Leserstimmen zu
Das Kaninchenrennen

Boris Koch

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Zuerst war ich etwas skeptisch, dass ein Wettrennen rund 340 Seiten spannend ausfüllen soll. Dabei geht es um viel mehr als dieses Kaninchenrennen. Es handelt sich um Gewinnen und Verlieren, um Akzeptanz und Anderssein und wie man miteinander klar- und auskommt. In meinen Augen ein großartiger Beitrag für gegenseitigen Respekt und ein gutes Geschenk, nicht nur für 10-jährige Jungs. Daumen hoch!

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Zwei Freunde, ein Kaninchen und das Rennen ihres Lebens - ein Roman für Kinder ab 10 Jahren, erschienen im Heyne Eine Geschichte die nicht nur für Kinder sondern auch Erwachsene interessant ist und viele Themen des Lebens beinhaltet – Vorurteile und Diskriminierungen werden in einer kinder-/jugendgerechten Geschichte behandelt und regt an sich darüber zu unterhalten und nachzudenken. Man muss nicht immer gewinnen um glücklich zu sein – mach dir selbst das Leben kunterbunt und vergiss nicht deine Freunde!

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Cover: Das Cover mag ich sehr. Es ist ein tolles Bild, das eine Rennstrecke, zwei lustig aussehende Kaninchen und einen Jungen zeigt. Macht neugierig. Meinung: Als Erstes ist mir die kleine "eingebaute" Spielerei aufgefallen, als ich das Buch zum ersten Mal aufschlug. Das Buch ist unten rechts mit einem Dauenkino ausgestattet. Fand mein Sohn (8) großartig! Dieses Kinderbuch hat meinem Sohn und mir sehr gut gefallen. Der Autor hat die Themen Familie, Freundschaft, Ehrgeiz und Zusammenhalt kindgerecht umgesetzt. Sein Schreibstil ist klar und verständlich und an passender Stelle auch immer wieder witzig. Der 10jährige Tim muss beim traditionellen Kaninchenrennen mit einem dreibeinigen Tier antreten. Schon allein die Idee dieses Rennens fand bei uns Begeisterung. Die Höhen und Tiefen, die Tim im Laufe der Geschichte durchlebt, hat Boris Koch so spannend erzählt, dass auch ich nach jedem Kapitel neugierig war, was wohl als nächstes passieren würde. Wie gesagt ist die Geschichte und die teilweise skurrilen Erlebnisse sehr unterhaltsam, vermitteln aber auch wie sich Außenseiter fühlen und wie man nicht mit ihnen umgehen sollte. Es steckt also auch eine ernste Botschaft in den Buchseiten. Fazit: Mein Sohn und ich haben "Das Kaninchenrennen" genossen und besonders mein Sohn hatte eine tolle (Vor-) Lesezeit. Wunderbares Buch für Groß und Klein!

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Ein Kinderbuch mit Lesespaß für junge und ‚alte‘ Leser. Boris Koch ist ein wirklich spannend wertevermittelndes von Freundschaft und Tierliebe ganz groß schreibenes Kinderbuch zu gestalten. Der Schreibstil ist zwar sehr einfach und kindlich gehalten, aber der unterhaltsam lehrreiche Text um Freundschaft und Rücksichtnahme, Ehrgeiz und Familie passt sehr gut zu eben diesem Schreibstil. Das Kaninchenrennen birgt allerdings noch ein kleine aber sehr schöne und leider etwas aus der Mode gekommenen kleinen Gimmick. Ein Daumenkino!!! In Niederrhode gibt es seit vielen Jahren eine besondere Tradition. Vor 400 Jahren wurde die Stadt von einem kleinen Kaninchen gerettet. Daher wird jedes Jahr zum Gedenken ein Kaninchenrennen abzuhalten. In jedem Jahr nehmen die 10jährigen Jungen und Mädchen daran teil. Die Rennkaninchen stammen alle von dem namenlosen Retter der Stadt ab. Bei einer Schnupperstunde vor dem Rennen darf sich jedes Kind einen Favoriten auswählen, der je nach Gefragtheit später den Teilnehmern zugelost wird. Tim es wirklich nicht leicht. Er möchte unbedingt gewinnen, gewinnen um seinen Vater zu rächen der von allen nur der Kneifer genannt wird. Als zehnjähriger Junge hatte er nicht an dem Rennen teilgenommen, obwohl er als Favorit galt. Aber Tim wird es nicht leicht gemacht, das Erbe seines Vaters und ein besonderes Kaninchen stellen ihn vor ungeahnte Herausforderungen die er meistern muss. Tim ist ein normaler sehr sympathischer Junge, mit einem cleveren Köpfchen und dem Herzen am rechten Fleck. Er steht ziemlich alleine da. Das Kaninchenrennen macht selbst aus scheinbaren Freunden Feinde. Aber Tim beweist sich als Stehaufmännchen. Er weiß wie er sich behaupten kann. Nach Außen den Starken mimment, obwohl er innerlich sehr unsicher ist. Seine Großeltern sind was das Rennen angeht sehr unterschiedlich. Während Großvater gerne möchte das Tim gewinnt, würde seine Oma auch mit dem vierten Platz zufrieden sein. Pascal und Lissy sind genauso wie Tim Außenseiter , passen aber perfekt zu ihm. Jeder stärkt jeden, ein Geben und Nehmen von dem sich so einige andere Figuren in der Geschichte eine Scheibe abschneiden können. Das Kaninchenrennen hat nicht nur in der Freizeit der Jungen und Mädchen Auswirkungen. In der Schule gibt es ein Fach das Kaninchenkunde! Endlich mal ein Schulfach, dass den kindern Spaß macht. Der ganze Ort fiebert mit den Kindern mit, allerdings ruft dies nicht nur freundliche Reaktionen herbei. Leider gibt es auch unter den Kindern selbst Neider und Intriganten. Ob es Tim gelingt seinen Vater zu rächen und das Kaninchenrennen von Niederrhode in diesem Jahr zu gewinnen…

