum selber anpflanzen. Der Garten ist auch nicht so exotisch das man es ihnen nicht nachmachen könnte - mir persöhnlich wäre er sogar etwas zu voll, im Detail betrachtet ist er aber super durchgeführt und man hat von allem etwas dabei. Von Wasseraplikationen über Ordnungsprinzipien bis zur moderner Stahleinfassungen.
Es wäre allerdings schön gewesen wenn es kleine Übersichtstabellen mit Material und Pflanzenauswahl gegeben hätte damit man auf den ersten Blick gesehen hätte, was wie und wo verwendet wurde. So muss man sich durch den ganzen Text lesen um das Kapitel zu verstehen. Die Kapitel an sich kann man aber gut unabhängig voneinander lesen.

Insgesamt ist der Garten eine super Umsetzung da er an das alte erinnert aber auch den aktuellen Stil miteingebunden hat. Wenn man selbst einen ländlichen Garten planen möchte kann man sich hier Inspiration holen, die Informationen die man hier bekommt reichen jedoch nicht aus um alles nachzubauen. Man darf aber auch nie vergessen das nicht jede Pflanze überall gleich gut gedeiht. Es kommt immer auf den Boden und Lage an - dieser Garten wie er im Allgäu steht würde an der Ostsee so nicht funktionieren, es ist also lediglich ein Portrait eines wunderschön durchdachten Gartens von zwei studierter Gartenarchitekten die wussten was sie da tun. Sich dies mal genauer anzugucken kann bei der eigenen Gartenplanung aufjedenfall nicht schaden. Für Landschaftsarchitekturstudenten wie mich ist ist es ebenfalls eine gute Lektüre für zwischendurch um im Thema drin zu bleiben - ich habe mir aufjedenfall einiges Makiert und mir auch einige Notizen dazu gemacht :)
- gerne mehr davon!

#Info
* HC 19,99€
*ET 29 Feb 2016
*96 Seiten

Tolle Gartenispirationen

Von: Frau JoLou Datum : 13.08.2016

jolina-noelle.blogspot.com/

Wer jetzt ein Gartenbuch der üblichen Art und weise erwartet wird sich wundern.

Das im Februar 2016 im DVA erschienene Buch wird so vorgestellt:

"Elke Zimmermann zog im Jahr 2000 zusammen mit ihrem Partner ins Allgäu, wo sie nach der Renovierung des 200 Jahre alten Bauernhauses ihrer Großmutter auch den Garten komplett neu gestalteten. Die beiden »studierten Gärtner« haben das Grundkonzept des Gartens vorab gemeinsam geplant und diskutiert und sich im Zentrum für eine zeitgemäße Interpretation eines bäuerlichen Nutz- und Ziergartens entschieden. Mit der Geburt der Kinder kamen neue Nutzungen hinzu, die ins Konzept eingearbeitet wurden. So ist bis heute rund ums Haus ein lebendiger Familiengarten entstanden, der ländliches Flair und moderne Prägung in außergewöhnlicher Weise vereint. Sichtbar wird dies etwa durch die verwendeten Materialien wie die Beet-Einfassungen aus Corten-Stahl oder durch die betont geradlinigen Strukturen. Wie alle Gärten der Reihe DAS GARTENPORTRÄT ist auch dieser an manchen Tagen für Besucher geöffnet."

Das Buch zeigt in wundervollen Bildern einen Garten in seinen Einzelheiten und zu verschiedenen Jahreszeiten.
Die Pflanzen sind namentlich in deutsch und Latein benannt, so dass man bei Lust auf die ein oder andere pflanze auch mal im "normalen" Gartenbuch gut nachschlagen kann.

Mein erster Gedanke war: "Wow, was ein genialer Garten, da stimmt ja fast alles!"
Dann habe ich aber auch den Text gelesen und konnte durchatmen, das Ehepaar, das diesen Garten rund um das alte Bauernhaus der Urgroßeltern gestaltet hat, hat Gartenbau studiert, da kann ich als Gartenanalphabeth natürlich nicht gegen anstinken.
Trotzdem sind auch kleine Fehler beschrieben, wie zB der Gartenteich immer leerlief und man die undichte Stelle nicht fand.

