Leserstimmen zu
Das Glück der Worte

Sonia Laredo

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Nachdem die junge Frau Brianda ihren Job als Lektorin verliert, verläßt sie ohne ein großes Ziel Madrid und landet im idyllischen Ort Nuba. Dort trifft sie auf den Buchhändler Lorenzo, der sein Geschäft zum Verkauf anbietet. Brianda zeigt ein großes Interesse an diesem Angebot und wird aber zunächst im Buchladen angestellt... Die spanische Autorin Sonia Laredo hat mit in diesem Buch eine märchenhafte Handlung in dem idyllischen, aber fiktiven Ort Nuba entwickelt. Die Spannung blieb zwar meistens aus, aber dennoch hat mich die Geschichte nach ein paar Kapiteln gepackt. Besonders gefallen hat mir, dass die Protagonistin Brianda Bücher über alles liebt und deshalb ständig aus ihnen zitiert. Besonders bei ihrer Arbeit in Lorenzos Buchladen kommt dies stark zum Ausdruck. Ansonsten ist sie eine etwas unsichere Person, die mir leider nicht immer gefallen hat und sympatisch war. Die anderen Figuren wie Lorenzo wirken viel warmherziger, andere Bewohner von Nuba dagegen kalt. Der Schreibstil dieses Buches ist flüssig und detailreich, besonders als es um das Dorf geht. Allerdings ging mir die Autorin bei einigen Stellen mit ihren Beschreibungen einfach zu weit. So wird z.B relativ am Anfang des Buches eine intime Szene beschrieben. Die Handlung des Buches verläuft ziemlich gerade, aber zum Ende hin wird abrupt ein Konflikt herauf beschworen, der für mich die ganze ruhige Stimmung des Romans zerstört hat. Insgesamt ist ,,Das Glück der Worte" ein schöner, märchenhafter Roman, der allerdings seine Schwächen hat.

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Ein Neuanfang der besonderen Art ...

Von: engi aus Bietigheim-Bissingen

23.06.2016

Ein Buch, das ein beim Lesen oft ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Es liest sich wie ein modernes Märchen ohne jedoch kitschig zu werden. Die Autorin entführt den Leser immer wieder in die Welt der Klassiker … es findet sich Gustave Flaubert neben Edgar Allen Poe wieder und Jack Kerouac neben Daniel Defoe. Aus jedem Buch zieht sie Parallelen zum wahren Leben und wendet diese ganz zauberhaft auf die verschiedenen Charaktere an. Ich habe sie ein bisschen beneidet unsere Brianda, die nach ihrer Kündigung ganz weit draußen nochmal von vorne anfangen darf und sich ihr Leben so gestalten kann, wie es ihr gefällt. Eine schöne Geschichte, die den Leser auch mal wieder durchatmen lässt und die die Blumen im schönen Spanien zum Blühen bringt.

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Das Glück der Worte - Nuba als locus amoenus

Von: Karin aus Köln

15.05.2015

Ein Buch, das voller Poesie in die wahren Geheimnisse des Lebens einführt, Überraschungen bereit hält und auf Lesen und Leben gleichermaßen neugierig macht. Ein bezauberndes Buch, das ich nicht mehr aus der Hand legen konnte, obwohl die Handlung eher märchenhaft-einfach gestrickt ist. Die Sprache der Autorin verzaubert durch Klarheit und Metaphorik in einem. Ein wundervoller Band für den Urlaubskoffer, der anspruchsvoll genug ist, in seinen Bann zu ziehen, aber auch einfältig genug um dabei zu entspannen. Dazu tragen in erster Linie die vielen Anspielungen auf literarische Werke von Martial über Shakespeare und Flaubert bis hin zu Rilke und Svevo bei. Ein Muss für Leseratten, die Ausgefallenes dem Bestseller vorziehen.

