Leserstimmen zu
Das Schwert der Dämmerung

Saladin Ahmed

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… Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten und war von diesem Fantasy-Debüt mehr als angetan. Das Cover finde ich sehr schön und auch die Inhaltsangabe hat mich regelrecht neugierig auf das Buch gemacht. Den Schreibstil von Saladin Ahmed fand ich sehr angenehm und teilweise auch bewundernswert. Der Autor versteht es mit Worten umzugehen. Die Kapitellänge fand ich noch akzeptabel, auch wenn sie sehr lang waren. Die Geschichte fand ich unterhaltsam und spannend. Angenehm war auch, dass die Geschichte hauptsächlich in der Stadt Dhamsawaat spielt, so dass die Atmosphäre im Buch dichter war und man sich nicht immer wieder auf neue Orte einstellen musste. Das fand ich gut. Die Kämpfe waren spannend geschildert, vor allem die Ghulkämpfe haben mir gefallen. Die Figuren bilden ein ausgefallenes Gespann. Allen voran der Protagonist Adoulla Machslûd, der für seine alten Jahre noch fleißig auf Ghuljagd geht, an seiner Seite der junge Derwisch Rasîd. Hinzukommen noch die letzte Stammesfrau der Banu Laith Badawi, Samia, sowie das Paar Dawoud und Litas. Ins Auge gefallen ist mir auch der Falkenprinz. Eine äußerst interessante und zwiespältige Figur, die schwer zu durchschauen war. Was mir am ganzen Buch am wenigsten gefiel, war diese gewollt wirkende angedeutete Liebesgeschichte zwischen Rasîd und Samia. Denn im Prinzip kam alles durch die Gedanken der anderen Figuren zustande, so dass beide mehr füreinander begannen zu fühlen, denn ab da ging es plötzlich auf und ab mit den beiden. Was mir weniger gefiel. Die beiden haben in der Hinsicht eher aus Pflichtgefühl gedacht (z.B. zum Fortführen der Sippe), als dass wirklich echte Gefühle rüberkamen. Das Ende der beiden wirkte dann dafür wieder realistischer auf mich. Das Finale des Romans war auf jeden Fall sehr spannend und abenteuerlich. Alles in allem eine runde Sache. Ich habe dieses Buch gerne gelesen und für einen Einzelband funktioniert die Geschichte sehr gut. Es blieben meiner Meinung nach keine offenen Fragen und die Figuren waren alle auf ihre Art liebenswert. Ich bin schon sehr gespannt auf weitere Romane des Autors. Ein solides Fantasy-Debüt, actionreich und mit Figuren, die wiedererkennungswert haben. Der Einzelband hat mich gut unterhalten.

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Das Schwert der Dämmerung von Saladin Ahmed erschien 2016 im Heyne Verlag und ist mit gut 400 Seiten kein allzu langer Fantasyroman. Auf das Buch bin ich im Laden hauptsächlich wegen des Covers und des doch recht martialisch lautenden Titels aufmerksam geworden – hängen geblieben bin ich dann aber vor allem wegen des erfrischend anderen Settings. Das Schwert der Dämmerung spielt in einer deutlich orientalisch angehauchten Fantasywelt und wartet dementsprechend mit weniger üblichen, fantastischen Kreaturen auf. Allem voran sind da die Ghule, von Menschen geschaffene, bösartige Wesen, die liebend gern menschliche Herzen verspeisen. Je nachdem, aus welchem Material die Ghule geschaffen werden, spricht man von Knochenghulen, Sandghulen, Wasserghulen und so weiter. Die Ghule zu bekämpfen ist Aufgabe des Ghuljägers Adoulla Machslûd, eines etwas übergewichtigen Magiers in den Sechzigern, der seine glorreichsten Tage vermeintlich bereits hinter sich gelassen hat. Da die Bedrohung durch die Ghule in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist, ist er mittlerweile der letzte Ghuljäger in „seiner“ Stadt Dhamsawaat, der größten Stadt des Landes Abassen, die gleichzeitig Sitz des Kalifen, des Herrschers über Abassen, ist. Trotz seines Alters kommt Adoulla seiner von Gott gegebenen Verpflichtung der Ghuljagd aber nach, wenn auch unter lautem