Genial ist die Aufteilung der Gemüsebeete und dazwischen Wasserläufe als Schneckenschutz und zusätzlich soooo schön anzusehen.

Jetzt ist unser Garten leider keine 1500qm groß sondern auf einem 600qm Grundstück steht auch noch dick und fett unser Haus, doch einige Ideen, wenn auch nur Kleinigkeiten habe ich mir abgeschaut.

Wer Gärten mag, wird dieses Buch sicher auch lieben.

Ein sehr lesenswertes, informatives Gartenbuch

Von: Renate Waas Datum : 12.08.2016

geniesser-garten.blogspot.com

Heute habe ich das Vergnügen, Euch ein Buch vorzustellen, das ich aus vollem Herzen empfehlen kann.

Ein junger Garten auf dem Land
von Christa Brand und Elke Zimmermann

Ich war schon sehr gespannt auf die Bilder der Gartenfotografin Christa Brand.
Ich mag Ihre Bilder sehr (s. Buch Weihenstephaner Garten).
Dass dieses Buch dann auch noch gleich von einer Kollegin und Ihrem Garten handelt, machte es für mich dann so richtig interessant.

Es ist ein Gartenarchitekten - Ehepaar mit Kindern aus dem Allgäu, die hier ihren Garten vorstellen.
Man kann diesen Garten auch besuchen und sich vor Ort selbst ein Bild machen.
Das steht auch schon auf meiner to-visit-Liste.

Ein tolles Gartenbuch - sehr schön zu lesen, viele Bilder und sehr wertvolle Informationen zur Gartenplanung.
Was könnte man mehr erwarten?

Ich bin begeistert und empfehle es daher sehr gerne weiter.

Einen schönen Sommer noch Euch allen und - falls der Sommer weiter so schwächelt - hier ist das perfekte Buch für einen verregneten Sommertag!

Viele Grüße von Renate

Gartenspaziergang

Von: Nadia Datum : 27.06.2016

nadias-cottage.blogspot.ch

Schaut ihr auch so gerne in fremde Gärten?
Ich liebe es zu sehen, wie andere Leute ihre Gärten gestalten, wie sie Pflanzen kombinieren, schwierige Eckchen begrünen und vielleicht sogar durch selbstgemachte Deko ihre Kreativität einfliessen lassen.
Mein absoluter Lieblingsgarten um mich inspirieren zu lassen, ist derjenige meiner Lieblingsnachbarin.
Sie pflegt ihren Garten immer so liebevoll und hält alles adrett aufgeräumt und sauber, dass ich mich immer wieder frage, wie sie das schafft.
Dennoch ist ihr Fleckchen Erde gemütlich, heimelig und es gibt immer wieder Neues zu entdecken.
Viele der Pflanzen in meinem Garten stammen ursprünglich von meiner Nachbarin, da sie emsig und erfolgreich Pflanzenkinder zieht.
Aber wie gesagt, ich schaue mir grundsätzlich gerne fremde Gärten an, nicht nur den meiner Nachbarin. So habe ich mich sehr gefreut, dass mir der Verlag DVA das Buch "Ein junger Garten auf dem Land" zur Verfügung gestellt hat.
Das Buch gewährt uns Lesern nämlich Einblicke in den herrlichen Garten von Elke Zimmermann, den sie zusammen mit ihrem Lebenspartner selber geplant und angelegt hat.
Dass die beiden Gartenarchitektur studiert haben, sieht man dem Garten definitiv an. Es ist alles wohldurchdacht, sinnvoll und praktisch gegliedert und sieht dennoch wunderschön aus, keineswegs formalistisch und kühl, sondern einladend und gemütlich.
Doch bevor man im Buch einen Rundgang durch den Garten machen kann, werden einem - wie sich das gehört - die Gartenbesitzer samt Kindern vorgestellt. Man erhält einen kleinen Einblick darüber, wie es überhaupt dazu gekommen ist dass Elke Zimmermann und ihr Partner ins Allgäu gezogen und somit auch zu diesem Garten gekommen sind.
Und dann geht es endlich los. Über den Bauerngarten mit Gemüse- und Kräuterbeeten, der das Herzstück der Anlage bildet, hin zu den rahmenden Beeten, weiter zum Irisgarten und an vielen weiteren Gartenräumen vorbei, bis man zuguter Letzt beim Heckenraum zum Wohlfühlen angelangt.
Zu jedem einzelnen Gartenraum gibt es Interessantes zu lesen, Pflanzen werden vorgestellt, die Autorin gibt Einblick in ihre Überlegungen und Gedanken, die sie sich bei der Gestaltung gemacht hat und alles wird begleitet von herrlichen Fotos, die doch die eine oder andere Begehrlichkeit wecken.
Das Allerbeste am Buch finde ich aber, dass man jederzeit und immer wieder einfach bequem von daheim aus den Garten der Familie Zimmermann besuchen und bewundern und sich vielleicht auch die eine oder andere Idee holen kann.