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Das Große Kaninchenrennen ist für die 10-jährigen Kinder im Städtchen Niederrhode das wichtigste Ereignis des Jahres. Tim will unbedingt gewinnen, um es allen Spöttern so richtig zu zeigen. Doch leider kommt er wie so oft zu spät und darf sich die Kaninchen vor der Auslosung nicht mehr ansehen. Der Schreck ist groß, als er ein dreibeiniges Kaninchen auswählt. Plötzlich wollen seine Freunde nichts mehr mit ihm zu tun haben und selbst die Erwachsenen streiten sich, ob er überhaupt an dem Rennen teilnehmen darf. Neue Freunde findet Tim in Pascal und Lissy und zusammen trainieren sie härter als alle anderen, denn einer von ihnen wird dieses Rennen gewinnen, da sind sie sich einig. Boris Koch hat ein wundervolles Kinderbuch in sehr lebendigem und unterhaltsamen Erzählstil geschrieben. Empfohlen wird das Buch für Kinder ab 10 Jahren. Hauptakteur Tim, dessen Eltern verstorben sind, lebt bei seinen Großeltern auf dem Land. Er hat nur wenige Freunde und wird oft in der Schule gehänselt. Man hat sofort das Gefühl, sich auf die Seite von Tim stellen zu müssen. Irgendwie läuft bei ihm immer alles schief. Da hat er nun richtig hart für seinen Traum trainiert und dann kommt er zu spät zur Kaninchenauslosung. Ein dreibeiniges Tier hat er sich ausgesucht und alle schütteln den Kopf. Selbst sein Großvater wendet sich von ihm ab. Sehr gut wird vermittelt, wie schnell man zum Aussenseiter gestempelt wird. Und nicht nur die Kinder wenden sich von Tim ab, sondern auch die Erwachsenen streiten sich und ergreifen Partei. In der Schule ist selbst der Lehrer gegen Tim. Je näher das Rennen rückt, um so agressiver verhalten sich die Kinder. Die Charaktere die hier eine Rolle spielen, werden sehr gut herausgearbeitet. Da gibt es den gemeinen Anführer, der ausgerechnet auch noch Sohn des Bürgermeisters ist. Die Mitläufer, die zu feige sind, eine eigene Meinung zu zeigen und die Aussenseiter, die gerade noch geduldet werden, aber die eigentlich niemand mag. Selbst als erwachsener Leser ist man gebannt von dieser Geschichte. Tim durchlebt Höhen und Tiefen, ist kurz davor aufzugeben und fasst wieder Mut, um dann kurz vor dem Rennen beinahe doch noch zu scheitern. An seiner Seite hat er zwei tolle Freunde, die ihn unterstützen und die sich gegenseitig immer wieder aufbauen. Die knuddeligen Kaninchen kann man förmlich über die Wiese springen sehen. Wichtig ist, dass auch hier den jungen Lesern vermittelt wird, dass man sich um ein Tier kümmern muss. Die Kinder im Buch müssen sogar mit einer richtig harten Strafe rechnen, wenn sie ihr Tier verletzten oder gar verlieren sollten. Meine Kinder sind von diesem Roman richtig begeistert und würden am liebsten selbst an so einem Kaninchenrennen teilnehmen. Lustig fanden sie auch das Daumenkino auf den Buchseiten. So kann man Tims Kaninchen laufen sehen. Dieses Buch ist für alle Kinder ein tolle Leseerfahrung.