Jammern und Ächzen. Um seine schwindende Körperkraft auszugleichen, hat er seit einiger Zeit einen Lehrling, Rasîd bas Rasîd („Rasîd, einfach nur Rasîd“), einen jungen Derwisch von 17 Jahren, der zwar nicht magisch begabt ist, jedoch meisterhaft mit dem Schwert umgehen kann. Derwische sind Angehörige eines strenggläubigen Ordens und werden unter dem Großteil der Bevölkerung Abassens als Heilige respektiert. Als Adoulla und Rasîd eines Tages auf Ghulopfer treffen, denen nicht nur das Herz, sondern auch die Seele geraubt wurde, wittern sie sofort eine neue, düstere Bedrohung für Dhamsawaat und ganz Abassen – eine Bedrohung, die weit in die Geschichte des Landes, in die Zeit vor der Herrschaft der Kalifen, zurückgeht. Während sie beginnen, dem Unheil auf die Schliche zu kommen, treffen sie unter anderem auf Samia Banu Laith Badawi, eine von Engeln berührte Angehörige eines Wüstenvolkes, die sich in eine Löwin verwandeln kann und deren restliche Sippe von dem unbekannten, seelenverschlingenden Wesen ausgelöscht wurde, und auf den sogenannten Falkenprinzen, einen Meisterdieb, der als selbsternannter Beschützer der Armen – eine Art Robin Hood – Dhamsawaat und vor allem das Kalifat in Atem hält. Außerdem bittet Adoulla seine langjährigen Freunde, die Alchemistin Litas und den Heiler Dawoud, um Unterstützung bei der Jagd auf die unbekannte Bedrohung. Die Handlung in Das Schwert der Dämmerung verläuft von Anfang bis Ende linear, Nebenschauplätze sucht man vergebens. Auch deswegen lässt sich das Buch flüssig und zügig lesen, mit Ausnahme vielleicht der vielen ungewöhnlichen, teils etwas schwer zu buchstabierenden Namen. Wird die Geschichte zunächst hauptsächlich aus Adoullas Perspektive erzählt, erhält man mit zunehmender Seitenzahl glücklicherweise auch Einblicke in die Sichtweisen der anderen Charaktere. Das ist gut so, denn Adoulla weist manchmal eine arge Neigung zum Grantlhubertum auf. An einigen Stellen kam es mir jedoch so vor, dass die Erzählperspektive zu einer der Personen gewechselt hat, die inhaltlich gerade mehr in der Beobachterrolle war, sodass das Geschehen eher von außen betrachtet wurde, anstatt wirklich auf die Motivation und die Gefühle des Handelnden einzugehen. Es scheint mir fast so, dass es sich dabei um eine Art Vermeidungsstrategie handelt. Ob sie Absicht des Autors war oder vielleicht nur Zufall, kann ich natürlich nicht beurteilen, allerdings hat dieses Phänomen bewirkt, dass mein Bezug zu den Charakteren nie so richtig eng wurde. Die Charaktere sind überhaupt einer der größten Schwachpunkte des Buchs. Es ist zwar eine durchaus bunte Truppe, die Saladin Ahmed da zusammengestellt hat, aber an einigen Stellen hätte es gerne mehr sein dürfen. Mehr Information zu Samia und ihrer Verwandlungsgabe, mehr zu Rasîds Vergangenheit und aktuellem Innenleben (allein der Kampf mit seinen Gefühlen für Samia, ein Umstand, der sich auch lange Zeit nicht so richtig weiterentwickelt, ist mir zu wenig) und natürlich mehr zum Falkenprinzen. Gerade diese Figur bleibt für mich bis zum Schluss sehr blass. Obwohl die Geschichte gerade zum Ende hin nochmal ein deutliches Plus an Spannung aufweist, inklusive einiger angenehm überraschender Wendungen, wirkt das Buch auf den letzten paar Seiten doch sehr vollgestopft. Dies mag zwar zum hektischen Charakter der Handlung an dieser Stelle passen, doch hat es mich beim Lesen – oder eher nach dem Lesen – etwas unbefriedigt zurückgelassen. Man meistert den gemächlichen Anfang, den teils langatmigen Zwischenteil, in dem viele Kleinigkeiten wirklich sehr ausführlich ausgebreitet werden, und dann – ZACK-BUMM! – passiert alles auf einmal und das Buch ist aus. Hier wäre, so glaube ich, mehr herauszuholen gewesen. Was dagegen richtig überzeugend für mich war, ist die Darstellung