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Vor kurzem erschien beim Verlag DVA ein Buch, welches mit den Worten als “Eine sinnliche Erzählung voller Farben und Düfte, über das was im Leben wichtig ist: Freundschaft, Liebe, Glück – und das richtige Buch” beschrieben wurde. In meinen Ohren klang das perfekt und hübsch anzusehen war “Das Glück der Worte” ebenfalls. Also freute ich mich umso mehr, dass ich an der Leserunde bei LovelyBooks teilnehmen durfte. Worum geht es? Brianda lebt in Madrid ihr bescheidenes Singleleben. Sie arbeitet in einem Verlag und ist rund um die Uhr von ihren geliebten Büchern umgeben. Leider schreibt der Verlag rote Zahlen und von heute auf morgen erfährt Brianda, dass sie entlassen ist. Nach einem kurzen Moment des Schocks, zögert sie nicht lange, packt die nötigsten Sachen zusammen und lässt ihr altes Leben hinter sich. Durch einen Reiseführer wird ihr Interesse an Santiago de Compostela geweckt und sie macht sich auf die Reise dorthin. Unterwegs kommt sie an dem kleinen Ort Nuba vorbei und erfährt, dass die hiesige Buchhandlung einen Nachfolger sucht. Kurzerhand beschließt sie in Nuba zu bleiben und ihr Glück hier zu versuchen. Meine Meinung: Für mich hörte sich der Klappentext wunderbar an und ich konnte es kaum erwarten endlich dieses Buch zu lesen. Was sofort auffiel war eindeutig die bildhafte und schöne Sprache, die die Autorin verwendete. Jeder Satz, jedes Wort klang perfekt und eine Lebensweisheit folgte der anderen. Sonia Laredo liebt die Literatur, das merkt man, und sie verweist auf die Werke zahlreicher Schriftstellerkollegen in ihrem Debüt. Erzählt wird aus der Sicht von Brianda, die für den Leser somit realer und sympathischer wird. Das bedeutet aber nicht, dass ich all ihre Handlungen gutheiße. Im Gegenteil: oft war ich der Meinung, dass sie zu überstürzt, zu unvernünftig und unlogisch handelte. Wollte sie am liebsten schütteln und auf den Boden der Tatsachen zurückbringen. Ja, auch ich liebe Bücher, aber sollte man wirklich all seine Entscheidungen von einem Buch abhängig machen? Ich weiß nicht… Der Roman bleibt teilweise vorhersehbar und die meisten Charaktere bleiben blass. Einzig Don Lorenzo, der alte Besitzer der Buchhandlung in Nuba und enger Vertrauter von Brianda, weckte mein Interesse. Eine Liebesgeschichte darf natürlich nicht fehlen. Deswegen verwunderte es mich, dass der Mann, in den sich Brianda verliebt, so wenig zu sagen hat. Er wird kaum plastisch beschrieben, man erfährt recht wenig über ihn und er bleibt ein Schatten im Hintergrund ohne Form. Märchen spielen in diesem Roman eine große Rolle und werden an zahlreichen Stellen erwähnt. Schon allein der Ort Nuba wird als märchenhaft beschrieben. Die Anspielungen hielten mich bei Laune, denn Brianda konnte dies allein nicht erreichen. Für mich plätscherte die Geschichte teilweise so vor sich hin und ich malte mir schon das Ende aus – blass und langweilig. Und wurde zum Glück auf den letzten hundert Seiten noch richtig überrascht. Der Plot nimmt eine unerwartete Wendung und mit dem Schluss war ich dann wirklich rundum zufrieden und glücklich. Fazit: “Das Glück der Worte” punktet für mich durch seine wunderschöne Sprache und die märchenhaften Anspielungen. Mit den Hauptpersonen tut man sich teilweise etwas schwer und einige Handlungen lassen sich wirklich vorhersehen (hier bitte nicht zu viel erwarten). Aber trotz allem hat mich dieser Roman dennoch gut unterhalten und auf eine interessante Reise mit unerwartetem Ende geschickt. Eine Empfehlung für Freunde von Bücher, in denen Bücher eine zentrale Rolle spielen. 4/5 Sterne

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Wenn man den Handlungsreichtum von "Seiten der Welt" mit der Bücherliebe dieses Romans und dann noch deutlich sympathischeren Charakteren mischen würde, hätte man ein perfektes Buch ;) Nein, mal ehrlich: "Das Glück der Worte" ist ein modernes Märchen - eine Liebeserklärung an die Literatur, wenngleich die Handlung simpel und wenig überraschend ist. Das Cover gefällt mir, trotz der Schlichtheit, gut. Es hat diesen mediterranen Flaire und ist farblich stimmig. Es haut einen nicht um und würde mich im Buchladen nicht unbedingt zu einem Kauf animieren, aber eben auch nicht abschrecken ;)