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Niederrhoden ist ein abgeschiedener Ort mit einer sehr alten Tradition: Weil im Dreißigjährigen Krieg einmal ein Junge mit einem Kaninchen das Dorf gerettet hat, findet einmal im Jahr ein großes Kaninchenrennen statt. Alle Zehnjährigen bekommen ein Kaninchen, das sie trainieren und mit dem sie beim Rennen antreten müssen. Dieses Rennen wird von allen unglaublich wichtig genommen. Tim verliert deswegen sogar seine beiden Freunde. Tim trainiert sehr hart, dafür wird er von seinem Opa sogar schon um vier Uhr morgens aus dem Bett geholt. Denn Tim soll nicht nur für sich laufen, sondern auch die Familienehre wiederherstellen. Tims Vater ist damals nicht angetreten – weshalb, das findet Tim erst viel später heraus. Er wurde damals gehänselt, der Spitzname ging auf Tim über. Als Tim dann bei der Kaninchenwahl ein dreibeiniges Kaninchen bekommt, scheint alles vorbei zu sein. Doch Tim, der in Lizzy und Pascal neue Freunde gefunden hat, gibt nicht auf, obwohl er noch mehr Hindernisse überwinden muss. Die Grundidee mag nicht neu sein: Ein wichtiges Rennen oder bedeutendes Spiel findet statt, das unbedingt gewonnen werden muss. Aber die Idee mit dem Kaninchenrennen, den alten Traditionen und Regeln ist wunderbar originell. Die Hauptpersonen Tim, Pascal und Lissy sind sehr realistisch dargestellt. Zwar sind sie sympathisch, man drückt ihnen die Daumen und fiebert mit ihnen mit. Aber sie sind doch ganz normale Kinder, die manchmal blöde Sachen sagen oder unüberlegt Dinge tun, die sie lieber gelassen hätte. Das finde ich angenehmer als Superhelden, bei denen alles aufgrund magischer Fähigkeiten klappt. Sie erleben Fortschritte und Rückschritte, machen Fehler und tolle Sachen wie jeder der Leserinnen und Leser auch. Tim hat viel auszuhalten. Er wird gehänselt, der Name seines Vaters in den Dreck gezogen, sein Kaninchen wird beleidigt, seine Freunde ziehen sich von ihm zurück, er wird ausgelacht und sogar misshandelt. Und doch gibt er nie auf. Er schließt sich mit zwei weiteren Außenseitern zusammen und findet in ihnen Freunde. Er setzt sich für Lissys größten Wunsch ein. Er überwindet seine Ängste und spricht jemanden an, von dem er hofft, dass er ihm helfen kann. Auch die Erwachsenen in der Geschichte handeln nicht immer vorbildlich. Tims Opa will durch seinen Enkel die Familienehre retten und nimmt ihm das dreibeinige Kaninchen sehr übel. Pascals Mutter erlaubt ihrem Sohn aus fadenscheinigen Gründen nicht, das Haustier zu behalten. Dem Klassenlehrer ist es nur wichtig, dass ein Schüler aus seiner Klasse siegt. Der Bürgermeister, dessen Sohn ebenfalls antritt, und der Hasenhüter sind parteiisch. Nur seine Oma hält immer zu Tim. Und die anderen Kinder halten zum dem mit der größten Klappe, von dem sie Prügel befürchten müssen, falls sie es nicht tun. Die Geschichte braucht ein wenig, um in die Gänge zu kommen, doch im Laufe der Zeit wird sie sehr spannend. Sehr oft habe ich mich über einzelne Protagonisten aufgeregt und über diese merkwürdigen, altmodischen Regeln. Aber gerade das brachte mich dazu, immer fester zu Tim, Pascal und Lissy zu halten und mit ihnen mitzufiebern. Was mir aber sehr gut gefallen hat, ist, mit welcher Leichtigkeit wichtige Themen verarbeitet wurden, ohne auch nur eine Minute nach erhobenem Zeigefinger zu klingen. So dürfen Mädchen erst seit 50 Jahren mitmachen, erhalten aber nur ein Zwergkaninchen, mit dem sie keinerlei Chance auf den Sieg haben. Die Begründung: Es geht es um die Gemeinschaft und das Dabeisein, der Sieg ist zweitrangig. Dass das nicht stimmt, wird bei der Lektüre mehr als deutlich. Als Lissy antritt, wenigstens einen Jungen zu besiegen, sind ihr die Sympathien der Leser sicher. Das zweite wichtige Thema ist der Umgang mit Menschen mit Behinderungen. Zwar taucht niemand mit einer Behinderung in der Geschichte auf, sondern nur ein dreibeiniges Kaninchen, aber die Kommentare und der Umgang damit lassen sich leicht übertragen. Das Buch enthält keine großen Bilder, nur gelegentlich Vignetten über den Kapitelüberschriften. Aber ein Gestaltungsdetail finde ich grandios: Die rechte untere Ecke enthält ein Daumenkino, mit dem man sein eigenes Kaninchenrennen mit Blackbeard durchführen kann. In erster Linie ist Das Kaninchenrennen eine Geschichte über das Siegen und Verlieren, aber letztlich über noch viel mehr: Freundschaft, Tierliebe, Gleichberechtigung, der Umgang mit Behinderungen, dies alles spielt eine wichtige Rolle. Und weil es überdies sehr unterhaltsam geschrieben und spannend ist, ist es eine tolle Lektüre für Kinder ab 10 Jahren.