Hereinspaziert...

Von: Klasse-Kleckse Datum : 19.04.2016

www.klasse-kleckse.blogspot.de/

...heute möchte ich euch wieder mal ein neues Buch vorstellen, ein Gartenbuch in das man wahrlich abtauchen, in dem man genüsslich "hindurchspazieren", hier und da verweilen kann und manchmal auch Platz nimmt, um etwas intensiver zu lesen.

Die Rede ist von den Buch: "Ein junger Garten auf dem Land", erschienen im DVA Verlag, geschrieben von Elke Zimmermann und mit wunderschönen Bildern von Christa Brand ausgestattet.

Was macht dieses Buch nun so liebenswert? Es sind nicht nur die Bilder, die es auf jeden Fall anzuschauen lohnt, nein es ist dieses Gefühl an der Gartenpforte abgeholt zu werden und mit vielen Tipps und Ideen auf eine Rundreise durch den Garten geführt zu werden. Nach der ersten "Annäherung" begibt man sich auf den "Terrassengarten", nimmt hier kurz Platz, um von dort den Blick auf den Bauerngarten verweilen lassen zu können.

Ein Bauerngarten nach historischen Vorbild, jedoch mit "zeitgemäßen Interpretationen", wie z.B. die mit Stahlblechen abgetrennten quadratischen Beete. Stahlblech, ein an sich kalter, nüchterner Werkstoff, der sich aber sehr schön durch das rostbraun auch als "natürliches" Element in die Natur einfügt und in diesem Garten in keinster Weise kalt und nüchtern wirkt.

"Von der Sonne verwöhnt" wird man im Irisgarten, der viele Sorten in allen möglichen Farben beherbergt.

Im Kapitel "Immer den Wasser nach" zeigt sich, dass auch Wasser ein Gestaltungselement im Garten sein kann, nicht nur als Gartenteich. So ist hier im Garten von Elke Zimmermann ausgehend vom Wassertrog ein Rinnensystem rund um den Bauerngarten gelegt worden. "Was zunächst wie kleine Bewässerungsrinnen aussieht, ist ein ausgeklügeltes System zur Schneckenabwehr. Da Schnecken weder schwimmen noch tauchen, lassen sie sich durch die kleinen , etwa 10 cm breiten und 4 Zentimeter tiefen Wassergraben davon abhalten, im Gemüsegarten ihr Unwesen zu treiben". Genial gelöst würde ich sagen!

"Entlang der Grenze" wird dem Besucher...äh...Leser gezeigt, das Grenzbepflanzung jenseits von Thuja und Kirschlobeer viel spannender, mystischer und geheimnisvoller wirkt und zu jeder Jahreszeit ihren Reiz ausüben kann.

Im Kapitel "Draussen Leben" wird klar, draussen ist nicht einfach "nur" ein Garten der Arbeit macht, nein draussen ist ein "Lebensraum" der Freude macht. Freude beim Ernten, Freude beim darin spielen, Freude auch beim Arbeiten, weil immer wieder Neues wächst und entdeckt wird und Freude auch beim darin ausruhen!

Zu guter Letzt schlendern wir mit der Autorin noch durch den Hanggarten in dem mit Findlingen und vielen Staudengewächsen eine wunderschöne dreidimensionale Kulisse geschaffen wurde.

Das Buch endet mit einem Ausblick auf "Haus und Hof" und schaut auch hinter die Kulissen, wo findet der Kompost seinen Platz ohne allzusehr ins Auge zu fallen, wo bleiben die Gartengeräte die man doch beinahe täglich benötigt und wo sammelt sich der "Krusch und Krempel, den man vielleicht doch noch brauchen kann"?