des Glaubens der Bevölkerung von Abassen. Zwar wird sich sehr oft auf Gott, den Allerbarmherzigsten, berufen, auf seine Vorsehung und seine Funktion als Lenker der Geschicke der Menschen, und somit eine wirkliche Entscheidungsfreiheit der Personen im Buch durchaus infrage gestellt, aber ich habe diese Überzeugung den Charakteren durchaus abgenommen. Im Übrigen fluchen sie auch fast genau so oft auf den Namen Gottes, wie sie ihn preisen, besonders Adoulla kann dabei sehr kreativ werden. Als positiv habe ich persönlich auch empfunden, dass auf allzu ausführliche und ausschweifende Beschreibungen der Welt, in der die Handlung von Das Schwert der Dämmerung stattfindet, verzichtet wurde. Für mich ist so etwas meist eher ermüdend. Anstatt der Weltkarte, die sich im Buch befindet, hätte ich sogar lieber eine Stadtkarte von Dhamsawaat zur Hand gehabt, um hier die Architektur besser zu durchblicken, denn das Geschehen spielt sich hauptsächlich in dieser Stadt ab. Zum Schluss bleibt mir nur zu sagen: Wer ein kurzweiliges Fantasybuch in einem unverbrauchten Setting lesen möchte, das durchaus gelungene Ansätze mit geschickt eingestreuten Begebenheiten aus 1001 Nacht, die so manchem Leser vage bekannt vorkommen dürften, aufweist, und dabei mit den genannten Schwächen der Umsetzung leben kann, möge einen Blick in Das Schwert der Dämmerung von Saladin Ahmed werfen! Auch wenn es als Band 1 einer Trilogie deklariert ist, kann es ohne Abstriche als eigenständiges Buch gelesen werden. Fortsetzungen gibt es zur Zeit noch keine.

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Originalbewertung vergab 2,6 Sterne Das Cover und der Klappentext Durch das Cover bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Mir gefällt es gut und es strahlt etwas Starkes aus. Auch die gelbe Farbe gefällt mir gut und verleiht meinem Bücherregal etwas Fröhliches. Der Klappentext ist kurzgehalten und verrät nicht viel vom Inhalt, macht aber neugierig. Der Schreibstil Der Schreibstil des Autor ist in Ordnung. An sich ist er flüssig zu lesen, aber durch die vielen fremdsprachigen Namen, die teilweise sehr lang sind und oft benannt werden, wurde es holprig. Betrachtet man allerdings den Autorennamen ist zu erkennen, dass sie scheinbar so in seinem Land vorkommen. Allerdings hätte man sich hier bei der Übersetzung fragen sollen, ob man nicht lieber ein paar Mal auf die Nennung der Namen verzichtet hätte. Oftmals war mir der Autor auch zu detailliert, sodass es sich dadurch in die Länge gezogen hat. Manchmal ist weniger mehr, wie man so schön sagt. Die Charaktere Mit den Charakteren wurde ich leider nicht richtig warm. Zwar kenn ich die Namen und auch was sie ausmacht, aber so richtig in die Tiefe ist man hier nicht gegangen. Wir treffen auf einen älteren Herrn mit dem Namen Adoullah, der als Ghuljäger arbeitet. Zudem ist er Magier, auch wenn es ihm nicht mehr so einfach gelingt, als in jungen Jahren. Ihn begleitet Rasid, ein Derwisch, der Gott dient und somit sehr hohe Kräfte hat. Im weiteren Verlauf treffen sie noch auf Samia, die sich in einen Löwen verwandeln kann. An sich sind die Charaktere interessant, aber nicht gut genug ausgearbeitet. Der Einstieg in das Buch Der Einstieg war für mich mit der gelungenste Teil des Buches. Er gehört zur Geschichte, kommt aber ohne die Protagonisten aus. Durch seine Spannung und Interessenweckung habe ich viel von dem Buch erwartet. Die Spannung, Handlung und Idee Wo der Anfang spannend war, habe ich die Spannung fast das ganze Buch über vermisst. Wenn man es so nimmt, passiert, bis auf den letzten 40 Seiten, nichts mehr wirklich Spannendes. Es gibt den ein oder anderen Ghulkampf, der aber schnell wieder vorbei ist und sonst sind die Charaktere am überlegen und erzählen, am überlegen und erzählen. Das