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Inhalt: Vor vierhundert Jahren hat ein kleines Kaninchen die Stadt Niederrhodge gerettet – ihm zum Andenken findet jährlich ein Kaninchenrennen statt. Mitmachen dürfen alle Zehnjährigen, also auch endlich Tim, der schon sehnsüchtig darauf wartet. Allerdings ist er ein kleines wandelndes Chaos – so geschieht es, dass er ein dreibeiniges Kaninchen aus dem Lostopf zieht. Für die ganze Stadt wird er zum Gespött, das Rennen scheint längst verloren, aber obwohl Tim zuerst aufgeben möchte, lernt er, dass es sich zu kämpfen lohnt, besonders wenn es aussichtslos scheint. Alles Widrigkeiten zum Trotz bereitet er sich auf das Rennen vor und hat eine ziemlich geniale Lösung, für sein Problem parat. Meine Meinung: Angesprochen hatte mich das Cover, als ich dann auch noch den Klappentext las, da war für mich klar, diese Geschichte geht zu Herzen und so war es letztlich auch. Die Tradition besagt, dass jeder zehnjährige ein Kaninchen wählen darf, nachdem er alle angesehen hat, weil es aber Tim mit der Pünktlichkeit nicht so hat, wird er von der Besichtigung ausgeschlossen und so findet das dreibeinige Kaninchen zu ihm. Ich glaube, gar nicht bei Tim war die Enttäuschung so gar, eher viel es ihm schwer, weil sein Opa so viel Wert auf das Rennen legte. Der ist auch verärgert und man leidet direkt mit Tim mit, der sich an allem die Schuld gibt. Das Rennen scheint vorbei, aber nachdem die erste Traurigkeit verschwindet, stemmt sich die ganze Familie gegen das Dorf, was sie belächelt. Leider zerstreitet er sich mit seinem besten Freunden, die plötzlich auch über ihn lachen, aber hier wird etwas schönes gezeigt, egal wie furchtbar eine Lage scheinen mag, es wird immer Menschen geben, die zu dir stehen, wenn es auf den ersten Blick gar nicht so sein mag. Tim findet einen neuen Freund, Pascal, bis jetzt hat er ihn eigentlich ignoriert und gar nicht wahrgenommen, doch gerade er wird ihm noch eine große Hilfe sein, wie auf Lissy, die gegen alle Widrigkeiten auf seiner Seite stehen. Toleranz wird in diesem Buch großgeschrieben. Die Dorfbewohner belächeln Tim und sein Kaninchen, aber er glaubt an es, hält zu ihm und versucht, sein Handicap auszubessern und stellt letztlich fest, dass es nicht immer um das Gewinnen geht, manchmal reicht es auch, einfach nicht aufzugeben. Gerade für Kinder ist es eine sehr lehrreiche Geschichte, doch auch vermeintlichen Außenseitern eine Chance zu geben. Was mich einzig ein wenig gestört hat: die Geschichte war für mich nicht wirklich authentisch. Was passiert, klar, es ist nachvollziehbar, aber es ist bei mir nicht angekommen, ich hab die Geschichte nicht abgenommen, mir hat das Mitfiebern gefehlt. Die Protagonisten sind alle wirklich einzigartige Persönlichkeiten, aber doch hat mich die Geschichte nicht so mitgenommen, wie sie vermutlich hätte sollen. Fazit: Ein lehrreiches Kinderbuch darüber, dass ein Handicap hinderlich ist, aber noch lange nicht bedeutet, deswegen außen vor zu stehen.