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“Das Glück der Worte” ist der bezaubernde Debütroman der spanischen Autorin Sonia Laredo, welche die Literatur genauso liebt wie ihre Protagonistin. Brianda lebt für ihre Bücher. So gut wie jede freie Minute verbringt sie mit dem Lesen von Romanen, auch in der Arbeit widmet sie sich den Büchern, da sie in einem großen, angesehenen Verlag in Madrid als Lektorin arbeitet. Doch eines Tages lädt ihr Chef sie zum Essen ein und kündigt ihr aus heiteren Himmel. Brianda ist fassungslos, hat sie auf einmal keine Zukunftsperspektiven mehr. Schon bald aber beschließt sie, einfach loszufahren, raus aus der Großstadt, Spanien entdecken. So weit kommt es aber nicht, denn auf ihrem Weg entdeckt sie auf einem Aussichtspunkt ein Schild, welches verkündet, einen Nachfolger für ein Antiquariat zu suchen. So entdeckt Brianda das kleine und gemütliche Dorf Nuba, welches einige Überraschungen für sie bereithält. Ein weiteres Buch über Bücher ist natürlich wieder etwas ganz Besonderes für solche Buchliebhaber wie mich. So war ich schon vor der Lektüre sehr gespannt, was mich erwarten würde – glücklicherweise wurden meine Erwartungen nicht enttäuscht. Schon vor dem eigentlichen Beginn der Geschichte schmücken wunderbare Buchzitate das Buch und auch der allererste Satz konnte mich absolut überzeugen. Die Protagonistin erzählt nämlich davon, wie aufgeregt sie war und wie magisch es ihr erschien, als sie lesen lernte und die vielen Buchstaben überall auf einmal einen Sinn ergaben. Genauso ging es mir damals auch und so habe ich mich sofort in Brianda und ihre Geschichte verliebt. Mit dem ersten Satz. Im Laufe der Handlung verblasst diese Verliebtheit aber ein wenig, wenn ich ehrlich bin. Brianda ist zwar immer noch eine sympathische Literaturliebhaberin und gerade der Inhaber des Antiquariats in Nuba wächst dem Leser sehr ans Herz. Allerdings führen kleinere Geschehen, die ich hier nicht verraten möchte, dazu, dass ich einige Verhaltensweisen der Protagonistin nicht nachvollziehen konnte. Dafür machen diese wiederum die Handlung recht unvorhersehbar und führen gewiss zu so einigen Überraschungen für den Leser. Was mir außer der Handlung selbst noch sehr gut gefallen hat, war, dass die Autorin es geschafft hat, mich vollkommen nach Spanien, nach Nuba zu transportieren. Durch ihre Worte und ausführliche Beschreibungen findet man sich gedanklich sofort in dem kleinen, mit Büchern vollgestopften Antiquariat, spürt den Geruch der Bücher und die Hitze der spanischen Sonne. Auch die Leidenschaft zur Literatur ist auf jeder Seite deutlich spürbar vorhanden, trotz der Tatsache, dass es nicht auf jeder Seite explizit um Bücher geht. In “Das Glück der Worte” erzählt Sonia Laredo eine lesenswerte Geschichte über die Liebe zu Büchern, die Unvorhersehbarkeit des Lebens und wie man unverhofft auf Freundschaft und Glück stoßen kann, gerade dann, wenn man es nicht erwarten würde.