Setting hat mir gut gefallen und auch die Idee. Aber an der Umsetzung scheitert es dann doch. Durch die vielen Erzählungen zieht sich die ganze Spannung furchtbar in die Länge und ich hatte das Gefühl, dass es nicht richtig zu Potter kommt. Mir hat einfach die Action gefehlt, das was mich an das Buch fesselt. Das Ende Hätte der Autor das Ende in den mittleren Teil gepackt, würde meine Rezension sicherlich nicht so schlecht ausfallen. Denn dieses wurde dann tatsächlich noch einmal spannend, auch wenn es für mich zu schnell abgehakt war und zu schnell bekämpft, wo es doch teils aussichtslos aussah. Trotzdem bin ich mit dem Ende zufrieden. Mein Fazit Aufgrund der fehlenden Spannung, die sich über fast das ganze Buch zieht, bin ich leider enttäuscht, da mir die Idee und der Klappentext doch zu gesagt hatten. Wenn ihr nicht viel Wert auf Spannung legt, sondern gerne Geschichten, deren Setting näher beschrieben wird, dann ist das Buch genau richtig für euch.

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Mensch, immer schön, wenn man bekannte Namen liest und das Ding hier wurde allem Anschein nach von meinem Berliner Rollenspielbuddy und Otherworld-Mitbetreiber Simon Weinert übersetzt. Mal schauen, wie er das so hinbekommen hat. Klappentext: Ein tyrannischer Kalif Ein geheimnisvoller Dieb Ein furchtloser Magier Die Stadt Dhamsawaat, Sitz des Kalifenthrons und Perle von Abassen, wird von Greueltaten erschüttert. Untote Wesen tauchen aus der Wüste auf, ermorden Unschuldige und verbreiten Angst und Schrecken. Höchste Zeit also für Abdulla, den Magier, sich auf die Jagd nach den Dämonen zu begeben, bevor das Königreich des Halbmonds der Finsternis anheim fällt… Ausgezeichnet mit dem LOCUS AWARD für das beste Fantasy-Debüt Zum Inhalt: Wie so oft ist der wahre Star dieses sehr ungewöhnlichen Fantasy-Romans die Hintergrundwelt. Diese wirkt wie der vordere Orient vor der Zeit der Kreuzzüge gemischt mit einem ordentlichen Spritzer Magie. In dieser Welt wird nun die klassische Weltordnung bedroht und zwar gleich von zwei Seiten – zum einen wird der unbeliebte und grausame Kalif von einem scheinbar wahnsinnigen Meisterdieb, dem „Herrn der Füchse“, bedroht – zum anderen ist gerade ein unfassbar mächtige Ghul-Beschwörer unterwegs, der augenscheinlich ganz ähnliche Pläne hat. Der Hauptteil des Buches schildert den Kampf von Ghuljäger Adoulla und seines Lehrlings, des Derwischs Rasid, gegen die beschworenen untoten Schergen des Unbekannten. Unterstützt werden sie dabei von der Gestaltwandlerin Samia, der letzten Überlebenden ein es Beduinenstammes und den beiden alten Kampfgefährten des Jägers, Litas und Dawoud, die die nötige Alchemie und (Heil-)Magie mit ins Rennen schicken – was im Endeffekt zur klassischen Rollenspielgruppe und zwei Kämpfern, einem Heiler, einem Magier und einer Unterstützerin führt. Zuerst ist es nur der Kampf gegen immer neue Ghule, aber nach und nach gelingt es der so ungleichen, aber sich gut ergänzenden Gruppe, dem Urheber der Ghulangriffe auf die Fährte zu kommen und alles kulminiert in einem gigantischen Endkampf im Kalifenpalast komplett mit der einen oder anderen Überraschung. Zwischendurch gibt es noch zwei Liebesgeschichten zwischen den beiden so unterschiedlichen Kämpfern sowie Adoulla und seiner alten Flamme Miri, deren Glück schon immer die Hingabe des Magiers an seine Aufgabe im Weg stand… … ach ja – nicht, damit ich es ganz aus den Augen verliere, Simon ist eine wirklich gute Übersetzung gelungen. Es war sicher gar nicht so leicht, diese für klassische Fantasy recht bildreiche Sprache zu übersetzen und das hat er so gut geschafft, dass man wirklich nur an einer oder zwei Stellen kurz hakt und überlegt, was da wohl im Original gestanden haben mag! Gute Arbeit! Meine Meinung: Wortgewaltige und „etwas andere“ Fantasy – mal nicht aus einer europäischen Sicht und mit europäischen Wurzeln, sondern orientalischen Mythen und Hintergründen entstammend. Das ist mal was anderes und macht total Spaß. Um überhaupt etwas herumzumäkeln, werde ich 0,5 Punkte dafür abziehen, dass die Helden der Geschichte etwas mehr Profil haben könnten. Ansonsten hakt die Erzählung an einigen Stellen, aber wenn ich meine orientalischen Erzählungen kenne, ist es eines ihrer Merkmale, dass sie nicht nur von der Sprache, sondern auch vom Aufbau her etwas sperrig sein dürfen, ja sogar müssen und es gelingt dem Autor ausgezeichnet, ein Gefühl irgendwo zwischen den Geschichten aus 1001 Nacht, einem Hauch von Nasreddin Hodscha und westlicher Fantasy wie den Rothfuss-Erzählungen oder Robert Asprin zu erzeugen. Wirklich mal sehr interessant und absolut empfehlenswert. Meine Wertung: 4,5 von 5 ernsthafte Hippolit und Jorge-Romane

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Inhalt : Adoulla, der alternde Ghuljäger, lebt in seinem Häuschen in Dhamsawaat, einer großen Stadt im Reich Abassen, das von einem grausamen Kalifen regiert wird. Bei ihm lebt der junge Derwisch Rasid, der dem Orden der Derwische angehört, die im reinen Glauben leben und allem Weltlichen – so auch der Weiblichkeit – aus Überzeugung abgeschworen haben. Adoulla ist einer der letzten Ghuljäger, da diese immer seltener auftauchen. Doch auf einmal wird das Land durch merkwürdige Morde erschüttert : Die Leichen werden allesamt mit herausgerissenem Herzen und rot glühenden Augen vorgefunden. Bald wird klar, dass ein sehr mächtiger Magier im Spiel sein muss, denn die Ghule, die in der Lage sind, diese Abscheulichkeiten zu begehen, übersteigen die Fähigkeiten der bekannten Ghulbeschwörer bei Weitem. Dem Ghuljäger wird klar, dass die Bedrohung für seine Stadt zu groß wird um sie zu ignorieren, und da er „seine“ Stadt und die Menschen darin über alles liebt, beschließt er, sich alleine mit Rasid auf die Suche nach dem Gegner zu begeben. Ihm im Weg ist der „Robin Hood“ von Dhamsawaat, der sogenannte Falkenprinz, der in der ganzen Stadt der berühmt-berüchtigte Meisterdieb, und natürlich die Ergebenen des Kalifen, da dieser nicht an die Bedrohung glaubt – selbst als Adoullas mit Hilfe seines besten Freunds Dawoud und seiner Frau Litas sowie dem Löwenmödchen Samia, auf das sie bei einem Kampf gegen die Ghule treffen, und deren ganze Sippe von diesen ausgelöscht wurde, herausfindet, dass der Ghulmeister offensichtlich den Sohn des Kalifen töten will, um an große Macht zu gelangen durch eine Magie, von der niemand ahnt, dass es sie noch gibt…… Zum Buch „Das Schwert der Dämmerung“ ist ein guter Fantasyroman, leicht zu lesen, und behandelt erfrischenderweise einmal ein Thema, das man nicht so häufig antrifft. Ein bisschen klang bei mir beim Lesen in Erinnerung immer ein wenig die „Sturmkönige-Trilogie“ von Kai Meyer nach. Es geht hier um dunkle Magie, um Ghule, um Gestaltwandler, Derwische und somit einmal nicht um den üblichen Einheitsbrei aus Elfen, Vampiren und Orks, den ich zwar auch gern mag, dessen ich aber doch langsam überdrüssig bin und mich freue, einmal über etwas anderes zu lesen. Das Buch ist relativ oberflächlich, um nicht zu sagen seicht, geschrieben, dass sich der Autor hier zu sehr im Detail verliert, kann man wahrlich nicht behaupten. Dadurch liest sich das Buch sehr leicht und schnell, jedoch fehlt eben dadurch auch die Tiefe – es ist eine Geschichte, die sich gut mal zwischendurch lesen lässt, die sich aber nicht besonders hervorhebt oder lange im Gedächtnis bleibt. Von daher gebe ich freundliche 4 von 5 Sternen – Fazit : gut zu lesen, hohes Potential für eine Fortsetzung, die ich dann auch lesen würde, aber eben nicht herausragend.