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Als erstes möchte ich euch mal von dem Buch an sich vorschwärmen, da gibt es nämlich ein Daumenkino!!! Ich lese ja hier und da auch mal gerne “elektronisch”, aber bei diesem Buch kann ich nur zur gebundenen Ausgabe raten. Hier findet sich ein absolutes Highlight im unteren Bereich der Seiten. Mit dem Daumenkino kann man viel Zeit verbringen, glaubt es mir ;-) Dafür schon mal einen Sonderzusatzpunkt und ein großes Dankeschön für diese tolle Idee und Umsetzung des Verlages. Neue Kapitel erkennt man am Bild eines Hasenkäfigs mit der Kapitelnummer, auch dies finde ich eine schöne Idee. Aber nun mal zum Inhalt an sich. Boris Koch erzählt uns in diesem Jugendbuch eine wunderbare Geschichte. Wir finden uns in einem kleinen Örtchen namens Niederrhode wieder. Hier dreht sich alles um Kaninchen, einmal im Jahr gibt es ein großes Kaninchenrennen und alle zehnjährigen Kinder bekommen ein Kaninchen zugeteilt. Nun dürfen sie einige Zeit mit ihrem Kaninchen trainieren und dann kommt der große Tag des Rennens. Alle Kinder wollen siegen, da dies viel Ehre und Ruhm verspricht. Auch Tim freut sich auf “sein” Kaninchen und er trainiert sehr gewissenhaft mit seinem Opa. Tim hat es aber auch nicht leicht, er kommt meist ein wenig zu spät, was ihm immer wieder Ärger einbringt und dann stellt sich auch noch heraus, dass sein leider viel zu früh verstorbener Vater seinerzeit beim Kaninchenrennen gekniffen hat. Damit hat Tim natürlich keinen guten Bedingungen und nun wenden sich seine Freunde auch von ihm ab. Aber Tim gibt nicht auf. Am Tag der Kaninchenweihe entscheidet er sich für die Nummer 13. Aber ob er mit dieser Entscheidung richtig liegt? Er bekommt ein Kaninchen mit nur drei Beinen. Wie soll er damit das Rennen nur gewinnen? Tim findet neue Freunde und die halten zu ihm und Blackbeard. Dabei hat es auch Pascal nicht ganz so einfach. Er als Zugezogener steht an sich nicht hoch im Kurs und als Pascals Mutter dann auch noch das Kaninchen von Pascal weggeben will, müssen die Jungs sich etwas ausdenken. Pascal braucht Ferse(ngeld) doch unbedingt, gut das den beiden Jungs eine Lösung einfällt die für alle Beteiligten richtig erscheint. Als sich die Jungs dann noch mit Lissy zusammenschliessen und eine eigene gemeinsame Trainingsstrecke auskundschaften scheint dem Erfolg erst mal nichts im Wege zu stehen. Auch wenn Lissy s Goliath nur ein Zwergkaninchen ist, weil Mädchen immer nur Zwergkaninchen bekommen, haben alle Kinder und auch die Kaninchen viel Spaß. Bis der Tag des Rennens da ist, müssen Tim, Pascal und Lissy gemeinsam mit Blackbeard, Ferse und Goliath eine Menge Abenteuer bestehen. Wer wird am Ende der Sieger sein? Der Schreibstil ist locker und flüssig und auch wenn es sich eigentlich um ein Jugendbuch handelt, so hat mich die Geschichte voll in ihren Bann gezogen. Ich habe mit Tim gelitten und gebangt, habe gehofft und gezittert. Es geht in diesem Buch um so viel mehr als um das große Rennen. Boris Koch zeigt uns hier was wahre Freundschaft bedeutet. Er zeigt kindgerecht auf, dass auch Aussenseiter wichtige und tolle Persönlichkeiten sind. Aber neben all dem pädagogisch wertvollem steht hier die Freude und der Spaß mit an der vorderen Stelle. Das Buch ist witzig und lustig, an einigen Stellen traurig und berührend und insgesamt einfach nur super spannend!!!

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