Leserstimmen zu
Die 100

Kass Morgan

Die 100-Serie (1)

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Enttäuschend

Von: Eva Keks

10.01.2016

Vorweg: ich gehöre zu dem Personenkreis, der zuerst die Serie (eigentlich nur die erste Staffel) gesehen hat, bevor sie das Buch gelesen hat. Und ja, man kann beides machen, denn ich finde, die beiden Formate haben nicht viel gemeinsam. Ich war so richtig enttäuscht. In der Geschichte vergeht nicht viel Zeit und in dieser Zeit passiert sogar noch weniger. Anders kann ich es nicht ausdrücken. Wer hofft, hier eine Ergänzung zu der Serie zu finden, der hofft umsonst. Einige Hintergrundinformationen bekommt man allerdings schon. Die Kapitel werden abwechselnd von Clarke, Bellamy, Wells und Glass erzählt. Ich finde, in dieser Aufzählung fällt Glass total aus der Reihe, weshalb ihre Geschichte sogar noch langweiliger war, als der Rest. Einige Charaktere decken sich mit denen aus der Serie und man erfährt auch sehr viel über die Vergangenheit der Vier. Allerdings geschieht das durch Flashbacks und hin und wieder werden die durch die Gegenwart angestoßen. Viel zu häufig haben die Episoden mit dem gerade Geschehenen nichts zu tun. Das wirklich Nervigste überhaupt kommt allerdings jetzt; in fast jedem Kapitel, das von Glass handelt, wird sie mit Clarke vertauscht. So circa ein oder zwei Mal in den Kapiteln steht dort der falsche Name. Ich kann nicht sagen wieso, aber es hat mich unglaublich gestört und jedes Mal wieder aus dem Lesefluss gebracht.

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PRODUKTDETAILS: Titel: Die 100 Reihe: Die 100 #1 Autor: Kass Morgan Genre: Jugendbuch Herausgeber: Heyne fliegt (ein Verlag der Verlagsgruppe Random House GmbH) Erscheinungstermin: 27. Juli 2015 Sprache: Deutsch ISBN: 978-3-641-15602-2 Format: eBook Seitenzahl: 320 Seiten PRODUKTINFORMATIONEN: Kurzbeschreibung: Seit einem vernichtenden Atomkrieg lebt die Menschheit auf Raumschiffen. 300 Jahre lang hat niemand mehr die Erde betreten. Doch nun sollen 100 jugendliche Straftäter das Unmögliche wagen: zurückkehren und herausfinden, ob ein Leben auf dem blauen Planeten wieder möglich ist. Doch was die idealistische Clarke, der geheimnisvolle Bellamy und die anderen Verurteilten nach ihrer Ankunft vorfinden, raubt ihnen den Atem. Ein tödliches Abenteuer beginnt, auf das sie kein Training der Welt hätte vorbereiten können ... Der Verlag über das Buch: Eine packende Mischung aus »Der Herr der Fliegen« und »Die Tribute von Panem« DIE BEWERTUNG Meinung: Mit einem Thema, welches nun nicht wirklich Neu ist, wirkt dieser Roman wie ein Versuch der Science-Fiction, ohne es wirklich zu sein. Das Cover/Die Gestaltung: Figuren, welche man aus dem Fernsehen kennt. So ist dieses Cover gestaltet. Wer will schon ein anderes Cover, wenn sich die Serie gut verkauft? Ist ja nicht so, dass beides verschiedene Medien sind, die anders funktionieren. Ist ja nicht so, dass wir als Leser uns einen eigenen Kopf über das Aussehen der Figuren machen wollen, wenn man die Serie noch nicht kennt. Aber Nein, leider wird dies einem nicht gestattet. Es wird lieber Wert darauf gelegt, dass das Buch sich verkauft. Verkauft an die Fans der Serie, die mit diesen Figuren sich schneller identifizieren können, als der Romanleser, der sich nicht von irgendwelchen Hypes im Fernsehen beeinflussen lässt. 0,5/2,0 Punkten Die Sprache/Der Satzbau: Kass Morgan hat in ihrer deutschen Übersetzung einen einfach zu lesenden, eher langweiligen Stil. Die Beschreibungen fallen eher dürftig aus, lassen es eher als Erzählung ohne wirkliche Handlung dahin plätschern. Dadurch wird viel vergeben. Von einem Science-Fiction Buch erwartet man Beschreibungen von Technik. Erwartet, dass komplizierte Mechanismen beschrieben werden. Leider kommt hiervon gar nichts vor. 0,5/2,0 Punkten Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung: Trotz oder gerade wegen der Kapitelaufteilung, welche eine andere Person mit ihren Hintergründen zu beschreiben versucht, bleiben die Figuren zu blass. Nichtigkeiten nehmen die Stelle ein, während Rückblenden viel mehr des Geschehens einnehmen, als eine eigentliche Handlung. Rückblenden, die einem versuchen sollen die Figuren näher zu bringen. Leider klappt das nicht. Man kann sich durch die Kürze der Kapitel gar nicht in die Figuren hinein fühlen. Sie werden nicht agierenden Figuren, bleiben passiv und erzählen lieber ewig lang von ihren Intensionen, von ihrer Vergangenheit. Mit dieser Aufteilung geht die Dynamik verloren, sodass die Figuren keine Figuren sind, sondern bloße Darsteller ohne wirkliche Konturen. 0,0/2,0 Punkten Der Plot/Der Geschichtsverlauf: Schon mit dem ersten Satz kennt man das Geheimnis der Erde. Ein Thema, welches sehr oft in der Science-Fiction verwendet wird und leider nicht gerade originell verpackt ist. Ansonsten? Was passiert, ist, dass sie auf der Erde landen. Wer Action sucht, der wird vergebens suchen. Auch Spannung ist nicht gerade vorhanden und lässt den Verlauf der Story mit eingebauten Rückblenden eher geradlinig verlaufen. So bekommt das Ganze nicht den Charme der üblichen Science-Fiction, sondern wirkt langatmig und ohne Hintergrund. Die Zukunft als Handlungsort mit einem Planeten auf den sich immer noch intelligente Lebensformen wie Menschen (in all ihren Anpassungen) befinden ist nicht nur bloße Science-Fiction, weil es in der Zukunft spielt. So bekommt das Ganze eher einen versuchten Anfang gleich, die nichts mehr mit diesem Genre zu tun hat. 0,0/2,0 Punkten Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit: Durch Figuren, die nicht handeln und eher sich mit ihren Rückblenden zu erklären versuchen, zieht sich die gesamte Handlung ohne voran zu kommen. Es geschieht nichts. Nichts was man nicht schon seit der ersten Seite wusste. Eine Kürzung hätte dem Buch gut getan, als eine ganze Buchserie daraus zu machen. Aber so bleiben die Figuren mit ihren wenigen Handlungen in der Gegenwart eher Schatten ihres Selbst, die sich durch Rückblenden zu erklären versuchen. Mit dieser Aufteilung, dass die Figuren sich pro Kapitel abwechseln, zieht sich der Aufbau hin, zieht und zieht sich, ohne wirkliche Spannung aufzubauen. 0,0/2,0 Punkten Fazit: Mit 1,0 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die sich gerne die Serie anschauen. Wer sich, so wie ich, dann doch lieber Earth2 anschauen will und von der Serie Die 100 eher abgeschreckt als begeistert fühlt, wird weder an diesem Buch, noch an der Serie einen Gefallen finden. Denn sie bringt nichts Neues. Nichts originell Verpacktes oder wirklich interessantes. So bleibt Die 100 auch als Buch eher etwas, was sich anfühlt wie ein Abklatsch, der mit ein bisschen mehr Idee wenigstens wirklich in die Science-Fiction Richtung hätte gehen können.