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Saladin Ahmed hat mit „Das Schwert der Dämmerung“ ein erfrischend neuen Fantasy Handlungsort, mit einer reich ausgeschmückten eigenen Vergangenheit geschrieben, die allerdings immer noch genügend Parallelen zu unserer Welt, bzw. Arabien, aufweist. Im Worldbuilding hält sich Ahmed jedoch sehr zurück, gerne hatte man noch mehr von der Welt erfahren und ist am Ende etwas unbefriedigt, dass bei den vielen Möglichkeiten die hier bestanden, nur so wenig preisgegeben wurde. „Das Schwert der Dämmerung“ war ein schnelles Lesevergnügen, mit einer flüssigen Prosa, die teilweise allerdings etwas überzogen wirkte. Die Schurken waren gut geschrieben, ohne comicmäßig übertrieben zu wirken. Die Hauptfigur ist ebenfalls ein vom Standard abweichender Charakter, anstatt des jungen, euphorischen Helden ist unser Protagonist weit hinter seiner Blütezeit und eher im Rentenalter. Sein ständiges Genörgel über die Leiden des Alters passt zwar am Anfang gut, um den untypischen Charakter einzuführen, geht aber nach einiger Zeit auf den Nerv. Die Nebencharaktere Raseed bas Raseed, der fromme Protegé, und Zamia Badawi konnten mich nicht überzeugen. Gerade ihre Liebesgeschichte wirkt etwas ungelenk. Das ganze Buch liest sich wie ein D&D Abenteuer und erinnert an die Dragonlance/Forgotten Realms Reihen. Das mag wohl auch daran liegen, dass Ahmed ein großer Fan dieser Reihen und des Spiels ist und versucht hat, dies in diesem Roman umzusetzen. Ob das allerdings den Leser heutiger Fantasy noch anspricht wage ich zu bezweifeln. Die Handlung ist rundheraus, linear und weicht nur wenig vom Haupthandlungsstrang ab und hält somit auch in der Länge des Buches gering. Auf den gerade mal 420 Seiten erzählt Ahmed seine Geschichte, die er auch zu großen Teil abschließt, aber natürlich noch genug Raum für eine Fortsetzung lässt. Dieses Ende wirkte aber zu gedrängt und zu einfach, was etwas enttäuschend war. Wann der nächste Teil allerdings erscheinen wird steht in den Sternen. Im Englische erschien dieses Buch 2012 und auf den zweiten Band wartet man bisher vergebens vom Saladin Ahmed, der an Depressionen leidet. Fazit: Ein mittelmäßiges Fantasy Buch, das leider viel Potential verschenkt hat. Es lohnt sich aber durchaus einmal einen Blick zu riskieren, vor allem, wenn man einmal etwas anderes als die Standard mittelalterlich angehauchte Welt erleben will. - See more at: http://gosureviews.blogspot.de/2016/02/das-schwert-der-dammerung-von-saladin.html#sthash.eTKsNcJD.dpuf

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