An vielen Stellen im Buch habe ich mich wiedergefunden, das hat mir sehr gut gefallen, viele Stellen an denen ich Nicken musste und dachte "Ja, so ist es...genau so!", daher hat mein Rezensionsexemplar auch ganz viele Fähnchen bekommen,

...an diesen Stellen fand ich Textpassagen die es sich zu merken lohnt:

"Etappenweise kommt Jahr für Jahr etwas dazu;...." Ein Garten ist eben nie fertig, auch wenn das viele Häuslebauer manchmal meinen. Da wird dann ein "praktischer" Garten angelegt, mit viel Rasen, Betonflächen und neuerdings auch Schottersteinen, hier und da ein Pflänzchen, vielleicht mal ein Bäumchen...fertig! Nein, fertig ist ein Garten nie und sein Zauber stellt sich erst nach vielen Jahren ein, wenn man ihn lässt, ihn hier und da jedoch auch führt.

"Wir haben zwar viel Stein, aber eigentlich keinen Beton in unserm Garten, und so werden im Laufe der Zeit Pflasterfugen und Mauerritzen genauso von der Vegetation erobert wie die Kieswege zwischen den Beeten des Gemüsegartens." SEHR symaptisch!!! Denn nichts ist langweiliger als eine triste graue zugepflasterte Betonwüste!

"....wenn gewässert wird, dann richtig!" Danke, dass das Erwähnung findet, denn ja "Wasser ist ein kostbares Gut", auch wenn es hier in unserer Region meinst aus Grundwasserbrunnen genutzt wird, aber so beobachte ich jeden Sommer in der Nachbarschaft das gleiche Spiel...die Rasensprenger im Beet schwenken hin und her, die Pflanzen recken ihre Wurzeln dahin wo das Wasser ist, nämlich zur Oberfläche, statt in die Tiefe. Ich hingegen ziehe mit Gießkanne und Schlauch durch den Garten und gieße gezielt, und das auch nur, wenn es wirklich nötig ist. Unser Rasen ist in heißen Sommer oft braun, was aber auch den Vorteil hat, dass ich in der Sommerhitze nicht mähen muss, während meine Nachbarn ihre grüne Fläche im Schweiße ihres Angesichts bearbeiten müssen. Und keine Sorge, nach ein zwei Regentagen ist auch mein Rasen wieder grün;-).

"Die eine oder andere Pflanze will nicht so recht und verschwindet wieder, dafür siedeln sich unerwartete Gäste an, die das Beet bereichern." Ja, auch hier heftiges Nicken...wie oft kaufte ich schon schöne Stauden die irgendwann dahin kümmerten, wie oft Blumenzwiebeln die den Mäusen wohl mundeten...alle weg, dafür aber reichlich Goldrute aus Nachbars Garten;-). "Der Garten als Ort beständiger Veränderung."

Sehr heftiges Nicken bewirkte auch der abschließende Satz am Ende des Buches: "Auch der Gärtner scheint im Grunde seines Herzens eigentlich Jäger und Sammler zu sein, und so gruppiert sich rund ums Haus ein Sammelsurium von Fundstücken, die so manche Geschichte erzählen können."

Ich weiß nicht wie es euch ergeht, wenn ihr durch eure Heimat spaziert, wir hier begegnen immer wieder Häusern und Gärten die erzählen nichts, gar nichts. Andere hingegen flüstern schon leise von der Gartenpforte: "Hey du...kommt doch mal rein und fühl dich wohl bei mir!"

Und von genau so einem Garten berichtet das Buch "Ein junger Garten auf dem Land". Danke, dass ich mit auf die Reise gehen durfte!

Was abschließend noch zu sagen wäre: Vorne und hinten im Buch befindet sich ein Grundriss des ca. 1500 m² großen Gartens, damit man nachvollziehen kann an welcher Stelle im Garten man sich gerade befindet. Schön wäre es noch gewesen, wenn jedem Kapitel ein eigener kleiner Grundriss in der Art eines Pflanzplans beigefügt worden wäre. Das hätte die Nennung aller abgebildeten Pflanzen mit deutschen und lateinischem Namen perfekt gemacht;-)....aber ich bin auch so sehr zufrieden:-).

Gruß Uschi