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Zum Cover: Das Cover ist gänzlich auf die Serie bezogen. Die Figuren auf dem Cover sind alle Schauspieler der Serie "The 100". Ich persönlich mag Covers, die auf Serien basieren nicht so sehr, da ja zuerst das Buch da war und nicht die Serie... Das Aussehen der Protagonisten ist also so schon "vorgeschrieben". Meine Meinung: Ich bin absoluter Fan von der Serie "The 100". Nachdem ich die ganzen bisher erschienenen Staffeln regelrecht durchgesuchtet habe, wollte ich unbedingt das Buch lesen. In der Regel sind Bücher ja immer noch einen Ticken besser, als die Verfilmung. In der Regel... Ich habe diesmal zum ersten mal erlebt, dass mich eine Serie so sehr begeistert und das Buch dazu so sehr enttäuscht. Natürlich ist vieles anders als in der Serie. Das allein hat mich auf keinen Fall gestört. Ich kann Serie von Buch ziemlich gut trennen, denn meist "basieren" Serien ja nur auf den Büchern. Anfangs fand ich das "Andere" auf jeden Fall interessant und freute mich auf das Lesen, aber Kass Morgan hat die Grundlage des Spannungsaufbaus komplett falsch verstanden habe ich das Gefühl. Der Geschichtsverlauf springt immer zwischen mehreren Protagonisten und Zeitstufen, was an sich keine schlechte Idee ist und auch durchaus funktionieren kann, allerdings nur wenn man es richtig macht! Immer dann, wenn es ein leichtes Gefühl der Spannung gab, machte die Autorin dies zunichte mit einem Storywechsel. Die einzelnen Storys und Sichtweisen der Protagonisten sind an sich eigentlich recht interessant nur brachte Morgan diese einfach nicht zum Punkt... Ein Höhepunkt fehlte gänzlich. Auch der Schluss enttäuschte mich... dafür dass ich mich so viele Seiten durchgelesen habe und es noch keinen Höhepunkt gab, soll das nun so enden??? Ich wollte meinen Ereader am liebsten gegen die Wand schmettern... Den Todesstoß erlangte das Buch jedoch durch die unsagbar UNGLAUBLICH viele Fehler... Ich bin normalerweise kein Mensch, der wegen ein paar Tippfehlern ein Drama macht, ABER hier wurden STÄNDIG die Namen zweier Protagonistinnen einfach vertauscht!!!!! Mindestens 7 Mal hieß "Glass" aufeinmal "Clarke". Für mich ein Unding sorry... liest da niemand Korrektur??? Fazit: "Die 100" hat mich leider sehr enttäuscht. Fader Storyverlauf, keine Spannung und gespickt mit Fehlern... Ich vergebe für diesen Thriller 1 von 5 Sternen.

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