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Es gibt Bücher, die versprechen viel. Nur: das Glück der Worte hält auch dieses Versprechen. Bücher über die Liebe zu Büchern sind gerade im letzten Jahr zum Buchtrend geworden. Also war ich gerade bei diesem sehr gespannt. Schon am Anfang schloss ich die Protagonistin namens Brianda ins Herz. Irgendwie fand ich mich an so vielen Punkten in ihr wieder. Zu Beginn lebt Brianda in Madrid als Lektorin und ihrer unendlichen Liebe zu Büchern. Doch sie verliert ihre Arbeit. Plötzlich ist alles anders. Nichts, was richtig hält und so geht sie. Es verschlägt sie in ein kleines Dorf nahe des Jakobsweges. Dort steht ein Buchladen zum Verkauf und eine fast märchenhafte Geschichte nimmt ihren Lauf. Immer wieder untermalt mit Weisheiten und Zitaten vieler Autoren. "Die beste Art einen Schatz zu verstecken, ist ihn für jeden sichtbar zu machen." ~ Zitat Seite 288 Menschen treten in Briandas Leben und jeder ist außergewöhnlich mit schon sehr liebenswerten Charakterzügen. Don, der Besitzer des Buchladens hat es tief in mein Herz geschafft. Auch die Geschichte des kleinen Dorfes und einem Haus packen mich. Manches sehen wir erst, wenn wir tiefer blicken. So ist es auch in diesem Roman. Er hat viele Teile. Die Suche nach dem Sinn des Lebens, wichtige Gedanken, die Wichtigkeit von Freundschaften, Verlust, Liebe, Glück und die Liebe zu Büchern. Oft bin ich gerührt und die Buchseiten fliegen nur so auf die andere Seite. Wie gern ich das Buch lese, saust es oft durch meine Gedanken. Doch jedes noch so gute Buch hat ein Ende. Am Ende passt alles zusammen. Das perfekte zusammen gesetzte Puzzle, welche die Autorin Sonia Laredo geschaffen hat. Man muss nur lesen, um es zusammenzufügen. Es ist dann nur die Frage, was die vielen Teile hinterlassen haben Definitiv sind es Teile mit Zeilen, die poetisch und literarisch so wundervoll wertvoll geschrieben wurden. Alles passt. Wieder ein Buch über Bücherliebe und doch ist etwas anders. Es sagt nicht nur das, sondern hinterlässt zahlreiche Spuren, wie ein schöner Sommertag am Strand bei dem wir aufatmen, uns erholen, umherfliegende Gedanken sortieren konnten. Als ich das Buch noch einmal durchblättere, lächele ich. Etwas hat mir dieses Buch noch mitgegeben. Liebe ist das Wichtigste, dass wissen wir alle. Doch oft sind wir vorsichtig und lassen sie an uns vorüberziehen, halten sie nicht auf oder schweigen, wenn Worte nötig sind und doch das Glück bedeuten würden. Ein guter Moment dies zu ändern. "Die Liebe ist nicht wie das Salz in der Küche, von ihr hat man lieber zu viel als zu wenig" ~ Zitat Seite 379 Das Buch heißt nicht nur das Glück der Worte, es ist auch das Glück der Worte. So ist Bücherliebe und genauso ist große Lesefreude. Eine klare Leseempfehlung.

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Briandas Leben in Madrid besteht aus Büchern. Als der Lektorin unerwartet gekündigt wird, begibt sie sich auf eine Reise. Erst einmal weg und dann weitersehen. Mitten im spanischen Nirgendwo entdeckt sie eine wunderschöne Landschaft und gleich darauf ein Schild »Nachfolger für Antiquariat gesucht«. Gefesselt von dem wundervollen Antiquariat beschließt Brianda im Dörfchen Nuba zu bleiben, nichts ahnend, dass das Schicksal noch einiges für sie bereithält. Sonia Laredo hat mit ihrem ersten Roman eine Bilderpracht an Worten geschaffen. Berührende, schmeichelnde, dahinwehende Sätze, die den Leser in das kleine spanische Dorf Nuba entführen. Brianda, die Hauptakteurin, hat sich als Ziel gesetzt, ihr Leben zu einem Kunstwerk zu machen. Ratgeber sind ihre Büchern, mit denen sie eine Art literarisches Glücksspiel spielt: Sie wählt ein beliebiges Buch aus, wählt eine Seite, ein Zitat und findet einen Hinweis auf die Zukunft. Zitat: "Ich bereitete mich darauf vor, dem Weg zu folgen, den die Bücher mir weisen würden, ohne zu wissen, dass sie mich in ein magisches Königreich führen würden, in dem ein geheimnisvoller Mann, ein uraltes Geheimnis und ein unermesslicher Schatz auf mich warteten". Der Zufall will es, dass sie im Antiquariat von Don Lorenzo den richtigen Ort dazu findet. Er bietet ihr Zuflucht und Freundschaft. Der alte Mann beauftragt sie einen Schatz im Laden zu finden. Erst dann darf sie das Antiquariat übernehmen. Was als kurze Reise beginnt, wird zu einem neuen Lebensabschnitt. Brianda verändert sich, findet die Liebe, wenn auch schmerzlich, nimmt Teil am Leben der Dorfbewohner und empfiehlt bei Problemen, die entsprechenden Bücher. Don Lorenzo ist für mich der heimliche Held dieser Erzählung. Seine Leidenschaft für sein Antiquarit, die ruhige, warme Ausstrahlung und die Freundschaft die er der völlig fremden Brianda entgegenbringt, machen ihn so sympathisch und echt. Die Leidenschaft zur Literatur ist auf jeder Seite zu spüren. Es gibt Zitate über Zitate von bekannten und unbekannten Schriftstellern, aus Märchen und Mythen. Manchmal überlagern sie zur sehr die Handlung, lassen das Geschehen in den Hintergrund treten. Dabei gibt es durchaus einen Spannungsbogen, der sich aber dezent und undramatisch im Hintergrund aufbaut. Mich hat besonders der Erzählstil gefangen genommen. Auf weitere Bücher von Sonia Laredo darf man gespannt sein.

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