Leserstimmen zu
Das Kaninchenrennen

Boris Koch

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Inhalt: Vor vierhundert Jahren hat ein kleines Kaninchen die Stadt Niederrhodge gerettet – ihm zum Andenken findet jährlich ein Kaninchenrennen statt. Mitmachen dürfen alle Zehnjährigen, also auch endlich Tim, der schon sehnsüchtig darauf wartet. Allerdings ist er ein kleines wandelndes Chaos – so geschieht es, dass er ein dreibeiniges Kaninchen aus dem Lostopf zieht. Für die ganze Stadt wird er zum Gespött, das Rennen scheint längst verloren, aber obwohl Tim zuerst aufgeben möchte, lernt er, dass es sich zu kämpfen lohnt, besonders wenn es aussichtslos scheint. Alles Widrigkeiten zum Trotz bereitet er sich auf das Rennen vor und hat eine ziemlich geniale Lösung, für sein Problem parat. Meine Meinung: Angesprochen hatte mich das Cover, als ich dann auch noch den Klappentext las, da war für mich klar, diese Geschichte geht zu Herzen und so war es letztlich auch. Die Tradition besagt, dass jeder zehnjährige ein Kaninchen wählen darf, nachdem er alle angesehen hat, weil es aber Tim mit der Pünktlichkeit nicht so hat, wird er von der Besichtigung ausgeschlossen und so findet das dreibeinige Kaninchen zu ihm. Ich glaube, gar nicht bei Tim war die Enttäuschung so gar, eher viel es ihm schwer, weil sein Opa so viel Wert auf das Rennen legte. Der ist auch verärgert und man leidet direkt mit Tim mit, der sich an allem die Schuld gibt. Das Rennen scheint vorbei, aber nachdem die erste Traurigkeit verschwindet, stemmt sich die ganze Familie gegen das Dorf, was sie belächelt. Leider zerstreitet er sich mit seinem besten Freunden, die plötzlich auch über ihn lachen, aber hier wird etwas schönes gezeigt, egal wie furchtbar eine Lage scheinen mag, es wird immer Menschen geben, die zu dir stehen, wenn es auf den ersten Blick gar nicht so sein mag. Tim findet einen neuen Freund, Pascal, bis jetzt hat er ihn eigentlich ignoriert und gar nicht wahrgenommen, doch gerade er wird ihm noch eine große Hilfe sein, wie auf Lissy, die gegen alle Widrigkeiten auf seiner Seite stehen. Toleranz wird in diesem Buch großgeschrieben. Die Dorfbewohner belächeln Tim und sein Kaninchen, aber er glaubt an es, hält zu ihm und versucht, sein Handicap auszubessern und stellt letztlich fest, dass es nicht immer um das Gewinnen geht, manchmal reicht es auch, einfach nicht aufzugeben. Gerade für Kinder ist es eine sehr lehrreiche Geschichte, doch auch vermeintlichen Außenseitern eine Chance zu geben. Was mich einzig ein wenig gestört hat: die Geschichte war für mich nicht wirklich authentisch. Was passiert, klar, es ist nachvollziehbar, aber es ist bei mir nicht angekommen, ich hab die Geschichte nicht abgenommen, mir hat das Mitfiebern gefehlt. Die Protagonisten sind alle wirklich einzigartige Persönlichkeiten, aber doch hat mich die Geschichte nicht so mitgenommen, wie sie vermutlich hätte sollen. Fazit: Ein lehrreiches Kinderbuch darüber, dass ein Handicap hinderlich ist, aber noch lange nicht bedeutet, deswegen außen vor zu stehen.

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Inhalt: Jedes Jahr findet in Niederrohde ein Kaninchenrennen statt. Die zehnjährigen Kinder starten dort mit einem von Ihnen ausgesuchten Kaninchen. Das Rennen hat den Ursprung in einer Sage in der ein Kaninchen den kleinen Ort gerettet hat. Dieses Jahr ist auch Tim dabei. Er möchte unbedingt gewinnen, nicht nur weil er siegen möchte sondern auch um seinen Vater zu rächen der von allen nur der Kneifer genannt wird, weil er als zehnjähriger an dem Rennen nicht teilnahm obwohl er als Favorit galt. Auch Tim wird es nicht leicht gemacht, das Erbe seines Vaters und ein besonderes Kaninchen stellen ihn vor ungeahnte Herausforderungen die er meistern muss. Meine Meinung: Das Kaninchenrennen wurde mir von mehreren wärmstens empfohlen und so landete es recht schnell auf meiner Wunschliste. Ein Buch für Kinder ab 10 Jahren das auch Erwachsene begeistert. Es wartet mit einem kleinen Gimmick, einem Daumenkino auf, aber nicht nur das. Der Schreibstil ist sehr einfach und kindlich gehalten und der Text ist unterhaltsam aber auch lehrreich. hier geht es um Freundschaft und Rücksichtnahme um Ehrgeiz und die Familie. Ein Buch das unterschwellig viel lehrt, aber offensichtlich sehr viel Lesespaß bringt. Auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Alles läuft auf das große Rennen hinaus und es ist nicht einzuschätzen wie dieses enden wird. Toll finde ich auch dass dieses Rennen nicht nur in der Freizeit Auswirkungen hat. In der Schule gibt es ein Fach das Kaninchenkunde heißt, der ganze Ort fiebert mit den Jungen mit. Das ruft nicht nur freundliche Reaktionen herbei. Es gibt Neider und Intriganten auch unter den Kids. So hat Tim es wirklich nicht leicht. Bei seinen Großeltern aufgewachsen muss er erst seinem Opa trotzen und dann auch seinen mitschülern und Lehrern. Er kann einem schon leid tun, doch er zeigt das er sich nicht unterkriegen lässt. Tim ist ein normaler sehr sympathischer Junge, mit einem cleveren Köpfchen und dem Herzen am rechten Fleck. Er steht ziemlich alleine da, denn das Rennen macht selbst aus scheinbaren Freunden Feinde. Er ist ein Stehaufmännchen, der weiß wie er sich behaupten kann und dabei nach außen den starken mimt, aber innerlich sehr unsicher ist. Seine Großeltern könnten unterschiedlicher nicht sein. Während sein Großvater gerne möchte das er gewinnt würde seiner Oma auch der vierte Platz genügen. Manches Mal habe ich mich hier gefragt woher er seine Genügsamkeit und auch seine Achtung vor den Kaninchen her hat, sein Denken das auch sein Kaninchen gewinnen kann. Seine Freunde Pascal und Lissy sind genauso Außenseiter wie er, passen aber perfekt zu Tim. Die Drei gegen den Rest des Ortes könnte man so sagen. Sie stärken ihn und werden durch ihn gestärkt. Ein Geben und nehmen von dem sich so manch einer in der Geschichte eine Scheibe abschneiden kann. Zu Beginn musste ich ersteinmal in die Geschichte rein kommen und mich an den recht kindlichen Schreibstil gewöhnen, als das geschah wollte ich nicht mehr aufhören zu lesen und war bis zum Ende begeistert. Eine Geschichte nicht nur für Kinder

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